Beiträge von _Eternal_

    Weiter im Text

    Ich habe da und da den Eindruck, dass viele glauben, ein Rückfall müsste immer mit Suchtdruck, Problemen oder schlechten Gefühlen zusammenhängen.

    ja, dass scheint unterzugehen. zumindest fällt es mir auf, dass viele ihre sucht an emotionale zustände hängen. sucht ist sucht. sie gibt nen schei... auf emotionen, ob glücklich oder traurig ist egal.

    meines erachtens spielen solche sachen über das wie und warum nur der phase des missbrauchs eine grosse rolle. ist man drüber weg, sprich sucht, ist es egal aus welchem grund man trinkt und selbst wenn man ein paar neue feiertage erfindet. es spielt keine rolle.

    gruss

    hallo und willkommen Wanderer

    eine kurze frage, musst du oder sie trocken werden? ist wirklich nicht böse gemeint, aber du machst ihr problem zu deinem. ich bin alki und hät ich sowas bekommen, wäre ich gegangen. denn der einzige der ihr helfen kann ist sie selbst, da kannst du noch soviel hilfe bekunden. wenn jemand in der sucht steckt, kannst du sonst was unternehmen, es wird einfach abprallen an ihr.

    kümmere dich um dich selbst, nicht um sie;)

    gruss

    hallo Gaarder

    Hallo Mattie,

    Nein, die gelbe Wand sieht mich heute gegen Bremen nicht. Das Spiel schaue ich beim Nachbarn bei Apfelschorle und Bratwurst. Der Nachbar (trinkt nicht) ist froh nicht alleine zu sein und meine Frau ist froh mich für 3 Stunden los zu sein.

    Mein Bruder nutzt zurzeit meine Dauerkarte. Ich werde diese nur noch ein einziges Mal nutzen: Anfang März 27 wenn die Bayern zu Gast sind. Das wird dann mein Abschied von der gelben Wand. Alles im Leben hat seine und diese ist dann halt vorbei.

    lass mal noch ein paar jahre ins land gehen, dann kannst du vielleicht wieder in der gelben wand stehen ohne das was triggert. mal nicht immer alles so entgültig sehen. ich kann das aber auch nicht richtig nachvollziehen, da ich noch nie ein stadion von innen gesehen hab:roll: wären mir zuviele menschen...

    gruss

    moin:mrgreen:

    ganz ehrlich, ich hasse weihnachten. wir nehmen nur die ruhigen tage mit, der rest kann mir gestohlen bleiben. familie gibts keine mehr zu der wir hin müssten, also auch keine weihnachtsshow mir der buckligen verwandschaft. wir waren die letzten 17 jahre allein und freuen uns auf die ruhigen tage. da gibt es auch keine gans oder ente, sondern pizza:saint: das ganze mag vielleicht daran liegen, dass ich nie ein normales weihnachten als kind erlebt habe mit einem alki in der familie. das war mehr oder weniger eine horrorshow. so hab ich meist die tage bei freunden verbracht und deren familien, die dann halbwegs versucht haben mir ein weihnachtsfest nahe zu bringen. als ich dann älter war bin ich zu den feiertagen arbeiten gegangen und fertig.

    heute genießen wir, also meine tochter und ich, die feiertage, aber eben so wie wir es für richtig halten. es gibt auch keine grossen geschenke weil wir es für überflüssig halten. tja so hat halt jeder seine vorstellung von weihnachten:wink:

    grüsse

    hallo Morgaine

    als erstes, es gibt keine verpflichtung, auch nicht der familie gegenüber(so weh es auch tut), den kontakt zu halten solang er dir nicht gut tut. du bist dir verpflichtet, deiner gesundheit und deinem leben nichts anderes. gerade zum anfang der abstinenz schwabbern da noch gedanken durch den raum sich rechfertigen zu müssen, erklärungen abzugeben und sich zu entschuldigen bei hinz und kunz. bleib bei dir und versuch nicht jemand anderes zu werden oder wie andere dich gern hätten.

    nur mal ein beispiel aus meinem leben. ich hab seit über 20 jahren keinen konntakt mit meinem bruder, hab meine nichte(ist genauso alt wie meine tochter) noch nie gesehen oder gesprochen. mit meiner mutter(alki) hab ich auch seit jahren keinen konntakt und mit meinem erzeuger auch nicht. warum? weil es mir nicht gut tut und ich mich nicht in der verpflichtung seh dem auch noch hinterher zu laufen. sie haben sich für ihr leben entschieden und ich für meines. es gibt auch kein gesetz das dich dazu verpflichtet mit ihnen konntakt zu halten. wofür? für neue vorwürfe und kränkungen? du solltest dir mehr wert sein als das;)

    mach weiter im text, auch wenn dich jetzt schon die weihnachtstage nerven, die nicht die ersten und auch nicht die letzten sein werden. versuch aus der stille, auch wenn sie sehr laut werden kann im kopf neue kraft zu schöpfen. denk immer daran, kleine kratzer und beulen kann man sich holen, aber brechen wird es mich nicht... ich wünsche dir weiterhin viel kraft und zuversicht, du schaffst das:)

    grüsse

    hallo Nadine88

    ein herzliches willkommen auch von mir und schön das du da bist;)

    der anfang ist gemacht und anfänglich läuft auch alles noch nicht so rund wie man es villeicht gedacht hat. deine ansätze sind gut, wie zum beispiel nicht allein einkaufen zu gehen, hab ich anfänglich auch so gehandhabt. begleitung durch den arzt kann ich nur begrüssen.

    du bist also auf dem besten weg, aber die ersten wochen und monate sind kein zuckerschlecken. hoch und tiefs wechseln sich ab, dann kommt die scham und das schlechte gewissen und und und...versuch das nicht so nahe an dich heran zu lassen. plane nicht zu weit im voraus, lebe von tag zu tag auch wenn es mal schwierig wird. lass den kampf gegen einen übermachtigen gegner, denn diesen konflikt hast du schon verloren und das vor langer zeit. versuche negative aspekte, wo du früher zur flasche geriffen hast, neu mit positiven zu belegen. neue hobbys, neue leute, vielleicht eine reale shg(hat bei mir super funktioniert). aber natürlich nur soweit wie du es zulassen kannst. überstürze nichts, auch in deinen entscheidungen und zermartere dir nicht dein hirn über die vergangenheit oder was leute über dich denken. wir können unsere vergangheit nicht mehr beeinflussen, aber unsere zukunft sehr wohl;) ich wünsche dir alles erdenklich gute auf deinem weg und kopf hoch. man liest sich...


    grüsse

    hallo AnnaBlume

    In Kliniken gibt es oft Ansprechpartner für solche Fragen. ER soll sich erkundigen. Nicht du. Und ein Entzug bei dir zu Hause geht nicht, das soll er professionell machen. Du bist weder seine Krankenschwester noch Betreuerin noch Therapeutin. Der Mann ist erwachsen. Ich weiß das klingt hart, aber diese (völlig verständliche) bemutterung hilft gar nichts.

    vielleicht nochmal alle beiträge lesen? denn du liegst falsch unter einer voraussetzung, dass sie überall als pflegende angehörige oder aber auch sogar als gerichtlich eingetragene betreuerin tätig ist:idea: sie ist somit der pflegekasse rechenschaft schuldig als auch einem gericht. sie ist somit sehr wohl krankenschwester und betreuerin.

    wie gesagt das alles unter der bedingung, dass sie als pflegende angehörige geführt wird, einen betreuerausweis besitzt oder aber auch eine vorsorgevollmacht hat. vielleichtt beim nächsten mal schauen unter was die jungs von ihr leiden(ASS)?

    sollte es anders sein, ziehe ich meine bemerkung gerne zurück. ansonsten bleibt es dabei, das sie vollumfänglich für die söhne zuständig ist.

    gruss

    hallo Morgaine

    schön das du durchhältst;)zum ersten deine katerstimmung am morgen. es ist in der anfangszeit normal, zumindest nach meinem kenntnisstand. in unserem kopf (vereinfacht erklärt), gibt es sicherungsmechanismen (ausschüttung von botenstoffen), wenn wir mit etwas belastet werden, was dem kopf zuviel wird. daher dieses gefühl von watte im kopf, unser hirn will uns sozusagen schützen. die auslöser können vielfälltig sein, dass sollte sich aber mit der zeit legen. wenn es aber länger anhalten sollte bitte um arztliche unterstützung. ich kenne es auch auch aus eigenem erleben.

    die sache mit dem kaffee ist etwas anderes, was sich aus der sucht selbst ergibt. mache dich mal schlau über "Suchtverlagerung":idea: wie schon anfangs mal erwähnt, ist dein belohnungszentrum kollabiert und schreit nun nach ersatz. kaffee ist auch eine droge (koffein) und sollte von daher auch da andocken wo es um belohnung geht. ich hatte da auch meine phasen, zum anfang war es literweise kaffe, danach kiloweise gummibärchen gefolgt von schokolade und eis. dass hielt dann immer so ein paar wochen/monate an, sollte sich aber nach einer weile regulieren. du solltest natürlich darauf achten das du nun nicht das eine gegen das andere eintauscht. also obbacht ist geboten und man sollte für ausgleich sorgen;) wünsche dir weiterhin alles gute und das du es heil überstehst, kopf hoch:)

    grüsse

    hallo Estragon

    schön das du hergefunden hast und ernsthaft deine trinkgewohnheiten hinterfragst...ein erster schritt;)

    ich unke jetzt mal rum:mrgreen:(scherz). dir ist sicher bekannt das es verschiedene trinktypen gibt?

    von deiner erzählung her würd ich sagen, "Quartalstrinker", deswegen auch deine längeren zeiträume ohne alk. dass trinkverhalten kenn ich zur genüge von meiner mutter (bin auch EKA), 4-6 wochen keinen tropfen und völlig umgänglich und dann der absturz mit tagen im dauerschleuder. über die gründe zu trinken brauchen wir nicht zu philosophieren, die finden sich immer. zu deinen freunden, ohne ihnen zu nahe zu treten, wirst du früher oder später nachdenken müss/sollen ob dir das auf dauer noch liegt, oder nicht doch der alk die grundlage für diese "freundschaft"ist.

    aber erst einmal ein schritt nach dem anderen. werd erst einmal trocken, sind ja erst einmal ein paar tage:thumbup:

    grüsse

    Das ist das schlimme ich bekomme keine Antworten.

    ich hab deine beiträge gelesen und bin im bilde. ich kann dich gut verstehen(wer nicht?), aber momentan sieht es so aus als wenn dich wut, trauer, enttäuschung in beschlag haben. lass dein ex, ex sein. er ist es nicht wert und kümmere dich um dich;)du wirst es eh nicht ändern können. komm zur ruhe, wenn möglich...

    gruss

    Hey ich habe auch eine frage.

    Ich habe, oder hatte einen Mann 3 Jahre an meiner seite, er Alkoholiker, deshalb gab es oft krach.

    Er hat mich mehrmals betrogen und ich bin immer geblieben. Bis zu diesem Freitag, als ich ihn mit seiner Nachbarin erwischt habe.

    Warum macht man es immer und immer wieder den anderen so heftig weh zu tun, wenn man doch das ist was er angeblich immer gesucht hat?

    hallo pippi83

    da kannst du nicht mehr logisch rangehen und es ist sinnbefreit nach einer antwort zu suchen die nur der betroffene selbst geben kann. es kostet dich einfach nur energie, die du besser für dich nutzen solltest;)

    gruss

    hallo dorothea

    du hast vollkommen recht. eine bestandsaufnahme, wo steh ich jetzt und wo will ich hin. um dann die angebote einzuholen, die mir dabei helfen könnten. manchmal sind es auch kleine sachen, die einem tagtäglich begegnen, aber wir ihnen nicht die aufmerksamkeit zuteil werden lassen die sie eigentlich verdienen. manchmal hat man sie einfach vergessen, weil sie unter einer jahrelang wachsenden alkwolke völlig verstaubt sind.

    für mich war in der anfangszeit, meine damalig kleine tochter, ein wahrer augenöffner gewesen. mit welcher hingabe die zwerge ihre umgebung erkunden auf jedes detail achten und tausend fragen haben. bis ich mir irgendwann mal gesagt habe, versuch doch mal die welt durch ihre augen zu sehen. klar könnt ich jetzt sagen, sonnenuntergang, kenn ich. sonnenaufgang, kenn ich...also was solls?! wie hilft mir das weiter? aber genau das war es dann, ich musste feststellen das es mich unheimlich beruhigt hat, ich hab es intensiver wahrgenommen. ob es das rascheln des herbstlaubes ist, das raunen vom wind in den baumspitzen, ein sonnenaufgang, alles bekam eine völlig neue bedeutung für mich. ich war nicht mehr so getrieben, ich habe inneren frieden gefunden, so wie ich es vorher jahrelang nicht mehr gekannt hatte. die tatsache das solch kleine sachen meine seele zur ruhe gebracht haben, hat mich selbst sehr überrascht. das alles hat für mich die basis bereitet für ein trockenes und abstinentes leben, denn manchmal ist weniger einfach mehr. mal abschalten, die seele baumeln lassen oder auch einfach mal einen gang runterschalten, deswegen geht die welt nicht unter, sie wird sich auch morgen noch weiterdrehen;)

    grüsse

    hallo Abstinenzler

    ich werd mal auch meinen senf dazu geben:mrgreen: bei mir hat es auch eine weile gedauert bis ich den dreh raus hatte. ich hatte anfänglich überhaupt keine vorstellung davon was die diese abstinenz eigentlich ist. von meinen ersten versuchen, die wohl eher eine trinkpause waren, mag ich garnicht reden wollen. was aber die ganze zeit darüber stand war ein "grundgedanke", nie wieder trinken, nie wieder kontrollverlust. das war mir vollkommen klar. nur das "wie" war das problem. wie kann man ohne alk ein sicheres und lebenswertes dasein gestalten? das war mir viele monate ein rätsel und ich hab es nicht verstanden. ich ging sogar soweit, dass ich dankbarkeit von anderen erwartet habe für meine tolle leistung und ich war absolut enttäuscht das es vielen eigentlich völlig egal war. ich habe nicht verstanden, dass diese abstinenz nur für mich ist und wie wertvoll sie eigentlich ist und das andere dabei keine rolle spielen weil es meine gesundheit und mein leben ist:idea: ich habe mich in der ersten zeit wirklich gefragt,.. das wars jetzt, das soll die die vielgepriesene freiheit sein(?)...mir steht der ars... voll tränen und hocke vor den scherben meines lebens. im grund wieder dieses selbstmitleid was ich noch aus meiner nassen zeit kannte.

    ich war und bin heilfroh, dass diese schwierige zeit damalig durch die langzeit und nachsorge abgefedert wurde. auch eine reale shg war mir eine grosse hilfe, alles wieder einzuordnen und neu zu bewerten. ich glaube dass das der knackpunkt für die meisten ist und wo es die meisten rückfälle gibt.mir war auch nicht klar wie mächtig die sucht ist und welche mechanismen dort greifen. im grunde hab ich mir eine neues leben um die trockenheit gebaut, natürlich mit allen stolperfallen die es so gibt. angefangen beim einkaufen, ernährung und und und. ich musste auch wieder lernen mit mir selber im reinen zu sein, denn mir war völlig klar, dass ich mit der geballten faust in der tasche nicht weit komme. viele erkenntnisse haben sich auch erst nach jahren eingestellt und ich konnte meine fehleinschätzung revidieren. was aber die ganze zeit über allem stand, egal ob es mir schlecht ging oder nicht, war die tatsache...NIE WIEDER ALK:idea: deshalb gibt es für mich auch keine diskussion über die wunderpille, die meine sucht verschwinden lässt, dass ist keine option, zumindest für mich.

    und zu guter letzt, es wird im leben immer wieder phasen geben, die einen in die knie zwingen und man glaubt es geht nicht weiter. was dagegen hilft? ganz ehrlich? was hartmut in dieser hinsicht sagt hat hand und fuss, man muss sich selbst bewegen:idea: man kann nicht abwarten bis es zu spät ist. stillstand bedeutet risiko und somit kommt der vergleich mit dem "marathon" dem am nächsten. es wird aber mit den jahren weniger anstrengend werden, aber vorsicht ist immer geboten;)

    dir Abstinenzler wünsche ich weiterhin alles erdenklich gute und das du endlich deine mitte findest und zur ruhe kommst. also kopf hoch und weiter im text:mrgreen:


    gruss

    hallo Morgaine

    erst einmal vorweg, es ist normal das der kopf verrücktspielt in der ersten zeit der abstinenz und selbstverständlich versuchst du dagegen zu halten, erklärung dafür zu finden...keiner möchte dir etwas böses oder bestimmen wie deine gefühlswelt aussieht, sondern dir wege aufzeigen wie du sie richtig einordnest;) du hast jahre in der sucht verbracht um dich zu betäuben, zu vergessen oder warum auch immer. so etwas verändert einen grundlegend.

    du sagst, "du wärst kein anderer mensch,nur weil du aufgehört hast zu trinken". da muss ich dir leider wiedersprechen:idea: die jahre die du damit zugebracht hast zu trinken, haben zu einer "wesensänderung" geführt. diese kündigt sich nicht an, sie kommt sehr subtil daher und verändert deine wahrnehmung sowie das fehlen von selbstreflextion, deshalb funktioniert sucht ja so wunderbar. wer kennt es nicht, die böse welt da draussen, alle anderen haben schuld, nur ich nicht? du selbst bekommst davon nichts mehr mit, aber glaube mir der rest in deinem umfeld schon. das gehört mit zu den mechanismen der sucht:idea: die sucht(alk) hat dir jahre vorgegaukelt wie du mit problemen umzugehen hast. nun ist der suchtstoff weg und dein kopf versucht das zu kompensieren, er wartet auf seine belohnung. alles was du jetze wahrnimmst, fühlst und erlebst macht er ohne den katalysator(alk), es ist deine suchtstimme die dort hart arbeitet und versucht dir lösungen anzubieten, oder besser gesagt sie versucht dir , die "eine" lösung anzubieten. das was du jetzt erlebst ist nur ein temporärer zustand und ja, er ist in teilen sehr unangenehm, von himmelhoch jauchzend bis zu tode betrübt ist alles dabei.

    lass dich dadurch nicht entmutigen weiter deinen weg zu gehen, es wird besser werden;)

    gruss