Beiträge von Carl Friedrich

    Na ja, meine Erinnerungen an solche Veranstaltungen liegen schon mehrere Jahrzehnte zurück, aber niemand dürfte zur Teilnahme an so was gezwungen werden, ganz abgeshen von der mangelnden Hygiene und dem erheblichen Ansteckunsrisiko in der momentanen Erkältungszeit.


    Du siehst, Du durftest wieder etwas dazu lernen. Die Erfahrenen hier wissen, warum sie keine Surrogate zum Alk anrühren. Sie sind halt zu nahe am Original dran. Dann setzt das Kopfkino ein.


    Ich gehe mal davon aus, Du hast Dich im Vorfeld nicht auf möglichen Suchtdruck vorbereitet und wurdest dann kalt erwischt.

    OK, ist ja letztlich gut gegangen und Du bist um eine wertvolle eigene Erfahrung reicher.


    Ich habe imm ersten Jahr noch leichtsinnigere Verhaltensweisen ausgetestet, die ich jetzt hier besser nicht erwähne, damit sie keiner nachahmt, getreu dem Motto: Wenn CF das ab kann, dann gelingt es mir erst recht."


    Schönes WE.

    Noch eine kleine Ergänzung zu meinem morgigen dreißigsten abstinenten Tag. Ich habe mal gehört das nach dreißig Tagen das schlimmste vorüber ist.

    Das mag vielleicht auf den einen oder anderen zutreffen, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das erste Jahr das schwerste ist. Nach einem Jahr war ich aus dem Gröbsten raus, das heißt nicht, dass ich danach keinen Suchtdruck mehr hatte und alles ein Kinderspiel war.

    Übrigens: Den schwersten Druck hatte ich nach rund 3 Monaten, da hatte es mich an einem schönen Sommernachmittag heftigst über mehrere Stunden durchgeschüttelt. Ähnlich schweren Druck hatte ich nach ca. 5 1/2 Jahren noch mal, aber nicht so intensiv und lange.

    Von einer 30 Tage Regel habe ich noch nie gehört. Ich bin seit mehr als 9 1/2 jahren clean.

    Mir gab mal ein erfahrener User damals mit auf den Weg: "Jede Triggerabwehr macht dich für die Zukunft stärker."

    Das stimmt. Der Erfolg bestätigt, dass so ein Druck letztlich auszuhalten ist und nicht ewig andauert.

    Weiterhin viel Erfolg.

    „Wenn es mir schlecht geht, gehe ich in meine Selbsthilfegruppe. Wenn es mir gut geht, renne ich dorthin.“

    Der dahinter stehende Sinn trifft zu.


    Im Prinzip sind wir wie Sportler, die sind nur solange welche, wie sie auch trainieren. ich trainiere regelmäßig im Fitnesstudio und hier. Warum? Damit ich mir mit Aufrufen der Seite immer wieder mein Problem vor Augen halte und es nicht aus dem Blick verliere.


    Ein Suchtmediziner gab mir am Ende meiner ambulanten Therapie mit auf den Weg: "Der ersten Schritt in Richtung Rückfall wird gemacht, wenn sich der Betreffende nicht mehr regelmäßig mit seinem Thema befasst."


    Recht hat er. Sonst käme ich irgendwann womöglich auf die dämliche Idee, ich sei geheilt und könne jetzt mal wie ein Normaler doch mal ein Glas trinken. Das wäre fatal, denn genau das kann ich nicht und werde ich auch niemals können. Damit ich das nicht vergesse, bin ich hier.

    Selbst wenn ich früher mal keinen Wein hatte, habe ich nicht auf Bier zurückgegriffen um mein Level zu bekommen. Bier ist etwas was ich nicht haben muss, von daher ist das kein Thema für mich.

    Da bin selbst ich, der nicht so streng unterwegs ist wie viele andere hier, etwas überrascht. Der Wein und Sekt meiner Frau -sie trinkt nur sehr wenig- war mir immer wurscht. Aber ich käme niemals auf die Idee, mir sog. alkoholfreien, zumeist jedoch alkoholarmen Wein oder Sekt zu kaufen, um ein Alternativgetränk für mich oder zum Anstoßen zu haben. Ich weiß nicht mal ansatzweise, was ich mit dem Gesöff anfangen soll.


    Wenn Du mich fragst, was das beste Getränk der Welt ist, dann gibt's die einfache Antwort: "Wasser". Wir haben immer kistenweise daheim, allerdings von der besseren Sorte, da auch Wasser sehr unterschiedlich schmeckt. Daher hat der Wassersommelier durchaus seine Berechtigung.


    Kleiner Tipp: Schnibbel doch mal Minzblätter, Ingwerscheiben und etwas Zitrone/Limone dran, dann hat es einen ganz anderen Geschmack.


    Du wärst m.E. gut beraten, diese Idee noch mal kritisch zu beleuchten.

    Das schreibe ich nur, weil ich mich frage, wie es sein kann, dass Du nach so langer Zeit doch immer wieder Suchtdruck hast.

    Den hatte ich auch über mehrere Jahre, nur die Abstände wurden immer größer. Wir reagieren halt alle unterschiedlich, die einen haben ihn nie, andere werden halt über einen längeren Zeitraum gepiesackt. Ich empfinde das jetzt nicht als ungewöhnlich.

    Silvester war für mich immer ein Sauf- Highlight.

    Das scheint mir, wie Cadda es erwähnt hat, der Knackpunkt zu sein. Suchtverlangen setzte bei mir stets dann ein, wenn ich in Situationen kam, in denen ich früher getrunken habe. Unser Suchtgedächtnis funktioniert tadellos, das merkt sich so ein Highlight und fängt dann an zu rumoren getreu dem Motto: "Hurra, endlich wieder Saufen." Diese Verknüpfung muss halt gelöst werden und das dauert. Mein erstes Silvester war auch etwas unruhig, jedes Jahr wurde es besser.

    Aber es würde für mich selbst keinen großen Unterschied machen, ob mein Gegenüber alkoholfreies oder normales Bier trinkt. Ich sehe dann Bier.

    Als ehemaliger Bier- und Schnapstrinker halte ich mich von Bier -ob mit, wenig oder ohne Alk- möglichst fern, ich hocke mich trotz der langen Zeit, nicht in wenigen cm Entfernung zu Biergläsern und -trinkern. Das Wein- oder Sektglas meiner Frau, sie trinkt nur selten und wenig, kratzt mich dagegen nicht. Aber so ist es bei mir, ich kann nicht garantieren, dass es bei anderen genau so funktioniert. Wer unsicher oder unschlüssig ist, wäre gut beraten, erst mal auf Distanz zu gehen.

    Wenn ich Suchtdruck bekommen würde, bräuchte ich nur 300 Meter zur nächsten ⛽ Tankstelle gehen.Das wäre dann eher gefährlich für mich.

    Bei mir ist es ähnlich weit und die haben alles vorrätig, was ich früher missbräuchlich gesoffen habe.


    Ich durfte ich mir hier im Forum in der Anfangszeit Vorhaltungen machen lassen, da ich -so wie Du jetzt- noch etwas Wein und Sekt im Hause hatte und immer noch habe, den meine Frau gelegentlich mal trinkt. Mich hat das Zeug nie gereizt und ich sehe es für mich als ungefährlich an. Genau das wird hier im Forum von einigen ganz anders beurteilt. Ich weiß ja nicht wie Du gestrickt bist, falls starker Suchtdruck aufkommen sollte, besteht zumindest abstrakt die Gefahr, anstelle zur Tanke zu gehen (z.B. bei Dunkelheit oder sehr schlechtem Wetter) , lieber schnell mal den Vorrat der Frau anzuzapfen, da der nunmal auch Alk enthält.


    Daher rate ich heute Anfängern dazu, im Zweifel lieber den Empfehlungen der Grundbausteine zu folgen. Sei Dir bei Deiner Entschließung bitte der geschilderten abstrakten Gefahr bewusst.

    Es freut mich, dass es Dir bislang gut gelungen ist, jedoch wirken Deine Ausführungen irgendwiw euphorisch, zumindest für mich.

    Letzteres macht mich jedoch ein Stück weit stutzig, weil ich mehrere Euphoriker erlebt habe, die nach wenigen Tagen ohne den Stoff genau so überschwenglich rüber kamen. Sie hingen alle binnen kurzer Zeit wieder an der Flasche.


    Was ich sagen will: Genieß Deine aktuelle Lebensverbesserung, verliere jedoch vor lauter Freude nicht den nötigen Respekt vor dem Alkohol aus den Augen.

    Also ich riche nichts,wenn sie zwei Gläser Wein trinkt.Also kann es mich nicht stören.

    Das geht mir genau so. Erst gestern Abend hat sie ein Glas Prosecco und ein Glas Rotwein beim Italiener getrunken. Es stört mich nicht und ich rieche auch nichts. Meine Frau keine regelmäßige Trinkerin. Sie wird erst Silvester etwas konsumieren und dann erst mal mehrere Wochen nichts.

    Kinderpunsch

    Habe ich auch schon ein paar male probiert. Kaffee trinke ich nur bis 17.00. Es war das einzige koffein- und alkoholfreie Heißgetränk im Angebot. Ein Pfefferminz/Kamille/Früchtetee wäre mir auch lieber gewesen. Wenn ich im Winter draußen stehe, kann ich nichts Kaltes trinken, denn das will bei mir ruck-zuck wieder raus.

    Ich finde den widerlich süß.

    Dann lass den Zucker weg;). Ich habe den ungezuckert getrunken, dann war es ok, allerdings wurde er bei uns so angeboten. Andere Betreiber hauen da womöglich noch Mengen an Zucker oder Süßstoff rein.


    Oder war es eher der Versuch, dazuzugehören? So auszusehen, wie die trinkende Gesellschaft?

    Nö. Ich habe es nicht nötig, den Anschein eines Zechers hervorzurufen :).

    Getriggert wurde ich, wenn ich in Situationen kam, die früher mit dem Konsum verbunden waren. Was dagegen hilft? Sich mental vorbereiten, dass sich in einer solchen Situation Druck aufbauen kann und wie ich dann mit ihm umgehe. Immer, wenn ich mich vorbereitet habe, blieb er anschließend aus. Zwar flackerte mal hin- und wieder ein Gedanke an ein Weißbier auf, aber den konnte ich rasch ad acta legen.


    Wenn der Druck zunehmen sollte, dann rate ich, die Örtlichkeit unverzüglich zu verlassen. Eine andere Umgebung setzt andere Reize. Dazu die sofortige Befassung mit Dingen, die einem Freude bereiten.


    Anfangs habe ich noch den Wassertrick angewandt und erst mal ordentlich Wasser getrunken, damit zumindest kein Durstgefühl mehr vorhanden ist. Mit den Jahren hat sich das gelegt.

    Unangenehm war für mich die überraschende Konfrontation mit Trinksituationen, die ich im Vorhinein nicht auf dem Schirm hatte. Für so was hat sich bei mir die o.a. Fluchtstrategie bewährt.


    Ach so, gesellige Runden sollten anfangs umgangen werden, das ist zu riskant, dass plötzlich jemand einem ein Glas in die Hand drückt oder bei einem kreisenden Tablett doch urplötzlich rasch zugegriffen wird.


    Es dauerte bei mir mindestens 2 Jahre bis ich an solchen Geselligkeiten teilnehmen konnte, jedoch nur, wenn die Teilnehmer allenfalls moderat und nicht wie ich früher, heftig trinken. Zu "Besäufnissen" gehe ich nicht, da gehöre ich nicht mehr hin.

    Wir sind nur eine sehr kleine, aber auch sehr dysfunktionale Familie.

    Aus genau diesem Grund bleiben wir mit dem Nachwuchs daheim und fahren nirgends hin und empfangen auch keine Verwandten zu Besuch. Das ist uns zu anstrengend. Wir haben sämtlichen Ballast aussortiert. Das befreit ungemein. Daher haben wir keinen Stress. Wir können uns auch nicht vorstellen, daran noch mal etwas zu ändern.

    So innerfamiliäre Streitigkeiten können durchaus Suchtdruck auslösen, um runter zu kommen und sich die Situation irgendwie schön zu trinken.


    Merke ich, dass irgendwo "dicke Luft" herrscht, verabschiede ich mich zügig. Das tue ich mir nicht mehr an. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.

    Heute essen wir Pute

    Wie? Kein Fisch? Bei uns hält meine Frau die polnische Tradition hoch und heute halt fleischlos. Allerdings keinen Karpfen, der ist uns zu moderig im Geschmack. Und als Vorspeise Barscht mit selbstgekneteten Pierogi (mit Sauerkraut und Pilzen).


    Selbstverständlich mit einem Extra-Gedeck, falls noch ein Gast überraschend auftauchen sollte.


    Meine Frau schüttelt immer verständnislos den Kopf, wenn sie von dem scheinbar deutschen Klassiker Würstchen mit Kartoffelsalat hört.


    Dir frohe Weihnacht und alles Gute.

    Mein Weg ist in dem thread "Diesmal wird es klappen" beschrieben. Da ist alles drin, über Entgiftung, ambulante Therapie incl. Vorgruppe, der erste Urlaub, das erste Weihnachten... bis heute.


    Du wirst sehen, dass die Ansprache damals direkter war als heute. Da wurde einem schon mal verbal der Kopf gewaschen. Geschadet hat es nicht, im Gegenteil, es hat mich zum Nachdenken und Nachjustieren meiner Vorgehensweise geführt. Und so groß verschieden ist mein Kurs nun auch nicht.

    Ja, es gibt viele Wege in die Flasche hinein, aber auch mehrere wieder hinaus, sie sollten nur nicht schnurstracks in Richtung nächste Tränke führen. Jedoch unterscheiden sich die Wege aus der Flasche nicht gravierend, es sind nur kleinere Punkte, die anders gesetzt werden.

    Wie ist denn deine Strategie, wenn beim nächsten Klingeln der Nachbar mit Bierdurst vor deiner Tür steht?

    Eine gute Frage.

    Antwort 1: Du outest Dich ihm gegenüber, dann weiß es in ein paar Tagen die ganze Nachbarschaft. Ist der von vielen hier im Forum propagierte Weg. Einmal die Katze aus dem Sack und hoffentlich für immer Ruhe.

    Antwort 2: Es war in den letzten Monaten/Jahren einfach viel zu viel, daher werde ich mal für ein Jahr eine Pause machen. Nach dem Jahr bleibst Du einfach dabei, weil es Dir ohne viel besser geht als mit Alk. Das ist mein Weg, bislang mehr als 9 1/2 Jahre unfallfrei unterwegs. Ich schulde niemand eine Erklärung, außer meiner Familie.

    Ein trinkendes Umfeld und ein ausstiegswilliger Aspirant, das ist schwierig. Mir ist der Ausstieg erst gelungen, als ich bereit war, meiner Abstinenz absolute Priorität im Leben einzuräumen und ihr alles andere unterzuordnen.

    Zu Trinkkumpanen bin ich aus Gründen des Selbstschutzes auf Distanz gegangen, der Kontakt ist längst eingeschlafen und ich habe auch nicht vor, ihn wieder zu erwecken.

    Letztlich verband mich mit den Trinkkumpanen nur eins, nämlich der gemeinsame Alkoholkonsum. Fällt das Bindeglied des gemeinsamen Konsums weg, bleibt da nicht mehr viel übrig.

    Besonders anschaulich wird dies im thread von Alex auf dem Weg beschrieben. Mir ist es auch so widerfahren.

    Ich kann nur anraten, auf Dich selbst und nicht auf das trinkende Umfeld zu schauen und dann kontinuierlich Schritt für Schritt in Deine persönliche Freiheit zu gehen.

    In meinem Umfeld gibt es keine Leute mehr, die heftig trinken. Meine Frau trinkt gelegentlich mal ein Glas Wein, das nächste Mal an Weihnachten und dann Silvester. Das war es auch.

    Wir treffen uns nur noch mit Leuten ein, die selbst kein Alkoholproblem haben, sondern allenfalls moderat mal was trinken. Das dürfen sie dann auch in meiner Gegenwart, allerdings bin ich auch schon mehr als 9 1/2 Jahre clean.


    In den ersten Monaten rate ich, zunächst mal auf Distanz zu Alkohol trinkenden Leuten zu gehen, um Dich selbst vor Dir und Deiner Sucht zu schützen.

    Was heißt da "gecheckt"? Weg gegessen hast Du sie ihr.

    Nee, die Packung ist noch original verschweißt. Wenn ich die öffne, werde ich sie plündern, während meine Frau sich mit 1-2 begnügen kann.


    Das erinnert mich an meine frühere Zeit, ich kannte nur Vollgas, komisch.


    Meine Frau meinte, sie bräuchte zum Backen ihres Spritzgebäcks noch Schokoglasur. Ich mal gleich in den Supermarkt und war überrascht, auf keiner Glasur stand etwas von Alkohol. Respekt. Mir fiel jedoch auf, wie unterschiedlich hoch der Kakaoanteil in den Glasuren so sein kann. Ich habe die teurere mit einem deutlich höheren genommen, während die Billigmarken sich wie eine Fettpampe mit Zucker lasen. Aber wenigstens kein Alk drin.