Beiträge von Stern

    Es spielt aus meiner logischen Sicht daher schon eine Rolle, weil ich wissen muss, welche Zeiten ich neu besetzen muss. Ich muss z. B die Wochenenden neu besetzen. Unter der Woche muss ich nichts ändern. 24/7 ist klar. Nur ist die Rückfallwahrscheinlichkeit unter der Woche bei mir so ziemlich 0 - daher mache ich mich erstmal dran - die Zeiten am WE neu zu besetzen - weil dort die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist.

    Natürlich ist es wichtig, die Saufzeiten zu besetzen. Und wenn das bei dir das Wochenende, besetze diese Zeit neu.

    Aber ich würde von mir nie behaupten, dass ich an bestimmten Tagen der Woche so ziemlich gar keine Rückfallgefahr habe. Das Suchtgedächtnis unterscheidet doch nicht nach Wochentage.

    Die ganze Situation ist entstanden, weil ich mich geweigert habe, ein Vorhaben meines Sohnes zu finanzieren….also wahrscheinlich auch Ei Stück weit Erpressung.

    Diese Situation gibt es ja durchaus auch ohne dass Alkohol im Spiel ist oder war.
    Natürlich kennt dein Sohn deine Schwachstelle und genau da rein zu hauen, finde ich jetzt nicht ungewöhnlich, um seiner Wut oder Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. ‚Erpessungsversuche’ kennt sicher jede Mutter. Nicht besonders schön, aber auch nicht besonders ungewöhnlich für einen Heranwachsenen.

    Du hast dich in dieser Situation wichtig genommen und das ist gut und richtig gewesen.
    Du hast erkannt, dass du Saufdruck bekommst und hast gegengesteuert ….absolut super. 👍 Vielleicht konntest du auch etwas gestärkt aus dieser Situation rausgehen….für dein stecknadelkopfgroßes Selbstbewusstsein.

    Ich gehöre nicht zu den Leuten, die schon morgens trinken mussten, oder täglich getrunken haben. Aber der Druck bei mir, gerade zu diesen Zeiten an freien Tagen ist enorm! Die Gedanken lassen mir keine Ruhe. Es betrifft nur das Wochenende bei mir. Ich arbeite über 60Std/Woche - da gibt es keinen Platz für Alkohol. Umso stärker verspüre ich dann den Drang, wenn ich frei habe.

    Spielt es eine Rolle, mit wieviel Alkohol und zu welchen Zeiten sich jemand in die Alkoholsucht gesoffen hat?

    Ich habe nur in der Woche gesoffen, die Wochenenden waren komplett alkoholfrei. Um es mal mit deinen Worten zu sagen: Da gab es keinen Platz für Alkohol.
    Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, mein Verhalten und meine Gedanken beim Nüchternwerden bestimmten Wochentagen oder bestimmten Situationen anzupassen.
    Ich bin doch 7 Tage die Woche 24 Stunden lang Alkoholiker…..egal, was, wann oder wie oft ich gesoffen habe.

    Ich weiß jetzt nicht, wie alt dein Sohn ist, aber natürlich hat deine Sucht auch ihn beeinflusst. Kommt dann noch die Pubertät dazu, wird das schon mal schwierig.
    Du hast dich aus dieser Situation rausgenommen….bist geflohen, wie du schreibst. Ich finde Flucht selten richtig. Vielleicht wäre ‚die Konfrontation aushalten‘ die bessere Wahl gewesen. Ist aber nicht zu ändern und wenn es für dich in dieser Situation die richtige Entscheidung war, war es auch richtig.

    Es ist ja nun mal so, dass du viele Jahre gesoffen hast und es ist ja nun mal auch so, dass dein Sohn das mitgekommen hat. Das geht rückwärts nicht mehr zu ändern….aber vorwärts kannst du alles besser machen. Den Anfanf hast du gemacht.

    Du schreibst, dein Selbstwertgefühl hat vielleicht noch die Größe eines Stecknadelkopfes. Das ist sehr wenig. Ich finde, du darfst ruhig mit erhobenem Kopf stolz sein, dass du nach deinem Rückfall nicht aufgegeben hast und jetzt erneut nüchtern bist.

    Irgendwie traue ich es mir auch (noch) nicht zu, anderen Forummitgliedern Ratschläge zu geben, weil ich nichts Falsches sagen möchte. Bin stark verunsichert.

    Wenn du dich auf dich selbst konzentrierst, hast du doch jede Menge zu tun.
    Du bist doch für dich hier ….. dafür, deinen Weg zu finden, zufrieden nüchtern zu werden.

    Mit Ratschlägen ist hier auch niemanden so wirklich geholfen. Theoretisch wissen wir doch alle, wie es geht.
    Mir hilft es am meisten, aus den Erfahrungsberichten hier im Forum heraus die Gedanken auf mich zu lenken. Ich finde so viel, was ich für mich genauso umsetzen will …..ohne das mir das als ‚Ratschlag‘ herangetragen wird.

    Hallo Malpro,

    ich habe dich für für den offenen Bereich freigeschaltet und dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben.
    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, schreibe jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    Es kann doch nicht so einfach sein ... und auch mich macht das misstrauisch. Denn ich möchte auf gar keinen Fall wieder dort zurück, wo ich war. Ich bleibe achtsam. Glücklicherweise habe ich aktuell keinen Stres oder Probleme weder beruflich noch privat.

    Es freut mich, dass es für dich ‚so einfach‘ ist, nüchtern zu bleiben. Ehrlich gesagt, ist es ja genau das, was ich jedem hier wünsche…..vielleicht auch, weil es bei mir auch ‚so einfach‘ war.
    Aber ‚so einfach‘ ist das ja doch alles nicht. Die Gefahr, in den leichtsinnigen Glauben zu versinken, vielleicht doch gar nicht Alkoholiker zu sein, denn als Alkoholiker muss es doch schwer sein, keinen Alkohol mehr trinken zu dürfen, finde ich extrem hoch.
    Ich habe nicht gerne getrunken. Ich habe es gehasst und es mich angeekelt. Aber viele Alkoholiker haben ja mal ‚gerne ein Gläschen‘ getrunken und ‚dürfen‘ das jetzt nicht mehr. Diesen ‚Nicht-mehr-dürfen-Gefühl‘ aus dem Verzichtsgedanken heraus blieb bei mir völlig es aus.
    Ändert ja aber nix an der Tatsache, dass ich mich in die Alkoholsucht gesoffen habe. Mir bewusst zu machen, dass das jetzt immer so bleibt und dass ich nur mit völliger Abstinenz zufrieden nüchtern sein kann, habe ich hier gelernt.

    Aber ich habe viel mehr Zeit, die alltäglichen Dinge entspannt und mit einer positiven Grundeinstellung zu tun. Haushalt, Kochen, Garten usw. Ich pflege mich wieder und war heute sogar beim Friseur 😊

    Ist das nicht fantastisch?
    Auf einmal ist so viel Zeit da. Ich genieße es sehr, meinen Tag entspannt gestalten zu können. Klar, ich muss jeden Tag zur Arbeit, aber selbst das ist bedeutend entspannter seit ich nüchtern bin.

    Habe nur ein starkes Bedürfnis nach zuckerhaltigen Sachen.

    Oh ja, da sprichst du auch mein Problem an.
    Ich habe früher ganz selten genascht. Der Schokohase stand jedes Jahr neben dem Weihnachtsmann, weil ich ihn einfach nicht aufgegessen habe. Mein ‚Zuckerpegel‘ war trotzdem jenseits von gut und böse, weil ich nur süßen Sekt und zuckersüßen Wein getrunken habe. Und so verlangte mein Körper dann nüchtern weiter den Zucker. Heute, nach fast 2 Jahren und 11 Monaten lerne ich ganz langsam, das auf ein erträgliches Level zu senken. Gelingt mir nicht so wirklich gut. Aber ich bleibe dran.

    Weil ich mir bewusst bin, dass niemand vor einem Rückfall sicher ist und weil es brandgefährlich ist, seine Sucht vor sich selbst zu verharmlosen und dann (wohl ganz automatisch) seine Selbstfürsorge vernachlässigt, bin ich hier.

    Ich wünsche dir, dass es weiter ‚so einfach‘ ist, du es aber niemals ‚so einfach‘ nimmst.

    Was macht ihr wenn ihr Frust habt um den abzubauen?

    Ich sehe zu, dass es mir gelingt zu erkennen, warum mich das da jetzt so frustet.
    Ist das etwas, was mich immer auf die Palme bringt und ich nix an der Situation ändern kann, lasse ich meinen Frust zu …. weil ich eh nix ändern kann und es gar nicht schaffen will, innerlich Ruhe zu bewahren. Da würde ich Bauchweh bekommen. Wut muss raus. Ich kann mich dann auch schon mal in meine Wut reinsteigern und dann will ich alleine sein und vor mich hin schimpfen. Mich selbst so ein bisschen bedauern tut da manchmal ganz gut.

    Wenn mich etwas frustet, was ich ändern kann, ändere ich es. Zumindest versuche ich es.

    Naja, nicht plötzlich….vielleicht.

    Du bist seit 2.11.22 hier angemeldet. Und du bist in deinem bisherigen Umfeld rückfällig geworden. Das ist ja nun mal so….und da interpretiere ich ja auch nix rein.

    Warum bist du rückfällig geworden?
    Du schreibst, es ist schwer, sich deiner Welt durchzusetzen. Es ist auch in meiner Welt schwer, mich durchzusetzen, und wenn ich meine Prioritäten nicht optimal für meine Nüchternheit setze, ist es nicht nur schwer, es ist unmöglich, mich durchzusetzen ….weil ich besoffen nämlich gar nix mehr auf die Reihe bekommen habe,


    Bist du rückfällig geworden, weil alle um dich herum saufen? Oder wolltest du einfach nur weiter dazu gehören und das geht nur, wenn du mitsäufst?

    Es wird immer jemand neben dir saufen. Auch das ist nun mal so. Die Welt um dich herum wird nicht trockener, nur, weil du nicht mehr säufst. Da kann es doch nur in deiner Verantwortung liegen, wie du damit umgehst. So wirklich viele Möglichkeiten sehe ich da gar nicht.

    Alkoholsucht kann nur der Alkoholiker selbst stoppen….mit absoluter Abstinenz. Das muss von innen kommen und das darf nichts und niemand beeinflussen können. Meine oberste Priorität eben. Wo ist deine oberste Priorität?

    weil ich dachte es läuft doch super - ich dachte ich benötige Eure Hilfe nicht mehr

    Genau das wollte ich für mich verhindern und deshalb ich bin hier geblieben.
    Wir haben nun mal eine unheilbare Erkrankung, die wie nie wieder loswerden. Wir können sie stoppen …mit absoluter Abstinenz, aber niemals heilen.

    Aber es ist schwer sich in dieser Welt durchzusetzen - oder eben in meiner Welt.

    Wie meinst du das?

    Wenn du aus deinem Rückfall vielleicht etwas mehr Selbstfürsorge mitnehmen kannst, hast du ja auch was gewonnen.

    Du bist ja schon eine Weile hier angemeldet, hast dich aber nicht so wirklich hier ‚aufgehalten‘.
    Ich sehe dieses Forum als meine Selbsthilfegruppe, die mich jeden Tag daran erinnert, dass ich Alkoholiker bin. Auch nüchtern bleibe ich ja Alkoholiker. Das lesen und schreiben hier hat mir gerade in der ersten Zeit sehr geholfen, meinen nüchternen Weg gehen zu können.
    Ich habe aufgeschrieben, was mir so durch den Kopf geht und ich bekam Reaktionen von den anderen hier…. Viele davon von Leuten, die schon da waren, wo ich erst noch hin wollte.

    Dir sind hier mal die Grundbausteine nahegelegt worden.
    Konntest du da was für dich finden, was du umsetzen möchtest?

    Mir als Alkoholiker hätte niemand geholfen, meine Weg zu finden, hätte man mir hier übers Köpfchen gestreichelt und lieb lächelnd gesagt: Das wird schon wieder.
    Nee, da wird nämlich gar nix wieder, wenn sich nicht aus eigenem Antrieb bewegt wird.

    Und genau so ist das bei den Angehörigen auch. Nur Veränderungen in einem selbst bringen Veränderungen im Leben.
    Jeder Mensch kann nur für sich handeln. Dass man sich als Paar unterstützt, ist klar, aber die Verantwortung für sein Leben trägt jeder selbst. Ich für mich und mein Partner für sich. Gemeinsam können wir nur glücklich und zufrieden sein, wenn jeder auch für sich alleine glücklich und zufrieden ist.
    Die wenigsten saufenden Alkoholiker sind glücklich und zufrieden. Und die wenigsten Angehörigen sind mit einem saufenden Partner an ihrer Seite glücklich und zufrieden.

    Wenn Worte genau da ankommen, wo sie zum Nachdenken anregen, sind es genau die richtigen Worte gewesen….finde ich.
    Es ist ja hier nix böse gemeint oder abwertend oder irgendwas, was verletzen soll.
    Wir sind eine Selbsthilfegruppe, in der natürlich Offenheit und Ehrlichkeit in den Beiträgen die Grundlage der Hilfe zur Selbsthilfe bildet.
    Da, wo es weh tut, geht es lang …..habe ich hier mal gelesen ….und genau so empfinde ich das auch.

    Es freut mich, dass es dir so gut geht.

    Und genau das alles macht mich nachdenklich - ist das die Anfangs-Euphorie? Wenn ja, vergeht sie?

    Mir geht es auch von Anfang an gut.
    Ich habe das manchmal selbst nicht so recht glauben können, dass das Nüchternsein auf einmal so einfach sein soll.
    Ich habe ständig in mich reingehorcht, mich so genau beobachtet wie noch nie zuvor und war einfach jeden Abend glücklich, dass ich kein Verlangen nach Alkohol hatte, keinen Saufdruck oder irgendwas, von dem ich dachte, das hat jeder, ohne das genau benennen zu können.

    Mit dem Tag der selbst gewählten Nüchternheit und der festen Überzeugung, dass ich es schaffen werde, ab jetzt nüchtern zu bleiben, führe ich keinen Kampf mehr gegen den Alkohol, wie ich ihn jahrelang geführt habe.
    Misstrauisch war ich trotzdem ganz oft.
    Es ist mir heute noch manchmal richtig unheimlich, dass der Saufdruck noch nie bei mir angeklopft hat und das macht mich vorsichtig und aufmerksam.
    Deshalb bin ich hier und deshalb tausche ich mich hier aus …..um immer daran erinnert zu werden, dass ich Alkoholiker bin. Denn das bleibe ich ja immer, auch, wenn ich zufrieden nüchtern durchs Leben gehe.
    Es ist ja nun mal so, dass der Mensch dazu neigt, gutes als selbstverständlich wahrzunehmen …..und dann seine Sorgfaltspflicht sich selbst gegenüber und seine Aufmerksamkeit recht schnell (wieder) vernachlässigt.

    Deshalb habe ich heute angefangen mich nach einem neuen Hausarzt umzusehen damit er mich durchchecken kann. Besser spät als nie.

    Ganz große Klasse. 👍

    Ich war nach den Untersuchungen sehr erleichtert, sehr froh und auch sehr dankbar, dass ich mir keine bleibenden Schäden angesoffen hatte.
    Ich wollte mein nüchternes Leben nicht mit dieser Ungewissheit beginnen.

    Ja, Veränderungen im Alltag sind wichtig. Manche krempeln ihr komplettes Leben um, andere einzelne Bereiche ihres Lebens. Aber alles so lassen wie bisher macht das Nüchternsein unnötig schwer.
    Ich habe damit angefangen, dass mein Haushalt absolut alkoholfrei ist und alle leeren Flaschen wegkommen. Das ist auch das allerwichtigste überhaupt. Alkohol darf niemals in meiner Wohnung sein ….egal, wer kommt oder kommen will.

    Ein alkoholfreies Zuhause ist meine sichere Oase. Das habe ich mir schön gemacht und da fühle ich mich wohl. Mir ist das wichtig.

    Ich bin nicht doof und ich schätze es an Menschen, die Fehler eingestehen können. Also gestehe ich meine auch ein und sage ganz klar: Ich habe es nicht im Griff, wenn ich trinke. Das zu leugnen wäre eine Lüge.


    Ist das wirklich ein Fehler?
    Ich sehe eine Krankheit nicht als Fehler. Was ich während meiner Saufzeit gemacht habe, waren einige Fehler, aber die Alkoholsucht ist eine Krankheit. Krankheiten sind für mich keine Fehler.
    Ich bin nicht nur Alkoholiker, sondern auch noch Diabetiker. Beides kein Fehler, beides Krankheiten, bei denen ich zusehe, dass ich gut damit leben kann.
    Die Alkoholsucht ist eine nicht zu heilende Krankheit. Sie geht aber durch die absolute Abstinenz zum Stillstand zu bringen. Und das ist ein absolut lohnendes Ziel.

    Ich habe gerade Angst vor dem Wochenende. Brauche einen Plan. Ich spüre etwas Druck - das ist die Sucht.

    Hast du schon unseren Notfallkoffer entdeckt?

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Da kannst du schon viel hilfreiches finden. Und vielleicht hast du auch noch etwas, was du für dich da reinpacken kannst?

    Ich hole mal deinen Beitrag bei einem Alkoholiker zu dir:

    Ich bin keine Alkoholikern, jedoch Angehörige. Ich versuche mir immer einzureden, dass mein Partner sein Trinkverhalten in den Griff bekommt.. dass es noch nicht so schlimm ist wie bei anderen. Ich sehe hier bei dir jedoch parallelen. Er trinkt auch “nur” am Wochenende und Feiertagen, jedoch kann er nicht aufhören. Er nimmt sich vor nach 2 Flaschen Wein ist Schluss.. meisten werden es noch mehr bis er einfach einschläft.. er schlafwandelt, manchmal schreit er nachts oder schlägt um sich.. aber er hat es ja im “Griff”.

    Du kannst aufhören, dir einzureden, dass dein Partner sein Trinkverhalten in den Griff bekommt.
    Ein Alkoholiker wird niemals sein Trinkverhalten in den Griff zu bekommen. Es gibt nur: Völlige Abstinenz oder Untergang.Und Untergang bedeutet auch, dass die Familie mit untergeht, wenn sie sich nicht aus dieser Spirale befreien kann.

    Die völlige Abstinenz kann nur der Alkoholiker selbst erreichen. Der Wunsch dazu muss vom Alkoholiker ganz alleine kommen und wenn er keine Krankheitseinsicht hat, wird jeder Verzicht auf Alkohol lediglich eine Trinkpause sein können.

    Du wirst an seinem Leben nichts ändern können.
    Du kannst aber für dich Veränderungen vornehmen, die dein Leben zufrieden machen.
    Dazu kannst du hier sehr viele hilfreiche Beiträge finden.

    Ja ich bin generell ein sehrpessimistischer Mensch, die Dinge von der Guten Seite zu betrachten und nicht immer sofort erstmal in eine negative Schiene zu rutschen, muss ich auch noch üben 🤣

    Oh, das bin auch. So grundsätzlich. Erstmal bin ich allem und jedem gegenüber skeptisch, misstrauisch, überprüfe den Haken an der Sache……
    Aber alles, was mit meinen Nüchternsein zu tun hat, sehe ich seit dem ersten nüchternen Tag sehr positiv, ohne Angst im Nacken und mit ganz viel Vertrauen in mich selbst. Nur ich kann mich nüchtern ‚halten‘. Niemand sonst kann darauf Einfluss nehmen.
    Seit ich hier im Forum den supertollen Satz gelesen habe „Meine Nüchternheit ist nicht verhandelbar.“ und mir die tiefe Bedeutung in diesen Worten bewusst geworden ist, habe ich das zu meinem Lebensmotto gemacht. Es geht ja um mich und mein Leben. Und das kann nur gut sein, wenn ich nüchtern bin.

    Wow, das musste ich jetzt 2x lesen.
    So viel Bewegung in deinem Leben und dass du dich und deine Nüchterheit mit so einer supertollen ‚Hartnäckigkeit‘ in den Vordergrund schieben kannst, beeindruckt mich jetzt wirklich, Super.

    Nicht einen Sieg gegen ihn, sondern einen für mich. Ich habe mich selbst und mein Kind vertreten und habe nicht nachgegeben.

    Ganz große Klasse. 👍

    Ich fühle mich alleine wenn ich über das so nachdenke, aber das ist nun mal die Konsequenz aus vergangenem Handeln, und ich habe das Ziel vor Augen nächstes Jahr wieder mit in den Urlaub zu fahren, mir wunderschöne nüchterne Erinnerungen zu schaffen, noch lange zu leben um mir noch ganz viele weitere zu schaffem, meine Familie zu haben und den tollen job usw usw...Das ist es auf jeden fall mehr als wert !

    Diesen Gedanken mit dem alleine sein hatte ich anfangs auch.
    Aber ich konnte das dann recht schnell nicht als ‚Konsequenz aus vergangenem Handeln‘ sehen, sondern als Vorbereitung für mein neues Leben.

    Ich habe mich über den einzelnen nüchternen Tag gefreut und nach vorne geschaut.
    Heute bin ich einfach nur dankbar, dass ich diesen nüchternen Weg gegangen bin und mich von nichts und niemanden habe aufhalten lassen.

    Du machst das super.

    Hallo Wilma,

    Super, dass du erkennen konntest, dass du Alkoholikerin bist. Und noch besser, dass du jetzt auch eine lebenslange Abstinenz anstrebst.
    18 Tage bist du schon nüchtern. Das ist ganz große Klasse.

    Du konntest hier schon einiges lesen und hast sicher schon hilfreiches für dich finden können.

    Ich lasse dir mal einen sehr hilfreichen Link da.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


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    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/