Hallo Ette,
das ist doch eine sehr gute und gesunde Einstellung. ![]()
Lieben Gruß
Speedy
Hallo Ette,
das ist doch eine sehr gute und gesunde Einstellung. ![]()
Lieben Gruß
Speedy
Genauso mache ich es mittlerweile auch! Man merkt, wie es einem dadurch besser geht, und es ist der richtige Weg
Weiter so!!
Auf dem richtigen Weg bleiben, manchmal ein, zwei Schritte zurück gehen, einen neuen Anlauf nehmen und geschehen lassen ohne Anstrengung. Dann fängt alles an, wenn die Zeit dafür reif ist.
Ich wünsche allen einen wunderschönen Wochenanfang.
Ette
Gestern war einer von den Tagen, an denen es mir wie Schuppen von den Augen fällt. Klarheit über etwas, was ich in all meinen co-abhängigen Bemühungen nie wahrhaben wollte. Und die Last auf den Schultern ist plötzlich um ein Vielfaches kleiner. Die Leichtigkeit des Seins, ich bekomme mehr und mehr eine Ahnung, ein Gefühl davon.
Ette
Hallo ihr Lieben,
trotz aller Erkenntnisse gibt es immer wieder Tage, über denen eine Art Grauschleier liegt. Gestern war ein solcher. Schon morgens mit Tränen in den Augen aufgewacht, nur leider waren alle Erinnerungen an den Tränen-Traum weg. Noch nicht einmal die Sonne, die vor den Fenstern leuchtete, konnte mich aufheitern.
Also los ins Büro. Unterwegs, ein Gärtner war schon fleißig, der Duft von frisch gemähtem Gras, den ich liebe. An einem Blumenstand, an dem ich vorbei komme, kaufe ich mir ein dickes Bund Rosen, das ich zu hause genau dahin stelle, wo ich es als erstes sehe, wenn ich abends meine Wohnung betrete oder morgens aufstehe, in die Küche.
Als ich abends nach hause gehe, duftet es nach Heu und dabei fällt mir ein, dass Verändertes einfach nur schön sein kann. Dabei hatte ich, bevor sich etwas veränderte, so oft das Gefühl, danach kein ganzer Mensch mehr zu sein.
Der ganze Tag zog sich irgendwie wie Kaugummi und ich musste viele Pausen einlegen, um die Gedanken kommen und vor allem wieder gehen zu lassen. Gegen Abend dann, als ich mit ein paar Menschen sprach, lachte und herumfrotzeln konnte, stellte ich irgendwann fest, dass er weg war, dieser blöde Schleier. Einfach so – vielleicht weil ich meine Aufmerksamkeit auf schönere Ding lenken kann. Auf Düfte und Blumen und Lachen und Gras....
Ich wünsche euch einen zufriedenen, friedlichen Tag.
Ette
Tach auch Ette.....
hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm....ja
.......Riechen ist was schönes, gelle!?!?!? ![]()
Das "Drumherum" hat Dich mal wieder, wenn auch vielleicht nur für kurze Zeit vergessen lassen..........war doch ein schönes Gefühl, mal wieder Du selbst sein.......
Ich wünsch Dir meeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr davon....viel mehr...
***riechlachdrückerhehe***
Schönes Wochenende
stoffel
chen
Stoffelchen,
nicht nur Riechen ist etwas Schönes. Ich glaube, alles was wir bewusst wahrnehmen, bekommt seine ganz eigene Schönheit. Ein Lachen, ein Duft, ein Geräusch, der Regen, ein Blick,..... Ich fühle mich auch in der Lage, Vieles bewusst wahrzunehmen. Auch die alten Strukturen, die immer wieder den Kopf heben und sich in den Vordergrund drängen wollen. Ich kann sie wahrnehmen und ihnen sagen, dass sie ausgewirkt haben. So lange, bis sie es irgendwann aufgeben, mich bestimmen zu wollen. Dann bin ich wieder ein Stück mehr heil geworden.
Ich wünsche dir und natürlich auch allen Anderen ein schönes Wochenende.
LG
Ette
Hallo ihr Lieben,
ich wusste gar nicht, dass Regenwetter so schön sein! Heute morgen beim Aufwachen wäre ich nie auf diese Einsicht gekommen. Ein, zwei Altlasten hatten sich wieder in meinem Kopf breit gemacht, die sich erst davonschlichen, als ich die Gedanken dazu formuliert, das schlechte Gefühl benannt hatte. Dann erst konnte ich sie loslassen. Ganz erleichtert machte ich mich also auf meinen Regenspaziergang, um mir den Kopf vollends durchlüften zu lassen.
Geradezu gemütlich hörte sich das Trommeln der Regentropfen auf dem Stoff des Schirmes an und genüsslich schmatzte die feuchte Erde unter meinen Schuhen. Der Duft von Heckenrosen und Heu erschien mir viel dichter in der regenfeuchten Luft als an sonnendurchschienen Tagen und hing in dampfenden Schwaden zwischen dem nassen Laub der tropfenden Bäume. Pfützen, in denen die Regentropfen zarte Kreise malten und ein paar Meisen, die schnell wieder unter dichten Blätterdächern verschwanden, kaum Menschen begegneten mir.
Eins fühlte ich mich mit der üppig grünen, nass glänzenden Natur, den Gräsern, auf denen silberne Tropfperlen schimmerten. War mir meiner Lebendigkeit bewusst, die sich in den Muskeln zeigte, die bei jedem Schritt ohne zu Murren funktionieren. Meine Sinne, die alles um mich herum ganz wach wahrnahmen, auch die Zeit, die friedlich und ohne Turbulenzen dahinfloß. Flow-Gefühl.... irgendwo habe ich diesen Ausdruck einmal gehört und nahm es ganz bewusst wahr, dieses Empfinden, verstanden zu haben.
Udo Lindenberg fällt mir ein und sein: „...dann kamst du aus dem Regen, so wie ein alter Freund....“, doch hinter der nächsten Wegbiegung blickten mir nur Haselsträucher und riesige Brennnessel-Wedel entgegen. Und ein Schild, das rot-weiß die Durchfahrt verbietet. Das erklärt natürlich einiges. Wie soll mir hier jemand durch den Regen entgegenkommen, wenn man nicht durchfahren darf? Wer geht bei diesem Wetter schon zu Fuß? Eine Irre - vielleicht....
Aber schön war´s!
Ette
Ist echt schön, deine Zeilen zu lesen. So ist es genau richtig ![]()
Ich danke dir Ayki!
Hier lese ich oft so viel Verzweiflung, Trauer und Schmerz und selbst habe ich mir auch schwere Gedanken und schlechte Stimmungen von der Seele geschrieben. Nun möchte ich auch ein paar Eindrücke von schönen Momenten hierlassen. Nicht dass wir die womöglich vergessen. Die sind nämlich immer da, wir haben nur zeitweise die graue Brille auf und sehen sie nicht.
Liebe Grüße
Ette
...also....ette.....*ähem*
....ich würde bei Regen sogar barfuß laufen.....
...macht doch auch Spaß!!!!! ![]()
...ok, dann bin ich halt ein Irrer!!!!
***gedrücktvielleichtaucheinwenigverrückthihi***
stoffel
chen
Stoffelchen, du hast recht, barfuß ists fast noch schöner. Wenn nur nicht immer die nasse Erde wäre, der sich dann so elendig zwischen den Zehen durchquetscht.
Aber im Ernst, es gibt jeden Tag irgend etwas Schönes. Ich mir habe eine zeitlang jeden Abend die Muse gegönnt, aufzuschreiben, was mir Schönes passiert ist. Kleinigkeiten oftmals nur, Momente, Augen-Blicke oder zwei, drei liebe Worte. Und auch Dinge, die ich selbst gut gemacht habe, die mir gelungen sind. Es hilft, den Blick für das Schöne zu schärfen. Denn all zu oft sehen wir doch nur das Negative, das uns dann bestätigt, dass wir nichts Besseres verdient hätten.
Wir haben es aber verdient, zufrieden zu sein, mit kleinen Glücksmomenten jeden Tag. Denn das Warten auf DAS große Glück hindert uns nur daran, die wohltuenden kleinen Dinge im Leben wahrzunehmen.
Ich wünsche euch allen einen zufriedenen Tag.
Ette
Hallo ihr Lieben,
ich freue mich, dass es euch gefällt. Bea, ja, kleine, schöne Momente wahrzunehmen und Freude im Alltäglichen zu finden, ist wichtig. Das ist auch eine Gabe, über die ich froh und stolz bin und die mich in die Lage versetzt, ohne viel Primporium zufrieden zu sein. Keine großen Reisen, keine teueren Klamotten und schon gar nicht irgendwelche „geistreichen“ Substanzen zu benötigen, um mich lebendig zu fühlen.
Allerdings sind mir in den letzten Tagen und Wochen ein paar Dinge begegnet, die so groß und wunderschön sind, dass es mir schon fast Angst macht. Dann sitze ich manchmal da und überlege mir, was dieses seltsame Gefühl ist, das in mir drin ist und sich anfühlt, als würde ich gleich weinen müssen. Ich habe es für mich als eine Art Angst vor Kontrollverlust definiert. Da passierte plötzlich etwas, das schön ist und ich habe Angst. Angst, weil ich denke, es ist zu schön, um wahr zu sein. Angst, es nicht verdient zu haben. Angst, weil ich meine, es nicht mehr in der Hand zu haben, was passiert. Ich muss mich einlassen, einfach geschehen lassen. Vertrauen haben und annehmen, dass es mir passiert, weil ich ich bin und nicht weil ich mich anstrenge, perfekt zu sein. Dieses Perfektsein, das sowieso nicht zu schaffen ist und mich daran hindert, ich zu sein.
Als ob ich es nicht glauben könnte, dass mir so etwas Schönes passiert, habe ich das Gefühl, es mit Worten eindämmen zu müssen. Nicht mich begeistern und unbändig darüber freuen, Nein, es etwas weniger schön reden, es in erträglichen Bahnen halten. In Bahnen, die mich davor bewahren, es ganz zuzulassen und dadurch verletzlich zu werden. Dann wird mir auch klar, warum ich immer mit Menschen zusammen war, für die ICH sorgen musste. Weil ich die Herrin des Verfahrens sein wollte. Bleiben, solange es mir gut tat und gehen, wenn ich das Gefühl hatte, es passt nicht mehr. Gehen, bevor der Andere geht und mich verletzt.
Die Angst vor der Nähe hat mich dazu gebracht, den Anderen in den Mittelpunkt zu stellen, auf ihn mehr zu achten als auf mich. Wollte die perfekte Macherin sein, die aufgrund dieser Eigenschaft unersetzlich ist und deshalb nicht verlassen wird. Wollte mich nicht zeigen, wie ich wirklich bin, weil ich dachte, dass das nicht so Perfekte an mir nicht liebenswert ist. Verrückt, suchte die Nähe bei Menschen, die nicht in der Lage sind, Nähe zuzulassen, weil ich selber Angst vor Nähe habe, weil mir die Nähe die Kontrolle nimmt. Anderseits ist dieses Empfinden so eine Art Aha-Erlebnis, das mich davor bewahrt, mich irgendwann wieder so aufzugeben, wie es getan hatte.
Sorry, dass es so lange wurde heute. Aber es war mir wichtig, das mal zu formulieren. Danke fürs Lesen.
Ette
Hallo Ette......
Situationen "umschreiben", ja.....das kannst Du immer sehr schön
(Drück Dich mal heute zwischendurch)
Diese Perfektion war der Grund, wofür ich meine NOCH "verteufelt" habe. Dieses, nicht an einen ranlassen, dieses "Frau über die ganze Lage" sein, dieses "nie eingestehen, ich habe selber Macken und Kanten"...........
Eigentlich wollte ich nur diesen Menschen hinter der Maske lieben, nicht den davor..................ok, sie konnte nicht über Ihren Schatten springen.......jetzt ist es ihr Pech.......Schwamm drüber und gut!!!
Mit dieser Erkenntnis, die Du jetzt wohl gewonnen hast, kannst Du die Angst besiegen, aber dann laß es auch zu..........und sei nicht der "Fahrkartenkontrolleur"!!!
Ach ja, was ich noch liebe........ ![]()
Matsch zwischen den Zehen........wenn es geregnet hatte.......grins
***drückDich***
***drückeuch***
stoffel
chen
Guten Morgen,
ich bin schon wieder so früh aufgewacht, dass ich zusehen konnte, wie die letzten grauen Nachtschleier langsam vom Balkon gezogen wurden und die Blumen in den Balkonkästen ihre Farbe zurück bekamen, die die Nacht ihnen genommen hatte.
Ich glaube, genauso können wir auch unsere Farbe und unser Leben wieder zurückbekommen. Die letzten Co-Schleier von unserer Seele ziehen... jedoch ist der Beginn des Tages deutlich einfacher, weil unaufhaltsam. Wir halten uns oft viel zu lange unter dem Schleier auf, obwohl er uns den Blick auf das Helle, Freundliche „vergraut“. Wir übernehmen lieber die Verantwortung dafür, dass es dem Anderen gut geht, als dass wir das Gleiche für uns selber tun.
Und es wird uns ja auch leicht gemacht, in den Strukturen zu verharren. Alte Verhaltensmuster sind nicht von heute auf morgen weg, nur weil wir es uns vorgenommen haben. Es ist ein tägliches dagegen Angehen. Zudem werden wir ja auch von unseren Angehörigen nicht gleich losgelassen. Wenn sie ihre Felle, sprich den Unterschlupf, das vermeintlich sichere Netz einer Beziehung, davonschwimmen sehen, werden sie beweglich. Immer wieder gibt es dann Gründe, wieder Kontakt aufzunehmen, auch wenn sie uns ansonsten das Gefühl geben, nichts mehr mit uns zu tun haben zu wollen. Und mit den Kontakten beginnen wir wieder zu hoffen. Darauf, dass der oder die Angehörige nun vielleicht wirklich erkannt hat, um was es geht.
Wir müssen dann für uns selbst entscheiden, wie lange, wie oft und ob überhaupt, wir uns auf diesem schwankenden Hoffnungsboden halten wollen. Zu oft wird uns der Boden dann unter den Füßen weggezogen, wenn wir uns wieder eingelassen haben. Weder der Abhängige noch wir selber sind gesund, sobald der Alkohol weggelassen wird. Für unsere Gesundung sind wir ganz alleine verantwortlich. Und dazu gehört es unter Umständen auch, die Hoffnung loszulassen oder gar nicht erst wieder aufkommen zu lassen. Dem Anderen die Verantwortung für sein Leben selbst zu überlassen. Wir sorgen für uns und er muss für sich selber sorgen. Auch wenn es uns oftmals noch so schwer fällt.
Für die nächsten 24 Stunden wünsche ich allen ruhige Zufriedenheit.
LG
Ette
P.S. @ Stoffel: Barfuß im Regen, geh´ ich lieber über eine Wiese. Modder und Matsch sind mir ein Greuel und das nicht nur zwischen den Zehen.
Hallo Ette,
auch wenn ich kein Co bin,so lese ich doch hier sehr häufig,und viel!
Ich möchte mich,heute bei Dir bedanken,für folgende Worte:
ZitatUnd dazu gehört es unter Umständen auch, die Hoffnung loszulassen oder gar nicht erst wieder aufkommen zu lassen. Dem Anderen die Verantwortung für sein Leben selbst zu überlassen. Wir sorgen für uns und er muss für sich selber sorgen. Auch wenn es uns oftmals noch so schwer fällt.
Ich kann noch von den Co's lernen,und das finde ich gut!!
Liebe Grüße,Andi
Guten Morgen Ette !!!
Dein letztes Schreiben schildert meine derzeitige Lebenslage recht genau wieder.
Danke für diese Worte. Besser hätte ich es nicht schreiben können.
Ich bin beides, Alkoholiker und auch Co-Alkoholiker.
Habe mich gerade nach 13 Jahren von meiner Alkoholkranken Lebensgefährtin getrennt. Seit zwei ein halb Monaten lebe ich allein. Seit dieser Zeit trinkt sie nicht mehr. Zuvor habe ich 13 Jahre versucht für sie trocken zu sein, vergeblich.
Wir stehen noch in Kontakt, Heute zum Beispiel werde ich sie abholen und zum Geburtstag ihres Enkelkindes fahren.
Ich habe ihr und vor allem mir gesagt, so lange sie was für sich tut und nicht trinkt, werde ich mit ihr in freundschaftlichem Kontakt bleiben , wenn sie das möchte.
Wenn ich jedoch deine Zeilen lese, weiss ich das das falsch ist.
Manchmal denke ich, warum trinkt sie jetzt nicht mehr. Habe doch alles versucht um ihr zu helfen und bin doch gescheitert, weil ich scheitern musste.
Erst musste alles den Bach runter gehen, damit sie aufhören konnte zu trinken. Wenn es für Sie der Tiefpunkt war um aufzuhöhren dann hatte es doch einen Sinn und war richtig. Wo bin ich geblieben ?
Der Co- Alkoholismus ist für mich schwerer anzugehen wie mein Alkoholismus.
Ich bewundere dich, wie es dir gelingt loszulassen. Vor allem die Hoffnung loszulassen ist unsagbar schwer.
Nochmals Danke für deine Worte, ich hoffe sie werden mir helfen.
Viele liebe Grüsse von Bernd
Liebe Ette,
wie wahr, heute bist Du mein Vorbild. Danke.
lg kaltblut
Hallo und guten Morgen,
ihr beide macht mich ja ganz verlegen! Ich hab nämlich gar nicht so das Gefühl, dass es etwas Besonderes ist, wie ich manche Dinge sehe. Dazu habe ich zu lange gebraucht, dass ich es verstanden habe. Jetzt kann ich manchmal kaum glauben, dass alles so einfach sein soll.
Im Moment habe ich aber das Empfinden, dass es Vieles vereinfacht und leicht sein lässt. Immer wieder habe ich gelesen, dass es das Leben vereinfacht, wenn man loslässt. Die Kontrolle, das um Anerkennung von außen kämpfen, das Sagen, wo es langzugehen hat. Über mein Gottvertrauen wurde oft gefrotzelt. „Alles wird gut“ als geradezu kindliche Utopie abgetan. Es wird nicht Alles gut, das stimmt. Aber Vieles wird einfacher, wie gesagt, wenn ich meine Anstrengungen aufgebe und mich selbst so annehme, wie ich bin. Mit meinen Stärken und Schwächen und mich nicht nur gut fühle, wenn ich von außen genug positives Feedback bekomme. Dann muss ich mir auch den Anderen nicht so hinbiegen, wie ich meine, dass er sein sollte. Denn auch wenn er so sein sollte, wie ich denke, dass es mir gut tut, wird ein anderer Mensch mich nicht glücklich machen können. Es wäre immer ein ungenügendes Glück, um das ich ständig kämpfen würde, weil ich die Angst hätte, ohne den Anderen wieder unglücklich zu sein.
Mit mir zufrieden sein, mich akzeptieren und plötzlich passieren Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte. Völlig ohne mein Zutun. Menschen scheinen mit mir ganz anders umzugehen und Situationen klären sich. Möglichkeiten tauchen auf, die ich mir immer erträumt habe, die ich teilweise selbst für illusorisch hielt. Oft kommt mir in den Sinn, dass ich so lange Zeit dumm und blind gewesen bin, weil ich alles regeln, alles unter Kontrolle haben wollte. Ein halbes Jahrhundert musste ich leben, damit ich das endlich begriffen habe. Und dann denke ich manchmal: Ha! Ich habs immer gewusst! Aber halt nicht gelebt! Jetzt will ich immer ganz aufmerksam und achtsam mit mir sein, damit mir diese Fähigkeit des Loslassens der Anstrengung nicht wieder abhanden kommt.
LG
Ette
Guten Morgen,
da habe ich doch ein aufregend-schönes Wochenende erlebt, an dem mir viel Neues begegnet ist und genau dabei habe ich gemerkt, dass mich auch Euphorie dazu bringt, mich selbst zu vergessen. Alte Strukturen und Wünsche wie immer mehr und ganz schnell, alles und zwar sofort, stehen dann schon in den Startlöchern. Verrückt, obwohl ich es mit dem Kopf weiß, dass das gefährlich ist, kommen diese Gefühle hoch. Ein Spiegel tut dann Not und wohl, der mir spiegelt, dass es nicht erwachsen ist, wie ein Kind der Maßlosigkeit zu verfallen. Auch in der Beschränkung das Gefühl der Sicherheit nicht zu verlieren, darüber zu verhandeln, wie etwas sein soll, ohne meinen Kopf durchzusetzen und zu genießen, dass etwas harmoniert, auch wenn es nicht so ist, wie ich es in dem Moment gerne hätte, sondern noch viel bleibt, auf das ich mich freuen kann.
Gesunde Normalität, was immer jeder für sich als Normalität empfindet, ist nicht überbordend, nicht himmelhochjauchzend. Sie fließt zufrieden und ruhig, ohne behäbig zu sein, denn trotz allem hat sie eine große Kraft in sich, wie ein ruhig dahin fließender, bteiter Strom, der auch die großen, sorgenbeladenen Schiffe sicher tragen kann. Und auf seinem unaufgewühlten Wassern der Sonne, die die Glücksmomente streut, genug Reflektionsfläche bietet, damit sie dem ruhigen Fließen das Funkeln beibringen kann.
Ich wünsche euch eine ruhig, normale, glückliche Woche.
Ette
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