Schritte für die nächsten Wochen

  • Heute habe ich die Hausarbeit fertig geschrieben und abgegeben, was für eine Erleichterung :D . Danach habe ich mir zur Belohnung einen Tee gegönnt, dabei jedoch meinen Bus verpasst und eine ziemlich lange Odysee bis nach Hause gehabt. Blea.

    Leider bin ich jetzt ein bisschen krank geworden, mal sehen wie sich das bis morgen entwickelt. Ist aber irgendwie logisch - jetzt ist der Stress vorbei, also werd ich erstmal krank.

    Ich packe mich jetzt ins Bett und lese noch ein bisschen. Einen schönen Abend zusammen.

    LG
    Plejaden

  • Es ist endlich soweit: Ich habe für morgen früh einen Besichtigungstermin für eine der Wohnungen! Mann, bin ich aufgeregt... da kommen noch zwei andere Leute hin. Die Wohnung wäre zum 1.11. frei, ich würde gerne da schon dort einziehen, mal sehen ob mein Freund da mitmacht :roll: . Er ist ja immer noch unwillig hier auszuziehen... Ich denke, wenn mehrere Bewerber für eine Wohnung da sind geht es nach dem Motto "wer zuerst kommt malt zuerst", oder?

    Dann habe ich mir noch Gedanken gemacht bezüglich des Themas "Gewohnheit vs. Gelegenheit". Es ist völlig klar, dass ich Situationen meiden sollte, in denen ich früher gewöhnlich getrunken habe. Aber was ist mit anderen Situationen oder Orten? Für mich ist das eine Frage der Achtsamkeit. Ich hab öfters gehört und auch hier gelesen, dass Leute wie ferngesteuert plötzlich in eine Kneipe marschiert sind und sich dort haben vollaufen lassen.
    Nun ist das für mich kein Gelegenheit. Ich habe mir ganz selten Alk selbst gekauft, ich war nie alleine in einer Kneipe und habe seltenst auf einem Stadtfest oder auf dem Weihnachtsmarkt was getrunken. Meine Frage ist nun: Ist es jemandem schon passiert, dass er ganz gegen seiner Gewohnheit in einer Situation, die ihn nie gereizt hat, plötzlich doch etwas getrunken hat?

    Eins möchte ich klarstellen: Ich habe nicht vor, auf Weihnachtsmärkte, Stadtfeste oder in Kneipen zu gehen. Ich habe Angst davor, dass sich meine "Sucht" neue Wege sucht, weil ich anfange, ihre alten, gewohnten Pfade zu beschneiden und zu kappen. Dieses "Ferngesteuerte" macht mir Angst, weil ich aus Erfahrung weiß, dass ich auch dazu neige :( . Natürlich weiß ich, dass sich sowas lange vorher ankündigt, aber die Mechanismen habe ich für mich noch nicht durchschaut.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    ich würde gerne da schon dort einziehen, mal sehen ob mein Freund da mitmacht


    Es geht um DICH! DU mußt raus aus der Alkhütte!
    Wenn er das nicht einsieht... :twisted:

    Ich wünsche Erfolg

    LG kommal

    unterwegs...

  • So, wollte nochmal berichten wie des heute morgen war: Die Wohnung gefällt recht gut, auch mein Freund war positiv beeindruckt. Wir wollen uns heute Abend nochmal beratschlagen, ob wir uns dafür entscheiden. Ihm ist jetzt, nach der Besichtigung klar geworden wie wichtig mir die Sache ist. Er war so zögerlich weil er selbst Angst vor dem Auszug und dem Projekt "eigenes Leben" hat, das hatte ich mir aber schon vorher gedacht. Falls wir die Wohnung nicht kriegen, will er seine Beziehungen spielen lassen. Er kennt irgendwie die Chefs von ein paar Wohnungsverwaltungsfirmen in der Stadt, von seiner früheren Arbeitsstelle. Er will mir auch helfen, die Wohnung zu entrümpeln, damit wir beim Umzug nicht soviel unnützen Kram schleppen müssen.

    Ansonsten hat mich der Sonntagskoller noch nicht gepackt, hab die letzte Hausarbeit fertig geschrieben. Kann sie aber morgen noch nicht abgeben, weil ich dummerweise vergessen hab mir Autorennamen von Lexikonartikeln aufzuschreiben, was das Zitiersystem aber unbedingt verlangt. Sowas blödes. Ansonsten ist alles startklar für die Eröffnung des Anmeldeverfahrens für die Abschlussprüfung. Der Würzburg-Mann hat sich immer noch nicht gemeldet... Ist aber wie geschrieben nicht so schlimm.

    Schreibe heute abend noch, wies mir den Rest des Tages so ergangen ist.

    LG
    Plejaden

  • Hallo,

    und sorry, dass ich mich gestern nicht mehr gemeldet hab. Eigentlich wollte ich auch in den Chat kommen, aber mir gings plötzlich nicht gut. Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schwindel, Übelkeit... Heute morgen ist es grundsätzlich nicht besser, und ich hab heute einen langen Uni-Tag bis 18 Uhr :cry: .

    Das ist total bescheuert die letzten Wochen... Ich kraxele irgendwie am Rande einer Krankheit herum, ohne richtig krank zu werden, aber so richtig gesund werde ich auch nicht. Ich hatte eigentlich gehofft, dass sich das bessert als ich dem Gift Alkohol entsagt habe, aber irgendwie sind "nur" die Verdauungsprobleme weggegangen (was ja auch schon eine Super-Sache ist). Dabei treibe ich schon Sport, esse viel Obst und Gemüse, hab mir sogar die letzten Wochen immer einen Esslöffel Sanddornsaft in mein Müsli gekippt. Keine Ahnung was ich noch machen soll.

    Naja, drückt mir die Daumen, dass ich den Tag halbwegs über die Runden bringe. Ich weiß nicht, ob ich mich heute Abend nochmal melde, kommt drauf an wie es mir dann geht.

    LG
    Plejaden

  • hallo Plejaden,

    wie geht's dir denn mittlerweile?

    Hast du mal über Zink-Einnahme nachgedacht?
    Ist sehr gut für's Immunsystem (vor allem die Kombi Zink-Histidin)
    Bin fast nicht mehr krank, seitdem ich das nehme und wenn doch, geht die Erkältung etc. schneller vorbei (drei Tage).

    lg

  • So, mir geht es mittlerweile besser. Bis ca. 14 Uhr war es unerträglich, danach ging es immer besser. Ich habe mich heute auch für die Abschlussprüfung angemeldet, aber so richtig Ruhe werde ich erst haben, wenn alles unter Dach und Fach ist. Die Prüfungstermine zu wissen wäre zumindest schonmal sehr beruhigend.

    Das mit dem Zink ist ein wahres Wort, ich sollte mir mal ein Präparat besorgen. Schaden kann es ja wohl nicht, besser werden kann es immer.

    Nachdem ich auch dieses Wochende trocken geblieben bin, erscheint es mir immer lohnender nichts mehr zu trinken. Das Nicht-Trinken kommt mir vor wie ein Schild, das mich vor dem Alkohol schützt. Mein Selbstvertrauen wächst von Tag zu Tag, weil es nicht ewig von den Schuldgefühlen untergebuttert wirkt, und körperlich bin ich sowieso leistungsfähiger geworden. Irgendwie war die Abstinenz wie ein Befreiungsschlag...

    Soviel von mir für heute :) .

    LG
    Plejaden

  • Ach ja, ich hatte vor zwei Tagen meinen zweiten Monatstag! Das habe ich ganz übersehen. *Fähnchenschwenk*

    Es hat hier in meiner Familie echt keiner gedacht, dass ich es so lange durchhalte... *Doppelt Fähnchenschwenk*

  • Hallo Plejaden,

    na, dann mag ich doch glatt gratulieren :D !

    Bleib auf Deinem Weg und mögen Dir noch viele weitere Monate ohne Alkohol vergönnt sein!

    Liebe Grüße

    J. (der jetzt wohl auch vor ein paar Tagen sein 3-monatiges hatte :wink:)

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • na da wünsch ich euch doch beiden alles Gute weiterhin, Dir Plejaden zum 2-monatigen, dir joe zum 3-monatigen (befinde mich wohl genau in eurer Mitte mit fast 10 Wochen).
    :D

    Zitat

    Irgendwie war die Abstinenz wie ein Befreiungsschlag...

    Plejaden, das habe ich genauso empfunden wie du.
    Man ist wieder Herr über sich selbst, über seine Sinne. Der körperliche und mentale Zustand wird mit der Zeit sicher noch besser.
    Ich benötige z.b. momentan nicht mal meine Antidepressiva.

    Probier das mal mit dem Zink, in ERkältungszeiten kann man auch mal 30 mg nehmen, ansonsten langen 15 mg.

    Wie lange hast du denn noch ca, bis du deine Prüfung hinter dir hast?

  • Danke euch beiden, und dir JoeDoe zu deinem 3monatigem! Ich finde, sowas macht Mut.

    Die Prüfungen werde ich erst nächstes Frühjahr hinter mir haben (so Februar bis März). Bis dahin würde mir als erste Etappenziel schonmal genügen, dass ich die Prüfungsanmeldung hinter mich gebracht habe...

    So, ich hau mich jetzt in die Koje, gute Nacht!

    LG
    Plejaden

  • Guten Abend,

    heute war alles etwas stressig. Hab verschlafen, es dann doch noch rechtzeitig zur Arbeit geschafft. Einiges für die Anmeldung erledigt nach der Arbeit, noch etwas fürs Studium in der Bibliothek gelesen, danach wieder nach Hause. Von dort dann zum Arzt, Vorsorgeuntersuchung. Bin leider doch nicht so kerngesund, ist aber eher lästig als gefährlich, werde morgen mit der Medikation beginnen ;) .
    Danach spontan mit meinem Freund shoppen gewesen, einiges wegen des Umzugs besprochen (seine Bereitschaft die Wohnung zu entrümpeln steigt von Tag zu Tag). Danach zu Hause die letzte Hausarbeit entgültig fertig gestellt. Und jetzt ist endlich Feierabend.

    Ich werde heute Abend noch ein kleines Resümee ziehen, was meine bisherigen Lebensstrukturierungsmaßnahmen angeht. Es gibt noch einiges zu verbessern, vor allem weil Routinesachen im Augenblick komplett hinten runter fallen (AT, aufräumen, spülen, PHP lernen etc.). Ich möchte das aber noch weiter beobachten, weil ich denke, ich hab im Moment viel nachzuholen weil ich halt bisher alles mögliche verpeilt habe und das alles aufarbeiten muss.

    Grundsätzlich bemerke ich, dass sich meine Einstellung zum Alkohol zu wandeln beginnt. Das Gefühl, etwas zu verpassen wenn ich nichts trinke, verschwindet langsam und macht einer Art "Ekel" Platz. Obwohl Ekel ein zu starkes Wort ist, aber mir fällt grad kein besseres ein.

    So, ich lasse den Abend jetzt so langsam ausklingen. Gute Nacht zusammen!

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    ich stehe auch vor dem Umzug und nehme bei jedem Verlassen der Wohnung etwas mit. Das macht die Trennung leichter :lol: und den
    Haufen kleiner! Schritt für Schritt

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo zusammen,

    das ist ein guter Tipp kommal; sonst hätte mir eine heftige Mega-Ausmistungsaktion vorgeschwebt. Habe mich gerade schlau gemacht, wo ich einige Sachen (alte VHS-Kassetten, MCs, Disketten, CDs...) entsorgen kann/darf. Bin da jetzt schlauer und werde mir morgen einen Restabfall-Müllsack kaufen ;) .

    Ansonsten habe ich heute meinen ersten Stempel abgeholt, alles ganz unproblematisch, musste nur leider vorher eine geschlagene Stunde in einer laaangen Schlange stehen. Wie ätzend. Hab dann noch für nächste Woche ein Referatsthema aufs Auge gedrückt bekommen, aber dann hab ich es hinter mir und alle Optionen offen für die Abschlussarbeit.
    Morgen werde ich noch mehr Stempel einfahren, hoffentlich auch die mündlichen Prüfer organisieren und dann erstmal wieder Ruhe haben.

    Gestern kam ich übrigens endlich doch noch zu der Ehre, eine rituelle Alkoholvernichtung im Beisein meines Freundes durchführen zu können: Bei ersten zaghaften Entrümpelungsversuchen haben wir eine Flasche Sekt entdeckt, die ich vor einigen Monaten irgendwo gefunden (!) und mit nach Hause genommen habe (!!), wo ich sie dann versteckte (!!!) um sie irgendwann heimlich zu trinken (ohne Worte). Das Zeug ist im Klo gelandet, und meinem Freund wurde es endlich klar, wie tief ich eigentlich schon gesunken war.
    Mein Verhältnis zum Alkohol ist im Moment etwas janusköpfig. Klar, da sind noch diese Verzichtsgedanken. Aber inzwischen wechseln sie sich mit Erleichterung darüber ab, keinen Alkohol mehr trinken zu müssen. Und die Erkenntnis reift in mir, dass der Alkohol in dem Leben, das ich führen will, nichts mehr zu suchen hat.

    LG
    Plejaden

  • hey Plejaden

    eigentlich wollte ich heute einiges im kinderbereich schreiben, aber irgendwie bin ich über deinem (und joedoe's) thread hängen geblieben...

    auch von mir glückwunsch zum zweimonatigen (+vier tage), dass noch ganz ganz viele folgen! ich drück dir ganz fest die daumen, dass ihr bald ne wohnung findet!

    das mit den prof's scheint wohl so üblich zu sein, ne freundin von mir jammert au scho ewig rum, weil sich ihrer net bemüht und oft net zurückschreibt - sie hat ihre diplomarbeit abgegeben und muss noch irgendwas diesbezüglich regeln (kenn mich da net so aus)

    liebe grüße

  • Hallo summerdream,

    danke für die Glückwünsche! Ich hab das auch schon öfters erlebt, dass Dozenten verschwunden sind und dann kaum noch zu erreichen waren. Es gibt wohl solche und solche... ätzend ist es allemal.

    Ich gehe gleich los und kaufe mir einen Müllsack, nehme bei der Gelegenheit einen Schwung Batterien mit. Ich habe noch nie (!) in meinem Leben Batterien entsorgt! Ich habe hier ein Imperium! Das werde ich so nach und nach abbauen, jeden Tag ein Kilo...
    Und nein, ich werde sie nicht in den Restabfall stecken ;) .

    Ich weiß nicht, ob ich mich heute abend noch melde, werde erst um 21 Uhr heimkommen. Deshalb vielleicht bis morgen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo und guten Abend! Da ich doch nicht so fertig bin wie ich dachte, schreibe ich doch noch ein paar Zeilen.
    Heute habe ich mir wieder ein Stempelchen eingeheimst, mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Morgen werde ich einige Fragen klären bezüglich der Prüfungsanmeldung (wann ich welche Formulare abgeben muss) und ein Referat vorbereiten. Uni 2007 - nach dem Referat ist vor dem Referat...

    Was mir aufgefallen ist: Es fällt mir immer leichter von zu Hause weg zu bleiben. Bis vor ein paar Wochen war es mir wichtig, immer möglichst schnell nach Hause zu kommen und ich hab immer halbe Depressionen gekriegt wenn ich nicht spätestens um 14 Uhr wieder daheim war. Mich in Selbstmitleid gesuhlt, das typische IaS-Syndrom. Das beginnt sich jetzt zu ändern, es macht mir weniger aus, so wie heute bis 20 Uhr an der Uni zu bleiben. Irgendwie wird die Uni zu meiner sicheren Burg, solange mein Zuhause das (noch) nicht ist.

    Dann ist mir noch etwas aufgefallen den Zusammenhang zwischen Sozialer Phobie und Alkohol betreffend: Natürlich wusste ich schon länger, dass es einen solchen Zusammenhang gibt. Und aus diesem Grund hab ich meine Angst (vordergründig) nicht weggesoffen, weil ich wusste, dass ich den Alkohol dann missbrauchen würde. Das perfide daran: Da ich gleichzeitig meine Angst nicht behandelt habe, konnte ich meinen Aufgaben nicht richtig nachkommen. Dadurch türmten sich dann massig Schuldgefühle auf, das hatte ich ja schon erwähnt. Und aus diesen Schuldgefühlen heraus, um die Verantwortung und die ganzen Damokles-Schwerter wegzuwaschen, hab ich gesoffen.
    Also doch wieder und ursprünglich: Aus Angst.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat von Plejaden

    ... Und aus diesen Schuldgefühlen heraus, um die Verantwortung und die ganzen Damokles-Schwerter wegzuwaschen, hab ich gesoffen.


    Das hätte ich glatt auch in meinem Thread über mich selbst schreiben können :wink: . Nur mit der kleinen Ergänzung, das die Haare der Schwerter über die Zeit ein wenig brüchig wurden und die ein oder andere Klinge nun von der Decke auf mich stürzt :( . Aber bin flink wie ein Wiesel :D !

    Irgendwie ist es doch schon komisch, dass man sich sehenden Auges immer mehr Probleme bereitet, weil man die Effekte der Angst ignoriert oder sich der irrigen Hoffnung hingibt, dass sie vielleicht eines Tages ganz von allein verschwinden werden (ging mir jedenfalls so). Und der Alkohol hat ja dann auch so wunderbar geholfen, die eigene Schieflage zu verdrängen ... jedenfalls bis zum bitteren Erwachen am folgenden Tag :? !

    Angst ist schon eine dumme Sache. Vor allem so eine wie die soziale Phobie! Arbeitest Du eigentlich bereits an diesem Problem, oder hast Du das schon einmal in der Vergangenheit getan? Wir sind ja sozusagen Leidensgenossen, daher frag ich auch nicht ganz uneigennützig :wink: .

    Ist jedenfalls immer wieder schön, in Deinem Thread zu lesen: Klingt doch alles sehr positiv und konsequent in die Zukunft blickend!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Gestern bin ich nicht mehr dazu gekommen zu schreiben, ich hatte schon wieder einige Stunden Bildschirmarbeit hinter mir und konnte echt nicht mehr aus den Augen gucken... Dafür habe ich meine Flyer-Entwürfe jetzt mal endlich abgeschickt. Mal sehen obs der Kundin gefällt.

    Ansonsten war es ein ruhiger Tag. Hab wieder einen Schwung Batterien mitgenommen, bis 14 Uhr in der Bibliothek gearbeitet und da viel geschafft. Danach hab ich zu Hause an meinen Flyern weitergearbeitet und hab mir noch einen schönen Abend mit meinem Freund gemacht.

    Zitat

    Irgendwie ist es doch schon komisch, dass man sich sehenden Auges immer mehr Probleme bereitet, weil man die Effekte der Angst ignoriert oder sich der irrigen Hoffnung hingibt, dass sie vielleicht eines Tages ganz von allein verschwinden werden (ging mir jedenfalls so).


    Ja, mir ging es ganz genau so. Meinen Tiefpunkt hatte ich im Winter vor zwei Jahren (was die Angst betrifft), da lag ich nur noch vor den Fernseher (wenn ich frei und nichts zu tun hatte) und hatte mich total von der Realität ausgeklingt. Schwere Depressionen, von denen keiner was bemerken durft. Hätte ja niemand verstanden. Dazu dann abends gesoffen, wenn es mein "Trinkplan" zuließ, damit ich wenigstens schlafen konnte. Ich dachte echt, wenn ich einfach so vor mich hin lebe, dann wird sich alles schon von alleine regeln.

    Zitat

    Arbeitest Du eigentlich bereits an diesem Problem, oder hast Du das schon einmal in der Vergangenheit getan?


    Ich hab die letzten anderhalb Jahre eine kognitive Verhaltenstherapie gemacht. Durch diese Therapie ist die soz. Phobie fast komplett verschwunden, bis auf ein paar Kleinigkeiten, mit denen ich aber gut leben kann. Meine Lebensqualität ist um gefühlte 700 % gestiegen.
    Deshalb gehe ich diesen Weg, den Alkohol betreffend, jetzt so konsequent - ich hab mit der soz. Phobie jahrelang, jahrzehntelang rumgeeiert, hab mir gedacht, ich schaffe das auch alleine, hab mir Bücher gekauft etc. Aber der entscheidende Durchbruch kam erst durch die Therapie.

    Das soll mir mit dem Alkohol nicht passieren. Aus diesem Grund habe ich auch den Versuch des kontrollierten Trinkens nach zwei Wochen abgebrochen - ich hab gemerkt, das gibt nix.

    So, ich gehe jetzt sporteln. Bis später!

    LG
    Plejaden

  • So, heute wars ein schöner Tag. War ja Sport machen (laufen mit meinem Freund), danach haben wir schön gemütlich gefrühstückt. Hab was für die Uni gemacht (Buchkapitel durchgearbeitet und Bilder für ein Referat runtergeladen), danach sind meine Eltern weg.
    Hatte ich vergessen zu schreiben: Sie sind bis zum 10.11. bei meiner Oma. Also wieder mit meinem Freund zusammen das Programm vom letzten Mal abgespult, Wasserkästen aus dem Keller geholt, den Inhalt der Hausbar in einen Wäschekorb gepackt, in den Alk-Keller damit, Tür abgeschlossen, meinem Freund den Schlüssel gegeben. Ich hab also jetzt bis zum 10.11. ein alkfreies Daheim. Das ist sehr erleichternd, irgendwie.

    Danach haben wir schön was zu essen gekocht und probieren gleich mal die Xbox 360 in HDtv aus - am TV meiner Eltern. Hoffentlich jagen wir das Ding nicht in die Luft ;) . Danach wird Boxen geguckt. Habe also einen schönen, ausgefüllten Abend vor mir.

    Ansonsten habe ich mir grad eben den "Leitfaden zur Trockenheit"-Thread von Freund durchgelesen, das hat mir einige Anregungen und auch Denkanstöße gegeben. Zum Beispiel denke ich darüber nach, wesentlich offensiver und resoluter mit meinen Eltern umzugehen, wenn sie in meiner Gegenwart Alkohol trinken. Ich halte mich ja inzwischen gar nicht mehr bei ihnen auf wenn sie da unten trinken, aber ich denke darüber nach, dass mein Freund jetzt immer Abendessen holen gehen soll. Ich will da einfach nicht mehr hin um das Essen abzuholen (ich esse jetzt immer oben in meiner kleinen Wohnung), und die ersten Sätze die mein Vater rausbringt sind: Wie gut das Essen doch schmeckt (ist ja auch ok) und als zweites genüßlich an seiner Bierpulle ziehen und genießerisch zu seufzen und mir grinsend zu sagen: "Ach, tut das gut!"
    Ich habe schon von so vielen gelesen, dass sie es für selbstverständlich ist in Anwesenheit eines Alkoholkranken nicht zu trinken, und meine Eltern können nichtmal auf ihr Bier/Wein zum Essen verzichten, bzw. wollen mir das auch noch schönseufzen. Meine Konsequenz daraus ist: Noch weniger Kontakt. Wenn ich hier nicht mehr wohne, werde ich an Freitag/Samstag/Sonntag-Abenden gar nicht mehr hier auftauchen, denn dann wird gesoffen. Ich kann sie nicht ändern, ich kann nur mich selbst schützen.

    Auf Stadtfeste, in Kneipen und auf Parties gehe ich ohnehin nicht, ich werde auch nicht eingeladen, weil ich kein Schwein gut genug kenne :roll: . Und nach längerem Überlegen werde ich auch auf Weihnachtsmärkte verzichten. Christbaumkugeln kann ich auch im Kaufhaus erstehen...

    LG
    Plejaden

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