Hallo Angi,
Wie geht es Dir denn?
Hat es heute mit dem Arztbesuch geklappt?
Weißt Du schon, wie es bei Dir weitergehen kann?
LG Sunshine
Hallo Angi,
Wie geht es Dir denn?
Hat es heute mit dem Arztbesuch geklappt?
Weißt Du schon, wie es bei Dir weitergehen kann?
LG Sunshine
und nicht zum Artz zu gehen, sondern kalt zu entziehen war einfach meine persönliche Entscheidung, weshalb ich mich da doch sehr auf den Schlips getreten fühlte. Klar ist das gefährlich, aber es steht eben auch jedem frei hier seine eigene Entscheidung zu fällen und solange niemand des Forums verwiesen wird, weil er nicht exakt das macht, was andere von ihm erwarten, ist alles in Ordnung denke ich.
Ja klar ist es auch eine persönliche Entscheidung.
Ich möchte aber zu bedenken geben, das die gesamte Denke zum Entscheidungs-Zeitpunkt noch triefend nass ist. Und so auch Einfluss auf die Entscheidung nehmen kann?
Ich denke halt, bei abhängig Trinkenden führt der Alk längst das Kommando...ist man dann wirklich noch frei in seinen Entscheidungen?
Dazu kommt vielleicht auch noch, das man schon mehrere kalte Entzüge durch hat und wenn da nix passiert ist, wiegt man sich in einer falschen Sicherheit a la..."dann wird auch dieses Mal nix groß weiter sein"...was ein fataler Trugschuss sein kann.
Ein Krampfanfall kündigt sich nicht Stunden vorher an, da bleibt keine Zeit und Möglichkeit mehr zum Handeln.
LG Sunshine
Hallo Hanseat,
Habe in letzter Zeit auch viel drauf rumgedacht zum Thema Arztbesuch...
Ich denke, das Pochen auf den Arztbesuch treibt die meisten neuankommenden nassen Alkoholiker wieder aus diesem Forum. Weil die Bereitschaft zu diesem Schritt noch nicht
da ist, Gründe sind bekannt.
Man will von der Sauferei weg, mitunter auch möglichst unauffällig, allerdings auch mit möglichst geringen Aufwand. Das das nix wird, wissen wir, nur nicht mehr trinken reicht nicht.
Tja, aber was wäre die Alternative zum Pochen auf einen Arztbesuch?
Die gibt es hier im Forum im Grunde doch gar nicht, ohne sich fahrlässig zu verhalten.
Wir können doch niemanden zu einem kalten Entzug raten.
Also bleibt nur das Drängen zum Arztbesuch.
Ich selbst bin auch kein gutes Beispiel für bilderbuchmäßiges Handeln.
Bei mir musste erst der Rettungswagen kommen, und auch dann zickte ich noch rum, mitzufahren.
Es mussten erst RTW-Besatzung samt 2 anderen mir nahestehenden Personen auf mich einreden, bis ich endlich einstieg.
Bei mir stand es wirklich Spitz auf Knopf, und wenn ich bei Angi lese, sehe ich mich selbst vor mir, denn der von ihr beschriebene Zustand ähnelt meinem damaligen Zustand sehr.
Habe ich überhaupt das Recht, andere zu einem Arztbesuch zu Drängen, wo ich selbst nicht so gehandelt habe?
Auch diese Frage stelle ich mir...
Ich denke mir dann halt, das es andere bitte besser machen sollen als ich.
Und zwar zeitnah, um möglichst wenige Schäden davon zu tragen.
Bei mir ist es leider nicht so, denn ich habe einen bleibenden Schaden zurück behalten.
Und das würde ich sehr gern anderen ersparen.
Ach so, und noch was...wir haben hier in unserem Staat Meinungsfreiheit, wir leben glücklicherweise in keinem totalitären Staat, wo man für seine Meinungsäußerung bestraft wird. Wenn man ein Problem mit der katholischen Kirche und deren Organisationen hat, darf man das auch so sagen.
LG Sabine
Und jeder soll doch hier offene Tür haben und wieder kommen können. Aber ich kann verstehen wenn einige das nicht mehr tun, und das finde ich nicht ok. Durch einige Beiträge oder Wortwahl wird die Hilfe absurdum geführt…
Und das finde ich einfach schade denn ich weiß, wie hilfreich dieses Forum sein kann! Und meiner Meinung nach hilft es auch durchaus jemanden da abzuholen, wo er steht und nicht immer nur Schema f jedem überstülpen.
Hallo Blume,
Ja, hier fallen mitunter Worte, die hart sind und auch Menschen wieder aus dem Forum treiben. Das kann mehrere Gründe haben. Einer davon ist, das derjenige noch nicht so weit ist, sich vom Suff zu verabschieden.
Ein anderer, das jemand hier tatsächlich mit der Wortwahl nicht zurecht kommt und woanders besser aufgehoben ist.
Es gibt Moderatoren, die machen und können das ganz wunderbar, zu merken, wann ist es genug, die ausgestreckte Hand da lassen aber die Person ihren Weg gehen lassen, egal wohin er führen mag. Das ist meiner Überzeugung nach effektiver als immer noch mal drauf und harte Realitäten oder was auch immer auf den Tisch zu knallen, weil man selber auch nur so den Schuss gehört hat. Nein, so tickt nicht jeder!
Liebe Blume, Du hast die Sucht nicht am eigenen Leib erlebt, von daher kannst Du bestimmte Reaktionen nicht nachvollziehen, sorry wenn ich das so deutlich schreibe.
Ich sehe in den Reaktionen etwas anderes als Du, nämlich große Sorge. Man möchte einfach nicht, das ein anderer Mensch sich totsäuft. Und versucht alles, um ihn davon abzuhalten.
Angi hat über ihren Zustand berichtet, viele erkennen sich darin wieder und wissen von daher, wie es um sie steht. Sie müsste ganz dringend ins KH allein aufgrund der eigenen Beschreibung ihres Zustandes.
Auch bei mir bimmeln alle Alarmglocken wie verrückt, denn mir ging es ähnlich wie ihr.
Mir wurde im KH gesagt, das ich nur noch 2-3 Wochen zu leben gehabt hätte, hätte ich weiter gesoffen.
Und Blume, es stimmt NICHT, das ein abhängig Trinkender noch wirklich eigene Entscheidungen treffen kann, ob er weiter saufen will oder nicht.
Und es ist auch eigentlich falsch, wenn wir hier sowas schreiben, nur können wir auch niemanden vom Saufen abhalten.
Ein nasser Alkoholiker trifft nicht mehr allein klare Entscheidungen, denn seine ganze Denke ist triefend nass, der Alkohol bestimmt eigentlich die Entscheidungen, nicht mehr der Säufer.
So war es jedenfalls bei mir.
LG Sunshine
Hallo Angi
kurze Frage mit Bitte um Antwort.
Was tust Du, wenn Dein Arzt Dir am Dienstag eine Einweisung fürs KH ausstellt?
Wirst Du dann diesen Schritt gehen, um dort professionell zu entgiften?
LG Sunshine
Hilfe zur Selbsthilfe sollte nicht hinterher getragen werden.
Und unendlich viele Nachrichten mit dem gleichen Inhalt helfen auch nicht umso mehr.
Es ist längst alles gesagt...mehr kann man nicht tun.
Türen zuschlagen ist trotzdem nicht angebracht.
Darum melde Dich bitte wieder, Anita!
LG Sunshine
Hallo Angi
mir ging es damals ebenso schlecht wie Dir, vielleicht sogar noch elender.
Ich hätte es beinahe hinbekommen, mich totzusaufen.
Im Krankenhaus bekam ich dann die dringend benötigte Hilfe.
Geh bitte heute sofort zum Arzt, sobald er aufmacht. Wenn Du ein Notfall bist, und das bist Du, dann bekommst Du auch Hilfe.
Schöne da bitte auch nix mehr, sondern lege die Karten auf den Tisch, wie schlimm Dein Elend schon ist.
Und sollte eine klinische Entgiftung eingeleitet werden müssen, greif schnell zu!
Dort bist Du sicher unter Beobachtung, bekommst Medikamente gegen die Entzugssymptome, also alles gut.
Bei mir war es sogar so, das ich zusätzlich noch sehr liebes Pflegepersonal hatte.
Das alles war so viel wert, ich bin heute noch dankbar dafür...und diese professionelle Entgiftung war der erste und super wichtige Schritt auf meinem Weg in ein trockenes Leben.
Angi, es gibt einen Weg, aus der Sucht wieder raus zu kommen. Das kann ich Dir versprechen!
Aber nun musst Du den ersten Schritt tun und professionelle Hilfe annehmen.
LG Sunshine
Hallo Musicus,
Willkommen hier im Forum.
Einschätzen in der Alkoholikerfrage? Nun das fällt mir nicht leicht! Was ist viel oder wenig? Wieviel Alkoholiker bin ich denn? Muß ich dafür morgens schon trinken? Ich finde ich habe da ein Problem mit dem Konsum. Und ich kann nicht so ein Glas trinken. Wenn ich anfange, höre ich nicht mehr auf.
Och nun ja, die Frage hast Du eigentlich gerade selbst beantwortet ![]()
Das nicht-aufhören-können nach 1-2 Gläsern ist ja eines der typischen Symptome der Alkoholkrankheit.
Und ein bisschen Alkoholiker gibt es so wenig wie ein bisschen schwanger.
Für uns Alkoholiker ist der Zug für kontrolliertes Trinken für immer abgefahren und der kommt auch nie mehr zurück.
Das einzige Mittel, um unsere Krankheit dauerhaft stoppen zu können, ist die Abstinenz.
Und das wird auch schwer mit einer trinkenden Partnerin, es passt dann meist auch beziehungstechnisch hinten und vorn nicht mehr, abgesehenden von dem Trigger durch Saufen in Deiner Gegenwart.
Als erstes sollte nun aber erstmal der Arztbesuch anstehen, und das hat auch nicht nur medizinische Gründe...
Ich wünsche Dir alles gute auf Deinem weiteren Weg !
Sunshine
Hallo Hera,
Willkommen auch von mir noch im Forum!
du hattes (hast) ein Problem mit Alkohol, nun trinkst du nicht mehr und damit du es stabilisieren kannst, gehst du zur Reha, holst dir Hilfe, damit du nicht völlig abdriftest.
Ich finde, so hat achelias es ganz gut zusammen gefasst.
So kann man es doch gut sagen, denke ich.
Ich würde mir da jetzt auch keinen festen Termin vornehmen, sondern das bei passender Gelegenheit anbringen.
Bei mir war es so, das meine Angehörigen und Freunde Bescheid wussten, weil ich auf der Intensiv in unserem KH entgiftet wurde und insgesamt über 3 Wochen im KH lag.
Anderen, bei denen es mir wichtig erschien, sagte ich bei passender Gelegenheit, was los ist.
Da habe ich mir keinen Druck gemacht.
Was ich allerdings nie getan habe, war irgendwie rumzulavieren oder wieder rumzulügen.
Gelogen habe ich während meiner Saufzeit genug, sowas brauche und will ich in meinem trockenen Leben nicht mehr.
LG Sunshine
Ich will ihn eigentlich ja nicht ändern, ich will das er versteht was er da tut.....ich will dass ER Entscheidungen trifft und nicht seine Depression.
Das ist was ICH will, ..... wenn er bewusst sagt: ich besauf mich und zerstöre alles und es ist mir egal - soll er das machen. Aber nicht wenn er meint: alles nicht so schlimm, mir geht es gut damit.
Und das ist die Crux, liebe Wegsuchende!
Denn auf all das hast Du keinen wirklichen Einfluss, Du kannst keine Einsicht bei ihm herstellen. Das kann er nur selbst.
Und da ist er einfach nicht so weit und alle Bemühungen Deinerseits werden darum auch ins Leere laufen...
Selbst wenn ein Alkoholiker scheinbar Einsicht zeigt, tut er das oft nur, um die Wogen zu glätten.
Tja, und selbst wirkliche Einsicht reicht noch nicht aus, selbst dann saufen die meisten noch weiter.
Der Alkoholiker muss selbst zur Einsicht und dann auch ins HANDELN kommen, alles andere wird nüscht.
Zeitgleich muss ich an mir Arbeiten, das ist klar
Nur in welche Richtung ? Was kann ich noch ändern ? .....
Ich muss an meiner Einstellung arbeiten, an meinen Gefühlen, es muss mir egal sein was er tut und ihn laufen lassen. Ich muss Unabhängig werden, mich nicht mehr abhängig machen von seinen Launen
Falsch! Nicht zeitgleich! Du musst Dich NUR um Dich kümmern, nicht mehr um ihn!
Es ist doch wahrscheinlich eh alles schon hundert Mal gesagt worden, oder?
Hat bisher auch nix gebracht.
Also kümmere Dich jetzt bitte mal nur um Dich selbst.
Finde heraus, was Dir Spaß macht und tu das. Treff Dich mit anderen Menschen, setz Dich allein in ein Cafe und schlürfe in aller Ruhe n Cappuccino, tu was für DICH.
Er ist er und Du bist Du.
LG Sunshine
Ich bin zB in ein eigenes Zimmer gezogen, ich bezahle keinen Alk, ..... ich tu schon was - aber halt scheinbar zuwenig
Es ist aber ein Anfang und die richtige Richtung! ![]()
Ich weiß auch , das man sein eigenes Verhalten nicht sofort und umfassend ändern kann.
Ich denke sogar, Verhaltensänderungen sind überhaupt das Schwerste im Leben.
LG Sunshine
Hallo Wegsuchende,
Du schreibst, was alles NICHT geht. Aber nichts davon, was ginge...
Ich sag's mal in Kürze:
Wer will, findet Wege, wer nicht will findet Gründe.
Du willst Dich nicht selbst bewegen, nichts verändern, sondern ER soll das tun.
Das wird nicht funktionieren, also bleibt alles so wie es ist.
Und Dir mit der Zeit immer schlechter...
Hat bei dir keiner was gemerkt in der Arbeit ? muss man sowas als aussenstehender melden ? ich meine wenn was passiert, macht man sich damit nicht mitverantwortlich ?
Möchtest Du das seinem Arbeitgeber melden?
Wenn das so ist, ist es nur die gleiche Nummer wie bisher, ER soll sich ändern, nur dieses Mal würdest Du seinen Arbeitgeber mit vor diesen Karren spannen wollen. Hintergrund wäre wieder, das Du Dich nicht bewegen musst mit Deinem Verhalten, Konsequenzen etc.
Das ist doch alles außerdem Mist!
MAN KANN NIEMAND ANDEREN TROCKEN LEGEN, auch nicht, indem man den Arbeitgeber mit einbezieht oder sonst was. Begreife das bitte.
Alle Deine Bemühungen um IHN werden ins leere laufen, weil keine Krankheitseinsicht besteht.
Wie viele Alkoholiker versaufen den Job, den Führerschein und letztendlich auch ihre Familie?
Und trinken trotzdem weiter...
"Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel: Es löst Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten, Leber und Gehirn auf."
So sieht es leider mal aus ![]()
Ausziehen geht nicht, und zusammenbleiben bedeutet, etwas dafür zu tun.
......Wenn die Kinder deshalb auf der Strasse sitzen würden, würde mich dass vermutlich zerbrechen lassen, so weiß ich für was ich kämpfe.
Kann er nicht ausziehen?
Du bist nicht für ihn verantwortlich, er ist nicht Dein Kind. Du verhältst Dich aber so, willst alles auch für ihn managen und machen und tun.
Wie erfolgreich warst Du denn bisher damit?
LG Sunshine
Habe Migräne hatte ich noch nie.
Woher kommt das ?
Tja, wie sollen wir das denn beantworten, wir sind hier ne SHG und keine Ärzte. ![]()
Ich kann Dir aber sagen, das man sich vieles mit Alk auch weggesoffen hat.
Nüchtern treten dann mitunter solche Probleme auf, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat, betäubt durch den Alk.
Bei mir war das auch so, betraf allerdings nicht Migräne.
Es ist halt nicht ganz so, das alles ohne Alk ruckzuck wieder gut wird und man nur noch supertolle Tage hat.
Die alltäglichen Probleme wird es weiterhin geben, die machen ja vor uns nicht halt.
Und auch vor Unpässlichkeiten und schlechter Laune sind wir nicht gefeit.
Das gehört ja alles zum normalen Leben auch dazu.
Migräne ist allerdings keine Unpässlichkeit, weil sie wirklich schlimm sein kann. Kenne das von einer Freundin.
Aber es gibt Medikamente, die helfen, denke ich.
Wie wäre es mit einem Arztbesuch, um sich diesbezüglich beraten zu lassen?
LG Sunshine
Hallo Wegsuchende,
Du bist doch bereits am Ende Deiner Kräfte. Letztendlich wirst Du Dich entscheiden müssen, ob Du leben willst oder mit ihm untergehen.
Er will nicht aufhören zu saufen, das ist relativ eindeutig.
Er stellt Bedingungen an die Klinik, an Dich und die Beziehung, das zeigt, das er nicht wirklich mit der Sauferei aufhören will.
Und Du wirst ihm auch nicht sagen können, wie es danach weiter gehen würde, hast ja auch keine Kristallkugel, nicht wahr?
Ich hatte tatsächlich schon Therapeutengespräche, da hab ich aber schnell kapituliert den es ging immer darum, ob ich mich trennen möchte, deshalb scheue ich so Hilfs- oder Beratungsstellen ......denn aufgeben ist keine Option !
Es hat ja seine Gründe, das dort eine Trennung im Gespräch ist. Nur wollen die Betroffenen nichts davon hören, weil sie das partout nicht wollen. Außenstehende sehen halt, was notwendig wäre, aber solange der/die Betroffene Änderungen komplett verweigert, kann keiner helfen.
Ich kenne eine sehr ähnliche Situation im engsten Familienkreis.
Eine Trennung, die auch Gesprächsthema in einer Therapie war, wurde rigoros abgelehnt. So machten sich die Beziehungspartner weiter gegenseitig kaputt. Letztendlich kam es doch glücklicherweise zur Trennung.
Ich möchte etwas ändern - ja ! Aber ich möchte nicht alles aufgeben wofür ich mein leben lang gekämpft habe, dann wäre alles umsonst gewesen !
Du möchtest was ändern, aber bist nicht bereit, selbst in die Handlung zu kommen.
Du starrst auf Deinen Mann, er soll trocken werden, dann wird alles gut oder zumindest besser. Will er aber nicht wirklich. Tja, dann wird sich wohl auch nix ändern, bis Du irgendwann selbst zusammenbrichst unter dieser untragbaren Last. Manchmal muss es erst soweit kommen, auch ein CO braucht offensichtlich ne Art Tiefpunkt.
Nicht alles aufgeben wollen was man sich erkämpft hat?
Hmmm, ich sehe das anders. Es ist ein gelebtes Leben und darin passieren auch Dinge, die man sich keinesfalls so gewünscht hat. Auch andere Menschen sind vor Schicksalsschlägen nicht gefeit.
Aufgeben ist in bestimmten Fällen immer noch besser als selbst zugrunde zu gehen.
Und dann sind da auch noch 3 Kinder, die Dich aufgrund der Gegebenheiten brauchen...und die AUCH unter der häuslichen Situation leiden.
Wegsuchende, ich kann Dir erstmal nur raten, Dich aus seinen Angelegenheiten komplett rauszuhalten. Dein Mann weiß wo es Hilfe gäbe. Hör auf, um ihn rumzuturnen und alles für ihn regeln zu wollen. Das ist außerdem wie ne Art Entmündigung, finde ich.
Er ist Dir auch nicht auskunftspflichtig über geführte Telefonate.
Lass ihn doch mal etwas los.
Auch Dir selbst zuliebe.
Du kannst nicht alle Last und alles Elend der Welt auf Deinen Schultern tragen!
LG Sunshine
Hallo Kolja,
ich möchte mich Hanseats Worten anschließen.
Lieber auf Station anrufen, und nachfragen, normalerweise gibt das Pflegepersonal auch Informationen an nahe Verwandte weiter, und ihr seid schließlich seine Eltern. Auch wenn ein Arzt nicht gleich telefonisch greifbar ist, kann man um Rückruf bitten.
Was ist das denn für ein Krankenhaus, wo euer Sohn ist?
Kolja, auch wenn ihr die 700km da hin fährt, was versprecht ihr euch davon?
Ihr könnt dem Sohn da auch nix helfen, er muss letztendlich allein durch den Entzug durch.
Und glaubt auch bitte nicht alles, was er erzählt. Die Stimmung ist bei Entzügigen sehr kippelig und die Medikamente sorgen auch nicht gerade für den klarsten Kopf. Darum ist die Stimmung heute so und morgen wieder anders...
Die Leute, die hier erfolgreich ihre Sucht bekämpfen bestätigen euch sicher, dass man auch wenn man Medikamente gegen den körperlichen Entzug bekommt (die stoppen z.B. das Schwitzen etc) der psychische Entzug aber nicht gedämpft wird. Der "Saufdruck" bleibt und mit ihm kommen eventuell all die Gefühle hoch, die man mit dem Alkohol weggetrunken hat. Sich und die eigene Situation nach vielleicht Jahre
Ich kann das nicht bestätigen!
Durch die Medikamente kam ich nicht mehr auf Entzug und so bekam ich auch keinen Saufdruck.
Im Gegenteil, für mich war es wie ein Wunder, das nicht die üblichen Entzugserscheinungen auftraten.
Auch habe ich mir nicht Gefühle weggesoffen, das war nicht mein Weg in die Sucht.
Bitte nicht alles so verallgemeinern, auch wenn sich das Suchtverhalten bei den Betroffenen wie ein Ei dem anderen gleicht, sind die Wege in die Sucht oft sehr unterschiedlich.
Kolja, ich kann gut verstehen, wie ihr Euch fühlt...gerade auch Deine Frau nach diesen Schicksalsschlägen, natürlich hat sie Angst, den Sohn auch noch zu verlieren.
Aber ich glaube es ist der falsche Zeitpunkt, da jetzt hinzufahren. Euer Sohn ist in professioneller Betreuung, mehr kann momentan gar nicht für ihn getan werden.
Familiäre Unterstützung ist trotzdem wichtig, aber es gibt auch Situationen, wo man alleine durch muss.
Später werdet ihr ihn besser unterstützen können.
Bei mir war es so, das meine Angehörigen mich immer besuchen konnten, weil das KH nicht weit entfernt war.
Aber ganz ehrlich, helfen konnten sie mir nicht wirklich. Ich brauchte die professionelle Hilfe von Außenstehenden zu dem Zeitpunkt!
Aber sie brachten mir Sachen, die ich gern haben wollte...einen bestimmten Tee, ne Zeitschrift etc.
Es wäre aber auch ohne das gegangen
. Später aber war ich sehr froh undankbar für ihre Unterstützung.
Kolja, macht Euch jetzt mal nicht verrückt und lasst Euch auch nicht verrückt machen. Euer Sohn ist dort, wo er die Hilfe bekommt die er braucht.
Ob er sie annehmen kann und wird, steht auf einem anderen Blatt. Das liegt allein an ihm.
Liebe Grüße, auch bitte an Deine Frau! Ich wünsche ihr sehr, das sie sich beruhigen kann. Falls nicht, soll sie sich bitte auch selbst was vom Arzt verschreiben lassen, ein mildes Beruhigungsmittel oder so.
Es hilft niemandem, wenn ihr Eure gesamte Kraft verliert, die braucht ihr nämlich noch. Vor allem auch für Euch selbst!
Sunshine
Hallo Nachtschicht,
ich bin zwar nicht Marion, kenne es so aber auch aus Russland.
Die Familie pflegt und versorgt im KH den Kranken. Pflegepersonal ist sehr rar und mit anderen Dingen beschäftigt.
So hilft ein Angehöriger beim Waschen und besorgt meist auch Essen, denn das im KH ist eher schlecht bis sehr schlecht.
Es gibt im KH auch kein Besteck, das muss man mitbringen.
So war es zumindest im Kreiskrankenhaus der Stadt, in der mein Mann und ich für einige Jahre lebten, es war eine typische russische Großstadt und er landete dort auch mal mit einem Schlüsselbeinbruch.
Der wurde auf sehr altmodische Art operiert, die Ärzte hierzulande waren erstaunt, das überhaupt noch auf diese Art operiert wird...aber es war trotzdem okay so vom Ergebnis her.
Wir wissen oft gar nicht zu schätzen, wie gut es uns hier in D geht mit der medizinischen Versorgung. Trotzdem wird überall dran rumgemeckert von einigen.
Erst wenn man im nicht so privilegierten Ausland lebt, sieht man, wie gut wir es hier haben.
Marion, berichte bitte, wenn Deine Zeit es erlaubt, wie es Deinem Mann UND AUCH DIR geht!
LG Sunshine
Ich bin quasi konträr dazu in meinen Persönlichkeitsmerkmalen und da muss man in vielen Situationen extreme Kompromisse eingehen.
Nein, das "muss" man nicht! ![]()
Wenn die Kompromisse zu groß werden, dann wird es für Beide ne Rumquälerei.
Ich glaube, Gemeinsamkeiten sind für Beziehungen auch notwendig, was nicht bedeutet, das man sich symbiotisch aneinander klammern muss und aaaalles gemeinsam macht.
Mein Mann und ich sind auch von der Persönlichkeit her ziemlich unterschiedlich und manchmal nervt mich sein Verhalten auch! ![]()
Aber wir haben andererseits auch viele Gemeinsamkeiten, gemeinsame Vorlieben, gleiche Ansichten und Wertvorstellungen, die das Unterschiedliche wieder ausgleichen...irgendwie. Ohne das würde unsere Beziehung nicht funktionieren.
Es war mir einfach egal ob er mir Aufmerksamkeit zukommen lässt oder nicht. Mir gehts ohne ihn gut und das ist toll.
Hmmm Alba, ich habe jetzt viel in Deinem Thread gelesen...und sorry, aber ich glaube nicht an diese Freundschaftsnummer.
Bitte bedenke, das es sich nur um meinen persönlichen Eindruck handelt, aufgrund eigener Erfahrungen, andere mögen das ganz anders sehen!
Ich glaube nicht daran, das man übergangslos von einer Beziehung in eine Freundschaft gleiten kann.
Dazu gehört erstmal wirkliches loslassen und sehr viel Abstand, innerer wie auch äußerer. Man muss den anderen wirklich gehen lassen...mit allen Konsequenzen.
Und es muss auch klar sein, das der andere höchstwahrscheinlich einen neuen Partner finden wird, was man dann auch zu akzeptieren hat.
Ich selbst bin noch eng mit 3 Ex-Beziehungspartnern befreundet, seit vielen, vielen Jahren. Und ich bin auch schon lange mit deren "neuen" Partnerinnen befreundet und ich gönne ihnen von Herzen die "neue" Beziehung, neue in Anführungszeichen, weil die schon laaange in ihren "neuen" Beziehungen sind.
Einer dieser Freunde ist übrigens der Vater meiner Tochter und mein Ex-Mann.
Mit allen dieser 3 Freunde kam es zu einer gütlichen Trennung ohne große Dramen, und ich denke, nur so konnten wir noch zu Freunden werden.
Es IST also möglich, freundschaftlich mit einem Ex-Beziehungspartner umzugehen.
Aber davor gehört erstmal komplettes Loslassen und viel Abstand...und DANN kann man mal schauen, ob eine Freundschaft möglich ist.
So zumindest meine Erfahrungen... ![]()
Alba, Du bist oft enttäuscht und sauer auf Deinen XY, er ist nicht so wie Du ihn gern hättest, auch in Bezug auf eure beiden Kinder.
Sein Verhalten passt Dir nicht, weder in Bezug zu Dir noch zu den Kindern.
Und Du hast mit Deiner "Androhung" einer neuen Beziehung, (meiner Meinung nach vorsätzlich) versucht, ihn eifersüchtig zu machen. Ich glaube, Du konntest da ganz gut voraussehen, wie er reagieren wird ![]()
Das alles gehört sicher nicht in eine "Freundschaft", sorry.
LG Sunshine
Und wie es weiter geht? Mister X wird noch etwas Zeit brauchen um aus seinem Saufmodus ohne Saufen wieder rauszukommen. Dann wird ihn auch wieder interessieren, wie es mir geht und sich anhören wollen, was ich zu erklären habe.
Hallo Alba, ohne jetzt Deinen ganzen Thread zu kennen (ich lese später nochmal alles nach) kam mir der Gedanke, das Dein XY nicht im Saufmodus ohne zu saufen ist, sondern einfach wirklich so ist.
Er ist nun doch schon seit 1,5 Jahren abstinent, da gehe ich eher von Charakterzügen aus als von Saufmodus ohne zu saufen.
Was ist, wenn er sein Leben einfach so leben will, wie er es tut und auch weiterhin alleine Zelten geht bei Events...habe jetzt keine genaue Vorstellung davon, wie das genau abläuft.
Was ist, wenn es ihm genau so gefällt und es für ihn nicht wichtig ist, das ihr dabei seid?
Also ehrlich gesagt, Alba...ich glaube eher nicht, das Deine Prognose eintrifft, das er bald an Deiner Erklärung interessiert ist.
Denn das könnte unbequem für ihn werden.
Für die Kinder ist es schade, das der Papa sich so wenig Zeit für sie nehmen möchte.
Aber vielleicht ist auch das für ihn okay so, und ne lästige Pflicht, auf die er grundsätzlich kein Bock hat?
Was ist dann?
LG Sunshine
Hallo Kolja und Willkommen im Forum.
Als ich Dich gerade las, kamen bei mir Erinnerungen hoch bezüglich Wahnvorstellungen bei meiner Entgiftung.
Ich erzählte meinen Angehörigen, das die Pfleger und Schwestern jede Nacht laute Partys feiern und sich nicht um die Patienten kümmern würden.
War natürlich kompletter Unsinn, ich weiß nicht ob es von den Medikamenten kam, vermute das aber. Ich weiß nur das ich diverse Wahnvorstellungen hatte, die sich völlig real anfühlen.
Gut das Eure Tochter so entschieden hat, wie sie entschieden hat!
Allerdings kann man niemanden trocken legen, der das nicht will. Trocken werden funktioniert nur mit Krankheitseinsicht, Hilfe annehmen können und sehr viel Eigeninitiative.
Viele gehen direkt nach der Entgiftung in die nächste Kneipe oder Supermarkt, um wieder zu trinken.
Darum, euer Optimismus in allen Ehren!..
aber rechnet mal auch damit.
Der Trinker muss seine Abstinenz zur Prio 1 machen, sonst wird das nix.
Und ob Euer Sohn soweit ist, wird sich zeigen.
LG Sunshine
Hallo Marion,
Ich kann mich nur den Worten von Hartmut anschließen.
Ich weiß auch, das Ihr nicht in D lebt, und das Hilfsangebot nicht überall so gut ist wie bei uns. Aber bisher war Dein Mann ja nicht mal auf Entzug im KH. Und da müsste er erstmal hin!
Marion, kann es sein, das Du Angst vor Deinem Mann und seinen Reaktionen hast? Ist er schonmal Dir oder anderen gegenüber gewalttätig geworden, wenn es um seine Sauferei ging?
Mir wäre es erstmal egal, ob jemand ausflippt, weil ich zusehen würde, das ich nicht allein dabei wäre, wenn ich das befürchten würde.
Darum ja auch mein Vorschlag, Bekannte/Freunde dazu zu holen. Und nochmal gemeinsam versuchen, auf ihn einzuwirken. Ihm so auch zu zeigen, das Du nicht mehr schweigen wirst zu allem und auch nicht seine Marionette bist, die ihn weiterhin umsorgt in seinem Suff.
Das KANN etwas bewirken, muss aber nicht.
Es ist jedenfalls mitunter hilfreich, dem Alkoholkranken in seiner nassen Phase deutlich zu zeigen, das man Bescheid weiß über den Stand der Dinge und man sich auch nicht weiter veräppeln lassen wird durch verharmlosendes Gequassel.
Manchmal bricht dann das Kartenhaus des Abhängigen zusammen, weil es einfach weder innen noch nach außen haltbar ist.
Bei mir war das zumindest so. Als ich im KH landete, habe ich nix mehr geschönt, ich habe genau angegeben, wie viel ich trinke und wie es mir geht. Und ich bekam endlich die notwendige Hilfe, auch wenn ich sie erst nicht wollte ![]()
Dann aber nahm ich die dankend an.
Mir fällt leider auch nix besseres ein im Moment...bei mir hat das so funktioniert, aber es gibt natürlich keine Garantien, das es bei Deinem Mann ebenso funktioniert.
Und nochwas:
Ich denke, kein Mensch will sich vorsätzlich zu Tode saufen! Man nimmt es eher billigend in Kauf, weil man keine Auswege aus der Sucht mehr sieht. Die gesamte Denke ist klitschnass, und gegen die Macht des Alks ist man irgendwie auch so hilflos...und trotzdem startet man immer wieder Versuche, weniger zu trinken. Aber es gelingt nicht, weil man längst abhängig trinkt. Man will auch nicht wahrhaben, das man Hilfe braucht...und säuft sich so auch immer weiter runter. ..bis man an dem Punkt angekommen ist , an dem Dein Mann gerade ist, Marion.
Ohne Hilfe von außen wird er keine Chance haben, so zumindest meine Einschätzung.
Und in Sachen CO-Abhänigkeit...
Hier geht es darum, das jemand anscheinend lebensgefährdend säuft, weil er nicht mehr anders kann! Und dann als Partner nicht zu handeln, weil es der Betroffene nicht mehr kann, würde ich als unterlassene Hilfeleistung betrachten, CO-Abhängigkeit hin oder her...
LG Sunshine