Guten Morgen Mare,
so wie Dein Mann Dich demütigt, wäre ich eher stolz auf mich (an Deiner Stelle), wenn Du ihn nicht gefahren hättest.
Ich denke, hier ist auch bereits das Problem: Der falsche Ansatz.
Du hast den Irrglauben, dass es Dich stolz machen kann, dass Du "durchhältst". Deshalb betonst Du vermutlich auch, dass Deine Therapeutin sagt, dass sie sich wundert, dass Du noch funktionierst.
Das scheint Dir Anerkennung zu geben in Deinen Augen. Es lässt Dich stolz sein.
Wie gesagt ist das aber der falsche Ansatz und ein Irrglaube. Stolz sein könntest Du, wenn Du nicht den "einfachen Weg" (ich schreibe es bewusst, weil mir klar ist, dass es für Dich gerade nicht einfach ist) gehst und ihm alles recht machst, sondern Dich für DICH einsetzt. Diese Demütigungen nicht zu lässt.
Es wäre schön, wenn Du Dich da trotz der Krankheit besser abgrenzen könntest. Dass es Dir emotional schwer fällt, verstehe ich natürlich. Aber Du kannst so nicht mit Dir umspringen lassen, das wird Dich doch auf Dauer total kaputt machen und es ist absolut gar nichts, worauf Du stolz sein solltest. Stolz sein, dass Du schlecht behandelt wirst, Dich ausnutzen lässt und das irgendwie durchhältst?
Vielleicht könntest Du beginnen, indem Du hier von Dir schreibst. Wie WW schon fragte, mal berichten, wie es Dir unahängig von ihm geht.
Überlegen, wie Du es schaffen könntest Dich abzugrenzen und nicht das Gegenteil zu erarbeiten.
Ich hoffe, Du verstehst, was ich mit meinem Beitrag sagen will und dass ich es gut meine mit den Äußerungen dieser (für Dich sicherlich nicht angenehmen) Gedanken.
LG Cadda