Hallo Hanseat,
Glückwunsch auch von mir zu 300 alkoholfreien Tagen! Super gemacht! ![]()
Ich bin auch in Gedanken bei Marion..und ihrem Mann...denn das ruft auch bei mir die schlimmen Erinnerungen wieder hervor.
Ich sehe mich selbst wieder vor mir, wie ich an Himmelfahrt vor 20 Jahren im Bett liege, schon morgens Wodka-O trinkend, um irgendwie weiter vor mich hinzuvegetieren. Leben war das längst nicht mehr.
Ich sehe die Blutflecken auf dem Kopfkissen vor mir, vom Zahnfleischbluten, das ich immer öfter hatte, denn ich hatte mir bereits ein Blutgerinnungsenzym kaputt gesoffen. Auch eine Wunde am Zeh heilte nicht mehr.
Das Blut alarmierte dann auch meinen Mann, der wusste aber auch schon nicht mehr weiter mit mir...und rief dann einen meiner besten Freunde an, mit dem er auch selbst befreundet ist, und dann riefen sie den Rettungswagen.
Nachdem ich erst noch Zicken machte, fuhr ich auf Druck aller Anwesenden doch mit.
Heute bin ich froh drüber, das alles so kam. Ich erinnere mich aber leider auch noch daran, das ich auch erst keine Hilfe wollte, mich dagegen gesträubt habe ![]()
Als ich sie dann doch bekam, war ich sehr schnell sehr froh darüber... als ich wieder halbwegs bei Bewusstsein war, denn mir fehlen einige Tage des Entzuges, weil ich mit Medikamenten abgeschossen wurde.
Und ich nahm dann die Hilfe auch dankbar an.
Während des Entzuges habe ich wohl auch mehrmals versucht, die Schwestern zu treten, oh man, die wollten mir doch nur helfen und mich versorgen ![]()
Am Ende meines langen Klinikaufenthaltes nahm mich eine Schwester noch fest in den Arm, und sagte: "Wir haben jetzt alles für sie getan, was wir konnten...machen Sie was draus !"
Und das habe ich dann getan ![]()
Ohne diese Hilfe von außen hätte ich mich totgesoffen.
LG Sunshine