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booh, danke- jetzt weiß ich´s auch!
LG kommal ![]()
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Mein heutiger Tag.
Hmmm... eigentlich war er nicht schlecht und auch nicht gut. Sehr normal also. Ich war heute früh beim Doktor und habe mir recht viel Blut abzapfen lassen (noch ´ne Ampulle mehr und ich hätte ernsthaft den Verdacht bekommen, daß er´s heimlich verkauft ![]()
), und sehne diesen vermaledeiten Samstagstermin nun echt herbei. Dann hab ich´s hinter mir.
Sonst hatte ich heute relativ viel Leerlauf, was mich natürlich immer wieder hierher ins Forum gezogen hat. Und nun schwirrt mir mal wieder der Kopf vom vielen "Alkohol".
Irgendwie bin ich heute total müde - keine Ahnung warum. Ich geh mittlerweile echt um einiges früher ins Bett als zu meinen Saufzeiten und schlaf auch richtig (früher war´s ja eher ins Koma fallen...).
Naja - vielleicht holt sich mein Körper nun endlich das, worauf er so viele Jahre hat verzichten müssen bzw. einschränken müssen.
Kennt Ihr das auch? Ich les ja eher von Schlafstörungen. Das einzige, was bei mir stört, sind diese vermaledeiten Wachzeiten tagsüber?!!
Vielleicht sollte ich mal am Wochenende einen 24-Stunden-Schlaf einlegen....
So long - ich werd mal noch ein wenig lesen hier drinne und dann Matratze horchen.
Liebe Grüße an alle!!
P.S. Ach was freu ich mich auf morgen - sie haben wieder SONNE angesagt.
Hallo Claudia,
dass mit dem gut schlafen können hatte und hab ich auch.
Bist Du nicht mehr unterwegs?
Bekommst Du nicht viel mehr mit?
Denkst Du nicht viiiiel mehr nach?
Du lebst bewußter und das strengt an.
Schön, oder...?!!!
LG kommal
Hi kommal,
na, wenn das so ist, dann freu ich mich natürlich daß ich - egal wo ich geh und steh - einschlafen könnte ![]()
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Bin grad ein wenig säuerlich, ich glaube mein Freund hat den Ernst der Lage noch nicht richtig erkannt... sagte ich doch grad zu ihm auch, daß ich heute nicht mehr alt werde, weil müde. Und was antwortet er drauf: "Trink´n Schnaps"... ohne Worte.... echt.
Ich meinte daraufhin, daß er sich hier im Forum vielleicht auch mal umgucken sollte, und daß das ein echt besch... Witz war..
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Nachtrag: er hat´s als Scherz gesagt - aber trotzdem...
Mein heutiger Tag - auch wenn er noch nicht vorbei ist ![]()
Heute nacht war´s mal wieder ziemlich aufregend, nachdem gegen halb vier unser "Alarm-Handy" geklingelt hat - Einbruch bei meinem Freund in der Firma. Gott sei Dank haben die Einbrecher recht zügig das Weite gesucht dank Alarmanlage, aber die Nacht war demzufolge recht kurz.
Kind wach - alle wach ![]()
Aber nachdem ich ja gestern recht früh ins Bett gefallen bin war´s nicht so schlimm. Vor allem - ich war hellwach weil nüchtern.
Vor ein paar Wochen noch hätte ich nichts davon mitgekriegt in meinem Suff...
Hat schon echt was für sich, diese Nüchernheit ![]()
Nun denn - ausgeschlafen und guter Dinge sitz ich grad noch in der Arbeit . Wir hatten heute mal wieder eine Verabschiedung, und auch da hab ich erneut feststellen dürfen, daß es überhaupt kein Problem bei uns ist, nichts alkoholisches zu trinken. Es kam nichtmal die Frage.... aber warum eigentlich auch?! Es ist ja nichts besonderes, nicht zu trinken!!
Und heute abend werde ich mit ein paar Kollegen mal wieder schön zum Essen ausgehen. Um mir wirklich auch mein allerletztes Hintertürchen zuzusperren hab ich mich entschlossen, mit meinem Auto dorthin zu fahren.
An meinem Schein hänge ich denn doch sehr viel mehr als an der Flasche.
Evt. meld ich mich heut spät am Abend nochmal, sonst eben morgen.
Viele gutgelaunte und trockene Grüße an Euch alle!!!
P.S. Und wie sie scheint, die Sonne - sooooooo schön ![]()
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Hallo Claudia,
schön, dass dein Tag so aufregend und erfolgreich war.
Zu deiner Müdigkeit hätt ich noch ne Frage: Lässt Du regelmäßig deinen Blutdruck kontrollieren???
Sonniges WE
wünscht
kommal
Hallo Claudia,
du hast am 11.07. geschrieben:
ZitatSo richtig vorstellen, daß ich nie wieder was trinken "darf" kann ich mir noch nicht. Aber es wird wohl so sein müssen und ich freu mich im Endeffekt auf den Tag, wo es für mich kein besonderer Gedanke mehr ist, sondern ich einfach verinnerlicht habe, daß ich nie wieder trinken will.
da kannst du das Wort "darf" in noch so große Gänsefüßchen setzen. Es ist in diesem Zusammenhang einfach fehl am Platz. Wenn du willst, darfst du alles.
Du sagst, du freust dich auf den Tag, an dem du nicht mehr willst. Heißt das, dass du heute trinken willst?
Man könnte es fast denken, wenn man liest, wie du dich heute gegen das Saufen "schützt":
ZitatUnd heute abend werde ich mit ein paar Kollegen mal wieder schön zum Essen ausgehen. Um mir wirklich auch mein allerletztes Hintertürchen zuzusperren hab ich mich entschlossen, mit meinem Auto dorthin zu fahren.
An meinem Schein hänge ich denn doch sehr viel mehr als an der Flasche.
Ich gehe mal davon aus, dass die Kollegen trinken werden und du dein Auto als Ausrede benutzt vor ihnen, anstatt die Karten auf den Tisch zu packen.
Wenn du vor deinem Partner auch so taktierst, dann wundert's mich nicht, wenn er dich nicht ernst nimmt. Du machst vermutlich noch keinen sehr ernsthaften Eindruck.
Wenn du heute wirklich das letzte Hintertürchen hättest schließen wollen, hättest du das Essen abgesagt. So kannst du entweder ein Taxi nehmen, dich von einem Kollegen nach Hause bringen lassen oder angetrunken die guten Vorsätze, nicht zu fahren in den Wind schlagen.
Sind das genug Hintertürchen?
Herzliche Grüße vom Micha
Hallo Micha,
falsch gedacht ![]()
Ich war mit zwei Mädels unterwegs, vor denen ich mich beiden bereits geoutet habe, und das auch ohne jegliche Beschönigung, da ich zumindest die eine seit ca. 15 Jahren kenne. Wir waren mit zwei Autos unterwegs, da ich etwas außerhalb wohne und mir die Freiheit rausgenommen habe, selbst entscheiden zu können, wann ich nach Hause will.
Es gab also den ganzen Abend für zwei Leute nur Wasser bzw. lecker Saftschorle, nur eine meiner Kolleginnen hatte doch sage und schreibe ein Bier.
Zu dem "darf" - natürlich darf ich alles, was ich will. Ich darf mich auch mit dem Zeugs names Alkohol umbringen, wenn ich will. Aber genau das ist es, was ich nicht will. Und demzufolge heißt es für mich "dürfen".
Ist doch beim Abnehmen genauso - da darf ich auch nicht unbedingt Fett in mich reinschaufeln.
Micha, Du glaubst doch nicht, daß ich nach drei Wochen so gefestigt sein kann wie Ihr nach vielen Jahren. So oft hab ich hier drinnen von "deja vu" Erlebnissen gelesen, von Schockmomenten, wo auf einmal der Gedanke an Alkohol da war - auch nach Jahren noch. Nicht zu schweigen von den ganzen Rückfällen. Du weißt nicht, wie mir da Himmel, Angst & Bange wird beim Lesen.
Für mich ist das alles Neuland, und ich hoffe ich trete nicht in Treibsand.
Aber es ist echt interessant zu lesen, was Du mir da noch für Hintertürchen gezeigt hast. Wäre ich zum Großteil echt nicht drauf gekommen. Hmm... entweder bin ich zu unraffiniert, oder aber ich versuche doch, recht gradlinig meinen Weg gehen zu wollen.
Mein Hintertürchen hat mir meine Kollegin gegeben, die da meinte, daß sie mich ja gerne abholen könnte - und auch wieder heimfahren.
So aber bin ich vorhin selbst gefahren, früher als meine Mädels, weil für mich einfach Zeit war. Ich hab den klaren Sternenhimmel gesehen und mich an dieser unheimlich schönen Stille erfreut.
Danke aber, daß Du Dir meine Zeilen so genau durchgelesen hast. Ich sehe meinen Thread hier als mein Tagebuch, in dem ich jeden Tag mal mehr oder weniger lang festhalten möchte, was mir so durch den Kopf geht und was so passiert in meinem Leben. Und ich freu mich, daß es Leute wie Dich gibt, die auch hinterfragen oder aber mir auch die Augen öffen. Das kannst Du - hoffe ich - die nächsten Jahre auch noch machen!!
Und nun gehe ich ins Bett - morgen soll auch wieder ein schöner Tag werden, und den will ich mit einem schönen Badeausflug mit meinem Sohn verbringen ![]()
Servus kommal,
ja - mein Tag war und ist superschön gewesen. Essen hat gemundet und den Teufel hab ich nicht vermißt ![]()
Und - hab ich ja bereits erwähnt, morgen hab ich meinen großen Check beim Arzt. Blutabnahme war ja gestern.
Bedingt durch´s blöde Übergewicht hab ich schon generell einen höheren Blutdruck als normal, aber auch daran bin ich ja am arbeiten.
Morgen bzw. heute nun erzähl ich was rauskam beim Doc.
Dann weiß ich wieder ein wenig mehr.
Und nun - wie schon gesagt - Gewissenskissen ![]()
Dir auch ein wunderschönes WE!!
Liebe Grüße an alle!!
So - ich hab´s hinter mir.
Meine Werte sind nicht alle die schönsten, aber an allen kann ich arbeiten.
Zuviel Cholesterin - dachte ich mir schon bei meinen alten Essensgewohnheiten. Zuviel Harnsäure - nicht anders zu erwarten bei meinem Alkoholkonsum. Und dann arbeitet meine Schilddrüse etwas zu langsam.
Aber mein Doktor sagte mir, daß ich das alles mit meiner neuen Denke in die richtige Richtung kriegen kann - vorausgesetzt ich halte mich dran.
Meine Albumin-Werte (zeigen Krebsrisiko an) sind Gott sei Dank absolut im grünen Bereich.
Alles in allem bin ich gesundheitlich mit einem blauen Auge davon gekommen. Und das erleichtert mich sehr.
Ich habe meinem Arzt auch gesagt, daß ich diese Antidepressiva abgesetzt hatte nach ein paar Tagen, da sie mir m.E. nicht viel gebracht haben. Ich fühle mich auch so absolut nicht schlecht. Ich möchte mein weiteres Leben in absoluter Klarheit verbringen.
Er meinte "Hut ab vor so viel Stärke" ??? Hmmm, kann ich so nicht bestätigen. Ich bin halt wie ich bin. Stärke kann ich hier von Euch viel besser erfahren, und Antidepressiva so gesehen auch ![]()
Und - ich habe ihm von diesem Forum erzählt, von meiner Art "Tagebuch", das ich hier führe - öffentlich & mit Eurer Unterstützung. Diese Idee findet er sehr gut und ich glaube fast, daß auch er sich hier demnächst mal umschauen wird ![]()
In drei Wochen hab ich meinen nächsten Termin bei ihm. Zum reden, zum Blutdruck messen (leider hoch, wie schon vermutet). Ich kann aber - ausdrücklich von ihm gesagt - mich jederzeit melden bei Fragen, Problemen etc.
Der Rest liegt bei mir.
Ich danke Euch, daß es Euch hier drinne gibt und das Ihr meine Zeilen nicht nur entgegennehmt, sondern auch Kritik, Lob, Nachdenkliches aussprecht. Und auch denn AA´s danke ich, daß es sie gibt.
Es wird ein sehr langer Weg werden weiterhin, denn - wie schon gesagt - ich möchte doch noch viele Jahre leben.
Und nun muß ich in die Puschen kommen - mein Sohn pocht auf seinen Badetag ![]()
Bis heute abend!!
Sonnige Grüße an alle!!
Zitatnur eine meiner Kolleginnen hatte doch sage und schreibe ein Bier.
Hallo Claudia,
was willst du mehr für einen Rückfall?
Aber davon abgesehen muss ich gestehen, hatte ich mir dein Treffen im Kollegenkreis etwas nasser vorgestellt und deine Einstellung zum Ganzen etwas wankelmütiger herrausgelesen. Manchmal muss man sich auch erstmal schriftlich besser kennenlernen. Mich bringt das Schreiben und der Austausch hier jedenfalls auch wesentlich voran. Ich habe im geschlossenen Bereich eine Art Tagebuch, was ich führe seit ich hier bin.
Erfreulich, dass du gesundheitlich mit einem blauen Auge davon gekommen bist und durch eine vernünftige Lebensweise alles soweit ins Lot bekommen kannst.
Für heute wünsch' ich dir und deinem Sohn einen schönen trockenen Badetag und würde mich freuen, wieder von dir zu hören.
Herzliche Grüße vom Micha
Hallo Claudia,
hast also wieder ne Hürde genommen - freut mich.
Mein oberster Boss hat mir letztes Jahr gesagt, ich hätte einen Maratahonlauf vor mir. Stimmt- da sind zwar keine Hürden vorgesehen, aber eine ist immer da- ICH. Und solang ich die schaff bin ich zufrieden- jeden Tag!
Das wünsch ich Dir auch, auch wg des Kissens
Schönes WE
kommal
Hallo Micha,
hmm... so gesehen hast sicherlich recht mit dem "einen Bier".
Nur irgendwo muß ich für mich eine Grenze ziehen und mir ja auch ein gewisses Quantum an Stärke bzw. drüberstehen zollen.
Sonst dürfte ich mir wahrscheinlich auch keinen Fernsehfilm mehr angucken. Dort wird auch öfter mal getrunken bzw. betrunkene Leute gezeigt...
Was ich aber partout meide sind Plätze, wo es eben hauptsächlich ums Trinken geht, sprich Parties, Discotheken und auch sogenannte Stadtfeste etc., wie wir es grade haben bei uns.
Das Problem das ich irgendwie habe ist folgendes: ich habe so ziemlich nur zuhause getrunken, und mich auch dementsprechend dort eingeigelt.
Abends weggehen war sowieso kaum möglich, da ich recht viel Wert auf einen geregelten Tagesablauf beim Zwerg lege.
Und nun - um eben was an meinem Tagesablauf zu ändern, ist einer meiner Wege auch endlich mal wieder raus zu gehen. Nicht zu o.g. Trinkplätzen, wie eben schon erwähnt, sondern eben mal wieder mit Freunden zum Essen z.B., oder aber auch ins Kino. Und selbst da verkaufen die Leute Bier...
Was mir die letzten Wochen übrigens auch sehr aufgefallen ist, das Thema Alkohol ist so dermaßen in aller Munde - Kollegen untereinander beim Mittagstisch oder auch so... "letzte Woche hatten wir zu viert 5 Eimer" etc.
Wäre mir früher wahrscheinlich garnicht aufgefallen.
Find ich übrigens gut, daß auch Du Dein Tagebuch hast.
Ich möchte im Augenblick noch nicht in den geschlossenen Bereich wechseln, da ich mich noch als zu neu hier empfinde. Ich möchte, daß jeder, der es möchte, bei mir mit reingucken kann, damit so Leutchen wir Ihr mir weiter auf die Sprünge helft.
Ich versuch´s mal beim Alkohol und auch beim gesunden Leben so zu sehen: Tag für Tag beim Nüchtern bleiben, und Kilo für Kilo beim Abnehmen. Denn wie heißt´s so schön - der Weg ist das Ziel ![]()
Liebe Grüße
P.S. Unser Badetag war tierisch nass - und erfrischend - von aussen ![]()
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Servus kommal,
ja - Hürde überstiegen - und was bin ich froh so glimpflich davon gekommen zu sein.
Soll mir eine dicke Lehre sein ![]()
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In drei Monaten hab ich die nächste Blutuntersuchung. Wollen wir doch mal sehen, daß wir einige dieser Balken wieder ins Lot rücken können.
Und auch heute hab ich wieder eine für mich recht große Hürde überklettert (springen geht ja noch nicht
): ich hab mich nach über zwei Jahren endlich mal wieder zum Baden getraut. Und bin auch tatsächlich einmal quer über´n See geschwommen und zurück. Und Spaß gemacht hat´s obendrein.
Ich könnte ja glatt meinen, daß mein Selbstbewußtsein ein wenig gestiegen ist. ![]()
Das mit dem Marathonlauf klingt interessant. Mein Doc meinte heute auch zu mir, daß mich diese Geschichte bis an mein Lebensende begleiten wird. Meine unendliche Geschichte also... aber naja - mitgefangen, mitgehangen.
Für heute kann ich jedenfalls mal wieder mein virtuelles dickes Kreuz im gedanklichen Kalender malen und auch wieder mal sagen - so leid es mir tut
- mir geht es prima.
Bis die Tage und einen wunderschönen mit Sonne behafteten Sonntag wünsch ich Dir!!
Liebe Grüße
ZitatNur irgendwo muß ich für mich eine Grenze ziehen und mir ja auch ein gewisses Quantum an Stärke bzw. drüberstehen zollen.
Hallo Claudia,
das mit der Grenze stimmt.
Die Frage ist, welche Kriterien lege ich an, um die Grenzziehung zu ermitteln? Wenn ich erst so kurz trocken bin, dann verfüge ich ja nicht über die notwendige Erfahrung, mich realistisch einschätzen zu können.
Deswegen ist es sehr wichtig, im Zweifelsfall immer die sichere Alternative zu wählen. Ich habe das so gemacht, dass ich hier im Forum auf Ratschläge vertraut habe von Menschen, die diese Erfahrung des langjährigen Trockenlebens schon hatten und die zuvor - so wie ich bis dahin - auch schon sehr sehr viele missglückte Versuche hinter sich bringen mussten, die letztlich immer wieder beim Saufen endeten.
Und ein Zahn habe ich mir von Anfang an ziehen lassen: Mit Stärke und Drüberstehen bekommt man seine Alkoholkrankheit nicht in den Griff. Kein Mensch würde zum Beispiel versuchen seine Zuckerkrankheit durch Drüberstehen zu stoppen.
Natürlich wird man in unserer Gesellschaft auch in Situationen mit Alkohol konfrontiert, die sich nicht vermeiden lassen, aber das heißt nicht, dass Stärke darin liegt, sich bewusst in eine Situation zu begeben, in der man nur eine Armlänge von einem Bier entfernt sitzt und in der man vor noch kurzer Zeit dieses Bier getrunken hätte.
Dabei geht es gar nicht darum, dass man es in diesem Moment nicht schafft, dies seinzulassen, aber es dient nicht einem geistigen Loslösungprozess vom Alkohol, den man dringend in Gang setzen sollte, wenn man wirklich dauerhaft trocken leben möchte.
Dieser Prozess geht über Jahre. Ich selbst habe das Gefühl, dass echte Veränderungen bei mir jetzt nach einem Jahr ohne Alkohol erst anfangen und ich nun beginne, ein Leben ohne Alkohol zu verinnerlichen. Und das meine Verhaltensmuster, die dazu beitrugen und mich veranlasst hatten immer wieder zum Mittel der Betäubung zu greifen, sich erst jetzt langsam verändern und meine neu erlernten Konfliktbewältigungs- und Entspannungstrategien erst jetzt anfangen zu greifen.
Ich hatte immer wieder gehört: "Du musst Geduld haben" und das sage ich mir nun jeden Tag selbst.
Und ich wünsche sie dir, diese Geduld.
Herzliche Grüße vom Micha
Schönen guten Abend Micha,
ZitatDie Frage ist, welche Kriterien lege ich an, um die Grenzziehung zu ermitteln? Wenn ich erst so kurz trocken bin, dann verfüge ich ja nicht über die notwendige Erfahrung, mich realistisch einschätzen zu können.
Da hast Du wohl vollkommen recht.
Deswegen bin ich ja tagtäglich auch hier drinnen, um eben jeden Tag ein wenig mehr hier zu lernen und mich mit Euch auszutauschen. Und ich hoffe, daß es dieses Forum noch viele Jahrzehnte gibt, ich hab nämlich nicht vor, daß ich hier irgendwann sage - so - hab m.E. genug "gelernt" - brauch Euch nicht mehr...
Vor einem Rückfall graust mir nämlich am meisten. Gerade, wenn ich lese, daß manch einer seinen Rückfall z. T. nach Jahren hat.
Kann ganz schön ängstigen.
ZitatMit Stärke und Drüberstehen bekommt man seine Alkoholkrankheit nicht in den Griff.
"Drüberstehen" mag, nachträglich gelesen, auch nicht korrekt sein. Aber Stärke doch wohl auf alle Fälle. Wenn ein nasser Alkoholiker nicht Stärke zeigt, kann er sich nicht auf den trockenen Weg begeben.
Selbiges gilt für trockene Alkoholiker - ich denke doch, daß man sich immer wieder behaupten muß. Und eben stark sein muß.
Und ein Zuckerkranker muß auch Stärke beweisen, da er ja nicht alles futtern darf.
Sicherlich ist das alles ein Lernprozess. Aber der dauert sein Leben lang an.
Was ich interessanterweise ein wenig paradox finde - seitdem ich nicht mehr trinke, ist der Alkohol in meinen Gedanken sehr viel mehr vorhanden, da ich mich ja nun selbst damit konfrontiere.
Früher hab ich abends gesoffen, den nächsten Vormittag mit ausnüchtern verbracht und bis zum Abend wiederum keinen Gedanken dran verschwendet. Jetzt denke ich so oft an das Zeug wie ein durchschnittlicher Teenager an Sex. Nur eben nicht an "Alkohol trinken will", sondern daran, daß ich ihn nicht mehr in meinem Leben haben will, weil ich ihn nicht brauche.
Kam das nun irgendwie verständlich rüber???
Ich weiß ja nun, daß ich den Rest meines Lebens mit dieser Krankheit verbringen werde. Und daß ich immer Wachsam bleiben muß.
Wie ist das bei Euch jahrelang Trockenen? Denkt Ihr auch jeden Tag an Alkohol??? Wie schon gesagt - nicht in punkto Saufdruck, sondern eben als Bestandteil seines Lebens?!
Sorry, ich weiß nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe - ich finde irgendwie nicht die richtigen Worte.
Jetzt mal liebe Grüße und danke für´s zuhören bzw. lesen!!
Beim durchlesen meiner Zeilen an Micha grade ist mir noch was eingefallen in puncto Stärke: vielleicht kommt das Wort VERNUNFT dem näher, was ich meine... ![]()
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Zu meinem heutigen Tag noch:
Er war in erster Linie heiß, wie wahrscheinlich Euer Tag auch
Darum auch alles sehr gemähchlich. Nachmittags haben wir unseren Zwerg bei meiner Freundin geparkt, und sind mal wieder ins Kino gegangen.
Auch hab ich meiner Freundin gegenüber geoutet, nachdem sie mich fragte, wie´s mir so geht und was ich so treibe.
Ich hatte ihr vor ca. einem Jahr bereits mal "so nebenbei" gesagt, daß ich zuviel trinke, war aber damals noch zu schwach, um wirklich einen Schritt weiter zu gehen.
Interessanterweise hat sie sich bei mir entschuldigt mit dem Vermerk, daß sie meine Worte nicht so ernst genommen hatte. Entschuldigung m.E. war nicht nötig, da es mein Problem war und ist. Ich weiß ja nicht, ob es viel gebracht hätte, wenn sie mir den Kopf ordentlich gewaschen hätte.
Einem Alki kann keiner helfen, außer er will die Hilfe und nimmt sie dann auch an.
Zu meinem innerlichem Befinden - mir geht es gut soweit. Mal wieder ein wenig nachdenklich, aber daß ist ja nichts schlechtes.
Aber auf alle Fälle zufrieden nüchtern ![]()
Schönen Abend Euch allen und einen gesunden Schlaf wünsche ich!!
hallo claudi
ich kann mich micha nur anschließen. es ist einfach zu gefährlich am anfang.
sicher ist es schön sich meit freunden zu treffen und bewußt nüchterne abende zu genießen, nur ist hier einfach ganz schnell eine art übermut, selbstüberschätzung da, so nach dem moto ach vielleicht geht ja doch eins. das haben hier sehr viele hinter sich, tu dir das nicht an.
irgendwann hast du es gelernt dich realistisch einzuschätzen und wirst dann nach deinem jeweiligen befinden entscheiden können ob du ausgehen magst oder nicht, nur das dauert eben, das kann man am anfang einfach nicht. man ist in einer art euphorie die einen blind für gefahren macht.
es ist von uns keinesfalls böse gemeint, nur lehrt uns eben die erfahrung das man am anfang eben jegliche konfrontation mit alk meiden soll wenn es machbar ist. es ist zu deinem besten. auch wenn dir die zeit jetzt ewig vorkommen mag, nur was sind ein bis zwei jahre im vergleich zum rest deines lebens.
doro
Hi doro,
mittlerweile hab ich ja kapiert, daß es Ihr nicht böse meint mit Euren Worten, außer es provoziert jemand
Hab ich auch nicht so aufgefaßt.
Und auch andersrum - Alkohol mal aussen vorgelassen - wird ein Schuh draus: anstelle von Essen gehen sollte ich wohl lieber öfter mal das Schwimmbad aufsuchen bzw. in die Pedale treten....
Nachdem ich mich ja auch optisch etwas verschmälern möchte ![]()
Ich werde es beherzigen!!!
Liebe Grüße!!
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