Hallo Sebastian,
dieses Katergefühl habe ich auch oft zum Anlass genommen, etwas zu ändern.
Nur habe ich auch wie du bis zum endgültigen Wendepunkt bei mir (über 5 ½ Jahre her) immer nur Trinkpausen gemacht, bis zum nächsten Saufdruck, der eben aus der Gewohnheit dann zu Freizeiten wie z.B. zum Wochenende kam. Und du hängst wieder in dem gleichen Sumpf. Du bist alkoholabhängig, da gibt es keine Verniedlichung.
Auch ich habe es einmal damals einige Monate geschafft, nichts zu trinken, nur über den Willen, habe aber nie mit dem Alkohol ganz abgeschlossen und bin so wieder im Sumpf gelandet. Mit Sumpf meine ich den alkoholischen.
Auch du bist Alkoholiker, ohne wenn und aber … und der Weg in noch tiefere Abhängigkeit bleibt dir mit 100 %iger Sicherheit nicht erspart, ziehst du jetzt nicht die Notbremse.
Dein Weg in dieses Online-Forum zeigt ja deine Absicht, diesem Teufelskreis zu entrinnen, so hoffe ich. Du hast hier einen starken Partner gefunden, der deinen Weg begleiten kann.
Nur kommt es auf dich an, dich vom Alkohol gänzlich zu verabschieden. Sicherlich im Moment, wir kennen das alle, eine unvorstellbare Situation, nie wieder Alkohol zu trinken.
Aber, lieber Sebastian, da gibt es keinen Mittelweg und der Gewinn ist unermesslich.
Mir ist der Alkohol heute unbedeutend.
Es reicht nicht nur, nichts mehr zu trinken. Du musst vieles ändern. Du musst dir teils ein neues Lebensumfeld schaffen, um von alten Verhaltensmustern, die den Griff zur Flasche rechtfertigten, weg zu kommen. Neue Werte für dein Leben schaffen.
Dich erwartet so ein für dich momentan noch unvorstellbar schönes Leben, suchtfrei und mit ganz neuen Werten, mit Wahrnehmungen, die momentan bei dir noch im Nebel liegen.
Das zu verstehen, scheint manchem schwer.
Es kommt auf dich an !!!
Sicherlich werden noch viele andere, gute Ratschläge hier folgen, das war nicht alles.
Gruß, Freund.