Beiträge von Cadda

    Habe gerade meinen Faden gelesen. Und bei den Glückwünschen zum 1. Jahr brach es dann heraus.

    Aber nun ist es, wie es ist.

    Natürlich verstehe ich, dass Du traurig bist. Aber wie Du schon schreibst, es ist nun, wie es ist.

    Doch das, was Du in dem Jahr mitgenommen hast, das bleibt!!

    Und wie hast du es geschafft, nicht mehr dran zu knabbern?

    Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich bin ja selbst auch trockene Alkoholikerin. Nach der räumlichen Trennung hörte ich auf zu trinken. Ich hatte furchtbaren Liebeskummer und obwohl ich mit klarem Kopf die Sache betrachtete, ging es mir schlecht ohne ihn.

    Je besser es mir jedoch ohne den Alkohol ging und je mehr Zeit getrennt voneinander verstrich, umso wohler fühlte ich mich. Doch ich habe immer überlegt, was mit mir nicht stimmt. Warum ich mir das gefallen ließ. Warum ich nicht gehen konnte. Nicht, weshalb er so war.

    Je mehr mein Selbstwert zurück kam, umso weniger konnte ich verstehen, weshalb ich mir das angetan habe. Ja! Warum ICH mir das angetan habe. Nicht warum ER mir das angetan hat.

    Bei mir hatte diese Selbstwert-Sache natürlich sehr viel mit meiner Sucht zu tun. Aber auch vorher hatte ich damit schon Probleme.

    Ich habe mich dank dieses Forums sehr viel reflektiert, mich mit meinen Anteilen beschäftigt.

    Ich weiß, dass ich mich heute nicht mehr schlecht behandeln lassen würde; egal ob von einem Abhängigen oder Nicht-Abhängigen. Aber das war ein Prozess. Das kam nicht von heute auf morgen.

    Gerade Dein letzter Satz. An dem Punkt knabbere ich auch. Aber das trifft den Nagel auf den Kopf

    Ich habe an dem Punkt auch lange geknabbert.

    Ich möchte auch daran erinnern, dass ich hier nicht überheblich schlau schnacken will, sondern mich selbst Jahre lang richtig schei…… behandeln lassen habe.

    Wie sich mein Ex verhalten hat, war kein bisschen besser, als in Euren Geschichten.

    Ich beschäftige mich nicht mehr damit, warum er so hässlich sein konnte. Denn er war nicht der Erste der ätzend zu mir war und er wäre auch nicht der Letzte geblieben, wenn ich nicht endlich an den Punkt gekommen wäre, zu begreifen, dass ICH das Problem bin/habe, nicht der jeweilige Partner….

    Hallo Jana.

    Keine Ahnung wie lange ich da noch mitgespielt hätte, vielleicht ewig. Scheine sehr leidensfähig, loyal und gleichzeitig ausdauernd zu sein. Prinzipiell gute Eigenschaften, aber in dem Fall wohl eher nicht ;)

    Genau da solltest Du ansetzen.

    Loyal, ausdauernd und leidensfähig. Findest Du wirklich, dass ausdauernd und leidensfähig gute Eigenschaften sind?

    Über die eigenen Grenzen gehen lassen, mich wie von Dir beschrieben behandeln lassen würde ich nicht loyal nennen. Hat es nicht eher etwas mit wertlos fühlen zu tun? Was wiederum nicht positiv ist?

    Wenn ich mir selbst etwas wert bin, lasse ich es nicht zu, dass man mich so behandelt.

    Deshalb solltest Du nicht überlegen,warum ER sich so verhält, sondern warum DU das geduldet hast.

    LG Cadda

    Hallo Iwona,

    Du darfst -trotz grausamer Geschichten- traurig über Deine Geschichte sein.

    Du hast Dich gefreut und bist nun enttäuscht, ich verstehe das total.

    Könntest Du Dir in der Zeit ab und zu etwas Gutes tun? Ein Ausflug, der mit wenig Kosten verbunden ist? Ein Tagesausflug an einen schönen Ort oder so etwas in der Art?

    Jetzt erst gelesen:

    Ich meinte, dass ich das definitiv nicht schenken werde. Ich bin auf totales Unverständnis getroffen. Sehe ich das so falsch???

    Nein, das siehst Du nicht falsch. Offenbar haben Deine Bekannten da entweder keine Information, dass alkoholfreie Varianten nicht hilfreich bei einer dauerhaften Abstinenz sind oder sie sehen es halt anders.

    Lohnt sich nicht in eine Diskussion zu gehen. Nicht Deine Baustelle :)

    Trotzdem hätte ich mich auch für Blumen oder etwas anderes entschieden, weil Du es ja nun mal besser weißt :mrgreen:

    Guten Morgen Momo.

    Ich hatte/habe ja oft das Gefühl wie ein Verlierer dazustehen. Als wäre die Beziehung ein Spiel und ich nicht gut genug....

    Deine letzte Beziehung war ein Spiel, in dem es nur Verlierer geben konnte. Das hast Du erkannt und bist ausgestiegen, bevor Du sozusagen „Schach matt“ gegangen bist.

    So hast Du genügend Energie behalten, um beim nächsten Mal darauf zu achten, dass das „Spiel“ auch Freude bereitet ;)

    Schön, dass es Dir heute besser geht!

    Hallo Ursula.

    Das habe ich in meiner Ehe durch, meine Schwiegereltern machten mich verantwortlich für sein Verhalten. " Benimm dich halt anständig dann wird das schon wieder, oder " kein Wunder dass er trinkt , wenn du dich nur ein wenig mehr anstrengen würdest"..

    Unfassbar. Wirklich unfassbar.

    Kein einziges Wort davon darfst Du glauben!!

    Deine Schwiegereltern konnten sich wohl nicht eingestehen, dass ihr Sohn der Sucht wegen säuft.
    Vielleicht wollten sie sich selbst nicht fragen müssen, ob sie vielleicht auch etwas falsch gemacht haben könnten.

    Da ist es doch wesentlich einfacher, die „Schuld“ außerhalb zu suchen. Nämlich bei Dir, anstatt bei ihrem Sohn.
    Ein grässliches Verhalten, schön einfach haben sie es sich gemacht und Du sitzt mit diesen Prägungen nun an.

    Ich wünsche Dir, dass Du Dich von diesen Dir eingetrichterten, unwahren Glaubenssätzen befreien kannst!

    Gut, dass Du Dich geöffnet hast!

    LG Cadda

    Hallo Jana,

    ich hoffe, dass Du Deine Wut und Fassungslosigkeit über das, was er Dir antut und auch schon vorher angetan hat, in dem Moment anrufen kannst, wo er reumütig vor Dir steht und Dich um Verzeihung bittet. Denn wenn Du dann wieder aufs Karussell aufsteigst, anstatt die Situation jetzt als Chance für ein zufriedeneres Leben zu sehen, dann wird es sich immer weiter drehen…

    Ich wünsche Dir wirklich sehr, dass Du den Absprung schaffst.


    LG Cadda

    Vielleicht kannst Du ja mal, nur für Dich, ohne dass Du hier darauf antworten musst, Dir die Frage ganz ehrlich beantworten, ob es wirklich zwingend notwendig ist, erst einen anderen Job zu haben oder ob das ein Aufschieben für Dich selbst ist, um erstmal nicht handeln zu müssen.

    Das ist nicht böse gemeint. Ich denke nur, dass alles besser ist, als die Kinder von einer Person betreuen zu lassen, die so ist, wie von Dir beschrieben. Zumal Du selbst sagtest, dass die Kinder nicht mehr so klein sind.

    Du musst Dich da jetzt nicht rechtfertigen. Einfach nur für Dich überlegen, ob das wirklich ein Grund ist, abzuwarten.

    Dein Argument, dass Du erstmal verschnaufen- und Kraft sammeln möchtest, erscheint mir da nahe liegender. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen.

    LG Cadda

    Hallo Gamani,

    Heute hat er bei einer SHG angerufen, als er mir das sagte, war ich Anfangs glücklich, doch dann kam der Satz : Ich mach das nur für euch

    Den Anruf hätte er sich dann ehrlich gesagt sparen können.

    Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber es macht nicht den Eindruck, als ob Dein Partner aufhören wird zu trinken.

    Jetzt muss ich mal abwarten, dass ich aus meinem jetzigen Job rauskomme, hab schon gekündigt und eine neue Arbeit, mit besseren Arbeitszeiten, wo ich dann auch genug Zeit für die Kids habe.

    Darf ich fragen, warum Du abwarten musst? Was hat das mit der Trennung zu tun?

    LG Cadda

    Hallo Terter.


    Herzlich Willkommen bei uns.

    Ein Satz fiel mir sofort ins Auge:

    Ich bin stark für die Kids

    Wenn Du stark für die Kids sein möchtest, dann erspare ihnen dieses Leid zukünftig.

    Du wirst ja sehr schnell sehen, wie es mit Deinem Mann weitergeht.

    LG Cadda

    Darf man hier auch einen bösen Witz erzählen?

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass schwarzer Humor nicht bei jedem hier gut ankommt. Bei mir schon :mrgreen:

    80 % Ernährung, 20 % Sport. Mehr ist nicht herauszuholen! ;)

    Da ist was dran. Allerdings motiviert mich Sport besser auf die Ernährung zu achten.

    Neulich kam ich von einer 8 km Runde nach Hause und mein Sohn fragte mich, ob ich nicht auch Lust auf ne „geile Pizza“ habe.
    Mmmh. Das überlege ich mir in dem Moment drei Mal mehr, wenn ich mich gerade so „gesund fühle“ :S

    LG Cadda

    Hallo Alex,

    ich finde es auch sehr ungewöhnlich, dass der Hausarzt „einfach so“ krank schreibt und den Alkoholkonsum runterspielt.

    Womit er allerdings recht hat ist, dass nur Deine Frau etwas ändern kann. Du wirst sie nicht überreden können.

    Und wenn erstmal eine Grenze überschritten ist, gibt es leider kein Weg zurück zum „normalen“ Alkoholkonsum.

    Es ist gut, dass Du hier bist. Der Austausch wird Dir sicherlich gut tun.

    LG Cadda

    Hallo Blume.

    Ich finde es gut, dass Du Dich nochmal gemeldet hast. Der Beitrag erklärt Deine Situation und wie Du mit dieser in Bezug auf Euer Kind umgehst, auch nochmal näher.

    Ich kann nachvollziehen, dass Du nach drei Jahren Trocken-Sein und dem kurzfristigen Aussteigen aus dem Rückfall nicht direkt alles über den Haufen wirfst.

    Ich hoffe nur für Dich und Euer Kind, dass Du schnell aussteigen kannst, falls es nicht klappt bzw. falls sich das wiederholt.

    Das ist eines meiner großen Probleme; ich zieh mir jeden Schuh an und möchte immer unbedingt verstanden werden. Vielleicht kann ich an diesem Punkt in diesem Forum wachsen und lernen

    Das mit dem „unbedingt verstanden werden wollen“ kenne ich von mir, gerade in Beziehungen.
    Hier im Forum kannst Du sicherlich wachsen und lernen.

    Eine Frage noch: Was wird das ganze, also der Rückfall, der für Dich wenn ich es richtig verstanden habe, aus dem Nichts kam, mit Deinem Vertrauen machen? Und dem daraus resultierenden eventuellen Co-Verhalten?
    Denkst Du, dass Du da loslassen kannst oder wird es Dich beeinflussen genauer hinzusehen und aufpassen zu wollen? Ich hoffe, dass Du nicht in diese Falle tapst durch diesen Rückfall.

    LG Cadda