Bin am noch ganz am Anfang

  • Hallo nochmal
    Komme von der SHG.Die haben gleich gemerkt,das was ist.Und auch lange mit mir geredet.
    Mir gehts besser jetzt.
    Das man im Kopf nicht klar ist,können Entzugserscheinungen sein,geistige nicht körperliche.
    Geraten wurde mir auch ,mehr zu trinken ....
    wie Lumho schon schrieb.
    Ich werde es schaffen!!!
    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,

    freut mich, dass es dir besser geht- Reden hilft immer!

    Zitat

    Geraten wurde mir auch ,mehr zu trinken ....

    Stell Dir sichtbar was hin, dann denkst Du dran. Mir passiert es auch immer wieder, dass ich´s vergesse. Wir müssen auf uns aufpassen.

    Schönen Abend noch

    kommal

    unterwegs...

  • Hallo Lütze,

    Fein, dass Du Dich weiter mitteilst - Ich wüsste auch keinen Grund, warum Du den Kontakt zum Forum abbrechen solltest! Schließlich sind wir alle hier, um unsere Sorgen und Gedanken auszutauschen und uns als Betroffene nach Kräften zu unterstützen. Über das Wetter reden schon genug andere mit uns, denen wir ohne Alkoholfahne fremd - oder sogar "unheimlich anders" geworden sind.
    Was hast Du Dir denn für morgen vorgenommen?
    Wie sieht Dein Tagesplan aus? und das Wochenende?

    Ich wünsche Dir eine erholsame Nacht und weitere 24 trockene Stunden.
    Gruß Michael

  • Hallo Michael und Hallo Kommal!
    Sieht so aus,als müsste ich heute lange arbeiten.Wenn ich heim bin,will ich einen Schrank zerlegen,den ich mal "zusammengeschustert "habe.
    Da ich einige Sachen aussortierte,brauch ich den nicht mehr.
    Dann will ich Essen vorkochen fürs Wochenende.
    Da kommt der Keine zu mir.Bis Sonntag nachmittag.
    Es ist aber noch Platz in meiner Planung.Mal sehen,was mir noch einfällt.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,

    Zitat

    Da ich einige Sachen aussortierte,brauch ich den nicht mehr


    Auch das kann Vergangenheitsbewältigung sein.

    Ich habe mich bei meinem Umzug letztens von einigen Dingen getrennt. Fotos, Kleidung, Möbel- ich war überrascht, an wie vielen Dingen der Alk (als Erinnerung) klebte. Durch das Entsorgen habe ich auch im Kopf mehr Platz bekommen und meinem Suchtgedächtnis ein paar Möglichkeiten genommen. :wink: Das hat echt gut getan.

    Trockene 24 wünscht

    kommal

    unterwegs...

  • hallo Lütze,

    wollt mal grüßen...

    weißt Du wobei es mir immer so richtig gut geht...an der frischen Luft - und dann am besten im Zusammenhang mit Tieren, also z.B. auf nem Hof. Mit Pferden reden und Ziegen streicheln... das entspannt total...und wenn es dann wärmer wird kann man auch schön Sachen anpflanzen...

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo
    Bin gerad heim und wollte zu Besuch bei jemanden fahren.Die haben selber Besuch,da will ich dann doch nicht hin.Rede ich eben hier.
    Meine Frau war vormittag hier,als ich weg war.Planmässig,da sie jetzt arbeiten muss.Hab schon geguckt,ob ich irgendwo was von ihr finde...grins.Natürlich alles unverändert.Wir haben gestern abend wieder lang telefoniert.War gut,mir ging es ja besser.Wir reden immer nach der Gruppe.
    Hab viel getrunken an Limo und so.Ich will nicht mehr so sein wie letztens.Wenns hilft.Auf dem Heimweg von Arbeit komme ich immer an ihrer Wohnung vorbei.Da hab ich den Kleinen gesehen,bin umgekehrt und hab angehalten.Der war spielen draussen mit anderen Kids.Hab mich sehr gefreut ihn zu sehen,ihm ging es ähnlich.Morgen ab mittag hab ich ihn ja.
    Ein Bekannter,Fastfreund sag ich mal,hat sich heute no mal erkundigt ,wie es um meine Sucht stand.Sagte ,das es vorbei ist und er mich auch nach aktuellen Sachen fragen kann hinsichtlich der Sucht.
    Ein anderer diesmal richtiger (aber trinkender) Freund hat gefragt ,wie es mir wg. der Trennung geht,direkt und ohne Schnörkel.Fand ich nicht schlecht.
    Hab gestern sowieso gestaunt,wie sicher,locker und in sich selbst ruhend die Langzeiter aus der Gruppe waren.Sagte ich denen auch.

    So ,erst mal gut

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,

    schön das ihr nach der SHG redet aber nochmal für sie wär es auch sehr wichtig in eine SHG zu gehen. Hast du uhr diesen Vorschlag schon einmal gemacht. Oder könnt ihr mal gemeinsam hingehen?

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Nein,den Vorschlag hab ich nicht gemacht.Ich denke schon,das auch sie Hilfe bräuchte,um das alles zu verarbeiten.ich glaube fast,was die Sucht für Auswirkungen hat,was es bedeutet ,gesundheitlich und geistig, ist ihr fremd und neu.
    Das ist es auch für mich.In der Gruppe sind Menschen,die an gleichen leiden.Sie verstehen mich,weil sie sich wiedererkennen.Ich gehe einen Weg ,den andere schon vor mir gingen.Es ist kein Neuland,keine Entdeckertour.Es gibt Erfahrungen.
    Ich freue mich über ihr Interesse nat.Ich weiss aber,das sie manchmal erschrickt über mich,den Menschen,mit dem sie lange zusammen war.
    Sollte ich da wirklich weiterreden über die Therapie?
    Ich weiss nicht ,ob sie weiss das ich ein Leben lang Alkohol meiden muß wie die Pest,weil es mich krank macht.Das es eben nicht der Versuch ist,vernünftig zu trinken.Sondern der Weg,nicht der Versuch, gar nichts zu trinken.
    Sollte ich mich nicht um mich kümmern?
    Meine Kraft reicht manchmal kaum für mich.
    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Gemeinsam hin gehen ist möglich,scheint mir aber völlig abwegig in unserer Situation.Weil ich mich meiner Sucht ihr gegenüber schäme...vlt.?

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze,

    deswegen mein ich ja das es sehr gut wäre wenn sie auch in eine Angehörigengruppe geht.

    Du hast dann nicht mehr das Gefühl erklären zu müssen, sie sieht das es vielen so geht wie ihr. Es hilft.

    Denk dran Alkoholismus ist eine Familienkrankheit.

    Natürlich sollst du dich in erster Linie nur um dich kümmern das muss die erste Priorität haben.

    Aber es sollten sich meiner Meinung nach alle damit auseinandersetzen und nicht nur der Betroffene trocken werden.

    Auch dann wenn die Partner nicht mehr zusammen sind.

    Ich bin jetzt 4 Monate von meinem Mann weg und es wird nie wieder ein zurück geben. Trotzdem muss ich mich damit auseinandersetzen um das ganze Ausmass dieser Krankheit zu verstehen und somit etwas für mich tun und mich wieder finden.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hi Elo
    Ich bin mehrmals zusammengezuckt,als ich das las....
    Familienkrankheit:Der URSPRUNG LIEGT BEI MIR IN DER Familie,glaube ich fest.Die Wirkung traf und trifft noch die Familie.Die verdammte Sucht spaltete die Familie.Alle haben Sorgen deswegen.Die Kinder,die Frau(die wohl bedauert,Jahre mit mir weggeworfen zu haben).die Eltern,die die Welt nicht mehr verstehen.Und ich bin schuld...
    Auseinandersetzen ja,aber ist das nicht nur Zerpflücken von Tatsachen,denen man als Aussenstehender hilflos gegen über steht?Woher das Verlangen gekommen ist immer weiter zu trinken,kriegen wir alle nicht raus.Bedeutet es nicht auch zurück zu sehen?Und nicht nach vorn.
    Ich merke gerade,das ich immer noch ein schlechtes Gefühl habe,den Leuten gegenüber,die mir nahestehen.
    Fakt ist doch eins,sie hat mich weggeworfen wie einen alten Schuh,ob es mir passt oder nicht.Sie hatte ihre Gründe,gewichtige Gründe ohne Frage.
    Du sagst knallhart,es wird nie wieder ein zurück geben.Ich winde mich förmlich vorm PC;weil ich denke und befürchte,ihr geht es ebenso.Befürchte.
    Das wissen darum,keine Chance mehr zu bekommen,ist so niederschmetternd.So endgültig.
    Da brauchst du soviel Kraft,um durchhalten zu können.Deine eigenen Ziele werden auf kürzeste Zeit beschränkt,damit sie auch erreichbar sind.Alles gewinnt an Fahrt,und ich sehe zu ,da mit zu kommen.

    Ausserdem hab ich eine Frage:was ist eine Trinkpause,wie kommt es dazu?Was ist falsch gelaufen,wenn es dazu kam?Wie reagierten andere auf den Rückfall?

    Wie kann man loslassen ohne zu klammern.
    Wann gehts bergauf.

    Naja,vielleicht alles bischen verworren für euch.
    Hoffe doch auf Briefe.

    ein schwächelnder Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hi Lütze,


    erstmal das wichtigste du bist nicht Schuld, es ist eine Krankheit und daran trägt niemand die Schuld auch du nicht.

    LÜTZE ist NICHT SCHULD

    Ich sage knallhart es gibt kein zurück, weil, ich habe in einer 16jährige gewaltätige Beziehung gelebt, Lütze. Ich will mich nie wieder erniedrigen lassen.
    Aber hätte mein Mann vor 6 Monaten etwas gegen seine Krankheit getan. Wär ich trotzalledem bei ihm geblieben und hät ihn unterstützt. Auch wenn es noch so unvorstellbar ist. Aber jetzt ist dieser Zug abgefahren. Ich will keine Angst mehr haben müssen,ich hab sie immer noch weil er mich weiterhin bedroht.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Lütze,

    Zitat

    Der URSPRUNG LIEGT BEI MIR IN DER Familie,glaube ich fest.Die Wirkung traf und trifft noch die Familie.Die verdammte Sucht spaltete die Familie

    bedenke bitte es handelt sich um eine Krankheit.
    Es ist verkehrt wenn Du Dir selbst die Schuld gibst.
    Es ist unendlich wichtig für Dich Deine Alkoholkrankheit bedingungslos anzunehmen.

    Zitat

    Auseinandersetzen ja,aber ist das nicht nur Zerpflücken von Tatsachen,denen man als Aussenstehender hilflos gegen über steht?Woher das Verlangen gekommen ist immer weiter zu trinken,kriegen wir alle nicht raus.Bedeutet es nicht auch zurück zu sehen?Und nicht nach vorn.
    Ich merke gerade,das ich immer noch ein schlechtes Gefühl habe,den Leuten gegenüber,die mir nahestehen.


    Niemanden sind wir Rechenschaft für diese Krankheit schuldig.
    Sich in Gedankengängen zu verlieren, "wieso konnte ich nicht aufhören zu
    trinken, warum ausgerechnet ich?" bedeutet tatsächlich nach hinten
    schauen. Dazu sind wir nicht hier.
    Natürlich wäre es schön die Ursachen unserer Sucht heraus zu finden, doch das darf nicht in Schuldvorwüfen enden.
    In erster Linie sind wir hier, um unsere Krankheit zu stoppen.

    Dazu gehört es auch unseren Blick auf die Gegenwart zu richten.
    Wie sieht meine Trockenarbeit aus?
    Welche Fortschritte habe ich gemacht?
    Was kann ich verbessern?
    Positive Änderungen in Deinem Umfeld wirst
    Du eh nur trocken bewirken können!

    Trinkpausen hatte ich einige, die längste dauerte fast ein Jahr.
    Damals hatt ich keine Ahnung das es nicht ausreicht nur nichts zu trinken.
    So versuchte ich mit meinem Willen den Alkohol zu bekämpfen.
    Meinte nach 3 Monaten meine Sucht überwunden zu haben und
    jetzt kontrolliert Alkohol trinken zu können. Meist finge es damit an das
    ich erst "Alkohol freies" später Light-Bier trank um dann ganz schnell in meine alten Gewohnheiten zurück zu fallen.

    Stets zog ich bei diesen Kämpfen den kürzeren und der tödlich Kreislauf begann von vorne.

    LG
    Paolo

    Als ich auf einer Kaufhaus-Kundentoilette in meiner eigenen Kotze aufwachte, hätte ich aufhören müssen zu saufen.
    Da war ich gerade mal 20 Jahre alt.
    Es sollten aber noch 30 Jahre vergehen!

  • nochmal ich,

    Zitat

    Auseinandersetzen ja,aber ist das nicht nur Zerpflücken von Tatsachen,denen man als Aussenstehender hilflos gegen über steht?Woher das Verlangen gekommen ist immer weiter zu trinken,kriegen wir alle nicht raus.Bedeutet es nicht auch zurück zu sehen?Und nicht nach vorn.

    genau das ist es, es wird nach vorn gesehen, es gibt Kraft das Leben im jetzt zu meistern.

    LG
    Elo

  • Lieber Lütze,

    das es kein zurück mehr gibt heißt ja nur, das es niewieder so wird wie es mal war...aber trotzdem gibt es nun tausend neue Möglichkeiten...und bestimmt auch eine die gaaaanz schön und gut ist für DICH.

    Und ich mein es kann ja nur besser werden, denn schließlich trinkst Du nicht mehr!!!!

    Grüße und nen schönen Tag von Karotte

    Ps.: Was machst Du so am WE?

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Die Sonne scheint,und Wind ist auch.Da hab ich denKleinen zum Drachensteigen eingeladen.Nachmittags oder abends will ich mit ihm ein Brettspiel spielen,was ich ihm zu Weihnachten schenkte.Das wollten wir schon lang mal machen,klappte bloss nicht wg. Arbeit.
    Hab ne Einladung zu nem Fußballturnier gekriegt.VIP Karten.War ich sehr überrascht.Von einem ,der weiss dass ich trocken bin.Hätte mir sicher gut getan,wäre aber heut nachmittag.Ich bin aber Vater,ich hab Verantwortung.Und freu mich auf den Kleinen,der gewählt hat bei mir zu schlafen!
    Haben gestern wieder telefoniert mit ihr .Irgendwie sind wir auf die Idee gekommen,darüber nachzudenken gemeinsam mit dem kleinen ein Wochenende Skiurlaub zu machen.Hielt ich vorher für völlig abwegig.Sie macht sich en Kopp ,was andere dazu sagen würden und ob es der Kleine nicht missversteht.Da hat sie recht.Denkt sie weiter darüber nach,wird sie nein sagen dazu,ist mir schon klar.Ich hätte damit kein Problem.Mir ist es auch Wurst,was andere dazu sagen.Ich mach dass,wozu ich Lust hab,wozu ich in der Lage bin,fähig bin.
    Sachen gibts...
    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Gudrun!
    Schön dich kennenzulernen.
    Heut bin ich einsam.Wiedermal,wie so oft in letzter Zeit,zu oft.
    Die innere Stimme sagt es ist für immer und alle Zeit vorbei.Die Hoffnung bleibt,sie will mich als Freund...mir ist das zu wenig.
    Ungeduld lässt nicht nach,quälende Ungeduld.
    Meine innere Stimme hat immer recht,zurückblickend wuste sie alles eher als ich.
    Ich hab nur nie darauf gehört.
    Um mich wieder klar zu kriegen,geh ich zu einem Therapeuten.Morgen ist wieder Termin.Bloss gut.
    Hab ich nötig.
    17 Uhr 30 muß der Kleine wieder zu ihr gebracht werden,weiss noch nicht ,ob ich da gehe...
    Ans Trinken denk ich nicht,seit der Sache mit den Bierflaschen...Gut.
    Was hattest du für Ausrutscher?
    Dein Mann kommt vlt. mit deiner Veränderung nicht klar?

    CIAO Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo nochmal!
    Das Forum hilft mir auch sehr.Ich glaube,überfordert sein ist auch mein Zustand.
    Es gibt nur wenig feste Grössen mehr in meinem Leben.Vor einem Rückfall hab ich Angst.
    Ich würde mir dann vorwerfen,nichts mehr auf die Reihe zu bekommen.
    Ich zehre davon,das viele mir schreiben,und sagen,es wird besser werden.
    Ich bin enttäuscht über die mangelnde Anteilnahme meiner Umwelt.Deshalb werd ich den Leuten auch nicht mehr nachweinen,reden wollen oder so.
    Beim Therapeut geniesse ich,dass hinter die Sucht gesehen wird.Was bin ich selbst für einer,wo geh ich hin...
    Welche Fragen stelle ich mir zweckmässigerweise,also was bringt MICH weiter...
    Im Moment lass ich mir jeden Tag den Kopf waschen hier-im übertragenen Sinne.
    Der Wille die Sucht hinter mir zu lassen ist stark.
    Nie mehr so wie früher.
    Zugleich fürchte ich mich noch davor...
    Kannst du das nachvollziehen?
    Gruppentherapie hab ich noch gar nicht angefangen...ich warte noch auf den Beginn meiner ambulanten Therapie.
    Ja,erzähl mir von deinem Weg bis hierher.Oder find ich deinen Tread hier irgendwo?
    Auf jeden Fall bist auch du nicht alleine.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

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