Mein Sohn hat gerade versucht, sich zu suizidieren. Er ist 500 km weit weg. Er hat seine Freundin gebeten, die Polizei zu holen und er hat mich angerufen, das heißt er will leben. Bitte betet für mich, dass er sich helfen lässt. Er hat ADHS und ist mit Sicherheit Autist und kann es im Krankenhaus überhaupt nicht aushalten. Ich hoffe, er oder seine Freundin sagen das den Ärzten und die kennen sich damit aus. Beim letzten Mal ist er geflüchtet. Er hat so groß Angst und Ekel vor dem Krankenhaus, dass er lieber stirbt. Letztes Mal musste ich mit der Ärztin sprechen und sie hat sofort verstanden was los ist als ich sagte, er sei Autist. Und sie wusste, in welcher Gefahr er ist und wollte ihn stationär in die geschlossene einliefern lassen. Aber er ist weggerannt, weil er solche Angst hatte. Wir konnten ihn am Telefon überreden zur Polizei zu gehen, aber als er ihnen sagte, er will auf gar keinen Fall ins Krankenhaus, haben sie ihn gehen lassen. Er kann seinen autismus und die Sucht so gut maskieren, dass man denkt, er sei völlig normal und dazu auch noch nüchtern.
Vroni - Sohn ist süchtig nach Alkohol und Kokain
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Oh Gott. Schlimmer Schreck. Du hast es richtig gesagt- er hat sich Hilfe geholt, er will leben. Ich drücke dir und deinem Sohn die Daumen, dass ihm geholfen werden kann. Hoffentlich kannst du dich etwas ausruhen von dem Schreck und mit jemandem reden. Tatsächlich weiß ich wie du dich gerade fühlst- denk bei aller Sorge auch an dich und nimm dir auch seelischen Beistand. Es ist die Hölle für eine Mama, wenn das Kind nahe an den Suizid kommt. Ich fühle mit dir.
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So ein Mist. Ich habe ihn gestern Abend aus der Suchtstation abholen müssen, nachdem er sich selber gegen ärztlichen Rat entlassen hat. Ich fürchte, er wird weitermachen wie bisher. In immer kürzeren Abständen konsumieren und abstürzen. Dieses Mal mit Polizei und RTW, weil er schon ein Messer in der Hand hatte. Ich bin 10 Stunden lang gefahren und fürchte, das war noch lange nicht der Tiefpunkt. 😫 Ich hoffe, er lässt mich heute mit zur Suchtberaterin gehen.
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Wo ist er jetzt? Kannst du dich da raus nehmen? Warum musstest du ihn holen?
Ich frage das nicht böse, sondern im Hinblick auf Abstand. Du kannst nicht beeinflussen was er tut sondern nur was es mit dir macht.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist innerlich die Verantwortung los zu lassen, aber alles andere macht dich kaputt und bringt ihn auch nicht weiter.Wenn du wieder Luft hast sprich mit jemandem. Das sind traumatische Erlebnisse die du als Mama verarbeiten musst.
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Mir tut seine Freundin so leid. Sie hat keinen Führerschein und wohnt mit ihm zusammen. Sie hat ihn nachts in der Wohnung gefunden.
Er hat mich und seinen Vater angerufen und gesagt, dass er nicht mehr leben will. Er hat aber auch zugestimmt, dass wir den RTW rufen dürfen. Leider stand er dann mit einem Messer da. Zum Glück war auch die Polizei schon mitgekommen. Die Notärztin hat ihn dann überreden müssen mitzukommen. Sein Konsum war potentiell lebensbedrohlich. Er musste auf die Intensivstation. Ich wusste nicht, ob ich ihn noch lebend sehe. Das ist jetzt das 5te Mal so heftig. Aber viele andere Male hat er anscheinend seit Jahren vor uns verborgen. Ich fürchte, er ist seit mindestens 12 Jahren Alkoholiker und kokst bestimmt seit 10 Jahren. Ich war die einzige, die den Alkoholkonsum kritisch gesehen hat. Ich glaube, er meint noch immer, dass er kein Alkoholiker ist, weil er nicht regelmäßig trinkt.
Wer oder was kann ihn überzeugen?
Wo kann ich Menschen zum Reden finden?
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Linde66
27. August 2026 um 13:55 Hat den Titel des Themas von „Vroni - Alkohol und Kokain“ zu „Vroni - Sohn ist süchtig nach Alkohol und Kokain“ geändert. -
Hallo Vroni,
ich habe die Überschrift deines Themas ergänzt. So bekommt es mehr Aufmerksamkeit von anderen betroffenen Eltern.
Viele liebe Grüße, Linde
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Wer oder was kann ihn überzeugen?
Wo kann ich Menschen zum Reden finden?
Nur er selbst kann den Karren wenden. Leider kannst für ihn gar nichts tun. Nur für dich.
Ich habe schon von Selbsthilfegruppen für Eltern süchtiger Kinder gehört- das gibt es vielleicht auch in deiner Gegend.
Wenn ich selbst richtig hart verzweifelt war habe ich im Notfall mit der Telefonseelsorge gesprochen. An einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben, wo ich mich selbst niemandem mehr zumuten wollte, war das meine Rettung. Ungeschönt alle Ängste und fürchterlichsten Gedanken einer völlig fremden Frau erzählen tat mir unendlich gut. Ich bin dieser fremden Person tief dankbar.
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Wir waren jetzt gemeinsam bei seiner Suchtberaterin. Seine Freundin als am stärksten Betroffene war ebenfalls mit. Die Beraterin ist total nett, aber auch sehr professionell. Von ihr kann er viele Wahrheiten annehmen und hatte nicht das Gefühl bevormundet zu werden. Er muss sich jetzt verschiedene Kliniken ansehen, eine passende auswählen und dann noch einmal längere Zeit dort verbringen. Ich hoffe, dass er die Zeit bis dahin ohne Konsum aushält. Aber natürlich weiß ich, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es bis dahin noch einmal zu einer Eskalation kommt.
Die Beratungsstelle ist wirklich toll. Sie hat uns Angehörigen auch direkt Termine angeboten, um beraten zu werden und sie ist telefonisch auch für uns erreichbar.
Wir werden versuchen meinen Sohn zu unterstützen, aber wie ihr schon alle sagt, den Hebel muss er selber umlegen.
Ich frage ihn noch einmal, ob er sich die Liste für den Suchtdruck aufhängen und ins Portemonnaie stecken mag.
Es hat mir wirklich geholfen, hier meinen Kummer äußern zu können. Vielen Dank für eure mitfühlenden Beiträge.
Zum Glück hält die Patchwork Familie in diesem Fall eng zusammen und auch meine beste Freundin und ein paar Kollegen unterstützen mich im Hintergrund. Ich bin froh, dass ich mich nicht dafür schäme, dass mein Sohn süchtig ist. Ich weiß, dass ich es nicht verursacht habe und nur er sich jedes Mal wieder dafür entscheidet, weil er glaubt keine Wahl zu haben.
Die Telefonseelsorge kann ich wirklich auch empfehlen. Dort habe ich in höchster Not angerufen, als mich mein Exmann Weihnachten verlassen hat und ich mit zwei kleinen Kindern ganz alleine zu Hause saß. Ich habe mich zuerst nicht getraut, irgendjemanden anzurufen, weil ich niemandem am Weihnachtstag diese schreckliche Nachricht zumuten wollte. In solchen Augenblicken kann man einfach nicht klar denken.
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