Alles klar. Ich würde nur das "meist" nicht unterschreiben. Ich find in meiner Kindheit auch keine Ursache. Na ja, wichtig ist das Jetzt.
Bis dann
Alles klar. Ich würde nur das "meist" nicht unterschreiben. Ich find in meiner Kindheit auch keine Ursache. Na ja, wichtig ist das Jetzt.
Bis dann
Ich find in meiner Kindheit auch keine Ursache.
Zum Anfang meiner Abstinenz habe ich auch nach Ursachen/ Auslösern gesucht. Irgendwer musste doch Schuld daran sein, mein Ex, der schon immer gern trank, Probleme in der Beziehung, Stress auf Arbeit. Es ist leicht, die Schuld auf andere abzuwälzen, dass rechtfertigte ja auch immer mein Saufen.
Letztendlich war ich diejenige, die das Glas zum Mund geführt hat und irgendwann hat der Körper mehr verlangt und wurde süchtig.
Der Leidensdruck war eigentlich noch nicht groß genug, irgendwelche Veränderungen herbeizuführen, lieber schmollte ich im Selbstmitleid und dröhnte die schlechten Gefühle weg.
wichtig ist das Jetzt.
So sehe ich das auch. Aus der Vergangenheit konnte ich lernen. Heute mache ich neu, frei von alt.
Guten Morgen TB,
ich habe in letzter Zeit viel im „ blauen Forum“ gelesen und auch kommentiert.
In einigen Beiträgen ging es dann auch um die minderjährigen Kinder von Alkoholikern und Co‘s,
welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und oft in der ganzen Abhängigkeitsgeschichte „ übersehen“ werden.
Alles dreht sich um den Alkoholiker oder Co.
Die Kids leiden stillschweigend am meisten darunter, denn sie haben keine andere Wahl.
Ich wollte das mal hier lassen, weil es mich traurig und nachdenklich macht.
Hallo Tabsi,
dein Beitrag trifft mich mitten ins Herz. Das Thema Kinder ist auch für mich der wichtigste Grund, warum ich diesen Weg gehe. Ich möchte einfach, dass meine drei Kinder sich wieder richtig gesehen fühlen und sich niemals für mich schämen müssen.
Mir ist wichtig klarzustellen: Meine Kinder sind nie ungepflegt oder ohne Essen und Trinken aus dem Haus gegangen. Das hat immer gestimmt. Aber die Auswirkungen waren trotzdem da: die Unberechenbarkeit meiner eigenen Stimmung je nach Pegel, die Hektik am Morgen oder abends die geschlossene Schlafzimmertür, damit niemand die Fahne riecht. Auch im Alltag ging vieles unter. Elternbriefe zum Beispiel, die man abends in seinem eigenen Film nur kurz abgenickt, weggelegt und am nächsten Tag vergessen hat. Es hat den Kindern einfach an echter, verlässlicher Aufmerksamkeit gefehlt.
Heute bin ich an meinem neunten Tag ohne Alkohol und erlebe, wie sich das verändert. Heute Morgen hatten wir plötzlich Zeit und Ruhe. Während mein Sohn sich fertig gemacht hat, konnte ich meinen beiden Mädels in aller Ruhe Flechtfrisuren und Locken machen. Sie haben diese ungeteilte Aufmerksamkeit unheimlich genossen.
Ich habe tatsächlich sogar schon darüber nachgedacht, ob ich offen mit meinen Kindern darüber sprechen soll. Aber ich glaube, sie sind einfach noch zu jung, um das in seiner Gänze zu verstehen, und ich will ihnen mein Problem auch nicht aufbürden. Mein Impuls kam aus dem tiefen Wunsch, ihnen zu erklären: „Es lag nie an euch, dass Mama manchmal so daneben war.“ Aber ich glaube fest daran, dass Taten hier viel mehr zeigen als Worte. Wenn ich jetzt dauerhaft nüchtern bleibe, wird sich dieses neue, verlässliche Gefühl in ihren Köpfen verfestigen. Sie werden die Vergangenheit vielleicht nicht komplett vergessen, aber sie werden erleben, wie die Mama jetzt ist.
Natürlich sitzt das schlechte Gewissen tief, wenn man weiß, wo die Kinder zu kurz gekommen sind. Aber es bringt nichts, nur in der Schuldhaftigkeit zu verharren. Ich möchte das jetzt als Chance nutzen, positiv nach vorne schauen und an mir arbeiten, um diese Fehler Schritt für Schritt wieder auszumerzen und die Beziehung zu meinen Kindern in die richtigen Bahnen zu lenken.
Danke für diesen wichtigen Impuls!
Liebe Grüße,
Hannah
Aber ich glaube fest daran, dass Taten hier viel mehr zeigen als Worte
Das ist so. Mit ihnen zu reden, würde eher aus deinem schlechten Gewissen heraus kommen. Weil du gerne Absolution möchtest.
Kinder haben sehr feine Antennen. Sie werden die Veränderungen sehr genau bemerken.
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