Warst du am Freitag noch beim Arzt?
Du hast viele schöne Wünsche für dich.
Meine Frage, was du für dich willst, zielte darauf ab, ob du eine lebenslange Abstinenz anstrebst.
Warst du am Freitag noch beim Arzt?
Du hast viele schöne Wünsche für dich.
Meine Frage, was du für dich willst, zielte darauf ab, ob du eine lebenslange Abstinenz anstrebst.
Weiter oben wurde dir ein Beitrag zum kalten Entzug verlinkt.
Lies ihn dir bitte durch.
Schreibe hier bitte nichts davon, wie es dir gerade im kalten Entzig geht.
Wir unterstützen das nicht.
Um dich nicht unnötig in Gefahr begeben, kannst du heute noch einmal zu deinem Arzt gehen. Er wird dich beim Entzug begleiten.
Hallo Reboot,
dein Leidensweg geh ja nun schon ein paar Jahre. Ist dir da mal der Gedanke gekommen, dass du Alkoholiker geworden sein könntest?
Vieles von dem, was du geschrieben hast, kenne ich auch von mir….dieses Heimliche, das Verlogene, das Schämen….die fürchterlichen Schuldgefühle.
Ich will nicht so sein. Ich möchte für meine Frau und meine Kinder da sein!
Wie möchtest du denn sein? Ich meine: Wie möchtest du für dich sein?
Aber will ja eigentlich schon auch diese herbe holzige Note mitbekommen...
Was genau meinst du mit einer herben holzigen Note?
Letztens habe ich ne Bollo gemacht, ohne Wein ist das aber nicht so lecker... ist halt anders.
Hast du schon mal so eine Bolognese gemacht wie sie in Bologna gekocht wird? Für uns natürlich ohne Wein.
Bauchspeckwürfel und fein gewürfeltes Suppengemüse in ordentlich Butter richtig schön lange anschmoren….dann separat angebratenes Hackfleisch (ich nehme nur Rind) dazu und später die übrigen Zutaten dazu und das ganze so 5 bis 6 Stunden (je länger, desto besser) auf ganz kleiner ‚Flamme‘ vor sich hinköcheln lassen.
Eine gute Bolognese braucht keinen Wein….die braucht Zeit.. richtig viel Zeit und mindestens einen 7-Liter-Topf.
Glaube mir, du wirst nicht einen Fingerhut Wein darin vermissen. 😀
Schön, dass es dir so gut geht.
Kannst du deine Leerzeiten denn inzwischen füllen? Und wenn ja, wie hast du das geschafft?
Wenn es dich runterzieht, bei den Angehörigen zu lesen, dann lese da nicht. Es hat schon seinen Grund, dass das Forum in verschiedene Bereiche gegliedert ist. ![]()
Ich finde, bei den Alkoholikern gibt es ja auch genug zu lesen.
Herzlichen Glückwunsch zu 6 nüchternen Monaten 💐
Das liest sich so zufrieden. 🤩 Ich mag solche Berichte….zeigen sie doch, wie sehr es sich lohnt, mit dem Saufen aufzuhören.
Super finde ich, dass dir deine Einzelgespräche so viel bringen.
Ich freue mich, dass es dir wieder besser geht und dass du aus den letzen Tagen so wertvolle Erkenntnisse für dich mitnehmen kannst.
Der nüchterne Weg ist nun mal ein Weg. Niemand schmeißt die letzte Flasche weg, dreht sich 2x im Kreis und hat ein zufriedenes nüchternes Leben.
Es ist ein Weg….da liegen schon mal Kieselsteinchen und manchmal auch mal ziemlich große Brocken.
Wichtig ist für mich, dass ich ganz genau weiß, was ich nie wieder will. Das macht mich dankbar für das, was ich habe….mein nüchternes Leben.
Und wenn da Steine auf meinem Weg liegen, muss ich da nicht barfuß langgehen und wenn der Stein zu groß ist, um ihn wegzukicken, laufe ich drum rum.
Ich finde es so klasse, dass du hier davon geschrieben hast. Das hilft auch mir, daran erinnert zu werden, dass auch mein Weg nicht immer nur ostseestrandweich sein muss.
Ich wünsche dir, dass du heute dann noch etwas verspätet dein halbjähriges Nüchtern-Jubiläum genießen kannst. 💐
Ich glaube, ich weiß, was du meinst.
Ich habe auch mit Alkohol meine Gefühle betäubt…hat auch super funktioniert. Nur habe ich den Absprung verpasst und bin süchtig geworden.
Letztendlich wohl weniger, weil ich Gefühle betäuben wollte und mich da bewusst abgeschossen habe, sondern vielmehr, weil ich einfach zu viel und regelmäßig Alkohol in mich reingeschüttet habe.
Ich musste auch noch immer weiter saufen, als die Welt schon lange wieder in Ordnung war. Weil ich Alkoholiker geworden bin.
Da war gar nix mehr schön am Betäuben. Es war für mich die Hölle, ganz ganz schrecklich.
Ich will nie wieder Alkohol trinken, nicht freiwillig und schon gar nicht, weil ich es muss…. weil das erste Glas Alkohol meinen Untergang zur Folge hätte.
Vielleicht helfen dir meine Gedanken, den Alkohol nicht als den ‚Seelentröster‘ zu sehen. Das ist er nicht mehr seit wir alkoholabhängig geworden sind.
Wir werden immer alkoholabhängig bleiben und das Stoppen der Sucht geht nur mit absoluter Abstinenz.
Egal, was war ….das Leben geht nur nüchtern.
Gründe zu suchen, warum ich in die Sucht gerutscht bin, habe ich schnell aufgegeben. Das ganze Leben hat nicht mehr gepasst und weshalb, wieso, warum das so war, ist heute unwichtig.
Heute zählt nur, dass ich nüchtern bin und dass ich weiß, dass es für mich keinen Alkohol mehr gibt.
Heute ist Alkohol keine Option mehr für mich.
Weil ich nie wieder in dieser Suchtspirale gefangen sein will.
Ja, manchmal muss man Gefühle auch einfach aushalten.
Sie gehören doch zu uns, sie machen uns lebendig. Wenn wir fühlen, leben wir. Und ist das Leben nicht Grund genug, es nüchtern zu leben?
Ich habe (wieder) angefangen zu malen, andere joggen oder buddeln in ihrem Garten.
Ich bin sicher, dass es auch für dich etwas gibt, wobei sich trübe Gedanken und Gefühle nach hinten schieben. Alkohol kann das nicht mehr sein.
Hallo Rennschnecke,
wie geht es dir heute?
Ich habe mir nochmal Gedanken darüber gemacht, warum bei manchen immer mal wieder so ein ‚Verzichtsgedanke‘ aufkommt.
Ich kenne das bei mir nämlich (bisher) überhaupt nicht. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich nicht mehr saufen muss.
Bei mir war Alkohol nie mit Genuss verbunden und ich denke, dass jeder Alkoholiker zumindest in seiner letzter Saufzeit nicht (mehr) mit Genuss Alkohol getrunken hat.
Ging es letztendlich nicht nur noch darum, die Sucht zu befriedigen?
Und wäre ein einziges Glas Alkohol jetzt nicht nur dazu da, die Sucht wieder zu befriedigen? Sie zu füttern….ihr wieder die Macht über das Leben zu geben?
Du hast dir dein Leben zurück geholt. Pass gut darauf auf… es gibt kein neues.
Herzlichen Glückwunsch zu einem halben nüchternen Jahr.
Dass du noch nicht im zufriedenen nüchternen Leben angekommen bist, ist nicht ungewöhnlich. Jeder Mensch ist anders und so ist auch jeder Weg anders. Äußerlich vielleicht ähnlich, aber innerlich hat ja doch jeder sein Eigenes.
Ich finde es gut und ganz wichtig für dich, dass du so mutig von von deinen Gedanken und Ängsten schreiben kannst.
Wenn der nüchterne Weg für jeden immer nur einfach wäre, wäre die Rückfallquote nicht so hoch.
Die Sucht hat da schon ihre Tricks, dem Alkohol gedanklich wieder die völlig falsche Beachtung zu widmen.
Du verpasst nichts, wenn du nüchtern bleibst, aber du verlierst so viel, wenn du es nicht mehr bist.
Kein einziger Schluck dieser Welt ist es wert, dein nüchternes Leben wegzuwerfen.
Für uns Alkoholiker wird es nie wieder dieses eine Glas Wein geben, was Entspannung verspricht… weil das der Einstieg in den Abgrund ist.
Die Alkoholsucht ist eine chronische Erkrankung, sie geht nie wieder weg. Aber solange du abstinent bist, stoppst du sie.
Ich finde dieses Bild von der Abwärtsspirale sehr passend und ich bin so dankbar, dass ich daraus einen Weg gefunden habe. Und das war wirklich sehr sehr schwer, Du hast ihn auch gefunden. Riskiere nicht, dass du es nicht noch einmal schaffst.
Du schreibst von Suchtverlagerung….auf Süßes. Mich beschäftigt genau die gleiche Suchtverlagerung bei mir.
Aber die Alkoholsucht zu stoppen, hat bei mir oberste Priorität.
Das wünsche ich dir auch.
Ich wünsche dir, dass es dir morgen besser gehst und du stolz auf dein halbes nüchterne Jahr blicken kannst.
Du bist zwar schon sehr lange hier im Forum, aber du warst auch lange weg und inzwischen haben sich auch einige Forumsregeln geändert.
Schreibe bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.
Wohin geht es denn in den Urlaub? Ich meine: Ferienwohnung oder all inclusive?
Ich habe deine letzten Beiträge in den offenen Bereich verschoben. Da kann dann der weitere Austausch stattfinden.
Du hast ja geschrieben, dass du deine Krankheit irgendwann aus den Augen verloren hast.
Pass gut auf, dass das in deinem Urlaub nicht wieder passiert.
Ich wünsche dir einen guten Austausch.
Hallo Quantensprung,
Herzlich Willkommen zurück.
8 nüchterne Jahre hattest du schon. Respekt.
Du schreibst, dir fehlte die trockene Einstellung. Was ist denn für dich eine trockene Einstellung?
Nun bin ich gerade im Entzug auf Station, da ich wieder ein trockenes Leben herbeisehne.
Super. 👍
So beginnst du dein neues nüchternes Leben schön sicher.
Seit wann trinkst du denn jetzt nicht mehr und wie geht es nach der Entgiftung für dich weiter?
Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. 💐
Schön, dass du deinen so besonderen Tag nüchtern genießen konntest.
Kritische Situationen sind nach wie vor Tage, an denen ich aufgrund Stress und anderer negativer Emotionen nicht zur Ruhe komme. Es fällt mir sehr schwer, nicht an Alkohol zu denken, wenn die Anspannung unerträglich ist und ich keinen Weg zum Runterkommen finde.
Warum sind das kritische Situationen?
Warum denkst du, dass Alkohol da irgendetwas erträglicher machen könnte?
Ich bin überzeugt davon, dass Alkohol überhaupt gar nix erträglicher macht. Im Gegenteil: Ich wäre ganz schnell wieder drin der Sucht….in diesem immer wieder saufen müssen.
Könnte ein ausgiebiges Schaumbad dich runterbringen? Oder ein Spaziergang (ohne Geld in der Tasche)?
Mir reicht es manchmal schon, dass ich mir bewusst mache, was ich nüchtern alles gewinnen konnte. Und das konnte ich nur gewinnen, weil ich nüchtern bin ….saufe ich wieder, ist das alles auch wieder weg.
Hallo nordstern82,
Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Du bist jetzt für die offenen Bereich freigeschaltet und kannst nun überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.
Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Aber ich lasse mir damit auch die Möglichkeit des Scheiterns offen und damit wieder eine kleine Hintertür und keiner kann was sagen wenn ich scheitere, weil ich es ja offen gelassen habe. Irgendwie doch "die Macht der Worte".....
Hmmmm 🤔
Solche Gedanken hatte ich nie.
‚Hintertür schließen‘ …das war meine erste Lektion.
Wenn ich leben will, kann es kein ‚zurück‘ geben. Und ich will leben….nicht irgendwo vor mich hinvegetieren.
Es gibt keinen einzigen Grund, diese Hintertür nicht ganz fest zu verriegeln. Sie ist ja aus Glas, ich schaue da auch immer mal wieder durch. Weil es ganz wichtig ist, dass ich nie ‚vergesse’, dass ich Alkoholiker bin ….und das auch bis zum letzten Atemzug bleibe.
Und ich weiß, dass ich ganz schön viele Schlüssel bräuchte, um diese Hintertür wieder aufzubekommen. Die will ich aber gar nicht finden.
Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen fünf nüchternen Wochen. 💐
Endlich hadere ich nicht mehr mit der Nüchternheit und mein Leben fühlt sich nach einem guten Leben an.
Das klingt super. 👍🏻
Im Moment bin ich zuversichtlich, dass dies auch so bleiben wird.
Warum schreibst du ,im Moment‘?
Ich bin zuversichtlich, dass dies auch so bleiben wird…..klingt doch viel schöner.
Ich werde alles dafür tun (und natürlich auch nicht tun), dass das auch immer so bleiben wird…..so formuliere ich das für mich.
Schön, dass du im Alltag ankommst.
Mein herzliches Beileid.
Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.
Mir ging es darum, ob es mir damals was geholfen hätte oder nicht wenn jemand mich angesprochen hätte oder ob es das Gegenteil bewirkt hätte.
Was könntest du mit einer Antwort für dich anfangen?
Jede Antwort wäre doch nur ein ‚vielleicht‘…eine Vermutung.
Ich würde mich vermutlich ‚ertappt‘ fühlen und komplett dicht machen.
Ich glaube auch nicht, dass es mir bei irgendetwas helfen würde, würde mich bei der Arbeit jemand ansprechen…. nicht, als ich noch gesoffen habe und jetzt schon mal gar nicht.
Auch heute, seit 3 Jahren nüchtern, würde ich von keinem flüchtigen Kollegen darauf angesprochen werden wollen.
Ich persönlich würde aufgrund einer Vermutung niemandem ansprechen. Wenn ich vermuten würde, er sei trockener Alkoholiker schon mal gar nicht. Wozu?
Geht jemand ganz offen mit seiner Sucht um, mag das vielleicht anders sein.
Vermutungen lasse ich Vermutungen sein.
Und das kostet übrigens uns alle, da der Staat dann Unterhaltsvorschuss zahlt, aber es nicht auf die Reihe bekommt, sich das Geld von den Vätern wiederzuholen.
Aha ….. und worauf begründet sich deine Weisheit hinter dem ,aber‘?
Ich finde eine solche Aussage ziemlich gewagt und ich finde auch, dass sie in diesem Forum nicht wirklich was suchen hat.