Was kann sich noch zum Positiven ändern (ohne Alk),wenn diese Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit bleibt?
Das klingt für mich so, als ob du davon ausgehst, dass alles immer so bleibt wie es gerade ist.
Kennst du den Grund oder die Gründe für diese Traurigkeit? Und woher rührt diese Hoffnungslosigkeit?
Bin nur so müde an all meinen eignen "Fronten" tagtäglich kämpfen zu müssen.
Kämpfen ist immer sehr ermüdend, finde ich. Und viele Kämpfe sind so sinnlos, weil man gar nicht gewinnen kann. Oder machmal auch, weil es gar nicht wichtig ist, ob man gewinnt.
Ich kämpfe nicht mehr. Mit der Akzeptanz, dass das jetzt so ist wie es ist, komme ich inzwischen ziemlich gut zurecht.
Ich hatte auch viele Baustellen. Die meisten davon habe ich selbst geschaffen oder zumindest maßgeblich dazu beitragen, dass das so war, zum Teil ja sogar noch ist. Aber fast alles konnte ich so nach nach als ‚überhaupt nicht wichtig‘ an die Seite legen. Vieles ist ja noch genau so da, aber es nicht mehr wichtig für mich.
Es ist, wie es ist. Damit werde ich jetzt so gut wie es eben geht, leben. Und auch, wenn ich dann damit so gut, wie es eben geht, leben kann….dann ist es, wie es ist. Ich muss nicht alles ändern.
Mich frei zu machen von der (nicht zu erreichenden) Perfektion, von der ich dachte, ich müsste das sein, hat mir mein eigenes kleines ‚perfekt‘ geschenkt.
Atmen und nüchtern bleiben muss ich, wenn ich leben will, ansonsten muss ich gar nüscht.