Beiträge von Kerstin27

    Hallo zusammen,

    der Einfachheit halber habe ich meine Antworten in Fettdruck in die Zitate geschrieben:

    Grüße,
    Kerstin

    Hey,
    Mir geht es auf die Nerven, ständig damit konfrontiert zu werden. Ja, ich bin alkoholkrank, aber muss ich da ständig dran erinnert werden? Irgendwann ist auch mal gut! Jemand, der Krebs hat oder hatte, will auch nicht immer daran erinnert werden, und einfach mal abschalten können.
    Aber nein, überall Werbung, in Zeitschriften, im Fernsehn... das nervt einfach. Es fällt mir leicht, auf Feierlichkeiten darauf zu verzichten, das ist überhaupt kein Problem für mich.
    Ich lebe endlich wieder normal, und trotzdem wird man wirklich jeder Ecke damit "belästigt". Und das nervt mich :shock:

    LG Kerstin

    Guten Morgen!

    Ich wollte mich mal melden.
    Ich bin immer noch trocken. Mittlerweile fällt es mir recht leicht.
    Ich habe mich mit der Krankheit noch mehr auseinandergesetzt, viel gelesen und mit ebenfalls Betroffenen gesprochen und ausgetauscht. Ich habe sogar jemandem geholfen und beigestanden, der wieder rückfällig geworden ist, und mittlerweile wieder im Entzug ist. Als ich das sah, dachte ich, so willst du niemals wieder werden..

    Heute wird der Antrag auf befufsbegleitende Reha gestellt, ich bin mal gespannt. :)

    LG Kerstin

    Heyho!

    Alles bestens hier :D

    Nee, Streit wurde nicht beigelegt. Sie versuchte nochmals, meine Meinung zu ändern. Ich lass mich aber nicht manipulieren und bin bei meiner Meinung geblieben. Das wars dann fuer sie.

    Ansonsten alles ganz entspannt hier. Ausser, dass ich schon 7kg Gewicht verloren habe, obwohl ich mehr esse als je zuvor. :lol: Mache auch keinen Sport oder so, und vertilge pro Woche ein grosses Glas Nutella :roll:
    Nicht, dass ich den Gewichtsverlust bedauer :wink:

    LG Kerstin

    Hallo Community!

    Heute war ein schlimmer Tag :(

    Gestern hatte ich schrecklichen Streit mit einer Freundin. Und heute, als ich von der Arbeit kam, hatte ich das Thema immer noch im Kopf. Ich musste noch einkaufen, und ich hatte furchtbaren Suchtdruck. Ich stand lange vor dem Regal mit dem Schnaps und ueberlegte hin und her. Bis es im Kopf klick machte und ich mir sagte: Bist du eigentlich bescheuert? Willst du das alles nochmal durchmachen?? Du bist krank, lass es sein! ...

    ...und ich habe es sein lassen. Ich habe nichts gekauft. Ich muss lernen, Probleme und Streit ohne Alk zu loesen. Ich habe noch einen langen Weg vor mir.

    Ich bin so froh, dass ich es heute heil ueberstanden habe. Das war wirklich kurz vor knapp...

    LG Kerstin

    Hallo!

    Nee, keine Ahnung, wie das passieren konnte. Zumindest in dem Ausmass. Hat langsam angefangen und sich dann irgendwie eingeschlichen.

    Mein Zuhause ist soweit alkoholfrei. Mein Mann trinkt ab und zu ein Glas Whisky, einen Finger breit, niemals mehr. Und immer erst dann, wenn ich schon schlafe. Der Whisky steht in einem Safe, da komme nicht ran. Macht mir auch ehrlich gesagt nix aus, zumindest im Moment nicht.

    Mein Alltag? Ziemlich spiessig ;) Arbeiten gehen, nach Hause kommen, Haushalt machen, dann ein bisschen Freizeit fuer Hobbies, dann schlafen gehen.
    Schieflagen gibts eig. nicht. Mir faellt zumindest spontan nix ein.

    Was ich wohl anders mache: ich fuehre kleine Rituale in den Tagesablauf ein. Z.B. wenn ich nach hause komme, erstmal eine Tasse Kaffee trinken. Vor den Schlafengehen 1 Kapitel in einem Buch lesen etc.
    Ansonsten ist der Alltag fast so geblieben. Bis auf das, dass ich nun auch wieder mit Freude Familie und Freunde besuche :) Im moment lebt es sich fast nach dem "boesen" Motto "weiterleben wie bisher, und einfach nur nix trinken". Kann ja nun auch nicht alles ueber den Haufen werfen, meinen Mann verlassen, das Haus verkaufen und mir nen anderen Job suchen!? ;) Oder wie ist das gemeint mit diesem Spruch? Kann mir da jemand was genaueres zu sagen? Vielleicht Erfahrungswerte?

    LG Kerstin

    Zitat von Carl Friedrich

    Hallo!

    Eindeutig ja. Ich sehe mittlerweile einen ganz anderen Menschen im Spiegel, wenn ich in ihn schaue.

    Das Gift ist weitgehend raus, da blüht der Körper regelrecht auf.

    Was macht die Gruppe? Ist sie was für Dich?

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Carl Friedrich,

    ja, die Gruppe ist toll, da werde ich erstmal bleiben. Die Leute sind mir sehr sympathisch, das koennte was werden :)

    LG Kerstin

    Hallo ihr lieben :)

    Ich bin immer noch trocken, und zur Zeit faellt es mir auch sehr leicht, das zu bleiben.

    Was mir an Veraenderungen aufgefallen ist:
    1. Meine schrecklich rauhen und aufgeplatzen Ellenbogen sind ploetzlich verschwunden!? Sie sind ganz zart geworden. Ich habe aber nicht mehr gecremt als sonst auch!?
    2. Meine Nagelhaut ist ebenfalls nicht mehr eingerissen, sie sieht nun an allen Fingern normal und gesund aus!?
    3. Ich habe abgenommen, ca. 4 kg, ohne was dafuer zu tun.
    4. Ich schlafe nachts durch bis zum Weckerklingeln :)
    5. Meine Haare glaenzen mehr als vorher
    6. Mein Gesicht ist nicht mehr so aufgedunsen.

    Bilde ich mir das nur ein, oder liegt das tatsaechlich an der Abstinenz?

    LG euch allen!
    Kerstin

    Hallo Frei,

    meine Entgiftung ist jetzt 3 Wochen her, also noch ganz frisch. Bis jetzt habe ich nichts mehr getrunken, obwohl ich durchaus gekonnt haette. Das Zeug kriegt man ja ueberall, leider.
    Ich bin froh, nuechtern zu sein. Das gibt einem ein ganz neues Lebensgefuehl :)
    ich gehe anfang Januar in eine ambulante, berufsbegleitende Therapie, ist also auch noch ein weilchen hin.

    Seitdem ich aus eigener Erfahrung weiss, das es nach der Entgiftung nicht klappt, doch noch mal "nur ein Bierchen" zu trinken, sehe ich das Ganze mit anderen Augen. Ich weiss eben, dass es nicht geht und ich niemals wieder etwas trinken darf, da ich sonst sofort rueckfaellig werde. So ist es nunmal, auch wenn ich es manchmal als schade empfinde.

    Geh in den stationaeren Entzug. Dort werden dir Medies gegeben, die dich das ganze besser durchhalten lassen. Nach ein paar Tagen fuehlst du dich viiiiiel besser und schoepfst neue Hoffnung und Staerke :) Sich dort mit Gleichgesinnten zu unterhalten tut auch sehr gut. Man merkt, dass man nicht alleine ist. Deshalb sind anschliessend Selbsthilfegruppen so wichtig.


    LG Kerstin

    Natuerlich werde ich mich hier mehr einbringen :)
    Ich schaue es mir heute abend erstmal an, vielleicht ist die Gruppe ja garnix fuer mich.

    Eure Warnung nehme ich ernst. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Wir sind kein Paar im eigentlichen Sinne, nur befreundet (falls das hier falsch ruebergekommen sein sollte). Wir hatten die Idee, uns zusaetzlich zur SHG gegenseitig zu stuetzen. Falls einer rueckfaellig werden sollte, gibts max. nur noch telefonischen Kontakt bzw. Chat. So haben wir das ausgemacht. Ich will mich von sowas nicht runterziehen lassen.

    Zur Zeit laeuft alles super bei mir. Ich suche mir Ablenkung, kann Dinge erledigen, die ich schon immer mal erledigen wollte, kriege so langsam meinen Haushalt wieder in den Griff, und habe wieder Zeit fuer Familie und Freunde :wink: Ich fuehle mich befreit, so als ob ich mich aus einer undurchdringlichen Huelle geschaelt habe. Ich schlafe auch viel besser, bin entspannter und ausgeglichener. Und natuerlich megastolz 8)

    Wenn ich einkaufen gehe und sehe die Schnapsflaschen, dann denke ich mir nicht "Ich will nicht", sondern "Ich BRAUCHE nicht". Und ich brauche es ja tatsaechlich nicht, um zufrieden und gluecklich zu leben :) Habe auch keinen Suchtdruck zur Zeit.

    Der Suchtberater/Therapeut macht nun die Vorgespraeche mit mir, und spaetestens im Januar gehts dann in die ambulante Therapie (hat er so gesagt). Zur Zeit bin ich guter Hoffnung, dass das klappen wird. Zumindest bin ich hoch motiviert, da ich ja merke, dass es mir ohne Alk viiiiiiiiel besser geht!

    LG Kerstin

    Zitat von Karsten

    Hallo Kerstin,

    bewahre dir dieses Gefühl und bleib dran.
    Es ist immer schön, wenn man keinen Alkohol mehr braucht.

    Seih aber bitte vorsichtig mit dem Mitpatienten.

    Gruß
    Karsten

    Hallo Karsten,

    Natuerlich werde ich vorsichtig sein! Aber sind Mitpatienten so viel anders als Menschen in einer SHG? Die koennten ja auch Mitpatienten gewesen sein. Falls er (oder ich) NICHT stabil sein sollten, wuerde ich mich niemals mit ihm treffen.

    Ganz ehrlich: wenn ich im Moment einen betrunkenen Menschen sehe, ekle ich mich total vor ihm :oops: weil ich mich irgendwie in ihm wiedererkenne und mich schaeme, dass andere mich ebenso gesehen haben (koennten). Ich hoffe, dieses Gefuehl hat man nur am Anfang, und es geht irgendwann weg. :cry:

    In der Klinik konnte man einigen schon ansehen, dass sie es niemals schaffen werden... eine(r) machte dort grad den 70. Entzug :? ...

    LG Kerstin

    Hallo ihr Lieben! Bin wieder zu Hause, und mir geht es besser den je :lol:
    Habe mich selten soooooooo gut gefuehlt! War sogar schon alleine einkaufen, ohne Alk mitzubringen. So ein Teufelszeugs :x
    Nuechtern zu sein, keine Entzugserscheinungen zu haben und zu tun, was und vor allem wann man will, das ist einfach die Befreiung schlechthin :D

    Der erste Tag in der Klinik war logischwerweise der schlimmste. Alle 2 Stunden, auch Nachts, Diazepam und Blutdruck messen, der lag tlw. bei 160/100. Dann das schrechkliche Schwitzen in der Nacht,, die Unruhe und die Panik...
    Aber am zweiten Tag war es schon deutlich besser :)

    Habe dort tolle Mitpatienten gehabt, mit einem von ihnen habe ich mich sogar sehr gut angefreundet, und wir schreiben uns taeglich, und am Wochenende gehe ich ihn besuchen. Natuerlich nur, wenn es ihm gut geht :wink: aber bislang ist er ebenfalls stabil. Wir wollen uns gegenseitig helfen, Mut mach und unterstuetzen, zusaetzlich zus SHG. Ich habe mich erstmal entschieden, naechste Woche den Kreuzbund aufzusuchen. Mal schauen, ob es mir da gefaellt.

    Hallo Carl ( und auch hallo an alle anderen :) )

    ich meine ECHTE Freunde. Wenn es nicht so waere, wuerden sie mich nicht alle 2 Tage besuchen kommen oder anrufen.

    Und ja, es gibt da was in meiner Vergangenheit. Meine Mutter ist mit 42 Jahren am Alk gestorben. Ich habe noch versucht, sie wiederzubeleben. Deshalb ist es mir noch raetselhafter, warum ich in diesen Sumpf abgestiegen bin...

    Ich bin derzeit in therapeutischer Begleitung, die Krankenkasse hat mir netterweise 26 Sitzungen bewilligt...

    Nach der Entgiftung will ich erstmal mein Haus auf Vordermann bringen. Es steht hier nur so vor Dreck. Zur Zeit sind halt Flasche und Sofa meine einzige Beschaeftigung... :cry: U d meine beiden 16 jaehrigen Miezekatzen muessten auch mal dringend zu Vorsorge zum Tierarzt...

    Ich will einfach nur weg vom Alk. Es hat Klick gemacht. Ich sehe doch, dass es nicht funktioniert. Und nein, es gibt bei Suechtigen kein kontrolloertes Trinken. Mein altes Leben besteht aus Ausfluegen, Radtouren, Freunde und Familie besuchen, Katzen bespassen, Arbeiten gehen ohne Entzugserscheinungen... Das will ich wieder haben!

    Ich freue mich auf morgen :)

    LG Kerstin

    Hallo zusammen,

    ich heisse Kerstin, bin 40 Jahre alt und bin Alkoholikerin.
    Ich schreibe von meinem Tablet aus, also bitte verzeiht mir die Rechtschreibfehler.

    Morgen gehe in den (hoffentlich) entgueltigen Entzug. Ich freue mich wie bolle, und ich WILL es auch! Ich will mein altes Leben wieder haben!
    Ich bin gluecklich verheiratet, wir besitzen ein Reihenhaus, sind beide vollzeit berufstaetig, verdienen gutes Geld, besitzen 3 Autos, haben ein stabiles soziales umfeld, und trotzdem bin ich in den Mist reingerutscht...

    Ich habe allen Freunden, der Familie und den Nachbarn meine Sucht offenbart. Und alle stehenhinter mir
    :oops:
    Das ist mehr als gut. Nicht alle wuerden so reagieren. Und danke, dass es dieses Forum gibt. Spaeter schreibe ich mehr. Muss mich kurz ausruhen....ihr versteht...

    bis gleich. LG Kerstin