Beiträge von Reina Suerte

    Hallo,mein Mentor :)

    Sehr lieb von dir,dass du nachfragst.
    Es war und ist ein gutes,ein sehr gutes Zeichen,dass ich mich so lange nicht meldete.
    Immer noch lass ich die Finger vom Alk.Meine innere Einstellung zu Problemen-Problem Bewältigung- habe ich seit dem Tag X (28.03´15) zu Gunsten meiner Gesundheit geändert.Ich lasse mir nichts mehr gefallen und lerne jeden Tag auf´s neue dazu,mich verbal zu "wehren".

    Mittlerweile hatte ich das dritte Einzelgespräch in der Suchtberatung,bei denen mir jedes mal von einer LZT abgeraten wurde und gehe jetzt den Schritt der ambulanten Therapie(ich vermute,der Herr *Helfer* mag mich nicht aus den Augen verlieren :lol: ).Jetzt muss allerdings noch der Antrag für die KK von meiner Hausärztin abgeändert werden.Nächste Woche habe ich bei ihr einen Termin.
    In den Gruppengesprächen wurde ich auf einen anderen Wochentag "verlegt".Dort sind jetzt scheinbar alles trockene Alkoholiker.Leider war bei der ersten Sitzung nicht Einer von den "alten Hasen" anwesend und somit wurde das Gespräch mehr oder weniger zu einem vierten Einzelgespräch.

    In den letzten Wochen gehe ich,bei dem tollen Wetter,meinen Hobbys so extrem nach,dass ich für I-Net meist viel zu kaputt bin und mein Interesse arg abgeschwächt ist.

    Kurz gesagt:die letzten Wochen waren Arbeits- Familien- und Gefühlsmäßig ein auf und ab und trotzdem hatte ich in keiner Sekunde daran gedacht,etwas Alkoholisches zu trinken.Provokationen,egal von welcher Seite,schenke ich ein müdes Lächeln,ein Schulterzucken oder ein einfaches "aha".Und dabei fühle ich mich mehr als nur gut.

    Jetzt werde ich noch einige Zeit in meinem Garten verschwinden.Falls es mal wieder regnen sollte,bin ich bestimmt wieder öfter hier und werde auch wieder in anderen Threads lesen.

    Lass es dir gut gehen :!:

    Liebe Grüßle Reina

    Hallo zusammen,

    ich möchte euch einen Zwischenbericht zum aktuellen Stand geben.
    Nach wie vor rühre ich keinen Tropfen Alk an.Ich gehe immer noch einmal in der Woche zur Gruppensitzung.
    Anfang der Woche hatte ich mein Gespräch bei der Suchtberatung,um den Antrag der Kostenübernahme zur LZT (mein Vorschlag)fertig zu stellen.
    Jetzt meint man in der SB,dass eine ambulante Therapie für mich besser wäre.Dafür muss aber die KK von der SB-Stelle noch überzeugt werden.

    Einen Großteil meines Selbstwertgefühl habe ich mir mit harter Arbeit in den letzten Wochen zurück erkämpft.Ohne Euphorie und trotzdem platze ich bald vor Stolz auf mich selbst.
    Bis zur Zusage der Therapie,egal welche,werde ich noch weiter an mir und meinem Inneren fest arbeiten.Gestern bat ich meine engsten Verwandten
    um eine schriftliche Mitteilung,in dem sie mir alles negative -durch mich im betrunkenen Zustand-aufschreiben.Na ja,so wirklich wohl ist keinem gewesen und urplötzlich haben sie-bis auf einen Vorfall vor 9 Jahren- irgendwie alles vergessen.Ich gab ihnen 5 Tage Zeit(auch die Möglichkeit es gemeinsam und mit mir oder ohne mich),um dass sie sich ihre Erinnerungen zurück holen können.
    Jetzt harre ich gespannt der Dinge.

    Grüßle Reina

    Hallo zusammen,

    ja Clärchen, ich werde es wohl so machen.
    Jede Lebensgeschichte/Situation kommt auf ein separates Blatt.
    Ich werde meine s. A. ähnlich, wie ein Buch mit dem jeweiligen Kapitel
    schreiben. So zu Leben habe ich mir vor X- Jahren angewöhnt.Mal schauen, ob es funktioniert.

    Grüßle Reina

    Hallo zusammen,

    Seit Stunden,also immer mal wieder und auch in den letzten Tagen, habe ich "Gedankensalat" im Kopf.

    Nächste Woche darf ich in der Suchtberatung bei einem persönlichen Gespräch meine soziale Anamnese abgeben.
    Im Normalfall nicht weiter schlimm, sofern ich gesprächsbereit bin.
    Da hapert es bei mir aber ganz gewaltig mit meinen Gefühlen, zu/bei bestimmten Situationen. Und das schon seit einigen Jahrzehnten.
    Folge: ich breche mitten im Satz ab und bekomme Weinkrämpfe.Mich beruhigen geht ganz schwer bis gar nicht.
    ( na toll, hab schon jetzt die Tränen in den Augen)

    Zumindest habe ich mir vor etlichen Jahren angewöhnt, dass sobald mein
    "Inneres" unruhig wird, mich von jeglicher Diskussion/Gespräch zu lösen.

    Seit wenigen Jahren bekenne ich mich schon vorab zu meiner nicht vorhandenen Gesprächsbereitschaft, wenn ich merke, dass es mir dabei wieder schlecht geht.

    Ich möchte aber das Gespräch führen; ist es doch ein Teil meiner Eintrittskarte für die Klinik.

    Ein kleines bisschen hatte der Suchtberater mein Problem schon mitbekommen. Im kurzen Einzelgespräch. In der Gruppe verhalte ich mich aber anders, da es ja nicht nur um mich geht ;da kann ich auch mal mein ICH abschalten und mach mich dort verbal sowieso nicht "nackig".

    Hat jemand einen Tipp für mich?
    Sollte ich die Anamnese auf Papier bringen und falls der Versuch zum Reden scheitert, ihm das Blatt in die Hand drücken?

    Hallo Saufnix,

    mir zerreißt es das Herz, wenn ich deine " schwammigen Posts" lese.
    Du bist im gleichem Alter wie eins meiner Kinder. Eine junge Frau, die in das Verhalten fremder Menschen zu viel hinein interpretiert als auf sich selbst zu schauen ( du wirst belächelt...).
    Immer noch bist du der Meinung, das alles "halb so schlimm" mit deinem Trinkverhalten ist.
    Ganz falsch ist es, Alkoholiker ( egal ob nass - ganz egal welche Menge sie trinken- oder trocken) als Maßstab zu nehmen.
    Du schämst dich für deine Krankheit, weil du der Meinung bist, schwach zu sein. Mit deinen Fragen erhoffst du dir Antworten, um dir eine eigene Erlaubnis zum weiter trinken geben zu können.

    Ich finde es ganz toll, dass du hier bist. Das du dir real und virtuell helfen lassen möchtest.
    Aber bitte, bitte:
    Hör auf dich selbst zu belügen. Gehe in der realen Welt und deinen "Gegenüber" genau so offen um, so wie du es hier schon getan hast.
    Deinem Partner darfst du nicht zu viel zumuten. Er ist bestimmt, nach so vielen Jahren, nicht mehr in einem "Schock Zustand". Eher ist er in der "resignier-Phase" und das solltest du ihm erstmal stillschweigend ( du musst jetzt sowieso nur an dich alleine denken)zugestehen. Zumindest so lange, bis du deinen Weg in die Trockenheit gefunden hast.

    Niemand belächelt dich und niemand wird dich auslachen.

    Grüßle Reina

    PS:Deine Aussage, dass du gar kein so krasser Fall bist, schwirrt nur dir in deinem Kopf rum und niemandem sonst. Spuck diese Gedanken aus, soweit du kannst.

    ...mich bei euch allen zu bedanken.
    Ganz egal, wie klein oder groß der Zeitraum der Trockenheit ist.
    Ganz egal, ob Alkoholiker oder Co.

    Mir persönlich hilft das Lesen der einzelnen Schicksale sehr viel. In vielem, was geschrieben wurde, habe ich mich wieder erkannt.
    Oftmals kommt von mir-beim lesen. "ohaaa, ooooh, das kenne ich, ging mir auch so, oh weh (lass es nicht so weit kommen)..."

    Vergangenheitsbewältigung, Gegenwart und Zukunft haben im Moment für mich selbst absolute Priorität. Einen heimlichen virtuellen Mentor hatte ich mir schon auserkoren. Jedoch summieren diese sich, je mehr ich hier lese.
    Alle Namen aufzählen mag ich nicht, da bestimmt er Eine oder Andere NN unbeabsichtigt untergehen würde.
    Beim Lesen bin ich oft betroffen, ob der extremen Schicksale und im Anschluss bewundere ich wiederum diese Menschen. Wie sie es geschafft haben(auch wenn es den einen oder anderen Rückfall gab),wie sie dazu stehen und vor allem, wie sie ihr Wissen und Hilfe an Fremden weiter geben.
    Diese Hilfestellung ist bei weitem nicht selbst verständlich.

    GANZ LIEBEN DANK, AN EUCH!

    Gut ge/beschrieben, wookie :!:
    Leider ist es aber hier deutlich nachzulesen, dass ein neuer Grund, um weiter zu trinken, gesucht wird oder -hoffentlich- wurde.

    Wer sich gegen seine Alkoholsucht nicht aufbäumt ist dem Tode geweiht.
    Da spielt es keine Rolle, ob die Sucht als Krankheit anerkannt wird oder nicht (einzig die Kostenübernahme durch die Krankenkassen).
    Ganz falsch ist es , andere Alkoholkranke Menschen für sich/ seinem trinkverhalten(egal ob Menge oder Getränkeart) als Maßstab zu benutzen.

    Vergleichsweise: denk dir verschieden hohe Brücken. Auf jeder Brücke stehen Menschen, die ihren Selbstmord (nichts anderes ist es, wenn man sich seiner Krankheit nicht stellt) ungeplant anstreben oder angestrebt hatten (Trockene stehen ihr Leben lang auf ihrer Brücke).
    Irgend wo in der Mitte fragt jemand wie niedrig/hoch die Brücken sind, auf denen die Anderen stehen um sich für sich den vermeintlich besten Platz in den Abgrund zu verschaffen.

    Zitat von saufnix87

    Doch ich sehe mich sehr wohl als Alkoholikerin

    Nur ich weiss es klingt bescheuert, denke ich manchmal, dass ich für einen klinischen Entzug zuwenig Alkoholikerin bin. Oder wenn ich Hilfe suche, dass die mich auslachen oder so 😭
    Wenn ich mal eine Woche nix trinke stelle ich irgendwie keine entzugserscheinungen fest!
    Hier hat man ja schon soviel andere schlimme sachen gelesen!


    Das ist der Sumpf, in dem du dich befindest, Saufnix.
    Das "zappeln" sind deine Gedankengänge, ob überhaupt und inwieweit du Alkoholikerin bist(...).Du stehst,meiner Meinung nach, immer noch nicht zu deiner Krankheit.
    Den helfenden Stab reichen dir dein Hausarzt/Ärztin, die Klinik, das Forum und dein Partner.

    Hallo Saufnix,

    hast du schon bemerkt, dass du dich in deinem Sumpf alleine windest und zappelst um wieder festen Boden zu erlangen? Siehst du nicht den helfenden Stab, der dir gereicht wird?

    Sicher wolltest du dein Gewissen mit dem Thread erleichtern. Dieses kann man in mehreren Sätzen von dir heraus lesen.
    Erst stellst du vergleiche mit Alkoholikern an und jetzt sind es Schauspieler in TV.

    Du schreibst das du dir deiner Situation bewusst bist, aber tief in dir drinn bist du noch lange nicht soweit. Geh in die Klinik, mit der du Kontakt aufgenommen hast und überlege nicht noch nach x alternativen. Das verzögert nur dein Vorhaben, sofern es überhaupt eins ist.

    Hartmut, ich bin ja noch in der Lernphase, was das Forum anbelangt.
    Um ehrlich zu sein, hätte ich mich anfänglich und ausschließlich nicht in Correns Thread beim lesen "verrannt" dann wäre ich eventuell jetzt nicht hier.
    Vielleicht hätte ich angefangen, mein trinkverhalten mit Anderen zu vergleichen mit dem Ergebnis:" oiiii, die saufen sich ja die Hucke voll. Da bist du doch ganz anders. Was willst du denn hier..."
    Körperlich ging es mir durch Alkohol, im Gegensatz zu Anderen, nie ernsthaft schlecht.

    Nur gut, dass ich mir mein Ziel vorab schon gesetzt habe.

    Ich habe ein wenig Schwierigkeiten -vielleicht ist es nur eine Phase- mit Menschen umzugehen, bei denen ich vermute, dass sie sich selbst belügen.
    Es macht mir Angst eventuell mit zu bekommen, wie sie sich selbst zerstören.Klingt überheblich, ich weiß. Noch ein Problem, an dem ich arbeiten muss.

    Was die Anmeldung betrifft, ist es bestimmt so wie du schreibst: ein lichter Moment.
    Auf der anderen Seite sehe ich aber auch (gelernt in der Gruppensitzung)
    einen gewaltigen Druck von Außen und vor allem die Anonymität.

    Hallo zusammen,

    Hartmut, so wie ich bisher gelesen habe, melden sich nicht nur bekennende Alkoholiker an.
    Viele sind sich noch nicht schlüssig, wo sie sich befinden und welchen Weg sie gehen möchten. Die Einen nehmen Hilfe an und Andere ignorieren sie.

    Ich bin immer noch neu und habe bestimmt die aller wenigsten Erfahrungen.
    Dennoch sehe ich TE auf einer ganz, ganz dünnen angebrochenen Eisschicht stehen, die sich ob der Trinkmengen anderer User eine visuelle Tabelle macht um das eigene Trinkverhalten zu beschwichtigen.

    Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie ihre Sinne öffnet und erkennt, in welch großen Gefahr sie ist.

    Hallo Saufnix,

    Ich bin noch ganz neu in diesem Forum. Daher traute ich mich auch noch nicht so wirklich, in anderen Threads zu schreiben. Noch weniger traue ich mich einer einzelnen Person in mehreren (also hier zwei) Threads Fragen zu stellen.
    Ich versuche es mal anders: Hast du dich schon mal gefragt, ob du ehrlich zu dir selbst bist?

    Ja, die Achterbahn. Wäre da nicht das extreme Gefälle, ich hätte Spaß daran. Allemal besser, als in einem Kinder Karussell. Herzzerreißend langsam und nur im Kreis :)
    Konsequenz zur Hilfe; da hilft doch bestimmt auch: probieren geht über studieren oder so ähnlich.

    Hab eine schöne Zeit in deinen höheren Sphären, Correns.

    Gnabend zusammen,

    ich wollte ja noch etwas zu dem gestrigen Abend schreiben.
    Das imaginäre Pflaster habe ich nicht genutzt und darüber bin ich immer noch froh.
    Vor wenigen Wochen habe ich mir ganz fest vorgenommen, nicht mehr die "Duckmäuserin, Ja-Sagerin, die "alles in sich rein Fresserin" zu sein (mein Helfersyndrom muss ich auch noch ablegen).
    Nie mehr aus Wut oder Frust über meine Sprachlosigkeit meinen Verstand vernebeln. Einfach wieder sagen, was ich denke und/ oder fühle. Ohne Rücksicht auf Verluste. Egal, ob ich jemanden mit meinen Worten verletze(allemal besser, als mich wieder selbst mit Alk zu verletzen).
    Genau an diesem Tag X habe ich angefangen aufzuräumen. Mich selbst innerlich und gleichzeitig auch außerhalb meiner Seele und meinem Denken/Handeln.
    Zwei Ziele habe ich mir gesetzt: Entmüllen und umstrukturieren; mein inneres und mein Haus.
    Jeden Tag ein bisschen. Je nach Lust, Zeit und Laune.
    Das hat in den letzten Wochen super gut funktioniert; genau so wie ich es mir vorgestellt hatte. Und dann wollte ich mir ein virtuelles Pflaster verpassen :roll:

    Die dritte "Gruppenstunde" war soweit in Ordnung. Im Gegensatz zu den ersten Beiden hat sich die Anzahl der Mitbetroffenen verdreifacht.
    Aufgefallen ist mir, dass sich wirklich nur ein Bruchteil der Menschen ihrer Situation bewusst sind. Das schmerzt mich, aber ich bin ja nicht wegen ihnen sondern wegen mir dort.

    Was ich mir schon in der zweiten Stunde aufgefallen war ist, Männer ticken wirklich ganz anders als Frauen. Nicht alles, das sie noch "Schulterklopfer"
    an den Nebenmann verteilen würden, da dieser ja ganz doll und viel und hartes Zeugs und sowieso mehr als man selbst zu sich genommen hat/ noch trinkt. In solchen Situationen würde ich am liebsten aufstehen und sie wach rütteln wollen.
    Noch etwas, was ich lernen muss: *was geht´s mich an denken und maximal Schultern zucken*

    Hallo Saufnix,
    ich trank bis zum 27.03´15 zwischen ein und zwei Gläser einmal in der Woche und hatte dabei auch Wochen - und Monate lang nichts an Alkohol zu mir genommen. Drei bis vier mal im Jahr kam auch eine Steigerung von zwischen einer und zwei Flaschen Wein (an einem Abend) dazu.

    Das ist bestimmt nicht "typisch", aber ich schimpfe mich selbst Alkoholikerin.
    Warum? Anfangs war es ein total lockeres Genuss Trinken. Dann schlug es in Frust Trinken um, schleichend.
    Ich habe mich bei meiner Hausärztin gemeldet und bin in einer Suchtgruppe. In die Klinik will ich unbedingt.

    Guten morgen Correns,

    ich freue mich :D
    Ja,wirklich.Ich freue mich, dass du mir in meinem Thread antwortest.
    Warum? Als ich über Google das Forum gefunden hatte, sprang mir dein Thread sofort in meine Augen. "Tausend mal probiert" hatte ich vorher zwar nicht, aber ich brauchte in den ersten Tagen zum Einen ganz viel Input und zum Anderen wollte ich von der realen Welt "abschalten". Ich hätte mir ein Buch nehmen und lesen können.TV schauen, bis die Augen viereckig werden,
    meinem Hobby nach gehen oder einfach ins Auto setzen und weg fahren...
    Ich zog deinen Thread vor und saugte fast 300 Seiten auf, wie ein nasser Schwamm.
    Sehr viel Info, Tipps, Hinweise, Anregungen, Sätze die zum gesteigerten Nachdenken anregen, ect. Auch staunen und Verwunderung war dabei. Natürlich las ich nicht nur deine Sätze und bekam somit auch vieles von den "Urgesteinen" als "Lehrstunden" mit.
    Deine Lebensgeschichte, die du in den letzten fünf Jahren hier be- und geschrieben hast und die ich in zwei Tagen aufsaugte (die ich SO bisher von niemandem Anderen gelesen hatte) benutze ich seit dem als eine Art Schule, oder Lehre für mich.
    Einiges nehme ich für mich an und setze es auch um, bei Anderem klappe ich das Lehrbuch zu oder überspringe die Seite mit einem virtuellen Lesezeichen.
    Das gilt aber nicht nur für deine Geschichte. Auch die der Urgesteine, die allerdings nicht so viel nähe ausstrahlen, da ich die Trockenheit derer wohl aufrichtig bewundere und ich ebenso weiß, dass aus etlichen Jahren Erfahrungswerte geschrieben wird;es ist dennoch anders. Keine Ahnung, wie ich es beschreiben kann. Dich betrachte ich seit einigen tagen als meinen heimlichen virtuellen Mentor :lol:
    Du bist noch in Kur? Erhol dich gut.

    Zu meinem gestrigen Tag und Abend werde ich ganz viel Später schreiben. Jetzt freue ich mich erst noch ein paar Stunden und gehe meinem realen Tagesgeschäft ab-arbeiten.

    Grüßle Reina

    Hallo Slowly,

    bevor ich mich hier in dem Forum anmeldete, habe ich einige Tage viele Beiträge gelesen.
    Nicht nur gelesen, sondern ich machte mir unglaublich viele Gedanken.
    Mein Ziel ( die letzten zwei Gläser Wein am 27,03´15 und seit dem auch der Wille, eine stationäre KH Aufnahme anzustreben):keinen Tropfen Alkohol mehr.

    Durch das Lesen wurde mir immer mehr klar, ich bin kein "Schulbeispiel" einer Alkoholikerin.
    Ich lag nie auf dem Boden. Bis auf meine engste Verwandtschaft wusste kein Mensch von meinem Trinkverhalten. Ich "blamierte" mich nach Außen hin nicht eine Minute durch Suff.
    Es ist alles da, was ich zum Leben brauche. Und sogar noch viel mehr als nötig. Ich habe durch Suff nie jemanden in Aktion verletzt(nur durch Reaktion),mich selbst auch nicht.Niemals bin ich unter Alkoholeinfluss Auto gefahren.
    Es gibt bestimmt noch ganz viele andere Beispiele, bei denen ich mir sage:
    Hey Mädel; so viel Schutzengel wie du hast ist kaum möglich. Vor allem: wehre den Anfang zum Ende(absoluter Absturz, andere Menschen oder Tiere verletzen/töten, eigener Tod).

    Mein NN:
    Reina-Göttin
    Suerte-Glück

    Ich betrachte mich im Moment als Göttin im Glück. Soviel göttliches Glück gibt es bestimmt nur einmal im Leben und dass muss ich jetzt für mich/ meinem Handeln nutzen um mein Ziel zu erreichen.

    Was meine Umwelt, sei es in der SHG oder meinem nahen Umfeld angeht, ist es absolut schwierig. Nicht für mich, da ich nun wirklich rein nur an mich selbst denken will.
    Ich sehe aber, dass -so wie du schon geschrieben hast-
    ...in "geringeren" Mengen als gemeinhin, als gesellschaftlich toleriertes Trinken, anerkannt ist...
    meine "GesprächspartnerInnen" sich von mir verarscht fühlen.
    Da ist die dritte MPU, Verlust vom Arbeitsplatz, Scheidung, verwahrloste Kinder, ect.
    Da sind welche aus meinem Umfeld, die das mindestens Zehn- Zwanzig-Dreissigfache trinken (wir sehen uns gegenseitig, wenn das Leergut zum Glascontainer gebracht wird). Und dann komme ich und sage, dass ich Alkoholikerin bin und in die Klinik will. Das ich keinen Tropfen mehr anrühren werde...
    Vielleicht ist es für mich und diesen Menschen besser, wenn ich( natürlich nicht in der SHG) nicht mehr mit meinem Vorhaben "haussieren" gehe.

    In den letzten zwei Sitzungen in der SHG war ich jene, die Fragen gestellt hat und auch das Gespräch suchte . Die anderen waren eher still, außer wenn sie meine Alk-Geschichte, meinen "Werdegang" belächelten.

    Heute werde ich mir wohl ein imaginäres Pflaster auf meine Schnute kleben.

    Grüßle Reina

    Ja, da hast du recht, Karsten.
    Ich weiß, dass ich ganz alleine für mich verantwortlich bin.
    Alles ohne Fremdeinfluss und Fremdhilfe letztendlich bewältigen( ein anderes Wort fällt mir gerade nicht ein) will.
    Das allerdings gibt mir mein Selbstvertrauen zurück, welches jahrelang verschüttet war.
    Ich bekomme innerlich wieder eine Stärke, die ich vor x- Jahren aufgegeben hatte.
    Meine selbst auferlegte Belohnung dafür: ich schaue in den Spiegel und lächle mich an :lol:

    Guten Morgen zusammen.

    als erstes möchte ich mich für mein "abgehacktes" post von Gestern bei Rattenschwanz entschuldigen.
    Ich war schon auf dem Sprung, als ich dein post gelesen hatte. Daher kein Grußwort und kein Abschluss. Im nachhinein liest es sich sehr patzig, was es aber ganz sicher nicht war :oops:

    Hallo Karsten,

    ja, ich schaue mit neuer und ganzer Kraft nach vorne.
    Gestern hatte ich einen seltsamen Wortwechsel und dabei merkte ich, ich lerne täglich dazu.

    Wir waren bei Verwandten im Garten. Nach getaner "Arbeit" setzten wir uns noch eine Weile zusammen und tranken eine *Kleinigkeit*.
    Auf dem Tisch standen mehrere Gläser Bier, ein Glas Wein und "Süßgespritzter". Ich bat um ein Glas Wasser. Alles kein Problem, da ich ja in der Öffentlichkeit aller aller seltenst Alkohol zu mir nehme.
    Von einem Verwandten drehte sich das Thema hauptsächlich um Alkohol(...).
    Als wir nach Hause fuhren sprach Mann das trinkverhalten des Verwandten an. Ich sagte ihm, dass ich ihm den Vorschlag machen werde, ihn mit in die Klinik zu nehmen.
    Darauf Mann:" ICH glaube, DU musst gar nicht mehr in die Klinik.
    Unfassbar, diese Aussage für mich und ich war mal wieder (kurz) Sprachlos.
    Ich antwortete, dass ich diesen Weg für mich gewählt habe und auch zu Ende gehe. Dann wurde das Thema gewechselt.

    Heute habe ich die dritte Sitzung in der SHG. Bin mal gespannt, wie sie ablaufen wird, da ich beim letzten mal von den Mitsüchtigen belächelt wurde und sie mir meinen Alkoholismus - durch den unregelmäßigen Konsum - nicht abnehmen wollten.

    So langsam glaube ich, ich muss anfangen zu lügen und meine Menge an Alkohol, die ich getrunken habe, für alle anderen erhöhen (natürlich nicht in der Ausführung).

    Grüßle Reina