Auf dem Weg zu neuen Ufern

  • Hallo,

    die Sonne scheint (wie herrlich!), meine Tasse Vanilletee steht vor mir (lecker!) und ich lasse meine Gedanken kreisen.

    Mir wird immer bewusster, dass ich mich tatsächlich auf dem Weg zu neuen Ufern befinde.
    In den ersten Tagen meines Nichttrinkens hatte ich gar nicht so sehr im Sinn, mein Leben grundlegend zu verändern. Ich merkte nur, dass es mir durch Alkohol immer schlechter ging und wollte diesen Zustand beenden.
    Nach Absetzen des Alkohols machten sich bei mir zunächst globale physische und psychische Veränderungen bemerkbar. Ich konnte endlich wieder essen und trinken, ohne direkt wieder alles auszuk*****. Und ich konnte endlich wieder schlafen, ohne in der Nacht mit unerträglichen Angstgefühlen wach zu liegen. Allein diese Veränderungen wären für mich Grund genug gewesen, weiter abstinent zu leben.
    Was meine Gefühle angeht, waren die ersten Wochen deutlich geprägt durch Wut und Hass meinem Ex-Freund gegenüber aber auch indirekt gegenüber dem Alkohol. Weil mir klar war, dass so vieles nicht geschehen wäre, wenn ich nicht ständig einen benebelten Kopf gehabt hätte.
    Seit wenigen Tagen spüre ich diese Gefühle kaum noch. Ich fühle mich eher sehr traurig. Traurig vor allem, weil mir bewusst wird, dass ich über viele Jahre mein eigenes Ich nicht wertgeschätzt, nicht beachtet, sondern weggetrunken habe. Ich spüre das kleine Mädchen in mir, das sich nach Liebe und Anerkennung sehnt, aber von mir selbst verleugnet wurde.
    Es ist eine Entdeckungsreise zu mir selbst auf der ich mich im Moment befinde. Die Reise wird sicherlich länger dauern, häufig mühsam sein. Aber ich weiß, ich werde Ufer finden.

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Hallo,

    @ Karsten

    Konsequenz ist für mich die einzige Möglichkeit, am Leben zu bleiben und endlich ein Leben zu führen, welches auch wirklich lebenswert ist. Insofern sehe ich keine Alternative zur Abstinenz, und will sie auch gar nicht.
    Danke Dir für Deine aufmunternden Worte. Es tut gut, so etwas von einem „alten Hasen“ zu hören.

    @ Annika

    Auch dir ganz lieben Dank für Deine Rückmeldung.
    Ja, ich bin dabei, das kleine Mädchen zu entdecken und werde Sorge dafür tragen, dass es ihm gut geht und dass es sich positiv entwickeln und entfalten kann. Das kleine Mädchen hat nämlich viel Potential und es wäre schade, wenn dieses Potential verkümmert.

    Ich hatte eine sehr gute, erholsame Nacht und bin erst um 8 Uhr aufgestanden.
    Beim Frühstück kam mir dann ein schlechtes Gewissen hoch. Ich dachte, „Mensch, während andere fleißig arbeiten, sitzt du hier gemütlich rum“. Die Tatsache, dass ich momentan keine Arbeit habe, macht mir schon schwer zu schaffen. Ich habe eigentlich immer gearbeitet und zwar sehr gerne. Dass mir die Arbeit fehlt, ist mir gestern abend wieder sehr bewusst geworden, als mich ein ehemaliger Kollege, mit dem ich auch befreundet bin, anrief. Er arbeitet in einem Bereich, wo derzeit noch Stellen offen sind, und hat mich dazu ermuntert, mich dort zu bewerben. Die Chancen sind mit meinen Voraussetzungen nicht schlecht. Hmmm... ich schwanke, wäge ab.
    Ich werde heute erst mal intensiv im Internet bezüglich beruflicher Perspektiven recherchieren. Das habe ich nämlich in den letzten Wochen vor mich hergeschoben.

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Hallo,

    das ist heute wirklich nicht mein Tag. Ich fühle mich innerlich leer, hab zu nichts Lust und wenn ich was anfange, beende ich es schnell wieder, weil meine Gedanken mich ablenken.

    Immer wieder sind die Gedanken an meinen Ex da. Immer wieder ist es so, als würden die 2 Jahre noch einmal vor meinem geistigen Auge ablaufen. Die erste Zeit mit ihm, wo ich damals scheinbar so glücklich war. Der Tag, an dem ich erfahren habe, dass er monatelang neben mir noch mit seiner Ex-Freundin zusammen war, von ihr auch Geld gezogen hat. Ich sehe ihn mit ihr im Bett liegen, wo er mir ein paar Stunden vorher oder nachher die große Liebe vorgegaukelt hat. Ich spüre seine Schläge und Tritte, sowohl die psychischen als auch die physischen. Als er mich z.B. so stark in die Brust getreten hat, dass ich wochenlang Schmerzen beim Atmen hatte. Ich höre seine verhöhnenden Worte, wenn ich ihn auf mein Geld ansprach. Ich höre die Worte: “Du bist ja eine Alkoholikern, dich kann man nicht ernst nehmen“, wenn ich mal versuchte, meine Wünsche zu äußern.

    Das tut alles so wahnsinnig weh. Ich möchte diese Gedanken abschalten, aber es geht nicht. Und ich frage mich, ob das je aufhört, so weh zu tun.

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Hallo Annika,

    kurz, nachdem ich meinen Beitrag heute mittag gepostet habe, erhielt ich von meinem Ex einen Anruf, er wollte wieder die üblichen Gemeinheiten loslassen. Ich habe mich diesmal aber nicht darauf eingelassen, sondern ihm gesagt, dass er mich in Ruhe lassen solle.
    Anschließend habe ich deinen Rat beherzigt und bin im hier nahe gelegenen Wald spazieren gegangen. Das hat sehr gut getan, mein Kopf fühlt sich jetzt wieder freier an und der Psyche geht es auch besser. :D

    Du fragst nach meiner Tagesstruktur. Nun, langweilig ist mir eigentlich selten. In den letzten Wochen sitze ich z.B. wieder viel an der Nähmaschine, nähe mir schon fürs Frühjahr einige Sachen. Da empfinde ich besonders jetzt, wo ich einige Kilo abgenommen habe, wieder viel Freude bei. Ich gehe auch gerne und oft schwimmen.
    Sicher fehlt mir aber eine Arbeit, die vermisse ich sehr.

    Ich habe hier gerade mal ein bisschen in den letzten Beiträgen im Forum rumgelesen und fühle mich dadurch ein wenig verunsichert. In der relativ kurzen Zeit, in der ich hier lese und inzwischen auch schreibe, habe ich das Forum als eine große Hilfe empfunden, wofür ich auch sehr dankbar bin. Ich habe hier Dinge über mich geschrieben, die ich noch nie jemandem erzählt habe. Hätte ich das vielleicht nicht tun sollen?

    Liebe Grüße
    Gitta

  • hallo gitta!
    du belastest keinen hier im forum,wenn du von deinen gefühlen schreibst.das wichtigste ist doch für dich,das dir jemand zuhört ohne dich gleich zu verurteilen.schreibe ruhig weiter deine frust von der seele wenn es dich erleichtert. ich kenne dieses noch bestens von mir. sei froh das dein ehemaliger freund sein wahres gesicht gezeigt hat,denn dadurch ist dir noch mehr leid erspart geblieben. es ist schon schlimm wenn man sich benutzt und beschmutzt vorkommt, aber dadurch bist du um eine erfahrung reicher geworden.denke vorrangig an deine gesundheit und setzte dafür deine energie ein. mach das ,was du schon immer mal gerne machen wolltest,denn du brauchst dich keinem mehr verpflichtet zu fühlen. deine gefühlsschwankungen werden mit der zeit weniger werden,je länger du vom alkohol weg bist.
    eine mir lieb gewordene freundin schrieb mir mal,
    Ich mache mich nicht weiter kaputt mit dem,was unabänderlich ist.
    Mein Augenmerk ist auf das gerichtet, was noch möglich ist. :idea:

    sei recht herzlich gegrüsst heinrich :roll:

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Gitta,

    wie hast Du Dich denn nach dem Schreiben gefühlt? Ob Du hier schreiben solltest oder nicht, auch was und wieviel, hängt ganz allein davon ab, was Dir gut tut. Falls Du nicht offen im Net schreiben magst, gibt es ja auch noch den geschlossenen Bereich.

    Ich habe Tage, da schreibe ich nur ein paar Zeilen, weil ich zu müde oder nachdenklich bin, dann gibt es wieder welche, an denen mir das Herz überläuft.

    Dass Du Deinem Ex heute das Stoppschild gezeigt hast, finde ich stark. Wie hast Du Dich dabei gefühlt?

    LG, Meni

  • Hallo klaro, hallo Meni,

    ich war heute nachmittag ein wenig verunsichert, weil ich gerade hier ins Forum stieß, als es in einem thread etwas tumultig zuging. Vielleicht hat es mich auch besonders verunsichert, weil ich eh heute etwas dünnhäutig bin.
    Es stellt sich mir aber sicherlich auch die Frage, wieviel ich hier im Forum über mich erzählen will und kann. Zum einen gibt es private Dinge, die ich nicht unbedingt veröffentlicht sehen will. Zum anderen muss ich im Hinblick auf meinen beruflichen Hintergrund ein wenig aufpassen, weil hier meine Krankheit, sofern sie öffentlich würde, negative Konsequenzen für die Zukunft haben könnte. Trotz allem versuche ich, auch weiterhin, möglichst offen über mich und meine Gefühle zu schreiben.

    @ klaro

    Meine Gesundheit steht im Moment an erster Stelle. Ich war heute in einer Situation, in der ich noch vor wenigen Wochen Trost im Alkohol gesucht hätte. Das war heute für mich kein Thema, und wird es auch hoffentlich nie wieder werden.

    @ Meni

    Das Schreiben heute hat mir gut getan. Es ist für mich sehr wichtig, meine Gefühle zu Papier zu bringen, weil sie für mich dadurch greifbarer werden. Ich schreibe auch immer viel in mein Tagebuch, oft mehrere Seiten am Tag.
    Die Abfuhr meinem Ex gegenüber zeigt mir, dass ich stärker geworden bin. Ich kann mich jetzt gegen ihn wehren, was ich lange Zeit nicht konnte.

    Liebe Grüße
    Gitta

  • hallo gitta,

    ich glaub, ich hab dich noch nicht hier begrüßt, das hole ich mal schnell nach :oops:: also: willkommen hier!

    Zitat von Gitta

    ich war heute nachmittag ein wenig verunsichert, weil ich gerade hier ins Forum stieß, als es in einem thread etwas tumultig zuging. Vielleicht hat es mich auch besonders verunsichert, weil ich eh heute etwas dünnhäutig bin.
    Es stellt sich mir aber sicherlich auch die Frage, wieviel ich hier im Forum über mich erzählen will und kann. Zum einen gibt es private Dinge, die ich nicht unbedingt veröffentlicht sehen will. Zum anderen muss ich im Hinblick auf meinen beruflichen Hintergrund ein wenig aufpassen, weil hier meine Krankheit, sofern sie öffentlich würde, negative Konsequenzen für die Zukunft haben könnte.

    wie du ja vielleicht schon gesehen hast, gibt es hier auch einen geschlossenen bereich, der nicht so einfach einsehbar ist. hier kann man sehr viel offener schreiben.

    zum anderen zum offenen bereich und den turbulenzen: ich kann mir vorstellen, welchen threat du meinst. du darfst dich davon aber nicht verunsichern lassen. es ist eben gerade im offenen bereich leider häufig so, dass manche angetrunken schreiben, manche sich wichtig machen wollen und manche einfach nur ihren frust rauslassen wollen. davon darf man sich nicht beeindrucken lassen, und am besten auch garnicht so genau hinschauen.

    tja, und zu dem erkennen: das hast du ja in der hand, wenn du keine konkreten sachen schreibst wie stadt, genaues alter, namen... kann dir kaum was passieren. mir geht es ähnlich: wenn meine freundin lesen würde was ich schreibe, wüsste sie genau, dass ICH das bin, wenn jemand anders das liest, dann wohl kaum. deshalb: ein bisschen mut. das kann dir nur gut tun.

    gruß

    lavendel

  • Hallo,

    @ lavendel

    ich danke Dir für Deine Begrüßung.
    Sicher hast du Recht, dass man sich von manchen Beiträgen nicht allzu sehr beeindrucken lassen sollte. Die eigenen Ansprüche treffen halt nicht unbedingt auf alle Menschen zu. In allen Lebensbereichen, auch im Bereich der Alkoholkrankheit.
    Die Sache mit dem geschlossenen Bereich überlege ich mir auf jeden Fall.

    Mein Wochenende habe ich zum Teil mit dem Schreiben von Bewerbungen verbracht. Ich hoffe mal, dass es nicht alles Absagen werden.

    Ich habe auch viel im Forum gelesen, sehr viel im Co-Bereich, wo ich mich in vielen Beiträgen wiederfinden konnte. Sicher, wen wundert das. Mein Vater war Alkoholiker (er verstarb vor über 20 Jahren), meine Mutter depressiv (sie nimmt, seit ich denken kann, Antidepressiva). Ich selbst bin alkoholabhängig und suchte mir stets Partner, die ihr Leben nicht selbständig auf die Reihe kriegten. Mein letzter Freund war/ist spielsüchtig und greift bei Problemen auch gerne zur Flasche.
    Diese Abhängigkeitsstrukturen, die sich durch mein Leben zogen, habe ich vor 8 Wochen erstmalig durchbrochen, indem ich mit dem Saufen aufhörte. Das ist sicherlich der wichtigste Schritt gewesen.
    Ich merke aber auch zunehmend, dass ich mich in Beziehungen zu anderen Menschen verändere. Ich lerne, mich abzugrenzen, meine eigenen Wünsche zu berücksichtigen. So habe ich z.B. in letzter Zeit einige male meiner Mutter sagen können, dass ich momentan keine Zeit für sie habe, wenn sie etwas von mir wollte. Meinem Ex habe ich heute, als er mich anrief und mir die Ohren volljammerte, sagen können, dass er ein Waschlappen ist und sich woanders ausheulen soll.
    Ich muss sagen, ich genieße das Gefühl, in mir zunehmend innere Stärke zu spüren. Es macht mich frei. Diesen Weg will und werde ich auf jeden Fall weiter gehen.

    Und obwohl ich dank meines Ex-Freundes finanziell nicht auf Rosen gebettet bin, war ich am Wochenende mal ganz verschwenderisch, habe mir schöne neue Sachen zum Anziehen gekauft und ein tolles Parfüm. Hach, das tat richtig guuut!

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Hallo,

    es geht mir heute nicht gut. Erstmalig nach 8 trockenen Wochen verspüre ich heute einen starken Drang nach Alkohol, den Drang, mich zu betäuben.

    Ich habe mich gestern mit meinem Ex-Freund getroffen. Zum ersten mal hat er ausgesprochen, was ich immer wusste „Ich habe dich betrogen“. Bisher hatte er mir immer erklärt, dass er sich mit ihr noch getroffen, aber keinen S** mehr mit ihr hatte. Vielleicht wollte ich das immer glauben. Jetzt habe ich es aber aus seinem Mund gehört, jetzt habe ich Gewissheit. Und die Gewissheit tut weh. Es ist jetzt alles so endgültig, es gibt kein Zurück mehr.
    Er hat mich gestern immer wieder lange angeschaut, mir gesagt, dass ich schön sei, dass er mich liebt. Er hat geweint. Aber was nützen jetzt noch Tränen?
    Ich habe diesen Mann so sehr geliebt, ihm so unendlich vertraut und jetzt ist alles vorbei. Das lässt mich innerlich erstarren.

    Ich habe mein Handy ausgeschaltet, weil ich weiß, dass er anrufen wird. Ich kann nicht mit ihm reden, nicht jetzt, nicht heute.

    Ist das nicht Wahnsinn? Dass ich ihn trotz allem geliebt habe?

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Hallo Annika,

    ich habe keinen Alkohol getrunken und werde es auch nicht tun. Ich habe mich vor einigen Wochen ja für das Leben entschieden.

    Die heutigen schlimmen Gefühle werden sicherlich nicht ewig andauern. Und sicherlich wird es nicht das letzte mal in meinem Leben sein, dass es mir gefühlsmäßig schlecht geht. Ich muss halt lernen, damit umzugehen, solche Gefühle auszuhalten.

    Dank Dir für Deine Aufmunterung.

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Hallo Gitta,

    jemanden zu lieben, empfinde ich als kostbares Geschenk, sei es von Deiner oder seiner Seite aus. Vielleicht hat er nur geweint, weil er erkannt hat, was er verlor. Warum auch nicht?

    LG, Meni

    P.S.: Ich komme mit dem Ausdruck "Waschlappen" nicht so gut zurecht.

  • Hallo Meni,

    ja, es ist durchaus möglich, dass er gestern geweint hat, weil ihm bewusst geworden ist, dass es von meiner Seite aus kein Zurück mehr gibt. Was meinst du, wie oft aber ich in den letzten 2 Jahren geweint habe. Vor Verzweifelung immer mehr und mehr Alkohol in mich reingeschüttet habe? Fast wäre ich heute nicht mehr am Leben, weil ich damals, als ich von der „Nebenfrau“ erfuhr, einen schweren Autounfall hatte.

    Zum besseren Verständnis ist es vielleicht wichtig zu wissen, dass mein Ex-Freund Türke ist, mit einem sehr patriachalischem Denken. Das heißt, der Mann hat das Sagen, die Frau hat zu kuschen. Der Mann geht ständig eigene Wege, die Frau darf zu Hause sitzen, sich höchstens mal mit einer Freundin treffen, usw... Zu diesem Denken gehört es im Übrigen auch, dass eine Frau bei vermeintlicher Berechtigung geschlagen werden darf.
    Zu diesem Denken passte allerdings nicht so recht, dass ich mich um alles, was ihm Probleme bereitete, kümmern sollte. Wie oft musste ich bei irgendwelchen Behörden die Sch**** für ihn ausbaden, wie oft ihm aus finanziellen Schwierigkeiten helfen. Ich durfte alles regeln und er hat munter und gedankenlos in den Tag hineingelebt.

    Vor diesem Hintergrund steht der Begriff „Waschlappen“. So sehr ich diesen Mann mal geachtet habe, so wenig ist davon übrig geblieben.

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Guten Morgen Gitta,

    das sind böse Erfahrungen, die Du gemacht hast, und ich wünsche Dir, dass diese Wunden im Laufe der Zeit verheilen. Ach, wie gut, dass nicht alle Männer so sind!

    LG, Meni

  • hallo gitta!
    du wirst noch öfter durch das tal der tränen gehen und noch manche rückschläge erleben die dich verzweifeln lassen,aber das wichtigste ist,das man wieder aufsteht,wenn man gefallen ist. lobe dich mal selbst,das dir die nachricht, so schmerzhaft sie auch war. dich nicht veranlassen konnte wieder zur flasche zu greifen.das ist doch ein positives erlebnis. das sind die dinge an denen man wachsen kann und das selbstwertgefühl steigt.
    sei froh das es mit deinem freund so gekommen ist und ziehe einen schlussstrich darunter.

    kein mann ist deine tränen wert. und der es wäre, würde dich nicht zum weinen bringen.

    könnte doch was dran sein.

    herzlichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • hallo gitta,auch mir geht es ähnlich,auch ich habe angst erkannt zu werden,auch für meinen beruf hätte es konsequenzen,würde irgenjemand von meinem alkoholproblem erfahren.auch ich hatte einen freund und weiß sehr genau,daß jder tropfen alkohol eine ungeweinte träne ist.mich hat dieses unglücklich sein und das über jahre in den alkohol geführt. ergebnis:ich bin noch unglücklicher.ich habe nicht nur ein problem,sondern zwei.SUPER! jetzt will ich das alles nicht mehr,und es ist soooooo schwer ein neues leben zu beginnen.ich aber will es unbedingt schaffen,wie auch immer und du schaffst das auch. familie,freund,nebenfrau ,alkohol-----das ist alles viel zu kompliziert um es unter einen hut zu bringen.schon alleine deshalb müssen wir es schaffen! lilifee2

  • Hallo,

    mir geht es heute richtig gut.
    Es hatte hier heute heftig geschneit und ich habe die Gelegenheit ergriffen, lange im Schnee zu spazieren. Das hat sowohl der Psyche als auch der Physe gut getan.
    An meinen Ex habe ich heute kaum denken müssen. Ich glaube, für mich ist es gut so, wie es gelaufen ist.
    Für den morgigen Tag habe ich mir vorgenommen, an einem alten Küchenschrank weiterzuarbeiten, d.h. beizen und streichen. Da freue ich mich richtig drauf.

    @ Meni

    Na ja, so ganz habe ich die Hoffnung ja noch nicht aufgegeben, dass ich auch irgendwann mal einen passenden Deckel finde. Und wenn Du sagst, dass es auch gute Männer gibt, dann will ich Dir das mal glauben. :D


    @ klaro

    Für mich steht an erster Stelle, dass ich keinen Alkohol mehr trinke. Das wird mir jetzt und auch in Zukunft kein Mann kaputt machen.
    Du hast recht- einen Menschen, den ich liebe, bringe ich nicht ständig zum weinen. Da ist es wohl mit der Liebe nicht weit her.


    @ lilifee

    Weißt Du, lilifee, ich glaube, wir sind häufig viel stärker, als wir denken. Wir haben ja nie ausprobiert, wie stark wir wirklich sind, weil wir unsere Energie mit Alkohol abgetötet haben.
    Und diese eigene Energie kannst du nur dann spüren und für dich vorteilhaft nutzen, wenn du keinen Alkohol trinkst.
    Seelischer Schmerz geht irgendwann vorbei, wenn man ihn aushält. Er bleibt aber, wenn man ihn ständig wieder aufs Neue mit Alkohol zu unterdrücken versucht. Das habe ich so lange getan, werde es aber in Zukunft nicht mehr tun.

    Liebe Grüße
    Gitta

  • Hallo,

    ich habe heute Alkohol getrunken und fühle mich im Moment fürchterlich. Ich könnte vor mit selber kotzen.


    Gitta

  • hallo,


    irgedwie habe ich immer geglaubt, das alles alleine zu schaffen. Ich war doch immer so stark.
    Aber ich glaube, ich schaffe das so nicht mehr.
    Meine Kraft ist weg, die Kraft zum Überleben.
    So viel habe ich in meinem Leben gekämpft. Ich will nur ein Mal innere Ruhe verspüren.

    iebe Grüße
    Gitta

  • hallo gitta

    sch.... was du da gemacht hast. warum hast du getrunken, warum hast du dich nicht vorher hier gemeldet??? sorry wenn sich das jetzt hart anhört, aber es geht um dein leben.

    du bist immer die starke gewesen, kenn ich, alles für alle erledigen und selbst keine zeit zum luftholen. hol jetzt mal luft und dir hilfe, und zwar alles was geht. warst du eigentlich mal beim arzt? du wirst von allen seiten mit soo viel mist bombadiert, da mußt du raus.

    geh zum arzt, lass dich zur entgiftung ins krankenhaus einweisen, beantrage eine therapie. denk jetzt ernsthaft mal nur an dich, du brauchst unbedingt abstand zu diesem mann der nur sich selbst sieht und deine person und deine gefühle mit füßen tritt.

    schreib was los war, du brauchst dich nicht zu schämen. war wie gesagt zwar sch... was du gemacht hast aber damit bist du nicht die erste und wirst auch nicht die letzte sein. also noch mal von forn, tag 1.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

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