Hallo!
Ungewöhnlich, dass Du so völlig beschwerdefrei aussteigen konntest. Ist mehr die Ausnahme als die Regel, kommt aber, so weit ich es beurteilen kann, durchaus vor. Wir sind nunmal verschieden und so gibt es halt unterschiedliche Begleiterscheinungen, wenn die Flasche mal weggestellt wird.
Anfangseuphorie: Ja, die gibt es. Im Rahmen meiner Therapie habe ich eins feststellen können, die größten Euphoriker waren am schnellsten wieder an der Flasche. Dies ist jedoch meine rein subjektive Wahrnehmung.
Was hilft? Regelmäßiges Befassen mit der Krankheit, sei es hier im Forum oder anderweitig z.B. in einer analogen SHG, im I-Net und anhand von Fachliteratur. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Nicht den Respekt vor der Krankheit verlieren und den Gedanken ablegen, irgendwann ginge doch noch mal was mit dem Alkohol. Denn ein solcher Trinkvorbehalt ist häufig das Einfallstor für einen Rückfall und macht es einem nur unnötig schwer
Hier im Forum, das ein wahrer Quell guter und relativ leicht umsetzbarer Informationen ist, findest Du immer einen Ansprechpartner und zwar täglich.
Süßkram: Der Körper hat halt den Alkohol in Zucker verstoffwechselt und ist an ihn gewöhnt. Nach Abstellen der Flasche schreit er halt nach seiner Zuckerration. Das legt sich häufig wieder nach einiger Zeit. Ich bin z.B. auf Zartbitter umgestiegen, da kann ich mich beherrschen und mich mit max. einem Riegel begnügen, bei einer Tafel Vollmilchschokolade leider nicht.
Kleiner Tipp: Lass Dich ärztlich komplett durchchecken, um auszuschließen, dass Du Dir einen bleibenden Schaden angesoffen hast. Ich war sogar zur Darmspiegelung und beim Urologen.
Weiterhin alles Gute.