Beiträge von Fruechtetee

    Der Begriff "Kampf" ist etwas unglücklich gewählt. Ein Kampf richtet sich gegen einen Gegner. Dem Gegner Alkohol bin ich nicht gewachsen. Also kämpfe ich nicht mit oder gegen ihm, sondern weiche ihm aus und habe inzwischen meinen Frieden mit ihm gemacht.

    Auch von mir ein verspätetest "Hallo,schön das du da bist".

    Die Worte von Carl Friedrich treffen es für mich gut. Zu akzeptieren,dass Alkoholsucht größer ist und ich diesen Kampf nur verlieren kann. Da trete ich nicht mehr in den Ring,sondern akzeptiere seine Stärke und schütze mich und gehe....

    Ich wünsche dir einen guten Austausch. Nimm ,was du brauchst und lass dich von all den Erfahrungen stützen. LG

    Lieber Amun,wie gut und richtig dein eingeschlagener Weg ist! Mit Hilfe der Suchtberatung kannst du das Chaos vielleicht ein bisschen sichten und mit der Zeit ordnen.

    Deine private Situation fordert dir zZt viele Emotionen ab,dass verstehe ich gut. Aber du kannst jetzt neue Entscheidungen bei klarem Verstand machen. Und bitte lass dir vom Alkohol nicht vormachen,dass du zu alt für was auch immer bist! Ok,dass muss ich mir auch manchmal sagen ;)

    Ich werde 60 Jahre und lebe als Zugezogene auch in einem kleinen Dorf. Weiß also im Ansatz um deine Schwierigkeiten......komm erstmal gut durch diesen Tag und dann morgen und danach übermorgen......LG

    Hallo Schidtty,dieses Szenario kann ich richtig gut nachempfinden. Genau so (oder sehr ähnlich) würde es in mir auch arbeiten. Das ist sogar so ein doller Los-Treter,dass ich diese Situation vermeide. Mein Mann hat ein paar vereinzelte Termine,wo er über Nacht weg wäre. Das geht zZt noch garnicht und ich bin am organisieren ,wo ich dann zur selben Zeit "nicht allein" bin.

    Ich weiß genau,dass die von dir beschriebene Szene mein Lieblingtrinksituation gewesen wäre...und ich begebe mich nicht da hinein.

    Gut,dass es dir heute wieder besser geht! LG

    Eigentlich ist es schlimm das man sich versucht anzupassen und mit macht obwohl es einem gar nicht gut tat . Die meisten würden meine Abstinenz hier weder schützen noch stützen . Manchmal ist die Wahrheit hart .Aber wor machen weiter und ich hoffe der Weg bleibt der ,der uns gut tut.

    Du hast recht!

    Hast du schon immer in deinem Dorf gelebt oder auch eher "eine zugezogene" wie ich?

    Da habe ich es mit der Anpassung rückblickend manchmal übertrieben......und ich traurig über mich selbst (ist auch eher ein roter Lebensfaden).

    Aber ich habe mir jetzt Freiheit zurück geholt und nun wird nochmal geguckt,was passt und was nicht. Auch ein gutes Gefühl!!! :)

    Was bedeutet ‚so gut wie gar nicht‘?

    Uih,dass überlege ich jetzt auch gerade....ich kann keine plausible Antwort für mich finden.

    Vielleicht ist das Erkennen,dass ich hier im Ort nicht mehr mitfeiern werde. Nicht heute und mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft nicht mehr(da ich mir zZt nicht vorstellen kann nüchtern dabei sein zu wollen). Das ist so und mittlerweile von mir mehr als akzeptiert(danke neue Freiheit).

    Aber....das sind wohl eingefärbte,ich-mach-die -Augen-zu rosarot Erinnerungen,die mich solche Worte schreiben lassen....

    Liebe Tiffy,ich kann das gut nachempfinden.

    Sooo vieles ändert sich,wenn man abstinent und risikominimiert lebt. Hier im Dorf geht zZt fast garnichts,was dem ständigen Alkoholkonsum geschuldet ist,der hier herrscht. Das Gefühl zu "vereinsamen" kenne ich gut,auch das Gefühl nicht mehr eingeladen zu werden......das kenne ich selber auch zu gut.

    Ich bin ja zeitlich ähnlich lange abstinent wie du und wir gehen gerade ähnliche erste Schritte.....aber,seit ein paar Tagen ändert sich bei mir etwas ganz zaghaft. Ich stelle wirklich fest,dass ich eine neue Art von Freiheit bekomme und das ist nicht nur auf Alkoholkonsum bezogen.

    Habe mich hier im Dorf oft angepasst. War ja die Neue und bin nicht besonders selbstbewusst. Das fällt jetzt gerade ziemlich weg. Meine Kontakte habe ich fast gänzlich eingestellt (Einladungen sind sehr selten geworden) und ich habe jetzt ganz selten eine Dorf-Situation,die mich zwingt mich anzupassen. Bin mittlerweile stellenweise froh,mich ausgeklingt zu haben. Mir fehlt manchmal der Kontakt zu anderen,aber das gemeinsame trinken so gut wie garnicht.

    Ich entscheide nur noch für mich und was meine Abstinenz stützt. Und das tut unser Dorfleben ganz sicher nicht!!!

    Vielleicht können wir ja gemeinsam gesündere (und natürlich spannende,erfüllende,spassige) Freizeitaktivitäten auf die Beine stellen?! Also theoretisch.....das wird!!! LG

    Hallo Tiffy,danke für deine Antwort. Tasächlich hat mein Mann ja erst im dritten Geschäft Glück gehabt. Trotzdem eigentlich komisch,denn wir reden ja hier nicht von dem Wunsch "Weinbrandbohnen ohne Weinbrand" kaufen zu wollen.....

    Trotzdem wurde mir wieder mal bewusst, wie komisch es ist zu Hause zu sitzen und wirklich alle anderen stehen alle dort ums Feuer herum und trinken. Es nervt mich dann doch manchmal

    Ich verstehe so gut ,wie du das meinst! Aber....ich sehe das nur als Momentaufnahme. Im dem Moment "nervt" mich meine Abstinenz,weil sie mir das Gefühl des ausgeschlossen-seins vermittelt. Gerne mache ich dann etwas anderes(diesmal Kino), um mich da rauszuziehen.

    Aber ,es war meine Entscheidung abstinent zu werden und es ist meine bewusste Entscheidung,es auch zu bleiben. Mir fällt gerade auf,dass das mit dem "nerven" garnicht wirklich stimmt. Eigentlich habe ich am liebsten alleine getrunken und ein Gruppenmensch bin ich NIE gewesen,dh ich wäre auch in der nassen Zeit nicht gerne hingegangen. Hätte mich zwingen müssen,um mich nicht auszuschliessen und dummen Komentaren aus dem Weg zu gehen.....Also hätte es einiges an Bier dort gegeben,"um die Sache für mich geschmeidig zu machen".

    Das fällt nun weg,da ich abstinent lebe. Ok,ich habe das Gefühl hier im Dorf "auf dem Präsentierteller" zu leben. Immer schon und jetzt noch doller,da ich nicht mehr mitmache. Aber ich spüre,dass ich eine neue Freiheit geschenkt bekommen habe. Sie erlaubt es mir,mich gegen das "mitmachen" zu entscheiden. Diese Freiheit hatte ich gefühlt vorher nicht....

    Ist das nicht großartig????!:)

    Trotzdem beneide ich die Leute, die nur 1 mal im Monat trinken können etwas ,da bin ich ehrlich

    Die Leute,die bei uns ums Osterfeuer stehen,trinken in den seltesten Fällen nur einmal im Monat. Manchmal denke ich (nur ganz dezent übertrieben), wir könnten eine eigne SHG Dorfgruppe füllen;).

    Nein,tatsächlich ist da nichts schön zu reden! LG

    Jetzt ist mir wieder klar geworden, wie schön es heute ist, einfach gemütlich auf seinem Stuhl zu sitzen und den ganzen Film am Stück genießen zu können.

    Ist das nicht doll,sich über so eine Kleinigkeit (bei dem Hintergrund) freuen zu können?!

    Ich habe gerne vorher ein Glas Wein getrunken und dieses zügig,damit ich mir noch ein frisches mit in den Kinosaal nehmen konnte.

    Hier in der Nähe gibt es ein ganz tolles kleines Kino,das hat im Kinosaal eine Bar. Ein Traum.....😉

    Liebe Anna Sophie,danke für deine lieben Worte.

    Ja,er ist ist eine gute Unterstützung....am Anfang eher abwartend (vielleicht traute er meinem Abstinenzentschluss zu Anfang nicht),aber mittlerweile sagt er oft so etwas wie....wir müssen da nicht mehr mitmachen....habe den Eindruck,meine Abstinenz ist ein "Gemeinschaftsprojekt" geworden ;)

    Hallo Anna Sophie,nein es hat keinen Druck verursacht und der Film war wirklich gut.

    Aber du hast Recht. Ich bin da gerade besonders sensibel unterwegs,weil ich begonnen habe mich abzugrenzen.....

    Ein kleine schöne Geschichte am Rande war kürzlich der Einkauf meines Mannes.

    Ich war echt ein bisschen genervt,dass er so lange gebraucht hat. Wieder Zuhause angekommen,sagte er mir,dass er in drei verschiedenen Läden war,um Sauerkraut zu kaufen. Ich glaube,ich habe ein bisschen dumm geguckt. Er sagte mir dann,dass er in zwei Läden keins ohne zugesetzten Alk bekommen. Wir hatten vor dem Einkauf nicht drüber gesprochen. Wie schön war das denn,dass er von sich aus so drauf geachtet hat 😊......

    Ich finde diesen Gedanken erstmal gar nicht schlimm. Wichtig ist doch, welche Bedeutung du dem gibst.

    Das stimmt absolut! Es war eher eine Mischung aus allem möglichen. Letztlich hat der Tee gut geschmeckt und der Film war auch gut.

    Aber auch hier...viele Filmszenen mit Alk. Mir wird immer deutlicher bewusst,wie "normal" es ist,diese Szenen überall anzutreffen.

    Nur bemerke ich all das verstärkt. Aber klar,bin bei diesem Thema sensibilisiert. LG

    Wir können nicht alles im Voraus planen und berücksichtigen. Da gilt es dann zu improvisieren

    Da hast du wohl recht...ich glaube ,es war eher die Mischung aus ...och nö....und das Erstaunen,dass ich das überhaupt nicht auf dem Schirm hatte(weil es vorher komplett normal für mich war,ein Glas Wein vorher zu trinken). Meine innere Sirene hat garnicht vorher angeschlagen.

    Für den nächsten Besuch hast Du es jetzt auf dem Schirm

    Genau! LG

    Gestern im Foyer des Kinos standen die Wartenen mit Bier und Wein an ihren Tischen.....das hatte ich nicht durchdacht.

    Und zack der Gedanke....hätte ich jetzt auch gemacht....der schwarze Tee war auch prima und der Film gefiel mir sehr.

    Aber...bin völlig überrascht,wo mir Alk begenet ,bzw wie oft ich selber die Möglichkeit genutzt habe ,um an meinen Stoff zu kommen. Hab da nicht mehr dran gedacht......

    Habe meine erste "Dorf-Geburtstagsfeier" mitgefeiert,seit Abstinenz. Der Einladung auch nur zugestimmt,da es ein gemeinsames Frühstück ausserhalb des Dorfes war und ich direkt einen "früher - geh - Grund" mit eingeplant habe. Es war wirklich schön und wie vermutet komplett ohne Alk.

    Aber ,ich weiß auch,dass es auf lange Zeit das letzte mal sein wird,dass ich dabei war.

    Habe mich hier vom Dorf-Feiern komplett zurückgezogen,was trotz der Folgen für mich absolut ok ist. Morgen ist wie vielerorts Osterfeuer. Sie werden Bratwurst und Bier ohne mich essen und trinken.

    Kino und Popcorn ist auch toll!

    und alte Musik gehört die ich auf Droge gehört habe und extreme Glücksgefühle und Partylaune früher hatte. Das hat Saufgedanken ausgelöst. ...

    Oh je,wieder was gelernt! Musik transportiert Gefühle und kitzelt unter Umständen genau dort ,wo es gefährlich wird. Haste gemerkt und ich merke mir das auch gleich mal mit ;).

    Aber....bei mir wird zb vieles über (vermeintlich) positive Gerüche transportiert.

    Also,ich sag mal so...der nächste Weihnachtsmarkt wird gewiss ohne mich sein.

    Absti,geht es dir jetzt wieder gut,alles soweit ok? LG

    Ok Elly,dann hat das doch nicht geklappt mit dem Anschreiben. Ich tue mich tatsächlich schwer mit dem Bewegen im Forum . Also bedarf es noch Übung...

    Mmh,rein rechnerisch sind vier Wochen rum.

    Die anderen Anforderungen sind wohl gegeben und ein zb "Tagebuch" zu schreiben ist von meiner Seite angedacht.

    Deshalb würde ich mich gerne für den erweiterten Forenbereich bewerben.....LG