Lolli - Coabhängig traurig und voller Hoffnung

  • Du hast ja mit Sicherheit auch, ich weiß gar nicht wie ich das jetzt sagen soll, ich sag mal“ Scherben“ hinterlassen

    ja, in der nassen Zeit, aber das ist nichts für den offenen Bereich.

    Siehst du das nach 17 Jahren anders dein Verhalten?

    Unbenommen zum nassen Zustand ist das so. Jedoch kenne ich keinen, ob süchtig oder nicht süchtig, der ein Verhalten aus heutiger Sicht nicht auch anders sieht.

    Ich bereinigte nach dem Saufen einiges, was machbar war und machte einen Schlussstrich darunter. Darüber heut nachzudenken hilft mir oder anderen nicht. Aber mein Leben bestand ja nicht nur aus der Sucht. Das Leben wurde erst ab der Sucht davon bestimmt.

    Ist das wirklich so das man absichtlich manipuliert wird? Ich meine hat mein Mann das wirklich mit Vorsatz gemacht und nicht verstanden was ist mit mir tut?

    Mal vorweg. Es gibt keine Beziehung, ob gesund oder krank, die ohne Manipulation abläuft. Meistens fängt es so an" Schatz könntest du das mal für mich machen" :)

    Nun schleicht sich die Sucht bei einem Alkoholiker wie bei einem CO ein und es ist schwerlich zu sagen, was steuert die Sucht, was ist eine normale "Manipulation". Ist nur eindeutig alles was zu Saufen dient, ist Sucht gesteuert

    Ich lese auch immer wieder - Mein Mann/ Partner hat von Anfang an getrunken, aber es wurde mehr. Da liegt dann der Verdacht nahe, dass der CO schon seine CO Anteile in die Beziehung mitbrachte und damit schon anfällig für bewusste Manipulation war.

    Ich war 30 Jahre mit einem Menschen zusammen, der nun etwas ist, was ich nie gesehen habe. Das ist wie in so einem Psychothriller, wo plötzlich der Film eine Wendung nimmt.

    Es waren doch auch gute und schöne Zeiten dabei. Oder? Höchstens es wird bewusst nach irgendeine Begründung für die heutige Trennung gesucht. Damit man sein Gewissen beruhigen kann, warum die Trennung erfolgt.

    Ich würde nicht die komplette Beziehung infrage stellen, sondern mich dem heute und jetzt schauen, was ich aus meinem Leben mache. Worauf ich in Zukunft aufpassen müsste, um nicht wieder in die CO Falle zu laufen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Es waren doch auch gute und schöne Zeiten dabei. Oder? Höchstens es wird bewusst nach irgendeine Begründung für die heutige Trennung gesucht. Damit man sein Gewissen beruhigen kann, warum die Trennung erfolgt.

    Nein, um Gottes willen. Das ist ja das Problem was ich habe. Wir hatten eine schöne Partnerschaft. Das sieht er genauso. Wir hatten sogar vor fünf Jahren unsere Ehe noch Mals gefestigt mit einer kleinen Feier nachdem bekannt werden seine Alkoholsucht und seine Bemühungen und versprechen diese zu bekämpfen, für sich und für die Familie.

    Wir waren immer ein sehr gutes Team. Das sagen auch die Kinder deshalb geht es den Kindern ja auch recht gut. Sie hatten immer Stabilität und eigentlich ein gutes Umfeld.
    Schlimm wurde es dann glaube ich als mein Mann merkte er kann die Sucht nicht bekämpfen und wollte es mit allen Mitteln vor uns verbergen dass wir nicht leiden. Ich habe es als Lügen und betrügen aufgefasst und ihm mit einigen Szenen das Leben schwer gemacht, ihm vorwürfe gemacht und wahrscheinlich den letzten Selbstwert genommen. Aus beiden Sichten verständlich. in meinen Augen betrogen zu werden, hat jedes Vertrauen zerstört, in seinen Augen kontrolliert zu werden ebenso

  • Ach ja, und die Scheidung möchte er unbedingt nicht ich. Er möchte mich nie mehr sehen, auch nicht mehr in dieses Haus. Er will ein neues Leben in einer Ferienwohnung beginnen ohne jeglichen Kontakt. Und auch nichts regeln. Das ist jetzt gerade mein Problem

  • Mein großer Wunsch wäre es gewesen gemeinsam diesen Weg zu gehen. Heißt wenn er sich trennen möchte und die Scheidung will, kann ich das akzeptieren und wir regeln das gemeinsam. Ebenso in ferner Zukunft wenn es irgendwie klappt Gespräche um das was war aufzuarbeiten. Dadurch, dass er mich aus der sucht Klinik komplett raus gehalten hat, hatte ich nicht die Chance diese Angehörigen Gespräche und Aufklärungen zu führen. Das fand ich nicht gut da ich für mich da bestimmt auch viele Erfahrungen mit raus ziehen könnte. Das tut mir weh, dass er mir das verwehrt hat. Aber es geht ja um ihn und das war seine Entscheidung.

  • Leider gibt es auch zigtausende Väter, die nicht für ihre Kinder zahlen und keine Alkoholiker sind.

    Jupp, die gibt es... Spreche aus Erfahrung... Habe dann darauf verzichtet... Mittlerweile frage ich mich, ob ich eigentlich doof war. Hängt aber auch damit zusammen, dass ich ja soooo stark bin und Alles alleine kann (Ironie off). Zähle ich mit zu meinen Co- Anteilen...

  • Jupp, die gibt es... Spreche aus Erfahrung... Habe dann darauf verzichtet... Mittlerweile frage ich mich, ob ich eigentlich doof war. Hängt aber auch damit zusammen, dass ich ja soooo stark bin und Alles alleine kann (Ironie off). Zähle ich mit zu meinen Co- Anteilen...

    Warum machst du das?? Das ist doch Geld, das deinen Kindern zusteht. Und wenn du es für später für sie anlegst, wenn du meinst, du bringst sie jetzt auch so durch.

  • Das ist eine gute Frage. Mein Sohn ist jetzt 18. Er kann und muss das jetzt selbst einklagen. Ich habe lange mit ihm darüber gesprochen und mich auch für meinen falschen Stolz bei ihm entschuldigt. Leider kann ich die Zeit nicht zurückdrehen. Und durch mein hartes aufwachen im Januar, komme ich ja jetzt erst dazu meine Themen anzuschauen. Leider....

    Aber ich gebe Dir zu 100% Recht.

    LG Momo

  • Oder mich. Der Alkoholiker ist und aber brav zahlt. :thumbup:

    Klar gibt es die auch!!


    Aber 33% der Väter zahlen nicht oder zu wenig.
    Und das kostet übrigens uns alle, da der Staat dann Unterhaltsvorschuss zahlt, aber es nicht auf die Reihe bekommt, sich das Geld von den Vätern wiederzuholen.

    (Es sind über 90% Alleinerziehende Frauen übrigens)

  • Und das kostet übrigens uns alle, da der Staat dann Unterhaltsvorschuss zahlt, aber es nicht auf die Reihe bekommt, sich das Geld von den Vätern wiederzuholen.

    Aha ….. und worauf begründet sich deine Weisheit hinter dem ,aber‘?

    Ich finde eine solche Aussage ziemlich gewagt und ich finde auch, dass sie in diesem Forum nicht wirklich was suchen hat.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ok, du hast trotzdem gefragt. Kannst du einfach googeln. Es ist sehr aufwändig für die Länder sich das Geld zurückzuholen und dauert oft mehrere Jahre. Die Quoten liegen be 20-26% je nach Bundesland, was sich zurück geholt wird.
    Beim Familienministerium steht dazu was zum Thema Unterhaltsvorschuss.


    Das Ganze ist nun mal ein riesiges Problem und macht es ja nun vielen Frauen mit Kindern noch schwerer sich zu trennen, weil sie eben trotz bestehender Ansprüche oft nicht das bekommen, was ihnen zusteht.

  • …. Oder es ist einfach Wahrnehmungssache, je nachdem aus welcher Perspektive ich es betrachte.

    Ich persönlich kenne auch Fälle, wo kein Kindes-Unterhalt gezahlt wird, das Jugendamt den Mindestsatz zahlt und der nicht zahlende Elternteil seine Ruhe genießt.

    Würde ich in der Behörde arbeiten, würde ich hingegen wohl die vielen Fälle sehen, bei denen das Geld eingetrieben wird.

    Fakt ist, dass es für die Mütter (oder auch Väter, kenne nämlich einen) echt finanziell anstrengend wird, wenn nicht der Kindesunterhalt nach Tabelle, sondern „nur“ der Mindestsatz vom Amt gezahlt wird.

    Klar ist es großartig, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt und die Mütter oder Väter dann überhaupt unterstützt werden.

    Aber es ist schon traurig, wenn man in der Lage ist, dass der Papa oder die Mutter des Kindes sich null beteiligt und eben -wenn auch nicht in allen Fällen- damit durch kommt.

    Wie gesagt: Je nachdem, was ich in meinem Umfeld erlebe, prägt natürlich auch mein Bild.

    LG Cadda

  • Es gibt auch Väter (und wohl auch Mütter), die vor allem schwarz und offiziell fast nicht mehr arbeiten, um auf diese Weise um den Unterhalt zu kommen. So war das bei meinem Vater. Er hat keinen Unterhalt gezahlt, weil er meiner Mutter nichts geben wollte, da sie den Kontakt des Kindes zu ihm unterminiert hat. Meine Mutter hat mir den fehlenden Unterhalt immer vorgeworfen. Ob das Amt eingesprungen ist, weiß ich nicht. Meine Mutter hat immer geklagt, dass ein Kind so viel kostet, obwohl sie sehr gut verdient hat. Im Studium hätte ich dann meine Mutter verklagen müssen, da sie nun ebenso nicht mehr bereit war, den mir zustehenden Unterhalt zu zahlen, mit dem Hinweis, dass mein Vater nun dran wäre. Ganz am Ende des Studiums in der Prüfungsphase hat mein Vater dann den Unterhalt übernommen.

    Im Bafögamt wurde mir damals gesagt, dass solche Fälle nicht selten seien und eine Klage Erfolg hätte, da meine Mutter den Unterhalt als sehr gute Verdienerin hätte zahlen müssen und ich deshalb kein BAfög kriegen konnte. Ich habe meine Mutter dennoch nicht verklagt, denn wer verklagt schon seine Eltern? Zum Glück hatte ich immer sehr sehr gut bezahlte Jobs in den Semesterferien. Mich erholen oder Reisen konnte ich damals allerdings nie.

  • Hallo zusammen

    bitte keine weiteren allgemeinen Diskussionen über Unterhaltspflichten. Jeder einzelne kann das für sich rechtlich prüfen lassen.

    Kommen wir zum Thema des Forums zurück.

    Danke.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Loli,

    Wie geht es Dir?

    LG Momo

    Hallo Momo.

    Im Großen und Ganzen geht es mir gut. Den Kindern geht es sehr gut. Ich habe mich abgegrenzt und arbeite an meiner Zukunft. Der Unterhalt wird nun bald eingeklagt. Ein Auto habe ich mir nun zugelegt. Mein Mann kam nach der suchtKlinik vor zwei Wochen zurück und ich weiß nicht wo er hingezogen ist. Nach wie vor kann ich ihn nicht erreichen. Seine Familie steht voll hinter ihm und gibt mir an allem die Schuld. Mein Mann möchte nie mehr zurück, kein Wort mehr mit mir sprechen und er sagt das einzige was ihm leid tut sind die Kinder. Ja, aber schützen tut er sie auch nicht….Im Gegenteil. Auf der Firmung war nicht, mein Sohn hat nur das Abitur da kommt nichts von ihm. Wenn er sich bei meinem Sohn meldet, dann geht es nur um ihn.Mein Sohn steht dadurch immer mehr unter Stress und langsam möchte er den Kontakt abbrechen..

    Tut mir leid, aber da bekomme ich einen Hass. Er betreibt ein falsches Spiel und versucht nun andere zu manipulieren unter anderem Menschen aus meinem Freundeskreis. Diese sprechen mich natürlich darauf an. Eine meiner besten Freundinnen hat er im Ort getroffen und versucht sich gut dazu stellen und mich schlecht zu machen.
    Sie hat versucht, nicht darauf einzugehen, aber ihr ging es relativ schlecht danach, da sie mit der ganzen Situation überfordert war, einem Menschen gegenüber zu stehen, der ganz anders ist, als sie ihn vorher kannte. Sie hat mir gesagt, er hat sofort Aggressionen in ihr ausgelöst und sie hat gemerkt egal was sie spricht es kommt nichts bei ihm an.

    Er hat ein überlegenes grinsen auf dem Gesicht und freut sich über sein neues Leben alleine ohne Verantwortung ohne Familie .

    Nach wie vor ist nichts geregelt außer das, was ich regel und das mache ich nur über meinen Anwalt, ansonsten hab ich mich von ihm abgegrenzt und überlasse ihm seinem Schicksal.
    Heute war ich bei einem befreundeten Steuerberater, er hat mich super beraten wie alles weitergehen kann. Und so habe ich das Gefühl, ich bekomme das ganze in den Griff.

  • Liebe Lolli,

    Das ist bestimmt schmerzhaft, aber gut wenn Du es schaffst Dichbimmer mehr abzugrenzen. Ein Leitsätze von mir ist immer: Das Verhalten von anderen Menschen sagt mehr über sie selbst aus, als über einen Anderen.

    Ich hoffe Du schaffst es nach vorne zu schauen und positiv in die Zukunft zu blicken.

    LG Momo

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