Gudi - Vorstellung

  • Hallo! Ich bin weiblich, 51 j. jung und trinke seit meinem 16 Lebensjahr große Mengen Bier, Wein und Sekt. Nicht täglich und auch nicht immer bis zum Filmriss... aber es nimmt bedenkliche Ausmaße an.

    Ich meine, ich hatte bisher wahnsinniges Glück! Ich komme vom Dorf und da ist es ziemlich normal, nach 3-5 Bier noch zu fahren. Ich habe auch schon wesentlich mehr gesoffen und bin dann ins Auto gestiegen. Am nächsten Tag schämte ich mich immer in Grund und Boden -aber während der "Tat" selbst, fühlte ich mich überlegen und extrem selbstsicher. 2 mal hätte ich beinahe einen Unfall verursacht (Nachts und bei Glatteis irgendwo in den Serpentinen des Westerwalds) -habe ich daraus gelernt? Nein!

    Wie und warum ich schon so früh mit Alkohol in Berührung kam und mich anfangs sogar gezwungen habe, den Scheiß so stark zu konsumieren, würde hier jetzt wohl den Rahmen sprengen. Nur soviel: Alkohol fester Bestandteil in der Familie und im Dorf. Ich, eine kleine unsichere Lesbe, die noch gar nicht weiß, ob Fisch oder Fleisch.

    Aber ich schätze, jetzt habe ich es endlich begriffen, dass es so nicht weiter geht. Es gab vor fast 2 Wochen ein Schlüsselerlebnis, welches mich 3 Nächte wach hielt, mich grübeln ließ und mein Leben überdenken. Ich will das so nicht mehr. Übermorgen bin ich 2 Wochen abstinent, habe auf meinem eignen Geburtstag Tee getrunken und ein Tag danach zum Hochzeitstag mit O-Saft angestoßen.

    Ich kann jetzt noch nicht mal sagen, dass es mir psychisch schwer fällt oder ich körperliche Probleme hatte/habe. Es juckt mich nicht, wenn andere um mich herum trinken- ich bin eher stolz, dass ich kein Verlangen danach habe. NOCH NICHT!

    Nachdem ich hier schon einige Tage anonym mitlese, nehme ich an, dass mir noch ein langer, steiniger Weg bevorsteht, den ich jetzt noch nicht überschauen/begreifen kann. Ich möchte auf keinen Fall irgendwas auf die leichte Schulter nehmen und will gewappnet sein, wenn das Saufverlangen an die Tür klopft.


    LG Gudi

  • Hallo Gudi,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Gut, dass du den Absprung gemacht hast und gut, dass du dich hier gemeldet hast.

    Bevor es hier weitergeht, sind noch die Basics zu klären.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Wie sieht es da bei dir aus, siehst du dich als Alkoholikerin und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Nayouk24!

    Ja, auf jeden Fall. Ich schäme mich für vieles was ich in der Vergangenheit angestellt habe, aber nicht dafür, was ich heute bin. Eine Alkoholikerin, die zwar gut "funktioniert", aber die Schnute voll hat von falschen Entscheidungen im Suff.

    Meine Gynäkologin hat gesagt, dass JETZT die gute Hälfte meines Lebens beginnt. Und das möchte ich auf jeden Fall ohne Alk erleben.

  • Für manche ist das Bekenntnis, Alkoholiker geworden zu sein, ein schwerer Schritt, aber er ist notwendig um die Krankheit mit all ihren Konsequenzen akzeptieren zu können. Auf dieser Akzeptanz kann ich meine Abstinenz aufbauen und stabilisieren.

    Du bist Alkoholikerin, seit 2 Wochen abstinent und möchtest ein abstinentes Leben führen, dann folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich für den weiteren Austausch.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Nayouk24 8. August 2026 um 23:39

    Hat den Titel des Themas von „Gudis Vorstellung“ zu „GoodGudi - Vorstellung“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Gudi

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Nayouk24 8. August 2026 um 23:45

    Hat den Titel des Themas von „GoodGudi - Vorstellung“ zu „Gudi - Vorstellung“ geändert.
  • Du hast aufgehört zu trinken und damit das so bleiben kann, darfst du einiges in deinem Leben verändern.

    Für den Anfang sende ich dir den Artikel über unsere Grundbausteine für eine stabile Abstinenz.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Diese Grundbausteine hatte ich mir tatsächlich als Erstes in diesem Forum durchgelesen und musste direkt an meine Ärztin denken...

    Bei meinem letzten Check-Up mit großem Blutbild vor zwei Jahren, bat ich meine Ärztin um besonderes Augenmerk auf meine Leberwerte. Ich habe ganz offen zu ihr gesagt, dass ich viel zu viel trinke und gerne wüsste, was meine Organe dazu sagen. Ob ihr es glaubt oder nicht, sie hat mich null ernst genommen. "Naja, Frau Blablubb... haben Sie denn das Gefühl, dass Sie Entzugserscheinungen haben, wenn Sie ein paar Tage nichts trinken? Was trinken Sie denn überhaupt, auch harte Sachen, wie Schnaps oder so? Glauben Sie, Sie sind Alkoholikerin?" Ich habe alle drei Fragen mit nein beantwortet und (für mich) die Wahrheit gesagt. Ich weiß nicht, wie sie reagiert hätte, wenn ich ich die letzte mit ja beantwortet hätte -die Alkoholikerin wollte ich mir da noch nicht eingestehen. So wurde mit einem Lächeln darüber hinweggegangen und mit dem Rat, in Zukunft einfach weniger zu trinken, konnte ich die Praxis verlassen. Mein Blutbild wurde ein paar Tage später am Telefon als gut eingestuft und alle waren happy.

    Also nehme ich nicht an, dass von dieser Seite Hilfe zu erwarten ist. Zum Glück scheint mein Körper die Entgiftung seit 12 Tagen komplikationslos zu überstehen. So lange war ich tatsächlich das letzte mal als Jugendliche nüchtern. Wahnsinn, wenn ich mir das jetzt so überlege.

  • Ich habe alle drei Fragen mit nein beantwortet und (für mich) die Wahrheit gesagt. Ich weiß nicht, wie sie reagiert hätte, wenn ich ich die letzte mit ja beantwortet hätte

    Also nehme ich nicht an, dass von dieser Seite Hilfe zu erwarten ist

    Dann mal wirklich ehrlich sein, das es schon Jahrzehnte sind etc. dann wäre wohl Hilfe gekommen oder?

    Heute trinke ich nicht

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