Haferflocke - Vorstellung

  • Ich hoffe die obere Frage passt hierher ... ich habe nur diese Woche Feedback von der Schule bekommen. Dass mein Kind sich total geändert hat, zum positiven. Vorher total verschlossen, jetzt endlich in Kontakt mit anderen Kindern und auch mit den Lehrern. Das hat mich so gefreut. Aber da die Trennung ja schon "lange her" ist, wollte ich mal wissen ob andere Eltern ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich kann fast gar nicht glauben dass das alles zusammen hängen soll. Ich meine, mein Mann war nie körperlich aggressiv uns gegenüber. Er hat "nur" oft rum geschimpft; sehr laut und streng. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich mit meinem Kind darüber reden sollte. Und ob mein Kind das bewusst merkt.


    Diesen Sommer ist mir nämlich bereits etwas ähnliches passiert. Mein anderes Kind hatte wieder so ein Leuchten in den Augen. Es sah plötzlich richtig glücklich aus. Total toll. Vorher war es schon fast jähzornig. Hat immer viel Wut in sich getragen. Die ist heute zwar auch noch da, aber es strahlt überwiegend richtig. Da habe ich das erste Mal überlegt ob das mit der Trennung zusammen hängen könnte. Das wäre ja der Wahnsinn. Also, Wahnsinnig toll, ich kann das nur irgendwie nicht fassen. Weil unser Familienleben sich (für mich) nicht so schlimm angefühlt hat.


    Und dann habe ich mir heute mal eine (lange schon fällige) Liste gemacht. Mit Dingen die gut und schlecht in unserer Beziehung waren. Wäre es nicht so traurig, hätte ich lachen können. Würde ich die Liste jemanden zeigen würde er mich sicher fragen was mich überhaupt gehalten hat.. Eigentlich war ich wohl schon die ganze Zeit Einzelkämpfer. Ich verstehe es selber nicht. Wieso habe ich mich so lange so behandeln lassen?! Und wie kommt man aus solchen Mustern raus? Ich möchte ja nicht dass mir sowas jemals wieder passiert... und ich habe schon öfter gehört dass man sich irgendwie immer den gleichen Typen Mensch Anlacht... obwohl ich aktuell jetzt nicht mal an eine neue Beziehung denken mag.


    Schlaft gut❤️

    Hagerflocke

  • Liebe Haferflocke,

    ich denke, dass die Veränderungen Deiner Kinder mit Eurem Auszug zusammenhängen.

    Ihr habt seit Eurem Umzug keinen Streß mehr, der auf den Alkoholkonsum zurückzuführen ist.

    Schweigen, Schimpfen, Streitereien, Abwertungen- also das ganze Programm ist immenser psychischer Streß, auf den das Gehirn genauso reagiert wie auf körperliche Gewalt. Wenn die Streßquelle weg ist und das Gehirn checkt, dass man sicher ist, kann man sich (im besten Fall) wieder auf die schönen Dinge des Lebens konzentrieren und das merkt das Umfeld.

    Ich bin ja EKA und hab mir oft gewünscht, dass sich meine Eltern trennen nur damit Ruhe ist und ich ohne Angst leben kann.

    Du hast Deinen Kindern einen sicheren Ort geschaffen und dass sie jetzt aufblühen, ist eine Folge davon.

  • Ich kann das gar nicht richtig fassen. Danke dass du deine Perspektive mit mir teilst Anthurie! Meine Kinder haben sich nie direkt eine Trennung gewünscht, zumindest nie mir direkt gegenüber. Ich glaube ich habe das alles unterschätzt. Also nicht den Alkoholismus, da hatte ich zum Schluss wirklich das Gefühl dass es so nicht weiter gehen kann. Sondern dass der Stress wirklich so krass auf meine Kinder gewirkt hat. Vielleicht haben sie es sich nicht anmerken lassen, vielleicht hatten sie sich (traurigerweise) sogar schon daran gewöhnt. Ich habe mich ganz offensichtlich total verschätzt!!!

    Es tut mir sehr Leid dass du das erleben musstest Anthurie! Und danke dass du mir das geschrieben hast. Da kam die letzten paar Tage wirklich was großes ins Rollen in meinem Kopf...

  • Das Gemeine an solchen Geschichten ist ja, dass es meist schleichend beginnt und sich im Laufe der Zeit ins ganze Leben hinein frisst. Jeder, der als Mitmensch betroffen ist, passt sich an und ich denke, dass das am Anfang unbewusst passiert. Immer verbunden mit dem Wechsel aus Hoffnung (es könnt ja wieder besser werden) und Enttäuschung (wieder ein Rückfall mit allem, was dazu gehört). Das macht ja als Partnerin was mit einem und irritiert (höflich ausgedrückt). Da den Blick von Anfang an auch auf die Kinder zu haben, ist glaub ich ein Ding der Unmöglichkeit.

    Kinder passen sich automatisch an, weil sie von den Erwachsenen abhängig sind.

    Du hast Deinen Kindern aber was ganz Entscheidenes gezeigt: nämlich, dass Du einen unerträglichen Zustand beendet hast, damit es Euch dreien besser geht. Du hast Ihnen auch gezeigt, dass man Dinge zum Besseren ändern darf. Das ist so wichtig!

    Ich kann es Dir nicht nachfühlen, wie schwer die Gefühle Deinen Kindern gegenüber sind, einfach, weil ich keine Kinder habe.

    Aber als EKA erleichtert es mich jedes Mal, wenn ich lese, dass Elternteile ihre Kinder aus so einer Situation rausholen. Das hast Du klasse gemacht und ich bin mir sicher, dass es Dir im Laufe der Zeit auch besser gehen wird. Du hast ja doppelte Verantwortung- die für Dich (und alle Trauer, die Du verarbeiten wirst) und für die Kinder. Ich denke, dass man das nicht unterschätzen sollte. Es ist schon hart genug wenn jemand nur für sich verantwortlich ist und geht.

    Vielen Dank für Dein Mitgefühl. Mittlerweile geht es mir recht gut und auch wenn meine Eltern noch nicht getrennt waren, als mein Geschwister und ich noch Kinder waren, so hilft es mir sehr, dass meine Mutter mir im Hier und Jetzt zuhört und anerkennt, wie hart es war. Das hilft sehr.

    Was mir auch noch wichtig ist zu schreiben, ist, dass es (aus meiner aktuellen Sicht) unmöglich ist, die Ausmasse einer Suchterkrankung zu begreifen, wenn man als Angehörige mittendrin steckt.

    Du siehst an Deinen Kindern, wie gut es ihnen mittlerweile geht und ich wage mal zu behaupten, dass sie nicht so aufblühen würden, wenn sie sich bei Dir nicht sicher fühlen würden. Sie wissen, dass Du sie beschützt hast. Vielleicht hilft Dir dieser Gedanke weiter.

  • Hallo Haferflocken,

    Ich würde gern von euren Erfahrungen hören. Haben eure Kinder sich nach der Trennung auch verändert? Zum positiven?

    Ja, meine Mädels sind nun schon groß (15 und 18), aber sie sind ruhiger und ausgeglichener.

    Ich meine, mein Mann war nie körperlich aggressiv uns gegenüber. Er hat "nur" oft rum geschimpft; sehr laut und streng.

    Das reicht schon. Meine Kinder haben viel Unsicherheit gespürt und je älter sie wurden kam die Angst um den Papa dazu. Angst weil er nur noch krank war, Angst weil er betrunken Auto gefahren ist und Angst, dass er sich nicht an Absprachen hält. Das führte dazu, dass meine große Tochter im letzten Jahr eine Angst- und Panikstörung entwickelt hat. Erst jetzt können meine Kinder ihre Gefühle in Worte fassen. Erst gestern hat meine kleine Tochter während eines Gesprächs gesagt: Er benimmt sich nicht wie ein Vater, also ist er nicht mein Vater. Das hat gesessen.

    Und auch du wirst dich positiv verändert haben und die feinen Antennen der Kinder spüren das. Meine Kinder sind da höchst sensibel.

    Eigentlich war ich wohl schon die ganze Zeit Einzelkämpfer.

    Ich hab immer gesagt: ich bin alleinerziehend von 3 Kindern. Oder: Ich bin alleinerziehend verheiratet.

    Sie werden es dir danken. Ich höre mindestens ein Mal pro Woche Sätze wie: Mama, du machst das so toll. Ich weiß nicht, wie du das alles schaffst. Ich bin so stolz auf dich. Du hast deinen Mann verloren und bist trotzdem voll für uns da. Ich wünsche mir, dass du einen neuen Partner findest. Du hast es verdient. Und das gibt Kraft.

  • Hallo Sonnenschein,

    Das ist so traurig zu lesen. Da wir immer ein einigermaßen geregeltes Familienleben hatten, und er "nur" abends getrunken haben, dachte ich wirklich, die Auswirkungen wären nicht so gravierend. Und ich hätte auch gedacht, dass meine Kinder mich ansprechen würden wenn es sie belastet. Aber deine Kinder sind schon eine Ecke älter als meine, daher schätze ich, sie werden wohl erst in ein paar Jahren so "richtig" darüber sprechen können. Wir kämpfen hier öfter noch mit psychosomatischen Bauchweh, das kann da natürlich auch mit zu tun haben. Ich hoffe dass meine Kinder so wie deine später auch darüber reden können, was für sie gut oder schlecht war. Auch wenn der Spruch von deiner Tochter wahr, aber auch sehr traurig ist.

    Ja, ich habe mich auch zum positiven verändert. Nach dem Sommer hatte ich endlich das Gefühl, dass mich aus dem Spiegel wieder Augen anstrahlen. Das strahlen war mir abhanden gekommen.

    Ich bin auch schon lange alleinerziehend mit Mann. Wie oft hab ich diesen Spruch schon gesagt...

    Und wie schön, dass deine Kinder dich und deine Leistung so wertschätzen! Ich hoffe dass meine Kinder mir das später auch so zurückgeben werden ❤️

    Aber eigentlich tun sie es ja schon, indem sie aufblühen, laut sein dürfen und lange wach bleiben können, nicht auf Eierschalen gehen müssen und keine Angst mehr haben müssen.

    Liebe Grüße

    Haferflocke

  • Hallo Anthurie,


    Ja genau. Das geht so nach und nach. Am Anfang habe ich ihn noch gedrängt zur Suchtberatung zu gehen, nachdem ich selber da war. Er kam wieder mit der Aussage, er hätte kein Alkoholproblem. Natürlich sagte er das, sonst hätte er ja was ändern müssen..


    Ja, ich gebe meinen Kindern alles was möglich ist. Es ist nicht immer einfach, aber eigentlich war ich vorher auch schon alleine. Er war nur das Beiwerk, das eventuell mal Würstchen auf dem Grill gedreht hat. Ich glaube als EKA ist die Sicht auch nochmal eine ganz andere. Da werden mir meinen Kinder vermutlich in 10 Jahren ihre Erfahrungen zu geben können. Wovor Ich fast schon ein wenig Angst habe. Im Moment sagen sie, Papa soll wieder hier wohnen. Das kann aber auch daran liegen, dass seine Wohnung sehr klein und ungemütlich ist. Und sie meist nur Fernsehen wenn sie da sind. Ich denke sie sagen dass, damit sie nicht mehr zu ihm müssen. Würde ich nicht jeden 2. Sonntag sagen jetzt geht's zu Papa, weiß ich ehrlich nicht ob sie nach ihm fragen würden...

    Liebe Grüße

    Haferflocke

  • Ihr Lieben,

    Ich muss mir heute mal ein bisschen Last von der Seele reden.

    Es ist grad alles so frustrierend. Auf der Arbeit gibt es Probleme (technischer Natur, ist aber trotzdem sehr zermürbend) und zu Hause läuft es auch eher holprig. Ich habe Termine. Viele Kinder, ergo viele Termine. Diverse Arztbesuche, Elternsprechtage und nicht zu vergessen Spielverabredungen. Es ist einfach viel. Und natürlich stehe ich alleime davor. Mein XY war noch nie der Paradevater, das war mir eigentlich schon lange klar. Aber jetzt nach der Trennung nimmt es gefühlt noch größere Ausmaße an. Im letzten Monat hat er unsere Kinder fast gar nicht gesehen. Seine Tage (alle 2 Wochen einen Tag) hat er mir jeweils kurzfristig abgesagt weil er krank ist. Und ich sitze hier und - ja, kann dann halt sehen was ich daraus mache. Es nervt einfach. Ich habe immer in meinem Leben alles alleine schaffen wollen. Und ich merke, dass ich mich durch meine Kinder total abhängig gemacht habe. Versteht mich nicht falsch, ich liebe sie über alles. Aber ich brauche auch mal eine Pause. Und die kriege ich grad einfach nicht. Im Regelfall ist auch das für mich machbar, aber diese Woche bin ich emotional scheinbar nicht so gefestigt. Ich habe zum Glück tolle Eltern, die ich auch immer mal wieder fragen kann, aber eben auch nicht immer. Es ist ja auch nicht ihre Pflicht. Aber wenn mein XY dann so Spaßtermine wie Friseur und Baumarkt wahrnimmt und ich sitze hier und nehme alle Kinder mit zum Wocheneinkauf, dann frage ich mich auch was hier falsch läuft.

    Puh, tut mir Leid, heute war ein anstrengender Tag, und ich musste einfach mal jammern. Morgen wird es sicjer wieder besser. Ich habe nur das Gefühl, dass ich das hier gut lassen kann. Und das fühlt sich für mich gut an. Einen Therapieplatz habe ich auch leider noch nicht bekommen. Dafür werde ich mor nächste Woche einen Termin beim Anwalt machen, zur Scheidungsberatung. Ich brauch das, um für mich abzuschließen. Als Eltern werden wir immer verbunden bleiben, aber alles andere brauche ich grad echt nicht mehr.

    Liebe Grüße

    Haferflocke

  • Liebe Haferflocke,

    Du bist nicht allein damit.

    Ich könnte dir da Anekdoten aus den letzten 6 Jahren erzählen...

    Wenn man eh schon einen anstrengenden Tag hat, ist jedes kleine bisschen zu viel. Irgendwie sind dann die Kinder auch besonders "anstrengend". Mein Sohn klammert dann immer ganz besonders zB. Da kann ich nichtmal beim Essen machen oder so kurz Luft holen. Und da nervt es einen, dass man diese ganze Last trägt und XY in der Zeit am Chillen ist.

    Ich finde es in der Erkältungszeit besonders schlimm. Man ist zig Tage fast am Stück wach, nickert nur zwischendurch, weil man sich ja nu auch nachts ums Kind kümmern muss. Und der Vater macht sich schöne Tage in der Zeit. Ist am besten auch noch sauer, weil der Umgang aufgrund 40 Fieber verschoben werden muss.

    Aber eins ist immer sicher: diese Tage gehen auch rum. Morgen ist ein neuer Tag. Vielleicht sieht die Welt dann anders aus. Vielleicht auch nicht. Aber auch dann ist wieder gewiss: auch dieser Tag geht irgendwann zuende und es folgt ein neuer Tag.

    Ich hoffe, du kannst dich über Nacht ein wenig erholen.

    Ich drücke dich mal ganz fest.

    Liebe Grüße

    Eule


    PS. "Jammern" hilft! Alles rauslassen, von der Seele schreiben, im besten Fall laut schreien. Bloß nicht den Frust hineinfressen, das bringt nichts.

  • Liebe Haferflocke,

    Ich verstehe dich sehr gut. Ich bin mit meiner Tochter auf mich alleine angewiesen, ohne Oma, ohne Opa in Sicht, mit einem full time job und 50 min Fahrweg eine Richtung. Finanziell auch alleine , d.h. mein Job ist für mich fulminant wichtig. Mein Vater lebt im Ausland, wurde operiert, da ihm Krebs diagnostiziert wurde, und ich kann nicht mal nach Hause „in Ruhe“ fliegen, da ich dann nicht weiß wohin mit dem Grundschulkind. So viel zum Thema „so hab ich mir mein Leben vorgestellt“. Was ich hier sagen möchte - es läuft nicht wie geschmiert!
    Was mir hilft, ist meine Ansprüche runterzuschrauben. Es gibt Phasen im Leben, welche viel abverlangen und die Kräfte sind endlich. Konzentriere dich auf deine wichtigsten Themen, man kann nicht alles in einer 100% Qualität leisten. Ich verzeihe mir mittlerweile viel mehr als ich es früher getan habe. Und es fühlt sich gut an.

    Liebe Grüße Ino

  • Liebe Eule,

    Ja genau so ist es. Nur dass es bei uns noch eher so ist, wenn die Kinder krank waren dass er mich fragt "und jetzt soll ich sie nehmen? Soll ich mich anstecken oder wie?" Es macht wahrlich keinen Spaß mehr. Danke für deinen Drücker und die lieben Worte, das hab ich gestern gut brauchen können ❤️ ich hab trotzdem noch was in mich "reingefressen", nämlich Schokolade. Ich erkenne da ein Muster... scheint bei mir wohl im übertragenen Sinne zu laufen. Da möchte ich jetzt auch mal dran arbeiten. Im Endeffekt fühlt man sich so dann ja auch nur kurzfristig besser...

    Liebe Ino,

    Wow, du bist eine starke Frau! Und dass ja eigentlich nur, weil du stark sein musst. Ich empfinde zumindest meist zwiespältig bei diesem "Kompliment". Früher hab ich mich drüber gefreut, heut denk ich mir dass ich gar keine andere Wahl habe.

    Nun aber zu der guten Nachricht: Heute hatten wir Besuch von Oma und Opa, die sich sehr über ihren Schwiegersohn geärgert haben. Und sie haben sich überlegt, dass die Kinder heute spontan bei ihnen übernachten können.

    Diese Stille!!!!!!! Keiner der Mama ruft. Und vor allen Dingen: mal kurz KEINE Verantwortung tragen! Oh gott das fühlt sich so gut an. Die letzten Tage waren schlimm, aber als grad alle weg waren fühlte ich mich direkt besser.

    Danke für eure offenen Ohren und dafür dass ihr einfach da seid ❤️

    Liebe Grüße

    Haferflocke

  • Hallo Haferflocke,

    ich kann gut nachvollziehen, dass man irgendwann an seine Grenzen kommt. Ich kenne das auch.

    Als wir ausgezogen sind haben meine Kinder auch sehr viel von mir gefordert. Die erste Zeit ging es pausenlos "Mama, Mama, Mama."Ich hatte selbst den Anspruch an mich, meinen Kindern so schnell wie möglich ein neues wohnliches und schönes zu Hause zu bieten und gleichzeitig für meine Kinder da zu sein. Ich wollte Ihnen den Umzug so leicht wie möglich machen. Zwischendrin dann noch arbeiten, Termine wahrnehmen, um Hund kümmern und alles bzg. Neuer Adresse , Ummeldung etc. klären . Es hat alles ganz schön an meinem Kräften gezerrt.

    Ich hatte auch vor dem Umzug wenig Unterstützung und wünschte mir auch da schon ab und zu auch einfach mal Zeit für mich und eine Pause. Einfach Ruhe und keine Verpflichtung oder Verantwortung.

    Aber genau wenn ich so etwas denke, bekomme ich immer ein schlechtes Gewissen.

    Ich würde gerne mal wieder in meinen Sport gehen, aber auch hier, hab ich entweder keine Zeit oder wie aktuell keine Kraft. Ich bin schon wieder gesundheitlich angeschlagen.

    Aber ich vermute auch, dass es an mir selbst und meinen zu hohen Ansprüchen an mich selbst liegt.

    Der Körper sucht sich die Auszeit die er braucht, wenn es zu viel wird und das merke ich gerade wieder.

    Genieße deine Auszeit und vorallem versuche wieder Kraft zu tanken.

    Es ist nicht immer einfach, aber es wird auch wieder weniger stressige Tage geben.

    Du bist nicht allein.

  • Hallo hopeless,

    Ja das stimmt. Nachdem ich gestern Pause hatte fühle ich mich auch viel besser. Habe auch nur ein Minimum an Hausarbeit gemacht ;)

    Ich habe mich nach dem einen Tag so erholt gefühlt.

    Ich kenne das, mit den hohen Ansprüchen an mich selber. Und bin auch grade dabei, eben diese runter zu schrauben. Zum Glück mussten wir nicht umziehen sondern er ist gegangen. Ich glaube einen kompletten Umzug hätte ich niemals geschafft in dem Zustand wie ich Anfang des Jahres war. Mein Respekt an dich an dieser Stelle! ❤️

    Liebe Grüße

    Haferflocke

  • Hallo Haferflocke,

    Schön zu hören, dass du wieder Kraft tanken konntest .

    Es war wirklich nicht einfach und ich hab mich da wirklich zusammen reißen müssen. Wo ich hätte Kisten packen müssen hat mir der Elan gefehlt.

    Erst nach dem Spruch, den er mir an den Kopf geschmissen hat, hab ich innerhalb von 4 Tage alles gepackt und das noch zwischen Schule und Arbeit.

    Das schnelle auspacken war notwendig, da wir unter der Woche umgezogen sind und den nächsten Tag Schule und auch für mich die Arbeit wieder anstand.

    Wir sind jetzt seit ca. 2 Monaten weg. Aber ich habe erst vor kurzem für mich einen Gang runter schalten müssen. Das war alles zu viel auf einmal. Ich wurde ständig krank in dieser Zeit.

    Ab und zu mal eine Auszeit kann da wirklich Wunder bewirken.

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