Beiträge von Cadda

    Hallo Maja.

    Wie sage ich es den Kindern? Was sage ich ihnen? Und wann? Erst, wenn er sicher weg ist? Ich habe solche Angst, dass er sie im Vollsuff anruft, unzuverlässig ist usw.

    Aktuell weint mein Mann im Vollrausch viel, auch vor den Kindern. So richtig: Herzzereißend, laut, Schnodder läuft aus der Nase, man versteht seine hohe Stimme nicht usw. Wir wissen nie warum, er erklärt es nicht. Im nächsten Moment lacht er wieder. Oder aber er provoziert uns, indem er ständig unsere Grenzen überschreitet. Wir sagen etwas dagegen und er fängt einen Streit an. Er wertet uns drei so oft ab, das kleine Kind bekommt am wenigsten ab.

    Es zerreißt mir das Herz, was Deine Kinder erleben müssen.

    Wie kann es sein, dass Du überlegst, wann und was Du den Kindern sagst? Denkst Du, das wäre schlimmer, als das, was sie eh schon erleben müssen?

    LG Cadda

    Hallo Jana.

    Ich will frei sein.

    Wie kannst Du da hin kommen, mal unabhängig von Deinem Mann?

    Um mal wieder auf Dich und Deine Co-Abhängigkeit zurückzukommen.

    Du bist nun frei, weil Dein Mann gegangen ist und nicht mehr zurück kam.

    Hast Du Dich schon damit beschäftigt, wie es dazu kommen konnte, dass ER die Situation beendet hat und nicht Du, obwohl Du unglücklich warst? Warum konntest Du die Grenzen nicht setzen bzw. das Ende der Situation einleiten?

    Ich will Dich mit diesem Beitrag nicht ärgern, sondern den Fokus mal auf das legen, was Dir auch zukünftig in Beziehungen zum Verhängnis werden könnte. Denn mit der Trennung, die er vollzogen hat, hat sich ja nicht Dein inneres Problem gelöst.


    LG Cadda

    Moment… es sind inzwischen etliche User dabei, wieweiter mit auf den Weg zu geben, was sie tun sollte und müsste.

    Ich kann das auch total nachvollziehen, denn auch ich würde alles, was geschrieben wurde, am liebsten noch einmal wiederholen.

    Es bringt jedoch gar nichts, wenn wieweiter nicht handeln möchte und das ist ja inzwischen offensichtlich.

    wieweiter Du beschreibst, dass Du Hemmungen hast, ihn rauszuwerfen oder zu gehen. Weil er ja so nett sein kann. Jeder Mensch kann übrigens nett sein. Jeder!!!!

    Ich lese nichts nettes, sondern einen Mann, der sich Dir gegenüber grauenvoll benimmt.

    Aber: Es ist Dein Leben. Deine Entscheidung.

    Wenn Du bleiben willst, mach das. Allerdings bringt es nichts, zu versuchen, Dich zu überzeugen.

    Hilfe wirst Du von außen nicht bekommen, da Dein Mann das Recht hat, zu saufen.

    Du kannst Dir also nur selbst helfen.

    LG Cadda

    Huhu Jana,

    ich glaube, es ist schwierig, sich einen Zeitpunkt vorher auszusuchen, ab welchem man nicht mehr traurig ist :S

    Ich denke, dass es ganz wichtig ist, nach vorne zu schauen. Sich Vergangenes nicht schön zu reden, sondern sich wirklich immer wieder die bittere Realität des Verhaltens vor Augen zu führen, damit sich nicht nur der Verstand, sondern auch das Gefühl daran gewöhnt bzw. ent-wöhnt.

    Bei mir war es so, dass es mir nach einiger Zeit wieder richtig gut ging und trotzdem hat mich manchmal noch ein trauriges Gefühl eingeholt. Das habe ich dann kurz zugelassen und wieder weiter geschickt. Was ich nicht zugelassen habe ist, an das vermeitlich Schöne zu denken. Ich habe mir wirklich immer wieder genau überlegt, was mir angetan wurde und weshalb es besser ist, dass ich "allein" bin.

    Liebeskummer dauert und den Spruch "Die Zeit heilt alle Wunden" konnte ich nicht mehr hören, weil er mich so angenervt hat.

    Aber: Es stimmt tatsächlich :) (vorausgesetzt man WILL nach vorne sehen und es schaffen).

    Hallo Hazel,

    Dein Partner hat leider gar nichts im Griff. Er ist alkoholabhängig und die Alkoholkrankheit kann man nicht im Griff haben. Um da rauszukommen, funktioniert weniger trinken nicht, das klappt - wenn überhaupt - nur kurzfristig und dann wird es immer schlimmer. Es ist also unnötig, zu kontrollieren, was oder wie viel er trinkt. Fakt ist: Er trinkt und er ist nicht einsichtig.

    Wer damit argumentiert, dass er ja nicht schlägt .... da fällt mir nichts mehr zu ein. Denn: Schlimmer geht immer. Das macht das eigene Leid nicht weniger dramatisch.

    Diese Aussagen, dass er sich Hilfe holt, dass er Dir Seiten übers Internet sendet: Das ist einfach, um Dich zu beruhigen, zu besänftigen und hinzuhalten. So wie Du ihn beschreibst, hat er null Einsicht. Deshalb kann er sich den Weg in einen Entzug oder in eine Therapie auch absolut sparen, denn dann kommt nichts an. Die können einem keine Gehirnwäsche verpassen. Es muss klicken.

    Du fragst, ob es hier Partner gibt, die sich Hilfe geholt haben. Ja, die gibt es. Aber es gibt hier noch viel mehr Partner, die sich keine Hilfe geholt haben und so wie es sich liest, gehört Deiner leider dazu.

    Nun denkst Du vermutlich, dass das ja ein ganz schrecklicher Beitrag von mir ist, aber es gibt sehr wohl eine gute Sache: DU kannst Dir helfen. Nämlich, indem Du da raus kommst. Du schreibst, dass Du bereits Jahre lang mit einem Alkoholiker verheiratet warst. Nun bist Du wieder mit einem zusammen. Du solltest also aus diesem Muster aussteigen, damit Du Dir und Deinem Kind ein schöneres Leben gestalten kannst.

    Du sagst, dass Du etliche Stellen abgeklappert hast, keiner hilft. Nun gut, ich war nicht dabei, das kann ich nicht beurteilen. Was aber Tatsache ist: Du bist hier ein einer Selbsthilfegruppe gelandet. Du könntest anfangen, daran zu arbeiten, herauszufinden, was bei DIR nicht stimmt. Warum Du Dir das alles gefallen lässt. Warum Du Dir und Deiner Tochter das antust. Warum Du nicht "einfach" gehst, um nicht mehr vor lauter Übelkeit zu brechen, sondern endlich wieder ein zufriedenes Leben führen zu können. Warum Du nicht gehst, um Deiner Tochter vorzuleben, dass es so nicht normal ist.

    Bei dem, was Du beschreibst und Deiner verzweifelten Suche nach Hilfe fällt mir folgender Satz ein:

    Jemand muss sich in Therapie begeben wegen eines Menschen, der sich NICHT in Therapie begibt und diese eigentlich nötig hätte.

    Wenn Du mit Deiner Tochter gehst und Dir ein zufriedenes Leben ohne einen Alkoholiker an Eurer Seite aufbaust, wird es mit Sicherheit automatisch weniger werden mit der Übelkeit und dem Leid. Der Weg ist eigentlich so naheliegend. Wie könnte es Dir leichter fallen, diesen zu gehen?

    LG Cadda

    Habe gerade meinen Faden gelesen. Und bei den Glückwünschen zum 1. Jahr brach es dann heraus.

    Aber nun ist es, wie es ist.

    Natürlich verstehe ich, dass Du traurig bist. Aber wie Du schon schreibst, es ist nun, wie es ist.

    Doch das, was Du in dem Jahr mitgenommen hast, das bleibt!!

    Und wie hast du es geschafft, nicht mehr dran zu knabbern?

    Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich bin ja selbst auch trockene Alkoholikerin. Nach der räumlichen Trennung hörte ich auf zu trinken. Ich hatte furchtbaren Liebeskummer und obwohl ich mit klarem Kopf die Sache betrachtete, ging es mir schlecht ohne ihn.

    Je besser es mir jedoch ohne den Alkohol ging und je mehr Zeit getrennt voneinander verstrich, umso wohler fühlte ich mich. Doch ich habe immer überlegt, was mit mir nicht stimmt. Warum ich mir das gefallen ließ. Warum ich nicht gehen konnte. Nicht, weshalb er so war.

    Je mehr mein Selbstwert zurück kam, umso weniger konnte ich verstehen, weshalb ich mir das angetan habe. Ja! Warum ICH mir das angetan habe. Nicht warum ER mir das angetan hat.

    Bei mir hatte diese Selbstwert-Sache natürlich sehr viel mit meiner Sucht zu tun. Aber auch vorher hatte ich damit schon Probleme.

    Ich habe mich dank dieses Forums sehr viel reflektiert, mich mit meinen Anteilen beschäftigt.

    Ich weiß, dass ich mich heute nicht mehr schlecht behandeln lassen würde; egal ob von einem Abhängigen oder Nicht-Abhängigen. Aber das war ein Prozess. Das kam nicht von heute auf morgen.

    Gerade Dein letzter Satz. An dem Punkt knabbere ich auch. Aber das trifft den Nagel auf den Kopf

    Ich habe an dem Punkt auch lange geknabbert.

    Ich möchte auch daran erinnern, dass ich hier nicht überheblich schlau schnacken will, sondern mich selbst Jahre lang richtig schei…… behandeln lassen habe.

    Wie sich mein Ex verhalten hat, war kein bisschen besser, als in Euren Geschichten.

    Ich beschäftige mich nicht mehr damit, warum er so hässlich sein konnte. Denn er war nicht der Erste der ätzend zu mir war und er wäre auch nicht der Letzte geblieben, wenn ich nicht endlich an den Punkt gekommen wäre, zu begreifen, dass ICH das Problem bin/habe, nicht der jeweilige Partner….

    Hallo Jana.

    Keine Ahnung wie lange ich da noch mitgespielt hätte, vielleicht ewig. Scheine sehr leidensfähig, loyal und gleichzeitig ausdauernd zu sein. Prinzipiell gute Eigenschaften, aber in dem Fall wohl eher nicht ;)

    Genau da solltest Du ansetzen.

    Loyal, ausdauernd und leidensfähig. Findest Du wirklich, dass ausdauernd und leidensfähig gute Eigenschaften sind?

    Über die eigenen Grenzen gehen lassen, mich wie von Dir beschrieben behandeln lassen würde ich nicht loyal nennen. Hat es nicht eher etwas mit wertlos fühlen zu tun? Was wiederum nicht positiv ist?

    Wenn ich mir selbst etwas wert bin, lasse ich es nicht zu, dass man mich so behandelt.

    Deshalb solltest Du nicht überlegen,warum ER sich so verhält, sondern warum DU das geduldet hast.

    LG Cadda

    Hallo Iwona,

    Du darfst -trotz grausamer Geschichten- traurig über Deine Geschichte sein.

    Du hast Dich gefreut und bist nun enttäuscht, ich verstehe das total.

    Könntest Du Dir in der Zeit ab und zu etwas Gutes tun? Ein Ausflug, der mit wenig Kosten verbunden ist? Ein Tagesausflug an einen schönen Ort oder so etwas in der Art?

    Jetzt erst gelesen:

    Ich meinte, dass ich das definitiv nicht schenken werde. Ich bin auf totales Unverständnis getroffen. Sehe ich das so falsch???

    Nein, das siehst Du nicht falsch. Offenbar haben Deine Bekannten da entweder keine Information, dass alkoholfreie Varianten nicht hilfreich bei einer dauerhaften Abstinenz sind oder sie sehen es halt anders.

    Lohnt sich nicht in eine Diskussion zu gehen. Nicht Deine Baustelle :)

    Trotzdem hätte ich mich auch für Blumen oder etwas anderes entschieden, weil Du es ja nun mal besser weißt :mrgreen:

    Guten Morgen Momo.

    Ich hatte/habe ja oft das Gefühl wie ein Verlierer dazustehen. Als wäre die Beziehung ein Spiel und ich nicht gut genug....

    Deine letzte Beziehung war ein Spiel, in dem es nur Verlierer geben konnte. Das hast Du erkannt und bist ausgestiegen, bevor Du sozusagen „Schach matt“ gegangen bist.

    So hast Du genügend Energie behalten, um beim nächsten Mal darauf zu achten, dass das „Spiel“ auch Freude bereitet ;)

    Schön, dass es Dir heute besser geht!

    Hallo Ursula.

    Das habe ich in meiner Ehe durch, meine Schwiegereltern machten mich verantwortlich für sein Verhalten. " Benimm dich halt anständig dann wird das schon wieder, oder " kein Wunder dass er trinkt , wenn du dich nur ein wenig mehr anstrengen würdest"..

    Unfassbar. Wirklich unfassbar.

    Kein einziges Wort davon darfst Du glauben!!

    Deine Schwiegereltern konnten sich wohl nicht eingestehen, dass ihr Sohn der Sucht wegen säuft.
    Vielleicht wollten sie sich selbst nicht fragen müssen, ob sie vielleicht auch etwas falsch gemacht haben könnten.

    Da ist es doch wesentlich einfacher, die „Schuld“ außerhalb zu suchen. Nämlich bei Dir, anstatt bei ihrem Sohn.
    Ein grässliches Verhalten, schön einfach haben sie es sich gemacht und Du sitzt mit diesen Prägungen nun an.

    Ich wünsche Dir, dass Du Dich von diesen Dir eingetrichterten, unwahren Glaubenssätzen befreien kannst!

    Gut, dass Du Dich geöffnet hast!

    LG Cadda

    Hallo Jana,

    ich hoffe, dass Du Deine Wut und Fassungslosigkeit über das, was er Dir antut und auch schon vorher angetan hat, in dem Moment anrufen kannst, wo er reumütig vor Dir steht und Dich um Verzeihung bittet. Denn wenn Du dann wieder aufs Karussell aufsteigst, anstatt die Situation jetzt als Chance für ein zufriedeneres Leben zu sehen, dann wird es sich immer weiter drehen…

    Ich wünsche Dir wirklich sehr, dass Du den Absprung schaffst.


    LG Cadda

    Vielleicht kannst Du ja mal, nur für Dich, ohne dass Du hier darauf antworten musst, Dir die Frage ganz ehrlich beantworten, ob es wirklich zwingend notwendig ist, erst einen anderen Job zu haben oder ob das ein Aufschieben für Dich selbst ist, um erstmal nicht handeln zu müssen.

    Das ist nicht böse gemeint. Ich denke nur, dass alles besser ist, als die Kinder von einer Person betreuen zu lassen, die so ist, wie von Dir beschrieben. Zumal Du selbst sagtest, dass die Kinder nicht mehr so klein sind.

    Du musst Dich da jetzt nicht rechtfertigen. Einfach nur für Dich überlegen, ob das wirklich ein Grund ist, abzuwarten.

    Dein Argument, dass Du erstmal verschnaufen- und Kraft sammeln möchtest, erscheint mir da nahe liegender. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen.

    LG Cadda

    Hallo Gamani,

    Heute hat er bei einer SHG angerufen, als er mir das sagte, war ich Anfangs glücklich, doch dann kam der Satz : Ich mach das nur für euch

    Den Anruf hätte er sich dann ehrlich gesagt sparen können.

    Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber es macht nicht den Eindruck, als ob Dein Partner aufhören wird zu trinken.

    Jetzt muss ich mal abwarten, dass ich aus meinem jetzigen Job rauskomme, hab schon gekündigt und eine neue Arbeit, mit besseren Arbeitszeiten, wo ich dann auch genug Zeit für die Kids habe.

    Darf ich fragen, warum Du abwarten musst? Was hat das mit der Trennung zu tun?

    LG Cadda