Beiträge von Stern

    Manchmal ist reden gar nicht so wichtig.

    Vor allem, wenn ‚genug‘ geredet wurde, kommen Worte oft gar nicht mehr so richtig an.

    Lass ihr und dir Zeit.

    Bleibe auf deinem nüchternen Weg. Vielleicht kannst du sie damit ‚überzeugen‘.

    Schuldgefühle hatte ich auch ganz schlimm….manchmal, immer seltener kommen einige davon auch nach 2 Jahren noch hoch. Aber ich habe mir verziehen und das macht so vieles wirklich leichter.

    Heute kann ich alles besser machen. Die Vergangenheit bleibt trotzdem wie sie war.

    Dass dein Mann alles weggekippt hat, zeigt doch, dass er dich unterstützt. Das finde ich klasse.

    Ich habe Sorgen vor der übernächsten Woche. Ich fahre in Urlaub, wohne in meinem Camper. Das ist eine sehr gewohnte Trinksituation, die ich noch nicht "umdeuten" konnte.

    Fährst du alleine in den Urlaub?

    Hallo sun,

    schön, dass du heute deinen 11 nüchternen Tag hast.

    Und schön, dass du nicht weggelaufen bist, sondern dich hier austauschen möchtest.

    Wie geht es dir an deinem 11 nüchternen Tag?

    Ist dein Zuhause alkoholfrei?

    Ich hab mir morgens schon eine Kopf gemacht wieviel alk ich noch habe und brauche <X

    Du bist ja auch Alkoholiker.

    Und du wirst auch immer Alkoholiker bleiben.

    Heute machst du dir aber keinen Kopf (mehr), wieviel Alk noch da ist und wieviel du brauchst.

    DAS ist der Unterschied zwischen heute und vor einer Woche.

    ok.. Aber ich denke ja auch an meine Frau.

    Die leidet ja auch.

    Vielleicht es, über dich und deine Sucht mit ihr zu reden?

    Alkohol entschuldigt ja erstmal gar nix, aber vielleicht wird manches einfacher, wenn es ausgesprochen ist.

    Du bist nun eine ganze Woche nüchtern. Das ist schon ein so guter Anfang in ein neues Leben. Erwarte aber nicht zu viel von dir. Gib dir Zeit.

    Bei mir waren Schuld- und Schamgefühles ganz lange da.

    Erst als ich mir selbst mein Saufen und alles, was damit zusammenkam verzeihen konnte, wurde es besser.

    Aber es nützt nix … davor weglaufen geht nicht.

    Akzeptieren, dass es nun mal so war wie es war und schauen, dass es jetzt anders wird, hat mir vieles einfacher gemacht.

    Wie unterscheide ich die grundsätzliche Panik von wirklichen Warnzeichen? Wie finde ich das richtige Maß? Wie erkenne ich, dass es wirklich an der Zeit ist, wieder Dinge zu tun?

    Vielleicht muss ich lernen, wieder auf mein Gefühl zu vertrauen. Aber kann ich mich auf mein Gefühl wirklich verlassen?

    Vielleicht mache ich mir da auch zu viele Gedanken und stehe mir selbst im Weg?

    Das sind aber viele Fragen.

    Was ist grundsätzliche Panik? Und was sind wirkliche Warnzeichen?

    Von welchem richtigen Maß sprichst du?

    Welche Dinge willst du wieder tun, von denen jetzt nicht der richtige Zeitpunkt war?

    Welches Gefühl hast du denn, von dem du Zweifel hast, ob du dich darauf verlassen kannst?

    Genauso viele Fragen. 🤔

    Aber vielleicht erledigen sich deine Fragen auch, wenn du meine für dich beantworten kannst.

    Ich habe mir auch oft all mögliche Fragen gestellt. Vor allem war ich lange unsicher….kein Saufdruck, bis heute nicht. Mein Nüchternwerden und -bleiben kommt mir noch heute manchmal ‚zu einfach‘ vor.

    Als ich aber feststellen durfte, dass das Leben ganz normal weiter geht, wurden die Fragen weniger …leiser.

    Es ändert sich ja da draußen um mich herum nix, nur, weil ich jetzt nix mehr saufe.

    Meine Veränderung fand in meinem Kopf statt. In meinem Kopf bin ich nüchtern. Das heißt nicht, dass ich so völlig unbekümmert durch‘s Leben gehe, wie ich das vor meiner Sucht getan habe. Das heißt aber auch nicht, dass ich hinter Ecke irgendeine Gefahr für mich sehe.

    Alkohol ist überall. Das zu wissen und zu wissen, dass ich keinen Alkohol trinken kann, weil er mich umbringen wird, ist mir wichtig und irgendwie sehe ich dieses festverankerte Wissen als meine Lebensversicherung.

    Ich bin Alkoholiker …entweder ich bleibe nüchtern oder ich werde jämmerlich verrecken. Dazwischen gibt es nix.

    28 Tage ohne Alkohol sind ein super Anfang. 👍

    Schön, dass du hergekommen bist, um dich weiter zu stabilisieren. Hier lesen und schreiben wird dir helfen, dich und so manche Situation zu sortieren.

    2019/2020 hatte ich schon einmal 12 Monate nichts getrunken, als Selbstexperiment sozusagen, was auch geklappt hat, aber es ging nie um eine dauerhafte Abstinenz.

    Das kenne ich.

    Auch dieses:

    Das ist jetzt anders.

    Es wird noch so vieles anders werden. Freu dich drauf.

    Melissenwasser? Machst du das selbst? Also Melissenblätter ins Wasser und ziehen lassen?

    Habe ich noch nie gehört. Klingt erfrischend.

    Das trinke ich auch gerne, sehr sehr erfrischend. 😀

    Genau so mache ich das: Einfach ein paar Melissenblätter ins Wasser und ziehen lassen.

    Oder wenn eine Salatgurke schrumpelig wird, kommen davon auch Schreiben (ohne Schale) einfach ins Wasser. Auch sehr erfrischend. 😀

    Ich war zwar nicht gefragt, aber da ich gerade Melissenwasser getrunken habe, habe ich mal meinen Senf dazu gegeben. 🤪

    Neben Cola und Säften mag ich besondere Ginger Bier(hat nichts mit Bier zu tun) Bitter Lemon und Ginger Ale.

    Grundsätzlich gibt's einiges, nur nicht immer auf der Karte im Restaurant.

    Cola und Säfte stehen auf jeder Speisekarte. 🧐

    Klar, Rauschmittel waren das Bindeglied, doch auch wenn man dies weglässt, liegt mir verdammt viel an den Leuten.

    Dir kann auch viel an diesen Leuten liegen.

    Nur, wenn du den Rausch als Bindeglied brauchst, finde ich das schon schwierig.

    Sind es wirklich diese Leute, die dir so wichtig sind? Klar entsteht Bindung zu Leuten, mit denen man Zeit verbringt. Und sich für andere verantwortlich zu fühlen, ist auch nicht so ungewöhnlich.

    Aber glaubst du wirklich, dass es gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sein Mitgefühl oder seine Bestürzung über deren Leben zeigen zu müssen? Mit alkoholfreiem Bier und Joints?

    Mir hilft eine gehörige Portion Egoismus viel mehr, meinen nüchternen Weg zu gehen. Bevor ich nicht gesund werde, kann ich auch für niemand anders eine Stütze sein.

    Vielleicht ist es auch nur die Angst, keine (anderen) Freunde zu haben?

    Ich habe neue alkfreie Getränke kennengelernt.

    Auch alkoholfreies Bier geht (ich kenne den Rat dazu, dass es eigentlich besser wäre, kein Alkoholfreies Bier zu trinken..).

    Hier waren schon einige, denen ein alkoholfreies Bier das Genick gebrochen hat ….

    Was für neue alkoholfreie Getränke hast du denn kennengelernt? Ist da nix dabei, was besser schmeckt als alkoholfreies Bier?

    Ein Treffen mit den Freunden ohne jeglicher Substanz zum Rausch zur Verfügung zu haben, wäre mir sonst zu riskant gewesen.

    Und warum triffst du dich mit Leuten, mit denen du es nur im Rausch gut aushalten kannst (oder willst)?