Beiträge von Cadda

    Letztendlich „darf“ ich ja auch tatsächlich trinken…wer will mir das verbieten?

    Ganz genau so ist es!

    So konnte ich es damals, als ich noch getrunken habe und aufhören wollte, allerdings noch nicht sehen. Da fühlte es sich noch anders an.

    Heute nach einigen Jahren Abstinenz hat sich der Blick darauf natürlich komplett verändert.

    LG Cadda

    Mich hielt dieses „ nie wieder“ lange davon ab, mit dem Trinken aufzuhören, weil es mir Angst machte. Es war noch der Gedanke da, auf etwas zeitlebens verzichten zu müssen.

    Mich tatsächlich auch. Deshalb hab ich hier auch ein paar Jahre gelesen, ohne aufgehört zu haben. Die Hürde war groß, weil ich wusste „irgendwann höre ich auf und dann für den Rest meines Lebens“.

    Der Verzicht fühlte sich lange zu groß an. Bis ich einen Beitrag las, der mir so viel Mut machte. Der Verzichtsgedanke würde von ganz allein mit der Zeit verschwinden und sich verwandeln von „ich darf nicht trinken“ zu „ich will nicht“.

    Darauf hab ich vertraut weil ich das Gefühl hatte, das könnte bei mir auch so sein.

    Kann sein, dass ich durch dieses große „Nie wieder“ länger gebraucht habe, endlich aufzuhören. Aber ich denke, ich war vorher eh nicht soweit.

    Wie auch immer… ich brauchte für mich persönlich dieses Endgültige. Auch wenn der Entschluss sich dadurch vielleicht verzögert hat.

    LG Cadda

    Ist es nicht aber so, wenn ich mir den Satz täglich sage um mich über den jeweiligen Tag zu "retten", mein Sucht Gedächniss darauf konditioniere oder besser gesagt legitimiere: Du kommst irgendwann schon zu deinem Recht .

    So hätte es sich für mich persönlich angefühlt. Deshalb bin ich anders an die Sache heran gegangen. Ich habe mir von Anfang an gesagt „Ich werde für den Rest meines Lebens kein Alkohol mehr trinken, nie wieder“.

    Mir hat gerade dieses endgültige unglaublich viel Erleichterung verpasst.

    Ich habe hier aber schon oft gelesen, dass dieses „heute trinke ich nicht“ sehr hilfreich für manche User ist oder war und dann ist es auch genau richtig, es so zu machen.

    Es gibt halt unterschiedliche Empfindungen zu gewissen Themen die Alkoholsucht betreffend. Ich finde es spannend zu lesen, was User hier berichten, was ihnen leichter fällt oder sogar zwingend nötig ist, um sich wohl zu fühlen. Wichtig ist, einen Weg zu finden, trocken zu bleiben. Wie der aussieht entscheidet jeder für sich selbst.

    LG Cadda

    Hallo Aenni,

    ich lese, wie schwer Du andere Geschichten hier aushältst, wie Du Dich negativ und herablassend (so empfinde ich es) zu ihnen äußerst.

    Was für mich persönlich schwer auszuhalten ist: Deine Ignoranz bezüglich der nun etlichen Hinweise, dass Du zunächst bei Dir bleiben solltest, denn Du bist ja wegen Deiner eigenen Probleme hier (die Du ja nach Deiner Aussage im Grunde nicht mal hast, zumindest nicht passend für dieses Forum).

    An dieser Stelle fällt mir noch auf, dass sehr geduldig mit Dir umgegangen wird. Vielleicht sogar ZU geduldig.


    Wenn ich daran denke, wer hier schon alles „gegangen worden ist“… da bin ich wirklich erstaunt mit welcher Ignoranz Du auf die Hinweise die Du hier zum Forum erhalten hast, Dir weiterhin stur Urteile über „alle Anderen hier“ erlauben darfst, während Du null auf das eingehst oder das befolgst, was Dir hier mitgegeben wird (und das schon über mehrfach).

    Cadda

    Guten Morgen Abstinenzler,

    wenn Du Dich tatsächlich trotz des Verhaltens im Streit von Deiner Partnerin und Tochter wohl fühlst, ist das für mich zwar schwer vorstellbar, bedeutet aber nicht, dass es für Dich so ist.

    Ich möchte Dir dennoch einen Gedanken mit auf den Weg geben:

    Ich persönlich bezeichne mich zu 120 Prozent als Löwenmutter.
    Eine Löwenmutter zu sein, für welche die Kinder immer an erster Stelle stehen bedeutet jedoch nicht, ihr Verhalten uneingeschränkt zu tolerieren.

    Wenn einer meiner Söhne sich meinem Partner gegenüber unfair verhalten würden dann würde ich definitiv auch Partei für meinen Mann ergreifen und das nicht tolerieren.

    Ich finde es nicht richtig, sich hinter dem Argument zu verstecken, dass „man“ als Löwenmutter nun mal immer zu den Kindern steht und das normal sei.

    Ich wünsche Dir, dass Du Dir gegenüber die Situationen, die in dem Moment von Dir wegen Suchtgedanken als bedrohlich empfunden wurde, im Nachhinein nicht verharmlost, sondern auf Dich und Dein Wohlbefinden achtest.

    LG Cadda

    Hallo Carl-Friedrich. Alles Gute zu 11 Jahren, in denen Du das offensichtlich für Dich sehr gut meisterst! Dein Weg ist für Dich richtig und „Deine“ Grundregel auch für mich immer wieder präsent. Ich schätze Deine Beiträge sehr und konnte schon vieles für mich mitnehmen.

    LG Cadda

    Schade Petra!

    Ich habe sowohl Deine Nummer noch, Dante und die von Alex auch. Schreibe Euch beiden mal kurz und wer auch immer was eröffnet: Ich wäre gern in einer Gruppe, um auf Stand zu sein :saint:

    LG Cadda

    Am Freitag plant mich bitte nicht zum Essen ein, am Samstag im Restaurant bin ich auf jeden Fall dabei.

    Ist Samstag Nachmittag vorher ein Treffen vereinbart auf dem Campingplatz?

    Evtl komme ich auch am Freitag spontan zu Euch.
    Ich denke, wir werden sicherlich auch über WhatsApp in Kontakt sein.

    Jedenfalls freue ich mich sehr, einige von Euch persönlich zum wiederholten Male zu treffen und einige das erste Mal. Sehr schön :)

    LG Cadda

    Hallo Sonnenschein.

    Ich nehme an Deiner Geschichte teil, auch wenn ich weniger als zu anderen Zeiten hier im Forum bin und mich nicht so einbringe. Ich finde es klasse, was Du alles geschafft hast und wie Du Dich mit Dir und Deinen Themen auseinander setzt.

    Deine Frage, ob es richtig wäre, Deine Gefühle und Wahrnehmungen Deinem Vater mitzuteilen, kann ich nicht beantworten, das kommt aufs eigene Empfinden an.

    Wenn es Dich mehr belasten würde, wenn danach weniger Kontakt ist oder Dein Vater es komplett anders sieht, würde ich es lassen. Wenn seine Reaktion Dir unwichtiger ist, als das Bedürfnis, Deine Gefühle und Gedanken loszuwerden, würde ich es machen.

    Ich bin aktuell in einer vergleichbaren Situation und habe mich noch nicht entschieden. Aber dazu berichte ich in den nächsten Tagen in meinem eigenen Buch…


    Ich verstehe jedenfalls Deinen Zwiespalt sehr gut.

    LG Cadda

    Ich freue mich, von Dir zu lesen, Rennschnecke. Du nimmst Deine Selbsthilfe ernst, schaust genau hin, was Dir gut tut und was nicht, das ist letztendlich wichtiger, als die Frage in welchem Bereich Du schreibst und liest.

    Suchtverlagerung mit Süßigkeiten… hier im Forum immer wieder zu lesen und ich kenne es auch.

    Einschätzung, dass sich bei mir außer der weiterhin absolut wertgeschätzten Abstinenz nicht viel geändert hat. Nur dass ich abends auf meinem neuen Sofa 2 Becher Tee statt größere Mengen Bier trinke - und mich immer wieder wundere und freue, dass es alkfrei genauso gut und sogar besser geht.

    Die Tatsache, dass Du Deine Abstinenz absolut wertschätzt und Dich freust, dass es alkfrei genauso gut oder sogar besser geht, finde ich jetzt nicht so wenig Veränderung :)


    LG Cadda

    … und was die „bessere Hälfte“ angeht… Die bleibt in der Zeit in Magdeburg, ich werde allein zum Treffen kommen :saint:

    Hotel ist schon gebucht, brauche eine gute halbe Stunde nach Bertingen.

    Meine bessere Hälfte und ich haben Urlaub und ich werde einen Kurztrip mit unseren bikes in der Nähe planen, so dass ich entweder am Freitag oder am Samstag den Tag über zu Besuch zu Euch komme. Ich freue mich schon sehr darauf :)

    Guten Morgen,

    Wenn ich das Trinken meines Mannes ignoriere, mich selbst weiter in den Mittelpunkt stelle, nicht diskutiere, nicht aktiv versuche Einfluss zu nehmen, nichts entschuldige...bin ich dann nicht Co, obwohl ich mit ihm zusammen lebe? So war es bei mir ja viele Jahre.

    Ich denke, dass es darauf ankommt, ob Du es gern anders gehabt hättest, also dass Dein Mann nicht trinkt. Wenn das der Fall ist und Du trotzdem mit ihm zusammen geblieben bist oder bleibst, finde ich das schon co-abhängig, weil quasi ein Zustand geduldet wird, den man (in dem Fall Du) nicht möchte. Du hast ja selbst geschrieben, dass Du später auch Angst hattest, als es um sein Leben ging.

    Wenn Du z. B. selbst trinken würdest, Dir keine Sorgen um den Alkoholkonsum Deines Mannes machen würdest, es wirklich aus tiefsten Herzen ok für Dich ist, dass er trinkt und Dir nicht wünschen würdest, dass es anders wäre. Dann wäre die Welt für Dich in Ordnung und ich würde es nicht co-abhängig finden, sich nicht zu trennen. Sobald aber das innere Gefühl sich wünscht, dass es anders laufen würde und man sich trotzdem nicht trennen "kann", läuft es meiner Ansicht nach eben nicht gesund ab, weil man keine gesunde Grenzen für sich selbst setzen kann, indem man sich an erste Stelle stellt und sich aus dieser Beziehung trennt.

    Passiert also etwas gegen meinen eigentlichen Willen und ich verbleibe in der Situation, dann empfinde ich es als co-abhängig (oder wenn Alkohol keine Rolle spielt emotional abhängig, was ähnliche Muster hat).

    Schon sein Anblick hat mir gereicht um viele Emotionen in mir hochkochen zu lassen, Wut, Ekel, Resignation um nur einige zu nennen. Co-abhängig würde ich mich deshalb bezeichnen weil ich mir das viele Jahre gefallen ließ.

    Das beschreibt es auch sehr gut. Selbst wenn sich nicht in das Trinken eingemischt wird, nicht kontrolliert wird oder ähnliches, passiert etwas in einem und dennoch bleibt man in der Situation wenn man co-abhängig ist.

    Ich finde darauf einfach keine standfeste Antwort, außer, dass es sich für mich nicht richtig anfühlt, mir Unbehagen bereitet, weil ich dem Alkohol nicht vertraue und ich diesen Ausdünstungs-Geruch am Tag danach einfach widerlich und abstoßend finde.

    Und das ist Grund genug für Menschen, die nicht co-abhängig sind, sich zu trennen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob da Argumente wie mit dem Zucker kommen oder sonst was. Wenn Deinen Partner Dein Zuckerkonsum stört, könnte er sich ja auch trennen. Es kommt ja nicht auf das Verhalten der anderen Person an, sondern darauf, ob das Verhalten mir SELBST etwas ausmacht.

    Ich selbst habe einige Jahre (als ich selbst noch getrunken habe) mit einem Alkoholiker zusammen gelebt. Ich habe kontrolliert, versucht ihn vom trinken abzuhalten, mir demütigende und beleidigende Dinge gefallen lassen, weil ich das Verhalten auf den Alkohol geschoben habe. Ich habe alles versucht, mein Verhalten so anzupassen, dass er nicht wütend ist oder weniger trinkt. Es war ein Eiertanz, ein Spießroutenlauf. Nach einigen Jahren, als ich selbst aufhörte zu saufen, konnte ich mich trennen. Ich hatte eine eigene Wohnung. Danach bildete ich mir ein, ich könne mit ihm eine Beziehung weiterführen, nur eben räumlich getrennt, weil ich ja nichts mehr von seinem Saufen mitbekommen würde und mich nur mit ihm treffen würde, wenn er nicht trinkt.

    Und was hat es genützt? Ich konnte nicht mehr kontrollieren, auf ihn einreden, ihn vor anderen in Schutz nehmen oder so tun, als würde er schlafen, wenn Besuch kam, damit sie ihn so nicht sehen. Ich konnte sein Handy nicht mehr weglegen, damit er keine Beleidigungen in die Welt hinaus sendet. Ich habe mich nicht mehr eingemischt, ob er trinkt oder nicht, ich habe ihn einfach machen lassen.

    Aber es drehte sich in Gedanken trotzdem alles um ihn und das Trinken. Ich fragte mich, ob wir uns wohl sehen können oder ob er sich nicht an die Abmachung hält und trinkt. Ich überlegte, was er wohl gerade macht, ob es ihm gut geht oder ob er schon irgendwo zusammengebrochen rumliegt. Ich habe mich ständig mit dem Thema beschäftigt, es hat mir Kraft geraubt und ich war ständig abhängig davon, wie er sich verhält, ob es mir und der Beziehung gut geht oder nicht. Ich hatte keinen Einfluss. Viel zu lange habe ich diesen Zustand für mich geduldet und das bezeichne ich definitiv als co-abhängig.

    Inzwischen habe ich meinen Selbstwert zurück, der auch mit der Zeit, in der ich nicht mehr trank, wieder wuchs. Ich würde mal behaupten, dass ich nach den ganzen Jahren nicht mehr in so eine Situation geraten würde. Anteile hatte ich für mich aber schon immer in mir, obwohl ich kein EKA bin. Bereits in meiner Ehe habe ich mir viel zu viel gefallen lassen und bin in Situationen geblieben, wo andere längst Grenzen gesetzt hätten und gegangen wären (und das obwohl Alkohol kein Thema war).

    Diese Muster stecken meiner Meinung nach in einem drin aus verschiedensten Gründen und dann ist es natürlich in einer Beziehung mit einem Alkoholiker ein gefundenes Fressen für Menschen mit Co-Anteilen, in der Situation zu verbleiben und somit seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen oder sich einzureden, es wäre gar nicht so schlimm.

    Am wichtigsten bei dem Thema ist es wohl seinen eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen. Das ist meiner Meinung nach der Grundstein für eine mögliche Veränderung.

    LG Cadda