Beiträge von Carl Friedrich

    Hallo und willkommen!

    Du hast die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht. Du stehst zu unserer Krankheit und möchtest aus Dich dem Griff der Flasche entziehen.


    Die großen Herausforderungen warten aber schon in den nächsten 2 Wochen auf Dich: Weihnachten und Silvester. Wie sicherst Du Dich da ab? Ich habe in dieser Zeit früher immer besondersd heftig getrunken. Daher war der erste Jahreswechsel für mich eine Herausforderung.

    Ich bin mir absolut sicher, dass ich in einem Jahr ein Alkoholiker bin, der ein Jahr keinen Alkohol getrunken hat.

    Du bist entschlossen, das liest sich gut.


    Aber so weit lehne ich mich nach mehr als 10 Jahren nicht aus dem Fesnter. >ich kann nur versprechen, alles zu geben, das ich auch nächstes Jahr unfallfrei abstinent bin d.h. ich habe mir den respekt vor der Sucht, die sehr tückisch ist, bewahrt.


    Dies ist keine Kritik, sondern nur ein kleiner Hinweis.


    Alles Gute.

    Wieg Dich bitte nicht in falscher Sicherheit. Suchtdruck kann immer wieder aufkommen. Richtigen Druck hatte ich zuletzt vor ca. 5-6 Jahren, genau um diese Zeit herum.


    Ansonsten blitzen ab- und an Trinkgedanken auf und können von mir rasch zugeordnet und erledigt werden. Mittlerweile empfinde ich sie nicht mal als negativ, denn sie erinnern mich daran, dass das was ist, was nie mehr vergeht.

    Und noch ein Tipp: Bereite Dich auf die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel vor. Leider sind beiden Ereignisse in D von Alkohol durchzogen. Da könnte es evt. den einen oder anderen Gruß vom Suchtgedächtnis geben.

    Ich hab bemerkt das mich das Wort, alki, ex alki oder eben Alkoholiker nervt wenn es von anderen benutzt wird.

    Das legt sich mit der Zeit. Du bist ja gerade auch erst mal 1 Jahr, wenn ich es richtig sehe, dabei.

    Ich kann nur anraten, ganz bei Dir zu bleiben. Was andere über Alkoholkranke von sich geben, ist irrelevant für Dich. Du brauchst Dich nicht rechtfertigen oder gar schämen. Im Gegenteil, Du hast angefangen, Dein Problem zu lösen und zwar mit der einzigen Möglichkeit, die es bei Drogen gibt, der Abstinenz. Diese allein dient Deiner Gesundheit und allein die ist der Maßstab. Alles andere, insbesondere das Gelaber von Schwätzern, Ignoranten oder Unwissenden ist völlig unmaßgeblich.


    In diesem Sinne, sei stolz auf Dich, weil Du die reale Chance hast, etwas aus Dir und Deinem Leben zu machen und zwar völlig losgelöst vom Alkohol.

    Hab 'ne gute Zeit.

    Ich ziehe es mal hierher, um den anderen thread nicht zu stören:

    Eine ist, bei weitem nicht jeder Penner ist Alkoholiker.

    Dem stimme ich zu, allerdings haben die meisten Obdachlosen, die ich gesehen habe, ein deutlich sichtbares Alkohol- und/oder Drogenproblem.

    Eine andere, ziemlich gesichert: je höher der Bildungsgrad, desto höher auch der Alkoholkonsum.

    Und genau das bezweifele ich. Ich habe auch mal ein paar Jahre die Uni von innen gesehen und beruflich viel mit "Studierten" zu tun. Diese Gruppe säuft nach meiner Einschätzung nicht mehr, als die Unter- oder Mittelschicht. Sie trinkt nur anders, nämlich unauffälliger.

    Und noch eins, sie raucht weniger.

    Das sind meine rein persönlichen Beobachtungen in den letzten Jahrzehnten in meinem beruflichen und privaten Umfeld. Sie erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

    Weihnachten und Silvester kommen noch, da werde ich mich abstinenztechnisch noch vorbereiten.

    Gute Idee. Das war für mich früher die absolute Hochsaison des Saufens. Im ersten Jahr war es für mich dann etwas ungewöhnlich, aber machbar.


    Wichtig ist, sich eine Strategie gegen aufkommenden Suchtdruck zurecht zu legen und einen großen Bogen um saufende Gesellschaften zu machen.

    Ich habe mir mit meinem Ausstieg aus dem Suff angewöhnt, an Weihnachten und Neujahr auch noch einen Abstecher ins Fitnesstudio zu machen, dies nur mal als Anregung. Ansonsten bin ich auch viel draußen unterwegs mit dem Rad oder zu Fuß. Freunde des Alkohols laden wir nicht ein und meiden wir.

    Da las ich heute in der Zeitung ein Interview mit dem Präsidenten der Kassenärzte, Herrn Gassen.

    Er meinte ebenfalls, die Steuern auf Alkohol und Tabak müssten deutlich angehoben und eine Zuckersteuer eingeführt werden, was insbesondere für Softdrinks relevant wäre.

    Mein Vorschlag: Kippen 20 für die Schachtel und Kiste Bier 40. Den Schnaps nicht unter einem Fuffi pro Pulle.


    Jetzt das große ABER: Es wird so nicht kommen. Es sind zu viele Lobbyisten unterwegs und die Anbieter der Produkte haben so ihren Einfluss.

    Eine Bitte: Jetzt hier nicht gleich anfangen zu "plärren" von wegen Selbstverantwortung und Schwarzbrenner. ;)

    Das macht bitte in Eurem thread und nicht hier. Danke.

    In solchen Situationen hab ich mir immer gesagt, jetzt erst recht.Euch zeig ichs.

    Genau die richtige Einstellung, obwohl es mega-ärgerlich ist, dass nahe Personen sich so verhalten. Aber ein Stück weit muss sich der Kritisierte auch an die eigene Nase packen und mal überlegen, woher diese Einschäztungsprognose wohl kommt.


    Das Erforderliche lässt sich den Herrschaften zu gegebener Zeit eröffnen, beispielsweise nach mehreren Jahren Abstinenz. Jetzt gilt es: behutsam Schritt für Schritt weiter zu gehen, bis sich die Abstienz eingeschliffen hat.

    Sieh es doch mal so: Dein Dorf kennt Dich doch die ganzen letzten Jahre nur als Nichttrinker. Das ist doch nichts Neues für die.


    Das wahre Motiv wurde jetzt nur nachgeliefert. Wirklich "neu" und damit interessant wäre es doch nur, wenn Du bis gestern gesoffen und heute verkündet worden wäre, dass ab sofort Schluss sei.

    Also Kopf hoch, es wird glimpflich ausgehen.

    Die besagte Dame wäre für mich ab sofort "gestorben", aber das ist ein anderes Thema.

    Dies z.K.

    War noch mal schnell in der Stadt was erledigen und habe beiläufig in den Vorraum eines Getränkemarktes geschaut. Bierpreise (die Sonderangebote für sog. Premiummarken Pils) wie vor 10 Jahren, der Kasten 20 x0,5l für 10.99 zzgl. Pfand. Die Dumpingpreise sprechen für sich und bestätigen die zitierte Publikation. Das Zeug ist viel zu billig.

    Und Steuern sind da auch noch drauf, u.a. 19% MWSt.

    du musst nicht von dir auf andere schliessen. eigenverantwortung ist ein begriff?

    Aha, da fühlt sich jemand "angefasst". Ich habe aus freien Stücken vor ca. 14 Jahren, die Qualmerei ad acta gelegt, da hat mich niemand zu gezwungen. Ich hatte es einfach satt.


    Beim Suff gab es anfangs dezenten Druck der Familie, aber auch dieser Druck hat gefruchtet.

    allen ihre lebensweise überhelfen wollen... nee danke Carl Friedrich

    Ich stülpe niemand irgendetwas über. Ich habe im Gegensatz zu Dir wenigstens sachlich einen Lösungsansatz aufgezeigt, Du hast die Ebene der Sachlichkeit schnell verlassen und bist sogleich persönlich geworden.:wink:

    überall rauchen halt ich für ein gerücht.

    Nur mal nachmittags mit offenen Augen und Nase durch die Innenstadt laufen reicht schon.

    So, dann hoffe ich mal auf steigende Drogenpreise, auch wenn es hier nicht jedem gefällt.

    Da stolpere ich über eine Veröffentlichung des Public-Helth-Index des AOK Bundesverbandes in Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszemtrum:

    Deutschland macht zu wenig gegen Alkohol- und Tabakkonsum. In anderen Ländern kostet Alkohol mehr, Hersteller zahlen Abgaben auf gesüßte Lebensmittel.

    Kritik: Alkohol ist rund um die Uhr verfügbar und vergleichsweise günstig. Es gibt begleitetes Trinken ab 14 Jahren.

    Da der Nachwuchs bereits etwas älter als 14 J. ist, spielt die Altersfrage bei uns keine Rolle. Was mir jedoch auffällt: Ich lebe jetzt seit mehr als 10 Jahren alkoholfrei und der Stoff ist in der ganzen Dekade nicht teurer geworden. Gehe ich in den Getränkemarkt, nehme ich ab- und an die Bierangebote optisch wahr. Kein Unterschied zu früher. Wo ist die Inflation geblieben? Nicht bei Bier und Schnaps.

    Tabak: Eine weitere Baustelle, es darf an viel zu vielen Stellen gequalmt werden. Das geht auch besser.

    Gesüßte Lebensmittel: Warum gibt es keine Zuckerampel auf Lebensmitteln, da kann der Verbraucher sofort sehen, was z.B. Cola für ein Dreck ist.

    Was könnte getan werden? Steuern rauf. Auf Alk und Tabak erst mal verzehnfachen und dann jedes Jahr ggf. nachsteuern. Der Deutsche wird bekanntlich nur über den Geldbeutel erzogen.


    Leider wird es so nicht kommen, dafür ist die einschlägige Lobby viel zu stark.

    Na ja, mir soll es egal sein, ich konsumiere und kaufe das Zeug nicht.

    Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Abstinenz und Trockenheit.

    Für mich nicht.

    Ich mag den Begriff "trocken" nicht und verwende ihn daher nur sehr selten.


    Übrigens: Trocken bin ich, seit ich nicht mehr in die Windeln mache und nass bin ich unter der Dusche oder im Wasser. ;)

    Ich weiß, dass diese Ansicht hier nicht jedem gefällt, aber wir sind zum Glück verschieden. Alles andere wäre viel zu langweilig, zumindest für mich.

    Ich finde auch den Tipp alkoholfreien Punsch zu trinken gar nicht gut. Sag ich mal ganz ehrlich hier.

    Dieser Gedanke fühlt sich für mich an wie, ich will den Schein, dass ich Alkohol trinke aufrechterhalten. Außerdem kann es granatenmäßig triggern.

    Ich habe das Zeug 2-3 mal probiert. Es ist nicht meins. Getriggert hat es nicht, ein gescheiter Früchtetee wäre und ist mir lieber. Und da es den an den Buden zumeist nicht gibt, schlage ich dort nicht auf.

    Falls mich ein Neuling fragt, ob er den alkfreien Punsch trinken könne, rate ich zum Vorschlag von Alex und sage: "Finger weg."

    Das macht mich wütend ja.

    Das ist der Punkt. Du bist wütend, weil Du diese schlecht beleumundete Krankheit hast.

    Diese Wutphase gilt es zu durchschreiten, sie dauert nicht ewig an, sondern vergeht mit der Zeit. Die Zeit solltest Du Dir nehmen und auch geben.

    Übrigens, die Krankheit geht nie mehr weg, sie bleibt für immer, auch wenn Du noch so "sauer" bist. Ich habe meinen Frieden mit ihr gemacht.

    Ansonsten befasse Dich mit Dingen, die Dir Freude machen. Und power Dich mal körperlich aus. Geh irgendwo trainieren, im Fitnesstudio oder zieh die Laufschuhe an und laufe oder nimm das Fahrrad und kurbel ordentlich, jedoch nicht gen nächster Tränke.

    Denk mal darüber nach, in den nächsten Wochen bis nach Neujahr auf solche Restaurantbesuche und Veranstaltungen zu verzichten. Deine Denke ist noch schwer alkohollastig. Du scannst alles ab und spornst Dein Suchtgedächtnis förmlich an, Dich zu piesacken.


    Warum der Rat? Mein Eindruck von meinen Restaurantbesuchen ist, dass momentan dank Weihnachtsessen und -feiern die Lokale besondersgut ausgelastet sind und dort mehr als sonst getrunken wird. Mich lässt es nach all den Jahren kalt, ich bekomme es nur beiläufig mit, wenn wir ausgehen.

    Ein Neuling mit seiner alkoholfixierten Denke wird da ganz anders provoziert, siehe Dein Anstarren anderer Personen, die etwas trinken.

    Setz andere Prioritäten: Deine Abstinenz an erste Stelle und die ist auch nicht verhandelbar. Alles andere gibt sich dann mit der Zeit. Und genau die benötigt das Reifen der Abstinenz und Du wärst gut beraten, sie auch Dir zuzugestehen.

    Vielleicht ist genau das das, was ich lernen muss: mir vorübergehend einzugestehen, dass ich darauf temporär "verzichten" muss, weil ich die Abstinenz an erste Stelle setze. Langfristig möchte ich natürlich wieder auf Konzerte und ins Stadion gehen können. Aber dafür ist es einfach noch zu frisch. So denke ich heute darüber, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe.

    Früher bin ich auch öfter im Stadion gewesen. Seit ich nüchtern durch die Gegend laufe, nicht mehr. Warum? Ich fühle mich da nicht mehr hingezogen. Mein Blickwinkel und meine Sichtweise auf viele Dinge im Leben haben sich nicht nur durch mein voranschreitendes Alter, sondern vor allem durch meine Abstinenz enorm verändert. Fußball kommt da nur noch am Rande vor, dafür reicht mir dann TV.


    Schlaf 'ne Nacht und schau mal, wie es morgen für Dich ausschaut.

    Wen Du alles informierst, ist Dir überlassen. Dafür gibt es keine Patentrezepte. Die einen binden es halt vielen auf die Nase, die anderen, zu denen ich gehöre, haben den Kreis der Informierten bewusst sehr eng gehalten. Ich fahre mit meinem Kurs gut und behalte ihn bei.