• Ein Alkoholiker hat 1000 Gründe zum Saufen. Stress, Langeweile, Einsamkeit, Belohnung. Im Grunde will er immer nur saufen und jedes momentane Gefühl ist ein Grund dafür.

    An dem Punkt, wo du jetzt stehst, fühlt sich die Trockenheit so an, also das Verhältnis zum Alkohol. Er ist noch ganz nah. Nach einem Jahr, fühlt sich dein trockenes Leben schon ganz anders an und das Verhältnis zum Alkohol hat sich geändert usw.

    Das mit der Flasche Bier war einfach Saufdruck. Da musst du dich durchbeißen. Der Saufdruck wird weniger und verblasst mit der Zeit. Du musst (es bleibt dir nichts anderes übrig) Geduld haben. Vor allem habe die Hoffnung, dass es mit der Zeit leichter wird. Glaub mir, ist meine Erfahrung und die vieler anderer auch.

  • Hallo JoeDoe,

    wollte dir nochmal in deinem Thread zu drei Monaten Trockenheit gratulieren ;) .

    Zitat

    Ich war doch ein wenig überrascht, hätte ich eigentlich in der Situation nicht mit gerechnet, zumal ich direkt danach einen weiteren Termin hatte! Dazu muss ich gestehen, war der Gedanke durchaus intensiv: Die Erinnerung an dieses Gefühl, wenn man nach einem anstrengenden Tag die erste Flasche Bier in 120 Sekunden geleert hat und man langsam merkt, wie der Alkohol sich wohlig kribbelnd im Körper ausbreitet, kam plötzlich wieder.


    GENAU dasselbe hatte ich auch einmal, ziemlich am Beginn meiner Abstinenz. Ein richtiger Flashback. Ich konnte nur noch auf meine Couch wanken, mich hinsetzen und immerzu denken "Ich bleibe hier sitzen. Solange ich hier sitzen bleibe, wird nichts passieren." Denn alles andere hätte bedeutet: Runter in den wohlgefüllten Keller, mich mit Flaschen eingedeckt und ab wär's gegangen.
    Seit damals ist das aber nicht nochmal passiert. Zum Glück. Ach ja, und ich BIN sitzen geblieben ;)

    Das andere Gefühl, das du beschrieben hast, kenne ich auch. Ich hatte mir eingebildet, sobald ich mit dem Alkohol aufhöre, wird alles automatisch besser werden und nur noch steil bergauf gehen. Doch mein Suchtberater hatte mich gewarnt: Nichts regelt sich von allein, nur weil ich mit dem Alk-Trinken aufgehört habe. Und tatsächlich, das Leben wurde nicht leichter, es blieb genauso stoisch, hart und penetrant wie vorher auch. Das hat mich zuerst ernüchtert. Doch inzwischen habe ich doch einen Unterschied bemerkt: Das Leben ist dasselbe geblieben, nur kriege ich es jetzt besser geregelt.

    Und dieses Schauen auf andere Leute, dass sie sogar noch mehr trinken als du und trotzdem keine Alkoholprobleme haben... das ist typisch soz. Phobie. Sich mit anderen vergleichen, immerzu vergleichen, und dabei immer schlechter abschneiden. Klar, es wird einem überall eingeredet, mir von meinen Eltern fast täglich ("Die XY trinkt doch viel mehr als du, und die ist auch keine Alkoholikerin!"). Seit ich versuche diese Vergleiche sein zu lassen, geht es mir erheblich besser. Ich bin ich. Sollen die anderen doch machen, was sie wollen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Brigitte, Hallo Plejaden,

    Brigitte :
    Dank Dir für den kurzen Blick in die Zukunft und dem sich immer weiter abschwächenden (obwohl nie verschwindenden) Gedanken an den Alkohol. Ich erinner mich immer gerne an die drei G's zurück, die Du mir ganz am Anfang in den Thread geschrieben hast :wink: !

    Plejaden :
    Dank Dir für Deine Gratulation. Obwohl ich eigentlich gar nicht so viel wert auf dieses Datum lege (ganz ehrlich: ich muss tatsächlich immer wieder nachgucken, ob es jetzt der 16., 17., 18. oder 19. Juli war :roll: ), erfüllt mich mein bisheriger Erfolg doch ein wenig mit Stolz, oder besser gesagt: Selbstzufriedenheit! Ich glaube auch, dass man (also Du und ich und alle anderen, die ihre Abstinenz in Angriff genommen haben) dieses Gefühl auch durchaus ein paar Augenblicke geniessen darf. Ist ja doch eine ganz erhebliche Lebensumstellung, die wir alle da in unserer Anfangszeit in Angriff genommen haben und weiter betreiben.

    Zu diesem kleinen Erlebnis mit dem Saufdruck: Eine Couch zum darauf Verharren hat da leider nicht auf dem Parkplatz vor der Praxis gestanden :wink: . Aber so schlimm war das Gefühl letztlich auch gar nicht: Wäre mir plötzlich ein Flaschengeist erschienen und hätte mir meinen 'Wunsch' erfüllt und eine Flasche Bier gereicht, ich glaube, dieser Versuchung hätte ich auch problemlos widerstehen können.

    Im Grunde genommen hätte es mich auch gar nicht so sonderlich überraschen müssen, in dieser Situation an ein Bier zu denken: Ganz klassisches 'Belohnungs'-Bier! Denn immerhin habe ich ja kurz zuvor einen Erfolg zu verbuchen gehabt! Das mag dem ein oder anderen jetzt vielleicht nicht so ganz nachvollziebar erscheinen, aber: Chirurgen suchen, Termin machen, Termin wahrnehmen(!), Problem besprechen und Termin für die Weiterbehandlung machen ... Das ist für mich schon ein Erfolg, weil ich mich eigentlich immer darum drücke, unbekannte Situationen mit mir unbekannten Menschen zu durchstehen. Das sind eben die soz. phobischen Elemente meiner Perönlichkeit, die mich da behindern: Die eigene 'Sensorik' (Herzschlag, Schweißbildung, Stimme etc.) hoch konzentriert und immer im Hinterkopf der Gedanke daran, was die gegenübersitzende Person jetzt wohl gerade über mich denkt, bzw. ob ich auch 'gut ankomme' :roll: . Und wenn irgendetwas nicht so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe, dann immer wieder dieser Gedanke an spontane Flucht: 'Raus! JETZT!'. Irgendwie ist das hochgradig lästig, aber da ich erst langsam damit anfange, mich mit der Thematik intensiver auseinanderzusetzen, wird das wohl eben auch noch ein Weilchen dauern können. Hmmmm....

    Und was ich gerade beschrieben habe, ist natürlich auch der Grund für meine Beobachtungen, die mir manchmal zeigen, dass andere Menschen trotz eines gleichen oder größeren Alkoholmißbrauches ihr Leben besser auf die Reihe bekommen, als ich das hinbekomme: Einen solchen Termin können die meisten doch relativ unvoreingenommen wahrnehmen und machen sich darüber (wenn überhaupt!) keinen besoderen Kopf! Denn das, was ich da so erlebe, gilt natürlich nicht nur für Ärzte: Gänge zum Amt, Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche (Horror!) ... überall die gleichen Effekte!

    Und auch wenn ich es prinzipiell als ein separates (vielleicht für den Alkoholismus sogar ursächliches) Problem betrachte, gehört es wohl doch im Endeffekt zur Trockenheitsarbeit!

    Liebe Grüße

    J. (immer noch nachdenklich, aber nicht mehr so ganz düster in die Zukunft schauend!)

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    habe gerade 2 leere Flaschen gefunden.

    Im Auto!
    Unter dem Beifahrersitz!
    Alte Wegverpflegungen für die abendlichen Hundespaziergänge!

    Wir Trinker sind doch ein merkwürdiges Volk :roll: !

    Aber wenigstens hat sich dabei emotional nichts weiter ereignet, ausser eben dieser Fassungslosigkeit ob des noch gar nicht so lang vergangenen Verhaltens!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Als ich Anfangs so ab und zu meinen Saufdruck bekommen hatte, habe ich auch wie paralysiert in meinem Sessel gesessen, nur nicht wackeln, aber mit der Zeit machte ich die Erfahrung, die Abstände wurden größer und der Druck kürzer.

    Ich habe schon das Gefühl, dass sich was im Leben verändert. Die eine Veränderung hast du ja selbst gesagt, dass man wieder alles auf die Reihe kriegt. Das andere - bei mir zumindest - läuft sehr subtil ab. Es kommen langsam und vorsichtig Gefühle hoch, die ich während meiner Saufzeit nicht hatte. Nicht unbedingt nur positive Gefühle auch negative, aber ist doch auch o.k., denn jetzt kann ich sie wahrnehmen und was damit machen vll. verändern. Denn auch die sind in mir und verschwinden nicht mit der Sauferei, sondern werden nur irgendwo in einen Kellerraum gelegt, der dann überquillt.

    Jetzt kann ich diesen Raum wieder lüften und vll. auch ein bisschen aufräumen. Mit der Sauferei klappt das nicht, denn Saufen ist Stagnation.

  • Hallo Brigitte (und natürlich alle anderen),

    Zitat von Brigitte

    ... Es kommen langsam und vorsichtig Gefühle hoch, die ich während meiner Saufzeit nicht hatte. Nicht unbedingt nur positive Gefühle auch negative ...


    ich sehe vor allem, dass ich Gefühle jetzt immer deutlicher identifizieren kann, je länger meine Abstinenz andauert. So kann ich beispielsweise meine Ängste wesentlich besser spüren, und auch viel genauer beobachten, in welchen Momenten sie entstehen. Im Suff habe ich solche Empfindungen einfach verdrängt oder mir mit einem mich selbst ignorierenden 'Ach stell Dich doch nicht so an!' auf den nächten Tag vertröstet (der in Bezug auf die Ängste natürlich keinen Deut besser wurde!). Ist schon komisch: Irgendwie gewinne ich den Eindruck, dass ich in den letzten Jahren durch meinen Abusus gezielt die Flucht vor der Bearbeitung meiner Probleme praktiziert habe. Da habe ich mir über die Jahre eine richtig wohlige Höhle der Hilflosigkeit geschaffen :? ! Naja ...

    Jedenfalls habe ich mir die kommende Woche mit einer Menge kleiner 'Aufgaben' gespickt, in denen ich meine soz. phobischen Momente ein wenig genauer beleuchten kann, und auch weiter sehen werde, ob und wie stark sich der Gedanke an ein 'Belohnungsbier' zeigen wird :roll: . Solange er nur so kurz aufblitzend wie letzte Woche erscheint, mache ich mir für die Zukunft aber keine große Sorgen!

    Ich wünsch Euch einen guten Start in eine neue (trockene) Woche!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    komme gerade vom Arzt. Zum einen wegen Blutuntersuchung (die ersten Werte waren zwar gut, aber doch so ein wenig am oberen Limit - mal gespannt, wie sich das nach 3 Monaten so erholt hat!), zum anderen wegen des bisher immer ausgefallenen Ultraschalls. Und was soll man sagen? Mein Giftstoffkraftwerk macht einen hervorragenden optischen Eindruck :D ! Sehr schön!

    Dann hatte ich gestern noch ein kleines Erlebnis der etwas unschöneren Art: Ein durchaus als intensiv zu klassifizierendes Streitgespräch mit meiner Partnerin hat sich ereignet und bei mir eine durchaus interessante Verhaltensweise aufgezeigt. Nur so zur Info vorab: Solche Auseinandersetzungen finden bei uns eher selten statt, können aber dann durchaus eine nicht zu unterschätzende Heftigkeit erlangen (wobei ich kurz klarstellen mag, dass hier niemand schlägt und auch keine stumpfen Gegenstände aufeinander geworfen werden ... sind eben beide nur etwas sturköpfig :wink: ). Whatever! Jedenfalls hätte ein solches Gespräch früher 2-3 Extra-Bier als Resultat gehabt - unabhängig vom Verlauf der Streitigkeit :roll: . Auch während der Diskussion hätte ich mir buchstäblich Halt an der Flasche gesucht und diese kaum abgestellt! Nun denn! Dieses Mal jedenfalls gab es natürlich keine Flasche zum Festhalten und auch nur einen ganz kurzen Moment, an dem ich mir etwas Alkoholisches zur Unterstützung 'gewünscht' hätte. Trotzdem kam in mir der Drang auf, etwas zu trinken - im Sinne von allgemeiner Flüssigkeitsaufnahme! Und so habe ich es wirklich innerhalb von 20 Minuten geschafft, 1 Flasche Wasser und einen halben Tetra O-Saft zu vertilgen :shock: . Und es sei bemerkt, dass ich vorher keine wirklichen Durstgefühle gehabt habe. Hmmmm ...

    Jetzt stellt sich die Frage, ob das so in Ordnung ist, oder ob man ein Auge auf ein solches Verhalten haben sollte und gegebenfalls eine andere periphere Beschäftigungsstrategie für Stresssituationen etablieren sollte? Nicht das die Getränkewahl bei Zunahme der Streitintensität irgendwann falsch ausfällt!

    Auf was man so alles achtet ....

    Liebe Grüße

    J. (der seine Partnerin übrigens wieder lieb hat und auch umgekehrt :wink: )

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    bin gestern 'genötigt' worde, Fussball zu schauen :wink: ! Wie wir ja sicher fast alle wissen, ist Fussball einer der primären Schauplätze für die Werbeaktivitäten des Brauereiwesens und ich als ehemaliger Biertrinker ja auch ein ideal getroffenes Mitglied der Zielgruppe. Hmmm ....

    Nun ist mir aufgefallen, dass sich meine Assoziationen zum Thema Bier langsam verändern: Zum einen habe ich bei der Vorstellung, einen Schluck Bier im Mund zu haben, keine positive geschmackliche Vorstellung mehr ... Erinnert mich ein wenig an eine Szene, als ich im Alter von 10 oder 11 Jahren am Glas meines Vaters nippte und dazu nur gemeint habe "Schmeckt nicht!". Das ich dann über Jahre hinweg trotzdem täglich meine Ration vertilgt habe und dabei den Eindruck 'Schmeckt doch!' hatte, ist da eigentlich doch sehr verwunderlich. Auch Verknüpfungen mit Wörtern verändern sich: Das Wort 'fassfrisch' suggerierte mir früher die Erwartung auf ein kühles, erfrischendes Getränk. Gestern dominierte jedoch die Vorstellung vom Gestank einer gährenden Suppe, die in Verbindung mit nassem Holz eine eher penetrante Note in den Raum stellt!

    Diese Veränderungen meiner Assoziationen empfinde ich doch sehr positiv und vor Allem als durchaus naturidenter! Ich hätte meinem Eindruck im Alter von 11 Jahren ja auch durchaus Glauben schenken können, denn der war schon richtig :wink: .

    Soweit.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Ich hatte jetzt wieder ein Erlebnis, an dem ich merkte, wie sich der Bezug zum Alkohol verändert mit der Zeit.

    Vorweg muss ich sagen, dass ich so gut wie kaum mich unter Leuten bewege, die Alkohol trinken.

    Also: wir haben am 31. Oktober unser jährliches Familientreffen, bei dem schon in fast ritueller Weise Wein getrunken wird (ich war selber Weintrinker). Voriges Jahr, als der Wein kredenzt wurde, dachte ich nach dem köstlichen Essen, mensch, jetzt auch ein Gläschen, das wäre schön.

    Dieses Jahr hat das Weintrinken gar keine Gelüste in mir ausgelöst. Irgendwie dachte ich, ich entferne mich doch weiter von dem Alkohol. Allerdings habe ich genau nachgesehen, wer Wein und wer Wasser getrunken hat. So ganz ohne Registrierung geht es wohl noch nicht.

    Vll. wird es im nächsten Jahr anders sein und ich achte auch darauf nicht mehr.

  • Hallo JoeDoe,

    ich mache so ähnliche Erfahrungen wie du, aber ehrlich gesagt, bei mir habe ich tatsächlich nichts anderes erwartet. Ich habe bis zu meinem 21 Lebensjahr fast gar keinen Alkohol getrunken, weil er mir überhaupt nicht geschmeckt hat. Kein kleines Bisschen.
    Ich denke, dass es das Belohnungszentrum ist, was dem Geschmack irgendwann signalisiert "He, das schmeckt doch toll!". Tatsächlich schmeckte mir selbst der ekeligste Wein mit jedem Glas immer besser (überspitzt ausgedrückt). Bis ich irgendwann völlig nebelig-seelig da saß und nur noch dachte "Oh wie lecker! Ich will nie aufhören, das zu trinken! Noch ein Glas! Noch mehr! Mehr! Mehr!"

    Außerdem habe ich einige Rückfall-Geschichten gelesen, in denen geschrieben wurde, dass den Leuten das erste Glas seit Jahren überhaupt gar nicht geschmeckt hat. Nichts vom ersehnten erfrischend-prickelnden Genuss. Das sollte zu denken geben. Man "hyped" sich das Zeug hoch, dabei ist es eigentlich nur das Suchtgedächtnis...

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    habe gerade ein paar gemischte Tage hinter mich gebracht. Zunächst einmal hatte ich am Freitag wieder einen Termin bei meinem (noch?-)Therapeuten und wir haben bei diesem zweiten Gespräch auch das Thema Alkohol und meinen Entzug ein wenig beleuchtet. Tja, und was soll ich sagen? Medizinisch gesehen, so seine Meinung, bin ich nicht süchtig. Auch in den Missbrauch komme ich nur mit gutem Willen. Riskant sicher, aber mehr ist da laut medizinischer Definition nicht drin :shock: !

    Nu hab ich wohl selbst schon einmal in einem anderen Thread geschrieben, dass die Meinungen von Ärzten/Psychologen nicht ausschlaggebend für die eigene Sichtweise sein sollten, trotzdem muss ich jetzt erkennen, dass es dann doch einen Unterschied macht, ob man das theoretisch diskutiert, oder ob man das tatsächlich gesagt bekommt! Jedenfalls hat diese Aussage erhebliche Versuche unternommen, an meinem Abhängigkeitsdenken zu rütteln :? ! Es hat dann wirklich bis zum nächsten Mittag gedauert, bis ich mich wieder einigermaßen zusammen hatte.

    Werde dann wohl doch noch einmal ein wenig herumtelefonieren müssen und mir einen neuen TH suchen. Schade eigentlich, der Rest seiner Art hat mir im Prinzip ganz gut gefallen ... whatever!

    Nun ja, nächste Woche beginnt der Vorlauf für die ambulante Sucht-Reha (die dann hoffentlich im Januar beginnen kann!). Leider liegt das genau auf dem Termin meiner alten Gruppe, aber auch das kann ich verkraften.

    Soweit.

    Liebe Grüße

    J. (der heute tip-top Blutwerte bekommen hat, was aber nicht an seiner Kapitulation zu kratzen vermag :twisted: )

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    habe mir bezüglich meines kleinen Therapeutengespräches am vergangenen Freitag noch einmal einige Gedanken gemacht und bin eigentlich wieder etwas unsicher in der Frage geworden, ob ich mich jetzt nach einem neuen umschauen soll, oder eben nicht :roll: !

    Vielleicht mal so zur Hintergrundbeleuchtung: Diese psychotherapeutische Behandlung wünsche ich eigentlich nicht wegen meines Abusus und um hierbei Mittel und Wege zu finden, die mich in eine erfolgreiche Abstinenz führen (Dafür habe ich meine Gruppe, Caritas, und vor allem bin ich hier!), sondern vielmehr, um zu ventilieren, ob sich da bei mir auch grundsätzliche Verhaltensmuster finden, die sich soweit von der durschnittlichen Norm entfernt befinden, dass man getrost von einer Störung sprechen kann.

    So beschäftigt mich zum Beispiel das Thema soz. Phobie seit einigen Monaten, weil ich denke, dass viele meiner Probleme in dieses Störungsbild passen (Bsp: Ich habe hier seit drei Wochen eine neue EC-Karte, die ich nicht unterschreibe, weil es mir davor graut, bei künftigen Zahlungsvorgängen diese, meine Unterschrift dann reproduzieren zu müssen :? . Ich warte stets auf den Moment, wo der Kassierer die Unterschriften vergleicht und mich anspricht 'Hä, das aber nicht die gleiche!'. Das ist zwar noch NIE passiert, aber man kann sich da ja ruhig prophylaktische Sorgen machen!). Und da gibt es natürlich noch viele andere kleine Auffälligkeiten, die in eine ähnliche Richtung laufen.

    Aber ich bin natürlich kein Fachmann und irgendwelche selbstausgefüllten Tests sind sicher nicht das probate Mittel, um eine psychische Erkrankung von einer leichten Fehlentwicklung zu unterscheiden! Und in diesem Zusammenhang gefällt mir der Therapeut eigentlich sehr gut, weil er eben nicht mit unendlichem Verständnis auf meine Problembeschreibungen reagiert, sondern sehr deutlich aufzeigt, dass viele meiner Probleme durchaus 'normal' sind, und letztlich nur das konsequente Sammeln von Erfahrungen einem Menschen die notwendige Selbstsicherheit in bestimmten Situationen verleihen kann. Diese 'Ar***tritt'- Mentalität kommt mir vielleicht besser zu Hilfe, als eine gemütlich eingerichtete Praxis, in der mich ein Therapeut im Strickpullover und Gesundheitssandalen erwartet ... :?: ... who knows?

    Warum werden die Menschen eigentlich nicht mit einem Handbuch vom Storchen ausgeliefert :wink: ?

    Werde jetzt mal zu meiner Suchtberaterin fahren und das Thema mit ihr zusammen auch noch einmal ein wenig diskutieren.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Es gibt Bereiche, wo ich weiß, der Arzt weiß es besser als ich. Es gibt aber auch Bereiche, wo ich der Chef bin.

    Wenn der Doc einen entzündeten Blinddarm diagnostiziert, wird er es besser wissen als ich. Was aber meine Verstandes- und Gefühlswelt anbelangt, da bin ich verantwortlich, was nicht heißt, dass ich mir nicht andere Meinungen anhöre und darüber nachdenke.

    Letztendlich kannst nur du alleine wissen, ob du abhängig bist. Dafür gibt es ja genug Hinweise. Ich kann dir nur sagen, wann du nicht abhängig bist, und zwar dann, wenn du deinen Tag besser noch mehrere ohne Alkohol verbringen kannst und ohne den Wunsch, jetzt würde ich gerne.

    Ärzte wissen, wie man mit Alkoholsucht und Entzug umgeht, medizinisch, aber menschlich wissen sie nicht, solange sie es nicht selber erlebt haben, was tatsächlich dahinter steckt.

  • Hallo Brigitte,

    da hast Du natürlich vollkommen Recht mit dem, was Du schreibst! Die Frage, ob ich ein Problem mit Alkohol habe, kann ich mir selbstverständlich nur selbst beantworten - solange ich natürlich noch keine offensichtlichen gesundheitlichen Schäden davon getragen habe!

    Im Grunde genommen hat mein Therapeut mich ja auch nicht zur Wiederaufnahme des Trinkens animiert, sondern schon klar dargestellt, dass ich meinen Weg in die dauerhafte Abstinenz ruhig konsequent weiter gehen soll, wenn ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass mein Trinkverhalten nicht in Ordnung ist! Ferner sind wir natürlich auch übereingekommen, dass Alkohol absolut kontraproduktiv wirkt, wenn man Probleme bearbeiten möchte. Das einzige, was er eben angemerkt hat, ist, dass ich zumindest laut medizinischer Definition zwar einen hochgradig kritischen, in Ansätzen missbräuchlichen, aber eben noch keinen süchtigen Konsum an den Tag gelegt habe.

    Nur diese abgeklärte Sichtweise aus der medizinischen Definitionen heraus, die öffnet meinem Hirnkobold natürlich diverse Türen, und ist in meiner Anfangsphase sicher kein guter Baustein für ein solides Fundament trockener Gedanken.

    Und da kommt dann das zum Tragen, was Du am Ende geschrieben hast: Ärzte können sicher medizinisch diagnostizieren, aber wirklich nachfühlen kann man eben doch nur als Betroffener. Denn dann hätte man eine solche Bemerkung, so wahr sie auch sein mag, sicher nicht so lapidar in den Raum gestellt.

    Liebe Grüße

    J. (dessen Suchtberaterin heute einfach krank geworden ist :( )

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo JoeDoe,

    Zitat

    , dass viele meiner Probleme durchaus 'normal' sind, und letztlich nur das konsequente Sammeln von Erfahrungen einem Menschen die notwendige Selbstsicherheit in bestimmten Situationen verleihen kann.


    Da kann ich nur 100%ig zustimmen. Ich hab mit der Soz.Phobie jahrelang, eher jahrzehntelang rumgeeiert, hab mir gedacht "ach praktische Erfahrungen, das brauchst du nicht, das kannst du doch alles...". Das war die Angst. Ich hatte Angst davor, soziale Situationen zu üben. Schön, wie man sich selbst anlügen kann.
    Seit ich täglich Übungen mache, mich selbst erprobe, neue Verhaltensweisen ausprobiere, geht es steil bergauf. Ich sammele Erfahrungen und werde dadurch selbstsicherer.

    Zitat

    Nur diese abgeklärte Sichtweise aus der medizinischen Definitionen heraus, die öffnet meinem Hirnkobold natürlich diverse Türen, und ist in meiner Anfangsphase sicher kein guter Baustein für ein solides Fundament trockener Gedanken.


    Das Problem habe ich auch. Selbst medizinisch/psychologisch kompetente Menschen sagen mir, dass ich ja bald wieder mal ein Gläschen trinken könne, so schlimm war es doch nicht. Doch heute im Bus kam mir eine Erkenntnis, die mich in meinen Grundfesten erschüttert hat und mein Weltbild wieder ein bisschen gerade gerückt hat. Ich weiß noch nicht, ob ich hier im offenen Bereich davon schreiben mag; sagen wir soviel, der Hirnkobold hat eine herbe Niederlage eingesteckt.

    Lass dich nicht beirren! Mach das, was du willst, was du meinst, was gut für dich ist. Ich für mich persönlich weiß: Klar, es war noch nicht schlimm. Aber es wäre schlimm geworden. Es war bereits dabei immer schlimmer zu werden, fraß sich in mein Leben wie ein Geschwür, immer tiefer und tiefer. Fing an, Grenzen zu sprengen, sich zu verselbstständigen, die Kontrolle zu übernehmen und zog mir den Boden weg. Was wäre also passiert, hätte ich weiter getrunken?

    Die Antwort dürfte klar sein. Ich darf diese Antwort nie vergessen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    Plejaden :
    Dank Dir für Deinen Beitrag. Du bestätigst damit natürlich den Bewältigungsansatz bezüglich meiner Ängste: Wie soll ich mich in sozialen Situationen selbstsicher bewegen, wenn ich diese eigentlich immer versuche zu meiden? Was nützt all die graue Theorie, wenn sie praktisch nicht angewandt als reine Option eigenen Verhaltens in den Tiefen meines Hirnes verstaubt? Für die Zukunft sollte ich einfach mal nach folgendem Motto agieren:

    Ausprobieren! -> Reflektieren! -> Optimieren!

    Nicht jedes Gespräch, nicht jede Begegnung ist ein richtungsweisendes Ereignis, welches meine Zukunft auf unwiederbringliche Art und Weise beeinflusst!

    Am Beispiel von oben: Warum eigentlich nicht die Unterschrift an der Kasse mal mit Absicht verhauen und gucken, was passiert. Ich denke, es wird sicher nicht auf eine öffentliche Enthauptung hinauslaufen :wink: .

    ...

    Zu der Suchtdefinition: Im Grunde genommen ist es doch völlig unerheblich, ob ich mit meinem Trinkverhalten in diese Schublade passe, oder ob es mir ausreicht, im Alkohol eine Substanz zu sehen, die mir und meinem Leben nicht bekommt!

    Natürlich stand für mich am Anfang das Eingeständnis, die Kontrolle über meinen Konsum verloren zu haben und damit natürlich auch der Gedanke, süchtig zu sein!

    Aber ist es nicht vielleicht viel wichtiger, den eigenen Abstinenzwillen als Basis einer zufriedenen Trockenheit zu fördern, als auf der Tatsache zu verharren, eine Suchtproblematik erkannt zu haben?

    Mal so als Frage: Verleitet dieses reine 'Ich bin süchtig!'-Denken nicht auch irgendwann wieder zum Griff zur Flasche? Letztlich besteht doch genau darin die Essenz einer Sucht: Ich will nicht, ich MUSS! Und ganz ehrlich, mit einem steten Kampf gegen diesen Gedanken mag ich nicht alt werden!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo du,

    Zitat von JoeDoe75

    Was nützt all die graue Theorie, wenn sie praktisch nicht angewandt als reine Option eigenen Verhaltens in den Tiefen meines Hirnes verstaubt?


    Genau, genau, genau! So habe ich es jahrelang auch gemacht: Mir Tonnen an theoretischem Wissen angelesen, von dem ich dachte es sei Rüstzeug gegen die Soz.Phobie. Nix ware es, es hat mich nur unwesentlich weiter gebracht.

    Zitat von JoeDoe75

    Ausprobieren! -> Reflektieren! -> Optimieren!


    Gerade das objektive Reflektieren ist wichtig. Ich kenne einige, die sich immer wieder in soziale Situationen stürzen und dabei nicht weiter kommen, weil sie das Geschehene nicht reflektieren. Sie nehmen nur mit "oh Gott, was habe ich Angst gehabt!". Und siehe da, beim nächsten Mal haben sie natürlich wieder genausoviel Angst... :roll:

    Zitat von JoeDoe75

    Aber ist es nicht vielleicht viel wichtiger, den eigenen Abstinenzwillen als Basis einer zufriedenen Trockenheit zu fördern, als auf der Tatsache zu verharren, eine Suchtproblematik erkannt zu haben?


    Ich denke den Abstinenzwillen zu fördern ist entscheidend, ja. Viele gehen jahrelang mit ihrer Diagnose hausieren, ohne sich auch nur einen Milimeter zu rühren. Schreiben nach Jahren noch dieselben Foren-Threads, mit denselben Problemen.
    Bezogen auf Soz.Phobie, meine ich.

    Ich denke, es ist der beste Schutz, wenn man sich klar macht, warum man eigentlich abstinent leben will. Sich die Vorteile klar macht, die man davon hat, und dass diese Vorteile die Vorteile eines nassen Lebens bei weitem überwiegen. Ja, dass die Vorteile des nassen Leben bei genauerer Betrachtung gar keine Vorteile sind, sondern nur Lügen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    Plejaden :
    Deine Worte tun mir wirklich gut! Im Grunde genommen habe ich ja erst mit Beginn meiner Abstinenz damit angefangen, mich etwas intensiver mit mir und meiner Angstproblematik auseinanderzusetzen - obwohl die Erkenntnis sicher schon einige Jahre alt ist! Aber nach dem dritten Bier kam die Sache dann natürlich immer wieder auf den Stapel mit der Aufschrift 'Nicht so wichtig' :? ! Un da ich mal glaube, dass Du mir in Theorie und Praxis bereits einige Schritte voraus bist, höre ich natürlich gerne, dass Du meine Ansätze zur Problembehebung bestätigst. Fühle mich also auf dem richtigen Weg :D !

    Ist schon irgendwie komisch: Ich habe zwar vieles gelesen und mich auch bezüglich der soz. Phobie bereits ein wenig ausgetauscht, aber in den Foren zum Thema habe ich bis zum heutigen Tag keinen einzigen Beitrag geschrieben oder eine Frage gestellt. Ich habe dort beim Lesen oft den Eindruck gewonnen, dass so mancher sich in seinen Ängsten geradezu wohl gefühlt hat, und häufig beschlich mich das Gefühl, das viele Forenteilnehmer sich gegenseitig in dem Gefühl der Hilflosigkeit bestärkt haben :roll: . Irgendwie so, als wenn sich zwei nasse Alkoholiker gegenseitig die Rechtfertigungen für ihr Trinkverhalten bestätigen würden :? !

    Nun ja, werde meine Erfahrungen und Fragen dann lieber hier stellen. Hier wollen die Menschen an ihren Problemen ja auch etwas ändern :D !

    Und dazu mal auch direkt eine kleine Erfolgsgeschichte:
    Gestern hat die Vorlaufphase für die ambulante Sucht-Reha, die ich dann evtl. im nächsten Jahr starten werde, mit einem Gruppentreffen begonnen. Also mal wieder ein Haufen unbekannter Menschen in unbekannter Umgebung. Und obwohl ich das genaue Procedere in diesem Rahmen noch nicht kannte, habe ich mir für den Fall der Fälle mal im Vorfeld schon ein Thema mental bereitgelegt, welches ich zur Sprache bringen könnte, wenn diese berühmten Stillstandsituationen entstehen, in denen sich alle anschweigen. Ich hasse das! Und mein Hirnkobold weiß es natürlich genau: An diesen Situatonen bin ich schuld! Warum? Weshalb? Wieso?, das verrät der Gute natürlich nicht, hauptsache ich trage die Verantwortung für diese unangenehme Stille!

    Nun ist es während des Meetings zwar nicht zu dieser Situation gekommen, in der ich meinen 'Trumpf' gegen das eigene Unwohlsein hätte ausspielen können, ABER: Allein durch das Wissen, diesen zu haben, konnte ich den Abend recht entspannt in der Gruppe verweilen, konnte mich sehr entspannt vorstellen, und sogar teils sehr aktiv am Diskussionsgeschehen teilhaben. Meine Suchtberaterin (die ihre Krankheit mittlerweile beendet hatte und auch bei dem Treffen zugegen war) muss mich wahrscheinlich für ein bisserl bekloppt halten! Erst erzähl ich ihr von meiner Angst vor genau solchen Situationen und dann bringe ich mich selbst so aktiv in die Gruppe ein 8) .

    Geht doch!

    Dazu noch kurz am Rande: In dieser Gruppe sind auch frisch Entgiftete und auch Menschen, die den Absprung noch gar nicht vollzogen haben. Dabei ist mir erst einmal so richtig bewusst geworden, wie weit ich mich eigentlich bereits entwickelt habe. Und das ganz besonders auch durch die vielen Erfahrungen und Hinweise aus diesem Forum. Daher an dieser Stelle mal ein kleiner Dank an alle, die hier so mitwirken und Leben in dieses Forum bringen!
    [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/more/schilder/019.gif]

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo JoeDoe,

    grade eben mußte ich ein bisserl grinsen – zum Thema soziale Phobie könnte ich auch ganze Bände schreiben. Vor allem das Reden vor Gruppen, uaaaaah...

    Merkwürdigerweise habe ich genau seit dem Tag, an dem ich zum ersten Mal in einer Selbsthilfegruppe saß und mich vorgestellt habe, deutlich weniger Probleme damit. Bin immer noch nicht die Mutigste, aber ich traue mich mehr als in den vergangen vielen, vielen Jahren. Und das nicht nur in der SHG, auch bei ganz anderen Gelegenheiten. Mittlerweile glaube ich nicht mehr, daß das nur an einer Abnahme meiner Nervosität aufgrund der Abstinenz liegt. Eher liegt es daran, daß ich über das Problem nachdenke und mich diesen vormals so beängstigenden Situationen stelle.

    Sehr spannend.

    Viele Grüße
    Zeppeline

  • Hallo JoeDoe,

    freut mich, dass ich dich ermutigen konnte ;) . Ja, du bist wirklich auf dem richtigen Weg. In einem Forum war ich auch vor einiger Zeit unterwegs, und es ist dort genauso wie du es auch erlebt hast - 90 % der Leute wollen sich nicht verändern und weiter entwickeln. Wer es doch tut, dem wird unterstellt, dass er doch gar kein "richtiger" Sozphobiker ist. Man kam sich vor wie in einem Laufrad :roll: . Hier ist es härter, aber auch konstruktiver.

    Das mit dem Thema zurechtlegen ist eine Superidee (und mit der ambulanten Suchtreha natürlich auch), so habe ich es auch immer gemacht. Inzwischen komme ich aber besser mit Gesprächspausen zurecht, weil ich immer mehr begreife, dass ich nicht allein für den Fortgang eines Gesprächs verantwortlich bin (zumindest bei zwei Personen).

    LG
    Plejaden

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