Beiträge von Seeblick

    Hallo Stefan,

    auch von mir ein Willkommen.

    Zum Arztbesuch wurde dir ja schon geraten. Auch wenn der Entzug durch ist, ist das "Outing" ein guter Schritt für den abstinenten Weg.

    Du schreibst, dass nun normalerweise die Phase kommt, in der der Wunsch nach Alkohol stark wird. Das Wochenende steht auch vor der Tür. Hast du einen Plan, wie du dem entgegnen möchtest?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erna,

    das mit den Gefühlen kommt mir bekannt vor. Ich denke auch manchmal, dass sich meine Gefühlswelt um die Mittellinie herum bewegt, aber es wenig Ausschläge nach oben oder unten gibt. Mit Alkohol wollte ich die neagtiven Gefühle in Schach halten und die positiven verstärken. Ich wurde nur unglücklicher. Ich kann jetzt besser verstehen, dass es aber auch so gut ist. Ich bin (auch) fröhlich und zufrieden. Traurigkeit und schlechte Stimmung kann ich hinnehmen. Es muss ja nicht immer alles mega sein. Du kannst dich vielleicht auf die kleinen Dinge konzentrieren. Wenn du dich in deine Patienten hineinversetzt (das kann ja durchus auch mal sehr postiv sein) oder dich über die Sonne freust. Dir deine Gefühle bewusst machen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Hanseat,

    erstmal danke für deinen Bericht und ich möchte dir kurz sagen, dass ich froh bin, dass du wieder schreibst und wieder auf deinem Weg bist. Und wie schon in dem Beiträgen vorher stand: du fängst nicht bei Null an und hast dir schon viel erarbeitet.

    Die Gründe kannst du vielleicht nur selbst finden. Ich denke es waren die Kleinigkeiten, die sich summiert haben. Das Grillen, die neue Zähne, ein ein paar umbewusster Trigger. Und du hattest vorher noch geschrieben, dass du eine depressive Phase hattest. Dass es dir nicht gut ging. Irgendwann auch "Ich bin fast wieder der Alte, aber noch nicht ganz." So sinngemäß. Vielleicht war das ein Punkt, wo du nicht richtig gegengesteuert hast?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hier um Forum und auch in der Therapie wurde darauf hingeweisen, dass sich ein Rückfall ankündigt, man es selbst aber vielleicht erst gar nicht merkt. Zum Beispiel stellt sich eine Unzufriedenheit ein. Erst vielleicht wegen etwas ganz anderem und dann darüber, dass man nichts mehr trinken "darf". Oder man ist zu euphorisch und selbstsicher und denkt ach so ein kleines Bier geht sicherlich. Man bekommt sein Eis mit Eierlikör serviert und isst es trotzdem, ohne es zurück gehen zu lassen.

    Also Unachtsamkeiten oder auch Situationen oder Gefühle, bei denen man nicht rechtzeitig gegensteuert.

    Hallo Erna,

    eine Therapie oder Reha ist ja nun nicht zwingend notwendig. Wenn du auch ohne Hilfe von außen an dir arbeiten kannst und dein Ziel weiterverfolgst, ist es doch gut. Wenn du aber Unterstützung brauchst, dann solltest du keine Ausreden finden, sondern die Hilfe annehmen, die notwendig ist und angeboten wird. Dann ist es auch nicht so wichtig, ob die Einrichtung "passt". Irgendwas wird dir sicher bei jeder Klinik nicht gefallen.

    Für mich persönlich war die Reha wichtig. Raus aus dem Alltag, Konzentration auf mich und meine Probleme, Austausch und viele Tipps und Hilfsmittel, die ich lernen konnte. Ohne diese Therapie hätte ich es vielleicht "falsch" gemacht und einfach nur nicht getrunken, vielleicht hätte ich gar nicht oder erst spät verstanden, was alles dazugehört. Aber das kannst du nur für dich entscheiden. Es wäre nur schade, wenn es dir mit Therapie (schneller) besser gehen würde und du sie aus unterschiedlichen Gründen nicht annimmst.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Forum,

    so langsam komme ich in meiner neuen Umgebung an. Die ersten Arbeitswochen waren etwas frustrierend, weil ich wenig Einarbeitung erhalten habe und viel Neues zu Erlernen war. Inzwischen komme ich besser zurecht und ein großes Lob von einer Kollegin kam auch. Wir (meine andere Kollegin ist auch neu) würden ganz toll arbeiten, die richtigen Fragen stellen, uns in die Themen selbständig einarbeiten. Das Lob tat richtig gut. Oft denke ich, dass ich das trinkend nie geschafft hätte. Das ist auch ein Punkt für meinen Notfallkoffer.

    Gerade wenn der Tag stressig war und der Kopf schwirrt weiß ich, dass Alkohol nicht die gewünschte Entspannung bringen würde. Denn der erste Moment des Loslassens mit Alkohol wäre so flüchtig und alles andere einfach eine Katastrophe.

    Ich wünsche einen angenehmen Sonntag

    Seeblick

    Hallo Pipe,

    ich bin mir nicht ganz sicher was du meinst: Dass du auf deinen Bruder schaust und dann auf dich und du siehst, was er hat?

    Die frage ist ja: Was möchtest du? Nur weil andere einen großen Freundekreis haben und du nicht, andere wegfahren und du zu Hause bist, muss das ja nicht schlecht sein. Wenn du dich mit einem kleineren Freundeskreis wohl fühlst, ist es doch gut. Wenn du aber gern mehr Freunde hättest oder ausziehen möchtest, dann kannst du überlegen ob und wie das für dich machbar ist.

    Ich dachte, ich müsste auf Feiern extrovertierter sein, unterhaltsamer, weniger schüchtern. Aber das bin nicht ich. Ich bin etwas ruhiger und höre auch gern zu, wenn andere sich unterhalten. Und damit komme ich inzwischen gut zurecht und kann das für mich gut akzeptieren.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Halli Icke,

    willkommen im Forum. Glückwunsch zu deinem ersten Jahr. Das Forum kann dir helfen, auch weiterhin am Ball zu bleiben und sich auszutauschen (so geht es mir zumindest).

    Wie geht es dir denn aktuell? Kommst du im Alltag gut zuecht?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Junior,

    auch von mir willkommen. Bist du denn seit März abstinent? Wie kommst du zurecht? Hast du Suchtdruck oder Probleme beim Alltag? Oder kannst du das Erlernte aus der Behandlung gut anwenden (ich gehe davon aus, dass du schon einiges über den Notfallkoffer u.ä. weißt)?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Nika,

    es ist gut, sich bei Suchtdruck hier zu melden. Dass du schon am Bier gerochen hast, da schrillen die Alarmglocken.

    Was genau macht dich denn unzufrieden? Was würde dir denn Freude bereiten? Hast du genug gegessen, getrunken und ausreichend geschlafen?

    Mir fallen ein paar Anregungen ein, vielleicht ist ja was für dich dabei: Fange an aufzuschreiben, was dich unglücklich und unzufrieden macht. Das Schreiben kann die Gedanken sortieren. Finde etwas, worüber du dich freust. Das können Kleinigkeiten sein: ein lachendes Kind, deine Lieblingsschokolade, ein toller Satz in deinem Buch. Konzentriere dich auf das Positive. Die Antriebslosigkeit kann ja auch körperliche Ursachen haben wie beispielsweise Eisenmangel. Das müsste dann ein Arzt klären.

    Viel Grüße

    Seeblick

    Halllo Veru,

    gut, dass du dich hier meldest.

    Du kannst etwas bestimmter deinen Überstundenabbau einfordern (gibt es einen Personalrat) oder Urlaub beantragten. Wenn es gar nicht geht: Lass dich von Arzt krank schreiben. Hier geht es ja nicht ums "blau machen", sondern um deine Gesundheit!

    Kannst du dir in deiner Freizeit etwas Gutes tun? Mehr Enstpannung finden?

    Das Trinken wird alles verschlimmern!

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo John,

    diese Träume kommen häufig vor. Ich kenne sie auch. In einigen trinke ich, in anderen kann ich es gerade noch abwenden. Das wird mit der Zeit weniger, ob sie ganz verschwinden kann ich nicht sagen. Ich träume (selten) noch von Alk.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Yankee,

    ich stolper gerade über dein "Der Alltag läuft wie immer". Wenn man einfach nur den Alkohol weglässt und sonst nichts ändert, reicht das oft nicht aus. "Nur nicht trinken reicht nicht", heißt es so schön. Oder habe ich dich falsch verstanden und die meinst, dass dein Alltag ruhig verläuft?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Nachthexe,

    willkommen im Forum. Dass man nach einem Glas nicht mehr aufhören kann, ist Teil der Krankheit. Gut, dass du eingesehen hast, dass das nicht funktionieren wird und nur die komplette Abstinenz bleibt. Die ersten Wochen sind geschafft, allerdings wäre ein Arztbesuch ratsam gewesen, da ein Kalter Entzug tatsächlich lebensgefährlich sein kann. Auch nun, da die Entgiftung geschafft ist, solltest du dennoch zum Arzt gehen. Einmal zum Überprüfen deines Gesundheitszustandes und zum anderen ist das Aussprechen oft sehr erleichternd.

    Eine Therapie muss man nicht machen. Mir hat sie sehr geholfen, aber wichtiger ist der Austausch. Hast du schon Ideen, wie du dein "neues" Leben gestalten möchtest. Was du veränderst, damit du stabil trocken bleibst? Lies dir gern mal die Artikel zu den Grundbausteinen und dem Notfallkoffer durch.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erna,

    dass die anderen bei der Band auch nicht trinken, ist schon mal gut. Kannst du dich ganz nach Hause fahren lassen (so ausnahmsweise)? Die Idee mit dem anderen Heimweg finde ich gut. Vielleicht kannst du auch dein Geld und die EC-Karte zu Hause lassen? Dann fällt das Einkaufen auch schwerer.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo André,

    willkommen im Forum. Ich finde es toll, dass du diese Schritte eingeleitet hast. Die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein und das Handeln für eine Veränderung sind wichtige Punkte auf deinem neuen Weg. Du solltest dir ein wenig Zeit gönnen. Was das Schamgefühl angeht und auch für deine Beziehung. Jahrelang hat man seine Gefühle mit Alkohol betäubt, da braucht es ein wenig Geduld, sich zu finden und auch sich selbst zu verzeihen. Wenn du weiterhin stabil bleibst, wird sich zeigen, ob deine Partnerschaft noch eine Chance hat. Zunächst ist es gut, wenn du dich auf dich konzentrierst und für dich gesund wirst.

    Wie geht es dir denn? Hast du Suchtdruck? Kommst du nüchtern im Alltag gut zurecht?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erna,

    deine Beträge werden gelesen. Nicht immer gibt es eine Antwort. Oft schreibt man in seinem eigenen Faden für sich oder ja ganz allgemein was gerade so bei einem los ist.

    Wenn du aber mal zu einem Thema unbedingt Antworten oder einen Rat brauchst, oder wenn du gerade Suchtdruck verspürst. Einfach schreiben. Es ist ja fast immer jemand online.

    Die Wehmut wird vergehen. Es gibt so viele andere schöne Dinge und mit der Zeit wirst du merken, dass du zu solchen "Trink-Aktivitäten" auch gar keine Lust mehr hast.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo HannivsNanni,

    willkommen im Forum. Leider kennen sich nicht alle Hausärzte mit Suchterkrankungen aus. Du kannst ja einen anderen Arzt probieren und auch deine Schlafporbleme ansprechen. Es dauert meist aber etwas, bis sich der Körper an die neue Situation gewöhnt hat. Ansonsten kannst du es mit Atemübungen versuchen oder deine Gedanken in ein Tagebuch schreiben. Das hilft auch oft.

    Bei deinen Zeilen habe ich das Gefühl, dass du nicht so recht weißt, wie du deine Abstinenz anpacken sollst. Ich empfehle dir gern die Artikel zu den Grundbausteinen und dem Notfallkoffer.

    Viele Grüße

    Seeblick