Liebe Kyra, liebe Bergfloh, danke dass Ihr fragt! Bei mir ist alles im grünen Bereich. Die letzten beiden Wochen waren sehr, sehr arbeitsintensiv. Ich bin dann abends oft bloß froh, wenn ich ein bisschen ausspannen kann. Ein paar mal kamen Gedanken an ein Bier hoch, aber es war gut beherrschbar für mich. Zur Zeit lese ich Rausch und Klarheit von Mia Gatow. Obwohl Ihre Biographie und Sozialisierung sehr, sehr unterschiedlich zu meiner ist, lohnt sich die Lektüre für mich. Besonders die Ausführungen zu den sogenannten Trinklegenden, dem storytelling rund um das Trinken z.B. die rotweintrinkende Französin (die in meinem Fall aber eine biertrinkende Bergkameradin ist😉) fand ich echt interessant. Sucht ist erfinderisch und zieht irgendwie alle Register. Das zu durchschauen, finde ich durchaus hilfreich. So, nun aber dringend Feierabend, passt auf Euch auf und seid lieb zu Euch LG Loris
Loris - Feierabendtrinken ohne Rausch ist auch übel
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Du auch zu Dir und schön von Dir zu hören ( lesen ) .
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Ich hole mal Deine Zitate zu Dir, wenn es für Dich ok ist.
Die schweren Krankheitsgeschichten von zwei meiner 3 mittlerweile doch erwachsen gewordenen Kinder passen auf keine Kuhhaut.
Anfang September nun ein schockierender neuer Befund, auch verbunden mit sofortigen teils nächtlichen Hilfseinsätzen, nächtlichen Autofahrten usw.
Darf ich fragen, woran Deine Kinder erkrankt sind?
Wohnen sie in Deinem näheren Umfeld? -
Hallo beisammen,
bitte keine Details der Angehörigen, vor allem keine medizinischen, hier preisgeben.
Bitte achtet auf eure Anonymität.
Liebe Grüße, Linde -
Nun aber noch ein Bericht, wie der Abend mit unseren normalerweise Rotwein trinkenden neuen Bekannten hier in Frankreich lief, die waren gestern nämlich da. Vorgestern riefen Sie an, ob sie noch was mitbringen können, da habe ich ohne viel nachzudenken gesagt, gerne einen Salat, und falls sie Wein zum Essen wollen, selbigen, da wir uns inzwischen zu einem abstinenten Haushalt entschieden usw. Gekommen sind sie ohne Alkohol, mit Salat und einem kleinen nichtalkoholischen Geschenk, das sie extra noch besorgt hatten. Es war ein wunderbarer Abend, offene, gute Gespräche zum Thema Alkohol, Abstinenz, meiner Geschichte. Nach dem Essen habe ich einen Chai Massala mit frisch gemörserten Gewürzen (die unser indischer Kollege uns im Sommer frisch aus Indien mitbrachte) Und das kam dermaßen gut an: Er zu ihr mit seligem Gesichtsausdruck: "also das schmeckt toll, also das ist am Abend ja was Wunderbares, findest Du nicht auch? Ganz toll!"
Sie hat sich dann gleich die Zubereitung notiert und es ist genau so wie Ihr mir alle prophezeit habt: wer kein Problem mit Alkohol hat, hat auch keines ohne. Es ist mein eigenes nasses Denken, das hier Befürchtungen hegt, dass den Gästen was fehlen könnte.
Diesen Kontakt können wir schön weiter pflegen, wobei die jetzt im Herbst nur diese eine Woche da waren. Wir fahren vermutlich in zwei Wochen wieder nach Deutschland. Die Baustelle hat nicht ganz die erhofften Fortschritte gemacht, aber in Deutschland warten nun wieder andere Aufgaben. Heute ist mein 50. alkfreier Tag, nicht alle davon waren leicht bzw. ohne Trinkgedanken, aber ich setze darauf, dass sie irgendwann überwiegen werden. Marathon halt. Schön, dass wir zusammen laufen! Loris
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