Hallo zusammen,
ich bin 25 Jahre alt und habe mich hier angemeldet, weil ich nicht mehr weiß, wohin mit meinen Gedanken.
Meine Mutter ist alkoholabhängig. Als ich noch ein Kind war, wollte ich das lange nicht wahrhaben. Erst als ich den Alkohol bei ihr selbst gefunden habe, konnte ich nicht mehr verdrängen, was los ist.
Mit der Zeit wurde alles immer schlimmer. Sie hat mir die Schuld für ihre Probleme gegeben und wenn in ihrem Leben etwas nicht gut lief, griff sie zur Flasche. Im Vollrausch hat sie mich sogar einmal so schwer geschlagen, dass ich ins Krankenhaus musste. Trotzdem habe ich immer wieder gehofft, dass sich alles zum Guten wendet.
Vor einiger Zeit ist es mir gelungen, den Kontakt für über ein Jahr komplett abzubrechen. Das hat mir damals gutgetan. Nach der Trennung von meinem Ex-Partner bin ich jedoch wieder emotional abhängig von meiner Mutter geworden und habe den Kontakt wieder zugelassen.
Seitdem wiederholt sich immer das gleiche Muster: Es gibt Wochen oder manchmal sogar Monate, in denen sie kaum oder gar nicht trinkt und ich anfange zu hoffen, dass sie sich endlich verändert hat. Doch irgendwann kommt der Rückfall, und alles beginnt von vorne. Die Vorwürfe, die Schuldzuweisungen und das Chaos sind wieder da.
Ich merke, dass ich mich an dieser Hoffnung festhalte, obwohl ich schon so oft enttäuscht wurde. Gleichzeitig fällt es mir unglaublich schwer, loszulassen, weil sie eben meine Mutter ist und ich das Gefühl habe, dass sie ohne mich nicht mehr lange leben wird.
Ich hoffe, hier Menschen zu finden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und verstehen, wie sich das anfühlt.
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meine Geschichte zu lesen.