Beiträge von Carl Friedrich

    Hallo Carmen!

    In den ersten Monaten grüßte mich mein Suchtgedächtnis regelmäßig mit irgendwelchen Versuchen, mich wieder an die Flasche zu bringen. Mal charmant und einschmeichelnd, wie nett doch 1-2 Weißbiere wäre, mal rabiat und brutal, ähnlich wie bei deinen Schilderungen. Die brachiale Methode war und ist für mich viel gefährlicher.

    Der charmanten Methode habe ich innerlich erwidert: "Ach Du schon wieder, lebst Du auch noch? Du hast keine Chance bei mir." Das wirkte rasc h und zeitnah.

    Die Abstände, in denen sich das Suchtgedächtnis meldet, werden immer größer. Später liegen Wochen und Momnate dazwischen. Meinen letzten heftigen Suchtdruck hatte ich vor 1 1/2 Jahren in der Adventszeit.

    Bleib am Ball, Du bist in der Lage, dem Druck zu trotzen.

    Der gute Dante schrieb mir bei meinem ersten richtig heftigen Anfall nach ca. 3 Monaten Abstinenz (sinngemäß): "Jede Trigger-Abwehr macht dich für die Zukunft stärker." Ja, das stimmt. Du merkst, der Druck dauert nicht ewig und ist letztlich auszuhalten. Wenn er erst mal abgeklungen ist, fühlte ich mich gleich, als hätte ich ein wichtiges Match gewonnen. Das waren dann Glücksormone pur und unverfälscht, nicht durch eine bio-chemische Substanz bewirkt.

    Weiter so.

    Gruß
    Carl Friedrich


    ich habe immer unbedacht sachen mit brandweinessig konsumiert, bis ich mal oliven erwischt habe die sowas von nach brandwein geschmeckt haben .................................. hatte danach aber paar tage echt probleme. das braucht kein mensch. deswegen macht es so ab und zu sinn mal punkte aufzuzeigen die evtl in eine stolperfalle führen an die man schlicht nicht denkt.

    Dem stimme ich zu. Nur bei dem Namen "Branntweinessig" hätte ich von vorne an die Finger gelassen.

    Ich habe mal in 'ne Praline gebissen, die mir zu schnapslastig war. Die habe ich auch nach draußen befördert. Das hat mich überhaupt nicht getriggert.

    Aber es stimmt schon: "Augen auf" ist jedem Neuling, der sich noch nicht an ein trockenes Leben gewöhnt hat -auch das dauert mindestens 1 Jahr, eher länger- anzuraten.

    Zum Thema Rückfall: Ob wirklich der einmalige Kontakt mit Essig oder einer Soße zu einem Rückfall führen, das man wieder das Saufen beginnt, überzeugt mich nicht wirklich. Da müssen zusätzlich noch andere , sehr individuelle Umstände eine Rolle spielen. Monokausale Ursachen sind im Leben, zumindest bei komplexen Sachverhalten, eher untypisch.

    Gruß
    Carl Friedrich

    mal ne andere frage, wieso soll die soße denn so schmecken? hast du nicht bedenken das dich das evtl triggern könnte?

    Hallo!

    Was so alles dem Einzelnen schmeckt, sollte ihr/ihm selbst überlassen bleiben. Geschmäcker sind nunmal verschieden und das ist gut und richtig so.

    Was im Einzelnen triggern kann, ist bei jedem unterschiedlich. Mich lassen Balsamico, Dressings und Saucen kalt. Sie reizen mein Suchtgedächtnis nicht. Ich habe ja schließlich nicht Soßen & Co. missbräuchlich getrunken, sondern ganz andere Sachen. Wein in Soßen können jedoch für ehemalige Weinfreunde -ich bin keiner- durchaus 'ne kritische Provokation sein.

    Alkoholfreies, genauer alkoholarmes Bier wäre für mich viel gefährlicher. Mein Therapeut meinte nur: "Finger weg von allem, was riecht wie Alkohol, schmeckt wie Alkohol und aussieht wie Alkohol." Eine Sauce oder Dressing, wenn sie nicht klar und eindeutig auf Schnaps oder Wein basieren, erfüllen für mich diese Voraussetzungen nicht.

    Jedoch achten wir darauf, unsere Gerichte alkoholfrei zuzubereiten. Im Restaurant kann durchaus mal Alk in Soßen gewesen sein. Ich bestelle jedoch keine Soßen, die klassischerweise auf Alkoholbasis entstehen. In Salaten verwenden wir durchaus mal Essig oder Balsamico.

    Letztlich muss es jeder selbst austesten, was einen triggert. In den ersten Monaten sollte jedoch große Vorsicht gelten. Da rate ich von Tests ab. Erst sollte eine gewisse Festigung eingetreten sein.

    Mit dieser Strategie, die nicht für jedermann geeignet ist, fahre ich bislang gut und unfallfrei.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Ja, Doro, genau so sehe ich das auch.

    Eine ganze Weile mal raus aus der Gefahrenzone, das Risiko, so gut es eben geht zu minimieren, zur inneren Ruhe kommen und vor allem Abstand vom Alk gewinnen, die eigene Geschichte aufarbeiten und sich mit der Krankheit auseinandersetzen, sie zu verstehen, bis eine gewisse Festigung eingetreten ist.

    Der Jahreszeitpunkt ist ein gutes Beispiel, dann hat der Proband/ die Probandin mal im Laufe eines Jahres alles an Herausforderungen, die sich im Laufe eines Jahres regel mäßig einstellen, schon mal trocken durchlaufen und hat gelernt, dem Suchtverlangen erfolgreich zu begegnen.

    Leider sind viele Neueinsteiger dazu nicht bereit. Es soll weiter so gehen mit den Kumpels, Kollegen, Nachbarn, Freunden, nur halt ohne Alk. Das klappt leiden nur selten.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Carmen : Jedem Risiko kann man nicht aus dem Weg gehen, es sei denn man begibt sich in Quarantäne und lässt sich beliefern. Gemeint ist, dem Alkohol nicht hinterher zu laufen und Situationen erst mal -so gut es geht- zu meiden, in denen Alk konsumiert wird. Und zwar mindestens so lange, bis eine gewisse Festigung eingetreten ist. Zur Zeit hast Du es es etwas leichter. Großartige Umtrünke zu Geburtstagen, Jubiläen, Hochzeiten, Taufen, Schützenfeste, Saisonabschlussfeiern und was weiß ich noch alles, dürften eh nicht anstehen. Denn dort hat ein frisch Abstinenter m.E. (noch) nichts verloren.

    Genau so habe ich es betrieben und genau so haben einige herrschaften hier im Forum den Weg in eine zufriedene Abstinenz gefunden. Erst mal raus aus der Gefahrenzone, zur Ruhe kommen, sich mit dem Thema auseinandersetzen z.B. durch Fachbücher, dieses Forum, eine Therapie... Und dann mal tief in sich hinein horchen, ob da noch irgendwo der Gedanke schlummert, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Stoff. Um zu der Überzeugung zu gelangen, wirklich rückhaltlos zu meiner Abstinenz zu stehen und ihr alles unterzuordnen, habe ich schon eine Weile gebraucht. Diese Überzeugung hat mich jetzt über 5 Jahre weit getragen.

    Später, sicherlich nicht nach wenigen Wochen, sind, so wie jetzt zur Coronazeit, Lockerungen angezeigt. Aber auch das sollte sehr behutsam und nicht überstürzt angegangen werden. So weit dürftest Du noch nicht sein.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Mit Demut muss ich

    Hallo!

    Noch so ein Ausdruck, den ich auch mal für mich verwendet habe, den ich aber mittlerweile nicht mehr gebrauche.

    Demut klingt für mich mittlerweile zu unterwürfig. Ich habe ihn durch "Respekt " ersetzt.

    Aber nichts für ungut. Du arbeitest an dir, das ist doch schon mal hervorragend. Du wirst mit zunehmender Abstinenz wahrscheinlich auch gewisse Dinge im Nachhinein etwas anders sehen. Der Standpunkt verschiebt sich halt etwas. Und es sind ja nur Begrifflichkeiten.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Carmen :

    Es hat bei mir eine Weile gedauert, bis mich der Alkoholkonsum anderer nicht berührte, sicherlich mehr als nur 1 Jahr. Wenn ich merke, das mich der Konsum anderer stört, dann gehe ich raus aus der Gefahrenzone, was aber schon lange nicht mehr vorgekommen ist. Allerdings bewege ich mich nicht mehr in Kreisen starker oder regelmäßiger Trinker.

    Im Übrigen reagieren die Menschen nun mal sehr unterschiedlich, was den einen kalt lässt, ist für den anderen brandgefährlich, z.B. Alkohol in Soßen oder der oft genannte Balsamico bzw. Weinessig. Mich triggert das Zeug nicht, andere womöglich schon. Auch habe ich auf dem Schirm, dass es für mich nicht ewig so bleiben muss, sondern plötzlich ein Essig anfängt, mein Suchtgedächtnis Kapriolen schlagen zu lassen. Jedoch bemühen wir uns stets um eine alkoholfreie Zubereitung unserer Speisen.

    Im Übrigen habe ich Bier, Schnaps und gelegentlich Wein im Übermaß gesoffen und keine Saucen oder Essigdressing. :wink: Mein Suchtgedächtnis verbindet offensichtlich ein Dressing nicht mit Alkoholkonsum wie ich ihn betrieben habe. Bei anderen, insbesondere den ehemaligen Weinfreunden womöglich schon.

    Oder vergleichen wir es mal mit dem momentanen Virus: Ca. 80% haben nach Feindkontakt keine oder nur leichte Symptome, andere verschlägt es gar auf die Intensivstation oder gleich ins Grab.

    Du siehst, unserere Reaktionen sind so verschieden wie unsere Charaktere oder Körper. Oder nenne es einfach "Zufall" oder "Laune der Natur."

    Gruß
    Carl Friedrich


    Du ja, andere nicht, deswegen ist es so schwierig die richtige Entscheidung zu treffen. Besonders bei den Kneipen sehe ich es problematisch. Saufen entfernt alle Sinne und man verhält sich eben nicht nach den Regeln.

    Danke Hartmut.

    Ja, der Alkohol, den hat ja auch der bay. MP offen als Problem für ein distanziertes Verhalten genannt, so erst letzte Woche. Und bei den Öffnungen habe ich auch nicht die Kneipen im Blick :D

    Gruß
    Carl Friedrich


    Es muss einem aber immer bewusst sein, dass der Alkohol ständig in einem Versteck lauert und nur darauf wartet wieder zuzuschlagen.

    Hallo!

    Der Alkohol lauert nirgends. Der Alkohol ist völlig inaktiv. Damit er uns gefährlich wird, müssen wir aktiv auf ihn zugehen und ihn konsumieren. Dein Vergleich ist daher ungenau.

    Was Du meinst, ist das sog. Suchtgedächtnis, das einem vorgaukeln möchte, wie schön es doch wäre, etwas zu trinken. Bei mir hat es sich gemeldet, als ich in Situationen kam, in denen ich früher getrunken habe.

    Im Hirn gibt es bei frisch Abstinenten noch die Verknüpfung zwischen einer bestimmten räumlichen, sachlichen oder persönlichen Situation auf der einen Seite und dem Griff zum Glas auf der anderen Seite.

    Diese Verknüpfung zwischen Situation und dem Gedanken an den Stoff gilt es aufzulösen. Das Suchtgedächtnis funktioniert ähnlich einer Software, die sich nicht ganz deinstallieren, sondern nur überschreiben lässt. Ab- und an sticht es dennoch gerne mal hervor.

    Das klingt zwar etwas abstrakt, trifft die Situation jedoch genau, zumindest bei mir.

    Auf die Ratschläge von Karsten nehme ich Bezug. Ablenkung ist m.E. ein ganz wichtiger Schritt, dem Suchtgedächtnis erfolgreich zu begegnen.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo!

    Es gibt m.E. weder einen Plan A, noch einen Plan B. Wo soll der Plan herkommen? Es gibt hier eine Art grundsätzliche Anleitung der Grundbausteine, die schon vielen geholfen haben. Das ist doch schon mal eine Orientierung.

    Hast Du denn von den AA -ich war dort noch nie und kenne sie aus persönlicher Anschaung nicht- keine Telefonnummern der übrigen Teilnehmer, um mit denen zu kommunizieren? Oder aber per I-net?

    Die jetztige Zeit der drastischen Beschränkung unserer Sozialkontakte nervt mich auch, aber sie bringt mich -hoffentlich- nicht an die Flasche zurück.

    Lenk dich doch einfach ab: Versuche es mal mit Spazieren, Joggen, Radfahren, Heimwerken, Malen ..... Hauptsache eine Tätigkeit, die dich fordert und halbwegs ausfüllt. Grab alte Englisch-Vokabeln aus und wiederhole und vertiefe sie, das mache ich seit letzten Herbst mit großer Freude.. Lies Texte auf englisch, und übersetze sie. Es darf auch eine andere Sprache sein.

    Treib etwas Sport, Dehungsübungen, Liegestütze, Hanteltraining und anschließend 2 Stunden raus an die Luft.

    Oder gehörst Du zu den Zeitgenossen, die gerne duch andere wie in einem AI-Hotel rund um die Uhr bespaßt werden müssen/wollen? Also Herrschaften, die unbedingt und permanent andere um sich herum haben müssen? Die haben es momentan in der Tat schieriger, aber zu denen gehöre ich nicht, da ich schon immer in der Lage war, mich sinnvoll zu beschäftigen.

    Daher besinne dich, was dir wirklich Freude machen kann und probier es einfach aus. Nur rumhängen bringt dich nicht weiter, sondern verschlechtert deine Gemütslage. Sei aktiv und nicht passiv. :wink:

    Gruß
    Carl Friedrich

    Danke für die Glückwünsche.

    Pellebär : Es stimmt, ich lasse mich nicht beirren und habe meinen Weg gefunden, der nicht deckungsgleich mit den hier propagierten Grundbausteinen ist. Jedoch ist er mit meinen ehemaligen Therapeuten und Suchtmediziner abgestimmt. Zwar wurden mir deswegen hier und da in diesem Forum Vorhaltungen gemacht. Aber die interessieren mich nicht. Ich weiß, wer ich bin, woher ich komme, wo ich nie wieder hin will und was ich kann. So einfach ist das :wink:

    Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt, es gibt mehrere individuelle Wege aus der Sucht, die m.E. nur dann von Erfolg gekrönt sein können, wenn sie folgende Grundregeln beachten:

    a) das erste Glas stehen lassen;

    b) nicht dem Alkohol hinterher zu rennen;

    c) sich gedanklich von ihm zu lösen, dass nicht noch irgendwo im Hinterstübchen des Hirns noch klandestin der Gedanke vorhanden ist, irgendwann gehe doch noch mal was mit der Droge;

    d) sich ausreichende anderweitige Beschäftigungen zu suchen, die einen ausfüllen.

    @sunshine Ja, Familien mit schulpflichtigen Kindern haben es ungleich schwerer als ich, das stimmt schon. Eltern können die Lehrer häufig nicht ersetzen. Mir hat es mal ein ehemalige Mathe-Lehrer meines Sohnes erklärt: "Ich kann meinen Kindern keine Nachhilfe erteilen. Das geht nicht." Warum? Eltern sind emotional zu nahe an den Kindern dran. Der Lehrer ist es als Außenstehender gerade nicht.

    Und den Kontakt zu Gleichaltrigen benötigen die Kinderlein auch in ihrer Entwicklung. Den können Geschwister nur z.T. ersetzen.


    Ansonsten sehe ich mit Spannung dem 06.05. entgegen, wenn die Obrigkeit sich zu räuspern gedenkt, ob und ggf. welche Lockerungen sie uns generös einräumen. Glücklicherweise machen ihnen hier und da schon die ersten Gerichte einen Strich durch die Rechnung. Wohl gemerkt: Ich bin als erwachsener Mensch, der seine Sinne zumindest halbwegs beisammen hat, in der Lage, die Risiken einer Tröpfeninfektion intellektuell zu erfassen und mich entsprechend distanziert und hygienisch einwandfrei zu verhalten, um die Risiken auf ein für mich erträgliches Maß zu reduzieren.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Jetzt bin ich 5 Jahre dabei.

    Mein Fazit: So normal wie früher das Saufen, ist für mich jetzt, keinen Alkohol zu konsumieren. Er hat in meinem Leben einfach keine Bedeutung mehr.

    Ich bin mir bewusst, dass ich mit Alkohol nicht umgehen kann. Ja und? Das berührt mich nicht mehr.

    Gleichwohl weiß ich, dass mich sicherlich noch mal Saufdruck heimsuchen kann bzw. wird. Da bin ich auf der Hut.

    Ansonsten nerven mich gelegentlich die momentanen äußeren Begleitumstände, auf die ich jedoch keinen Einfluß habe. Es dauert halt ein paar Minuten, bis das Oberstübchen gegensteuert und die Emotionen in die Schranken verweist.

    So lange es keinen Impfstoff oder ein Medikament gegen die Seuche gibt, werde ich mit vielen Einschränkungen vorlieb nehmen müssen. Ob es mir gefällt oder nicht. Auf die Erfahrungen aus meiner Abstinenz kann ich jetzt besonders bauen. So wie ich es gelernt habe, meine Erkrankung zu akzeptieren, so muss ich jetzt meinen Frieden mit der momentanen Situation machen, sonst erhalte ich keinen.

    So, genug gejammert auf hohem Niveau, der Blick geht nach vorn.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Und ich glaube auch nicht an die immer wieder angesprochene Individualität auf abstinenten Wegen.
    So individuell war das Saufen nicht, und so individuell sind die Wege aus der Sucht ebenso nicht.
    Ich denke, die individuellen Wege können erst später wieder begangen werden, wenn man erstmal ein stabile Trockenheit aufgebaut hat und weiß, wo die eigenen Trigger liegen etc.

    Hallo!

    Die ersten beiden Sätze passen nicht zu Satz 3. Das beinhaltet für mich einen gedanklichen Widerspruch.

    Die Gründe für ein Abrutschen in den Alkoholismus sind durchaus unterschiedlich. Es handelt sich m.E. um ein multikausales Geschehen, wobei einzelne Ursachen bei uns allen durchaus vergleichbar sind.

    Und es gibt durchaus unterschiedliche Wege und Vorgehensweisen, um sich aus dem aktiven Teil des Alkoholismus zu verabschieden.

    Jedoch gilt bei allen Wegen der oberste Grundsatz, das erste Glas stehen zu lassen.

    Das Austesten eigener Wege, gemeint dürfte sein, sich in Situationen zu begeben, in denen andere -und man selbst früher auch- Alk konsumieren, sollte tatsächlich erst erfolgen, wenn man eine gewisse Grundfestigkeit aufgebaut hat, was sicherlich nicht in wenigen Tagen möglich ist.

    Dringend abzuraten ist von der Verwirklichung des Wunsches, schon nach kurzer Zeit an alkoholträchtigen Veranstaltungen teilzunehmen und dem Alk sozusagen noch hinterher zu laufen.

    Aber das muss ein jeder selber wissen, ich kann nur meinen Weg aufzeigen, was andere dasmit machen, bleibt ihnen überlassen.

    Ich habe meinen Weg gefunden, auch wenn er nicht 1:1 mit den hier häufig genannten Grundbausteinen übereinstimmt. Er hat mich bislang clean gehalten.


    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo!

    Ja, marianee, es sind so Kleinigkeiten, die schon etwas bewirken können wie der Platzwechsel. Deine Tochter wäre oder ist doch sicherlich von deinem Entschluss, dein Problem zu beheben, angetan. So was ist doch sicherlich Motivation pur.

    Auch finde ich es gut, dass deine Frau zum Essen auf den Wein verzichtet hat, um dich nicht zu reizen.

    Dein Beitrag hat mir gut gefallen, weiter so. Du bist auf dem richtigen Weg.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Danke Cadda, so ist es.

    Und jetzt schau ich mal nach vorne. Mich hat momentan der Spargelhunger gepackt. Da werde ich mal morgen zuschlagen.

    Früher bestand beim Spargel für mich im Vordergrund, welchen Wein ich dazu nehme, heute ist mir das so was von wurscht. Ich denke da eher an ein gutes Stück Fleisch und einen leckeren Nachtisch.

    Ach so, zu trinken gibt es auch was: Wasser mit etwas Zitrone, Ingwer und ein paar Blättern marokk. Minze.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Liebe Leute,

    Ich habe nichts gegen die App. Wir leben in Deutschland in einem, in manchen Teilen sogar überregulierten, Rechtsstaat. Eine Überwachung à la China oder DDR lassen hier weder unsere unabhängigen Gerichte, die Datenschutzbeauftragten und gewisse Parteien, die sich dem Datenschutz besonders verpflichtet fühlen und daher klagen werden, zu.

    Ich kann mit eurer Schwarzmalerei nichts anfangen und das ist noch sehr höflich formuliert :wink:

    Gruß
    Carl Friedrich


    aber man hört schon oft, dass viele über alkoholfreies Bier im Rückfall gelandet sind.

    Diese Plörre habe ich früher schon mal in meinen Saufpausen getrunken. Nach einer gewissen Zeit war ich von Aussehen, Farbe, Geruch und Begleitumständen so angetörnt, dass ich zur Tanke rannte, und mir was Richtiges holte. Und ich bin beileibe kein Einzelfall, auch wenn ich jemanden kenne, der sich damit unfallfrei seit Jahren behilft. Aber das dürfte eher die viel zitierte Ausnahme von der Regel sein.

    Mein Tipp: Hände weg von dem Zeug!

    Gruß
    Carl Friedrich