Zum Thema Suchtverlagerung bzw. Rauchen als Suchtverlagerung haben wir aktuell keinen Thread am Laufen.
Das habe ich soeben geändert. ![]()
Zum Thema Suchtverlagerung bzw. Rauchen als Suchtverlagerung haben wir aktuell keinen Thread am Laufen.
Das habe ich soeben geändert. ![]()
Ich setzte mal mit einem Getränk fort, das hier von einem user getrunken wird:
Club-Mate.
Ich hab's mal gegoogelt. Ist alkoholtechnisch unproblematiasch, da es sich um letztlich reichlich gezuckerten Matetee handelt, halt ein Konkurrenzprodukt zum Eistee.
Störend sind für mich 2 Dinge:
1.) Hersteller ist eine Brauerei und die steht für mich für Bier.
2.) Abgefüllt wird es in Bierflaschen.
Da werden wieder optische Reize für's Suchtgedächtnis gesetzt.
Nicht, dass jemand das Zeug mal probiert und sich anschließend etwas unwohl fühlt und weiß nicht, warum.
Hallo und willkommen!
Ich hatte keinerlei Schlafprobleme, ganz im Gegenteil, von Anfang an schlief ich spürbar besser und war am nächsten Morgen deutlich fitter.
Vielleicht hat sich Dein Körper einfach an die sedierende Wirkung des Alkohols gewöhnt. Und genau diese Sedierung fehlt momentan.
In der Anfangszeit habe ich viel Wert darauf gelegt, mich körperlich an frischer Luft auszupowern sprich anzustrengen, dass ich abends schön müde war. Vielleicht ist das ja was für Dich, auch wenn momentan ein regelmäßiger Besuch eines Fitnesstudios ein gewisses Risiko beinhaltet. Was auf jeden Fall funktionieren dürfte ist Joggen (sofern körperlich möglich), schnelles Spazieren, Radfahren, aber in einem Tempo, dass Du die Belastung deutlich spürst.
Gruß
Carl Friedrich
Hanseat : Einverstanden. Zeit für einen Neubeginn. ![]()
Du bist doch bisher gut deinen Weg gegangen. Was hat denn da bisher getriggert an Lebensmittel? Finde es für dich raus.
Genau so funktioniert es. Wir sind alle recht verschieden. Feste Lebensmittel triggern mich zumeist nicht, wenn man mal von den Klassikern wie Schwazwälder Torte, Herrentorte... absieht, bei denen ja schon der Name Programm ist.
Ich habe gefährlich gesoffen und nicht im Übermaß z.B. Sauerkraut gefuttert. Daher stehen für mich die Getränke im Fokus. Und da weiß ich mit der Zeit schon, was ich mache und was ich meide. Das ist bei mir eine Art Automatismus. Diese Automatismen eignet man sich mit der Zeit an. Das dauert aber etwas und passiert nicht in wenigen Wochen.
Gruß
Carl Friedrich
Noch so ein Getränk: Fassbrause. Ich habe es mehrere Male ausprobiert und mir wurde anschließend leicht mulmig bis ich auf den Grund kam.
Das Zeug wird von Brauereien in den Markt gedrückt, um Absatzverluste beim Original auszugleichen. Brauerei steht für mich für Bier.
Der Name Fassbrause klingt dank der ersten 5 Buchstaben in meinen Ohren wie Fassbier.
Angeboten wird es in sog. Longneckflaschen wie normale Bierpullen.
Verschlossen sind sie mit Kronkorken, die beim Öffnen ploppen wie Bierflaschen.
Die Grundsubstanz des Getränks ist letztlich alkoholfreies Bier.
Aus diesen Gründen in ihrer Addition trinke ich dieses Biersurrogat nicht mehr, weil ich damit nicht klar komme.
Anders verhält es sich bei mir sonderlicherweise mit Saftschorle eines Cola-Konkurrenten. Da hole ich mir ab- und an ein Six-Pack. Da triggern mich Longneck- Flaschen, Korken und Öffnungsgeräusch überhaupt nicht. Mein Hirn weiß wohl, das sich darin ein Saft- und kein Biergemisch befindet.
Wohl gemerkt: Das sind meine individuellen Erfahrungen, die ich nicht verallgemeinere.
Es ist nicht das erstemal, daß Du Dich deutlich im Ton vergreifst. Humor und sachliche Diskussionen sind Deine Sache offenbar nicht. Ich hab lange dazu geschwiegen, aber jetzt reicht es mir. Sei mal etwas freundlicher!
Sagt genau der Richtige, der nichts Besseres im Sinn hatte, sich über meinen Nickname im Forum lustig zu machen und meinte, mich deswegen noch veralbern zu müssen.
Daher Hanseat, geh mit gutem Beispiel voran, ich schließe mich dann gerne an. Übrigens meine Brille, die ich mir nach weiteren Ausführungen deinerseits mal richtig aufsetzen solle, trage ich schon in optimaler Position.
Der Begriff "dämliches Gesöff" war ironisch gemeint, ich hätte es geschickter formulieren können und müssen, das stimmt schon. Daher ein kleines "Sorry" für diese beiden suboptimal gewählten Vokabeln.
Gruß
Carl Friedrich
@Stern:Exakt. Prägnanter geht es nicht. Bist Du dir unsicher, Finger weg.
Raten Dir erfahrene Abstinenzler, gewisse Produkte besser nicht zu konsumieren, ist es sehr wahrscheinlich, dass die alten Hasen einfach recht haben. Rumlamentieren wegen eines so ein dämlichen Gesöffs wie Malzbier, sind m.E. wenig zielführend und erfolgversprechend.
Kleines Beispiel: In der Anfangszeit habe ich mal Apfelschorle aus einem Weißbierglas getrunken. Anschließend gab's Suchtdruck vom Feinsten. Also den Rat der Erfahrenen umgesetzt und mein Saufgeschirr entsorgt. Das hatten die mir aber schon vorher geraten, ich wollte ja nicht hören. ![]()
Ich verstehe immer weniger.
Halt Dich einfach an die Regel meines Therapeuten, dann fährst Du in sicherem Fahrwasser.
Ja Hartmut, wir beide haben es kapiert.
So manch ein Neuling teilt unsere Ansicht leider nicht.
Was soll's, ich bin clean und weiß wie es geht. Wer keinen Rat annehmen will, z.B. in dieser Zeit auf Winter- oder Ganzjahresreifen zu fahren, mag seine Karre ruhig in den Graben setzen. Selbst schuld wie man bei uns zu sagen pflegt. Trifft auch genau so auf die Abstinenz zu.
Gruß
Carl Friedrich
Bevor hier völlige Verunsicherung ausbricht:
Die meisten aufgelisteten Alkohole in den Beispielen oben sind mehrwertige Zuckerersatzstoffe. Das ist was völlig anderes als das Zeug, dass wir früher missbräuchlich gesoffen haben.
Die mehrwertigen Zuckerstoffe triggern normalerweise nicht. Mich jedenfalls nicht.
Daher bitte nicht in Angst verfallen. Nur etwas Vorsicht walten lassen.
Klar esse ich Sauerkraut, aber nicht das Zeug aus der Dose. Das stinkt nach Stoff.
Gruß
Carl Friedrich
Die ganze Sache wird noch komplizierter: Gerade in Süßspeisen oder Bonbons bis hin zu meinen Lieblings-Lutschpastillen, wird sog. "mehrwertiger" Alkohol als kalorienreduzierter Zuckerersatz zum Süßen beigefügt.
Dieser mehrwertige Alkohol ist jedoch nicht mit dem "einwertigen Alkohol", den wir missbräuchlich in Schnaps, Bier und Wein konsumiert haben, vergleichbar.
Der mehrwertige Zuckerersatz lässt mich völlig kalt.
Also immer schön die Äuglein offen halten und an den Rat meines Therapeuten denken:
"Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol und schmeckt wie Alkohol ist tabu."
Balsamico und Essig, wenn sie nicht "weinig" rüberkommen, selbst 1-2 Gabeln Tiramisu, sofern sie nicht wie Mandelschnaps stinkt, machen mir nichts aus. Dennoch rate ich jedem Neueinsteiger, erst mal auf diese Sachen zu verzichten und erst nach gewisser Festigung, die nicht in den ersten Monaten zu erwarten ist, zu schauen, was jeweils möglich ist.
Ich habe stets meine Frau, die einen empfindlichen Gaumen hat, als Vortesterin eingesetzt. Auch schnüffel ich schon mal wie ein Drogenhund an der betreffenden Speise. Ist sie mir nicht geheuer, verzichte auf deren Konsum.
Wer sich selbst unsicher ist: Finger weg. Lieber auf Nummer sicher gehen.
Gruß
Carl Friedrich
Angestoßen durch eine Diskussion über Malzbier mache ich mal einen neuen thread auf, damit das Thema nicht in irgendeinem Faden versickert und nur schwer wieder zu finden ist. Das Thema ist zu wichtig und sollte m.E. mal "vor die Klammer gezogen" werden.
Mein Therapeut pflegte zu sagen: "Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol und schmeckt wie Alkohol ist tabu."
Da hat der werte Herr völlig recht.
Daher trinke ich kein alkoholfreies Bier, das in Deutschland jedoch bis 0,49 vol% enthalten darf. Nur alkoholfries Bier mit der Aufschrift 0,0vol% ist wirklich alkoholfrei. Das Aussehen und der Geruch dieses Bieres können gewaltig triggern. Früher habe ich in meinen Saufpausen ab- und an so eine Plörre, die gar nicht schmeckt, getrunken, bis ich irgendwann meinte, dann lieber ein richtiges. Bei dem einen ist dann selbstverständlich nicht geblieben.
Dasselbe gilt für alkoholfreien Sekt und Wein.
Malzbier: In der Tat ist der Alkoholgehalt so niedrig, dass das Hirn darauf nicht anspringen sollte. Aber die Begleitumstände, danke an Pawlows bellenden Vierbeiner, entsprechen denen des alkoholfreien Biers. Malzbier sieht aus wie Altbier, das in unserer Region gerne getrunken wird. Dazu Gläser und Flaschen. Die Kombi geht gar nicht, zumindest für mich.
Ich kenne Abstinente, die mit alkoholfreien Bier klar kommen. Das ist aber eher die absolute Ausnahme als die Regel. Mir ist das zu heikel wie meine früheren Saufpausen belegen.
Saftschorlen: Klar enthalten Säfte geringe Mengen an Alkohol. Die stören und triggern mich nicht. Apfelschorle ist sogar eins meiner Lieblingsgetränke, am besten mit Zitrone und Pfefferminzblättern. Auch ein Stück Ingwer macht sich da gut drin. Duftet oder schmeckt der Saft nach Alk, lass ich ihn links liegen.
Womit stoße ich gerne an? Mit Ginger Ale.
Gruß
Carl Friedrich
Malzbier, Flasche sieht aus wie Bierflasche, fühlt sich an wie Bierflasche, Bier im Namen drin...
Testest du die Grenzen aus?
Gute Frage.
Mein Therapeut pflegte zu sagen: "Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol und schmeckt wie Alkohol ist tabu." Daran halte ich mich seit Jahren.
Ob Malzbier mich triggern kann, weiß ich nicht. Ich teste es bei mir nicht aus. Die Flaschen und passenden Gläser sind mir optisch zu nah am Original. Das heißt nicht, dass es für andere gefährlich oder ungefährlich ist. Wir sind schon alle sehr verschieden.
Der Vergleich mit Apfelsaft hinkt m.E. doch sehr. Ich habe mich nicht mit Apfelsaft abgeschossen und er wird in anderen Gefäßen angeboten als z.B. Bier.
Vielleicht lässt sich eine Parallele zu Balsamico und Essig ziehen. Beides konsumiere ich problemlos. Es darf nur nicht zu sehr nach Wein schmecken oder duften.
Nur frisch Abstinenten, die noch wackelig und sich selbst überschätzend unterwegs sind, würde ich vom Malzbier grundsätzlich abraten. Wenn der Rat in den Wind geschlagen wird, dann ist es halt so.
Sinn und Zweck einer SHG wie dieser ist es nun mal, auf möglicherweise riskantes Verhalten hinzuweisen. Leider reagieren so einige Neulinge hierauf schon pikiert.
Gruß
Carl Friedrich
Da gibt es zwei Möglichkeiten, Carl Friedrich: Entweder die Brille endlich mal wieder aufsetzen
Hanseat : Bezüglich meiner Brille mach Dir mal keine Gedanken. Mein Durchblick reichte bislang aus, mich seit Jahren unfallfrei abstinent zu halten.
sonst Strg-Taste gedrückt halten und mit dem Rausrad spielen. Mit Strg+0 geht's wieder zurück auf Normalgröße.
Das liest sich doch gleich freundlicher und zielführender.
Aber das ist jetzt nicht mehr nötig, da die Schriftgröße verbessert wurde.
Hallo Christian!
Dein letzter Beitrag ist aufgrund der verwendeten winzigen Microschrift sehr schwer zu lesen. Daher habe ich es mir erspart, mich da durch zu quälen. ![]()
Gruß
Carl Friedrich
Hah ihr habts voll Recht, so hB ich das gar nicht betrachtet....
Wegen meiner anderen Krankheit spricht mich eh keiner auf Alkohol an, aber ich krieg halt deren Saufgeschichten mit, da geh ich halt weiterhin einfach weg.
Ich weiß ja nicht, was Du beruflich machst und wie Deine Kollegen so sind. Bei mir auf der Arbeit schwätzt keiner vom Saufen. Warum auch? Könnte es nicht sein, dass diejenigen, die solche Geschichten erzählen, selbst ein gestörtes Verhältnis zur Droge haben?
Gruß
Carl Friedrich
Hallo!
Träume vom Alkoholkonsum sind normal. Hatte ich auch schon mehrmals. In den Träumen wird unser leben verarbeitet und zu dem gehört auch die lange Phase des Saufens. Der Traum hat nichts zu bedeuten. Die Abstände der Träume werden immer größer. Wann ich das letzte Mal von Alk geträumt habe, weiß ich schon gar nicht mehr, so lange ist es her.
Bleib bei der Suchtberatung am Ball. Sich professionelle Hilfe zumindest mal anzuhören, schadet niemand. Ist halt wie auch sonst mit der Abstinenz. Schritt für Schritt gehen. Und die ersten Schritte bist Du ja bereits hinter Dir.
Was macht die Fachliteratur? Schon was beschafft?
Gruß
Carl Friedrich
Also bei Dir das große Orchester, bei mir war es das kleine (ambulante Therapie), zuzüglich dieses Forum und Fachliteratur.
Eine analoge SHG habe ich auch mal für ca. 16 Monate nach meiner Therapie besucht, aber das war nichts für mich.
Am Ende meiner ambulanten Therapie gab man mir den Rat mit auf den Weg: "Den ersten Schritt in Richtung Rückfall macht man, wenn man sich nicht mehr regelmäßig mit der Krankheit befasst."
Wie das Befassen aussieht, ist jedem selbst überlassen. Dazu genügt mir dieses Forum hier voll und ganz.
Gruß
Carl Friedrich