Beiträge von Cadda

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ging mir genauso. Ich habe damals über die Suchtberatung Termine gemacht für mich allein. Das ging rasend schnell und wurde von der Rentenversicherung übernommen. Diese ambulante Geschichte bei der Suchtberatung beinhaltete aber Gruppengespräche, ob ich wollte oder nicht. Also hab ich es gemacht, um die Einzelgespräche zu bekommen.

    Am Ende hat mir das wirklich gut gefallen. Ich bin gern hingegangen. So viele verschiedene Leute, es kann einfach jeden treffen. Und es war auch gar nicht unlocker oder blöd. Es hat teilweise richtig Spaß gemacht. Ich fand es gut.


    Aber das muss man natürlich für sich selbst bringen. Ein Muss ist es sicher nicht, hier findet ja auch Austausch statt. Schaden kann es aber meiner Meinung nach auch nicht. Wenns einem nicht gefällt, kann man es ja auch immer noch lassen oder woanders versuchen.


    lG Cadda

    Also mit co-abhängig meine ich eher, dass sie seinen Alkoholkonsum schön redet und verharmlost, weil sie so sehr an ihm hängt, dass sie sich nicht trennen mag.

    Aber wenn Du das Gefühl hast, dass sie selbst auch übermäßig trinkt, dann wird es sie vermutlich gar nicht so sehr stören.


    Was aber letztendlich nicht bedeutet, dass es ihre Schuld ist. Wie gesagt, mein Ex war auch abhängig und als ich mit ihm zusammenkam, sagten alle: "Ach Du schei....., das ist ihr Untergang". Anders herum sagten seine Leute: "Wenn der jetzt mit ihr zusammenkommt, ist das SEIN Untergang". Weil wir uns halt beide nichts taten. Aber ich war weder für seinen Konsum verantwortlich, noch er für meinen.


    Ich habe mich am Ende ja auch gegen den Alkohol entschieden, obwohl er trank. Den Absprung kann man daher trotzdem schaffen, denn man muss es selbst wollen.


    Im Nachhinein betrachtet sehe ich es sogar fast schon positiv, dass ich diese katastrophale Beziehung mit einem Säufer eingegangen bin und mich so richtig schön gehen lassen konnte. Denn getrunken hab ich eh, weil ich abhängig war und durch dieses schamlose und zügellose Trinken-Können an der Seite eines Partners, der auch abhängig ist, habe ich meinen Tiefpunkt vermutlich viel viel früher erlangt, als ich es ohne ihn getan hätte.


    LG Cadda

    Hallo Summi,


    ich habe inzwischen alles gelesen. Ich kann Dir das mit seiner Freundin natürlich auch nicht sagen, vielleicht liege ich auch komplett falsch, aber eventuell trinkt sie ja selbst abhängig? Das was Du da geschrieben hast, dass es zu jedem Essen Wein gibt, sie kistenweise kaufen usw. Außerdem, wenn Dein Sohn so viel trinkt, dass er sich da am Tag schon mehr als eine Flasche Korn reinzieht und noch Auto fährt usw. Das muss man als Freundin erstmal dulden, wenn man - was den Alkohol an geht - normal tickt. Es sei denn, sie ist stark co-abhängig.


    Letztendlich spielt es aber denke ich auch gar keine Rolle. Ich war auch einmal in einer Beziehung mit einem Alkoholiker, als ich auch schon trank. Ich hätte aber auch ohne ihn getrunken. Klar, war es bequem für mich, dass ich mich selbst für meinen Konsum nicht erklären musste, weil er selbst trank, aber wie gesagt: Ich hätte auch ohne dass er mittrinkt, Wege gefunden.


    Die Situation mit dem Essen damals: Es war nicht falsch, dass Du gegangen bist. Du hast Dich halt nicht einlullen lassen, dass doch alles toll ist und alle wegen Dir da sind und so weiter. Du hast die Gefahr erkannt und gesehen, dass die Situation eben nicht normal ist und das nicht überspielt.


    Wie gesagt: Vielleicht ist gar nicht das Schlechteste, wenn die Beziehung scheitern würde. Wenn beide gern trinken, kann einer schwerer aufhören. Es geht, aber es ist schwer.


    LG Cadda

    Ja, ich kann auch von zu Hause an die Tanke fahren.

    Ich kann aber auch eine Klinik verlassen und abbrechen.


    Für mich fängt vieles im Kopf an und hört auch dort auf.

    Wo ein bestimmtes Umfeld hilft, kann es bei Anderen schaden und umgekehrt.


    Wenn Borussia das Gefühl hat, es hilft ihm, diese Dinge aus der Vergangenheit aufzuarbeiten und das für ihn persönlich hilfreich für sein Trocken-Sein ist, dann finde ich es jedenfalls nicht ganz richtig, zu behaupten, er hätte nichts verändert.


    Jeder steckt nur in seinem eigenen Kopf.

    Selbst wenn ich mich zu meinem Schutz hätte wegsperren lassen. Meine Gedanken sind frei. Die kann ich nirgendwo aufhalten und wenn sie verarbeitet werden wollen, weil sie mich sonst immer wieder behindern, dann würde ich mich dem

    stellen, damit es mich im Nachhinein befreit.


    Anders ist es bei vermeintlichen „Gründen“, die mich angeblich saufen ließen. Die muss ich nicht hervorgraben, weil es sie vielleicht gar nicht gibt, sie unrelevant sind oder weil ich auf Teufel komm raus was finden will, was sich verarbeiten lässt.


    Das empfinde ich hier bei Borussia aber überhaupt nicht so. Das ist so präsent, da wäre es meiner Meinung nach nicht hilfreich, wegzuschauen und Gefühle/Gedanken zu verdrängen und wegzuschauen.


    Scheint hier ja auch zu helfen, so liest es sich jedenfalls.


    LG Cadda

    Ich erkenne das schon. Für manche mag es nicht relevant sein, ob nur an der Oberfläche gekratzt wird oder tiefer gegraben wird.


    Für Andere jedoch ist es extrem befreiend und erleichternd, was sich auf das allgemeine Lebensgefühl auswirken kann.


    Der trocken bleiben will, sollte dafür sorgen, sich Gutes zu tun.

    Für die Einen ist es Sport, eine Selbsthilfegruppe, Therapie, Yoga, Reden mit Freunden oder was auch immer.

    Für Andere wirkt es positiv, Dinge zu verarbeiten, die einen belasten. Sie niederzuschreiben und sich dabei zu sortieren.


    Dinge, die ganz weit weg sind, würde ich nicht rauskramen, um bewusst den Schmerz herbeizuzaubern.

    Aber die Dinge die mich immer wieder belasten, die kann ich nicht ewig bei Seite schieben. Da hilft es durchaus, die Gedanken auch mal zuzulassen, damit es langfristig hilft und man sich befreien kann.


    Ich kann das nachvollziehen und mir gut vorstellen, dass es hilfreich ist.


    LG Cadda

    Hallo Borussia,


    erstmal vorab: Es macht den Anschein, als ob Du es diesmal anders angehst, nicht nur oberflächlich. Du fängst offensichtlich an, einige Dinge zu verarbeiten, indem Du Dich mit ihnen befasst.


    Das sind schlimme Erinnerungen, von denen Du da schreibst. Da kann "man" auch schwer einfach so drüber wegsehen. Klar schmerzt es, sich damit auseinanderzusetzen, aber es befreit auch. Ich hoffe, dass es Dir so ergeht, indem Du es hier loswirst.


    Mir tut es leid das zu lesen und wenn ich lese, wie viel Leid der Alkohol in einer Familie anrichten kann, so dass es sich auf die Kinder überträgt und sie denselben Weg gehen, obwohl sie es als Kind dadurch so schlimm hatten, dann macht mich das echt traurig. Dein Beispiel zeigt aber auch, dass man es selbst in der Hand hat, den Weg wieder zu stoppen, auch wenn man ihn schon eingeschlagen hat.


    Noch mehr hoffe ich, dass hier so manch Co-Abhängige das Lesen und sehen, was dabei herauskommt, wenn ein Kind in einer Alkoholikerfamilie groß werden muss. Diese Erinnerungen gehen niemals wieder raus aus dem Kopf eines Kindes und später eines erwachsenen Kindes. Und das alles, weil man selbst genau so wenig schafft, sich von dem trinkenden Partner zu trennen, wie der trinkende Partner es nicht schafft, sich vom Alkohol zu trennen.


    Dieser Schicksalsschlag, den ihr als Eltern mit Eurem Kind erleben musstet, kommt noch oben drauf. Das tut mir unendlich leid und Dein Handeln damals, das war das Handeln (bzw. Nicht-Handeln) eines Alkoholikers. Bitte lass nicht zu, dass Dich das zerfrisst. Du kannst das nicht mehr rückgängig machen. Du kannst es in der Zukunft aber besser machen.


    LG Cadda

    Hallo Nachtschicht,


    ich weiß, dass hier sicherlich einige Leute denken "Puh, warum tut sie sich das an, dann soll sie doch lieber gleich gehen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende" und dieser Gedanke stimmt im Grunde genommen auch.


    ABER: Ich muss sagen, dass ich Deine Gedanken total nachvollziehen kann. Dieses Auslaufen, bis Du wirklich soweit bist, dass Du ihn sozusagen von ganzem Herzen nicht mehr haben möchtest. Dann fällt die Trennung nämlich nicht mehr so schwer. Ja, es ist allerdings auch vergeudete Zeit. Das Pflaster so langsam abzureißen, das ist irgendwie auch ne Qual, anstatt einmal kurz Schmerzen zu haben und dann ist bald wieder gut.

    Aber ich verstehe Deine Situation, es ist für Dich momentan keine große Qual, sondern ein Daherdümpeln und Du befreist Dich innerlich schon immer mehr. Das ist nicht immer der schlechteste Weg. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Ich habe mich damals erst räumlich getrennt. Ein Beziehungsende und dann eine Wohnung einrichten und mit Liebeskummer ausziehen, das hätte ich nicht überstanden. Allerdings habe ich damals auch noch selbst getrunken und war eh nicht in der Lage, nach meinem Verstand und Kopf zu handeln, sondern habe mich immer von meinen Gefühlen treiben lassen, was völlig falsch war.

    Jedenfalls fiel es mir leichter, in meine eigene Wohnung zu ziehen, mit dem Wissen, dass es "nur" eine räumliche Trennung ist. Ganz hinten in meinem Kopf wusste ich, dass es vermutlich der Anfang vom Ende ist. Aber es war so besser für mich auszuhalten.


    Irgendwann wurde es dann aber mit den Verletzungen zu krass und ich habe selbst aufgehört zu trinken, so dass ich ein Ende setzen MUSSTE. Ich musste quasi das Pflaster einmal grob abreißen. Wenn er mich aber nicht so grässlich behandelt und beleidigt hätte, dann hätte ich es vermutlich so gemacht, wie Du.


    Aber Du solltest unbedingt auf Dich achten, dass Du auch wirklich dabei bleibst, sozusagen Dein eigenes Ding zu machen und auch etwas darauf achten, dass es nicht zu lange vor sich hindümpelt, sonst kann auch das zur Gewohnheit werden.


    LG Cadda

    Liebe Summi,


    er hat es aber in der Hand. Wenn er jetzt schon weiß, dass seine Freundin ihm weglaufen könnte, wegen seines Trinkens, dann kann er sich doch Hilfe holen. Vielleicht wäre das auch sein Tiefpunkt und er würde genau das tun? Aber darauf kannst Du als Mutter und seine Freundin als Freundin eben nicht warten, denn es ist nicht gesagt, ob er seinen Tiefpunkt, der ihm zum Aufhören bewegt, überhaupt eintreten wird.


    LG Cadda

    Guten Morgen Marion,


    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dort hin verschoben.


    Da ich es so verstanden habe, dass Du Dich vorrangig wegen Deiner Co-Abhängigkeit angemeldet hast, habe ich Dein Thema zunächst in den Angehörigenbereich verschoben.


    Ich möchte Dich allerdings bitten, uns mitzuteilen, wenn Du lieber im Alkoholikerbereich Dein Tagebuch führen möchtest, dann verschiebe ich das Thema dort hin. Letztendlich liegen ja auch beide Bereiche sozusagen zusammen in einem Forum.


    Mach Dir hierzu am besten noch einmal Gedanken und sag kurz Bescheid.


    Bis dahin geht es nun hier für Dich weiter :)


    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.


    LG Cadda

    Er will offensichtlich nicht aufhören zu trinken, deshalb schiebt er die Depression an erste Stelle, das verschafft ihm Zeit. Typisches Suchtverhalten.

    „Ich kann gerade nicht aufhören, weil erst Sache X passieren muss.“

    Das Verhalten sagt im Grunde genommen alles aus, nämlich: Er will nicht aufhören zu trinken. Punkt.


    Deshalb kannst Du nichts für ihn tun und deshalb schließe ich mich der Frage von Morgenrot an:


    Was kannst Du für DICH tun, damit es DIR besser geht??

    Guten Morgen Hera,


    ich habe mich damals bei der Suchtberatung gemeidet und hatte dort wöchentliche Gespräche.

    Ansonsten hat mir das Forum extrem geholfen und das tut es auch immer noch. Wir sind ja auch eine Selbsthilfegruppe.


    Eine Klinik kam für mich persönlich nicht in Frage, weil ich bei meinen Kindern bleiben wollte. Das muss aber jeder für sich individuell entscheiden.


    LG Cadda

    Hallo und herzlich Wilkommen bei uns.


    Egal, ob die Depression vorher schon da war oder nicht. Fakt ist, dass eine Depression nicht zu bewältigen ist, wenn man trinkt, da Alkoholmissbrauch zusätzlich depressiv macht.


    Erst die Depression, dann das Alkoholproblem in Angriff nehmen, ist daher falsch. Anders herum wird ein Schuh draus.


    Ob er das macht oder möchte… darauf hast Du leider keinen Einfluss.

    Du kannst in der Situation leider nur Dir selbst helfen, ihm nicht. So traurig das ist.


    LG Cadda

    Mal zur allgemeinen Klärung.


    Wir befinden uns hier ja im Vorstellungsbereich. Der eigentliche Austausch sollte bitte im offenen Bereich nach der Freischaltung stattfinden.


    Da Du, Marion hier nun erzählt hast, dass Du selbst auch Alkoholikerin bist, ist zunächst die Frage am wichtigsten, ob Du selbst nach wie vor nüchtern bist.


    Eine Alkoholabhängigkeit schließt eine Co-Abhängigkeit nicht aus. Ich bin auch beides gewesen als ich hier ankam. An erster Stelle sollte aber erst einmal die EIGENE Abstinenz stehen, bevor man sich über alles weitere Gedanken macht.


    Wie sieht es da jetzt konkret aus, Marion?


    LG Cadda

    Das hast Du sehr gut beschrieben Christrose. Die Angst, versagt zu haben, spielt dabei sicherlich eine große Rolle.

    Ich finde es auch sehr wichtig, das Thema mehr in den Vordergrund zu bringen.


    Ich als betroffene, inzwischen trockene Alkoholikerin kann nur betonen, dass meine Eltern absolut nichts für meine Alkoholkrankheit können. Sie waren mir diesbezüglich ein gutes Vorbild und ich hatte ein super Elternhaus und bin trotzdem in die Sucht gerutscht.


    Klar gibt es auch Eltern, wo man sich nicht wundert, dass Kinder in eine Sucht rutschen. Aber es gibt auch Eltern, wo man sich wundert, dass sie eben NICHT in eine Sucht gerutscht sind. Genau so wie es eben auch Eltern gibt, wo man sich wundert, DASS es passiert ist.


    Deshalb sollte allen Eltern klar sein, dass sie nicht immer die Verantwortung dafür tragen und die Scham sollte nicht der Grund sein, sich keine Hilfe zu holen.


    Ein wirklich wichtiges Thema.


    LG Cadda

    Hallo Marion,


    das klingt wirklich hart. ich wusste nicht, dass das woanders so geregelt ist.


    Wie geht es Dir denn selbst was den Alkohol angeht? Kannst Du in der Extremsituation ohne Rückfallgedanken auskommen?


    LG Cadda