Beiträge von Cadda

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Für beide Gruppenbereiche kannst du hier Vorstellen und hier bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Leila,


    ein Säufer findet IMMER Gründe. Es gibt aber keinen Grund zu saufen, nicht einmal den Tod der Mutter. Denn gerade WENN ich WIRKLICH aufhören möchte zu trinken, dann ist man froh in schlechten Zeiten einen klaren Kopf zu haben und nicht noch zusätzlich zur Traurigkeit mit einem besoffenen Kopf oder Kater anzusitzen.


    Ste(fan):

    Ja, Du hast das richtig verstanden. Manchmal kann es mit so einem schleichenden Ende besser funktionieren. Ich war damals leider auch nicht in der Lage, konsequent die Trennung durchzuziehen von meinem Partner. Das lag zu einem großen Teil daran, dass ich schon immer harmoniebedürftig war und mich sehr in Gefühle reinsteigert kann und zum Anderen wohl auch schlicht und ergreifend daran, dass ich selbst getrunken habe und mein Selbstwertgefühl im Minus-Bereich lag.


    Ich habe mich dann zunächst nur räumlich getrennt. So hatte ich das Gefühl, noch etwas Halt zu haben (was natürlich Blödsinn ist, denn Halt war das nicht, im Gegenteil). Dann folgten noch etliche Enttäuschungen aus der Ferne und ich konnte (mit Hilfe dieses Forums) endlich loslassen.


    Am besten wäre natürlich ein klares „Nein“ zu dieser ganzen Sache, das weiß Leila hoffentlich selbst.

    Mit Hilfe dieses Forums, also den ganzen Geschichten hier und dem Gedankenaustausch, bekommt sie hoffentlich auch ihre Gefühle und nicht nur ihren Kopf in die Richtung.


    LG Cadda

    Hallo nochmal...


    darüber musste ich erstmal nachdenken. Das mag sein. Ich lese aber bei Leila diese Zerrissenheit heraus und würde es absolut nicht richtig finden, zu sagen „Wir versuchen es, ich bleib bei Dir“. Bevor DAS geschieht würde ich mich lieber zurückziehen und schauen, was passiert.

    Diesen Rat habe ich gegeben, um Zeit zu schaffen. Denn beim Rat geben habe ich ehrlicherweise im Hinterkopf, dass ich eh vermute, dass nach einer gewissen Zeit das Vorhaben „nie wieder trinken“ vergessen ist.

    Ich wollte Leila daher wie gesagt lieber die Zeit verschaffen, sich zu festigen, bis ihr Entschluss bestärkt ist. Denn das Schlimmste wäre sicherlich eine Ja-Entscheidung :-(

    Hallo Leila,


    als Quartalstrinker war Dein Partner ja schon öfter in der Situation, eine Zeit lang auf Alkohol verzichten zu können. Von daher wird er nun vermutlich tatsächlich länger nichts trinken. Ob er WIRKLICH und absolut für IMMER den Alkohol aus seinem Leben verbannen will, wirst Du erst später erleben. Ich würde mir das ehrlich gesagt nur aus der Ferne ansehen. Wenn er das wirklich will, dann zieht er es eh durch und macht seine Entscheidung eben NICHT von Deiner abhängig. Wenn er auch ohne Dich trocken werden will, nur dann hat er eine Chance.


    Ich hab hier übrigens schon so viele Geschichten gelesen und ja auch meine eigene erlebt und ich kann Dir eines sagen: Die Meisten haben einen trinkenden Partner gehabt, der nüchtern richtig toll ist, wie ein komplett anderer Mensch. Wenn der saufende Partner nüchtern auch noch ätzend wäre, dann würden die Trennungen nicht so schwer fallen.


    Du musst Dich überhaupt nicht entscheiden, Leila. Du guckst ihm einfach zu. Und entscheidest erst dann, wenn Du zu sehen bekommst, wie es weitergeht. Das wäre mein Vorschlag.


    LG Cadda

    Aber Du fragtest, ob ein Alkoholiker realisiert, was er zerstört durch sein saufen. Das wollte ich beantworten, hatte aber Sorge, dass es dazu führen konnte, dass Hoffnung aufkommt, weil ich persönlich ja nun wirklich irgendwann aufgehört habe.


    Aber glaub mir, ich habe ALLES realisiert, was ich mir selbst durch das Gesaufe zerstört habe. Ich wollte damals trotzdem nicht aufhören. Weil die Sucht und das Verlangen stärker ist. Irgendwann habe ich dann getrunken, gerade WEIL ich es realisiert habe und diese Tatsache nur noch betrunken zu ertragen war.


    Ein Teufelskreis....

    Jetzt könnte das Co-Hirn meinen, dass ich ja auch tatsächlich aufgehört habe und man ja noch ne Weile warten kann... die Illusion muss ich leider nehmen. Darauf habe ich bei meinem Ex dann auch gewartet, denn er wollte definitiv aufhören und den Weg zeitweise mit mir gemeinsam gehen.


    Er säuft trotz Einsicht, wohin ihn das Alles geführt hat. Ehe kaputt, Verhältnis zu den Kindern im Eimer, Trennung von seiner angeblich großen Liebe (mir), super laufendes Geschäft vor dem Ruin, Haus dadurch in Gefahr, Herzinfarkt...

    Na dann Prost!


    LG Cadda

    Hallo zusammen,


    Ja! Sicher realisiert man das! Aber das Suchthirn sorgt direkt dafür, dass man es sich schön redet oder sogar nach dem

    Motto „Jetzt ist es eh egal“.


    Ich hab übrigens am liebsten gesoffen, wenn ich einsichtig war. Dann konnte ich mir beim Saufen schön ausmalen, dass ich ja eh bald aufhören werde zu saufen, dann geht es ja jetzt noch ne Weile erst Recht.


    Cadda

    Liebe Bonnie,


    ich schließe mich den Worten und Ratschlägen von Sunshine zu 100 Prozent an!! Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen und ich hoffe, dass Du es schaffst, Dich abzugrenzen. Ich finde es sehr schwer, wenn es um die Eltern/Kinder geht. Aber es ist so wichtig, dass man nicht selber vor die Hunde geht!


    LG Cadda

    Florian!!! Ich lese Dich jetzt erst!!! Das freut mich sehr 😊 Meine Güte, was hab ich mir Mühe gegeben beim Schreiben und immer wieder warst Du verschwunden und dann aber doch wieder da 😄


    Nun lese ich erfreut, dass Du schon längere Zeit nichts trinkst und Deine Freundin von damals nicht mehr hast. Halleluja!! Du hast also einiges umgekrempelt und das ist mal wieder der Beweis, dass eben „nur nichts mehr trinken“ nicht reicht, denn nun scheint es ja besser zu gelingen!


    Toll, dass Du wieder hier schreibst!


    Cadda

    Wenn Du einknickst, geht es von vorne los. Für den Moment wird Dir die heile Welt versprochen und dann ist doch wieder alles wie vorher, schneller als Du gucken kannst. Mit einem Alkoholiker kann man keine glückliche Beziehung führen. Du schaffst das!


    Cadda

    Micalk, bitte erlaube mir den Hinweis, dass ich selten so „von oben herab geschriebene Beiträge“ gelesen habe.


    Ich kann das Alles nur überfliegen, da ich persönlich sonst Herzrasen bekomme.


    Jemand fühlte sich kurz auf den Schlips getreten (passiert bei Nachrichten), es wurde klargestellt, dass es nicht so gemeint war, Thema abgehakt!


    Dann diese Belehrung, ganz ehrlich. Hab Dich an anderer Stelle schon ähnlich auftretend gelesen. Ein bisschen auf die Bremse treten, das täte Dir ganz gut 😊


    Cadda

    Guten Morgen Peter,


    wenn ich nicht mit dem Handy tippen müsste, weil mein Laptop wieder mal nicht funktioniert, würde ich gern detaillierter auf Deine letzten Beiträge (die ja zeitlich doch sehr weit auseinander liegen) eingehen. Ich möchte Dir sagen, dass ich nur die letzten Seiten gelesen habe und Deine Beiträge sehr gern lese und sie mich berühren. Deshalb ist Dein Thread der nächste, den ich komplett lesen werde. Ich weiß gar nicht, warum ich das noch nicht getan habe. Vielleicht, weil ich bisher so selten von Dir gelesen habe und Deine aktivere Zeit wohl vor dem Beginn meiner Zeit hier war.


    Was ich bisher jedenfalls gelesen habe, ist sehr sortiert und beeindruckend. Ich fände es toll, öfter von Dir zu lesen!


    Einen schönen Sonntag wünscht Cadda 😊

    Hallo Becky und auch Kiwi,


    letztendlich ist es gut, wenn es einem durch den gewonnenen Abstand schon mal besser geht. Was ich aber auf keinen Fall machen würde ist, auf den berühmten persönlichen Tiefpunkt zu warten. Es stimmt, dass trockene Alkoholiker ihn erleben und dann aufgehört haben. Was aber Fakt ist: Es gibt endlos viele Menschen, die ihren Tiefpunkt nie erreichen. Oder sie haben ihn erreicht und schaffen es trotzdem nicht aufzuhören oder wollen das auch gar nicht.


    Es gibt so endlos viele Alkoholiker, die für den Rest ihres Lebens saufen. Deshalb würde ich keinesfalls darauf warten, denn dann ist wieder der Satz greifbar, dass man Zeit verschwendet.


    Als neutraler Beobachter könnte man auch darauf warten, dass IHR Euren persönlichen Tiefpunkt in der jeweiligen Beziehung mit dem Alkoholiker erreicht. Das schaffen auch manche Menschen, wenn es soweit ist. Andere bleiben jedoch ein Leben lang beim Alkoholiker.


    Nicht nur Alkoholiker... es gibt ja auch genügend toxische Beziehungen, wo die Co-Abhängigen es ihr Leben lang „aushalten“. Oder sie erreichen wiederum ihren persönlichen Tiefpunkt und beenden die Beziehung. Es liegt immer in der eigenen Hand. Auf beiden Seiten.


    Liebe Grüße


    Cadda

    Hallo Alex, ich habe nicht mitbekommen, dass Karsten nun doch aufhört. Schade, ich hoffe, dass er trotzdem hier bleibt.


    Toll finde ich aber natürlich, dass es weitergeht. Ich bin ehrlich: Ich hasse Veränderungen in solchen Dingen, aaaaaber: Hier bin ich positiv überrascht, ich glaub, man wird sich schnell dran gewöhnen! Super gemacht!


    LG Cadda

    Hallo Becki,


    lass Dir eines als trockene Alkoholikerin versichern: Dass Dein Freund einen Tag nach einer Party Bier trinkt, ist kein Zeichen dafür, dass es ihm nicht schlecht geht und er es deshalb trinken KANN.
    Er MUSS es trinken, eben damit es ihm NICHT schlecht geht.


    Und lass Dir eines als Co.Abhängige versichern: Eine Beziehung mit einem Alkoholiker zu führen, in der man sich nur sieht, wenn kein Alkohol im Spiel ist, wird nicht funktionieren.
    Denn wenn Du das wirklich konsequent (und zwar wirklich konsequent) durchziehst, wirst Du ihn nicht mehr sehen. Er wird sich vielleicht ab und zu mal zusammen reißen und selbst dann hat er vermutlich vorher heimlich 2 Bier gekippt oder er zerrt noch vom Restalkohol.


    Dieser Versuch einer Co.Abhängigen „ich sehe ihn nur noch, wenn er keinen Alkohol getrunken hat“ ist in etwa vergleichbar mit dem Versuch eines Alkoholikers „ich trinke nur noch an den Wochenenden“. Funktioniert Beides nicht, da eine Abhängigkeit besteht.


    Deine Vorgehensweise wird genau Eines herbeiführen: Vorwürfe und Schuldzuweisungen von seiner Seite an Dich.


    So hart das auch klingt, Becki... aber Du verschwendest Deine wertvolle Zeit und Energie. Bitte glaub mir das.


    LG Cadda

    Hallo Selene,


    wenn ich ehrlich bin, brauchst Du Dir über die Vorgehensweise glaube ich gar nicht so lange Gedanken machen. So wie ich es rausgelesen habe, will er diese Therapie doch eigentlich nur antreten, weil es von ihm gefordert wird. Das ist eh zum Scheitern verurteilt. Wenn man wirklich trocken werden möchte, dann möchte man selbst von ganzem Herzen etwas ändern. Dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob jemand bei einem ist, um einen zu „unterstützen“ (wie??) oder nicht. Man hat einfach das Bedürfnis, das Verlangen nicht mehr zu trinken. Das hat man dann, egal ob jemand nun bei einem bleibt oder nicht.
    Wie willst Du da unterstützen? ER muss verändern. ER muss den Willen haben.


    Ich habe bei meinem Ex versucht, zu unterstützen. Ich bin selbst Alkoholikerin, seit bald 4 Jahren trocken. Bei der Trennung habe ich aufgehört zu trinken. Er wollte es auch. Ich wollte ihn unterstützen. Habe mir den Mund fusselig geredet, stand ihm bei. Habe mein erlerntes Wissen hier aus dem Forum, vom Arzt und von meiner Therapie/Suchtberatung an ihn weitergegeben und zwar komplett. Ich bin darin sogar ganz gut, ich bin wirklich Hobbypsychologin :-D
    Er hat es in der Theorie komplett verstanden. Konnte alles nachvollziehen, wollte es so gern. DAS wäre wirklich unterstützend gewesen. Wir haben uns geliebt. Keine Untreue, keine fehlende Leidenschaft. Wir hatten gemeinsam diesen Weg gehen können. Mehr Unterstützung ging nicht. Er säuft heute noch........


    Was ich damit sagen will: Du kannst nichts tun. Die Mühe ist verschwendete Energie. Du kannst Dich selbst nur schützen und retten vor den Verletzungen.


    Wie es mit ihm weitergeht und OB es überhaupt vorwärts geht, das kannst Du aus der Ferne beobachten. Aber bitte versuche nicht, ihn zu überzeugen. Das raubt so sehr die Energie und zwar umsonst. Ich fühle mich heute noch ausgelaugt, wenn ich daran denke, wie sehr ich mich bemüht habe. Während ich das schreibe, säuft er vermutlich gerade sein erstes Konterbier ;-)


    Es ist sooooo befreiend, ein Leben ohne Alkoholiker zu führen.


    LG Cadda

    Ich bin auch gerade allein. Meine Kinder sind bei ihrem Papa. Ich gucke irgendeinen Liebesfilm im Tv und werde gleich ne Runde schlafen :-)


    Mach’s Dir trotzdem gemütlich, Iwona!

    Hallo Selene,


    es kann sogar sein, dass er Dich nicht nur benutzt und liebt. Aber was ändert das? Mit einem Alkoholiker kann man nicht glücklich werden und man kann ihm auch nicht helfen.


    Und ganz ehrlich gesagt, seid ihr ja noch gar nicht lange zusammen. Wie soll es erst später werden, wenn die erste Verliebtheit vorüber zieht? Ich kann Dir nur sagen, dass Alkoholiker sich in der Abwärtsspirale befinden. Die Respektlosigkeiten nehmen zu. Die Demütigung wird größer, die Enttäuschung auch.


    Der Trennungsschmerz ist erst einmal schlimm. Aber es wird besser und zwar schneller als Du denkst!


    LG Cadda