hallo Seepandarine
nur einige gedanken dazu. wie ich schon mal schrieb bin ich nicht nur EKA auch alki und lebe im spectrum (ASS). ich lese deine beiträge gern, weil sie ungeschönt dein innerstes wiederspiegeln und du dich bemühst einen weg durch dieses labyrinth aus erinnerungen und emotionen zu finden. mich hat es früher auch sehr bewegt, weil ich keine erklärung fand, warum ich so bin wie bin und habe daher eine projektionsfläche gesucht die für diesen zustand herhalten konnte. für mich war immer die erklärung , dass ich in einer alk-familie gross geworden bin und habe jahre damit zugebracht schuldige zu suchen und hatte sie auch schnell gefunden. in dem fall meine mutter und mit abstrichen mein vater, dass hatte aber nichts mit meiner ass zu tun. soll heißen es war schon immer da und wird mich zeit meines lebens begleiten so wie meine sucht. diese erkenntnis, dass ich nichts dafür kann wie ich bin und das anerkenntnis was ich bin, war für mich befreiend und hat mich schneller mit meiner vergangenheit abschließen lassen.
viele tragen diese last ein lebenlang mit sich herum, nach erklärung zu suchen warum etwas nicht so gelaufen ist wie es eigentlich hätte laufen sollen. was aber passiert wenn da etwas ist, was tief in einem schlummert und man garnicht weiß das es da ist? ich meine damit psychosomatische störungen/erkrankungen die einem die sicht versperren und uns nur ein verzerrte sicht der dinge erlauben. so glaubt man den grund für diesen zustand zu kennen, in dem fall die alk-familie und sicher hat es auch dazu beigetragen, aber es ist vielleicht nicht der einzigste grund. weil manchmal schleichen sich sachen in unser leben, so unterschwellig, die uns an uns selbst zweifel lassen.
was ich sagen möchte ist, dass wir uns manchmal auch selber annehmen müssen wie wir sind, uns selbst vergeben sowie auch anderen. etwas hinterher zu jagen was uns vermeintlich glücklich macht nicht immer zielführend ist, weil wir uns verstellen müssen. im ass-berreich wird dass masking genannt und es ist sehr anstrengend und lässt viele verzweifeln. auf gesellschaftliche zwänge und regeln geh ich jetzt mal nicht ein, weil es den rahmen sprengen würde. wir alle sind individualisten und sind wie wir sind und es muss auch nicht auf alles zwingend eine antwort geben. eben weil wir nur menschen sind die nicht perfekt sind und wir manchmal den vermeintlich einfacheren falschen weg, dem schwereren richtigen weg vorziehen. das liegt aber in der natur der sache.
ich wünsche dir weiterhin viel erfolg auf deinen wegen wo immer sie dich hinführen.
gruss eternal