Beiträge von Marie04

    Hallo Teresa!

    Aber das problem ist Ich liebe ihn und ich bin ja auch grundsätzlich glücklich und es ist ja der Alkohol der so viel kaputt macht bzw die Situationen die im Suff entstehen.

    Wenn dein Mann nichts ändern möchte hast du 2 Möglichkeiten du akzeptierst ihn so wie er ist denn er möchte ja gar nichts gegen seine Sucht machen oder du stellst fest daß deine Liebe nicht ausreicht um etwas in ihm zu bewegen und gehst.

    Zitat

    Aber wenn jemand eine andere Krankheit hat lässt man ihn doch auch nicht im Stich.sondern versucht die Krankheit gemeinsam zu besiegen.

    Das soll jetzt alles nicht blöd klingen ich respektiere jeden der den Schritt schafft sich zu trennen. Aber ich hab einfach noch Hoffnung einen anderen Weg zu finden.

    Es ist ein Unterschied wie sich jemand verhält wenn er krank wird. Alkoholismus ist zwar auch eine ernstzunehmende Erkrankung bei der aber nur der Erkrankte Einfluß darauf nehmen kann. Ich würde natürlich einem Partner der an Krebs erkrankt beistehen, aber z.B. nicht einem Diabetiker der sich mit Zuckerzeug vollstopfen würde.

    Gemeinsam eine Erkrankung zu besiegen mag zwar schön sein aber dein Partner kämpft ja gar nicht mit dir zusammen. Du kämpfst alleine, er bemüht sich doch gar nicht obwohl es seine Krankheit ist.

    LG Marie

    Hallo Teresa!

    Also bin ich Mitschuld an allem wenn ich bleibe und seine Gesundheit gefährde?

    Nein bist du nicht denn den Alkohol schüttet er ja sich selber rein und er schadet sich damit. Du bist nicht für ihn und seine Gesundheit verantwortlich und solltest dein Tun und Lassen nicht nach ihm richten. Wenn du gehst solltest du es ja für dich tun um für dich ein besseres Leben zu erreichen.

    Es ist ja nicht gesagt daß er aufhören wird wenn du gehst er wird dann aufhören wenn sein Tiefpunkt oder die Einsicht dazu kommt oder vielleicht hört er gar nicht auf. Ich finde es einfach sinnlos sein Herz an jemanden zu hängen der sich so verhält und trinkt, du wirst immer den Kürzeren ziehen.

    Im Grunde solltest du so weit kommen daß es dir piepegal ist was er macht und dann so handelst daß es dir besser geht. Du sollst nur an dich und dein Wohl denken für sein Wohl ist er selber verantwortlich. Meistens kommt es dann zur Trennung weil es auf Dauer kein Partner ertragen kann mit einem nassen Alkoholiker der gar nicht daran denkt etwas zu ändern zu leben

    LG Marie

    Hallo LeaLux!

    Hat irgendjemand hier schonmal über Sport die Kurve gekriegt? Ist das möglich?

    Wahrscheinlich nur, wenn es zeitgleich die Einsicht und die Kapitulation bezüglich Alkohol gibt ...

    Ich glaube nicht daß so etwas möglich ist, Sport ist zwar gesund aber wenn man dann trotzdem trinkt bringt es nicht so viel. Mein Mann war viele Jahre seines Lebens sportlich, hat Fußball gespielt und ist Halbmarathon gelaufen. Nach dem Sport hat er dann "sein Bierchen" getrunken und kam nach dem Fußball angetrunken nach Hause. Er hat nie eingesehen daß er mit Alkohol nicht umgehen kann und ein Riesenproblem damit hat.

    Er hat ja seinen Konsum immer verharmlost und klein geredet und wollte auch immer ein "neues Leben" ohne Alkohol anfangen mit viel Sport und gesunder Ernährung aber dazu ist es leider nie gekommen. Bei deinem Freund hat es doch auch nicht "klick" gemacht und bestimmt denkt er weil er eine gesunde Lebensweise versucht er hätte alles im Griff. Aber wenn er schon wieder zur Bowle greift und sich ein Hintertürchen öffnet indem er sagt Wodka und Gin könnte er ja in Maßen trinken zeigt doch ganz deutlich sein nasses Denken.

    Liebe Lea versuche doch loszulassen, Thailand ist ein so schönes Land, ich war schon öfters dort, aber mit einem Trinker zusammen, nein danke. Die medizinische Betreuung dort ist auch nicht so prickelnd ausser man kann dafür bezahlen.

    LG Marie

    Hallo JuSe!

    Natürlich hat er in der Zeit wo er alleine war bestimmt noch mehr als sonst gesoffen. Und deshalb fühle ich mich so schuldig, weil er uns doch eigentlich braucht.

    Alles was er braucht ist die Einsicht daß er ein Alkoholproblem hat. Er säuft ja auch wenn du da bist, er säuft wenn er alleine ist, seine Trinkerei kannst du nicht beeinflussen weil er egal was passiert immer weiter trinkt.

    Die Sucht ist oft so stark daß für den nassen Alkoholiker alles den Bach runtergeht und er trotzdem weitertrinkt. Es hat mit dir wenig zu tun das Einzige was du tun kannst und auch schon getan hast ist diesem nassen Umfeld zu entfliehen um dir und deiner Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen.

    Viel Kraft wünsche ich dir!

    LG Marie

    Hallo Juse!

    Herzlich willkommen hier ich bin/war auch Ehefrau eines Alkoholikers der so total uneinsichtig war. Bei meinem Mann wurde es auch immer schlimmer und immer mehr was er getrunken hat. Gekrampft hat er zum Glück nicht aber er hat sich mehrmals in Koma getrunken und ist deswegen sogar auf der Intensivstation gelandet. Ich kann deine Ängste so gut verstehen, ich hatte auch immer Angst er könnte die Treppe runterfallen oder eines Tages im Koma sterben. Ich konnte gar nicht mehr schlafen und war fix und fertig.

    Bis eines Tages ich richtig wütend wurde und endlich mich wieder wahrnahm. Ich konnte ja sagen und reden was ich wollte es hat nichts gebracht er soff einfach weiter und dachte immer noch er könne von selber damit aufhören. Ich habe ihm dann die Pistole auf die Brust gesetzt und meine Bedingungen gestellt das waren eine qualifizierte Entgiftung und anschliessend eine Langzeittherapie. Er versuchte wie immer mit Versprechungen und Verleugnen seiner Sucht ich blieb aber dabei und habe ihm mit Auszug gedroht wenn er weitertrinkt. Ich ging keinerlei Kompromisse mehr ein und ich bin wirklich ausgezogen.

    Der Gedanke für den Rest des Lebens das weiter zu ertragen war so schrecklich daß ich endlich bereit war mir und meinem Leben eine neue Wendung zu geben.

    Dein Mann wirkt auf mich auch total uneinsichtig auch diese alkoholfreie Bier zu trinken ist ein Fehler und das klappt grundsätzlich nicht. Das ist kein Leben mit so einem Partner und auch für deine Tochter sehr schlimm. Warum machst du nicht Weihnachten was du und deine Tochter möchten ohne Rücksicht auf ihn zu nehmen. Er nimmt ja auch keine Rücksicht auf euch und sieht anscheinend nicht was er in euch anrichtet. Es kann jederzeit wieder zu so einem Krampfanfall kommen wenn er versucht den Alkohol zu reduzieren, ich schätze er wird bald wieder "richtiges" Bier trinken.

    Er braucht eher harte Bandagen daß du überhaupt zu ihm durchdringen kannst aber drohe mit nichts was du nicht umsetzen kannst. Vor allen Dingen lasse dich auf keine Diskussionen ein, daß er alkoholabhängig ist hat ihm ja die Ärztin bestätigt da gibt es nichts dran zu rütteln. Schau mal in die Zukunft, bestimmt möchtest du so nicht weiterleben.

    Mein Mann hat es nicht geschafft er ist an seiner Sucht gestorben und ich war froh daß ich das nicht mehr miterleben musste.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Marie

    liebe Helena!

    Ich werde das mit Sicherheit auch tun, aber ich brauche etwas Zeit, um mich emotional darauf vorzubereiten, denn ich liebe ihn sehr.

    Ich bin darüber hinweg es ist schon lange her daß ich mich getrennt habe. Daß du das nicht sofort und auf der Stelle fertig bringst dich zu trennen verstehe ich das ging mir auch so. Ich habe nichts unversucht gelassen um ihm zu helfen. Letztendlich hat es nichts gebracht denn er wollte nicht aufhören. Er hat es nur ein einziges Mal halbherzig versucht er stand überhaupt nicht dahinter.

    Im Nachhinein denke ich immer ich hätte mich viel eher trennen sollen dann wäre mir so vieles erspart geblieben.

    LG Marie

    Hallo Helena!

    Heute morgen habe ich mit ihm geredet, als er noch nüchtern war. Ich habe ihm gesagt, dass ich so nicht leben kann und will und dass ich mir ernsthafte Sorgen um ihn mache.

    Auch von mir herzlich willkommen, ich bin auch eine Angehörige. Wenn du morgens mit ihm reden willst ist er noch gar nicht nüchtern sondern hat noch reichlich Restalkohol im Blut also bringt es nicht viel.

    Mein Mann hat auch immer Einsicht gezeigt und mir Recht gegeben um sich dann beim nächsten Mal noch mehr zu betrinken.

    …ich kann ihm nicht helfen und es ist auch zu viel für mich. Ich möchte auch nicht dabei zusehen, wie er sich kaputt säuft…

    Das ist eine sehr kluge und richtige Entscheidung mir ging es irgendwann auch so und ich habe mich getrennt weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Er hat sich wirklich zu Tode getrunken und ich war froh daß ich das nicht miterleben mußte.

    Alles Gute und liebe Grüße

    Marie

    Hallo Fabienne!

    Sei froh daß es so gekommen ist du tust genau das Richtige. Bei solchen Menschen zu bleiben ist verschwendete Lebenszeit. Dein Freund gibt ja offen zu daß er nichts ändern möchte da weisst du ja was dich erwarten würde wenn du bleibst.

    Ich wünsche dir baldige Besserung und baldigen Auszug.

    LG Marie

    Guten Abend zusammen!

    Hier ist noch jemand der seit vielen Jahren raucht, aber ich weiß nicht ob ich überhaupt aufhören möchte. Wenn dann nur weil es schädlich für die Gesundheit ist ansonsten schmeckt mir der Glimmstengel immer noch. Aber ich bin keine starke Raucherin und war es auch nie. Ich rauche nur vor der Tür da ich im Haus den Geruch nicht mag. Wenn ich bei Wind und Wetter vor der Tür auf der Terrasse stehe denke ich mir auch manchmal wie blöd ist das denn? :roll:

    Vor vielen Jahren hatte ich mal aufgehört einfach so hatte ich mich dazu entschlossen. Ganze 9 Jahre habe ich dann nicht geraucht und doch wieder angefangen. Ich rauche 10 Stück am Tag und teile es mir auch so ein, mehr ist nicht da und fertig. Vor 2 jahren bin ich nach Südamerika geflogen und konnte 18 Stunden nicht rauchen ich bekam zum Glück keine Entzugserscheinungen.

    Aber ich hab auch mit dem Alkohol noch nie Probleme gehabt vielleicht ist das Suchtpotenzial wirklich verschieden hoch.

    LG Marie

    Hallo Tina!

    Ich würde ihm nett verpackt die Wahrheit sagen. Am Besten sprichst du von dir, daß du mit seinem Lebensstil nicht zurechtkommst. So zum Beispiel: "Ich komme mit deinem Alkoholkonsum nicht zurecht, ich bin eine gewisse Sauberkeit gewohnt, es stört mich daß du so wenig Antrieb hast." So bleibst du bei dir und es ist ja dein gutes Recht Dinge aus deiner Sichtweise zu sehen.

    Wenn du nämlich das "Du" anwendest könnte er eher beleidigt sein.

    Nur Mut!

    LG Marie

    Hallo Fabienne!

    Warum tut er dir leid? Wer fährt die Beziehung an die Wand und ist nicht bereit an den Umständen etwas zu ändern? In so einer Umgebung habe ich auch viele Jahre verbracht bloß haben meine Schwiegereltern nicht getrunken aber wir lebten auch auf einem gemeinsamen Grundstück und haben dort hingebaut. Ich hatte mir das auch nicht so schlimm vorgestellt aber es gab so viele Disharmonien und Reibereien.

    Selbst wenn dein Mann nichts mehr trinken würde könntest du dort nicht glücklich werden und deine beiden grösseren Kinder auch nicht. Weder du noch die Kinder können sich dort wohlfühlen oder entfalten.

    Der Weg den du gehst ist schon richtig es ist ein fremder Weg für dich aber je weiter du ihn gehst umso sicherer wirst du werden.

    Nur Mut!

    LG Marie

    Hallo Fabienne!

    Ich wünsche dir du bald einen Ausweg findest, ich finde es schrecklich wie du momentan leben mußt. Das sind ja schreckliche Leute und dein Mann scheint ja gar nichts zu bemerken. Wenn er sich wohl da fühlt kann er da bleiben aber du und deine Kinder habt Besseres verdient.

    Viel Glück!

    LG Marie

    Hallo Tami!

    Das war ein recht schwieriges Kapitel für mich. Ich habe leider den Fehler gemacht mich immer mehr zurückzuziehen und auch niemanden mehr einzuladen. Mir war mein Mann einfach nur noch peinlich das habe ich ihm aber ganz offen gesagt. Nach und nach hatten wir keinen Freundeskreis mehr weil ich lieber darauf verzichtet habe etwas zu unternehmen. Wir kannten ja hauptsächlich Paare und es war nicht üblich dort alleine aufzukreuzen.

    Ich bin erst nach meiner Trennung offen mit dem Thema umgegangen und stiess auf viel Verständnis denn die Bekannten hatten längst gemerkt was da los war. Ich habe wohl auch alleine Dinge unternommen um nicht ganz zu vereinsamen aber als Ehepaar fand gar nichts mehr statt.

    LG Marie

    Hallo annali!

    Ich habe auch so einen Horror mit meinem getrennt lebenden Ehemann erlebt. Mir war auch schon aufgefallen daß er geistig sehr abgebaut hatte, er lebte alleine in dem Haus das wir lange Jahre gemeinsam bewohnt hatten. Eines Tages riefen mich seine Nachbarn an weil ihnen aufgefallen war daß er sich mehrere Tage nicht hat blicken lassen. Sie haben ihn dann tot im Haus gefunden, ich bin am nächsten Tag hingefahren weil ich noch Unterlagen für die Beerdigung suchen wollte.

    Mich hat auch der Schlag getroffen es war dermaßen schmutzig im ganzen Haus er muß jahrelang nicht mehr sauber gemacht haben. Der schöne Garten war total verwildert und alles zugewuchert. Dann dieser Geruch im ganzen Haus den habe ich heute noch manchmal in der Nase. Ich war nicht in der Lage dort aufzuräumen oder sonstiges zu machen und habe alles einer Firma übergeben.

    Ich habe dieses Haus nie wieder betreten sondern möglichst schnell verkauft, ich wollte nichts mehr damit zu tun haben, es war einfach schrecklich!

    Kann dein Vater überhaupt noch alleine leben, das hört sich gar nicht gut an was du schreibst? Wenn sich das Gehirn nicht mehr erholt muß er ja vielleicht untergebracht werden? Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute!

    LG Marie

    Hallo Clärchen!

    Wie schön daß du wieder da bist, ich bin auch mit Abständen dazwischen dem Forum treu geblieben. Du hast ja in der Vergangenheit einige Höhen und Tiefen erlebt umso mehr freut mich daß es dir (trotzdem) gut geht. Mein Mann ist vor 4 Jahren an seiner Sucht verstorben er hat es nicht geschafft trocken zu werden. Ich bin heute noch erleichtert daß ich diese letzte Phase nicht miterleben mußte.

    Ansonsten bin ich mittlerweile berentet und mache mir ein schönes Leben :)

    LG Marie

    Hallo Optimistin!

    Andere Möglichkeiten wie schon beschrieben kenne ich auch nicht. Ich habe in der Psychiatrie gearbeitet dort wurden alle nicht geh- und stehfähigen Patienten sofort aufgenommen die anderen kamen mit Termin. Aber bei uns war es manchmal so voll daß wir die Betten auf den Flur stellen mußten was auch nicht gerade optimal war.

    Wenn es ihm sehr schlecht geht könnte er ja im Krankenhaus körperlich entgiften und zur weiteren Therapie ambulant oder stationär in einer Suchtreha weitermachen. Da kann er dann an sich arbeiten und lernen wie man Rückfälle vermeidet. In vielen Krankenhäusern gibt es auch einen Sozialarbeiter den er auch um Rat fragen könnte.

    LG Marie

    Sorry hat sich mit den obigen Beiträgen überschnitten.

    Hallo Tami!

    Ich bin auch langsam Schritt für Schritt gegangen und habe erst alle Möglichkeiten überdacht. Mir kam es auf ein paar Wochen und Monate auch nicht mehr an zum Glück war mein Mann in all den Jahren nie körperlich gewalttätig und so hatte ich auch Zeit alles zu ordnen und mußte nicht fluchtartig vorgehen.

    Er hat auch nicht viel zu meinem Auszug gesagt manchmal hatte ich das Gefühl er freute sich in Ruhe saufen zu können.

    Ich drücke dir ganz fest beide Daumen.

    LG Marie

    Hallo Tami!

    Du kannst jederzeit den Notarzt rufen das Problem dabei ist wenn dein Mann Hilfe ablehnt kann der Notarzt überhaupt nichts machen. Anders wäre es wenn dein Mann nicht mehr ansprechbar ist dann könnte man ihn zum Ausnüchtern in die Klinik bringen. Aber sobald er geh- und stehfähig ist kann er das Krankenhaus jederzeit verlassen. Das Dilemma ist ja du kannst keinem Alkoholkranken gegen seinen Willen helfen.

    Würde er zum Beispiel randalieren oder dich bedrohen kannst du zu deiner Sicherheit die Polizei rufen daß die ihn zum Ausnüchtern mitnehmen.

    Ich habe ein einziges Mal den Notarzt gerufen da war mein Mann ins Koma gefallen und kam auf die Intensivstation. Gelernt hat er daraus leider gar nichts.

    LG Marie