Beiträge von zampano78

    Ja ich kenne diese Angst auch schon aus dem Teeniealter. Es fing bei mir an mit Kopfschmerzen und Schwindel. Ich hatte oft Angst umzufallen. Dann kamen Magenschmerzen hinzu. So bin ich mit dieser Angst groß geworden! Heute habe ich Probleme mit dem Blutdruck und seit neuestem auch mit dem Cholesterin . Das führte oft dazu das ich dachte ich bin nicht normal und diese Angst bringt mich auch heute noch dazu mir tagelang Gedanken über das ein oder andere Wehwehchen zu machen. Sie hat mich früher immer schon stark gelähmt . Ich habe Angst vor Krebs schlaganfaellen oder auch einem Herzinfarkt. Ob das nun vom eka sein kommt weiß ich nicht aber ich lese es hier sehr oft. Wie geht ihr damit um?

    Hallo J-Min,

    ich finde du bist eine sehr starke Frau und hast mit 21 Jahren viel mehr durcjgemacht als andere ihr ganzes Leben.

    Ich habe fast genau das gleiche erlebt wie du, nur das meine alkoholkranke Mutter mittlerweile in einem Pflegeheim lebt und starke Demenz hat ( vom Alkohol ).

    Ich kann auch deinen Schmerz und deine Wut nachvollziehen, aber du hasts chon richtig erkannt, niemand außer deinem Vater kann etwas ändern. Ich habe für diese Einsicht echt lange gebraucht.
    Das du vor Wut geplatzt bist ist dein gutes Recht. Ich habe immer alles in mich reingefressen.

    Schreib hier in diesem Forum deinen Ärger, deine Wut, deine Ängste von der Seele, man fühlt sich danach besser.
    Ich bin mittlerweile in psychologischer Behandlung und für mich kam viel Hilfe zu spät, aber auch darüber solltest du mal nachdenken.....reden hilft.
    Ich wünsche dir alles Gute.
    zampano

    Falls es dich interessiert hier meine Biographie:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic20362.html

    Hallo tareco,
    ich kann nur sagen, du sprichst mir aus der Seele....
    Ich habe heute Kontakt zu meinem Vater, aus einem Grund:
    Ich möchte das meine Kinder mit ihrem Opa groß werden, wenn sie nicht wären könnte er bleiben wo der Pfeffer wächst.
    Ich finde mich in deinen Worten wieder, sicher war er damals hilflos und überfordert, aber das kann ich als Ausrede nicht gelten lassen. Ich kann mich persönlich an kein Erlebnis erinnern, das mich an meinen Vater erinnert, wo wir noch Kinder waren. Ob er dann arbeiten war oder bei anderen Aktivitäten weiss ich nicht.
    Ich denke du hast recht, er hat sich das Leben einfacher vorgestellt und ist deshalb auch gegangen.
    Er hatte neue Freundinnen, Geld, Urlaub und für uns hat er immer nur das bezahlt was er musste. Ein Vater war er nie. Es tut mir weh wenn ich darüber nachdenke. das ist übrigens heute nicht anders, er fährt mit seiner 3. Frau mehrmals im Jahr in Urlaub, macht dies und das aber uns besuchen kommt er nur selten. Helfen in der Familie tut er nicht. Was heißt Familie, die habe ich von daher nicht mehr. ABER auf meine kleine Familie bin ich stolz.
    Ich habe keine Angst das ich so werde wie er oder meine Mutter. Zum einen habe ich eine gute Ehefrau, die, wenn es sein muss, mich auch mal wieder zurück ins Leben holt und dafür bin ich unendlich dankbar. Zum anderen bin ich ein gebranntes Kind und wünsche mir für meine Kinder ein anderes Leben weil ICH bin dafür verantwortlich.

    Ich merke schon wie sich wieder einiges in mir löst!

    LG

    Hallo junge Frau,
    ich kann dich gut verstehen....aus eigener Erfahrung..........
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…pic20362-0.html
    Ich habe auch lange versucht meiner Mutter zu helfen.
    Aber Fakt ist, das habe ich mittlerweile gelernt, wenn sie trinken will trinkt sie und es gibt niemanden der sie davon abhalten kann.
    Das klingt hart aber vertrödel nicht dein Leben damit, ihr helfen zu wollen.
    Fahre nach Hause und lerne für deine Prüfungen und kümmere dich um DEIN Leben. Ich weiß selber das das nicht einfach ist!
    Trotzdem alles gute für dich!
    Lg

    Hallo liebe Forenuser,
    vor einiger Zeit habe ich hier im Forum meine Biographie beschrieben und viele interessante Meinungen dazu gelesen!
    Danke dafür!
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…pic20362-0.html

    Nun hab ich mich lange nicht gemeldet, weil es mir unheimlich schwer fällt mich mit mir zu beschäftigen, bzw. mit meiner Vergangenheit.
    Viele Fragen sind offen, und ich möchte heute mal eine davon hier stellen.
    Mein Vater hat unsere Familie verlassen als ich ca. 10 Jahre alt war. Die Gründe hierfür waren mehrere, andere Frauen aber auch der Alkoholkonsum meiner Mutter! Und da sind wir an einem schmerzhaften Punkt für mich. Ich bin mittlerweile selber Vater von 2 Kindern und vor ein paar Monaten kam in mir eine Frage hoch:
    Verläßt ein Vater seine 2 Söhne obwohl er weiß, das die Mutter trinkt?

    Zum Hintergrund muß ich sagen, das er damals einfach ging, von jetzt auf gleich war er weg, ohne eine Erklärung und meldete sich dann wochenlang nicht und danach nur selten. Ab und zu traf ich ihn durch Zufall.
    Meine Mutter war die Art von Trinkerin, die imme rein gewisses Level brauchte, dann aber so aussah als ob alles i.O. wäre. Also sah man es nach aussen nicht und auch wir Kinder verstanden es damals nicht.
    Sie hat uns auch nie vernachlässigt, wir waren immer sauber und ordentlich. Also nach aussen gings uns gut.

    Und trotzdem brennt die Frage in mir, wieso ist er gegangen ohne nach seinen Kindern zu schauen.

    Es macht mich wütend!

    Bitte lasst mir eure Meinungen da, vielleicht irre ich mich ja auch!

    LG

    zampano

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe euch nun meine Geschichte erzaehlt, bin aber mit mir selber noch lange nicht im Reinen.
    Zuviele Fragen sind offen, zuviele meiner Verhaltensweisen sind fuer mich unerklaerbar.....ich weiss auch nicht so recht wo ich mit dem aufraeumen anfangen soll. Ich denke schon seit Tagen darauf rum aber mir fallen einfach zuviele Fragen ein.
    Vielleicht gehe ich nochmal in meine Kindheit zurueck und schaue mal was ich da so finde.

    Ich lese im Moment ein interessantes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann, auch wenn es mich vielKraft kostet mich damit auseinander zu setzen.
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…elbsthilfeun-21

    Ja also, wer bin ich, wieso bin ich so, wer hat mich zu dem gemacht .....

    Ich habe ja beschrieben das ich schon immer sehr schuechtern und zurueckhaltend war ( mit Sicherheit ein Stueck weit meine Wesensart )
    aber in manchen Situationen im Leben echt nervig und kraftaufwendig.
    Ich brauche zum Beispiel sehr lange um Vertrauen zu jemandem zu finden, im Bruf, genauso aber auch privat. Ich wirke dann sehr verklemmt, mache meinen Mund nicht auf, hoere lieber zu und warte.
    Meine eigene Meinung tue ich nur selten Kund, lieber nehme ich die von Anderen, in der Hoffnung das jeder damit einverstanden ist, denn Aerger oder Streit mit jemandem kann ich auch nicht leiden. Ich versuche immer jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen, lieber ja zu sagen auch wenn ich nein meine. Hauptsache keiner ist boese mit mir.
    Also sind ist das meine Wesen oder hat meine Vergangenheit das aus mir gemacht.
    Allein das zu erkennen hat mich Jahre gekostet aber ich habs erkannt, kann aber dennoch nicht aus meiner Haut.
    In dem Buch steht beschrieben das diese Verhaltensmuster ganz klar zu EKAs gehoeren.
    Wie aber soll ich damit umgehen, soll ich mich damit abfinden, das ich so bin, oder versuchen mich zu aendern.

    Es sind im Moment oft Beispiele fuer diese Verhaltensweise in meinem Leben da, weil ich im Moment im Ausland taetig bin, jeden Tag viele Menschen treffe ( ich hasse Menschenmassen, bin lieber allein und habe meine Ruhe ), verschiedene Kulturen erlebe, nur Englisch spreche, ich also aus meinem gewohnten Umfeld heraus bin.
    Jeder Tag hier ist fuer mich auch ein Kampf mit mir selber.
    So habe ich manchmalKreislaufprobleme wenn viele Menschen um mich herum sind die ich nicht so gut verstehe, dann habe ich Angst etwas falsch zu machen, mich laecherlich zu machen.
    Ich bin dahin eh sehr empfindlich und denke oft voellig unbegruendet das sich Leute ueber mich lustig machen, hinter meinem Ruecken ueber mich reden und mich nicht moegen....Warum!....keineAhnung.

    Wie ihr seht schlummert in mir so einiges womit ich jeden Tag kaempfe, aber es ist anstrengend, ich waere auch mal gern normal ( oder bin ich so wie ich bin normal ).

    Auf jeden Fall weiss ich das ich ier im Forum nicht alleine bin, und ich moechte euch bitten mir eure Erfahrungen und Meinungen da zu lassen.

    Vielen Dank!!!
    Bis dahin habt euch wohl!

    LG zampano

    Hallo Summer,

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich schreibe hier jetzt seit einigen Monaten und merke wie ich mich und meine Eigenarten entdecke und teilweise verstehe.
    Ich nutze dieses Forum, wie viele andere auch, um meine Vergangenheit aufzuarbeiten, das ist ein schwerer und sehr langer Weg denke ich.
    Vielleicht setzt du dich mal noch mehr mit deiner Vergangenheit auseinander und du wirst sehn das sich so einiges löst und vielleicht erklären lässt.
    Du musst ja nicht hier im Forum schreiben, zu Hause ein Blatt Papier oder so.
    Und vielleicht hilft es dir, auch im Umgang mit Männern.
    Les dich hier ein bischen einund du wirst sehn, du bist nicht allein.
    Mein Thema z.B. lautet "Von Anfang an"
    Ich wünsch dir viel Glück.
    LG
    zampano

    Hallo ihr Lieben,

    ja meine Mutter wurde also eingewieden in ein geschlossene Anstalt und medikametös eingestellt.
    Man fand schnell herraus das sie ein schweres Leberleiden hat, ein krankes Herz, eine kranke Lunge und Demenz, mal abgesehen von ihrem äusseren Erscheinungsbild.
    Sie war da so Mitte 50 und sieht heute aus wie 78.
    Naja ich war auf der einen Seite schon erleichtert das sie nun behandelt wurde.
    Aber was für ein Rattenschwanz da dran hing wurde mir erst hinterher klar......
    Sie bekam einen gesetzlichen Vormund, ihre Wohnung wurde aufgelöst, Sozialamt und so weiter und so weiter, aber irgendwann hatte mein Bruder und ich alles erledigt, wobei er da das Meiste von tat.
    Mittlerweile ist sie gut eingestellt und lebt in einer Art Pflegeheim, wo sie rund um die Uhr betreut wird, sie kann alleine nicht mehr leben.
    Mal sehen wie langsam sich die Demenz ausbreitet.
    Und von dem Tag an wurde für mich ein Kapitel geschlossen und ich hatte Zeit über alles nachzudenken ( was ich bis heute tue)
    Dank diesem Forum weiss ich das es sehr lange dauert um alles aufzuarbeiten.
    Ich bin froh euch meine Story erzählt zu haben, wobei noch etliche 1000 Einzelheiten fehlen, aber diese aufzuarbeiten gilt es jetzt.
    Ich bin oft träge und müde mich mit mir und meiner Vergangenheit auseinander zu setzenaber ich denke das ist normal, weil es Kraft kostet.
    Ich will mich in den nächsten Beiträgen einigen Fragen widmen, die ich mir immer wieder selbst stelle und die ich bearbeiten will, genauso will ich einige Personen noch etwas mehr erklären, die ich bis heute selber nicht verstehe.

    Ich hoffe ich kann euch mit meiner Biogrphie etwas helfen und ihr findet vielleicht eigene Teile in eurer Biographie wieder.
    Ich möchte euch bitten eure Gedanken bei mir zu lassen und sagt mir eure Meinung.
    Vielen Dank!
    Habt euch wohl, bis später.
    :lol:
    LG zampano

    Hallo Linde,

    ich denke das ich hier jetzt etwas mehr Zeit habe, ich nehme sie mir sonst einfach mal denke ich!

    Es ist wichtig für mich für mich da zu sein ( kann man das so sagen )

    Ausserdem lese ich hier gerne im Forum und es ist gut das ihr alle da seit!

    Hallo ihr Lieben,
    jetzt hab ich mich ja lange nicht gemeldet, aber ich hatte viel zu tun, arbeite im Moment im Ausland bis November.
    Aber heute nehme ich mir einfach mal die Zeit.

    Zunächst will ich einmal erzählen das ich in letzter Zeit nur wenig Zeit für mich selber hatte und mich nicht wirklich mit mir und meiner Vergangenheit beschäftigt.
    Das stört mich ganz schön weil ich weiss wie wichtig es für mich ist.

    Ich habe beim letzten mal glaube ich vergessen zu erwähnen das 2005 mein Sohn zur Welt kam und so waren wir eine nette kleine Familie.

    Ende 2005 kam dann der Knall der kommen musste:
    Mein Stiefvater verliess meine alkoholkranke Mutter und zog weg.
    Meine Mutter musste dann aus der Wohnung raus weil sie zu gross war und vom Sozialamt nicht übernommen wurde.
    Sie hinterliess dort einen Schaden von 6000 Euro (Dreck,Müll, Renovierungskosten usw.) Unvorstellbar was, und jetzt fragt sich der ein oder andere warum wir Kinder nicht geholfen haben. Ich für meinen Teil kann sagen, ich hatte einfach keine Lust, es war mir egal.
    Das klingt schon hart gegenüber seiner eigenen Mutter aber so fühlte ich.
    Nur um meinen kleinen Bruder tat es mir leid, der war näher vor Ort und bekam alles mit.

    Meine Mutter zog in eine kleinere Wohnung und verkroch sich dort.
    Es ging immer weiter bergab.
    Mitte 2008 rief mein Bruder mich eines Abends an und sagte er habe versucht meine Mutterzu besuchen aber niemand würde öffnen.
    Er klingelte mehrere Male aber kein Lebenszeichen.
    Die Tür wurde dann abends vom Hausmeister geöffnet und da lag meine Mutter in der Küche mit dem Kopf unter der Spüle.
    Sie lebte, war nur völlig weggetreten.
    Sie kam in ein normales Krankenhaus, wo man die Situation schnell erkannte. Sie wurde natürlich aggressiv ohne Alkohol und es war nachher so schlimm das sie in eine geschlossene Anstalt verlegt wurde.

    Könnt ihr euch vorstellen was man da als Kind durchmacht!

    Puhhh ich brauche eine kleine Pause.

    Hallo ihr Lieben,
    es ist schon toll wieviel mutmachende Texte man hier liest. Ich selber bin ein EKA und schreibe seit einiger Zeit hier.
    Ich habe noch keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen und versuche mich selber zu heilen.
    Ich würde zum Beispiel gerne ein Tagebuch schreiben, weiß aber nicht wie ich anfangen soll.
    Vielleicht habt ihr ein paar Tips für mich, was die Selbstheilung betrifft. Mir tut es zum Beispiel sehr gut hier zu schreiben, aber ansonsten hackts noch ein bischen!
    LG zampano

    Danke Linde,
    ja es ist ein ganz schöner Lernprozess, wert auf sich selber zu legen wenn man jahrzehnte lang nur mit anderen Menschen beschäftigt war.
    Ich kriege auch oft ein schlechtes Gewissen wenn ich mich um mich kümmere, obwohl ich was anderes machen könnte.

    LG zampano

    Hallo ihr Lieben,
    es ist einige Zeit vergangen seit meinem letzten Bericht, aber ich habe wie immer viel nachgedacht, viel gelesen ( hier im Forum und in einem Buch ), ich mußte eine kleine Operation über mich ergehen lassen, aber nun bin ich mal wieder hier um weiter zu schreiben.

    Ja, 1999 kam ich zur Bundeswehr und mein ganzes Leben änderte sich. Ich will nicht wissen wo ich heute wäre , wenn ich mich damals nicht verpflichtet hätte. Mir gings richtig gut.

    Ende 1999 lernte ich dann in einer Disco meine jetzige Frau kennen. Und auch ihr verdanke ich wahnsinnig viel. Sie hat mit mir und meiner Familie viel mitmachen müssen ( dazu später mehr ) und ist trotzdem bei mir geblieben. Mein altes Leben und meine alten Probleme waren ganz weit weg und ich war glücklich. Wir zogen dann Mitte 2000 auch schon zusammen, wobei ich in ihre Stadt zog, nicht weit weg von der Kasrene aber weitgenug weg von meiner Mutter.
    Wie gesagt ich dachte das ist der Weg um alles zu vergessen aber ich irrte mich damals, es war nur ein verdrängen. In dem Buch das ich lese wird beschrieben das einen EKA meistens seine Geschichte im Alter zwischen 25 und 35 Jahren wieder einholt.

    Ja so ging die Zeit ins Land, ich hatte viel zu tun auf der Arbeit, ab und zu besuchte ich meine Familie, wobei ich von den Alkoholproblemen meiner Mutter nichts hören wollte. Im Sommer 2001 ( ich weiß recht früh ) läuteten dann auch unsere Hochzeitsglocken, was ich bis heute nicht bereut habe, ich war damals erst 22. Aber ich fühlte mich wohl und meine Frau gab und gibt mir ein Gefühl von Geborgenheit. bei ihr kann ich mich fallen lassen.

    Jetzt möchte ich euch erzählen wie meine Mutter diese ganze Situation damals durchlebte. Zum einen war sie wahnsinnig eifersüchtig auf meine Frau aber auch auf mein neues Umfeld.
    Sie lästerte oft über meine Schwiegermutter, über meine Frau und über mich, viele Sachen passten ihr nicht und sie war auch immer sehr aggressiv. Für euch wahrscheinlich nicht verwundernswert aber was hab ich alter Esel damals getan: richtig, ich habe versucht es meiner Mutter recht zu machen, dann wieder meiner Frau, dann mal meiner Schwiegermutter, dann wieder meiner Mutter, ein Teufelskreislauf kann ich euch sagen. Daran hab ich mich aufgerieben immer zu schauen das es jedem Recht wurde nur eine Person hab ich dabei aus den Augen verloren und das war ich selber. Heute weiß ich das, aber damals war ich wohl zu jung.
    Eine kleine Story noch von meienr Hochzeit, wir hatten für alle angereisten Familienangehörigen Hotelzimmer gebucht, meine Mutter trank damals die Zimmerbar lehr und hatte dann kein Geld das Zimmer zu bezahlen, was kam also:
    Meine Oma hatte uns 500 DM geschenkt, die sollte ich dann am nächsten Tag meiner Mutter geben, das sie das Zimmer bezahlen konnte.
    Auf das Geld warte ich heute noch.

    Ich sprach oft mit meiner Frau über meine Mutter und sie hatte auch Verständnis, aber es war hart für mich, immer die Fronten zu klären.

    Noch schlimmer wurde die Situation als 2003 unsere Tochter zur Welt kam. Ich war nur noch damit beschäftigt es jedem Recht zu machen, wann fahren wir wenn besuchen oder bei der Taufe, eine katastrophale Stimmung, meine Mutter mit ihrem Pegel, aggressiv und gegenüber meine Frau und ihre Familie. Glaubt mir ich hatte schon lange kein schönes Familienfest mehr.

    2003 wurde dann nicht nur meine Tochter geboren, ich wurde auch versetzt und zog mit Familie um. Zum Glück noch ein Stück weiter weg von meiner Mutter. Die Zeit bis 2006 war dann gezeichnet von Lehrgängen die ich machen mußte, von meiner Arbeit als Vermittler, nur mich selber fand ich nicht ( das wußte ich damals nicht ).

    Lasst mir bitte eure Meinung da.
    Vielen lieben Dank fürs Zuhören.

    LG zampano

    Hallo ihr Lieben,
    ihr glaubt gar nicht wie gut es tut das ihr da seid, ich weiß klingt komisch, aber mir gehts viel besser seitdem ich hier schreibe.

    Ich bin also mit 19 ausgezogen, in einen anderen kleinen Vorort und hatte dort eine schöne kleine Wohnung, ich verdiente mein eigenes Geld und es lief wirklich gut. Aber tief in meinem Inneren war meine Seele sehr verletzt. Wie schon erwähnt, kein Selbstvertrauen und immer im Kopf, du bist nicht normal, du bist anders als andere Menschen.

    Das trug ich mit mir rum und irgendwann lernt man damit umzugehen und das zu vertuschen. ja keine Schwächen zeigen. Wenn ich heute daran zurückdenke, finde ich mich heute noch komisch. Nur das ich heute weiß (zumindest zum teil ) warum.

    Meine Mutter soff weiter und damals kam ihr zweiter Mann oft zu mir und wir sprachen darüber. Es muß auch für ihn die Hölle gewesen sein.
    Aber irgendwie fehlt mir damals der Horizont , das alles einschätzen zu können. Also meine Mutter, mein Stiefvater, mein Bruder, meine Oma, ach ja da war ja noch mein Erzeuger...........die Familie halt und welche Rolle spielte ich als Mensch darin. Ich habe mir innerlich selber immer viele Schmerzen zu geführt, hatte schon früh Probleme mit meinem Magen.
    Eine weiter Sache war,oder ist, das ich auf Dinge die ich erreicht habe noch nie stolz sein konnte,ich schaffs einfach nicht, abe rdurch euch weiß ich jetzt das es ein Teil der Co abhängigkeit ist.

    Ich möchte euch jetzt von einem Tag berichten, der einer der wichtigsten in meinem Leben war:

    Am 4.1.99 wurde ich zur Bundeswehr einberufen. Ich weiß heute nicht wo ich wäre wenn es diesen tag nicht gegeben hätte.

    Ich war plötzlich raus aus meinem Alltag, weg von meiner Mutter, zwar nur 100 Km aber weg. Ich brauchte mir nicht mehr anzuhören wie schlecht es ihr ging oder welche Eskapaden sie wieder hinter sich hatte.
    Es begann eine Zeit der Vergessens ( so dachte ich ) aber es war nur ein Verdrängen, was damals auch nicht schlecht war, aber es holte mich doch öfter wieder ein, bis heute.
    Naja , auf jeden Fall war die Bundeswehr eine richtige Therapie für mich.
    Morgens früh aufstehen, ordentlich frühstücken, Kameradschaft, ich mußte mit mehreren Männer duschen, ja ich machte sogar Sport. Es war richtig geil und ich war Feuer und Flamme. Ich merkte plötzlich uuups, so viel anders bist du ja gar nicht. Wobei ich sagen muß das ich an diesem Thema bis heute an mir arbeite.
    An den Wochenenden fuhr ich nur noch selten nach Hause, ein paar Kameraden blieben immer da und wir hatten die schönste Zeit meine Lebens.
    Ich gab mir viel Mühe und arbeitete hart, was auch belohnt wurde. Ich durfte erstmal für vier Jahre bleiben.

    Der nächste Teil ( ein besserer ) konnte beginnen.

    Puh hab ich wieder geschrieben, ich hoffe es interessiert euch überhaupt noch.
    Habt euch wohl.
    LG zampano

    Hallo fighter,
    erstmal ein liebes hallo von meiner Seite hier im Forum.
    Deine geschichte macht mich sehr betroffen, grade das du deinen Vater so früh verloren hast. Aber ich erkenne auch viele Gemeinsamkeiten mit meiner Biographie.
    Die erste gute Nachricht hier:
    DU BIST NICHT ALLEIN.
    Diese Erfahrung habe ich auch erst vor ein paar Wochen hier gemacht. es gibt hier soviele nette menschen die einem mit Rat und Tat zu Seite stehen, und ich hab in den letzten Wochen schon viel dazugelernt ( auch über mich )
    Wenns dich interessiert "Von Anfang an" ist meine Biographie.
    Es gibt noch etwas was ich dir sagen will: Die einzige Person die Schuld ist an IHREM Leben ist deine Mutter selber!
    ich bin damals sehr früh ausgezogen und hab das weite gesucht. Mir hats geholfen.
    Auf jeden Fall wünschich dir viel Spaß hier und man liest sich bestimmt mal wieder.
    LG zampano

    Hallo Steffi,
    auch ich bin noch nicht lange hier im Forum, wenn du Lust hast lese mal mein Thema "VON ANFANG AN". Da findest du vielleicht einige Sachen, die dir bekannt vorkommen. Für mich war es ganz wichtig zu merken, das ich nicht allein bin und seitdem schreibe ich sehr viel hier. UNd es hilft mir, also setz dich wann immer du Zeit und Lust hast an der PC und schreib. ich habe viele nützliche Tips bekommen. Ein satz hat mich besonders aufgebaut:
    "Von heute an beginnt der Rest deines Lebens".
    Also viel Spaß hier und ich hoffe deine Seele wird auch langsam etwas leichter.
    LG zampano

    Hallo,
    ich habe auch 2 Kinder und vor zwei jahren habe ich mich mit meiner Frau zusammen dafür entschieden, das sie nicht mehr zu meiner alkoholkranken Mutter, also ihrer Oma fahren.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Tu das was für dich und deine Familie am wichtigsten ist. Ich habe mich sogar entschieden sie alleine zu lassen und wohne mittlerweile 200 Km weit weg. Denn eins ist Fakt für die Alkoholsucht deines Vaters ist nur einer verantwortlich: DEIN VATER.
    Also raus da, versuch das deiner Mutter zu erklären.
    LG zampano

    Hallo,
    meine Mutter ist 2007 nach ihrem letzten Zusammenbruch in eine Art Altersheim gekommen, sie hat schwere Demenz und wohnt dort betreut mit anderen Kranken, die alle geistig gestört sind.
    Ihr wurde ein gesetzliche Vormund bereitgestellt.
    Ich bin ganz zufrieden damit, den dort ist sie in guten Händen, auch wenn das Pflegepersonal nicht viel Zeit hat.
    Das schwerste an der Sache ist, ihr die Vormundschaft abzuerkennen. das geht nur mit ärztlichem Gutachten.
    LG zampano

    Hallo ihr Lieben,
    nochmal vielen Dank für die geschriebenen worte, sie sind Balsam für meine Seele. Leider war ich die letzte woche krank und konnte nicht oft online sein.
    Aber heute möchte ich ein Teil meiner Geschichte weiter erzählen, aber eigentlich ist es ja keine Geschichte, sondern meine Biograpgie ( das Wort habe ich hier aus dem Forum und es passt irgendwie besser ).

    Ich hatte also dieses Erlebnis im Urlaub und das nicht nur einmal, häufig kam meine Mutter zu uns ins Zimmer und trank heimlich aus den Sektflaschen, ich habe mich auch damals nicht getraut nachzuschauen wieviele es waren.

    Den heutigen Text möchte ich mehr meiner Person und meinem damaligen Leben widmen. Wie schon erwähnt lebten wir in Aachen in einem absoluten sozialen Brennpunkt. Meine Schulnoten wurden schlechter und ich hatte viele Leute um mich herum, die merkten das ich sehr leicht beeinflussbar war und so ne Art Fussabtreter für ihr Späße. Ich selber konnte nix dranmachen und litt sehr unter dieser Zeit. Ich denke mal so von meinem 12 Lebensjahr an.
    Ich hatte null Selbstvertrauen und das wurde ausgenutz, ich dachte immer zu du bist nicht normal. Die kleinsten Anzeichen einer Grippe oder ähnliche Krankheiten ließen mich immer bangen ich sei todkrank. Medizinisch gibt es da bestimmt einen Ausdruck für.

    Ein ganz labidares Beispiel für meine Angstzustände über welches ich heute schmunzel: Irgendwann bekommt ein Junge ja auch meht Haarwuchs an smtlichen Körperstellen (näheres erspar ich mir ), und ich dachte immer, oh mein Gott du bist nicht normal, das kann doch nicht sein.
    Oder mit anderen Jungs unter der Dusche, das war für mich die Hölle, immer in der Angst man könne über mich lachen, warum auch immer.
    ich hatte wirklich schwer mit mir zu kämpfen und in meiner Umwelt war niemand für mich da. Meine Mutter bekams nicht mit, sie wurde auch häufiger aggressiv, mein Stiefvater ( ja sie heirateten ) war ein netter Kerl, aber nicht in der Lage mir zuzuhören. Mein Bruder, den ich über alles Liebe, war zu klein. Von meinem Erzeuger will ich nicht sprechen, der Kontakt dorthin war mehr als selten und auch finanziel bezahlte er immer nur da , was er mußte.
    So ging meine Jugend ins Land, niemand zeigte mir wie schön es sein kann Sport zu treiben, in Vereinen tätig zu sein oder ähnliches. Dafür durfte ich mit 15 zu Hause rauchen. Das Trinken hab ich auch so mit 15 gelernt.
    Also rundum gesagt ein armes Würmchen in seiner eigenen Welt.
    Heute kann ich das einschätzen, damals war mir das unklar.
    Ich hatte ein paar nette Freundinnen, bei denen ich ich mich damals auch sehr geborgen fühlte.
    Mit 16 war ich auf der Realsschule einmal sitzen geblieben und als ich die 9. Klasse dann beim 2. mal wieder nicht packte ging ich mit einem Hauptschulabschluß ab.
    Zum Glück bekam ich eine Lehrstelle als Maler und Lackierer und zog diese auch 3 Jahre durch und wurde mit 19 Geselle.
    Es war eine gute Arbeit, die mich auch in ein anderes Umfeld brachte, mich finaziel etwas unabhängiger machte und mir auch neue Horizonte öffnete. Ich wollte immer weg von zu Hause und mit 19 konnte ich dann endlich ausziehen.
    Und so begann der erste Teil eines neuen Lebens, natürlich immer noch die kranke Mutter in der Nähe.

    Bis bald.
    Habt euch wohl.
    LG zampano