Beiträge von Stern

    Ich habe mich gefragt woher das kommen mag, dass ich mich beim Übergang der Jahreszeiten so wackelig und unsicher fühle wie ganz am Anfang meiner Abstinenz. Ich glaube, es liegt daran, dass ich mir meiner Abstinenz nach wie vor nicht sicher bin. Als würde ich dem Frieden nicht trauen

    Vielleicht kommt das auch, weil du innerlich drauf gewartet hast? 🤔

    Ich habe dem Frieden anfangs auch nicht getraut, habe auf den großen Knall gewartet, weil mir das Nüchternsein viel zu einfach vorkam.
    Jahrelang habe ich gegen den Alkohol gekämpft und auf einmal soll das Nichtsaufen so einfach sein? …..

    Ich habe mir dann gesagt, wenn ich jetzt weiter auf diesen großen Knall warte, kommt er vielleicht auch, so wie ….die Geister, die ich rief …. =O und dann habe ich mich auf meine nüchternen Tage, Wochen und dann Monate konzentriert und habe das Leben wieder lieben gelernt.

    Aber ich hatte dennoch tief in mir drin von Anfang an die Überzeugung, dass ich jetzt nüchtern bleibe. Weil das meine einzige Chance zum Leben ist.

    Die Einsicht kam und mit ihr die Scham


    Scham war auch bei mir ein ganz großes Problem. Die konnte ich erst hier ablegen, als ich von den vielen Frauen gelesen habe, die auch Alkoholiker geworden sind. Das hatte ich wirklich nicht erwartet, als ich mich hier angemeldet habe. Mir hat das das Gefühl gegeben, dass ich nicht unnormal bin.
    Und auch das Wissen und das Verständnis dafür, dass ich krank bin, alkoholkrank…. habe ich auch erst hier bekommen. Ich bin nicht asozial, nicht schwach, nicht labil. Ich bin krank. Diese Erkenntnis hat mir sehr viel gegeben, was ich für meinen nüchternen Weg brauchte.

    Ich gehe nächste Woche wieder zur Therapie und zur Beratung... ich merke dass ich nervlich innerlich noch echt Probleme habe .

    Nimm dir alle Hilfe, die du kriegen kannst.

    Oder ich lese was und habe einen Aha-Moment weil mir durch das, was ich lese, was aus meiner eigenen Problematik klar wird.

    So empfinde ich das auch.
    Es ist ja manchmal so, dass ich gar nicht so recht einordnen kann, was da gerade bei mir los ist. Da fällt es mir auch ziemlich schwer, überhaupt eine Frage zu formulieren.
    Bei anderen lesen bedeutet für mich auch Antworten auf Fragen zu bekommen, die ich so gar nicht auf’m Schirm hatte.
    Bei anderen zu lesen bedeutet aber nicht, alles nachzuahmen oder meine Tipps zu geben oder alles irgendwie zu bewerten. Für mich bedeutet das, dass ich mir mitnehme, was für mich passt und auch mal einfach was liegen lasse.

    Hallo Rennschnecke,

    Aber am Ende war es auch eine Flucht vor mir selbst, glaube ich, denn da blicke ich nicht so klar durch wie scheinbar bei andern.


    Bei anderen gucken heißt ja noch lange nicht, von anderen lernen.
    Es kann auch die pure Ablenkung sein. Ich der Zeit, wo bei anderen geschaut wird und sich um die Lösung derer Probleme gekümmert wird, bleiben die eigenen Baustellen unaufgeräumt.

    Ich wünsche dir, dass du hier jetzt genau den Austausch für dich findest, den du für deine Selbsthilfe brauchst und dass dir dieses ‚auf dich schauen‘ gut gelingt.
    Der Anfang ist gemacht. Dafür meinen ganz großen Respekt.


    Hallo Peter,
    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
    Du warst schon mal 2 Jahre nüchtern. Dann:

    Habe mich da wohl belohnen wollen, bin leichtsinnig geworden. Leider ging es schnell von 0 auf 100. :(

    Insgeheim habe ich gehofft bzw. gedacht, dass ich doch kontrolliert trinken kann.

    Du wirst dich ganz sicher auch weiterhin immer mal belohnen wollen. Kannst du dir vorstellen, wie das aussehen kann? Alkohol ist, wie du selbst feststellen musstest, die schlechteste Idee.

    Von 0 auf 100 …. so hast du dein Trinkverhalten nach deinem Rückfall beschrieben.
    Die Alkoholsucht ist ja eine lebenslange Krankheit. Sie geht nie wieder weg. Ein Alkoholiker bleibt immer ein Alkoholiker.
    Aber die Sucht geht zu stoppen. Mit absoluter Abstinenz. Und das auch nur solange, wie ich absolut abstinent lebe.
    Das zu verstehen und zu akzeptieren hat mir meinen nüchternen Weg geebnet.

    Kontrolliertes Trinken gibt es bei einem Alkoholiker nicht mehr. Wenn kontrolliertes Trinken noch möglich ist, ist man (noch) kein Alkoholiker. Genau das ist ja ein typisches Zeichen für die Alkoholsucht: Der Alkoholkonsum lässt sich nicht mehr kontrollieren.

    Hallo Tiffy,

    schön, dass du nun auch diesen nüchternen Weg gehen willst. Glaube mir, es lohnt sich.
    Mein Leben hat sich nüchtern um ein vielfaches verbessert. Natürlich machen jetzt die Sorgen und Probleme keinen großen Bogen um mich herum, aber nüchtern bin ich in der Lage, mich dem zu stellen und das Beste draus zu machen.

    Du schriebst anfangs, dass es dir sehr schwer fällt zu sagen, dass du Alkoholiker bist. Ich finde auch nicht, dass das jeder um dich herum wissen muss. Was ich aber ganz wichtig finde, ist, dass du das für dich sagen kannst. Weil ich erst, als ich akzeptieren konnte, dass ich Alkoholiker geworden bin und das auch für den Rest meines Lebens bleiben werde, meinen nüchternen Weg gehen konnte. Insgeheim wusste ich doch schon lange, was mit mir los ist. Soviel Alkohol, wie ich in mich reingekippt habe, trinkt niemand, der nicht Alkoholiker ist.

    Die Alkoholsucht als Krankheit zu akzeptieren, war für mich sehr wichtig. Weil ich nämlich absolut nicht schwach und labil war, wie ich viele Jahre dachte, sondern krank.
    Die Alkoholsucht ist zwar nicht heilbar, aber sie geht zum Stillstand zu bringen. Mit absoluter Abstinenz.

    Das Wochenende ist wirklich immer schwer . Ich gehe nirgendwo hin und versuch es mir gemütlich zu machen. Ich esse leider sehr viel gerade und hoffe dass es nicht schlimmer wird . Ich ersetze viel durch Obst, aber gerade könnte ich stetig essen . Habt ihr ein paar Tipps für mich .... trinken tue ich massenhaft Wasser.... Es ist kein durst .

    Ich habe anfangs auch Unmengen Wasser mit viel Kohlensäure getrunken und sehr viel Kaffee. Das war auch kein Durst. Da war mein Hirn noch so auf ,viel trinken’ programmiert, dass ich trinken musste. Irgendwas. Und solange das kein Alkohol ist, war das auch in Ordnung für mich.
    Das hat sich nach ein paar Wochen langsam normalisiert. Heute muss ich mir das Glas Wasser manchmal schon direkt vor die Nase stellen, damit ich nicht vergesse, es zu trinken.

    Essen war auch so ein Thema ….. Der Körper hat Zucker verlangt. Ich habe ja ausschließlich süßen Sekt und süßen Wein getrunken. Dieser Zucker fehlte dann natürlich, wenn es nur noch Wasser, Tee und Kaffee gibt. Aber auch das konnte ich wieder normalisieren.
    Was ich heute allerdings anders machen würde, wäre: Nicht diese Unmengen Süßigkeiten in mich reinzustopfen, sondern, so wie du das machst, Obst zu essen. Ist auch Zucker, klar, aber zumindest sind noch einige ‚gute Nährstoffe‘ dabei.

    Man bemerkt positives, aber auch viele Fallen und wie man auf der Hut sein muss .

    Mir hat es gut getan und mir meine Alkoholsucht näher gebracht, wenn ich gesagt habe: Ich bemerke positives, aber auch viele Fallen und wie ich auf der Hut sein muss .
    Denn ich bin es ja, der jetzt nüchtern werden und auch bleiben wollte. Ich bin näher an mir dran als man.
    Kannst du diesen feinen Unterschied erkennen?

    Zum einen habe ich es noch nicht geschafft, nach dem endgültigen Auslaufen meiner ambulanten Reha hier, in meiner SHG, intensiver an meiner Selbsthilfe zu arbeiten (außer hier tagtäglich mitzulesen).

    Was ist denn für dich Selbsthilfe?

    Für mich ist Selbsthilfe u. a. hier zu lesen, zu gucken, wie machen das die anderen, wie gelingt es ihnen, ihr alkoholfreies Leben ‚ganz normal‘ zu leben, ohne zu vergessen oder zu verdrängen, dass sie alkoholsüchtig sind….
    Ich reflektiere dabei mein Leben, meinen Umgang mit dem, was mich so umtreibt, was in meinem Alltag passiert und freue mich darüber, dass ich da keinen Alkohol mehr brauche.

    Mir ist klar geworden, dass ich letztendlich nur noch gesoffen habe, weil ich alkoholsüchtig bin und dass ich jetzt nicht mehr saufe, weil ich alkoholsüchtig bin.

    Und irgendwann kam mir der Gedanke: Was hast Du eigentlich geändert, außer nicht mehr zu saufen? Die Arbeitszeit, ok, aber sonst?

    Diese Frage stelle ich mir auch hin und wieder, allerdings immer seltener.
    Ich komme immer wieder an der Stelle raus, wo ich feststelle: Es ist gut so, genau so, wie es ist.
    Ich fühle mich gut bei dem, was ich mache und ich fühle mich gut bei dem, was ich nicht mache.

    Probleme werden nie so ganz an mir vorbeigehen, schlafen werde ich immer mal nicht so gut können, schöne Situationen kommen auch immer wieder…..alles kein Grund, Alkohol zu trinken….

    Wenn das mal nicht mehr so sein sollte, werde ich mir Gedanken über Veränderungen machen.

    Vielleicht wäre das anders, wenn ich mich immer oder oft in einem alkohollastigem Umfeld bewegt hätte oder ich gerne mit anderen getrunken hätte…..

    ‚Vielleichts‘ sind aber nicht das Leben.

    Schön, dass du den Ausgang aus der Suchtspirale noch einmal gefunden hast, Foaly88 .
    Und danke, dass du hier so offen über deinen Rückfall geschrieben hast. Ganz großen Respekt.

    Für mich ist der Austausch hier gerade am Anfang meiner Abstinenz ein ganz wichtiger Pfeiler gewesen. Hier lesen und schreiben, mir aus den hier beschriebenen Wegen das mitnehmen, was zu mir passt und das Gelesene auch mal wirken lassen und beim Schreiben meine Gedanken sortieren …. so hat sich ein nüchterner Tag an den anderen gereiht, eine Woche an die andere und so weiter ….. wie eine wertvolle Perlenkette, hat hier mal jemand geschrieben. Mir gefällt dieses Bild.

    Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.

    Also hasst er mich von ganzem Herzen und ist froh mit mir Psycho nicht mehr zusammen sein zu müssen. Jetzt geht es ihm natürlich viel besser ohne mich.

    Wie geht es dir damit, wenn du das noch mal liest?

    Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr. Ich will nur noch aufgeben.

    Und dann?

    Es ist viel Lebensfreude auf der Strecke geblieben und ich frage mich allmählich, ob es das Wert war.

    Was wäre denn die Alternative gewesen?
    Es gab einen Grund (mehrere sogar), warum du diese Beziehung beendet hast. Diese Gründe sind nicht weg.

    Insofern hat sich eine Zufriedenheit mit der Abstinenz bei mir breitgemacht.

    Das liest sich toll.

    Eine Zufriedenheit mit der Abstinenz ist ein sehr schönes Gefühl, so empfinde ich das auch.
    Zufrieden nüchtern sein bedeutet ja nicht, dass jetzt alles immer total schön und einfach ist. Das Leben hat ja nun mal auch Alltag, und der findet nicht (immer) auf der rosa Wolke statt. Sich dabei aber körperlich und geistig gut zu fühlen, macht doch alles einfacher.
    Schön, dass es dir so gut geht.

    Herzlichen zu einem halben nüchternen Jahr 💐
    Ich freue mich mit dir.

    Aufhören und wieder leben war die beste Entscheidung meines Lebens.

    Das glaube ich dir sofort.
    Und ich finde, mit dem Wort ‚Entscheidung‘ machst du auch ganz deutlich, dass das wirklich aus deinem Kopf kam. Kein Drängen von Außen, kein ‚vielleicht‘, kein ‚mal sehen‘…. Keinen Alkohol mehr. Fertig.

    Ich habe auch für mich die Entscheidung getroffen, nie wieder Alkohol zu trinken und mir mein Leben zurückzuholen. Und ich habe diese Entscheidung noch nie in Frage gestellt.
    Und genau so denke ich, dass ich nur dann rückfällig werden könnte, wenn ich das so entscheide.

    Du hast eine absolut richtige Entscheidung getroffen. Für dich und für dein Leben. Super.

    Das mit der nüchternen Zone im eigenen Kopf hört sich für mich richtig gut an. Die Vorstellung kommt meiner Wesensart entgegen.
    Hattest du da bestimmte Vorgehensweisen, Rituale o.ä., um die Zone zu erschaffen?


    Ich habe mir, als ich hier vor nun bald 4 Jahren und 8 Monaten ankam, ganz bewusst deutlich gemacht, dass es nur möglich sein wird, von nun an keinen Alkohol mehr zu trinken, wenn ich dafür sorge, dass ich absolut nüchtern bleibe. Niemand außer mir kann das für mich übernehmen und niemand außer mir ist dafür verantwortlich, dass ich keinen Alkohol trinke. Das ist ganz alleine meine Verantwortung.

    Es war doch klar, dass die Leute im Restaurant weiter zum Essen ihr Glas Wein bestellen. Es war auch klar, dass ich im Supermarkt an den Weinflaschen vorbei muss, wenn ich zum Käse will und es war ebenfalls klar, dass es weiterhin in so ziemlich in jedem Film Alkohol zu sehen gibt….. Draußen ändert sich ja nichts. Also musste sich ‚drinnen’ was ändern.

    Alkohol ist da, (fast) überall . Er geht nicht weg, wenn ich komme. Es ist unmöglich, ihn wegzuzaubern. Und nicht immer weiß ich, was mich erwartet, wenn ich irgendwo hingehe oder schon irgendwo bin. Wer bin ich denn, dass ich mir anmaßen kann, darüber zu befinden, was andere Leute tun und was andere Leute trinken.

    Ich habe hier ganz viel gelesen. Und mir war ziemlich schnell klar, dass ich als Alkoholiker nie wieder Alkohol trinken kann. Wenn ich leben will. Und ich wollte wieder leben. Für mein Leben bin ich verantwortlich, niemand sonst.
    Hat nix mehr mit ‚nicht wollen‘ zu tun. Es ist eine Notwendigkeit, absolut nüchtern zu bleiben. Fakt. Fertig. Null Spielraum.

    Ich habe für mich ausgeschlossen, andere Menschen ‚in die Pflicht zu nehmen‘ und von ihnen zu erwarten oder sogar einzufordern, dass sie in meiner Gegenwart keinen Alkohol trinken ….damit ich nicht in Versuchung komme. Für mich war das wie ‚Verantwortung‘ abschieben.
    Ich weiß, dass das hier sehr umstritten ist, aber so ist nun mal mein Weg.
    Was ich jedoch vom 1. Tag an absolut umgesetzt habe, ist mein alkoholfreier Haushalt. Das ist aber auch der einzige Ort, an dem ich ‚Hausrecht‘ habe und beeinflussen kann, dass es dort keinen Alkohol gibt und dass niemand Alkohol trinkt.

    Meine Alkoholsucht ist da und sie wird immer da bleiben. Sie geht nie wieder weg. Ich kann sie stoppen. Aber mehr geht nicht. Und nur ich kann das.

    Meine Nüchternheit ist nicht verhandelbar.
    Dieser wundervolle Satz war einer der ersten Sätze hier, die mich nachhaltig beeindruckt haben und alles sagen, was ich brauche.

    Ich meine, früher oder später werden wir mit Menschen zusammentreffen, die in unserm Beisein Alkohol trinken, die einem Alkohol anbieten. Wenn ich das nächste Mal im Urlaub mit Freunden im Lokal oder an der Bar sitze, werde ich keinen Alkohol trinken, aber Wasser muss es auch nicht immer sein. Daher meine Frage, wie „gefährlich“ solche Alternativen sind.

    Es wird empfohlen, sich im ersten Jahr der Abstinenz auf sich selbst zu konzentrieren, abseits von Bars, Feiern und Alkohol trinkenden Menschen. Risikominimierung …. je weniger du mit Alkohol in Berührung kommst, desto weniger musst du dir Gedanken darüber machen.

    Ich trinke nichts, was riecht wie Alkohol, was aussieht wie Alkohol oder was schmeckt wie Alkohol oder was in irgendeiner Form an Alkohol erinnern könnte. Einfach, weil das viel zu nah dran ist an dem Stoff, den ich abhängig getrunken habe.
    Es gibt so viele alkoholfreie Getränke. Und es gibt so viele Menschen, die keinen Alkohol (oder wenig) trinken.
    Wenn ich irgendwo bin und mir was angeboten bekommen, sage ich einfach: Danke, für mich bitte ein Wasser (O-Saft, Cola ….). Ich bekomme, was ich möchte und niemand findet da irgendwas merkwürdig.

    Wenn ich darüber nachdenke kann ich das nicht mal wirklich beantworten, das meiste an was ich mich erinnere davon war/ ist negativ behaftet und hat nur Probleme verursacht. Probleme die man dann am Wochenende wieder trinkend vergessen konnte um noch mehr davon zu bekommen. Ehrlich? Ich weiß es nicht trotzdem fehlt was.

    Ich habe gesoffen, entschuldige bitte diese Ausdrucksweise, aber getrunken habe ich nicht (mehr) seit ich alkoholabhängig geworden war, weil ich süchtig geworden bin. Süchtig nach Alkohol. Ich musste Alkohol saufen. Ich war Alkoholiker geworden.

    Das ist eine Tatsache, die ich zwar für mich wusste, aber nicht akzeptieren konnte. Viele Jahre nicht. Ich wollte nicht dazugehören …zu diesen Menschen, die meinem Bild vom Alkoholiker entsprachen. Die Wahrheit war: Ich gehörte längst dazu. Lediglich mein geregeltes Einkommen hat es mir ermöglicht, nach Außen hin den Schein zu wahren. Innerlich war ich ein Wrack.

    Wenn ich mal nichts getrunken habe, hat mir auch was gefehlt. Der Alkohol.

    Hallo Kyra,

    noch ein verspätetes Herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich lese heute das erste Mal bei dir und was ich da lese, liest sich für mich so klar … so sortiert…sehr selbstbestimmt.

    Ich habe mich auch, als ich nüchtern wurde, an alte Hobbies erinnert und sie neu für mich entdeckt. Erstmal war es mir wichtig, die viele neu gewonnene Zeit zu füllen. Mich auf mich konzentrieren, meine Abstinenz zu festigen und mir dabei bewusst machen, dass es absolut notwendig ist, keinen Alkohol zu trinken, wenn ich leben will. Und (wieder) leben wollte ich.

    Meine Abstinenz ist für mich absolut notwendig, völlig unabhängig davon, was andere trinken.
    Ich bin Alkoholiker. Andere vielleicht nicht.
    Beim Thema Alkohol sind meine Gedanken nur bei mir, denn mein Leben ist zu Ende, wenn ich wieder trinken würde. Was andere tun, kann ich nicht beeinflussen. Die Welt wird nicht trockener, nur weil ich nix mehr trinke. Ich habe mir meine nüchterne Zone in meinem Kopf geschaffen. Den nehme ich ja überall mit hin, egal, wo ich hingehe und egal, wer da vorbeikommt.

    Herzlich Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu 2 nüchternen Wochen.

    Nach der Einschätzung die man im Netz findet bin ich wohl ein Quartalstrinker oder Rauschtrinker.

    Ist es nicht völlig Wurscht, was für ein Trinker du warst?
    Du bist Alkoholiker geworden und wie jeder andere Alkoholiker wirst du das nun auch für den Rest deines Lebens bleiben.

    Das zu akzeptieren hat mir meinen Weg in ein zufriedenes nüchternes Leben geebnet.

    Ich vermisse sowohl die Leute als auch den Alk,

    Was genau vermisst du am Alkohol?