Beiträge von Ste55

    Ich beginne – schlimmer noch: ich bin bereits aus meinem Prinzip gefallen, aus dem Prinzip „nur keine Gewohnheiten“.

    Klingt seltsam. Doch wer sich einmal überlegt, wie viele Handlungen Menschen jeden Tag nur deshalb vollziehen, weil sie sich daran gewöhnt haben, der versteht: vieles ist nichts anderes als Wiederholung.

    Menschen bleiben zusammen, weil sie sich aneinander gewöhnt haben.

    Sie üben jahrelang denselben Beruf aus, weil sie sich an Tätigkeiten und Vorgesetzte gewöhnt haben.

    Sie rauchen Zigaretten, weil sie sich daran gewöhnt haben.

    Genau das wollte ich für mich nie.


    Und nun muss ich mir eingestehen: auch ich habe mir etwas angewöhnt.

    Ich habe mir angewöhnt, meine Tochter zu kontrollieren.

    In dieser Frage steht die Uhr still. Immer wieder spukt der Gedanke eines Rückfalls in meinem Kopf. Ich komme da nicht weiter.

    Es ist erstaunlich, wie schwer es mir fällt Vertrauen aufzubauen – möglichst im Gleichschritt - wie sie seit Langem Tag für Tag besteht.

    Das betrübt mich zutiefst
    Ich möchte loslassen.
    Ihr wieder vertrauen, solange es mir noch möglich ist.


    Wie viel Zeit bleibt mir noch?

    Schon früh hatte ich mir sieben Runden à zehn Jahren vorgenommen. Sieben Runden – die habe ich hinter mich gebracht.

    Und jetzt? Die achte Runde fühlt sich an wie eine Zugabe.

    Zeit, die frei zur Verfügung steht.

    Bisher lebte ich immer für einen Zweck.

    Der letzte war, Jugendlichen ohne Familie und ohne Institution – den sogenannten hoffnungslosen Fällen – mit KI-gestützter Begleitung wieder eine Perspektive zu geben.

    Das Ergebnis? Zwiespältig. Unser Erfolg bescheiden, zu viele „Kinder“ haben wir verloren.

    Was ich lernen musste:

    Beschädigte Seelen lassen sich kaum reparieren.

    Zerstörte Seelen wachsen nicht nach.

    Was bleibt sind es die leeren alten Kindergesichter, die mich ab und an im Traum besuchen.

    Doch ich weiss: ich werde wieder etwas finden.

    Denn ich bin ein Finder.

    Noch kann ich fast alles tun.

    Aber: die Medikamente, die ich täglich nehmen soll, häufen sich – so wie die Beerdigungen, an denen ich teilnehme.

    Liebe Simsalabim… Danke der Nachfrage, aber es besteht kein Grund zur Sorge 🙂 Es ist der normale Lauf der Dinge - nur soviel für den Moment - ich berichte dir gerne später darüber - sobald ich die Zeit und die richtigen Worte dazu finde … 💬

    Ist denn was passiert, lieber Ste, daß du nach 2 Jahren wieder schreibst?
    Das Ende der Geschichte gibts ja doch nur am Ende des Lebens oder?
    Wie ist es dir ergangen?

    🎯

    Nun koda - du triffst es ziemlich genau!

    Ich bin am Aufräumen und so wollte ich nach einer längeren Pause hier noch berichten, wie sich meine Geschichte mit Tochter und ihren Kids zum Guten gewendet hat - wie das um viele Ecken möglich wurde. Als ich jetzt meine Einleitung von damals las, erschrak ich und komme zum Schluss - für meine Schreibe.ein hoffnungsloses Unterfangen.

    So belasse ich es dabei, um nur noch zu sagen: Das Forum war mir in der schwierigsten Zeit eine wertvolle Stütze und Ratgeber. Dafür will ich mich hier und jetzt bei allen Schreiberlingen herzlich bedanken.

    Was bis heute blieb war meine umtriebige Wachsamkeit (oder Misstrauen ob all dem Glück). Nun bin ich langsam aber sicher am Ende meines Lebens - Zeit loszulassen - nicht ganz einfach - ich hoffe ich kriege das noch anständig hin. 🙂

    Ich habe hier schon einmal geschrieben – es ist eine Weile her - darum die 2. Für manche ist dies also eine kleine Einleitung, für andere eine Wiederholung.

    Genau weiß ich nicht mehr, wie damals alles angefangen hat. Wo ist der Anfang, wo das Ende dieser Geschichte? Es wäre einfach, sagen zu können: So und so ist es geschehen, das sind die Fakten – jetzt ist alles gut, es wird sich nichts mehr ändern.

    Doch so funktioniert eine Geschichte als Co nicht. Sie kennt keine klaren Linien, keine festen Regeln, keine begrenzte Zahl an Variablen, die sich zu einem Ergebnis fügen. Nein – die Geschichte als Co, um die es hier geht, ist anders: Sie beginnt vielleicht an einem bestimmten Ort und in einem bestimmten Moment, wie viele Geschichten. Aber von dort aus nimmt sie Kurven, Umwege, Haken und Abkürzungen. Manchmal führt sie zurück an Orte, an die man eigentlich nie mehr wollte.

    Fortsetzung folgt …

    Es,geht mir gerade total schlecht.

    Obwohl ich die Beziehung so nicht mehr wollte, ich vermisse ihn so sehr. Ich komme mit seinem Tod nicht klar. Es,tut so weh.

    „Vielleicht kannst du gar nicht loslassen, ohne dich an etwas Neues klammern zu können.“

    Manchmal ist nicht der Abschied das Schwerste, sondern das Aushalten der Leere danach. Du warst so lange erfüllt von Durchhalten, Tragen, Hoffen – und am Ende hast du trotzdem verloren. Oder vielleicht auch nicht – wenn du jetzt deinen eigenen Rhythmus findest - versuch‘s!

    Ich will und werde dieses Jahr ausziehen.

    Wichtelmama - ein guter Entscheid!

    Deine jetzige Situation kann nicht Sinn deines Lebens sein – sie beschädigt dich und deine Kinder auf Dauer.

    Beeile dich – halte nicht noch länger aus. Es kostet dich jeden Tag ein Stück mehr. Deine Anspannung wird nicht kleiner, die unterschwellige Unruhe wächst, und deine Kinder spüren das. Lass sie nicht lernen, dass Aushalten normal ist. Wenn alles bleibt, wie es ist, dann geht es auf deine und ihre Kosten.

    Was passiert, wenn du mit den Kindern gehst?

    • Ja, es wird Momente der Unsicherheit geben. Vielleicht auch Tränen. Aber es entsteht Klarheit, Stabilität und eine echte Chance auf Veränderung. Deine Kinder erleben nicht länger ein Leben im Stillstand, sondern sehen, dass man sich für das eigene Wohl entscheiden darf. Sie nehmen dich als Beispiel für ihre spätere Lebensplanung. Was für ein Beispiel möchtest du für sie sein?
    • Du schaffst die Möglichkeit für ein besseres Leben – für dich und deine Kinder. Veränderung ist schwer, aber sie ist der erste Schritt in eine Zukunft, die mehr ist als nur ein Aushalten.

    Also folge deinen Worten - „Ich will und werde dieses Jahr ausziehen“ - ein guter Entscheid!

    Ich frage mich manchmal ob mehr Liebe und Verständnis nicht weitergeholfen hätte. Habe ich seine Verlustängste mit meinen Trennungsankündigungen nicht angefeuert? Ich vermisse ihn unendlich, er war im Grunde ein lieber Mensch, der mit dem Leben nicht zurechtkam.

    Liebe wieweter

    ich habe großen Respekt vor dem, was du durchmachst, und verstehe, wie wertvoll die Erinnerungen an die gemeinsamen Zeiten mit deinem Liebsten für dich sind.

    Doch ich glaube, dass sich Liebe und Alkoholsucht in einer Beziehung gegenseitig ausschließen. Was bleibt, ist meist die Erinnerung an frühere, schöne Momente.

    Alkoholsucht führt zwangsläufig zu Verhaltensweisen, die eine liebevolle Partnerschaft unmöglich machen. Heimlichkeiten, Vertrauensbrüche und emotionale Distanz sind die Folgen, die das Fundament einer tragfähigen Beziehung erodieren lassen und schlussendlich zerstören. Es sind diese Dynamiken, die kaum noch Raum für echte Liebe im Alltag lassen. Nur noch die Erinnerung an bessere Zeiten hält die Verbindung in schmerzlicher Weise halbwegs aufrecht – einseitig vom Co getragen, bis er nicht mehr kann.

    Ich teile diese Gedanken mit dir, weil ich mir wünsche, dass du die Vergangenheit mit Klarheit betrachten und Frieden finden kannst. Es ist wichtig, die schönen Erinnerungen zu bewahren, aber auch die Herausforderungen und Unmöglichkeiten anzuerkennen, die die Sucht mit sich brachte.

    In Verbundenheit - Ste55

    Es ist vorbei, er ist im Krankenhaus friedlich eingeschlafen, für immer.

    Es tut so weh

    Das glaube ich „wieweiter“, das tut unglaublich weh …

    Gleichwohl, was für eine Wendung zum Guten – auch wenn es im Moment vielleicht krass klingt.

    Er ist jetzt befreit, und du bist befreit!

    Nimm es als ein Geschenk, einen Hoffnungsschimmer für eine neue Leichtigkeit in deinem Leben.
    Vielleicht nicht gerade heute oder morgen, aber schon sehr bald – du wirst es sehen.

    Ich wünsche dir nur das Beste – Kopf hoch und lass frische Luft und neues Leben durch deine Fenster herein.

    Liebe Grüsse Ste55

    Ich wollte zwar nicht mehr schreiben, aber das ist mir noch wichtig.

    Es tut so weh einen Menschen, den man lieb hatte so zu sehen. Ich weiß nicht was ich wünschen soll, dass er es nochmal schafft oder gehen darf.

    Ich wollte zwar hier nicht mehr schreiben, aber das ist mir noch wichtig:

    Welche Lebensstrategie hast du bisher für dich gelebt? Was war dir in deinem Leben wirklich wichtig und hat dir Freude bereitet – etwas, das dich selbst betraf? Und was wünschst du dir für deine Zukunft?

    Möchtest du vielleicht mehr für dich selbst leben, dich auf deine eigenen Wünsche und Träume konzentrieren? Oder siehst du dich vor allem in der Rolle, für etwas oder jemanden aus deiner Vergangenheit da zu sein?

    Könnte es sein, dass es noch eine Zukunft gibt, die für dich da ist – etwas oder jemanden, der noch gar nicht Teil deines Lebens ist, aber darauf hoffst? Oder hast du dich von deinen eigenen Wünschen und Träumen verabschiedet, weil du glaubst, dass nichts mehr kommen wird?

    Täuscht der Eindruck, dass du viel von dir gibst und dich selbst dabei aus den Augen verlierst. Könnte es sein, dass da eine leise Stimme in dir ist, die sich nach etwas anderem sehnt – etwas Neuem, vielleicht sogar nach dir selbst? Aber sie wird übertönt von einem inneren Durcheinander oder der Angst, loszulassen.

    Was wäre, wenn es dir erlaubt wäre, deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse für deine Zukunft wichtiger zu nehmen – ohne Schuldgefühle, ohne schlechtes Gewissen? Einfach, weil du es möchtest, noch einmal glücklich sein, ganz egal, was hinter dir liegt.

    Um dir ein kleines Geschenk zu machen versuche ich mich mal als Dichter ;)

    Das Geschenk des Alleinseins

    Manchmal ist Alleinsein wie Morgennebel:
    Still, weich, voller Möglichkeiten.
    Es ist der Raum, wo Gedanken tanzen,
    Träume wachsen, und du dich selbst hörst –
    Klar, stark, unüberhörbar.

    Es ist eine Umarmung der Ruhe,
    ein Treffen mit dir selbst.
    Nur in dieser Stille wächst deine Kraft.
    In deinem Licht zu leuchten,
    Um deinen Weg zu finden.

    Liebe Grüsse an dich Ratlos24
    und ein frohes neues Jahr, euch allen,
    die ihr für einander hier seid!

    Ich finde nicht die richtigen Worte.

    Wie wäre es damit:
    „Ich habe lange versucht, dich bezüglich deines Alkoholkonsums zu erreichen – mit Gesten, Worten und auch im Streit. Doch du warst für mich in diesem Thema nie auf Empfang und ich habe erkannt, dass sich das nicht ändern wird. Ich muss akzeptieren, dass die Flasche deine beste Freundin ist – deine Liebe gehört ihr. Ich habe keine Kraft und keine Lust mehr auf diese kräfteraubende Dreierbeziehung.

    Ich muss jetzt für mich selbst handeln - für meine eigene Zukunft und mein Wohlergehen. Ich wünsche dir, dass du dir Hilfe suchst und sie auch findest. Ich hätte dich auf diesem Weg begleitet, doch du warst nie bereit, dein Problem mit dem Alkohol anzuerkennen. Jetzt will ich das auch nicht mehr.

    Ich muss an mich denken und an mein Selbstwertgefühl. Ich habe Besseres verdient und entschieden, mich von dir und deiner ‚besten Freundin‘ zu trennen und unsere Beziehung aufzugeben. Meine Entscheidung steht fest.“

    Liebe Grüsse … Nimm ihn nicht mit ins neue Jahr und es wird ein besseres sein.

    Hallo

    Du weißt bereits, dass diese Beziehung dir nicht guttut und keine Zukunft hat. Wichtig ist jetzt, dich selbst an erste Stelle zu setzen.

    Akzeptiere, dass du ihn nicht ändern kannst. Sein Verhalten liegt weder in deiner Verantwortung noch in deinen Möglichkeiten

    Trennung dich von ihm. Nimm räumlich und vor allem emotional Abstand von ihm - der Schlüssel, um wirklich wieder frei denken und fühlen zu können. Verschwende nicht länger deine Zeit an ihm.

    Fokussiere auf dich. Baue ein Leben auf, das dich glücklich macht und dir Energie gibt.

    Du hast das Recht auf ein Leben, in dem du respektiert und unterstützt wirst. Sei mutig – der erste Schritt ist der wichtigste!

    Nutze deinen Verstand und es wird dir gelingen. Mache dich auf den Weg, solange du noch kannst …

    Das sehe ich anders.

    Mein Spruch dazu ist immer "nur sprechenden Menschen kann geholfen werden".

    Ich finde es wichtig, dass man lernt, über eigene Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen zu sprechen. Man kann anderen immer nur vor den Kopf gucken und ich finde es zuviel erwartet, dass mein Gegenüber erahnen soll, wie es mir geht oder welche Bedürfnisse ich habe.

    Sehe ich genauso! Es gibt keine grössere persönliche Last, als sie alleine in sich zu tragen. Du solltest dein Unglück aussprechen können, in Worten die zusammenhängen und Sinn haben. Worte, die du selbst noch verstehen kannst und vielleicht sogar dein Gegenüber verstehen könnte. Das wäre fast schon wieder Glück und deine Chance für eine neue Leichtigkeit <3

    Es ist einfach so, dass die Probleme der anderen Familienmitglieder so viel Platz einnehmen, dass für meine gerade kein Platz übrig ist.

    Hallo Naira,

    Ich habe dich gelesen und der obige Satz steht exemplarisch für dein Dilemma, so meine ich.

    Es klingt, als wäre schon viel zu lange kein Platz mehr für dich übrig und du regelrecht in dieser belastenden Situation gefangen bist. Wenn dir kein Platz bleibt, wäre es an der Zeit, ernsthaft darüber nachzudenken, wie du das ändern kannst. Ein Ausbruch aus dieser toxischen Umgebung könnte dir den Raum geben, den du für dich selbst dringend brauchst. Wenn du weiterhin die Probleme anderer vor deine eigenen stellst, wird sich nichts ändern. Plane, wie du schrittweise deinen Weg aus dieser ungesunden Dynamik finden kannst – die dich immer kleiner werden lässt, bis nichts mehr übrig ist von dir.

    Es wird zu Beginn nicht einfach sein, aber letztendlich lohnt es sich, für sich einzustehen, sich zu befreien und sein Leben selbst zu gestalten.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen den nötigen Mut und die Kraft dazu.

    ♥️ Glückwunsch zum Geburtstag auch von meiner Seite und ein GROSSES Dankeschön an die Helfer über die vielen Jahre, die ein so langes Leben dieser Forum-Perle erst möglich machen. Denn wahrlich, 19 Jahre Internetpräsenz steht für ein langes Leben und dabei gleichwohl bunt zu bleiben und nicht aus der Zeit zu fallen ist eine Kunst - DANKE👍

    … wann beginnt oder begann für euch emotionale Erpressung & Manipulation in der Beziehung?

    Wenn du Dinge tust oder akzeptierst die du nicht möchtest und/oder dich klein machen.

    Wir sind uns wohl alle mehr oder weniger einig, dass im späteren Verlauf kaum noch Liebe vorhanden ist, sondern sich eher ein dekonstruktives Muster eingeschlichen hat, dass jeden auf seiner Position hält.

    Nein, da bin ich nicht bei dir. Liebe kann sich immer wieder erneuern und wandeln, sie muss nicht schwinden …

    Doch wie beginnt das? Sowas schleicht sich doch langsam ein, wie kann man das erkennen? Vor allem auch um in Zukunft gewappnet zu sein?

    Das Ende einer Beziehung naht, wenn sie mehr Kraft nimmt als sie gibt.

    Hallo ihr Lieben,

    bislang ist es ruhig bei uns. Er umsorgt mich und schaut nach mir. Kein Alkohol. Von Hinauswerfen ist nicht mehr die Rede. Ich werde ihm noch eine Chance geben (vielleicht dumm, aber ich kann nicht anders).

    Darf ich trotzdem bei euch bleiben?

    Liebe Grüße, Zoezoe

    Hallo liebe Zoezoe, nochmals ich …

    Nun, deine Überschrift - Zoezoe, Verzweifelt und am Ende der Träume - solltest du nach deiner letzten Message eher in Zoezoe träumt wandeln. Und das darfst du natürlich undIch würde dir wünschen, dass deine Träume nicht bevor du mindestens physisch wieder heil bist, brutal, wie du selbst, wieder zusammen geschlagen werden. Allein der Glaube dazu fehlt mir.

    Auf alle Fälle konnte mit den vielen Reaktionen aus dem Forum dir ein für allemal widerlegt werden, dass du das Allerletzte bist. Wärst du es nicht Wert und nicht wichtig, hättest du nie diese Menge an Zuschriften! Darum wache auf, erkenne deinen Wert und achte auf dich!