Beiträge von Stern

    In der Suchtberatung und beim HA wurde man absolut nicht verurteilt sogar im Gegenteil sehr verständnisvoll

    Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

    Wir haben hier direkt um die Ecke ein ganz neue Klinik für sucht da habe ich wohl die besten Chancen .

    Werde aber noch im die Sprechstunden in anderen Kliniken gehen.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück, dass es recht bald einen Platz für dich gibt.

    Bis dahin kannst du hier schon viel im Erfahrungsschatz derjenigen lesen, die schon nüchtern geworden sind und das auch schon ganz schön lange sehr zufrieden.

    Herzlichen Glückwunsch zu 40 nüchternen Tagen. 🌹

    Schön, dass du so viel Schönes für dich entdeckst.
    Ich finde ja auch, dass es wirklich erschreckend ist, was ich mir und meinem Körper mit dem jahrelangen Saufen angetan habe. Vor allem, wenn das mal so geballt abgerufen wird. Um so schöner ist es doch, nach vorne zu schauen….schauen, was jetzt alles geht und was noch möglich ist.

    Danke Sare , dass du deine Gedanken hier teilst.

    Mir hat dein Bericht die Tränen in die Augen getrieben. Nicht nur, weil das so traurig und schlimm ist, was du erleben musstest, sondern auch, weil es die Realität in ganz vielen Familien widerspiegelt.

    Und ich wünsche mir auch, dass all die, die noch Zweifel haben, ob sie ihrem Kind eine solche Kindheit zumuten können oder wollen, deine Zeilen lesen ….und verstehen.

    Die ‚traurigen Geschichten‘ sind ja meistens so traurig, weil der Alkoholiker keine Krankheitseinsicht hat und nicht ernsthaft für sich mit dem Alkohol aufhören will. Dann nützt auch alle Liebe vom Partner nichts.

    Nur der Alkoholiker selbst kann die Entscheidung treffen, wie sein Leben weitergeht. Nüchtern werden oder weitertrinken.
    Will er weitertrinken, treffen auch die Angehörigen für sich ihre Entscheidung: Auf sich gucken, damit sie nicht mit in die Suchtspirale gezogen werden oder mit untergehen.
    Die Alkoholsucht ist eine Familienkrankheit, sie zieht, wenn sie nicht durch den Süchtigen selbst zum Stillstand gebracht wird, alle um ihn herum mit nach unten.

    Hallo a.sunn,

    schön, dass du uns gefunden hast.
    Ich selbst konnte mit dieser Online-Selbsthilfegruppe nüchtern werden und auch bleiben.

    Du machst das vollkommen richtig. Dein erster Weg führt dich morgen zum Hausarzt. Das war auch für mich ganz problematisch. Viel zu sehr habe ich mich geschämt. Aber das war völlig unnötig. Ich wurde so gut beraten und unterstützt, dass mir ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen ist und mir so der Weg in mein nüchternes Leben geebnet wurde.

    Kalter Entzug geht diesmal nicht da ich nicht mal ein Wasserglas halten kann.

    Vielleicht habt ihr ja ein Tipp.

    Ein kalter Entzug ist gefährlich. Aber das weißt du ja selbst.
    So wie dir auch schon geraten wurde, ist der bessere Weg: Bis zur Entgiftung moderat weitertrinken.
    So bist du auf der sicheren Seite und gehst keine unnötigen Risiken ein.

    Als Betroffenen meinte ich den Alkoholabhängigen. Wenn er sich von allen fernhalten muss, dann wird es einsam für ihn und natürlich wäre ich dann gewissermaßen auch betroffen und einige andere aus dem Umfeld auch.

    Was dein Ex-Mann, nun guter Freund, nach seinem Klinikaufenthalt macht, kannst du nicht beeinflussen. Entweder hat er eine Krankheitseinsicht und will sich zu einem nüchternen Leben verhelfen lassen oder er säuft weiter. Und das alles völlig unabhängig von dir.

    Nichts wird einsam. Ich bin Alkoholiker und überhaupt nicht einsam. Von irgendwas fernbleiben, ist meine eigene Entscheidung…für mich …für mein nüchternes Leben.

    Du kannst die Zeit jetzt nutzen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. Denn da kannst du was tun.
    Dein Ex-Mann ist jetzt gut versorgt und alles, was noch kommen wird, bestimmt ganz alleine er.

    Konntest du schon hier ein wenig in den Erfahrungen der anderer Angehörigen lesen. Da findest du ganz viele Anregungen, die vielleicht auch dir helfen können, deine Situation klarer sehen zu können.

    4 Wochen sind eine lange Zeit.

    4 Wochen sind 4 Wochen, in denen du dich hier schon mal ganz anonym austauschen kannst. Dazu musst du gar nicht bis ins letzte Detail gehen. Die Berichte hier sind alle zwar einzigartig, dennoch ähneln so einander so sehr, dass ein Erkennen praktisch unmöglich ist, wenn du keine Orte oder Namen verwendest.

    Betroffene sollen sich ja von Triggern schützen, gilt das auch für Angehörige oder Freunde/Kollegen, die mit ihm getrunken haben? Also kein Kontakt mehr?

    Meinst du jetzt dich mit ‚Betroffene‘?

    Ich danke dir für deinen Beitrag, Lanananana

    ich schaffe das nicht, es ist so schwer, so unmöglich etcpp


    Ich habe jahrelang in diesen Sätzen festgehangen. In der Abhängigkeit. In der Alkoholabhängigkeit..

    Ich schaffe das nicht. Weil es doch nur ganz Wenige schaffen und davon auch noch auch die Meisten wieder rückfällig werden.
    Das hat sich so in meinen Kopf eingebrannt, dass ich es glaubt habe …. und aufgegeben habe.

    ich schaffe das? Und es wird ab jetzt besser?!

    Erst, als ich sagen konnte: „Ich schaffe das. Und es wird ab jetzt besser“ habe ich es geschafft, mich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Ohne Fragezeichen. Ohne Zweifel. Ab …nach vorne. Es kann doch nur besser werden.

    Nun ist das sicher noch etwas anderes, sich von einem Partner zu befreien. Aber letztendlich muss der erste Schritt doch immer sein: Erkennen, dass hier gewaltig was schief läuft, einsehen, dass nur für sich selbst gedacht und gehandelt werden kann und loslaufen.

    Irish Coffee

    Irish Coffe verbinde ich direkt mit Alkohol und obwohl ich den nie getrunken habe, würde ich so ein Bonbon nicht essen wollen.

    Elly Waren die verschiedenen Sorten in einer Tüte oder hattest du mehrere Tüten mit je einer Sorte?

    Dann gilt die alte Regel: "Alles was schmeckt wie Alkohol, riecht wie Alkohol und aussieht wie Alkohol ist tabu."

    Das ist einer meiner wichtigsten Regeln geworden.

    Neulich gabs dort keinen Cranberry, nur Holundersaft. Den habe ich genau ein einziges Mal in meine Schorle gemischt, den Rest muss ich verschenken. Denn ich hatte nicht bedacht, dass ich heißen Holundersaft bis vir einem Jahr immer mit Glühwein gemischt habe bzw. Umgekehrt, weil mir das eine ohne das andere nicht schmeckte. Da kam direkt ein Unwohlsein bei mir auf, so wie (immer noch) in Supermarktecken voller Alkregale: weg da, nix für mich ...

    Das finde ich interessant .
    Hier hatte auch mal jemand geschrieben, dass er keinen O-Saft mehr trinken kann, weil der früher immer mit Alkohol gemischt wurde.

    Hallo Jacquy,

    herzlichen willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    Hallo A-x-e-l,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Du bist ja ganz schön lange nüchtern gewesen. Jetzt gerät dein nüchternes Haus ins Wanken.
    Du schreibst, dass du als ‚aktiver Alkoholiker’ nie Whisky getrunken hast, jetzt aber den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf bekommst.
    Was bei dir diese Gedanken auslöst, kann ich dir natürlich nicht beantworten.
    Was ich aber weiß, ist, dass ein Alkoholiker immer ein Alkoholiker bleibt. Die Alkoholsucht geht zwar mit absoluter Abstinenz zu stoppen, aber sie ist ja nicht heilbar.

    Siehst du dich noch immer als Alkoholiker?

    Was genau erwartet du von uns?
    Ich fürchte, Meinungen zu deinen Whiskygedanken werden dir bei gar nix weiterhelfen.

    Siehst du deine Nüchternheit in Gefahr?
    2 Dosen mit Alkohol ist ja nix, was man mit einem ‚Ausrutscher‘ klein reden kann. Das ist ein Rückfall …und der hat Gründe.

    Das ist sogar eine riesengroße Sache ….für dich. Ganz klar.
    Und es ist gut, dass du dich so auch für dich mit deiner Alkoholsucht identifizieren kannst.

    Klar formulieren, dass ich keinen Alkohol trinke, auch nicht im Essen haben will, hilft ja auch, dass mir nix mehr angeboten wird.
    Und ich bin sicher, dass es für die meisten überhaupt gar keine große Sache ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den meisten Menschen völlig wurscht ist, was ich trinke. Und auch, was ich esse.

    Hallo

    herzlich willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    Ich trage die Verantwortung für meine Abstinenz.

    Das finde ich einen ganz wichtigen Satz. Und genau so habe ich das für mich verinnerlicht.


    Ich bin auch der Meinung, dass Wissen auch belasten kann.
    Wenn ich Dinge erfahre, die ich gar nicht wissen will oder von denen ich auch gar nix verstehe, ist dieses Wissen für mich belastend….auch, weil ich sowieso nix tun kann.

    Wie soll ein Nichtsüchtiger verstehen können und vor allem, was sollte er denn machen können, wenn ein Süchtiger nicht mit seiner Sucht zurechtkommt? Das Nüchternwerden und -bleiben ist ja fester Bestandteil der Sucht…..also, meine alleinige Verantwortung.

    Das Nüchternwerden funktionierte erst, als ich mich hier angemeldet habe und hier meine Ansprechpartner gefunden habe. Niemand aus meinem Umfeld hätte mir dabei helfen können.
    Und genau so funktioniert bei mir auch das Nüchternbleiben. Meinen nüchternen Weg gehe ich im Alltag mit Familie, Freunden und ein Stück weit auch mit Kollegen, mein Fundament dafür habe ich mir mit Hilfe dieser SHG geschaffen und mit ihr gelingt es mir auch, diesen (meinen) Weg zu gehen. Weil hier jeder eine weiß, wovon ich rede. Und weil ich hier auch das hilfreichere Feedback bekomme, wenn ich z. B. schreibe, dass ich auf einen Weihnachtsmarkt gehen möchte oder Bedenken habe, ob im Dessert Eierlikör verarbeitet worden sein könnte.

    Ich habe mich vor lauter Masketragen verloren.

    Das kenne ich auch.
    Ich habe jahrelang eine Maske getragen, alle um mich herum belogen und getäuscht. Das war so fest in mir drin, dass es mich gar nicht mehr gab. Ich habe gar nicht mehr nachdenken müssen, wie ich was vertusche, um meine Alkoholabhängigkeit zu verheimlichen. Das ging alles irgendwann von ganz alleine.
    Nur mich gab es irgendwann nicht mehr.

    Ich habe mich aber wiedergefunden. Das ist auch nicht immer einfach auszuhalten 🤪. Aber es ist ehrlich und das bin ich. Inzwischen mag ich mich ganz gerne und möchte auch gar nicht anders sein. Ich muss auch überhaupt nicht jedem gefallen und es muss auch nicht jeder mit mir auskommen. Ich habe nix mehr zu verbergen, ich darf mich zeigen.


    Nüchtern ist alles möglich. Und noch viel mehr, was ich längst vergessen hatte oder für mich komplett ausgeschlossen hatte. Nüchtern ist Leben möglich. Und kein Leben gleicht dem anderen. Wäre ja auch fürchterlich langweilig, wenn wir alle gleich wären.

    Und was für mich normal ist, bestimme ich. Andere können gern ein anderes ‚normal‘ haben. Aber niemand hat das Recht, an meinem ‚normal‘ zu rütteln. Ich lasse ja auch jedem sein ,normal‘.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vieles auch nur in meinen Gedanken anders war. Ich meine, die anderen denken gar nicht immer, was ich denke, was sie denken könnten. Für die meisten ist auch ein ‚nein‘ völlig in Ordnung. Und wenn ich keine Zeit habe, habe ich keine Zeit. Andere haben auch nicht immer Zeit.

    Es ist so toll, sich nicht mehr anpassen zu müssen.
    Schritt für Schritt, immer einen nach dem anderen.

    Es ist anstrengend, nicht mit der Allgemeinheit mitzutrinken, sondern ggf. eine Sonderrolle einzunehmen.

    Warum findest du das anstrengend?
    Empfindest du dich wirklich in einer Sonderrolle?

    Und wenn ich den von mir verhassten Begriff verwenden würde, wüsste jeder sofort, dass ich besser nichts trinke und würde mich dabei eher unterstützen anstatt mir zuzusetzen, dass ich wenigstens mit anstossen soll.

    Glaubst du wirklich, dass dich jeder, der weiß, dass du Alkoholiker bist, auch tatsächlich unterstützen wird?
    Die Welt um mich herum wird nicht trockener, nur, weil ich keinen Alkohol mehr trinke. Das ist mal Fakt.

    Natürlich kann es auch helfen, wenn möglichst viele Bescheid wissen, aber das auch sehr schnell nach Hinten losgehen.
    Ich sage einfach: Danke, für mich bitte ein Wasser. Das hinterfragt niemand. Und wenn doch, sage ich, dass ich keinen Alkohol trinke. Da ist nix bei gelogen und es ist auch keine Ausrede.

    Ich verlasse mich auf meinem nüchternen Weg nur auf mich. Unterstützung von Außen erwarten, finde ich nicht richtig. Ich kann doch nicht von anderen erwarten, dass sie ihr Leben meinem anpassen.
    Ich bin für mich verantwortlich. Und ich bin für mein nüchternes Leben verantwortlich. Das ist meine Verantwortung, die ich niemandem auferlegen kann und auch nicht will.