Wie unterscheide ich die grundsätzliche Panik von wirklichen Warnzeichen? Wie finde ich das richtige Maß? Wie erkenne ich, dass es wirklich an der Zeit ist, wieder Dinge zu tun?
Vielleicht muss ich lernen, wieder auf mein Gefühl zu vertrauen. Aber kann ich mich auf mein Gefühl wirklich verlassen?
Vielleicht mache ich mir da auch zu viele Gedanken und stehe mir selbst im Weg?
Das sind aber viele Fragen.
Was ist grundsätzliche Panik? Und was sind wirkliche Warnzeichen?
Von welchem richtigen Maß sprichst du?
Welche Dinge willst du wieder tun, von denen jetzt nicht der richtige Zeitpunkt war?
Welches Gefühl hast du denn, von dem du Zweifel hast, ob du dich darauf verlassen kannst?
Genauso viele Fragen. 🤔
Aber vielleicht erledigen sich deine Fragen auch, wenn du meine für dich beantworten kannst.
Ich habe mir auch oft all mögliche Fragen gestellt. Vor allem war ich lange unsicher….kein Saufdruck, bis heute nicht. Mein Nüchternwerden und -bleiben kommt mir noch heute manchmal ‚zu einfach‘ vor.
Als ich aber feststellen durfte, dass das Leben ganz normal weiter geht, wurden die Fragen weniger …leiser.
Es ändert sich ja da draußen um mich herum nix, nur, weil ich jetzt nix mehr saufe.
Meine Veränderung fand in meinem Kopf statt. In meinem Kopf bin ich nüchtern. Das heißt nicht, dass ich so völlig unbekümmert durch‘s Leben gehe, wie ich das vor meiner Sucht getan habe. Das heißt aber auch nicht, dass ich hinter Ecke irgendeine Gefahr für mich sehe.
Alkohol ist überall. Das zu wissen und zu wissen, dass ich keinen Alkohol trinken kann, weil er mich umbringen wird, ist mir wichtig und irgendwie sehe ich dieses festverankerte Wissen als meine Lebensversicherung.
Ich bin Alkoholiker …entweder ich bleibe nüchtern oder ich werde jämmerlich verrecken. Dazwischen gibt es nix.