Co-Abhängige und Gefühle

  • Hallo Teaser,

    ich kann nur von mir sprechen. Oft hab ich so gedacht! Nur Extremes ist gut, wenn alles zu lange gut läuft muß ich etwas provozieren.
    Hab aber gemerkt das es daran liegt wie tief ich in der Co- Abhängigkeit drin bin oder besser gesagt wie sehr achte ich auf mich selber. Wir Co´s verlernen ja auf uns zu schauen, wir kümmern uns um den anderen, entwickeln Antennen wie fühlt er sich wie muß ich reagieren, damit er so oder so reagiert.
    Wenn wir dann alleine sind oder etwas ändern wollen müssen wir lernen uns so genau wahrzunehmen wie wir es vorher mit dem anderen gemacht haben. Das ist nicht ganz einfach.

    Ich hoffe ich konnte dir mit dem Durcheinander etwas helfen.

    LG
    Elocin

  • Hallo Teaser,

    bist selber co-abhängig oder möchtest du mit deinen Fragen nur herausbekommen, wie COs "funktionieren? Erzähl doch mal, warum du all diese Fragen stellst. Was möchtest du hier anreißen? Suchst du Hilfe, Erklärungen? Möchtest du etwas über dich selbst erfahren oder nur über uns? Erzähl doch mal....

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Teaser,

    Zitat

    Hat sich jemand schonmal dabei ertappt solche Situationen zu provozieren?

    Ja, immer dann wenn ich das Gefühl hatte, ich verliere die Kontrolle über die Situation. Wenn ich etwas provoziere, habe ich sie schließlich wieder. Ich kann allerdings nicht sagen, dass das zu meinem Vorteil war.

    Zitat

    Kommt euch ein ruhiges, "normales" Leben manchmal langweilig vor?

    Was ist schon normal…… Ich sehne mich nach Ruhe, Ausgeglichenheit und Freude, das Gegenteil hatte ich lange genug.

    Zitat

    Beobachtet ihr an euch, dass ihr manchmal gar keine Gefühle wahrnehmt und sie euch dann wieder außer Kontrolle geraten bzw. euch mitreißen?

    Wenn ich es zulasse, nehme ich sie wahr. Es liegt an mir ob ich dicht mache oder die Welt reinlasse. Seit wann kann man Gefühle kontrollieren? Man kann sie wahrnehmen oder verdrängen, aber nicht kontrollieren.

    Zitat

    Wie ist es im Alltag, gibt es auch die sogenannten "kleinen Freuden" oder bewegt ihr euch nur noch zwischen den Extremen?

    Ich habe soviel kleine Freuden, wie ich mir selbst zugestehe. Es gibt kein Patentrezept, Du musst schon etwas wagen.

    Mal ’ne Gegenfrage: Findest Du denn Dein eigenes Leben langweilig?

    Du scheinst nach irgendeinem Kick zu suchen. Wenn ich mich recht erinnere kommst Du immer wieder darauf zurück, auf die „langweilige Normalität“. Wenn dem so ist, dann wäre es mal eine Überlegung wert warum.

    Vergleichst Du Dein Leben mit dem von anderen die Du als normal betrachtest? Nimmst Du das als Maßstab? Wenn ja warum, es ist ihr Leben und nicht Deines.

    Wenn Du mit Deinem Leben unzufrieden bist, wie es ist ohne den Vergleich mit anderen, dann ändere es.

    Wer bestimmt denn was normal ist. Doch Du, indem Du Dich wohlfühlst, dass ist dann normal….. für Dich……:!:

    Das Thema Beziehung hatten wir in der Vergangenheit auch schon häufiger. Vielleicht wäre es eine Idee, dass Du erstmal lernst mit Dir selbst zu leben, bevor Du versuchst mit anderen zu leben.

    Es scheint mir, dass Du selbst Deine größte Baustelle bist. Ich finde die solltest Du erstmal abschließen und Dich nicht mit den Bauarbeiten für die Erschließung eines Gebäudes beschäftigen, dass noch nicht mal die Rohbauphase hinter sich hat.

    Sich damit abzulenken sich um einen Partner zu kümmern und zu bemühen, bringt einen nicht näher zu sich selbst. Ich habe das letzte Jahr anstrengend genug empfunden, mir selbst erst einmal näher zu kommen. Ein Partner wäre da zu kurz gekommen, ja hätte sogar gestört.

    Gruß
    Skye

  • Guten Morgen,

    ups Frau Skye bringt es auf den Punkt

    Zitat von Skye


    Sich damit abzulenken sich um einen Partner zu kümmern und zu bemühen, bringt einen nicht näher zu sich selbst. Ich habe das letzte Jahr anstrengend genug empfunden, mir selbst erst einmal näher zu kommen. Ein Partner wäre da zu kurz gekommen, ja hätte sogar gestört.

    Teaser, schau mal was Dir wichtig ist, in Dir steckt, was Du an Co-krankheit mit Dir rumschleppst, wie Du damit um gehst, mit Dir, nicht mit Deinem Partner.

    Plötzlich ist die Achterbahn weg, Normalität ist da und diese Normalität zu leben ist so wunderbar normal.


    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Teaser, sieh mal,

    eigentlich bin ich immer wieder an bestimmten Punkten gelandet, immer wieder im Kreis. Eigentlich bei meiner Frau in Co-abhängigkeit, eigentlich wäre ich in jeder Beziehung genau dort wieder gelandet, voller Verständnis, Gefühle, Emotionen, einem Bauch voll „liebe mich, damit ich dich noch viel mehr lieben kann“, kaputt geliebt. Ich viele dieser Situationen provoziert zu haben.

    Vieles was sie von mir verlangte und abgelehnt wurde, habe ich von ihr verlangt, weder gesehen, noch gespürt, noch sonstige Unpässlichkeiten erkannt, die uns beide immer weiter entfremdeten.

    Normal sind jetzt all die Dinge, die mir an anderen zu doof waren, ich habe sie nie gedeutet.

    Meine Frau wollte immer aus gehen, war aber unfähig was zu organisieren, versteckte sich vor sich selbst, und der Nachschubversorgung, ich stellte mich irgendwann gegen die Unfähigkeiten, verpennte übermüdet, ihr aus dem Weg gehend die Abende und wenn wir eine Veranstaltung gemeinsam besuchten, dann war ich was übermüdet oder gereizt, sie im Takt. Also passte irgendwann nichts mehr.

    Heute ist sie in der Lage selbstständig auf Achse zu gehen, weiß es zu schätzen, möchte es nicht missen und hat riesigen Nachholbedarf an freier Lebensluft. Heute habe ich keinen Bedarf an Veranstaltungen und kann mich erstmals beruhigt ganz alleine, ohne Menschen um mich herum in meinen 4 Wänden aufhalten.

    Ansonsten kann ich die Erfahrungen von über 1 Jahr nicht pauschalieren, weil da einfach zu viel in mir bewegt wurde.

    Ich denke, wenn Du an Deinen und mit Deinen 10 Punkten arbeitest, hast Du eine gute Basis, weil alles nur in Deiner Hand liegt.

    Lg kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Teaser,

    nein ich denke nicht das wenn man nicht alleine Leben kann das das unbedingt mit der Co- Abhängigkeit zu tun hat, zum Teil schon aber nicht immer. Das ist bei jedem Menschen anders. Es gibt viele Gründe nicht allein Leben zu können. Das muß man auch erst mal lernen, das allein Leben.

    Zu den anderen Fragen die du m,ir gestellt hast kann ich dir keine Antwort geben da ich das noch nicht erlebt habe.

    LG
    Elocin

  • Hallo!

    Zitat

    Es gibt viele Gründe nicht allein Leben zu können.

    Wenn man glaubt es nicht zu können, sollte man mal überlegen warum? Wenn man es mit sich alleine nicht aushält, ist da was im Argen. Für mich ist das ein Weglaufen vor sich selbst.

    Wenn man sich von einer Beziehung in die nächste stürzt und nicht findet was man sucht, sollte man sich überlegen was man sucht. Dazu muss man sich erstmal mit sich selbst beschäftigen. Wie soll das funktionieren, wenn man jemanden an seiner Seite hat auf den man sich ausrichtet, der selbstverständlich auch Aufmerksamkeit verlangt, wie man selbst auch. Wie soll man dann den Blick nach innen richten und sich selbst kennen lernen, wenn man auf den Partner Rücksicht nimmt/nehmen muss. Mit Partner ist das sehr schwierig.

    Natürlich ist es nicht der erstrebenswert Zustand allein durch’s Leben zu gehen. Das ist auch von mir nicht gewollt. Doch es ist ein Unterschied ob ich einen Partner vermisse oder nicht allein sein kann.

    Ich kann inzwischen sehr gut mit mir allein sein, ohne mich deswegen minderwertig zu fühlen oder einsam zu sein. Das heißt nicht, dass ich damit zufrieden bin, aber ich bin entspannter.

    Skye

  • Hallo Teaser

    ich denke Coabhängigkeit ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine Verhaltensweise oder ein Denkmuster, dass man durchaus ablegen kann, das funktioniert m.M. n. aber nur, wenn man generell sein Denkverhalten und seine Einstellung zu sich selbst verändert. D.h. sich auch selbst annimmt und akzeptiert, und erkennt dass die eigenen Bedürfnisse genauso wichtig sind, wie die des Partners, womit die meisten Cos ja so ihre Probleme haben.

    Ein Beispiel: Coabhängige ordnen ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse unter, weil sie denken, die des anderen seien wichtiger. Darin liegt m.E. aber gleichzeitig auch eine Abwertung des eigenen Selbsts, denn natürlich sind die eigenen Bedürfnisse eben so wichtig, wie die des Partners, aber wieso sprechen wir sie dann nicht an? Bei mir war es der Fehlglaube, dass wenn mein Partner mich liebt, er schon weiss, was meine Wünsche sind und sie automatisch erfüllt, war es nicht so, war ich enttäuscht und verletzt, ohne meinen Partner vllt. übehaupt davon in Kenntnis zu setzen. Das war aber nur eine Strategie mich von dem wesentlichen abzulenken, denn zumindest bei mir steckte in Wirklichkeit die Angst dahinter, ich könnte angelehnt werden, wenn ich meine eigenen Wünsche artikuliere. Aber ich und ANgst? Das passte für mich überhaupt nicht zusammen.

    Dabei ist Coabhängiges Verhalten ganz oft mit Angst vor Ablehnung verbunden, die tief in einem verwurzelt ist. Man akzeptiert Dinge, passt sich ein, nimmt sich mehr den Problemen anderer an, als den eigenen, weil man glaubt, man könne nur geliebt werden, wenn man sich Selbst für den anderen aufgibt und in eine bestimmte Form presst. Man traut sich nicht Nein zu sagen, oder Stop, weil man Angst hat, der andere können einen dann ablehnen, also fügt man sich.

    Und gerade dieses Verhalten führt zur Abhängigkeit, denn man entzieht sich damit jedem Halt, den man braucht um auch ohne den anderen klar zu kommen. Was denkst du, was passiert, wenn man sich selbst und die eigenen Hobbies, die eigenen Interessen und Wünsche für den anderen aufgibt, dann werden wir zwangsläufig vom anderen abhängig und brauchen ihn damit er die Leere in uns (die wir uns selbst vorher geschaffen haben) füllt, verlangen, dass er seine ganze Zeit mit uns verbringt, unsere Wünsche erfüllt und für unsere Zufriedenheit sorgt, denn alleine schaffen wir das nicht mehr.

    Vielleicht ist das der Grund, warum du dich von einer Beziehung in die nächste flüchtest, weil du deine eigenen Wünsche und deine eigene Identität schon vor langer Zeit aus Angst vor Ablehnung aufgegeben hast und nun von Frau und Frau umherirrst, auf der Suche nach der Frau, die dir das, was dir du verloren hast zurückgeben kann und deine innerliche Leere ausfüllt. Nur musst du dir im klaren darüber sein, dass selbst wenn du sie finden solltest, du noch keine eigene Identität hast, sondern lediglich ihre überstreifst. Deshalb ist es wichtig, dich ersteinmal selbst zu finden (mit oder ohne Partnerin), dich zu akzeptieren und zu lieben, wie du bist, und dich genau so in die Beziehung einzubringen, wie du bist, mitsamt deiner Wünsche und Bedürfnisse und :!: natürlich diese deiner Partnerin mitzuteilen und deine Partnerin selbst entscheiden zu lassen, ob sie sie erfüllen will oder nicht und nicht vorher schon ihre Antwort vorwegzunehmen, weil du unbewusst denkst, dass sie ja eh nicht auf deine Bedürnisse eingeht, und deshalb lieber zu schweigen. Probier es doch einfach aus, lieber einmal zu viel , als einmal zu wenig und du wirst sehen, dass deine Partnerin wahrscheinlich vielmehr bereit ist, auf dich einzugehen, als du denkst. Sie muss deine Wünsche nur kennen, sonst gibst du ihr keine Chance auf sie einzugehen, und wirst grundsätzlich immer wieder enttäuscht werden.

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, ist etwas durcheinander und passt vllt. nicht ganz zum Thema... obwohl eigentlich doch :wink:

    Grüße Josu

  • Hallo,

    wenn der Begriff "Beziehung" und zwar im zwischenmenschlichen Bereich fällt, bin ich immer sehr hellhörig. Seit einigen Jahren lese und höre ich bei diesem Begriff immer sehr genau hin.

    Der Begriff "Beziehung" geht nach meinem bisherigen Urteil immer mit Zerren, Ziehen und Kämpfen überein!!? Nichts halbes, nichts ganzes...

    Eine Freundschaft ist dagegen eine wahre Freude....

    Eine Partnerschaft hinterläßt auch eine positiven Eindruck.....

    und dann gibt es da noch Bekanntschaften.....


    Gruß Hermann

  • Hallo Teaser,

    ich meinte das „normal“ auch nicht im Zusammenhang mit dem Vorhandensein einer Beziehung oder nicht und ich denke, dass Du das auch verstanden hast.

    Ich verstehe sehr wohl, was Du meinst und was Du suchst. Natürlich ist es schön, wenn man das Leben mit einem Partner teilen kann. Eine Partnerschaft bietet Dinge, die ich alleine nicht haben kann und darauf will ich auch nicht verzichten. Ich denke ich habe auch deutlich gemacht, dass ein Leben ohne Partner für mich nicht die endgültige Lebensform ist.

    Doch ich denke auch, dass man die Gelegenheiten nutzen sollte, wenn sie sich bieten. Wann kann man besser an seinem eigenen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl arbeiten, als wenn man auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Wann kann man besser lernen egoistisch zu sein und lernen an sich zuerst zu denken, wenn man keinen Partner hat. Ich bin coabhängig, Symptome dieser Krankheit sind eindeutige Defizite in diesen Bereichen. Warum diese Chance auf Biegen und Brechen zunichte machen? Kommt Zeit kommt Mann, in Deinem Fall Frau…..

    Eines frage ich mich, wenn ich Deine Zeilen lese, willst Du raus aus den co-abhängigen Strukturen oder willst Du Variationen der immer gleichen Geschichte?

    Gute Nacht……
    Skye

  • hallo teaser

    also ich persönlich finde, dass man sehr wohl erstmal mit sich ins reine kommen muss, um für eine richtige beziehung offen zu sein.

    ich hab anfang des jahres den fehler gemacht mich auf eine beziehung einzulassen und war dann (nach nicht mal langer zeit) an dem punkt, wo ich gesagt habe, es ist mir zuviel, merkte ich doch, wie ich mich hinten an gestellt habe. meine probleme, seine probleme, beziehungsprobleme, das packte ich damals net und würde ich etz wohl au net. für ihn war der schlußstrich unverständlich, für mich aber wichtig.

    klar möchte ich mal nen partner, aber etz ganz einfach noch net, einfach weil ich nicht soweit bin. für mich gilt bei beziehungen wie in vielen bereichen des lebens ein motto: entweder ganz oder gar net!
    also entweder beziehung, aber eine mit zukunft oder ich bleib eben alleine.

    mit mir im reinen sein heißt für mich nicht, dass ich perfekt bin, sondern eben das ich mich mit meinen fehlern akzeptieren kann. nur so kann ich erwarten, dass sie ein anderer akzeptiert und mich dennoch liebt. und auch nur so kann ich seine liebe dann auch selber akzeptieren.
    hört sich etz kompliziert an, ich hoffe du weißt wie ich das meine...

    liebe grüße

  • Hi Teaser,

    angenommen Du bist jetzt komplett, alles passt in Deiner Birne und ist an der richtigen Stelle. Dein Beuteschema, Deine Kindheit, Co´, alles ist verarbeitet, Du bist gesund, wie gesagt, komplett.

    Wozu brauchst Du dann jemanden, der Dich am Händchen hält? Wenn Du jetzt jemanden findest, der genauso komplett ist, soll es ja geben, eigentlich die Überzahl, dann ist doch alles in Butter und vieles, was vorher von Bedeutung war ist jetzt unbedeutend, weil es einfach passt.

    Leider finde ich den Thread nicht mehr, da ging es um Leere, Achterbahnfahrt, das plötzlich etwas fehlt. Irgendwann wird genau dieses Fehlen, die größte Quelle. Wenn zwei Menschen da angelangt sind, dann kann das einfach passen, unabhängig von Altlasten und Umständen.

    Da wir aber nur Menschen sind und in Beziehungen auch noch zwei, kann immer und zu jeder Zeit ein Betonpfeiler angeflogen kommen und Dich aus der Bahn werfen, meist einfach so. Einer greift dann zur Flasche, einer zum Co., einer zum Betonpfeiler und ein paar, ganz wenige machen sich ganz klein und gut ist.


    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo,

    ganz schön tiefschürfend, der Thread hier. Teaser, sorry, dass ich zu Anfang so katzig war. Hab noch mal nachgelesen, was du bei den Kindern geschrieben hast.

    Ich glaube schon, dass der erste Weg, den wir gehen müssen, der zu uns selber ist. Und vielleicht mal zurückliegende Beziehungen ansehen, was da aus welchen Gründen gelaufen ist. Sehr aufschlussreich war das für mich. Und dann plötzlich jemand, der so ähnlich tickt wie ich, stark ist, was auf die Beine stellt und mir quasi die Kontrolle aus der Hand nimmt, die ich mein Leben lang hatte. Eine ganz schöne Herausforderung, weil dann mein ganzes Co-Gehabe nix, aber auch gar nix mehr bringt. Wachstumschance, denke ich.

    Partnerschaftlich wünsche ich mir eine Beziehung, gleichberechtigt und gleich stark alle beide. Dann muss keiner der Retter, der Sorger sein, sondern jeder kann sich mal fallen lassen und dann wieder den anderen auffangen. Schließlich begründet auch das das Wesen einer Partnerschaft. Und Skye hat schon recht, mit einem Partner gibt es einfach Dinge, die ich alleine nicht habe – aber hallo! Trotzdem möchte ich meine Identität nicht aufgeben für einen anderen Menschen. Das habe ich lange genug getan.

    Allerdings brauche ich in meiner Partnerschaft keine Dramatik, um mich wohlzufühlen oder um ein gewisses Feuer am Züngeln zu halten. Das Feuer kann durchaus auch eine wärmende Glut sein, die durch ihre Kontinuität mehr Wohlbehagen und ein befriedigenderes, tieferes Miteinander gewährleistet als dies eine himmelhochjauchzend – zu Tode betrübte Achterbahnfahrt sein kann. Wenn ich eine Achterbahnfahrt brauche, um mich und meine Partnerschaft zu spüren, ist irgend etwas falsch. Das Leben legt uns genug Stolpersteine in den Weg, die müssen wir uns mit verqueren Co-Strukturen nicht noch selber schaffen. Normalität zu leben und zu genießen, das ist für mich etwas, was eine gesunde Partnerschaft auszeichnet. Das empfinde ich auch überhaupt nicht als langweilig.

    Und Kaltblut, die Betonpfeiler, die uns aus der Bahn werfen, die gibt es immer wieder mal. Gerade da empfinde ich dann aber eine funktionierende Partnerschaft als hilfreich. Denn genau dann kann ich auch einmal schwach sein und um Hilfe bitten, ohne Gefahr zu laufen, über den Tisch gezogen zu werden. Meine Schwächen zugeben, ohne Angst, mein Gesicht zu verlieren, denn lieben heißt nicht immer nur sorgen und stark sein, sondern auch manchmal loslassen, Zeit lassen, zulassen, mich auffangen lassen, um auszuruhen.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Teaser,

    Zitat

    Könnten das nicht auch nur Tricks sein, um sich den unbefriedigenden Singlezustand schönzureden?

    „Bevor ich mit anderen glücklich sein kann, muss ich erst mit mir selbst glücklich sein, denn bin ich nur durch andere glücklich, bin ich abhängig und das will ich nicht mehr sein.“

    „Bevor ich andere glücklich mache, muss ich mich selbst glücklich machen können, denn bin ich nur glücklich wenn ich andere glücklich mache, bin ich abhängig und das will ich nicht mehr sein.“

    „Bevor ich mich mit anderen freuen kann, muss ich mich mit mir selbst freuen können, denn wenn mich nur geteilte Freude glücklich macht, bin ich abhängig und das will ich nicht mehr sein.“

    „Bevor mich andere glücklich machen können, muss ich lernen mich selbst glücklich zu machen, denn wenn ich nicht weiß was Glücklichsein bedeutet, wie soll ich es dann erkennen und annehmen können.“

    Ich rede mir meinen Singlezustand nicht glücklich, ich akzeptiere ihn und mache das Beste daraus, anstatt immer etwas nachzujagen, was ich im Moment nicht haben kann. Das macht nur unzufrieden und das war ich lange genug. Ich fahre nächste Woche in Urlaub und erfülle mir mit diesem Urlaub einen lang gehegten Traum. Soll auf meinen Traum verzichten, weil ich Single bin? Ich habe schon auf vieles im Leben verzichtet, weil ich meinte ich „müsste“ es.

    Darauf habe ich keine Lust mehr. Diesen Traum, träume ich seit 15 Jahren. 15 Jahre in denen ich mir nicht wichtig genug war. 15 Jahre in denen entweder kein Partner da war, allein macht's schließlich keinen Spaß, oder kein Geld, weil ich es lieber für andere, auch für Partner, ausgegeben habe, oder keine Zeit, weil ich sie lieber für andere, auch für Partner, geopfert habe oder, oder,oder 15 Jahre in denen ich mich um alles und jeden, aber nicht um mich gekümmert habe. Es reicht, jetzt bin ich dran.....

    Ich nutze die Zeit mit mir alleine um mit mir ins Reine zu kommen. Auch um zu lernen mich selbst glücklich zu machen. Wie soll ich mich auf einen anderen Menschen einlassen können, wenn ich mich und meine Bedürfnisse nicht kenne, weil ich sie jahrelang ignoriert und als minderwertig angesehen habe. Vor einem Jahr wäre ich nie auf die Idee gekommen allein zu fahren, aus genau den gleichen Gründen die Du genannt hast. Ich lege mein Leben nicht mehr für eine ungewisse Zukunft auf Eis, dafür bin ich mir zu wichtig geworden. Ich bringe inzwischen den Mut auf etwas zu wagen, noch etwas holprig, aber es läuft gut an….

    Ich habe immer gewusst was ich wollte, aber nie gewusst warum ich es nicht bekomme. Inzwischen bin ich schlauer geworden, dafür habe ich die Zeit genutzt.

    Meine Therapeutin hatte mal einen guten Vergleich. Ich erzählte ihr was ich mir im Leben noch so wünsche, was für Ziele habe, so große und kleine Dinge, die jeder irgendwie hat. Sie fragte mich warum ich diese Wünsche und Ziele noch nicht verwirklich habe, ja noch nicht einmal in Angriff genommen habe. Meine Antwort war, weil die Voraussetzungen dafür noch nicht da sind, z. B. ein Partner. Sie fragte mich warum ich denn auf eine Zukunft warten würde, von der ich gar nicht wüsste, wie sie aussieht. Ich wusste keine Antwort. In meinem Verständnis mussten erst die Gegebenheiten da sein, damit ich mir meine Wünsche erfüllen kann, damit überhaupt die Voraussetzungen dafür da sind, dass ich glücklich und zufrieden werde.

    Sie fragte mich dann was ich machen würde, wenn ich Hunger hätte. Meine Antwort essen, natürlich, was sonst!. Sie fragte dann ob ich, wenn ich Hunger hätte, warten würde bis irgendetwas, irgendwann in ferner Zukunft, im Angebot ist, oder ob ich sondern sofort essen würde. Sicher sofort! Natürlich würde ich nicht warten, bis etwas im Angebot ist, was ich essen möchte, ich würde ja sonst Gefahr laufen zu verhungern.

    Sie fragte dann warum ich meine anderen Bedürfnisse nicht genauso selbstverständlich berücksichtigen und befriedigen würde. Abschließend meinte sie dann nur noch, ich wäre dabei, mich innerlich auszuhungern. Ich habe verstanden was sie meinte……

    Ich habe zuviel Zeit meines Lebens bereits darauf verschwendet auf Dinge zu bauen, zu warten, zu hoffen von denen ich nicht wusste ob sie jemals eintreffen, die Nüchternheit meiner Mutter eingeschlossen. Ich werde nicht weiter mit meinem Leben warten, bis irgendwann wieder ein Partner da ist…

    Zitat

    Zuerst an sich denken? Egoistisch und Rücksichtslos? Das bin nicht ich.

    Ich sprach von Egoismus nicht von Rücksichtslosigkeit. Egoismus heißt für mich, dass ich mein Wohl an erste Stelle setze. Das ich nicht Schaden nehme in dem ich andere Interesse als meine höher werte. Egoismus verhindert Selbstaufgabe. Rücksichtslos ist, wenn ich meine Interesse mit der Absicht zum Schaden anderer durchsetze. Das ist ein Unterschied und zwar ein großer.

    Ich bin auch nicht rücksichtslos, aber ich lerne egoistisch zu sein. Und das Wunderbare ist, es macht Spaß und was noch viel besser ist, meine Umwelt akzeptiert es ohne mich abzulehnen. Früher habe ich mich z. B. nie getraut meine Wünsche wirklich zu äußern in dem Bestreben auf andere Rücksicht zu nehmen und nicht unangenehm aufzufallen. Inzwischen sage ich was ich möchte, auch auf die Gefahr hin es nicht zu bekommen und anzuecken. Eine Freundin bemerkte das als positive Veränderung. Mit meiner früheren Neigung mich nicht festzulegen, wäre ich sehr anstrengend für sie gewesen. Egoismus ist gut…..

    Du hast Recht wenn Du sagst, jeder Mensch ist anders. Es ist mein Weg und er ist gut für mich. Er steht hier nur als Anregung, zum nachdenken, was auch immer, jedenfalls nicht als unumstößliche Wahrheit.

    So, die alte Frau :wink: muss jetzt ins Bett und wünscht eine gute Nacht….

    Skye

  • Moin, moin,

    Teaser, du schreibst: Der Begriff Co wird ja auch viel weiter gefasst. Das "Spiel" funktioniert auch mit Bindungsunfähigen, -unwilligen Partnerinnen. Emotional, geistig gestörten Persönlichkeiten, Depressiven usw.

    Ich gebe dir unumwunden recht, wenn ich betrachte, was mir so partnertechnisch passiert. Also habe ich mich, wie Skye, dazu entschlossen, das Beste aus meiner Situation zu machen. Schließlich bringt es mich nicht weiter, wenn ich lamentiere, dass ich niemanden finde, der mit mir leben will. Mein Leben ist schließlich nicht nur etwas wert, wenn ich es mit jemandem zusammen verbringen kann. Genau wie Skye, rede ich mir mein Singledasein nicht schön, aber ich habe mich entschlossen, zu akzeptieren, dass es eben so ist. Sonst würde ich womöglich mein ganzes Leben mit dem Warten auf Mr. Right verbringen. Ab und an begegnet mir jemand, der es sein könnte. Doch dann greift wieder das, was du über Co schreibst und weg und gut ist. Nein, gut ist es dann nicht, aber nicht zu ändern.

    Menschen sind so konzipiert, dass sie in der Regel nicht alleine leben möchten. Als soziale Wesen sind wir auf die Welt gekommen und unsere Sozialisation hat uns eben manche Päckchen mitgegeben, die es uns schwer machen in Beziehung zu kommen, sie zu leben. Alleine mit uns selbst müssen wir schon klären, warum wir ticken, wie wir ticken. Und in Partnerschaft, im Spiegel unseres Gegenüber quasi, können wir noch mehr über uns und unsere Gefühle erfahren. Dinge, die wir vielleicht alleine nicht erfahren können, da hast du recht, Teaser. Aber solange, bis vielleicht irgendwann der richtige „Spiegel“ für uns auftaucht, so lange können wir doch nicht so tun als wäre unser Leben nichts wert.

    Genau wie du, finde ich es wunderschön, zusammengekuschelt einzuschlafen, schöne Momente zu teilen und schwere gemeinsam zu tragen. Aber, verflixt noch mal, wenn es nicht möglich ist, muss ich doch trotzdem zufrieden leben können und möchte nicht ständig das Gefühl von Mangel haben. Eher so ein Gefühl, wenn einer kommt, mit dem es passt, ist es eine Art Sahnehäubchen. Glück ist sowieso kein Dauerzustand, sondern eher ab und zu ein Funkeln, ein Lichtstrahl, ein Glitzern. Und um das zu empfinden, braucht es eine ruhige Zufriedenheit, ganz ohne Dramatik. Finde ich jedenfalls.

    Den emotionalen Hunger kann auch niemand außer uns selbst stillen. Wenn wir uns nämlich darauf verlassen, dass uns irgend jemand so liebt, wie wir es uns wünschen und wie wir es uns selbst gegenüber nicht hinbekommen, solange laufen wir Gefahr, in co-abhängigen Strukturen zu leben.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Noch was, Teaser.

    Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie es mit deiner eigenen Nähefähigkeit aussieht? Ich habe für mich das Empfinden, aus einer Angst vor richtiger Nähe, mir immer solche Menschen auszusuchen, bei denen ich genau dieses sich nicht einlassen wollen finde. Dann brauche ich keine allzu große Nähe zulassen, muss mich nicht soweit öffnen, dass ich verletzt werden könnte. Nur mal so, als Denkansatz....

    Ette

    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hi Teaser,

    eigentlich kann ich nur sagen: frage Skye, frage Ette, die wissen was. Aber vielleicht schaffe ich es ja doch das was anders auszudrücken.

    Kiste und S*** sind Bedürfnisbefriedigung, also wie Essen, Trinken, Luft und Luft, na ja, haben wir eh irgendwann mehr als wir wünschen. Also eigentlich etwas viel überflüssig. Bis hierhin sind wir uns einig oder? Falls nicht: vor einiger Zeit, haben wir auf unseren Grillfesten pro Kopf 1,5kg Fleisch eingeplant, also wurde ich fett und unbeweglich, eigentlich hätte in dieser Zeit auch ein Türrahmen gereicht, mal feste zuschlagen und gut ist, denn das Hirn, das alles erlebt, verarbeitet und steuern, das war eh nicht am rechten Platz.

    Egoistisch und Rücksichtslos – jetzt verwechseln wir da vielleicht etwas. Es geht immer nur um „gesund“, nicht um Abzocken. Du könntest das ja auch so sehen, dass Du los ziehst und zur reinen Bedürfnisbefriedigung baggerst. Dabei kommt Du eben häufiger an die Falschen, ex und hopp oder Du wirst magisch gesteuert, ganz von innen unten drunter drin und Dein „di pak i oh no“ führt genauso zum ex und hopp. Was bleibt ist Deine Sucht das Unbefriedigte zu befriedigen, unbefriedigt bist Du nicht happy, haust Dir vielleicht zum Ausgleich was in die Birne oder bleibst Dein Leben lang der ewig Suchende. Gibt es ja genug, Postsparbuchsuchenden auch und es gibt den größten Teil, der einfach zufrieden glücklich ist, einfach so, ohne zu denken, ohne zu wissen warum.

    Egoistisch und Rücksichtslos könnte ja auch sein, dass Du Dir ganz klar sagst: ich mag heute nicht oder dieses oder das, für Dich, mit Dir und das Du das ohne wenn und aber für Dich akzeptierst.

    Ob das eine Basis ist? Wenn Dir die Maikäfernummer nicht reicht, dann wird es Dir keiner aus der Stirn beamen können und Wahrsager gibt es auch zu wenig und Wahrsagerinnen, die würden Dir was anderes sagen. Du musst dann schon den Mund aufmachen. Dieses Mund aufmachen zieht sich durch die ganze Beziehung, durch Familie, Beruf, Alltag und Dein Leben.

    Teaser und jetzt die Superfrage:
    Wenn Du frei im Raum stehst, scheinbar den richtigen Partner gefunden hast, was passiert dann da und was würde das für Dich bedeuten?

    Lg kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Ähmmm..... also – wenn Kiste und S.... wie Essen, Trinken und Luft sind, ohne die ich definitiv nicht leben kann, bedeutet das ja im Umkehrschluss, dass ich um dieses Grundbedürfnis zu befriedigen, zwangsläufig in Beziehung zu anderen Menschen treten muss. Denn „Liebe an und für sich“ ist nicht wirklich ein adäquater Ersatz.

    Irgendwie werde ich ganz wirr im Kopf, wenn ich darüber nachdenke. Ich versuche, alleine klarzukommen und dann erzählt der Kaltblütige was von den Grundbedürfnissen, genau wie Herr Maslow, und ich frage mich, wie ich das alles auf die Reihe bekommen soll. Es geht wohl nur so, wie Teaser meint. In „gesunden“ Beziehungen wachsen wir, entwickeln wir uns quasi im Dialog mit dem Anderen. Aber halt nur, wenn wir schon ein gutes Fundament haben, eine Selbstliebe, die uns befähigt, uns und auch den Anderen einfach um seiner Selbst zu lieben, egal ob er sich so verhält, wie wir es uns vorstellen oder nicht. Ich glaube, liebevoll mit uns selber umzugehen, beinhaltet automatisch die Fähigkeit, auch liebevoll mit unserem Gegenüber umzugehen. Aber – da muss ich noch mal drüber nachdenken, nachspüren.... obwohl, ich glaube, das ist der richtige Ansatz.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Ette,

    Zitat

    Aber halt nur, wenn wir schon ein gutes Fundament haben, eine Selbstliebe, die uns befähigt, uns und auch den Anderen einfach um seiner Selbst zu lieben, egal ob er sich so verhält, wie wir es uns vorstellen oder nicht. Ich glaube, liebevoll mit uns selber umzugehen, beinhaltet automatisch die Fähigkeit, auch liebevoll mit unserem Gegenüber umzugehen.

    Da hast Du ein wahres Wort gesprochen. Ich bin überzeugt, dass es nur so funktionieren kann. Nur wenn wir uns selbst lieben, können wir auch andere lieben. Wie will ich sonst andere überzeugen, dass ich liebenswert bin, wenn ich es selbst nicht glaube, dass ich es bin. Wenn ich überzeugt bin, dass ich liebenswert bin, dann werde ich mich auch liebevoll behandeln. Kann ich das nicht, bin auch nicht überzeugt liebenswert zu sein. Wenn ich davon nicht überzeugt bin, wie kann ich dann erwarten, das andere mich lieben und mich liebevoll behandeln. Wenn ich mich nicht liebevoll behandeln kann, wie will ich dann wissen was liebevoll ist und unterscheiden können zwischen liebevoll und lieblos oder erdrückend?

    Sich selbst liebevoll behandeln heißt für mich, auf die eigenen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen, ihnen Rechnung zu tragen. Wie soll ich das können, wenn ich sie nicht kenne? Der Weg in eine gesunde Partnerschaft führt über mich, nicht über den Partner. Wenn ich zur Bestätigung, das ich liebenswert bin, einen Partner brauche, mache ich mein Wohl von einem anderen abhängig und habe wieder genau das, was ich nicht mehr will Abhängigkeit.

    Wenn ich mich selbst liebe, mir damit meiner selbst sicher bin, kann ich unbelastet und ohne Erwartungen in eine Beziehung gehen. Wenn ich mir meiner selbst sicher bin, kann ich vertrauen und die Gegenwart des anderen vorbehaltlos genießen, mich fallen lassen.

    Ich kann es drehen und wenden, für mich fängt ein zufriedenes Leben, wozu auch eine Partnerschaft gehört, bei mir an. Ich bin für mich und mein Wohlbefinden verantwortlich, ich und niemand anderes.

    Gruß
    Skye

  • Skye,

    ich glaube, da ist noch ein ganz wichtiger Punkt, für den die Selbstliebe wichtig ist. Annehmen können, dass wir geliebt werden, ohne uns dafür anstrengen zu müssen. Nicht überlegen zu müssen, wie muss ich sein, dass ich geliebt werde. Sondern aus der Sicherheit heraus, dass ich liebenswert bin, Gefühle, die mir entgegengebracht werden, einfach nur genießen können

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

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