das ist doch kein familienleben!

  • Hallo ilcicaso2007,

    ersteinmal herzlich willkommen hier!

    wie du inzwischen selber bemerkt hast ist das wohl nicht das familienleben das du dir für dich und deinen sohn gewünscht hast.
    auch ich bin zu so einer furie geworden mit dem ergebnis das mein partner nur noch mehr trank (er kommt heute aus der entgiftung und ich habe natürlich angst wie es weiter geht)
    wie du auch sicher aus vielen threads in diesem forum entnehmen konntest kannst du für deinen mann verdammt wenig tun, in seinem kopf muß es klick machen, er muß einsehen das irgend etwas nicht stimmt, dann könntest du ihn evt. unterstützen. keiner verlangt von dir das du etwas machen sollst was du nicht willst. diese berühmte "ultimatum" kommt von ganz alleine, glaube mir. irgendwann wird der punkt kommen wo du einfach keinen ausweg mehr weist. wir frauen/mütter versuchen immer alles im lot zu halten, die familie zusammen zu halten und diese ohnmacht nichts gegen den trinkenden partner machen zu können treibt einen schier in den wahnsinn.
    deinem sohn zuliebe bist du du nun schon mal hier gelandet. das ist ein anfang. aus eigener erfahrung (bin unter anderem auch die tochter von alkoholikern) kann ich dir nur sagen irgendwann wird dein sohn bewust mitbekommen das papa mehr bier trinkt als "normal" ist. irgendwann wird er wie du darunter leiden. du hast die verantwortung für den kleinen, nicht für deinen mann.
    ich wünsche dir auf deinem weg ganz viel kraft!

    Liebe Grüße
    Lillith67

  • Hallo ilcicaso2007,

    ersteinmal herzlich Willkommen hier im Forum.
    Tja eine typische Geschichte die du da aufgeschrieben hast.
    Ok, du schreibst für ein Ultimatum hast du noch nicht die Kraft.
    Was hälst du denn von einer Mutter-Kind-Kur? Du hast Abstand , kommst zur Ruhe und kannst dir Gedanken machen wie es weiter gehen soll.
    Von alleine kommt er nicht drauf das es dir nicht gut dabei geht. In der Zeit der Kur hat auch er Zeit zum Nachdenken.
    Ich freue mich von dir mehr zu hören.

    LG
    Elocin

  • ilcicaso2007,

    ja es kostet kraft, einen weg zu gehen den man nicht kennt. aber es muß ja nicht unbedingt ein schlechter weg sein. ich kann gut verstehen das in dir eine welt zusammen bricht. in guten wie in schlechten zeiten... aber was macht dein mann dafür? du machst dir gerade viel gedanken, wie,wann und wo es weiter gehen soll und somit bist du schon angefangen über einen neuen weg nachzudenken. auch das ist ein anfang. einen rat noch... stelle kein "ultimatum" oder änliches wenn du es nicht einhalten kannst, dann bist du unglaubwürdig und das merkt er ganz schnell. und versuche zu lernen los zu lassen, nicht unbedingt fallen lassen, einfach ein bischen abstand von ihm zu nehmen. mit dem "gemecker" erreicht man/frau gar nichts, wie du sicherlich schon bemerkt hast. laß ihn machen, macht er ja eh und überlege du dir was für dich und den kleinen gut ist.

    LG
    Lillith67

  • hallo ilcicaso !

    eine große hilfe in dieser situation ist es sicher wenn du dich mal bei der suchtberatung in deiner umgebung erkundigst.

    für mich war und ist es ein segen, das ich eine blau kreuz angehörigengruppe besuche.

    ich wünschte nur ich hätte sie schon vor dem entzug meines mannes gehabt. es hätte mir einiges erspart weil ich dann in vielen situationen anders reagiert hätte.

    ein bischen sehr oft hätte aber es ist wie es ist.

    vieleicht bekommst du es ja hin das du anstatt zu meckern klare ansagen machst.
    -zb ich gehe zur suchtberatung weil ich mit deinem alk-konsum nicht klarkomme oder
    ich möchte das du nicht im schlafzimmer schläfst, weil du alkohol getrunken hast oder
    ich lade keinen besuch ein weil du betrunken bist usw so in der art.

    fang bloß nicht an dich zu rechtfertigen oder was zu erklären. das bringt nichts.

    ich wünsche dir auf jeden fall sehr viel kraft.

    liebe grüße frau

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

  • Hallo ilcicaso2007,

    wegen der Kur kannst du bei Deiner Krankenkasse, AWO, Caritas oder deinem Hausarzt nachfragen.Die können dir sicher weiterhelfen.
    Auch der Vorschlag von frau ist ein guter Weg auch da kann dir geholfen werden und du kannst Kraft sammeln denn die brauchst du, egal was du tust.

    LG
    Elocin

  • Hallo ilcicaso !

    bis auf die tatsache, das ich keine Kinder habe, geht es mir so wie Dir. Ein Zusammenleben ist nicht möglich, weil er sich auch sofort nach der Arbeit vor den PC setzt.

    Mit ihm weggehen möchte ich allerdings auch nicht, da er dann ja immer was trinkt. (mehr als zuhause)

    Diese Mutter-Kind Kur ist eine feine Sache. Meine Schwester hat eine gemacht, hatte nichts mit Alkohol zu tun aber soweit ich weiß ziehen die Krankenkassen da mit.

    Viel Erfolg dabei

    Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
    To heal the wounds of lovers past - Until a new one comes along

    (Billy Joel)

  • Hallo ilcicaso

    Du kannst an deinem Mann nichts ändern, was er selbst nicht möchte aber du kannst an dir was ändern.
    Dein Mann trinkt weil er trinken muss denn sonst würde er nicht mehr funktionieren. Jetzt kommst du und sagst er solle doch aufhören zu trinken. Das weiß er selber aber ihn macht es wütend, weil du ihm einen Spiegel vorhälst.
    Schon ist Streit vorprogrammiert und er hat einen Grund weiter zu saufen.
    Alkoholismus ist eine Familienkrankheit, denn der eine säuft ihn und der andere hat ihn im Kopf.
    Es dreht sich alles um den Betroffenen und man versucht mit allen mitteln ihn vom saufen wegzubringen. Wer lässt sich schon gerne was wegnehmen.
    Man übernimmt Verantwortung für ihn, und macht dinge die er eigentlich erledigen müsste.
    Man hält alles von ihn fern was ihn belasten könnte. Man nimmt ihn ganz aus der Verantwortung.
    Man bettelt, man droht ihn zu verlassen, man macht alles für ihn, man liebt man verflucht ihn, man hasst ihn usw.
    Man steht dem ganzen hilflos gegenüber und ist genauso gefangen in der Sucht wie der betroffene
    Denn man hält ja nicht ein was man sagt.
    So wäre der Betroffene doch blöd mit dem Saufen aufzuhören, denn er denkt es geht ihm doch gut dabei.
    Man hat als angehöriger keine Chance den Trinkenden von der pulle zu bringen denn das kann er nur selbst.
    Man kommt nur heraus, wenn man an sich was ändert. Übernimm keine Verantwortung mehr für ihn. Mach das was dir gut tut, auch wenn es dir Schwer fällt. Sage ihm, wie weit er bei dir gehen kann. Zeige ihm seine grenzen. Endschuldige sein Verhalten nicht länger. Sage ihm, er könne sich entscheiden zwischen seiner geliebten (Alk ) und dir und deinem Kind. Sage ihm das dir an ihm was liegt, aber ohne Alk. Übernimm für dich und deinem Kind Verantwortung und gehe in eine Beratungsstelle und hole dir dort Informationen. Gehe in eine SHG, dort wirst du erfahren wie man mit einem Alk umgeht.
    Lass los von den Gedanken, ihn helfen zu wollen, denn das verlängert nur euer Leiden.
    Der Alkoholiker kann sich nur selbst helfen, dafür muss er aber erst tief genug in der Sch***se liegen, bis er was unternimmt.

    Auch ich hatte mir damals bald meine bauchspeicheldrüse weggesoffen und auch keinen grund darin gesehen mit der sauferei ( trotz vieler krankenhausaufenthalte ) aufzuhören.
    Heute habe ich diabetes und das sind die spätfolgen meiner sauferei.

    Es grüßt dich recht herzlich Heinrich Alk und Co-Alk


    Es (das Loslassen) löst uns nicht von den Menschen,
    um den wir uns Sorgen, sondern von der Qual der
    der Verstrickung.

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • hallo ilcicaso!

    das habe ich auch gedacht. es ist hundertprozentig so wie klaro es schreibt und es sind genau diese
    dinge wo eine shg dir helfen kann.

    ich habe diesen schritt damals auch lange hinausgezögert und bin dann auch nur gegangen, weil mir die klink wo mein mann entgiftet hat, es mir dringend ans herz gelegt hatte.

    ich war wohl ziemlich fertig und habe mich selber nicht mehr richtig wahrgenommen.

    es war nur noch ein irgentwie funktionieren und froh sein wenn der tag um war ohne das etwas passiert war.

    wichtig ist, das du dich in bewegung setzt um für dich und dein kind etwas zu verbessern
    mach kleine schritte. damit kommst du auch weiter.

    es ist auch richtig, das du dir genau überlegst welche schritte du machen möchtest damit du dann auch wirklich dahinterstehst.

    es ist dein weg und du bestimmst das tempo aber auf diesem weg wird dir hilfe angeboten und du ersparst dir einiges wenn du jede hilfe annimmst die du bekommen kannst.

    ich drück dir dolle die daumen, das es für dich gut wird

    liebe grüße frau

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

  • hallo ilcicaso
    deine gedanken sind schon bei: jetzt ist alles aus und es heisst trennung für
    immer.
    dem ist nicht so, denn saufen bedeutet nicht immer trennung.
    du sollst nur loslassen von den gedanken ihn helfen zu müssen. um dafür die
    kraft aufzubringen, solltest du dich an eine suchtberatungsstelle wenden und
    in eone SHG gehen.
    dort sagen dir betroffene und angehörige, wie sie den weg aus der sucht geschafft haben.
    bei deinem mann muss erst der leidensdruck gross genug sein um was für sich zu machen.
    ist er bereit was zu machen, so kannst du ihm zur seite stehen, aber er muss für sich
    wollen und nicht für dich und dein kind.
    dafür sind, sich grenzen setzen gegenüber den trinkenden sehr wichtig, gehe jeden streit
    aus dem weg und gebe ihm keinen anlass, das es wieder eskaliert. da du mit den nerven
    so ziemlich am ende bist, solltest du dir in einer SHG die kraft holen um dies alles
    aushalten zu können.
    bei uns war es doch genauso, wie bei dir, nur es änderte sich erst was, als
    meine frau kapitulierte und sich hilfe holte da sie mit den nerven
    am ende war.sie lernte,das sie an mir nichts ändern konnte aber was an sich.sie lies
    mich weiter saufen und machte mir keine vorwürfe. sie schloss mich aus den familien-
    leben aus und suchte keine entschuldigungen mehr für mich.sie machte mir klar das dies
    nicht mehr ihr weg ist den ich gehe und sie sich für ihren weg entschlossen hatte,sie
    aber bereit wäre mit mir gemeinsam eine lösung zu finden sofern ich wolle.
    da meine frau kein interesse mehr an meinen leben zeigte wurd ich immer unzufriedener
    und wurde ihr gegenüber aggressiver. kurz gesagt ich war an meinen tiefpunkt angelangt
    da ich dachte,das keiner von meiner familie mit mir etwas zu tun haben will.ich habe
    dann auch kapituliert und mir hilfe gesucht.denn je stärker meine frau wurde und mir
    ihre grenzen zeigte um so dreckiger ging es mir.heute führen wir eine ehe in der nicht
    alles harmoniert aber wir gehen respektvoll miteinander um. meiner frau und mir ist
    klar geworden das jeder für sich selbst verantwortlich ist und kein anderer. für meine
    zufriedenheit muss ich selbst sorgen und kann keinen anderen verantwortlich machen.
    du und dein Kind stehen der situation völlig hilflos gegenüber weil ihr damit
    überfordert seit.
    wenn du glaubst, das euer 2 1/2 jahre altes kind nichts von eurem problem mit
    bekommt so bist du auf dem holzweg. es bekommt alles mit, wird nur nichts dazu sagen,
    weil sie euch beide lieb hat.
    mein enkelkind war auch so alt wie dein kind, als ich sie und ihre mutter mit hilfe
    der polizei aus der wohnung holte, da ihr vater wieder im besoffenen kopf
    ihre mutti schlug.
    obwohl dies schon einige jahre her sind, sagt sie mir manchmal, opa weisst du
    noch, wie du mit der oma und der polizei uns geholt hast. du musst dir nur im klaren sein
    das sich euer kind nicht wehren kann aber du für es mitentscheiden solltest, ob du ihm das weiterhin antun willst.
    ein sprichwort sagt: Wer ständig seine
    Darseinsberechtigung nachweisen,durch Gutsein verdienen,es dem anderen immer recht
    und alles richtig machen muss,wird sich selbst Fremd und weiss schließlich nicht
    mehr,wer er ist, was er braucht und was er macht. UND DAS MACHT KRANK
    es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Dina !

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Trennung möchte man nicht wirklich aber so weiterleben ist auch nicht schön. Wie Du mir im meinem Thread geraten hat, muss man auf die anderen hier hören aber auch abwarten, bis man für Konsequenzen bereit ist.

    Ich kenne das gut, wenn man das Gespräch auf Alkohol und Bier lenkt, geht unser Partner an die Decke. Daran merkt man aber doch schon, dass er eigentlich weiß, dass das ein Problem ist.

    Ich bin im moment dabei ihn wenigstens davon abzubringen zu lügen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er keine Schnäpse mehr trinkt, nicht betrunken Auto fährt und kein Kokain konsumiert (ja, auch das macht er ganz gern mal. :cry:
    Leider ist das auch in den letzten Wochen vorgekommen und er hat es abgestritten. Natürlich habe ich es dennoch rausbekommen.

    Ansonsten versuche ich den Rat der anderen lieben Forumsmitglieder zu beherzigen und mein eigenes Ding durchzuziehen. Heißt: Wenn er meint was trinken zu gehen, gehe ich zu einer Freundin.
    Wenn wir irgendwo eingeladen sind sage ich: Da gibts kein Bier, laß mich doch alleine fahren. Da gefällt es Dir sicher nicht.

    Oder wenn wir ins Restaurant gehen sage ich: Du fährst heute. Wenn Du mehr als 2 Bier trinkst, fahre ich nicht mehr mit Dir mit.

    Freunde, die uns gut kennen und schon gemerkt haben, welche Mengen das bei ihm sind habe ich darauf aufmerksam gemacht und die sagen schon manchmal was. Wichtig hierbei ist, dass das Männer sein müssen, die er schätzt und wo ihm die Meinung wichtig ist.

    Das sind so ein paar Ideen, die ich umsetzte. Wenns denn gar nicht geht oder wir damit nicht mehr zu leben bereit sind, bleibt ja immer noch der letzte Schritt zur Trennung.

    Liebe Grüße

    Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
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    (Billy Joel)

  • Hallo Markus !

    hast Recht grundsätzlich, war auch mehr als Tipp für Dina gedacht, da Sie ja auch noch nicht bereit ist, sich zu trennen.

    Und man muß ja nun nicht ständig leiden.

    Dina, Du solltest vielleicht auch Deinem Mann mal sagen, dass 5 Mintuten mit dem Kleinen auf dem Sofa rumalbern nicht so unbedingt was mir Erziehung zu tun hat.
    Versucht doch mal zusammen in den Zoo oder bißchen spazieren zu gehen oder ihr geht mal auf den Spielplatz (da kann er ja auch rauchen und muß nicht auf den Balkon).

    Wie reagiert er dennl, wenn Du Dich abends bzw. nachmittags mit einer Freundin treffen will ? Ist er in der Lage Euren Sohn sinnvoll zu beschäftigen und ins Bett zu bringen ? Oder hast Du Angst ihn mit Deinem Sohn allein zu lassen, wegen der Trinkerei ?

    Liebe Grüße

    Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
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    (Billy Joel)

  • hallo dina und emma !

    einen nassen alkoholiker vom lügen abzubringen ist wie zu einem kind mit windpocken zu sagen: " hör auf überall pusteln zu bekommen".

    ES GEHT NICHT!!!!

    alkoholsucht ist eine !!!!!!!!! KRANKHEIT!!!!!!!!!

    ein nasser alkoholiker muss lügen um seine sucht aufrecht erhalten zu können.

    er ist genauso in seiner sucht gefangen wie ihr in eurer co-abhängigkeit.

    meistens geht es nur mit hilfe von außen.

    bei einem gebrochenen bein geht doch auch jeder zum arzt.

    wenn ihr aus dem hamsterrad aussteigt wird das rad irgendwann aufhören sich zu drehen und der im hamsterrad verbleibende denkt früher oder später" hey, was mache ich hier überhaupt? oder er wird sich eben aleine weiterquählen um das rad weiter in gang zu halten.

    dina vieleicht überlegst du mal warum du nicht zur suchtberatung möchtest?
    überleg es für dich oder wenn du magst kannst du es auch schreiben.

    liebe grüße frau

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

  • hallo ilcicaso! du fragst, wie meinen frau es machte um stark zu sein, das sie meine sauferei ertragen konnte.sie holte sich imformationen in der suchtberatungstelle, wo sie ratschläge bekam, wie sie mit mir umgehen sollte.dort bekam sie auch telefonnummern von Shg,s die sie dann angerufen hat.dort sind genug betroffene und angehörige die auch in der sucht arbeiten und treffen mit angehörigen ausmachen, die hilflos dem trinkenden und seinem umfeld gegenüberstehen. sie ging am anfang noch nicht in eine gruppe sondern machte treffen auf neutralen boden aus. sie merkte, wie ihr diese treffen guttaten, weil sie merkte das sie nicht allein mit ihrem problem war.am wichtigsten war ihr dabei die menschliche anteilnahme die sie dabei spürte und der blickkontakt mit den anderen.es tat ihr gut, auch mal in den arm genommen zu werden, wenn sie ihren tiefpunkt hatte. sie taute förmlich auf und traute sich immer mehr zu, da sie doch den rücken gestärkt bekam.das dies nicht von heute auf morgen ging, ist ihr mit der zeit klar geworden, denn sie musste erst wieder lernen, sich selbst aushalten zu können.sie lernte wieder, was leben heisst und das dazu auch die eigenen bedürfnissen zählen.sie lernte, das sie verantwortung für sich sei und nicht für mich.sie änderte an sich und seinem umfeld einige dinge die möglich waren und ließ sich nicht mehr beeinflussen.das waren ihre anfänge zu einem anderen leben, was ihr selbstbewusstsein stärkte und sie immer mehr belastbarer wurde um mich mit meiner sauferei ertragen zu können. sie ging sogar soweit, das sie mir bier und schnaps auf den tisch stellte, damit ich nicht mit dem auto fuhr. sie hatte angst, das ich vieleicht einen unfall mache und amdere dabei schädige.sie konnte das alles aber erst, als sie sich hilfe holte und sie auch bedankenlos annahm.ich bin nicht nur alk sondern auch co-abhängiger.ich kann mich gut in deine lage hineinversetzen, da ich vieles durchmachte mit meinem ex-schwiegersohn und danach mit meiner tochter, die auch alk abhängig wurde.da ich aber schon einige jahre in der suchthilfe tätig bin, wusste ich, was auf mich zukam.ich habe als erstes ihr hilfe angboten, die sie aber nicht wollte.dieses konnte ich gut verstehen, weil man als enger angehöriger keine chance hat,( weiss ich von mir selbst ) was an ihm zu ändern, weil sich der betroffene bevormundet fühlt.ich habe losgelassen, ihr helfen zu wollen und gesagt, wenn sie keine hilfe möchte so solle sie sich eben todsaufen, weil es ihr ding wäre.ich bekam dinge von ihr zu hören, die unter die gürtellinie gingen und sehr schmerzhaft für mich waren und heute noch sind.nur musste ich mich dabei ertragen können um dies alles aushalten zu können. dazu bekam ich unterstützung durch freunde, mit denen ich darüber reden konnte. mir wurde mut gemacht, das sich mit der zeit was ändern könnte, was auch an dem war, aber erst als es ihr dreckig ging.ich hatte dabei auch noch meine frau gegen mich, welches ich auch verstehen kann, da mütter wie eine glucke sind und schecht loslassen können.dabei musste ich mich aushalten können und stark genug dafür sein.ich habe mich früher immer missbrauchen lassen egal von was.ich suche heute nicht die schuld bei anderen sondern bei mir selbst, denn ich habe es doch zugelassen, das es soweit kommen musste.ich habe früher auch gedacht, viele dinge regeln sich von alleine, was aber nicht an dem war.erst als was mit mir passierte (mein persönlicher tiefpunkt) war ich bereit was an meinem leben zu verändern.dabei waren und sind mir heute noch die menschen behilflich, die sich damit auskennen und das alles schon hinter sich haben. meine frau geht heute selten in die gruppe, da wir unser enkelkind aufziehen, aber sie betätigt sich anderweilig und lässt sich ihre freiräume, die jeder für sich braucht nicht mehr nehmen.sie sagt heute ab und zu zu mir das ich ein schwiereiger fall wäre, aber es ist ihre entscheidung ob sie mit dem noch zusammenleben will.friede freute eierkuchen ist bei uns bestimmt nicht aber ich kann sie nicht ändern und sie mich nicht. was wir aber können ist, sich gegenseitig respekt zollen.dahin wirst du auch noch kommen, aber es het nur in kleinen schritten,wozu ich dir viel kraft und stärke wünsche.

    es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Guten Morgen ilicicaso,

    würdest du dich auch schämen, wenn du dir Informationen zum Umgang mit einer Diabetes deines Mannes holen würdest? Wofür schämst du dich? Dass dein Mann krank ist? Mir kommt es vor, als würdest du dich schämen, weil du denkst, versagt zu haben. Du hast keine Schuld und keinen Grund, dich zu schämen.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • hallo dina!

    hey, toll. du hast eine weiteren kleinen schritt gemacht. noch einen schritt- der termin und noch eine schritt-du gehst hin. prima immer schritt für schritt.
    es kann wirklich nur besser werden wenn du dich auf den weg machst.

    es stimmt wenn du der wahrheit ins auge siehst mußt du handeln aber es lohnt sich. du fängst wieder an zu leben.
    das leben kann so schön sein, viel schöner als du es dir einreden kannst.

    das mit dem schämen ist so eine sache.
    ich habe mich lange gegen hilfe von außen gesträubt.
    ich wollte kein mittleid und ich wollte nicht zugeben,das ich mein leben nicht im griff habe.
    " ich bekomme das schon hin. ich brauche keine hilfe. uns geht es gut"
    eine grandiose lebenslüge.

    erst gestern abend sprach ich mit meinem mann über das nicht weiter verstecken und lügen müssen wegen seiner sucht.
    es gibt eine person in meinem entfernten bekanntenkreis von der ich nicht möchte das sie von der suchterkrankung meines mannes erfährt.
    er sagte wörtlich " ich verstehe dich nicht. du hast nichts damit zu tun. recht hat er. es ist seine suchterkrankung nicht meine.


    DU HAST NICHTS DAMIT ZU TUN


    liebe grüße und ich drück dir fest die daumen
    frau

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

  • hallo dina!

    ich wollte nochmal was loswerden im bezug auf kinderbetreung von nassen alkoholikern.

    bei google habe ich zwar nichts zu hilflosen personen gefunden aber nach meinem verständniss
    sind alkoholisierte personen sowie auch kinder hilflose personen.

    es wird also eine hilflose person in obhut einer anderen hilflosen person gelassen.

    wenn ein alkoholsiertes elternteil sein kind aus dem kindergarten abholt ,dürfen die erzieher das kind eigentlich nicht in dessen obhut lassen.

    wird in der praxis leider kaum umgesetzt oder vieleicht ist es auch zu wenig bekannt.


    in der nassen zeit meines mannes war ich leider noch nicht so offen um mit der erzieherin unserer kleinen darüber zu sprechen.
    hinterher sagte sie sie hätten wohl was vermutet ober sich nicht getraut es offen anzusprechen.
    sie wollten mich nicht verletzen.

    meine familie und ich haben wohl in der nassen zeit meines mannes heerscharen von schutzengeln in anspruch genommen und es ist ein wunder das nichts ernsthftes passiert ist.

    heute könnte ich mein verhalten von damals nicht mit meinem gewissen vereinbaren.

    also weitehin viel kraft für deinen weg und liebe grüße
    frau

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

  • hallo ilcicaso
    hab jetzt gerade meinen wohnzimmerschrank auf den kopf gestellt...musste unbedingt für dich und deinen sohn eine adresse finden...und ich habe sie gefunden!!!freu...also ich finde die idee mit deinem kleinen in die mutter-kind-kur zu fahren super.denn dort kommt ihr beiden erst mal zur ruhe und du kannst kraft tanken(die du brauchst).ich spreche da aus erfahrung.war im mai zum ersten mal in einer m-k-kur.dort kannst du mal in dich gehen und über dein weiteres leben nachdenken.abstand....erst mal....was weiter zu tun ist wirst du unter garantie viel klarer sehen wenn ihr wieder da seid.bin ich fest von überzeugt...
    ich schreib dir einfach mal die adresse auf an die ich mich gewannt habe als ich mich entschlossen hatte zu fahren....

    Mutter-/vater-kind-kurberatung
    Friesland
    26419 Schortens-Sillenstede
    Jeversche Landstraße 12
    Telefon: (04423) 7182
    Fax: (04423) 99 19 93

    eMail:
    mutter-kind-kurberatungfries@t-online.de

    internet:https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.mukiku.de

    diese hilfe in anspruch zu nehmen kostet dich nichts,die beratung und abwicklung aller formalitäten ist kostenlos!geb dir n ruck und TRAU dich...
    ich weiss nicht ob ich dir(euch)hiermit helfen konnte,aber ich hoffe es für euch sehr....
    ganz liebe grüsse caro
    ich hoffe ich lese dich...

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • hallo dina!

    es ist schon mal gut, das du dich nicht mehr ganz so ohnmächtig fühlst.

    währe nicht die kinderbetreuung ein guter punkt um eine konsquenz umzusetzen?

    vieleicht kannst du jemanden finden der einmal die woche, wenn du arbeiten musst, auf deinen sohn aufpasst. ( eltern, bekannte, nachbarn, kindermädchen)

    deinem mann machst du z.b. die klare ansage:" wenn du alkohol trikst kann ich dich nicht alleine mit dem kind lassen, also wird in der zeit jemand kommen damit du nicht mit dem kind alleine bist:.

    er merkt damit, das es dir ernst ist und das du bereit bist konsequenzen zu ziehen.

    einsehen wird er es eh nicht. er sieht ja auch andere dinge nicht ein.

    es geht ja auch darum, das du in ruhe arbeiten gehen kannst, abstand hast und mal andere gedanken in deinen kopf bekommst.

    keine auseinandersetzung- du handelst.

    konequenz heißt ja nicht gleich trennung. es sind viele kleine konsequenzen im alltag die uns auch weiterbringen.


    liebe grüße und viel kraft frau

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

  • hallo dina!

    ja wieso tust du noch nichts?


    kann es etwa sein, das du deinen persöhnlichen tiefpunkt noch nicht erreicht hast?
    bist du noch leidensfähiger? kann es noch schlimmer werden?

    wann bist du am punkt wo es wirklich nicht weiter geht?

    stelle dir doch die nächste zeit mit deinem mann einmal vor. willst du das wirklich aushalten?

    willst du deinem sohn zumuten sich mit bauklötzen gegen die stimmung wehren zu müssen?
    du kannst sicher sein das er weit mehr mitbekommt als ihr denkt.

    ich möchte dir mit diesen fragen nicht zu nahe treten aber wenn du nicht handelst wird es keiner tun.

    es wird sich nichts ändern wenn du es nicht änderst.
    du verlängerst euer leiden und du verlängerst auch die suchterkrankung deines mannes.

    stell ihm ein ultimatum bis wann er gehandelt haben muss.

    lege dir einen notplan zurecht wenn er agressiv wird.

    spiele es gedanklich immer wieder durch bis du dir sicher bist.

    lass dich nicht auf diskussionen und streitereien ein wenn er getrunken hat.
    du weißt daß das zu nichts führt.

    du bist nicht ohnmächtig, du kannst handeln.

    ich wünsche dir viel kraft und stärke. fühl dich gedrückt.

    liebe grüße frau
    -------------------------------------------

    wir tun es nicht weil es schwer ist
    sondern es ist schwer weil wir es nicht tun

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

  • hallo dina !

    wollte mal hören wie es dir geht.

    liebe grüße frau

    liebe grüße frau
    ______________

    Nicht weil es schwer ist, tun wir es nicht
    sondern es ist schwer, weil wir es nicht tun

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