Beiträge von Stern

    Schön, dass du wieder hier sein möchtest.
    Es ist ja so, dass es nie aufhören wird….dieses ‚sich mit sich und seiner Sucht auseinanderzusetzen‘…..mal mehr …mal weniger.

    Warum bin ich wieder hier?

    Warum warst du nicht mehr hier?

    Keine Zeit? Fühltest du dich sicher?

    Am 1. Mai hätte ich mein 16. Trockenjahr feiern bzw. mit Freude abschließen können

    Herzlichen Glückwunsch zu 16 nüchternen Jahren. 💐

    Und noch Blümchen nachträglich zum Geburtstag 💐

    Ich wünsche dir alles Gute für das neue Lebens- und für das neue Trockenjahr.

    Ich kann dann nicht richtig reagieren und ziehe mich zurück. Schamgefühl kommt wieder hoch. Ich fragte mich dann; wievielt muss ich mir davon antun.


    Das, finde ich, ist eine sehr wichtige Frage, die du dir da stellst.

    Vielleicht hilft es dir, hier darüber nachzudenken.

    Ich habe nur versucht, den Fakt, dass ich Alkoholikerin bin, mit dem Holzhammer (mit dem vielen gedanklichen Beschäftigen hier) in mich hineinzuprügeln. Gründe fürs nicht trinken gesucht, aber nicht wirklich für mich aufgehört.


    Wow

    Respekt zu dieser Selbstreflektion.

    Dieses Mal habe ich aber für mich entschieden. Und es steht völlig außer Frage. dass ich mit Alkohol nicht umgehen kann. Ich kann nicht trinken.

    Nochmal ….wow.

    Durch die Akzeptanz und die Entscheidung sind im Moment die Hintertüren zu.

    Warum schreibst du ‚im Moment‘?

    Das ganze Sein fühlt sich dann nur sinnlos an, zumal, es auch noch fast durchgehend regnet, so dass ich nicht in die Berge kann, was mir immer sehr viel positive Energie bringt… jemand hatte hier vorhin geschrieben, dass ihr der Sport fehlt … das kann ich so gut nachvollziehen: Sport ist das beste Antidepressivum! Aber gerade schaffe ich auch das kaum…

    Wenn die Erkenntnis kommt, das die Kinder selbstständig werden, ihr eigenes Leben leben können und die Mama (oder den Papa) dazu nicht mehr täglich gebraucht wird, ist das wohl immer schwer für die Eltern.
    Aber spiegelt das nicht auch wieder, dass du deinen ‚Job Mama‘ gut gemacht hast?

    Ich bin mit 19 bei meinen Eltern ausgezogen…..Ich lebe selbstständig und konnte sie viele Jahre wegen der Entfernung nicht so regelmäßig besuchen …. und irgendwie brauche ich heute mit Mitte 50 meine Mama und meinen Papa noch immer. Auch, wenn ich ihnen das nicht jede Woche sage. 😉

    Vielleicht hilft dir Sport, vielleicht nutzt du ihn, um ‚die einsamen Gedanken‘ wegzuschieben…..vielleicht.
    Ich habe ‚mein Zufriedensein‘ in mir drin gefunden. ‚In mir drin‘ ist immer da. Bei jedem Wetter.

    Ich habe erkannt, dass ‚nichts tun‘ nicht bedeutet, nichts zu tun. Und ich kann Freude und Ruhe empfinden, wenn ich beispielsweise den Regentropfen zuschauen kann, wie sie an die Scheibe klopfen….und ich bin glücklich dabei, dass ich mir den Luxus erlauben kann, genau das zu tun.

    Ich wünsche dir, dass du aus deinem Loch schnell wieder rauskommst.
    Und ich wünsche dir, dass nicht 2 Wochen vergehen müssen, bis du hier schreiben kannst, dass es dir schlecht geht.

    Es ist gut, dass du beim Arzt warst.
    Ein kalter Entzug ist auch nach einem Rückfall sehr gefährlich.

    Es viel mir zB schwer, in der SHG vor Ort Freundschaften zu knüpfen und mich wirklich einzulassen und zu öffnen, hintergründig schwebte auch immer der Gedanke von mir, als "besserer" Alki. Ich war ja noch nicht ganz so weit unten, wie die Mehrheit dort.

    Warum willst du in der SHG vor Ort Freundschaften knüpfen?
    In erster Linie bist du doch für dich da ….damit du in deinem nüchternen Weg gefestigt werden kannst.
    Klar lernt man Leute kennen, im besten Fall ‚Gleichgesinnte‘ ….lose Bekanntschaften vielleicht. Wird daraus eine Freundschaft, ist das super, aber mit dieser Erwartung da hinzugehen, halte ich für falsch.

    Zum ,besseren Alki‘:

    Sucht macht keinen Unterschied.
    Ist der Schritt vom Missbrauch zur Sucht gemacht, sind alle Alkoholiker gleich. Manche mögen länger funktionieren als andere, Alkoholiker sind sie trotzdem (und ab da ein Leben lang) und die Suchtspirale dreht sich immer nach unten…bei dem einen schneller, bei dem anderen langsamer….aber immer abwärts.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag mit vielen guten Gedanken für dich.

    Habe ja die ganze Zeit ordentlich mit mir gehadert. Ich weiss nicht, warum ich mich so schwer tue.

    Die ganze nüchterne Zeit oder die ganze Zeit nach dem Rückfall?
    Wenn du nicht weißt, warum du dich so schwer tust, kannst du denn erkennen, wobei du dich so schwer tust?

    Das sind so die 2 Fragen, die mir gerade durch den Kopf gehen. Vielleicht helfen sie dir ja beim Gedanken ordnen.

    Hallo Erna,

    ganz großen Respekt, dass du den Mut hattest, dich hier nach deinem Rückfall wieder zu melden, davon hier zu berichten und nun wieder nüchtern leben möchtest.
    Ich würde jetzt gern sagen: Aufstehen, Krönchen geraderücken und mit erhobenem Haupt weitermachen. Aber so einfach ist das wohl nicht. Es hatte ja seinen Grund, warum du wieder in alte Muster zurückgefallen bist und dadurch rückfällig geworden bist. Da ist ‚Krönchen geraderücken‘ wahrscheinlich zu wenig……

    Kannst du für dich Gründe benennen, warum du nach doch ganz schön langer Zeit ins Wanken geraten bist und dich nicht mehr darauf besinnen konntest, was doch dein Ziel war: lebenslange Abstinenz.

    Immer wieder lese ich hier davon, dass es wichtig ist, hier sofort zu schreiben, wenn ein Rückfall droht. Konntest du erkennen, dass ‚etwas anders ist‘?

    Ich finde es für mich ganz wichtig, beim Schreiben hier nicht so viel ‚Leerlauf‘ entstehen zu lassen. Regelmäßiges Schreiben (und lesen) hier ist so wichtig für mich. Ich denke, dass ich so immer daran ‚erinnert‘ werde, dass ein nüchternes Leben sehr schnell auch wieder vorbei sein kann. Klar würde ich mein nüchternes Leben gern als die selbstverständlichste Sache der Welt sehen, aber ich denke, für einen Alkoholiker ist das eben nicht mehr so einfach selbstverständlich.

    Ich wünsche dir die richtigen Erkenntnisse für dich und für dein nüchternes Leben.

    Was mich interessiert ist lediglich ob dieses Verhalten Alkoholbedingt ist oder doch mehr seinem Charakter entspricht.

    Du wirst seinen Charakter besser kennen….

    Was wäre anders, wenn sein Verhalten nicht seinem Alkoholkonsum geschuldet wäre? Oder macht es für dich einen Unterschied, wenn er einfach auch ohne Alkohol seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt?
    Das Ergebnis ist doch das Gleiche und mit nichts zu entschuldigen.

    Fakt ist doch, dass eurem Sohn Unterhalt gewährt werden muss…..von der Mutter und vom Vater. (Von dir dann in Form von Naturalunterhalt, solange er bei dir wohnt).
    Dein Sohn ist 18 und damit selbst verantwortlich, sich um seinen Unterhalt zu kümmern. Das ist nicht schön für so einen jungen Mann, aber er sollte verstehen, dass sich der Kühlschrank nun mal nicht von alleine füllt.
    Rede mit ihm und macht das gemeinsam.

    Hallo Leli,

    du gibst gut auf dich Acht. Das ist super und wird dir helfen, deinen Weg zu gehen.

    Ich finde es gut, dass du auf dein Bauchgefühl hörst und Situationen meidest, von denen du denkst, sie sind nicht gut für dich. Restaurantbesuche sind super, keine Frage, aber wie du schon geschrieben hast, es ist dann auch kein schönes Erlebnis, wenn du dabei ständig in dich reinhorchen würdest und den Restaurantbesuch dann auch gar nicht genießen kannst. Das läuft nicht weg, hast du geschrieben …. und Recht hast du.

    Hallo MrKuchen,

    auch von mir noch ein Herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
    Und herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss, abstinent zu leben.

    Das ist eine sehr gute Entscheidung.

    Das schlimmere war jeder trank. Ich habe nur eins oder zwei Personen gesehen die keinen Alkohol hatten.

    Und dann noch du selbst ….sind schon drei oder vier Personen. 😀

    Es ist ja nun mal so, dass Alkohol in unserer Welt überall ist. Es ist kaum möglich, sich dem Anblick zu entziehen. Deshalb ist mir mein alkoholfreies Zuhause auch so wichtig. Da gibt es keinen Alkohol ….für niemanden. Auf den Rest der Welt habe ich keinen Einfluss.
    Ich habe mir meine alkoholfreie Zone in meinem Kopf geschaffen…und diese alkoholfreie Zone in meinem Kopf nehme ich überall mit hin.

    Ich habe für mich erkannt, dass ich keinen Alkohol mehr trinken kann. Hat mit ‚nicht mehr wollen‘ gar nicht so viel zu tun. Nicht mehr trinken wollen, wollte ich ganz viele Jahre.
    Ich bin Alkoholiker geworden und das weiß ich nicht nur….ich habe es akzeptiert. Ich habe akzeptiert, dass ich alkoholabhängig geworden bin und dass ich diese Sucht nur stoppen kann …mit lebenslanger Abstinenz. Und nur so. Es gibt ‚ausnahmsweise‘, kein ‚nur ein Glas‘ und kein ‚vielleicht irgendwann mal wieder‘. Eine Heilung ist nicht möglich.

    Du hast schon ein paar Tage nichts hier geschrieben.
    Mir hilft es immer sehr, hier zu schreiben. Da sortieren sich Gedanken, ich werde gelesen und ich bekomme Reaktionen. Die sind natürlich nicht immer schön, aber hilfreich, um meinen Weg immer wieder überprüfen und ggf. korrigieren zu können.

    Herzlichen Glückwunsch zu 15 Jahren und 1 Tag in Freiheit. 💐

    Ich denke gern an deine wertvolle Perlenkette, auf die du jeden Tag eine Perle fädelst.
    15 Jahre und einen Tag darfst du nun schon dein Leben genießen…..nicht immer einfach, aber ohne Alkohol auf jeden Fall einfacher.

    Ich lese dich sehr gerne und konnte schon manchen Tag etwas von deiner Frische und deiner Leichtigkeit auch mit in meinen Tag nehmen.
    Es ist schön, dass du hier bist. 🌹

    Und jetzt hab ich aber alles nüchtern ausgehalten, das war mein Kampf.

    Dann hast du diesen Kampf ja schon mal gewonnen. 👍🏻

    Bedenklich finden würde ich, wenn du einen Kampf gegen den Alkohol gemeint hättest. Denn dieser Kampf ist nicht zu gewinnen.

    Die Welt ist zwar immer noch schlimm, das kann ich nicht ändern. Aber ich kann mir meine kleine Welt so gestalten, wie sie mir gut tut.

    So sehe Ich das auch.
    Es gibt so viel schlimmes auf dieser Welt und wir werden daran nicht allzu viel ändern können.
    Aber was wir machen können, ist, uns unsere kleine Welt so schön zu machen, dass wir gerne darin leben.

    Ich schaue, dass es jeden Tag etwas Schönes gibt. Das muss nix Großes sein, manchmal reicht es schon, ein gutes Gespräch zu führen oder den Luxus genießen zu können, einfach mal gar nix zu tun.

    Ich freue mich, dass es dir gut geht in deinem nüchternen Leben. Und ich freue mich für dich, dass du deine Baustellen bearbeiten konntest.

    Hallo Opalia,

    herzlich Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu 29 nüchternen Tagen. 💐

    Die letzten 4 Wochen waren ein einziges ZickZack mit extrem vielen Schwankungen. Die damit zu tun haben, dass ich derzeit mein berufliches UND privates Umfeld nicht alkoholfrei gestalten kann.

    Was genau meist du mit ‚Zickzack‘?

    Ein alkoholfreies Zuhause ist mir ganz wichtig. Mein Zuhause soll mir mein sicherer Ort sein und das ist es auch.
    Im Prinzip ist es doch so, dass mein Zuhause der einzige Ort auf dieser großen weiten Welt ist, wo ich entscheiden kann, dass er alkoholfrei ist….überall sonst kann mir Alkohol begegnen (können). Das kann ich nicht beeinflussen. Alkohol ist überall und er wird immer überall da sein.

    Mein nüchternes Leben ist in meinem Kopf. Es ist egal, ob andere Alkohol trinken, ich kann es nicht.

    Von meinem Partner kann ich keine Abstinenz "mir zuliebe" verlangen.


    Ich persönlich erwarte von niemandem, dass in meiner Gegenwart nur Wasser getrunken wird. Wenn es so ist, ist das super, wenn mir aber das Umfeld wegen des Alkoholkonsum einiger Leute nicht passt, dann muss ich eben gehen. Das ist dann meins.

    Die Welt um mich herum wird nicht trockener, nur, weil ich nicht mehr saufe.

    Nun bewege ich mich aber auch nicht in ‚Säuferkreisen‘, was vieles einfacher macht.

    Es kommt also auch immer auf die Gegebenheiten an.

    So sehe ich das auch.

    Ich habe nie in Gesellschaft Alkohol getrunken…. also wirklich nie. In der Jugend mal probiert, für total blöd befunden und dann viele Jahre aus Überzeugung abstinent gelebt.
    Niemand hat gewusst, dass ich irgendwann dann doch mit dem Alkohol in Berührung kam und dann auch ganz schnell süchtig wurde. Ich habe mich innerhalb kürzester Zeit noch Null auf 100 in die Sucht gesoffen und das dann auch immer und vor jedem verheimlicht.

    Jetzt bin ich bald 3 Jahre nüchtern und nur meinem allerengsten Umfeld ist das so bekannt….für alle anderen trinke ich einfach keinen Alkohol. Fertig.

    Ich habe immer heimlich gesoffen und (fast) genau so heimlich bin ich wieder nüchtern geworden.
    Für mich genau der richtige Weg.

    Bei jemandem, der immer und gern in Gesellschaft gesoffen hat, kommen dann natürlich vor allem aus dem saufenden Umfeld Fragen auf, warum es da jetzt jetzt keinen Alkohol mehr gibt.
    Ich finde Ausreden und Lügen anstrengend….empfinde aber ein ‚weil ich nicht mehr möchte‘ oder ‚weil ich in meinem Leben jetzt genug gesoffen habe‘ oder Ähnliches nicht als Ausreden oder Lügen.

    Ich denke, dass ich ein Problem damit hätte zu sagen: Ich mache mal eine Pause, weil ….
    Ein entschlossenes ‚nie wieder‘ zu kommunizieren finde ich schon wichtig….egal, wie offen oder verschlossen man mit seiner Sucht umgeht.

    Hallo Leli,

    auch von mir noch ein Herzliches Willkommen und meinen herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluss, nun für immer abstinent zu leben.

    Du machst das wirklich richtig gut, finde ich.

    Mir hat besonders in der Anfangszeit das lesen und schreiben hier sehr geholfen, meine Gedanken in Worte zu fassen und zu sortieren. Ist ja doch ganz schön viel, was da so durch den Kopf geht.

    Hallo Mark,

    schön, dass du unsere Selbsthilfegruppe gefunden hast.

    Aktuell bin ich nach einer klinischen Entgiftung mal wieder trocken

    Wann war denn deine Entgiftung?
    Und was heißt, ‚mal wieder trocken‘?

    Möchtest du die Langzeittherapie machen, um deinen Führerschein wieder zu bekommen oder erhoffst du dir dort Hilfe, um ein dauerhaftes nüchternes Leben aufbauen zu können?