Beiträge von Sisu

    Bin mal wieder da und lese kreuz und quer. Heute bei Tag 111 der Abstinenz.

    Ich ziehe mein jetzt zweijähriges Enkelkind alleine groß und finde wenig Zeit mich hier weiter einzubringen. Irgendwann mal wieder mehr von mir.

    Alles Gute euch allen und einen schönen Abend :)

    Dank euch für die Antworten und die nette Wiederaufnahme ☆

    Ich sehe mich nach wie vor nicht als Alkoholikerin, weiß aber daß ich in belastenden Situationen zu Alkoholmissbrauch neige und mir dann die Kontrolle flöten geht. Mein Trinkverhalten folgt keinem zu erkennenden Rhythmus. Wenig trinken ist ebenfalls möglich, aber eben nicht immer. Im Vorfeld weiß ich das nicht abzuschätzen.

    Das Tage zählen habe ich angefangen um mich selbst in die Pflicht zu nehmen, da ich schon länger abstinent leben möchte, zwischendurch dann aber doch wieder getrunken habe.

    Bitte verschieb meinen Beitrag in den Ek Bereich, Linde. Ich denke da bin ich am besten aufgehoben.

    Dankeschön schonmal ⚘

    Hallo in die Runde,

    ich war vor etlichen Jahren hier aktiv und möchte wieder anknüpfen und auch ein wenig Nachlese betreiben.

    Heute habe ich mich an den Beitrag im EK Bereich erinnert, wo die Gemeinsamkeiten erwachsener Kinder zusammen getragen worden sind. Will mich da nochmals einlesen.

    In den letzten Jahren habe ich ein problematisches Trinkverhalten entwickelt, von dem ich jetzt aber wieder Abstand nehmen konnte. Von meinem Führerschein musste ich diesbezüglich vor ein paar Jahren ebenso Abstand nehmen. Letzten Muttertag war für mich der Showdown und lebe seitdem abstinent. 56 Tage jetzt.

    Schönen Abend noch,

    Sisu

    Hallo zusammen :)

    Mich gibt´s auch noch. Bin derzeit in einer Massnahme für psychisch behinderte Menschen und schau mal, ob ich noch einen Fuß in die Arbeitswelt kriegen kann.

    Falls dies nicht möglich sein sollte, mache ich mich mit dem Gedanken vertraut "rüstige Rentnerin" zu werden...

    Soviel erst einmal zu meiner derzeitigen Situation.

    In mir reift immer mehr der Entschluss mich komplett von meinen Eltern zu lösen, da die jüngste Vergangenheit mir deutlich gezeigt hat, dass von ihrer Seite aus keinerlei Änderung zu erwarten ist und mir jeglicher Kontakt zu ihnen nicht gut tut. Flashbacks, Ängste u.s.w. ereilten mich nach nach jedem noch so kurzen Kontakt und dies möchte ich mir nicht mehr antun.

    Hat hier wer Literaturtipps für mich? Möchte mich intensiver mit o.g. Thema auseinander setzen.

    Ich sende euch allen liebe Grüße,

    Sisu :)

    Hallo zusammen,

    erst einmal lieben Dank, Wolfsfrau, für Deine einfühlsamen Worte :)

    Ich wollte mal erzählen, wie es nun so weiter gegangen ist in meinem Leben.

    Seit ein paar Tagen bin ich nun wieder zu Hause. Ich war 5 1/2 Wochen in einer Traumaklinik im Schwarzwald. Der Abstand von dem alltäglichen Einerlei hat mir sehr gut getan und ich hatte dort viel Unterstützung und konnte gut zur Ruhe kommen.

    Ich wurde aber wieder arbeitsunfähig entlassen, da ich immer noch nicht wirklich voll belastbar bin und ein hohes Ruhebedürfnis habe. Auch ist die psychische Belastbarkeit noch nicht so, wie sie mal war.

    Wärend der Kur habe ich einen Antrag auf berufliche Rehabilitation gestellt. In meinen alten Beruf werde ich nicht mehr zurück gehen. Ich hoffe, daß der Antrag bewilligt wird und sich mir wärend der hoffentlich bewilligten Reha neue berufliche Perspektiven auftun.

    Der Kontakt zu meinen Eltern ist nach wie vor nur sporadisch und recht distanziert, was mir persönlich besser bekommt. Zum Glück respektieren sie meinen Wunsch nach Distanz.

    Nach wie vor bin ich in ambulanter Therapie, (Verhaltenstherapie), und habe regelmässige Termine bei einer Neurologin. Den Medikamentenkonsum habe ich eingestellt und bin derzeit froh, daß ich sowohl ohne Antidepressiva als auch Beruhigungsmittel auskomme.

    Zu meinem Partner und den Kindern habe ich wieder regelmässigen Kontakt, übernachte oft bei ihnen, behalte aber noch meine eigene Wohnung, da ich einen persönlichen Rückzugsort halten will.

    Problematisch ist nach wie vor der Alkoholkonsum meines Partners, welcher mir zu viel ist und mich in gewisser Weise triggert. Auch für meine Kinder möchte ich keinen oft angetrunkenen Vater, welcher eben derzeit der Hauptansprechpartner ist :roll:

    Es liefen schon Gespräche, in denen ich ihm mitteilte, daß mir sein Alkoholverhalten nicht passt und ich möchte, dass er damit aufhört. Zwar gibt er mir Recht, ändert dennoch nichts an seinem Konsum.

    Das macht mich ratlos und ich frage mich, wie dieser Umstand zu beheben ist. Auch ist mir bei dem Gedanken nicht wohl, daß er eben bei meiner Abwesenheit für die Kinder zuständig ist und ich aus psychischen Gründen passen muss.

    Mehr gibt es grad nicht zu sagen, Danke für´s lesen....

    SISU

    Hallo Wolfsfrau,

    ich möchte Dir nur einen lieben Gruß senden und Dir sagen, dass ich es toll finde, wie Du Dich selbst bzw. Dein Verhalten reflektierst.

    Alles geschriebene von Dir kann ich derzeit nicht lesen, da ich mich schwer konzentrieren kann und somit nicht wirklich auf das was Dich grad bewegt eingehen kann. Find ich schade, aber so isses jetzt grad eben bei mir.

    Alles Gute für Dich,

    Sisu

    Zu der Frage "Wer wir sind"...

    Ich als Persönlichkeit war damals nicht von Interesse, nur meine Anpassungsfähigkeit und im besten Fall ein nicht vorhanden sein. Das würden meine Sucht-Ellis (Eltern) natürlich nie so unterschreiben, - es war aber so.

    Anpassen, funktionieren, egal wie du dich dabei fühlst und heul nich immer and so on.

    Wer ich bin und was mich ausmacht hoffe ich noch in diesem Leben erfahren zu dürfen. Ich bin auf dem Weg :)

    PC hat grad gesponnen, konnte nich mehr tippen, getz geht´s wieder...

    Also, was ich sagen wollte ist, dass ich nun mit dem Wissen um die einzelnen Aspekte der Erkrankung gezielter an mir und einer Steigerung meiner Lebensqualität arbeiten kann.

    Nach der Klinik habe ich mich dazu durchgerungen ambulante psychiatrische Pflege in Anspruch zu nehmen. Mittlerweilen werde ich täglich von einer netten Dame der psychiatr. Institutsambulanz besucht. Mit ihrer Hilfe möchte ich versuchen meinen Alltag und eben auch mich besser zu organisieren.

    Die ersten 3 Wochen nach dem Klinikaufenthalt hatte ich versucht ohne Hilfe klar zu kommen, konnte aber eine stetige Tendenz in ein neues Tief erkennen und lasse mich also nun unterstützen.

    Gestern war ich das erste Mal bei einer möglichen neuen Therapeutin. Sie arbeitet mit kognitiver Verhaltenstherapie. Ich weiss derzeit nicht, ob dies das richtige für mich ist, da ich nach wie vor mit Flashbacks zu tun habe und überlege ob für mich nicht eine Traumatherapie angebrachter wäre.

    Alle paar Tage habe ich zusätzlich noch einen Termin in der Institutsambulanz und werde auch dort unterstützt und betreut.

    Ganz ehrlich, es fällt mir schwer diese Hilfen in Anspruch zu nehmen, erkenne aber die Notwendigkeit und somit versuche ich eben gut für mich zu sorgen. Zumindest das kann ich anerkennen. Es fällt mir nach wie vor schwer stolz auf mich zu sein und erzielte Erfolge erkenne ich erst, wenn ich mit der Nase drauf gestossen werde.

    Menschlicher Kontakt ist nach wie vor eine große Herausforderung für mich. Ich neige noch stark dazu diesen zu vermeiden. Leider auch bei meinem Partner u. meinen Kindern. Das macht mich sehr traurig derzeit und ich hoffe, dass ich es schaffe besser damit umzugehen und Nähe wieder zulassen zu können.

    Meine Eltern habe ich übrigens in der Zeit nicht gesehen. Ich hatte ihnen einen Brief geschrieben in denen ich sie über meine Selbsteinweisung und den Umfang meiner Erkrankung informiert habe + dass ich keinen Kontakt wünsche. Sie lassen mich in Ruhe und warten nun darauf, dass ich von mir aus auf sie zukomme.
    Eigentlich wollte ich sie in der Zwischenzeit mal besuchen, schäue aber noch den Kontakt. Ich habe zur Zeit wieder gehäuft Albträume, meine Kindheit betreffend...

    Mittlerweilen nehme ich nur noch ein Beruhigungsmittel als Bedarfsmedikation. Auf die Antidepressiva möchte ich verzichten, da sie mir den letzten Rest an Lebendigkeit geraubt hatten, - ich fühlte mich in der letzten Zeit damit nur noch wie eine Art Roboter und das wollte ich nicht mehr.

    Nun gut, so weit erst 1x von mir. Ich lasse euch liebe Grüße da und sag mal bis bald,

    Sisu

    Ich möchte euch erzählen, wie es mit mir in den letzten Monaten weiter gegangen ist.

    Seit einer kleinen Weile bin ich nun wieder zu Hause.

    Ich war über drei Monate in der Psychiatrie. Zuerst bin ich auf der allgemeinpsychiatr. Station stabilisiert worden. Ich hatte zu lange gewartet mir Hilfe zu suchen und habe mich in einem Zustand befunden, in dem ich weder mir noch meinen Mitmenschen tatsächliches Vertrauen entgegen bringen konnte. Wurde von Bildern aus meiner Kindheit gepeinigt, - sogenannte Flashbacks und litt unter Panikattacken und schweren Depressionen. Ich bekam Antidepressiva und Beruhigungsmittel, weil ich immer wieder in für mich kaum zu ertragende Spannungszustände geriet. So konnte wenigsten mein Körper ein wenig zur Ruhe kommen.

    Später bin ich dann auf Psychotherapiestation verlegt worden. An den WE´s musste ich nach Hause. Ich schreibe bewusst musste, da ich anfänglich nicht wollte und mich mit der realten Welt schwer getan habe. Endlich war es mal normal nicht normal zu sein und wirklich jeder Mensch unterhalb "der Käseglocke" sprich Klinik hatte Verständnis für meine Situation. Welch eine Wohltat!

    Nun ja, also ich bin jetzt wieder im Aussen. Es geht mir nicht wirklich gut, allerdings besser als vor dem Klinikaufenthalt. Was für mich persönlich hilfreich ist, dass ich nun besser über meine Erkrankung Bescheid weiss und somit gezielter an meiner Problematik arbeiten kann.

    Zusätzlich zu der immer wieder aufkommenden Depression leide ich unter einem Depersonalisationssyndrom, einer kombinierten Persönlichkeitsstörung + einer posttraumatischen Belastungsstörung.

    Ich zähle diese Diagnosen nicht auf um hier Mitleid einzuheimsen, oder so. Möchte lediglich signalisieren, dass ich froh bin dem Wust der Problematik auf die Schliche gekommen zu sein und somit auf bessere

    Liebe Fatima,

    hab vielen Dank für Deine aufbauenden Worte. Ja, ich hoffe und teilweise spüre ich auch, dass Sisu in mir steckt und mir hilft.

    An mich glauben fällt noch schwer, zumindest registriere ich, dass ich anfange gut für mich zu sorgen. Zumindest schon einmal ein Erfolg.

    Alles Gute Dir,

    Sisu

    Gute Frage, Linde 8)

    is mir selbst noch nicht so klar, da ich mich wohl auch im neuen jahr noch in klinischer psych. behandlung befinde und somit auch den großteil der kommenden festtage.

    ich weiss nur, dass ich heilig abend mit freund und unseren kids alleine feiern werde. ansonsten werde ich vielleicht spontan freunde besuchen, von denen ich weiss, dass ich auch unangemeldet willkommen bin an den feiertagen...

    meinen eltern werde ich wohl eine karte schicken, dies aber auch nur der höflichkeit halber. mir is immer noch schleierhaft, wie ich künftig reagieren soll. is noch sehr unentspannt das thema.

    wie dem auch sei, allen hier eine angenehme zeit zwischen den jahren!

    achso, hatte vergessen zu schreiben, dass ich bescheid vom rententräger gekriegt hab, reha abgelehnt. bin denen wohl nicht rehabedürftig genug...

    werde mich mit der klinik-soz.tante beraten, wie ich dem widersprechen kann! :evil:

    da isse ma wieder........

    bin grad das erste schlappe we zu hause, nach 8 1/2 tagen psychiatrie-station. ich war derartig durch den wind, dass ich erst einmal stabilisiert werden musste und tatsächlich in der klappse gelandet bin, grad noch so an der geschlossenen station vorbei geschrammt, da ich nicht suizidal bin oder war.

    vorgestern wurde ich auf die therapie-station verlegt und kann jetzt anfangen an meiner problematik zu arbeiten. steh allerdings unter medikamentösem einfluss, weil ich immer wieder von angstschüben gebeutelt wurde und ständig reizüberflutet war. zusätzlich stehe ich grade in regem kontakt mit einem meiner inneren kinder, das anfängt vertrauen zu mir aufzubauen und versucht sich mit einem anderen inneren mädel ähnlicher altersklasse zu befreunden,...falls das jetzt verständlich ist :oops:

    später werde ich meine familie besuchen fahren u. evtl. eine mitpatientin welche die komplette psycho-station eingeladen hat. jajaja, die psychos haben sich ganz schnell und ganz doll lieb. tut zwar irgendwie gut, macht mir aber auch ein wenig angst. hab ja eh mit bindungsängsten zu tun.

    meine eltern habe ich brieflich zurückgepfiffen. mein freund hatte sie zuvor telefonisch informiert wo ich mich befinde und ich habe quasi schriftlich "nachgetreten". ungefährer wortlaut: "kein telefonat, kein kontakt, da ich sonst nicht bei mir bleiben kann."

    Marcello : tja, die 10 euronen pro tag gehen mir auch quer runter, müssen wa aber wohl durch. alles gute für dich!

    o.k., ich melde mich wieder. muss jetz noch ein wenig in meiner hütte rumwuseln........

    liebe grüße,
    sisu

    p.s. mir geht´s übrigens durchwachsen. is nich leicht für mich zu akzeptieren, dass ich echt ´nen schuss hab. mir wurde jetzt von ärztlicher seite bestätigt, dass ich eine persönlichkeitsstörung habe, - zusätzlich zur depression

    Drückt mir die Daumen!!!!

    Die Klinik hat grade angerufen, sie haben ein Bett für mich. Ich geh um 10 Uhr rein.....

    ich dreh grade durch und heule und bin froh und alles...............

    alles gute euch und danke fürs bisherige lesen, ich meld mich wieder,

    sisu

    krapfen :
    danke für deine lieben Worte. dass ich´s verdient hab glücklich zu sein is mir leider nur rational bewusst. wenn ich mir meine gefühlswelt ansehe,....da "fällt mir direkt der ar... aus der hose", sobald ich nicht für andere menschen von nutzen bin. lernen, lernen, popernen :roll:

    Marcello :
    gerne, halten wir uns auf dem laufenden.


    ich hoffe mal, dass ich schon vorher in der klinik bin. hatte heute vm ein vorgespräch und habe den psych.doc da völlig verwirrt. zumindest bekam ich den eindruck. klar ist, ich werde stationär aufgenommen, unklar ist wie mir geholfen werden kann. da scheine nicht nur ich derzeit ratlos zu sein. allerdings habe ich jetzt auch keine von mir vermuteten diagnosen losgelassen, - hab ich mir auch bewusst verkniffen, sondern nur meine gefühlswelt u.s.w thematisiert. wär ja auch ein wenig vermessen mit meinem gefährlichen halbwissen...

    morgen muss ich wieder anrufen und ich mich bei der station auf ´ne warteliste setzen lassen. ich hatte gehofft, dasses jetzt ratz fatz geht, muss mich aber weiter in geduld üben. ich könne mich in jedem fall akut einweisen lassen, wenn´s gar nicht mehr geht. ich weiss noch nich mal wie´s mir gehen soll um mich akut einzuweisen. lebe ja schon ewig mit diesem inneren chaos und deprischüben.........

    nun ja, wie war der schlachtruf noch?

    SISU!!!

    Zitat von Linde66


    Das ist ja das Gute heute, daß wir den Abstand verändern können.


    Danke Dir für Deine Worte, Linde. Das ist eine der Lernaufgaben, die ich vor mir habe.

    Ich wünsche mir sehr, dass ich schaffe das zu verinnerlichen. :)