Beiträge von Geroldsteiner

    Ja, es geht mit seit über 14 Monaten wieder gut.

    Das ist schön. Wie in deinem vorherigen Kommentar beschrieben hattest Du ja alle Katastrophen und Belastungen zusammen. Manchmal wachsen einem die Probleme über den Kopf. Hoffe jetz ist wieder alles (oder das meiste) im Lot.

    :wink:

    Lieben Gruss

    Daniel

    hallo Mexico, hallo Geroldsteiner,

    hast du schon mal daran gedacht, das du durch deine Abstinenz anderen ungewollt einen Spiegel vorhälst?

    Du konfrontierst sie quasi durch deine Abstinenz mit ihrem eigenen Trinkverhalten, das ist nicht immer angenehm.


    lg Morgenrot

    Hallo,

    ich möchte betonen dass ich niemanden hier beurteile, hier werden Erfahrungen ausgetauscht.

    Ich denke auch dass, wenn jemand bezeugt dass es auch OK ist (vielleicht sogar selbstverständlich ist) ohne Alkohol zu leben, manchen Leuten Hoffnung gibt dass es auch zu schaffen.

    Wie gesagt, ICH beurteile niemanden hier.

    BG

    Daniel

    der Kampf bis ans Lebensende wird wirklich leichter und hört auch irgendwie auf...es ist im Moment kein Kampf mehr für mich

    meine Therapeutin hat mir geraten dem Akohol gegnüber zu kapitulieren. Un dies anhand eines Beispiels..

    Sie hat mir erklärt:

    "Ok, stell dir vor jemand verspricht dir 100.000 EUR Preisgeld falls du einen Boxkampf gegen Mike Tyson gewinnst.

    Du probierst es und scheiterst. Dann wird das Preisgeld erhöht und du probierst es noch mal, und nochmal und nochmal...

    Irgendwann musst du einsehen dass du den Kampf nicht gewinnen kannst also lass die Finger davon... und mach genau dasselbe beim Alkohol. Denn du kannst nicht gewinnen."

    Ich fand das damals schon sehr hilfreich und einleuchtend.

    Es freut mich wenn ich lese: "es ist im Moment kein Kampf mehr für mich"

    LG

    Daniel

    Hi nochmal,

    Ich stelle mir oft die Frage welche Erfahrungen andere Abstinenzler haben, hinsichtlich nichts trinken.

    éfters werde ich gefragt "Hast du denn nie Lust auf ein Glas Alkohol?" Meine Antwort ist immer dieselbe: "Nein hab ich nicht"

    Es ist tatsächlich so dass ich nie an "nichtstrinken" denke, Alkohol ist für mich einfach kein Thema. Ich habe einen lieben Partner seit 10 Jahren er trinkt gemässigt Alkohol (zu Hause bei mir) und es ist mir einfach egal...

    Ist stelle mir schon manchmal dir Frage ob es langzeit Abstinenzler gibt die aber trotzdem noch mit sich kämpfen um nichts zu trinken.

    So nach dem aufstehen Gedanken nach dem Motto: "Ich hoffe ich schaffe den Tag ohne Rückfällig zu werden".

    Ich stelle mir die Frage ob es tatsächlich Abstinenzler gibt die jeden Tag ans trinken denken jedoch nur durch pure Willenskraft nicht rückfällig werden.

    Ich muss dazu sagen (und das ist mir erst heute bewusst) dass ich alkoholische Getränke eingentlch nicht mag, ich habe nie als Geniesser getrunken ich habe nur getrunken um nicht nüchtern zu sein... und um mich besser zu fühlen.

    Danke für euer Feedback.

    LG

    Daniel

    wenn du da drüber stehst haste gewonnen

    ...recht hast du, ist aber irgendwie nervig... (es ist so als hätte man nie ein Problem mit irgendwas gehabt... )

    Es ist so als sähen die Leute (enien überwundene) Alkoholsucht als ein unaussprechbares Makel an.. wobei ich kein Problem habe zu sagen: "Ja, ich habe früher mal gesoffen..."

    Ich steh zu meiner Vergangenheit, und nein ich bin nicht stolz auf manche Dinge die ich getan habe. Ich war halt krank und jetzt geht es mir bestens.

    LG

    Daniel

    ich bin ebenfalls Alkoholikerin. Ist mir aber auch lange schwer gefallen, das zu erkennen und zu benennen. Habe ich auch erst einige Zeit trocken sein müssen, bevor ich es so richtig innerlich zulassen konnte und dann auch aussprechen und mir selber glauben.


    Ist ja zunächst mal sehr mit Scham verknüpft. Aber je mehr Menschen offen mit dieser Krankheit umgehen, umso leichter wird es für andere. Und ich denke ja auch, dieses Verschweigen oder „Drumherumreden“ begünstigt geradezu, dass mehr Menschen das Suchtpotential beim Alkoholkonsum unterschätzen.

    Hi Thalia,

    Jeder soll sfür sich definieren wie er mit dem Thema "Alkoholiker, Trocken..etc ) umgeht... So wie es ihm/ihr eben passt.

    Was mich in Rage bringt ist wenn jemand aus meinem Umfeld mir etwas in der Art sagt "Ja aber du warst kein richtiger Akoholiker, du hast nur etwas übertrieben". Man sagt ja auch nicht zu jemandem "Du hattest ja auch nur ein bisschen Krebs., Aids, ... ) es ist ein biscchen wie Fremdschämen anderer..

    Das ist beleidigend und respektlos und nervig.

    Aber he, was solls ich muss mich ja nicht mit den Leuten umgeben, von daher...

    LG

    Daniel

    Hallo Geroldsteiner,

    willkommen hier im Forum.

    Ich wollte anfänglich keine Therapie machen und dachte, ich würde es so schaffen. Vielen mag das auch gelingen, aber ich war froh, mich dann doch für eine stationäre+ambulante Reha entschieden zu haben. Sich einmal komplett rauszuziehen, auf sich konzentrieren und sich mit Menschen auszutauschen, die genauso betroffen sind, hat mir sehr geholfen. Aber da ist ja jeder anders.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hi Seeblick,

    austauschen ist super, ich war in einer Gruppentherapie (12 Leute im Kreis sitzen.. wie im Film..) ich war am Anfang entsetzt, war sehr gehemmt.. nach ein paar Tagen wurde es besser, nach 2 Wochen habe ich es genossen mich mit anderen Alkoholikern auszutauschen. Hat miir echt sehr geholfen.

    LG

    Daniel

    Belastbare und fundierte Zahlen gibt's nirgends. Das sind alles nur Mutmaßungen. Man müsste schon eine ganze Anzahl Ex-Trinker interviewen, ich sag mal mindestens 10.000, die müssten dann auch wahre Antworten geben, um ein realistisches Bild zu bekommen.

    Hallo,

    zumindest waren das die Zahlen die man mir in der Klinik mitgeteilt hat...

    Aber ja, die Zahl muss ziemlich hoch sein.

    Die Frage nach dem "Warum"? Ich persönlich habe mein ganzes vorheriges Leben infrage gestellt. Dann habe ich einmal Tabula Rasa angewandt, und alle Personen die mir nicht gut taten, die mich vorher belastet haben, einfach ausgegrenzt... (inklusive Partner.. leidete oder leidet noch immer an einer Narzisstischen Störung..) . Seitdem geht es mir gut. Man muss den Balast abwerfen auch wenn das schwierig erscheint, aber wie ich schon in einem anderen Post erwähnte, man muss ein bischen egoistisch werden...

    BG

    Daniel

    Hallo Geroldsteiner,

    willkommen hier im Forum.

    Ich wollte anfänglich keine Therapie machen und dachte, ich würde es so schaffen. Vielen mag das auch gelingen, aber ich war froh, mich dann doch für eine stationäre+ambulante Reha entschieden zu haben. Sich einmal komplett rauszuziehen, auf sich konzentrieren und sich mit Menschen auszutauschen, die genauso betroffen sind, hat mir sehr geholfen. Aber da ist ja jeder anders.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hi Seeblick,

    genau, jeder findet einen Weg wenn er /sie bereit ist etwas zu ändern. Nicht wenige werden ja auch mit Therapie rückfällig... +/- 65% hab ich mal gehört

    Beste Grüsse

    Hallo Carl Friedrich,

    Wenn man sich eingesteht dass man ein Suchtproblem hat ist schon mal der erste Schritt, wie man das angeht bleibt jedem überlassen.

    Ich für meinen Teil war glücklich dass meine "kleine Welt" zusammenbrach und als es raus war. Nach ein paar Monaten Abstinenz habe ich auch kein Hehl daraus gemacht, falls jemand gefragt hat warum ich keinen Alkohol trinke, "ich bin Alkoholiker" reichte. Wenn einer fragt wie das so ist mit Sucht/Entzug etc.. finde ich das super. Die Leute stigmatisieren einen generell nicht.

    Ich finde es immer total niederschmetternd wenn ich höre dass jemand Rückfällig geworden ist, und wie du sagst, es führt einem vor Aigen wir schnell dies passieren kann.

    Liebe Grüsse

    Daniel

    Hallo Mexico,

    du schreibst "...ich habe mich viel um mich gekümmert und meine Sucht...", das ist meines Erachtens einer der wichtigsten Punkte...

    nach der Therapie habe Ich habe oft gedacht und auch anderen Leuten gesagt, "Ich habe ein Projekt das heisst "Daniel" und das hat Priorität" wenn ich nicht "funktioniere" oder (mit mir) klar komme dann kann ich das auch nicht für mein Umfeld.

    Eine gesunde Portion Egoismus gestehe ich mir seitdem zu. Ich habe gelernt "Nein" zu sagen auf Vorschläge und Anfragen von Leuten die mich früher ausgenutzt haben. Gesunder Egoisimus kann da viel helfen, nach dem Motto: "Dazu hab ich jetzt keine Lust und Basta"

    Verstehen wie man selber funktioniert ist elementar um ein zufriedenes Leben zu leben, und das nicht nur für Leute mit Suchtproblemen. Wenn man sich akzeptiert wie man eben ist lebt man leichter in den Tag hinein :) (sowieso ist keiner perfekt)

    Liebe Grüsse


    Daniel

    Hallo Hartmut,

    ja gerne, ich wurde 2011 nach etlichen Jahren Alkoholmissbrauch und nach einem epileptischen Anfall (kalter Entzug) ins Krankenhaus eingliefert. Als ich auf der Intesivstation zu mir kam, wusst ich nicht wie mein Leben weitergehen soll. Aber mir war bewusst dass ich so nicht mehr weiterleben konnte, da ich berufstätig war jeder Tag ein Spiessroutenlauf.

    Zum Schluss hatte ich ständig Kontrollverlust und trank einfach um zu vergessen dass ich trinke... der Teufelskreis eben (2 Liter Vodka / Tag).

    Im Anschluss habe ich einen Entzug in der Klink gemacht (Psychiatrie) und nach 3 Wochen wurde mir klar dass ICH was ändern musste.

    Mir persönlich hat die Therapie sehr geholfen,da ich in der Therapie meine "Dämonen" kennengelernt habe die mich zum trinken verleiten.

    Daher meine Auffassung dass es nie schlecht ist in Therapie zu gehen und um zu lernen und zu verstehen mit seinen ängsten umzugehen.

    Ich weiss auch dass manche Leute ohne Therapie auf Dauer zurechtkommen, ich für meinen Teil hätte es ohne Hilfe nie geschafft.

    Wollte aber niemandem zu nahe treten, jeder soll die Sache so angehen wie es ihm/ihr am besten passt.

    :wink:

    LG
    Dan

    Hi,

    Ich heisse Daniel, ich bion seit 2011 trocken und bin eher durch Zufall hier gelandet. Ich habe mich tatsächlich nach all den Jahren der Abstinenz mal (eben so) in diesem Forum herumgetrieben.

    Ich finde es toll dass sich die Leute hier so austauschen können, jedoch rate ich allen Suchtkranken unbedingt zu einer Suchttherapie.

    Liebe Grüsse aus Luxemburg

    :lol::lol::lol: