Beiträge von Twizzler

    Meine Füße fühlen sich heiß an bzw haben irgendwie einen Bewegungsdrang. Grausig. Mache mir dann kühle Umschläge.

    Geh damit am besten mal zum Arzt.

    Ich bin auch wegen ständig heisser Füße zum Neurologen. Verdacht auf Polyneuropathie. Bei mir ist es "nur" RLS. Restless Legs. Gerade mit deinen zappeligen Beinen spricht da auch einiges für.

    Falls du Zuckungen hast, empfehle ich Magnesium abends. Bei mir ist es noch nicht so weit fortgeschritten und ich bekomme das damit in den Griff.

    ich kann dir gegen die heissen Füße sehr ein Eukalyptus-Fußbad empfehlen. Aber unbedingt das Japanische Heilpflanzenöl aus der Apotheke. Die aus der Drogerie scheinen nicht hochdosiert genug zu sein. Mir haben die nicht geholfen. Mit dem aus der Apotheke habe ich dann noch ca. 3 Stunden kühle Füße. Zeit genug einzuschlafen. Ich konnte wegen dieser heissen Füße auch oft stundenlang nicht einschlafen.

    Edit: bei einem großen Online-Versandhändler habe ich mir auch so Socken mit Kühlpads bestellt. Die Pads kommen in den Kühlschrank und werden dann in diese Socken gesteckt. Das kühlt auch (aber nur für den Moment).

    Hallo LoA,

    ich habe schon seit einiger Zeit eine Art Morgen- und Abendritual.

    Seit einigen Tagen ziehe ich das auch ganz konsequent durch, ohne Hetze und Eile.

    Das hilft mir besser in den Tag zu starten (entspannter) und abends besser beim Entspannen.

    Morgens sind da natürlich Sachen dabei wie ins Bad gehen, darauf achten, dass das Bett gemacht und die Küche wieder in Ordnung ist wenn ich das Haus verlasse.

    Dazu lese ich noch Texte.

    Bei mir sind es Texte aus der Bibel, früher waren es mehr kraftvolle Texte zum Thema Alkoholismus. Das Buch "Kraft zum Loslassen" ist zwar eigentlich mehr auf Co-Abhängigkeit ausgerichtet, hat mir aber auch immer sehr viel Mut gegeben, weil es auch auf Alkoholismus gut passt.

    Ich bete zum Beispiel auch, bitte Gott um einen guten und produktiven Tag und um viel Ruhe und Gelassenheit, gerade bei der Arbeit.

    Das ist aber natürlich nicht jedermanns Ding. Vielleicht fallen dir ja ein paar Ideen für dich selber ein.

    Abends ist meine Abendroutine in zwei Teile geteilt. Früh am Abend erledige ich so ein paar Pflichtsachen (Katzen versorgen, Gesicht waschen, meinen 10. Schritt machen und meine Medis nehmen),

    etwas später am Abend kommt dann das Entspannungsritual bzw. die Schlafhygiene.

    Ich mache mir einen Beruhigungstee, dimme das Licht, versuche Handy und Tablet weg zu lassen, zünde mir ein Lavendel-Räucherstäbchen an.

    Das ist meine Art, mich langsam auf den Schlaf vorzubereiten und müde zu werden.

    Vielleicht ist ja das ein oder andere für dich dabei. Ansonsten gibt es da ja ganz viele Möglichkeiten.

    Du findest bestimmt das für dich passende. :)

    Du bist nicht mal zwei Wochen trocken, aber umgibst dich ja scheinbar recht häufig mit Alkohol bzw. alkoholtrinkenden Freunden.

    Ich sage dir jetzt mal auf den Kopf zu, dass das wahrscheinlich nicht lange gut gehen wird.

    Vor allem, wenn ich in deinem Eingangsposting lese, wie gerne du offensichtlich dein Getränk getrunken hast.

    Sehr dünnes Eis auf das du dich da begibst....

    Im ersten Jahr bin ich nicht mal in die Nähe von trinkenden Menschen gekommen. Pass gut auf dich auf und vielleicht magst du die Warnungen hier ja nochmal überdenken.

    Hallo Ely,

    herzlich Willkommen hier. :)

    Du schreibst selber, dass du sehr regelmäßig konsumiert hast. Der Körper gewöhnt sich an das Gift welches ihm zugeführt wird.

    Darum ist es dringend anzuraten, dass du zu einem Arzt gehst und dich durchchecken lässt.

    Mit ihm kannst du dann alles weitere besprechen. Ob ein qualifizierter Entzug nötig ist etc.

    Siehst du dich als Alkoholiker?

    Ich werde das nie wissen. Das heisst aber nicht, dass ich es niemals wieder ausprobieren werde.

    Aber ich habe ein Umfeld, mit dem ich darüber reden kann und die mir Gefahren, die ich selber durch die Gefühlsverwicklungen nicht wahrnehmen kann, aufzeigen können. Außenstehende, die nicht involviert sind, können das natürlich viel besser und sehen meistens mehr als ich selber in der Situation.

    Das hast du auch. Du hast z.B. in dieses Forum gefunden.

    Viele sind hier geblieben, obwohl diese damaligen akuten Probleme nicht mehr vorhanden waren.

    Wenn du selber das Gefühl bekommst, dass irgendwas nicht stimmig ist, kannst du hier z.B. um außenstehende Meinungen bitten.

    Das ist unheimlich viel wert wie ich finde.

    Du beschäftigst dich ja auch außerhalb des Forums mit dem Thema. Liest Lektüre. Das ist schon unheimlich viel wert um die alten Muster zu erkennen. :)

    Was ich immer noch schnell weiterblättere sind Anzeigen von "meinem damaligen" Getränk in diesen Anzeigeblättchen für die Supermärkte.

    Das will ich nicht sehen. Es ist ein großer Respekt vorhanden und auch ein wenig die Angst, dass dann Erinnerungen hoch kommen, die ich nicht mehr möchte.

    In Filmen, im Supermarkt etc macht es mir inzwischen nichts mehr aus bzw. ich nehme es gar nicht wirklich wahr.

    Anfangs war das aber auch ganz anders. Ich bin wie auf Glasscherben durch den Supermarkt um auch ja nicht in die Nähe der Alkohol-Regale zu kommen.

    Das hat mich so fürchterlich getriggert.

    Aber es ist leichter geworden.

    Wenn ich mit dem Rauchen aufgehört habe, gab es gefühlt auch 1000 Raucher mehr auf den Straßen.

    Wenn ich einen damals einen Partner hatte der eine bestimmte Automarke fuhr, fuhren gaaanz plötzlich fast nur noch diese Automarken auf der Straße herum. ^^

    Ich glaube, so etwas geht vielen Menschen so und ist absolut nicht unnormal.

    Ich kann nur für mich sprechen.

    Ich bin sowohl Abhängig vom Alkohol wie auch Co-Abhängig.

    Mir hilft es z.B. seit meiner Abstinenz unheimlich, mal auf eigenen Beinen zu stehen.

    Vorher habe ich einen Partner gebraucht (fast so wie konsumiert) um mich wertvoll zu fühlen.

    Seitdem ich nicht mehr trinke, bin ich alleine und genieße es in vollen Zügen.

    Ich durfte mich selber kennenlernen und vor allem durfte ich lernen, dass ich keinen Partner brauche um mich glücklich und gut zu fühlen.

    Das ist ein unglaublich wichtiger Schritt in meiner Genesung.

    Und obwohl ich jetzt seit zwei Jahren ständig daran arbeite, fühle ich mich nicht bereit für eine neue Partnerschaft.

    Das Gute ist, ich brauche sie auch nicht. ;)

    Hallo Mollyfisch,

    ich finde es großartig, wie du die Zügel für dein Leben in die Hand genommen hast.

    Klar tut das auch weh. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass dein Hamsterrad sich noch ewig so weitergedreht hätte, wenn es nicht sogar schlimmer geworden wäre. Denn der Alkoholismus kennt nur einen Weg. Und der führt nach unten.

    Es wird eher schlimmer als besser.

    Und dein Mann ist ja null einsichtig.

    Dann hatte ich mich vor einiger Zeit auf einer Dating-Plattform angemeldet. Jetzt hat sich tatsächlich jemand gemeldet und wir schreiben gerade ein wenig hin und her. Ist ja noch nichts aber es fühlt sich an als ob ich meinen Mann hintergehe.

    Das hier lese ich allerdings mit etwas Sorge.

    Es klingt für mich, als würdest du dich von deinem Schmerz ablenken wollen. Aber weisst du was, du darfst diesen Schmerz fühlen. Er ist sogar enorm wichtig für dich. Nur so kannst du das Geschehene verarbeiten.

    Mach bitte nicht den Fehler, dich direkt von einer Beziehung in die nächste zu stürzen. Vor allem, so lange du dich nicht etwas näher mit deiner Co-Abhängigkeit beschäftigt hast.

    Es ist nicht unwahrscheinlich, dass du dem nächsten Abhängigen über den Weg läufst und bevor du richtig gucken kannst, wieder in dem gleichen Schlamassel steckst.

    Pass gut auf dich auf.

    Liebe Grüße

    Twizzler

    Hey Natze,

    Ich wollte dir mal kurz hier lassen, dass ich es toll finde, wie du auf dich achtest. Die Sache mit deinem Bekannten einkaufen zu gehen finde ich sehr vorausschauend. Das ist klasse. Nimm die Hilfe ruhig an. Mit der Zeit wird es leichter.

    Auch deine Planung und Struktur für die nächsten Wochen finde ich klasse. Du machst dir im Vorfeld schon Gedanke, wie du gefahren umgehen kannst. :thumbup:

    Bleib dran. :)

    Die habe ich von meiner realen shg.

    Bei mir war es hauptsächlich der Hunger, der mir gefährlich wurde.

    Wenn ich gut gegessen habe und satt war, hat der Druck automatisch nachgelassen.

    Nach und nach kamen weitere Strategien dazu. Nach und nach wurde die Panik weniger. Nach und nach wurde mein Kopf sortierter. Nach und nach habe ich mein Denken verändert.

    Der gedanke, nie wieder zu trinken, hat mir anfangs zu viel Angst gemacht. Das war der Mount Everest.

    Nur heute nicht trinken, waren die ersten 5 Meter. Die konnte ich locker schaffen.


    Edit: und wenn ein Tag zu lang war, konnte ich es mir erstmal in Stunden aufteilen.

    Erstmal ganz tief durchatmen. :)

    Ich habe mir angewöhnt im Jetzt zu bleiben oder im Heute.

    Immer nur für heute trinke ich keinen Alkohol.

    Da haben sich inzwischen ein paar 24 stunden aneinandergereiht.

    Morgen wirst du beim Arzt hoffentlich weitere gute Empfehlungen erhalten.

    Schreib dir hier ruhig die Finger wund, wenn dir danach ist.

    Vielleicht hilft es dir als zusätzliche stütze, dir noch eine reale shg zu suchen. Face to face Kontakt mit anderen Menschen.

    Mir hat es anfangs einfach nur geholfen zu wissen, dass ich nicht mehr alleine bin mit meinem Problem.

    Du kannst hier fast immer jemanden erreichen.

    Ebenfalls sehr wichtig für mich, alle Hintertürchen zuzumachen.

    Diese Gedanken "vielleicht kann ich ja irgendwann mal wieder" komplett aus meinem Kopf zu streichen.

    Der Kopf und die Änderungen in meinem Leben, ja auch mein Denken, kamen irgendwann hinterher. Nach und nach stellten sich venderungen im Denken und Handeln ein.

    Kennst du die HALT-regel?

    Für die erste Zeit war mir die total wichtig.

    Ich habe geschaut, dass ich niemals zu

    H ungry

    A ngry

    L onley

    T ired bin.

    Mir hat sie sehr geholfen. :)

    Ergänzung: am Anfang der Reise zum "trocken sein" Schämt man sich - das ist wahrscheinlich der Grund warum 90% der Forums Neulinge es erst mal alleine versuchen.

    Dazu fällt mir gerade ein Zitat aus dem Buch "Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd" ein, den meine sposorin immer mal wieder liest.


    "Was ist das Tapferste,

    das du je gesagt hast?",

    fragte der Junge.

    "Hilfe", sagte das Pferd.

    Hallo Yankee,

    meistens ist es nicht nur der eine Vorfall, der eine Trennung herbei führt. Es sind die vielen kleinen Dinge und eine Situation, die das fass dann zum überlaufen bringt.

    Dein Partner ist vielleicht auch ziemlich traurig, geschockt, wütend etc und braucht seine Zeit das ganze zu verarbeiten. Das kann ich nur mutmaßen, schließlich ist er nicht hier.

    Aber vielleicht versuchst du auch, seine Seite zu verstehen.

    Ich persönlich habe ähnliche Erfahrungen in Beziehungen gemacht. Als ich trocken wurde war ich Single. Und es gab mir die Möglichkeit, mich vollständig um mich selber und meine Genesung zu kümmern. Und diese Zeit habe ich definitiv auch gebraucht.

    Natürlich darfst du traurig und auch wütend sein, aber du kannst diese Zeit des Alleinseins jetzt ganz für dich nutzen.

    Was in der Zukunft passiert weiss niemand. Vielleicht gibt es ja für euch nochmal eine Chance wenn das alles nicht mehr so frisch ist. Vielleicht auch nicht.

    Nee, eine Hintertür ist das nicht. Da widerspreche ich. :)

    Aber auch bei mir ist das erste Glas immer nur eine Armlänge entfernt. Und ich darf mir nie zu sicher sein und mich schon gar nicht in Gefahr begeben.

    Groll und Zorn ist für mich eine Gefahr. Genau wie Hochmut bzgl. meiner Trockenheit.

    Das ist lediglich Vorsicht.

    Genauso wie ich mich von Sauf-Veranstaltungen fern halte, versuche ich auch tief sitzenden Groll von mir fern zu halten bzw ihn zu verarbeiten und ihn nicht stetig in mir wachsen zu lassen.