Moin,
ich habe noch überhaupt keinen Plan. Vielleicht ja einer/eine von euch? Das wäre natürlich super.
LG
Loewenmama
Moin,
ich habe noch überhaupt keinen Plan. Vielleicht ja einer/eine von euch? Das wäre natürlich super.
LG
Loewenmama
Hi,
ich fasse mal zusammen: Es geht mir nunmehr um das Thema "Schadensbegrenzung", was ich für mich tun kann, damit es mir an den Feiertagen gut geht.
LG
Loewenmama
Alles anzeigenDie Weihnachtsfeiertage sind sooo bedeutungsschwanger, das ist schon für "normale" Familien stressig. Alles soll perfekt sein, heile Welt, Friede, Freude, Weihnachtsbraten. Aber an den Tagen haben Polizei und Krankenhäuser Hochbetrieb.
Ich meine das nicht böse, wenn ich es so schreibe. Eher so, daß man seine eigenen Erwartungshaltungen auf den Prüfstand stellen sollte. Und vor allem: die Erwartungen runterfahren.
Bei eurer Familienkonstellation gehts eher um Schadensbegrenzung als um friedliche Weihnachten. Wie wäre es, wenn du das ganze entzerrst? Also mit den freiwilligen Gästen feierst und an einem weniger bedeutungsschwangeren Tag, also vorher oder nachher, alleine einen Kontakt hast? Du kannst von denen, die sich völlig zurecht vor dem Aggressor schützen, nicht erwarten oder verlangen, daß sie sich verbiegen oder in Gefahr begeben. Vor allem, weil ja vorher schon bekannt ist, wie es laufen wird. Oder hoffst du auf ein Wunder? Die Realität holt einem gerade an Feiertagen oft knallhart auf den Boden der Tatsachen zurück. Bei vielen Leuten liegen eh die Nerven blank, da wird es bei ihm auch so sein.
Ich glaube es hilft am besten, schon im Vorfeld die Erwartungen runterzuschrauben. An sich selber, aber auch an die anderen. Nur weil Weihnachten ist, wird es nicht anders oder besser sein, wie die ganze Zeit schon. Eher ist die Situation noch explosiver als sonst. Wenn man sich das im Vorfeld schon klarmacht, Abstand hält, mimimalen Kontakt, die anderen zu nichts zwingen, nichts erwarten..... dann hat man eine Chance auf ein einigermaßen ruhiges Fest.
Klar wäre es schön, wenn es so wäre, wie du es dir erträumst. Aber es ist halt so wie es ist.
Viele liebe Grüße, Linde
Moin Linde,
ganz lieben Dank für deine netten Zeilen.
Ich denke mal, dass es ein guter Ansatz ist, alleine zum Sohn zu gehen, für eine kurze Zeit, ein kleines Geschenk mitbringen und vielleicht einen Tee zusammen zu trinken. Also minimalen Kontakt, das ist ja eh der Momentzustand.
Ich fürchte, mich haben einige hier falsch verstanden. Weihnachten hatte für MICH nie irgendeine Bedeutung, das lag ja an den Gründen, die ich weiter oben beschrieben hatte. Dienstlich war ich überwiegende in Krankenhäusern und bei der Polizei, konfrontiert mit so viel Elend, das mir allein dies die Restfreude an Weihnachten nahm.
Du hast Recht, es geht um Schandensbegrenzung. Da muss ich noch den geeigneten Weg finden.
LG
Loewenmama
Da könntet ihr drüber reden und gucken, was ihr gemeinsam dagegen machen könnt. Wenn du sie in Ruhe lässt, mit Vorschlägen deinen Sohn zu treffen und statt dessen über deine Gefühle sprichst, ihr gemeinsam überlegt was dir gut tun würde.
Wie wäre es mit einem ganz neuen Weihnachtsritual nur für euch drei?
Moin nochmal,
ich habe sowohl mit meiner Tochter als auch mit meinen Mann über meine Gefühle und Ängste gesprochen, ich bekomme als Antwort, ich solle ihn hart aufprallen lassen, er sei noch nicht so weit unten. Erst wenn er bereit sei, Hilfe anzunehmen, kann ihm geholfen werden. Ich solle nun endlich mal loslassen, er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich.
Ich weiss vom Kopf her, dass das alles richtig ist, was die Beiden sagen.
LG
LM
Nimmst du dem Rest der Familie übel, dass sie schon weiter sind als du und loslassen können? Fühlst du dich allein gelassen in deinem Schmerz?
Moin,
ich weiss, dass der Rest der Familie weiter ist als ich. Als übelnehmen würde ich das nicht bezeichnen.
Ob ich mich alleine gelassen fühle? Hm..ein bisschen schon
LG
Loewenmama
Alles anzeigenHallo Tina,
da würde ich ja direkt mal zurück fragen, was deine Therapie und die Selbsthilfegruppe so für Strategien für die Feiertage parat haben?
Wir selbst feiern hier seit Jahren die kompletten Weihnachtstage ohne weitere Angehörige und ich liebe die Ruhe, den Frieden und meine Freiheit an allen Tagen komplett alles allein entscheiden zu können. Traumhaft!
Ich bin in diese Jahreszeit schon ab und an trauriger als sonst, immerhin hatte ich früher den Traum von rauschenden Weihnachtsfesten im großen Kreis. Wenn ich Glück habe, dann werden meine Kinder mir diesen Traum später mit ihren eigenen Familien erfüllen. Wenn nicht, dann kann ich im hier und jetzt versuchen für uns alle das schönste Fest „raus zu holen“ was möglich ist.
Bevor ich Kinder hatte, habe ich mich eine gefühlte Ewigkeit an Weihnachten verbogen, bin teilweise nachts im Schneesturm über die Autobahn, Harmonie oder Dank habe ich dafür nie geerntet. Eher Streit, weil es doch nie genug war und Enttäuschung über die gemeinsame Zeit, die mir so gar nicht weihnachtlich erschienen ist.
Dann kamen die Jahre, als ich einfach nicht mehr zu ihr fahren wollte. Was gab das einen Terror, wie ich sie ganz allein lassen könnte, sowas egoistisches. Ja, die Vorstellung ist mir auch schwer gefallen, wie sie alleine da sitzt, was sie wohl machen würde. Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht das es sie so viel mehr gequält oder eben nicht gequält hat als an anderen Tagen vom Jahr. Einmal habe ich versucht ganz viel an zu rufen, um sie weniger alleine zu lassen, das war ganz furchtbar. Dann habe ich das reduziert und die wenigen Pflichtanrufe trotzdem bereut. Tja und dann… dann habe ich angefangen mich auf das wesentliche zu konzentrieren, alles was an Weihnachten zauberhaft sein kann. Das besondere Essen voll und ganz genießen, mich an der Freude der beschenkten zu erfreuen, Zeit ohne Verpflichtungen oder den Druck irgendwo hin zu müssen. Es kann so eine besinnliche und erfüllende Zeit sein. Hach… in mir steigt gerade Vorfreude auf und mein Herz wird ganz weit
Wenn dein Sohn Weihnachtsbäume zerstört und Geschenke zertrampelt, dann spricht das für mich nicht gerade dafür das er etwas vermissen wird ohne euch.
Ich rate dir dich bei Bedarf vorher und nach dein Feiertagen bei deinem Sohn zu melden und dir die Zeit dazwischen nicht kaputt machen zu lassen.
Du hast ein erwachsenen Kind, das an Weihnachten zu dir kommen möchte, einen Mann an deiner Seite, beides ist wundervoll. Vielleicht kannst du dich ganz doll darauf konzentrieren was und wen du alles um dich haben darfst und die Dankbarkeit darüber die schlimmen Gedanken verdrängen lassen.
Besinnliche Grüße, Lea
Moin Lea,
danke für deine Nachricht.
Die Selbsthilfegruppe kann ich erst am kommenden Dienstag fragen, ich schiebe dieses Thema schon lange vor mich her. Aktuell wurde es heute beim Besuch meiner Tochter. In der andern Gruppe habe ich noch nicht gefragt.
Ich muss dazu sagen, dass ich damals, als meine Kinder noch klein waren, erbitterlich dafür gekämpft habe, sie überhaupt Weihnachten zu sehen, bzw. sehen zu dürfen. Mein Dienstherr, die Freie und Hansestadt Hamburg, benötigte mich auch an den Feiertagen und der Kindesvater, bei dem meine Kinder aufwuchsen, setzte sich sowohl über schriftliche Abmachungen als auch über die geltende Rechtssprechung hinweg. Selbstverständlich ohne irgendwelche Repressalien seitens der Justiz.
Heute habe ich diese Weihnachtsidylle mit Friede, Freude nicht mehr. Meine Eltern sind verstorben, und andere Verwandte außer meinen Kindern habe ich nicht mehr. Dennoch ist mir sehr wichtig, dass es auch mir an Xmas gut geht. Ich tröste mich damit, dass ich ja noch etwas Zeit bis dahin habe, eine passende Lösung zu finden.
LG
Tina
Hallo Tina,
hier ist viel los im Forum, und so ist Dein Beitrag wohl etwas im Rauschen untergegangen. Zunächst einmal ist es ja gut, daß Du nicht ganz alleine mit dem Problem dastehst, sondern auch noch Familie hast. Nach dem katastrophalen Auftritt von letztem Weihnachten, der ja schlimmer kaum sein konnte, kann ich Mann und Tochter gut verstehen, wenn Sie Deinen Sohn nicht um sich haben wollen. Könnt Ihr ihn nicht an einem anderen Tag zu dritt besuchen und mal für eine halbe Stunde oder so vorbeigucken, damit er nicht über die Tage völlig allein ist? Dann könnt Ihr Euch für eine Weile beleidigen lassen und dann wieder gehen.
Mehrfach abhängig, psychisch krank, uneinsichtig -- da kommt ja einiges für Deinen Sohn zusammen. Für mich hört sich das aus der Ferne so an, als müßte er erstmal auf eine geschlossene psychiatrische Station und da auf Medikamente eingestellt werden. Das ist natürlich furchtbar, aber immer noch um Längen besser als das, was er jetzt auf eigene Faust durchzustehen versucht.
Liebe Grüße,
H.
Moin Moin,
danke für deine Nachricht . Weder mein Mann noch meine Tochter wollen zur Zeit mit meinem Sohn etwas zu tun haben. Ich hatte von mir aus das vorgeschlagen, gemeinsam ihn für einen kurzen Zeitraum zu besuchen. Mein Sohn wird das auch gar nicht wollen.
Es sieht wohl so aus, als ob er die Feiertage ganz alleine sein wird.
Den anderen in der Familie macht da nix aus, die feiern und sitzen zusammen. Ich alleine habe das Problem.
Ja, ich wünsche es mir auch, dass er in die Psychiatrie ginge und sich dort behandeln liesse...aber gegen seinen Willen bin ich ja machtlos.
Liebe Grüße
Tina
Liebe Foris,
langsam nähern sich de Feiertage und auch meine wachsende Angst davor....
Wie ihr ja wisst, habe ich einen mehrfach süchtigen Sohn ohne Krankheitseinsicht. Ich glaube, ich vergass zu erwähnen, dass bei ihm eine Borderline Erkrankung zusätzlich diagnostiziert wurde. Dies erschwert den Umgang mit ihm zusätzlich ganz massiv in Form von Beleidigungen, Anwendung von Gewalt, Bedrohungen, um mal Einige davon zu nennen.
Heute war meine Tochter hier zu Besuch, wir sprachen kurz über die Organisation der Feiertage. Ihr Vater hat sie auch am 1. Feiertag eingeladen, da will sie hin. Zu uns kommt sie dann am 26.12.
Ich frage nebenbei, wie und ob denn etwas mit ihrem Bruder geplant sei. Da wurde sie fuchsteufelswild und meinte, dass DER nirgendwo mehr hindarf, DER hat die letzten Weihnachten nicht nur den Baum kaputtgetreten und die ganzen Geschenke zerstört, sondern auch allen das ganze Fest vermiest mit dem Gesaufe, Gekiffe und den Agressionen.
Ich könne ja zu ihm nach Hause gehen, wenn ich sooo großes Mitleid mit ihm habe. Das ist aber keine gute Idee, weil, sobald mein Sohn mich sieht, keine 5 Minuten vergehen, bis er mir Gewalt androht, weil ich das nicht mache, was er befiehlt usw.. Naja, ihr kennt das ja.
Mein Mann hat verboten, dass mein Sohn zu uns kommt, da dieser ihm vor 6 Wochen eine kräftige Ohrfeige verpaßt hatte.
Auch wenn ich mir selbst nicht so viel aus den Festtagen mache, möchte ich diese friedlich, ruhig und harmonisch verbringen. Auf der anderen Seite habe ich schon jetzt Horrorvorstellungen, dass mein Sohn alleine in seiner Bude hockt, wieder in seinem Selbstmitleid badet und womöglich eine Kurzschlussreaktion begeht aufgrund seiner Depressionen.
Es sind ja noch einige Wochen bis dahin, und ich habe noch kein Plan, was ich tun kann, damit es auch MIR dabei gutgeht.
Ich freue mich über eure Meinungen.
Liebe Grüße
Tina
Moin Sun,
Im Großen und Ganzen gehe ich mir deiner Meinung konform , gerade in Bezug auf den Willen des Alkoholabhängigen und der Bereitschaft, die Sucht zu bekämpfen..Auch sehe ich die Regelversorgung /Angebote zur Suchtbekämpfung als gut an.
Dennoch möchte ich anmerken, dass Ich der Meinung bin, dass ein Aufenthalt in einer privaten Einrichtung mehr zum Erfolg führt , da dort einfach der Personalschlüssel besser ist und es auch andere Therapieansätze geben muss . Natürlich vorausgesetzt, der Abhängige möchte die Sucht bekämpfen . Ohne diesen Willen funktioniert es in solchen „Luxusschuppen“ dort auch nicht .
Darf ich kurz ein Erlebnis in diesem Jahr teilen ?
Ich war im Januar 2021 in einer psychosomatischen Klinik , 4 Wochen, als Kassenpatientin. Die Klinik hinterließ auf deren Webseite einen guten Eindruck auf mich, sah aus wie ein Hotel und die Angebote klangen gut. Voll motiviert fuhr ich hin mit ganz vielen Wünschen und Zielen.
Immerhin bekam ich dort 45 Minuten Einzeltherapie pro Woche, 2 mal Gruppentherapie a 60 Minuten sowie 2 mal Ergotherapie. Den Rest der Zeit blieb ich mir selbst überlassen.
Dafür fahre ich nicht 4 Wochen von zu Hause weg.
Es soll nicht neidisch klingen, dass die privat versicherten andere Therapieansätze, Therapie- und Sportangebote bekamen . Die hatten auch einen eigenen Eingang und Speisesaal ![]()
Aber das ist ja leider in unserer 2 Klassengesellschaft so, und das meinte ich damit , als ich den Entzug bei einem privaten Träger erwähnte.
Abends gab es auch Stullen , und die waren lecker 🤤
lieben Gruß
Tina
Alles anzeigenWir haben in Deutschland ein sehr gutes Hilfsangebot, wenn ich das mit einigen anderen Ländern vergleiche.
Wer da noch jammert, sollte mal über die Grenzen schauen. Das ist nur Jammern auf hohem Niveau.
Ich bin unsicher, ob ne Entgiftung und/ oder eine Langzeittherapie im gehobenen Ambiente erfolgreicher ist, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Denn es kann einem niemand trocken machen, nicht mal ein hochbezahlter Motivationstrainer und auch reichlich vorhandenes Klinikpersonal kann kein Stück helfen, wenn der Abhängige nicht aufhören will zu saufen.
Gerade CO-Abhängige meinen oft, wenn der Partner nur aufhören würde zu saufen, wäre in der Beziehung auch alles paletti.
Das ist ein Irrtum, bei fast allen beginnt erst dann der Weg, auf den BEIDEN viele Veränderungen bevor stehen.
Auch muss eine Langzeittherapie nicht unbedingt erfolgreich sein und nicht jeder braucht überhaupt eine.
Selbst nach LZT fängt die Hälfte der Alkoholiker wieder das Saufen an.
Das ist also keinesfalls ne Garantie ...es gibt keine Garantien!
Wie übrigens auch sonst nirgendwo im Leben...
Alles steht und fällt mit der Selbst-Initiative des Betroffenen...ist da zu wenig, wirds auch nix.
Wollen einem andere die Trockenheit aufzwingen ist auch das ein Versuch, der Scheitern wird.
Man kann nur für sich selbst trocken werden...das hat mit dem Partner und Liebe und pipapo überhaupt nix zu tun.
Setzt man den Willen zur Abstinenz nicht an die erste Stelle im eigenen Leben und bleibt auch konsequent auf dem Weg, dann sehe ich wenig Chancen auf ein dauerhaft trockenes Leben.
Und sowas kann einem letztlich keiner abnehmen und man kann das auch nicht mit alles Geld der Welt erkaufen.
Meine Meinung
LG Sunshine
Moin,
Ich bin mir sicher, dass die besagten Promis ihren stationären Entzug nicht mit dem gemeinen Volk, sondern in teuren Privatkliniken wie die Betty-Ford-Klinik gemacht haben, wo 3 Wochen alleine schon 20 Mille kosten.
Da ist so ein Entzug mit einem guten Personalschlüssel sicher anders als bei den gesetzlichen Einrichtungen , wo es vorne und hinten wegen knappen fähigen ! Personal erschwert wird.
LG
Loewenmama
Hallo Lea,
Danke der Nachfrage. Hier im Forum fühle ich mich verstanden, und habe gemerkt, dass ich etwas für mich tun muss. Die große Sorge um meinen Sohn ist das, was mir so zu schaffen macht . Daran zu arbeiten , dass ich „loslassen“ kann, das geht leider nicht von einem Tag auf den anderen . Und Geduld ist nicht meine Stärke. Ich bin dran !
LG
Loewenmama
Hallo,
Nun hat mich doch das schlechte Gewissen eingeholt... Wie seid ihr damit umgegangen?
Mein Mann hat sich die letzten Tage schon sehr verändert. Er ist aufmerksamer geworden...
Sind unter euch eigentlich Christen?
Hi,
ich bin evangelisch. Aber ich halte nix von Spiritualität.
Das schlechte Gewissen (wie kann ich meinen trinkenden Sohn nur mehr und mehr alleine lassen, wie kann ich es wagen, nicht sofort zu springen, wenn er pfeift) ja, das habe ich (noch). AAABER: wenn ich jetzt nix ändere an mir, dann bin ich spätestens zu Weihnachten in der Klapse, dass ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Ich arbeite auch daran, wenigstens 1 Stunde am Tag nicht an meinen Sohn zu denken...
LG
Loewenmama
(_.~"(_.~"(_.~"( 100 Tage )"~._)"~._)"~._)
Moin moin,
Herzlichen Glückwunsch!!!! Du bist ja Spitze!
Auch ich lese, als Angehörige, deine Beiträge sehr gerne, der Mix macht’s, wie man so schön sagt ! Weiter so, sowohl mit deinen Beiträgen als auch mit den alkoholfreien Tagen.
Als Angehörige eines Trinkers habe ich schon viele reelle SHG‘s besucht , von ganz unterschiedlichen Trägern. Die einzigen, wo ich mich öffnen konnte, wo man mir zugehört hat und auch telefonisch in ganz ganz schweren Krisenzeiten zur Seite stand , sind die Al Anons, also die Familienangehörigen der AA. Diese besuche ich seit Juli .
Ich bin von der Spiritualität weit entfernt, aber gläubig. In keinem der Meetings habe ich Hokuspokus erlebt oder dass jemand zur Spiritualität oder zum Glauben gezwungen wird.
Es ist auch die sogenannten offenen Meetings, wo die Alkoholiker und die Angehörigen zusammen teilnehmen. In einem dieser Treffen wurde DIESES Forum als besonders wertvoll vorgeschlagen, und so bin ich zu euch gekommen und auch sehr dankbar, euch gefunden zu haben.
Wünsche euch einen tollen Tag und gute 24h
Herzliche Grüße
Löwenmama
Liebe Moara,
auch ich habe mit Erschütterung deine Zeilen gelesen und drücke dich erst einmal ganz doll aus der Ferne.
Ich kann so gut empfinden, wie es dir geht in der Hilflosigkeit und Ohnmacht.
Ich bin auch Angehörige, bei mir ist es der Sohn, der säuft und sich keine Hilfe holt.
Als Co-Abhängige sind mir deine ganzen Handlungen bekannt, ich habe selbst jahrelang das Gleiche gemacht und den Alkoholiker mit Stoff versorgt, ihn entschuldet, Geld geliehen, Miete bezahlt usw.
Mein Sohn kam auch mal in die Psychiatrie, nach Suizidandrohung, hat sich aber am folgenden Tag selbst entlassen und trank munter weiter.
Als Angehörige ist es so schlimm, alles auszuhalten, denn es macht uns genauso bekloppt und vor allem, es macht uns jeden tag mehr krank.
Wenn du noch nicht in einer Selbsthilfegruppe bist, wo du dich im geschützten Raum ausweinen kannst, kann ich dir dazu nur raten. Mit "Normalos" konnte ich nie über das Alkoholproblem meines Sohnes sprechen, weil ich ständig nach Schema F die Standartantwort bekam "Lass´ihn fallen, er muss hart auf den Boden klatschen und er muss obdachlos werden".
Sicher, auch ich hoffe, genau wie du, dass unsere Familienangehörige "die Kurve " kriegen, aber da warte ich schon fast 10 Jahre drauf. Hier in diesem Forum lerne ich mäuseschritteweise, dass ich nur dann die Situation ändern kann, wenn auch er, bwz. in deinem Fall dein Bruder, bereit sind, Hilfe anzunehmen. Dies zu verinnerlichen, daran arbeite ich noch, mäuseschritteweise.
Ganz viel Kraft und liebe Gruß
Loewenmama
Loewenmama, ich drück Dich und fühle so mit Dir! Dein Sohn und mein Bruder ähneln sich so sehr! Auch mein Bruder hat in seinem Leben schon soo viele Handys an die Wand geworfen. Jedes Mal, wenn man ihm was sagt, was ihm nicht passt, zerdeppert er eins.
Weihnachten war bei uns sowieso immer ein Problem. Meine alkoholkranke Mutter hat sich immer passend zu den Feiertagen volllaufen lassen und meiner Oma und mir, die sich so sehr auf Weihnachten gefreut haben, alles verdorben. Mein Bruder genauso. Weihnachtslieder durfte man bei ihm auch nie anmachen, dann ist er teilweise einfach abgehauen. Die letzten Jahre ist er dann auch nicht mehr eingeladen worden, auch weil er die Lebensgefährtin meines Vaters auch immer wieder übelst beschimpft hat und sie ihn gar nicht mehr um sich haben will.
Liebe Ladyinred,
lass dich mal gaaanz doll drücken und danke für deine lieben Worte.
Mir hilft eine Angehörigengruppe alle 2 Wochen ein klein wenig. Das Programm mit den 12 Schritten habe ich ausprobiert und fühle, dass es nichts für mich ist. Aber vielleicht für dich?
Herzlichst
Loewenmama
Hast du vielleicht irgendwelche Ideen, wie du deine Vater und deinen Bruder „trennen“ könntest?
Wenn du ausreichend inneren Abstand hast, es dich gesundheitlich nicht belastet, du ruhig schlafen kannst… Dann ist es völlig Okay, wenn du deinen Vater in seinem Elend begleitest. Aber ist das wirklich so? Schadest du nicht auch dir und verlierst wertvolle Lebenszeit mit einem aussichtslosen Kampf?
Ich selbst habe so viel Lebenszeit vergeudet und mache dies noch immer, sobald ich mich von dem Thema gefangen nehmen lasse.
Am liebsten möchte ich jeden schütteln und ihm ins Gesicht brüllen, dass er so weit weg laufen soll wie er kann ☺️ Das hilft natürlich auch nicht weiter… Aber ab und an mal innerlich zur Ordnung rufen und gucken, dass man selbst weniger Schaden nimmt… das mache ich mit mir selber, also kann ich es auch bedenkenlos als hilfreich weiter empfehlen!
Einen lieben Gruß, Lea
Hi,
dass der alte Vater de kranken Bruder nicht losslassen "kann", das kann ich mir lebhaft vorstellen. Kind bleibt Kind, egal wie alt es ist und wie soll man das einem älteren Herren, der sich um die Sorge um das kranke Kind umbringt, beibringen??
LG
Loewenmama
Hast du vielleicht irgendwelche Ideen, wie du deine Vater und deinen Bruder „trennen“ könntest?
Wenn du ausreichend inneren Abstand hast, es dich gesundheitlich nicht belastet, du ruhig schlafen kannst… Dann ist es völlig Okay, wenn du deinen Vater in seinem Elend begleitest. Aber ist das wirklich so? Schadest du nicht auch dir und verlierst wertvolle Lebenszeit mit einem aussichtslosen Kampf?
Ich selbst habe so viel Lebenszeit vergeudet und mache dies noch immer, sobald ich mich von dem Thema gefangen nehmen lasse.
Am liebsten möchte ich jeden schütteln und ihm ins Gesicht brüllen, dass er so weit weg laufen soll wie er kann ☺️ Das hilft natürlich auch nicht weiter… Aber ab und an mal innerlich zur Ordnung rufen und gucken, dass man selbst weniger Schaden nimmt… das mache ich mit mir selber, also kann ich es auch bedenkenlos als hilfreich weiter empfehlen!
Einen lieben Gruß, Lea
heute wurde mir in der Angehörigengruppe "In Liebe Loslassen", "Resilienz" sowie "Achtsamkeitstraining" empfohlen. Hilft nur nicht sofort, aber immerhin ein kleiner Ansatz.
LG
Loewenmama
In der Hoffnung, daß es Dir hilft, Löwenmama, schreibe ich diese Zeilen. Ich fühle mit Dir. Du stehst hilflos und ohnmächtig daneben. Eigentlich müßte die Kavallerie, sprich Polizei oder das Ordnungsamt da einreiten. Wenn er wirklich eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellt, müssen die Dir eigentlich helfen.
Paß nur gut auf Dich auf und gönne Dir auch mal ein paar schöne Momente. Sein Leben fährt er gerade vor die Wand; laß nicht zu, daß er Dich mit in den Abgrund reißt.
Moin,
Weder die Firma Blauweiß noch das Ordnungsamt greifen ein. Bei sich zu Hause kann er verloddern (verwahrlosen) wie er will. Einige Ausnahme: wenn aus dem WC oder aus der Küche Kakerlaken in den Hausflur laufen bwz. wenn Schimmel auftaucht. Dies jedoch sieht ja keiner.
Ein Gespräch heute in einer Angehörigengruppe hat mir dies bestätigt.
Danke fürs Mutmachen:-)
LG
Loewenmama
Liebe Foris,
liebe Grüße erst einmal an euch alle.
Es wird immer schlimmer und ich habe Schwierigkeiten, abzugrenzen. Mein Sohn geht den Bach herunter, körperlich und psychisch. Er ist ja nicht nur nasser Alkoholiker, sondern konsumiert auch Drogen. Gestern habe ich ihn kurz besucht, ein Handy hat er nicht mehr. Jedes Handy, was ich ihm besorgt hatte, damit er wenigstens im Notfall den Arzt anrufen kann oder mal eine Whatsapp senden kann, wird von ihm spätestens nach 14 Tagen in einem Wutanfall an die Wand geworfen. So wie das letzte auch, also ist er weder mobil noch über whatspp erreichbar. Das bedeutet auch, dass er für die Behörden auch nicht mehr erreichbar ist, aber diese können ja mailen. Gesundheitlich geht es ihm miserabel, starkes Schwitzen, sehr starker Körpergeruch, offene Biederdosen in der Wohnung. Ich mochte nichts sagen.
Er bat mich, seine Wäsche (der Wäschestapel türmt sich schon seit min. 6 Monaten) mit zu mir zu nehmen und zu waschen, er "schaffe es nicht". Ich habe abgelehnt. Da wurde er wieder richtig wütend. Eine Waschmaschine hat er ja und den Fehler, 15 Maschinen wieder für ihn zu waschen, mache ich nicht mehr.
Ich hatte noch eine uralte Handymöhre, die habe ich da gelassen, damit er wenigstens telefonieren kann. Ich weiss, das ist ein Fehler, er muss sich selbst darum kümmern. Er hat bestimmt aufs ganze Jahr gerechnet 500 Euro an Handywert an die Wand geschmissen.
Heute hat mich meine erwachsene Tochter besucht und mit mir über die Weihnachtsfeiertage gesprochen. Sie will ja ihren Vater am Heiligabend besuchen und am 1. Feiertag zu mir. Das bedeutet ja, dass mein Sohn die ganzen Feiertage alleine in seiner Bude hocken wird. Ich möchte ihn ja gerne einladen zu mir, aber ich weiss, dass er nicht kommen wird, da es mal handgreifliche Auseinandersetzungen zwischen ihm und meinem Mann gab (mein Sohn hatte meinen Mann eine Ohrfeige gegeben).
Die Tatsache, dass mein Sohn dann über die Feiertage und Silvester alleine sein wird, läßt in mir Gefühle der Angst, Ohnmacht und Verzweiflung hochkommen. Ich habe jetzt schon Angst.
Danke, dass ich das hier lassen darf.
LG
Loewenmama
Moin Aurora,
danke für die empathischen Worte. Heute abend schreibe ich mehr.
LG
Loewenmama