Ich sehe, hier sind einige Therapien gegenüber kritisch eingestellt.
Hat denn jeder der Kritiker incl. einiger Mods denn eine solche Therapie gemacht? Es scheint mir, dass gerne gerade von solchen Leuten gegen Therapien gemeckert wird, die nie eine Alkoholtherapie, sei es stationär oder ambulant, gemacht haben.
Ich habe eine ambulante Therapie durchlaufen, die mich unterstützt hat, einen stabilen Weg aus der Flasche zu finden. Deshalb halte ich Pauschalkritik an Therapien für völlig verfehlt.
Nur die Therapie allein reicht nicht aus. Es muss im Zuge der Zeit die innere Einstellung zum Alkohol und zum Trinken verändert werden. Ich habe seinerzeit noch als Trinker, auf Druck meiner Familie hin, den Kontakt mit der Suchtberatung aufgenommen und mich über das I-net, Fachliteratur, diesem Forum und den Therapeuten letztlich bis heute aus dem Griff der Flasche lösen können. Die Therapeuten und die Ausführungen einiger Teilnehmer, insbesondere der Rückfälligen, waren mir wichtige Ratgeber und passten häufig 1:1 zu den Beiträgen hier.
I.Ü. kann dezenter Druck von außen z.B. Familie, Arbeitgeber, Führerscheinstelle, als zusätzliche Befeuerung des eigenen Ausstiegswunsches sehr dienlich sein.
Falls mich ein aktiver Alki fragen sollte, was er machen könne wäre mein Rat:
1. Kontakt zur Suchtberatung
2. Gang zum Doc
3. Literatur
4. I-Net + Foren.
Diese parallele mehrfache Vorgehensweise, um das Problem ganzheitlich anzugehen und von allen Seiten zu beleuchten. Da ich von Natur aus ein eher kritischer Mensch bin, hinterfrage ich eh sehr viel, da wäre mir nur ein Ratgeber entschieden zu wenig.