Beiträge von achelias

    Hi Juni,

    nimm' jeden Motivator mit den du bekommen kannst! Alles was hilft ist erlaubt. :mrgreen: Da ich Abstinenznachweise mittels Haaranalyse erbrachte, war die Versuchung wieder Alk. zu konsumieren gleich Null und aus anfänglichem Verzicht wurde langsam Normalität. Mir hat das unheimlich geholfen! Irgendwann gewann die Vernunft, bei mir brauchte es Zeit, bis ich für mich trocken wurde. War mit doch bewusst das es die Führerscheinsstelle herzlich wenig interessiert, ob ich trinke oder nicht.

    Auch von mir ein freundliches Hallo,

    wie sieht es bei dir mit Suchtdruck aus? Ich hatte die ersten Wochen ganz schön zu kämpfen, auch bin meinen FS losgeworden und ich muss gestehen, meine Hauptmotivation war am Anfang die Wiedererlangung des FS, das ließ mich durchhalten.

    Wie ist es bei dir?

    MfG

    Gestern sagt er mir dass er zwei Tage nichts getrunken hat.

    Ich nehme an, dein XY will herausbekommen wie die Lage ist, ob alles wieder o.k. ist.

    Ich hätte es jedenfalls so gemacht. Nun weiß keiner, ob das stimmt oder ... ???

    Für einen Nichttrinker nicht erwähnenswert. Für einen Trinker bestimmt erwähnenswert, doch behaupten kann man viel.

    Vielleicht stimmt es ja, vielleicht.

    Eine kleine Trinkpause.

    Ich wusste, nach einer Woche Abstinenz war ich auf einem guten Weg, ganz am Anfang zwar, aber die Richtung stimmte. Ich musste niemandem etwas beweisen, nur mir!!!

    Nun kann man viel herumrätseln oder unterstellen ... die Zeit wird es zeigen.

    Dir wurde in den letzten Jahren bestimmt schon viel erzählt.

    Bleibe auf deinem Weg, traue deinem Gefühl, deiner Erfahrung.

    Wenn ich weiß, dass in dem Küchlein Alkohol drin ist, lasse ich es stehen.

    Da sind wir uns ja einig! Wenn ich es weiß, daran denke, laufe ich Gefahr mein Suchthirn zu aktivieren, ebenso wenn ich Alk. schmecke. Es muss nicht zwangsläufig so sein, aber die Gefahr auszuschliessen, wäre grob fahrlässig.

    Es bleibt doch entscheident, was ich damit assoziiere. Konnte ich vor eineinhalb Jahren nur schwerlich an Bierflaschen vorbeigehen, bin ich dagegen heute selbstbewusst und gefestigt. Natürlich kann das nur jeder für sich selbst entscheiden, den einen triggert es mehr, ein anderer bekommt die pure Panik. Ich schloss meinen Frieden, bewusst und kann heute gelassen Alkohol begegnen, er ist nicht (mehr) Feind, ich begegne ihm täglich, nur trinken sollte ich ihn nicht mehr.

    Ich mache mich nicht verrückt.

    Es bringt mich auch kein Schokokuchen, der Alkohol enthalten könnte, ins Wanken. Zweifeln lässt er mich auch nicht. Würde ich den Alkohol allerdings schon riechen, würde ich davon nicht essen.

    Ich habe mir diesen Satz von Carl Friedrich zu Eigen gemacht: Sieht aus wie Alkohol, riecht wie Alkohol oder schmeckt wie Alkohol - stehen lassen (zumindest so ähnlich war die Formulierung).

    Genau so mache ich es auch, völlig frei von Angst, was mir nicht schmeckt, esse oder trinke ich nicht, egal ob da Alk. drinnen sein könnte oder nicht. Und wenn das Küchlein doch mit Alk. zubereitet worden sein sollte, werde ich mit Sicherheit nicht rückfällig.

    Spielt da nicht auch die Suggestion eine große Rolle?

    Ähnlich dem Weinglas, was keinen Wein enthält und trotzdem nach Wein schmeckt oder dem Schokokuchen, der keinen Alkohol enthält, wir aber annehmen, er könnte (!) welchen enthalten.

    Und allein diese (fiktiven) Gedanken uns unsicher werden lassen und wir einen Rückfall erahnen, befürchten. Uns ins Wanken bringen, uns zweifeln lassen? Machen wir uns da nicht ein bisschen selber verrückt?

    Wieder stellt sich mir die gleiche o. g. Frage, was muss alles passieren, damit der Partner (Co.) endlich handelt? Damit aus Vertuschen, den Anschein wahren (für sich und andere) eine Konesquenz folgt?

    Natürlich ist ein Alkoholiker ein grosses Problem, doch es bleibt eines, wenn man nichts tut, wenn man sich irrsinnigen Hoffnungen hingibt, in Erinnerungen schwelgt und sich gegenseitig seinen Schmerz beteuert. Sich mitreissende, bewegende Geschichten teilt und weiter in seiner Erstarrung, Handlungunfähigkeit verharrt, was soll sich da jemals ändern??? Und wann?

    So gar eine Schuldfrage wird diskutiert ... dabei dürfte doch jedem klar sein, dass der der es billigend in Kauf nimmt, duldet, eine gewisse Mitschuld trägt.

    Ich war Kind einer so unrühmlichen Beziehung, ich habe es erlebt, tagtäglich, es hat mir sicher nicht gut getan und prägte mich erheblich.

    Liebe Eltern (Mütter) macht was!

    ... gern wiederhole ich mich.

    Und habe eine letzte Frage: wirst nun mit ihm zusammen (um-) ziehen?

    Hallo annelui,

    Alkohol verändert das Bewusstsein, verständlich ausgedrückt: man wird wirr im Kopf! Realitätsverschiebung, bis hin bis zur Psychose … das Denken ist ein völlig anderes, irreal, surreal. Man lebt in seiner eigenen Welt, die für den Betroffenen wahr ist.

    Ich erlebte es selbst, an mir, als ich im täglichen Alkoholrausch war. Ich nenne es mal Wahnvorstellung, die so unterschiedlich sein können, wie der Mensch selbst. Doch haben sie alle eines gemein: sie entsprechen nicht der Realität.

    Halte dich, bitte, von ihm fern, mache nicht seine Probleme zu deinen, du kannst ihm nicht helfen.

    Wenn er sich um nichts kümmert, dann ist das eben so – da muss er durch.

    Oder willst du dich immer um ihn kümmern, wie eine Mutter sich um ihr unselbstständiges Kind kümmert?

    Dein Ex ist erwachsen, für sich selbst verantwortlich, das solltest du akzeptieren.

    Vll. hilft es Situationen besser zu erkennen. Eventuell kann man leichter vermeiden, die selben Fehler noch einmal zu begehen. Ich weiß es nicht.

    VG

    Hallo Becko00,

    ich bemerkte, daß es nicht die Situation war, die mich trinken ließ, sondern ich die Situation benutzte, um zu trinken. Praktisch alles als Ausrede herhalten musste, um meinen Suff zu rechtfertigen. Selbstbetrug!

    Ich kann mich noch (schwach) erinnern, an eine Zeit da „musste“ ich nicht trinken, brauchte keinen „Grund“, da kam ich gar nicht auf die Idee zum Alkohol zu greifen. Im Laufe der Jahre hatte ich mir dieses Verhalten antrainiert, nun braucht es wieder Zeit, um sich diese Gedankenmuster abzugewöhnen.

    Wenn man das erkannt hat, ist man fast schon „geheilt“.

    Hallo Biffi,

    ich hab` lange überlegt, ob ich dir schreibe … ich tu`s:

    ich verstehe es so, dein Mann trinkt, ist tagsüber zu Haus, meist betrunken, du hast vier Kinder (10,12,19,19) die sind auch zu Haus, oft. Du gehst arbeiten bzw. in die Schule.

    Während deiner Abwesenheit hast du keinerlei Kontrolle, das macht Angst (die hätte ich auch!), weder wirft jemand ein Auge auf die Kinder, zusätzlich bedeutet ein mehr oder weniger Besoffener für sich und andere eine Gefahr, direkt und indirekt.

    Du suchst nach einer Lösung.

    Es gibt nur eine. Die Gefahr aus deinem Haus verbannen.

    Jetzt kann man ewig lange hin- und her diskutieren, zur Therapie gehen, hoffen, beten, weinen, hin und wieder fliehen.

    Wenn man die Ursache nicht beseitigt, wird sich nie etwas ändern. Leichter gesagt, als getan und doch die einzige Möglichkeit.

    Du musst nicht sofort handeln, doch es wäre von Vorteil, sich Gedanken über die Trennung zu machen und vor allem über das Wie.

    Nichts überstürzen, Informationen einholen, wo bekommt man welche Unterstützung her, auch finanzielle. Lass dir Zeit, setzte dich nicht unter Druck, aber beginne.

    Man muss nicht unbedingt sehr intelligent sein oder eine hellseherische Gabe haben, doch wenn das bei euch so weiter geht, wird es immer katastrophaler.

    Wenn mir hier jemand das Rezept oder die Pille geben kann wie man ganz schnell hier raus kommt aus einer Ehe mit 33 Jahren einem gemeinsamen Geschäft ...

    Hallo Pamela,

    bei einer Ehe nach 33 Jahren, bedarf es leider einer größeren Operation und/ oder viele kleine Operationen, auf jeden Fall ein längerer Prozess.

    Eine Pille wird da nicht genügen.

    Mein Rezept: Ich kann nur den Austausch mit Anderen, (Fach-)Wissenden und Freunden empfehlen, wie man dieses über Jahre gewobene Geflecht entflechten kann. Bei dir hängt ja noch `ne ganze Menge `dran, da geht es nicht „nur“ um die Ehe.

    Bedacht ist ein sehr weise gewähltes Wort und sollte oberste Priorität haben. Weiter so.

    Wie es mir geht? … ich würd` sagen, ich funktioniere innerhalb der normalen Parameter und natürlich alkoholfrei, immer auf der Suche nach interessanten Menschen.