Hallo,
Da hier immer wieder auch Ängste über einen Rückfall berichtet wird oder auch mal hier und da darüber gesprochen wird, ob der Rückfall zur Alkoholkrankheit gehört, habe ich diesen Thread zur Diskussion eröffnet.
Das habe ich gemacht, weil es natürlich auch in der Klinik Thema ist, und ich da interessante Sachen erfahren habe und erfahre, über den Rückfall. Wie er zu stande kommt und wie ich dem Vorbeugen kann.
Es wird gesagt mal soll das erste Glas stehen lassen. Ja aber was ist passiert, daß ich es bei einem Rückfall nicht getan habe und meine Nüchternheit aufs Spiel gesetzt habe? Ihr länger Trockenen sagt, der eigentliche Rückfall kündigt sich schon viel vorher an.
Die in der Klinik sagen sogar: vor dem eigentlichen trink-Rückfall gibt es immer den Verhaltensrückfall.
Das heißt:
Ich erarbeite mir in der Trockenheitsarbeit ein anderes Denk- und Verhaltensmuster, welches mir zum positiven Lebenseinstellung ohne Alkohol verhelfen soll. Nun geht das nicht von heut auf morgen. Dafür muß ich alte Gewohnheiten/Verhaltensmuster ablegen und neu besetzen. Wenn ich das tue, sind die alten Verhaltensmuster aber nicht gelöscht, sie schlummern in einer Gehirnecke.
Beispiel:
Ich war beim Saufen eher der Typ der gerne allein getrunken hat und sich nicht gerne mitgeteilt hat, alles mit mir selbst ausgemacht habe. Jetzt habe ich mir in der Trockenheitsarbeit ein Netzwerk aufgebaut, wo ich immer in Kontakt mit mir und anderen Menschen bin. Aus irgend einem Grund, sagen wir mal ich hab ein neuen Job bekommen, der mich so in Anspruch nimmt, daß ich mein Netzwerk und Kontakte nicht mehr pflege. Und damit mich selbst auch nicht. Was passiert? ich würde wieder langsam immer mehr mit mir ausmachen, mich immer mehr zurück ziehen und den Kontakt verlieren. Da wäre der Verhaltensrückfall und das erste Glas der trink-Rückfall wäre nicht mehr weit entfernt.
So habe ich das jetzt mit den Rückfällen verstanden.
was sagt ihr dazu??
gruß panther