• Hallo miteinander,

    Andreas :
    Schön dass Du ähnlich denkst. Zeigt mir das doch auch, dass dieser Ansatz nicht ganz so verkehrt sein kann!

    Mir geht es ja vor Allem darum, mir meinen Bewegungsspielraum zu erhalten, und in diesem Zusammenhang wird man natürlich auch hin und wieder mit Alkohol trinkenden Menschen konfrontiert. Ganz überspitzt gesagt: Ich werde nicht in den Rhein springen, nur weil mir auf der Brücke jemand mit einem Bier entgegen kommt :wink:. Andererseits muss ich solche Personen natürlich auch nicht in ein lang andauerndes Gespräch verwickeln. Eine Frage der Balance, aber ganz besonders eben auch eine Frage der eigenen Sicht auf solche Menschen. Hier sehe ich eben wenig Sinn darin, wilde Alkoholismusspekulationen durch mein Hirn kreisen zu lassen. Das lenkt mein Denken am Ende doch nur weg von meinem eigenen Problembewusstsein.

    Nun ja. ‚Andere Menschen’ ist ein gutes Thema! Hier im Speziellen meine Partnerin und thematisch geht’s mal wieder um den Hund. Die Geschichte (Tierschutz) habe ich ja vor einigen Tagen bereits zum Besten gegeben und eigentlich war da für mich auch schon ein Haken an der Sache. Für meine Partnerin galt das aber offensichtlich nicht in der gleichen Weise, also werden wir uns das Tier jetzt doch noch anschauen fahren. Hmmm, grundsätzlich würde das jetzt nicht wirklich mehr Arbeit machen und auch die Haare würden uns nicht vom Kopf gefressen, aber trotzdem weiß ich nicht, ob mich dieses Unterfangen wirklich mit Begeisterung erfüllen soll. Wenn sie es wirklich will, dann wird sie es auch mitnehmen, egal, was ich davon jetzt halte. (Kritik würde wie ein Teelicht im Atlantik ersaufen). Hmmm, mal gucken, vielleicht verläuft sich die Sache ja doch noch.

    Soweit mal von mir.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo,

    ich erinnere mich da an eine Zugfahrt von Hamburg nach Hannover.
    Im ersten Großraum-Zugabteil saßen jugendliche Fußballfans, die unkontrolliert in ihrem Geist und ihrem Alkoholkonsum waren.
    Auch da hätte ich drüber weg sehen können, wenn dieser erbärmliche Alkoholgeruch mir nicht dermaßen in die Nase gestiegen wäre und es schlichtweg unangenehm für mich war.
    Ich wechselte das Abteil.

    Im zweiten Abteil saß eine Wandersgruppe, 3 Pärchen so um die Ende 50, die lustig nebst Bier noch Braunen kreisen ließen, machten für `Unwissende´ einen ordentlichen Anschein, aber die hohe Alkoholakzeptanz und `immer noch einen´ erinnerte mich doch sehr an mein Suchtverhalten.

    Für mich ist so eine Begegnung, die ich aber keinesfalls suche, auch mal ein Spiegelrückblick aus dem ich resumieren kann, wie froh und glücklich ich bin, mich in diesem Suchtstrudel nicht mehr befinden zu müssen.

    Gruß, Freund.

  • Hallo zusammen,

    Zitat von Freund

    Für mich ist so eine Begegnung, die ich aber keinesfalls suche, auch mal ein Spiegelrückblick aus dem ich resumieren kann, wie froh und glücklich ich bin, mich in diesem Suchtstrudel nicht mehr befinden zu müssen.


    Suchen tue ich solche Begegnungen selbstverständlich auch nicht :wink:. Das mit dem Spiegelbild meiner Vergangenheit funktioniert allerdings nicht immer. Ohne jetzt wieder eine Individualitätsdiskussion zum Laufen zu bringen, aber ich kann mich nicht in jedem Trinkenden wieder erkennen. Das betrifft zum Beispiel aggressives Verhalten, welches ich nie an den Tag gelegt habe. Und da ich nicht in die ‚So schlimm war es aber nicht’-Falle tappen möchte, möchte ich einfach grundsätzlich vermeiden, mich selbst in anderen, trinkenden Menschen zu sehen, oder besser gesagt, mich mit ihnen zu vergleichen!

    Würde ich in wirklich jedem, der Alkohol zu sich nimmt, mich selbst und meinen Kontrollverlust erkennen, dann gäbe es doch eine ziemlich große Anzahl von Alkoholikern, wobei ich dann offensichtlich zu der kleineren Minderheit gehören würde, die damit erstaunlicherweise ein Problem haben :roll:. Von daher mag ich die Alkohol trinkende Welt einfach sich selbst überlassen und mich darin nicht einordnen oder widerspiegeln wollen. Ich trinke nämlich nicht, und das soll auch so bleiben!

    Liebe Grüße

    J. (der am WoE auf ein ‚Dorffest’ eingeladen wurde, dankend abgesagt hat und trotzdem eine gute Zeit hatte :wink:)

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo JoeDoe,

    Zitat von JoeDoe

    Würde ich in wirklich jedem, der Alkohol zu sich nimmt, mich selbst und meinen Kontrollverlust erkennen ...

    Nein, das wollte ich damit auch nicht zum Ausdruck bringen.
    Die Situation muss dann schon ein gewisses déja-vu sein, Situationen aus meinem alten Leben, in denen ich mich für den Moment wiederfinde, hätte ich auch gut dabei sitzen können.

    Gruß, Freund.

  • ... aber ich möchte auch noch anmerken, dass diese Sichtweise sich in den Jahren verändert.
    Nach 1-2 Jahren hätte ich noch einen anderen Respekt oder besser gesagt so eine Situation nicht zugelassen und hätte mich entfernt.

    Gruß, Freund.

  • Hallo Freund,

    ich hatte Dich schon verstanden :wink:.

    Ich wollte nur noch einmal meine ‚Lehre’ aus den Eindrücken der Zugfahrt kurz umreißen. Dabei sei erwähnt, dass ich mich grundsätzlich nicht so leicht mit anderen Menschen (selbst, wenn sie z.B. ein T-Shirt meiner Lieblingsband tragen) identifiziere, mich die Eindrücke der Fahrt aber trotzdem schon ein wenig beschäftigt und meinen Gedankenmotor in Gang gebracht haben. Allerdings mit welchem Sinn? Die Menschen sind mir fremd, ich werde wahrscheinlich keinen davon je wieder sehen, warum soll ich mich damit auseinandersetzen, oder gar mich selbst darin erkennen wollen?

    ‚Spiegelbilder’ meiner Trinkerei finde ich viel eher in meinem weiteren Umfeld, z.B. im Freundeskreis meiner Schwiegereltern. Da sehe ich dann die Parallelen zu mir viel deutlicher – nicht zuletzt, weil ich eben auch sehe, dass es sich nicht um einmalige ‚Ausrutscher’, sondern um immer wiederkehrende Verhaltensmuster handelt.

    Der kleinen Trinker-Bande am Kiosk vor meiner Straßenbahnhaltestelle widme ich nun auch seit geraumer Zeit keine Aufmerksamkeit mehr. Es ist eben nicht (mehr) mein Leben und soll mich daher auch nicht weiter mental tangieren.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    ein kleines Update zum Thema ‚neuer Hund’ (keine Bange, ich halte mich kurz :wink:)

    Wir haben soeben entschieden, das Tier nun doch nicht zu uns zu nehmen. Prinzipiell ein vom Wesen her sehr angenehmer Hund, der auch die gewünschte Portion ‚Pfeffer’ mitbringt, aber leider auch eine noch nicht näher qualifizierte Hüftproblematik :cry: . Letzteres war aber nicht ausschlaggebend für unsere Entscheidung, sondern vielmehr das ganze Übernahme-Brimborium, welches die Damen und Herren ‚Tierschützer’ veranstalten wollten. Nun ja, ich will das jetzt gar nicht weiter ausführen (so ganz grob habe ich das ja auch schon vor einigen Tagen mal getan), aber vor einem ganz anderen Hintergrund war es wieder eine sehr lehrreiche Erfahrung:

    Gerade bei den Menschen, die erst kurze Zeit abstinent leben, kommt so häufig das ‚Problem’ mit der Offenheit bezüglich ihrer Alkoholerkrankung zu Tage. Nicht zuletzt habe ich selbst vor einigen Monaten meine Zweifel und Ängste vor einem allzu offenen Umgang mit dem Thema hier in meinem Thread angesprochen. Meine ersten Schritte zu einem heute fast selbstverständlichen Umgang waren zugegebenermaßen auch nicht die leichtesten, aber mal ganz ehrlich: Auf dem Weg in ein dauerhaft alkoholfreies Leben sind sie doch mit die wichtigsten. Dabei sind all diese ‚Was denken nur die anderen?’-Gedanken völlig frei von Sinn, denn was die anderen denken, werde ich ohnehin nur erfahren, wenn ich es ihnen sage. Aber selbst wenn der eine oder andere plötzlich nichts mehr mit mir zu tun haben möchte, wen kümmert’s!

    Die Damen und Herren von ‚Tierschutz’ beispielsweise leben auch auf einem völlig fremden Planeten. Und durch mein/unser Hobby ist es nun auch nicht das erste Mal gewesen, dass ich feststellen musste, dass sich so mancher in diesem Metier doch recht weit vom ‚normalen’ Denken und Handeln eines Menschen entfernt hat. Aber: Haben diese Menschen ein Problem damit? Nein! Sie stehen offen und konsequent zu ihren Ansichten – wohl wissend, dass nicht allzu viele ihre Lebensart teilen und sie für bescheuert erklären. Diese Leute gehen einfach geradlinig ihren Weg und bezeichnen z.B. das, was ich eher in die Kategorie Import/Handel stecken würde, immer noch als Tierschutz. Sie gehen eben ihren Weg und lassen sich von Kritik (sei sie nun berechtigt oder auch nicht) einfach nicht berühren. Geradeaus und ohne Rechtfertigungen!

    Tja, so kann man als Alkoholiker lernen, dass auch andere Menschen ihre ‚Eigenheiten’ haben, dazu stehen, und gerne auf Menschen verzichten, die ihre Weltanschauung eben nicht teilen. Auch dies ist ein gesunder Egoismus, der dazu dient, sich sein einmal errichtetes Leben nicht madig machen zu lassen.

    Ich hoffe, ihr habt dieser kleinen Transferleistung folgen können :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • … kleines Add-On:

    Wollte noch einmal kurz betonen, dass ich nichts gegen Tierschutz habe – im Gegenteil, ich finde das schon eine sehr wichtige und ehrenvolle Tätigkeit. Aber manche verlieren sich leider völlig in dem Thema und dabei eben auch ein wenig den Bezug zur Realität. Nun denn.

    Gestern habe ich noch ein kurzes, aber weiterhin viel versprechendes Gespräch mit meinem möglichen, zukünftigen Arbeitgeber geführt. Klingt weiterhin sehr positiv und für die nächste Woche haben wir dann das finale, persönliche Gespräch vereinbart. Bin mal gespannt :D!

    Soweit.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo JoeDoe,

    ich habe tatsächlich auch schon öfters über solche Personen nachgedacht. Begegnet bin ich ihnen oft genug, jetzt keine Tierschützer, aber in anderen Bereichen, in denen man sich so "engagieren" kann. Mich hat auch immer der absolute, unerschütterliche Glauben an das, was sie tun, sehr beeindruckt - auch wenn mir der eklatante Mangel an (Selbst)Reflexion immer abgeschreckt hat ;) .

    Ich persönlich habe gerade mit meiner Selbstreflexion ein Problem: Ich behalte mir vor, grundsätzlich alles was ich tue in Frage stellen zu lassen, weil ich eben nicht so "fanatisch" werden will. Ich halte das an sich für eine gute Eigenschaft, allerdings (wie alle guten Dinge) im Übermaß für schädlich.

    Auf meiner Reise mich selbst kennen zu lernen suche ich im Augenblick auch nach Bereichen und Themen, wo es bei mir keine Diskussion gibt. Eins habe ich (wie du und wir alle hier) gefunden: Der Alkohol. Da gibt es keine Diskussion.

    Und überhaupt: Mir tut es mal gut, einfach so "Nein, das ist jetzt so und damit basta" sagen zu können ;) . Muss ich noch lernen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    ja, dieser absolute und unerschütterliche Glaube (oder besser das Wissen) ist doch das, was auch wir Trinker brauchen, um uns vor einem Rückfall schützen zu können. Dabei spielt es dann auch gar keine Rolle mehr, ob eine ‚objektivere’ Sicht auf unser Verhalten eine andere Einschätzung von Gefahren oder Fallen ergibt, als eben die eigene. Wenn es dann dazu kommt, auch mal anzuecken, dann ist dies lediglich eine Konsequenz unserer, die eigene Krankheit berücksichtigende, Lebensgestaltung. Fertig!

    Zitat

    Ich behalte mir vor, grundsätzlich alles was ich tue in Frage stellen zu lassen ...


    Fehler in der Formulierung? Ich jedenfalls behalte mir vor, alles was ich tue, in Frage zu stellen (also aktiv), aber von Dritten erlaube ich mir, nur ausgewählte Meinungen mein Bewertungssystem betreten zu lassen :wink: .

    Soweit mal.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    wieder gibt es schlechte Neuigkeiten, dennoch hab ich gute Laune. Ist doch auch was Schönes, oder?

    Die potentielle Arbeitsstelle für meine Wenigkeit hat sich nun leider doch in ein mehr oder weniger luftiges Seifenblasenabenteuer verwandelt :cry:. Grundsätzlich kann ich dort zwar schon ein Praktikum absolvieren (dieses allerdings frei von jeglicher Vergütung), die für mich aber wesentlich interessantere Weiterbildungsmöglichkeit im Anschluss (mit einer entsprechenden Übernahmeoption) ist leider bereits vergeben. Nun ja, Vitamin B ist auch in der Hochburg des Klüngels kein Garant für ein erfolgreiches Weiterkommen. Whatever! Der kleine Eindruck, den ich von dem Laden bei meinem Gespräch bekommen habe, hat mir aber auch nicht gerade einen Ausdruck ungehemmter Entzückung in mein Antlitz gemeißelt. So gesehen hält sich meine Enttäuschung noch in einem überschaubaren Rahmen. (Nur am Rande: Ich bin wahrlich nicht anspruchsvoll, aber ein paar kleine Grenzen habe auch ich :wink:).

    Nun ja, wie gesagt: Habe trotzdem gute Laune und werde mich jetzt mal trollen.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    noch einmal ein kleiner Beitrag zum Thema Outing, und warum es gut tut (Wieder als kleine Transferleistung, aber das macht hoffentlich nichts :wink:).

    Also: Ein Bekannter hat sich vor einigen Jahren einen Hund geholt. Nun denn, es ist sein erster Hund und wie so viele andere auch, hat er sich das Tier nach der Optik und eben nicht nach dem Wesen ausgesucht. Wie das Leben so spielt, hat auch die Züchterin ihre Prioritäten eher auf die zu verdienenden Euronen, als auf die Auswahl geeigneter Besitzer gelegt. So kommt es dann, dass ein braver Familienvater ohne Vorkenntnisse mit einer echten Granate von Hund fertig werden muss. (Nur zum Verständnis: Ich rede hier nicht von einem ‚Kampfhund’, sondern eben von einer sehr arbeitsfreudigen und hochtriebigen Rasse – eben nichts für einen Anfänger).

    Tja, der weitere Werdegang sei kurz beschrieben: Der Hund hat sich natürlich nicht zu dem lieben, freundlichen und stets gut gelaunten Begleiter entwickelt: Diverse Fahrradfahrer, Jogger und selbstverständlich eine ganze Reihe anderer Hunde haben bereits Bekanntschaft mit dem Guten machen dürfen und auch wenn es nie zu ernsten Verletzungen gekommen ist, so ist es doch immer wieder ein unangenehmer Moment für den Besitzer, wenn der eigene Hund auf die Idee kommt, solche Begegnungen eigenverantwortlich managen zu müssen.

    Trotz Allem ist der Besitzer sehr bemüht, arbeitet an sich und dem Hund und erreicht dabei auch immer mehr Erfolge. Stück für Stück eben. Ein ganz wichtiger Erfolg ist für ihn, den Hund mit seinem Wesen als solchen zu akzeptieren, sich also von der Vorstellung des lieben Begleiters zu verabschieden.

    Gestern erzählte dieser Bekannte nun, dass er sich einige Tage zuvor erstmalig seit 4 Jahren offen zu dem Tier geäußert hat. Eigentlich eine völlig undramatische Angelegenheit für den Außenstehenden: Auf die Frage: ‚Darf ich den Hund streicheln?’ hat er einfach nur geantwortet: ‚Nein, der beißt.’. Und was soll man sagen: Er war stolz wie Oskar, dass er diese ehrliche und vor allem auch so wichtige Antwort gegeben hat. War sie doch ein äußerer Ausdruck der Akzeptanz und der Verantwortung. Vier Jahre hat er gebraucht, um diese Antwort so zum ersten Mal zu formulieren!

    Wie man also sieht: Nicht nur Alkoholiker haben am Anfang Schwierigkeiten, sich offen und unbeschönigend zu äußern.
    Wenn es dann aber einmal raus ist, dann fühlt man sich doch um einiges wohler :wink:!

    In diesem Sinne.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Joe,

    tut mir leid, dass es mit der Arbeit wieder nicht geklappt hat. Es ist nun mal so in unserem Lande, wer keine Arbeit hat, hat auch kaum Aussicht welche zu bekommen und wer Arbeit hat, der kann sich tot arbeiten. Aber wer weiss, wozu das gut ist ? Wo zuviel Arbeit hinführt, kannst Du mal bei mir nachlesen "Der 20. Tag" :lol: .

    Drücke trotzdem weiter die Daumen für Dich.

    LG, Andy

  • Hallo Andy, Hallo Forum

    ja, schön ist das nicht mit dem Vorstellungstermin, aber die persönliche Kränkung hält sich ja doch in einem sehr überschaubaren Rahmen. (eine Sache der Übung :wink: / :cry:). Trotzdem Dank für das weitere Daumendrücken :D.

    Ansonsten wieder kaum Neues aus dem Westen – jedenfalls nichts, was sich thematisch in der Nähe des Alkohols befindet. Einzig mein Gewicht bereitet mir langsam ein wenig Kopfzerbrechen! Also nur kurz zur Erläuterung: Grundsätzlich kann ich nicht über zu viel Gewicht klagen, jedoch zeigt meine seit meiner Abstinenz entwickelte Affinität zu diversen Softdrinks mittlerweile eine nicht zu übersehende Wirkung: Der kleine Ansatz eines Bierbauches ist zu einer deutlich wahrnehmbaren Colawölbung gewachsen. Hier gilt es in näherer Zukunft mal konsequent gegenzusteuern.

    Also: Kampf der koffeinhaltigen Zuckerbrause!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    heute ist der langjährige Bekannte meiner Schwiegereltern (ich berichtete irgendwann hier im Thread) verstorben, nachdem sich seine inneren Organe nach gut 40 Jahren Suff in einen nicht mehr funktionalen Zellbrei verwandelt haben. Ich kannte ihn nur von einigen Veranstaltungen, eine persönliche Bindung habe ich daher nicht gehabt, aber durch meine Schwiegereltern habe ich natürlich doch einige ‚Dinge’ mitbekommen. Er war ein äußerst erfolgreicher Mensch und hat im Leben wohl vieles erreicht, von dem so mancher von uns nur träumen kann (Noch vor drei Monaten hat er sich aus einer Laune heraus einen A8 gekauft und weil seiner Frau dieses Auto zu groß war, hat er ihr eben noch einen A4 dazugeholt – Kein Grund für einen Kredit). Tja, aber auch Erfolg schützt vor Dummheit nicht: Seit Jahren ist ihm seine gesundheitliche Situation bekannt gewesen, und dennoch war er nicht bereit, die Finger vom Alkohol zu lassen. Noch vor wenigen Wochen rief er bei Bekannten an, volltrunken, und wusste eigentlich gar nicht, was er eigentlich wollte. Leider hat er die Chance verpasst, seinen Lebensabend zu genießen.

    Es soll mir (uns) eine Mahnung sein.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Joe,
    jenes hat für mich aber weniger etwas mit Dummheit zu tun!

    Ansonsten hätte er in seinem Leben eben nicht soviel erreicht,um sich seine Statussymbole aus einer Laune heraus Kreditfrei zu leisten.

    Er hat die Chance nicht verpasst,er hat sie nur nicht für sich nutzen wollen/können,weil er einfach nicht konnte?

    Natürlich ist es immer wieder eine Mahnung,aber es gibt eben Menschen die es eben nicht schaffen,jene sind aber auch Menschen die es halt nur nicht geschafft haben,Ihre Krankheit zum Stillstand zu bringen,nicht mehr und nicht weniger :wink:

    Die einen wollen es schaffen,und schaffen es auch,und die anderen nicht!

    Sie bleiben aber dennoch Mensch!

    Lieben Gruß,Andi

  • Hallo Andi,

    Du hast Recht: Dummheit ist kein wirklich guter Begriff in diesem Zusammenhang. Nicht zuletzt deswegen habe ich ja auch erwähnt, dass dieser Mann wirtschaftlich sehr erfolgreich war und dafür natürlich ein gewisses geistiges Geschick unumgänglich ist. Da ist Deine Kritik völlig korrekt.

    Dennoch hat er die Chance auf ein nüchternes Leben am Ende verpasst – ganz unabhängig davon, ob er nicht konnte, oder wollte. Die Möglichkeiten, sich vom Alkohol zu trennen, enden eben doch mit dem Ableben. Und dieses steht uns allen ja eines Tages bevor.

    Aber noch einmal kurz zurück auf den wirtschaftlichen Erfolg: Irgendwo hier im Forum hat Spedi kurz etwas dazu geschrieben: Wirtschaftlich erfolgreich ist man dann, wenn man die eigenen Kompetenzen und Ressourcen optimal zum Einsatz bringt und im dem Fall, das dies nicht ausreicht, auch Unterstützung von Außen einholt. Dieser Transfer vom Geschäftlichen in das Private ist dem Bekannten leider nicht gelungen. Denn auch wenn ich ihn persönlich eigentlich kaum kannte, so weiß ich wohl, dass er seit vielen Jahren immer wieder auf Anraten der Ärzte abstinente Phasen eingelegt hat. An Aufklärung hat es also nicht gemangelt und auch nicht an ‚ersten Schritten’. Den Weg in die zufriedene Trockenheit hat er allerdings nie gefunden.

    Ein Mensch war er aber natürlich trotzdem!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    eigentlich wollte ich mir heute mal wieder ein wenig Zeit nehmen und ausführlich hier im Forum stöbern, nachdem ich das Wochenende und den gestrigen Tag nicht dazu gekommen bin, aaaaber: Schon wieder komme ich nicht dazu. Der Grund sei auch kurz erwähnt: Aus Japan ertönt nach langem Munkeln nun auch offiziell die frohe Kunde, dass der gelbe(!) Knipsenhersteller ein neues Produkt auf den Markt wirft. Dreistellig und eine ‚7’ im Namen tragend erfreut mir diese Neuigkeit den Tag und raubt mir auch so ein wenig die Zeit für unser Forum hier. Bin jetzt doch arg damit beschäftigt, die Sabberfäden aus meinen Mundwinkeln zu wischen :wink: .

    Aber nun mal ein Ende mit der kryptischen Faselei (die ohnehin nur beim Fotografiebegeisterten einen Sinn ergibt): Was ich sagen will: Es geht mir gut! Und Warum? Weil es eben mehr gibt, als das Trinken, als den Suff. Weil es eben auch andere Dinge gibt, die einen mit Freude erfüllen und den Tag versüßen können. (Auch wenn die mich bewegende News eher in den ‚Konsum’-Bereich fällt: Es ist eben mein Hobby und damit auch wichtig).

    Ich mach hier für heute Schluss, wünsche Allen trockene 24 und verziehe mich zum Diskutieren und ‚Hecheln’ über oben Angesprochenes auf eine andere (fachspezifische :wink:) Plattform.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Moin Joe,

    das eine D 700 soviel Freude bereitet hätte ich mir ja nie vorstellen können*g* Bin allerdings seit Jahr und Tag "Canonese" :lol:

    Lasse niemals die Menschen fallen, die Dich tragen. Caruso 11/06

    Stuff you died but I don`t cry, my life still starts it`s not a try.
    Caruso 2006

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