Hast mit deiner Mutter gesprochen? Hat sie irgendwelche Ambitionen?
Beiträge von achelias
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Auch mir ging es von Monat zu Monat besser, je weniger ich mir Duck machte, desto entspannter wurde ich.
Sah ich am Anfang überall mich beobachtende Augenpaare, bemerkte ich schnell, daß es niemanden wirklich interessiert, gerade am Pfandautomaten.
Ich bin zufrieden mit mir und frage mich heute oft, warum ich mir damals immer wieder einredete Alkohol trinken zu "müssen".
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Ich wünsche mir das in erster Linie, weil dieses alleine sein und nur noch den Suff haben uns beide ja letztendlich zur Einsicht geführt hat.
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Ja, das war wohl so … ich hatte ein Ziel, was mich bewog aufzuhören, was mir die Kraft gab, aufhören zu wollen. Ich bemerkte, daß eben nichts mehr funktioniert, ich nur noch Mist baute. Mich bedrängte niemand, ich hatte keinen Druck von außen.
Nach ersten Wochen des Kampfes (nicht mehr tinken), wurde die Abstinenz zum Selbstzweck, zur Gewohnheit, kein Kampf mehr.
Ich frage mich auch immer, wie es anderen gelingen könnte, erst Mal durchzuhalten, um dann zu bemerken, daß es auch ohne Alkohol geht.
Muß man wirklich erst so richtig auf`s Gesicht fallen? Und dann nüchtern sein, um zu bemerken, daß etwas mit einem nicht stimmt.
Wie kommt man zu einem Ziel? Bei mir war`s die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis mit den damit verbundenen Abstinenznachweisen, Abstinenznachweise brauche ich nun nicht mehr, doch wieder trinken will ich nicht.
Was könnte das Ziel bei deiner Mutter sein?
Bei meinem Vater, war Hopfen und Malz verloren, der wollte nicht mehr, der wollte einfach nur noch saufen, er hatte gänzlich aufgegeben.
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... Oft wünsche ich mir einfach, dass sie endlich mal so richtig anfangen würde zu saufen, also so, dass es endlich alle merken. Dieses "funktionerende" Alkoholikerleben, das sie hat, ist die schlechteste von allen möglichen Lösungen. ...
Ich fürchte, dein Wunsch wird in Erfüllung gehen – irgendwann. Doch das kann noch ewig dauern.
Ich mutmaße, bei meinem Vater ging es erst richtig los, als er alle vergraulte und dann allein in seinem Haus wohnte, da trank er dann zügellos, über Jahre hinweg, den ganzen Tag über, stürtzte oft im Suff, brannte sogar einmal mit seiner Hütte ab, lag dann einige Zeit im Koma, dann halbewegs wieder genesen, soff er noch Jahre weiter.
Es ist schon Wahnsinn, was so ein Körper aushält.
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... Mein nächster großer Erfolg wird allerdings, hier wieder auszuziehen und in meinen eigenen vier Wänden zu landen.
Als ich mich von meinem alkoholischen Elternteil trennte (völlig), tat mir das gut. Auch wenn mein Vater ein Arsch war, ging es mir doch nahe, ihn in seinem Elend zu sehen.
Ich war eben doch nicht so ein harter Hund.
Erst mit den Jahren pendelte sich eine gewisse Gleichgültigkeit ein.
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Zitat
Es sind doch alle psychisch abhängig oder nicht? (Edit - alle Suchtkranken meine ich)
Die psychische kommt vor der körperlichen, würde ich sagen. Außer vielleicht bei Heroin, ich glaube, da ist man super schnell auch körperlich abhängig.
Ich könnte mir nur vorstellen, dass man vielleicht leichter aus der psychischen Abhängigkeit rauskommt, wenn man noch nicht körperlich abehängig ist, weil man dann einfach noch nicht so lange oder so viel getrunken hat, wie jemand, der körperlich abhängig ist?
Und wahrscheinlich hat man als "nur" psychisch Abhängigerbisher weniger oder vielleicht sogar moch keine dauerhaften körperlichen Schäden davon getragen.
Wenn die Suchtmittel im Kopf keine Dopamin-Kicks auslösen würden, die einen süchtig machen, könnte man ja alles, was einem schadet, ganz einfach sein lassen.
Wenn, vielleicht, hätte, würde, könnte …
Die Sucht wohnt im Kopf, die Sucht nach Rauschmitteln, ebenso die Sucht der Co-Abhängigen, wenn ich mich von meinem Suchtmittel nicht lösen will, bleibe ich in ihr, körperliche Schäden folgen, bei manchen werden die Organge geschädigt und /oder nur das Gehirn (auch ein Organ).
Natürlich hat das mit Einsicht zu tun, aber auch mit Willen, es ist immer recht einfach zu sagen: ich kann nicht.
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Hallo Lust for Life,
das Schlimme ist ja, es ist einem nie egal, wie es den Eltern geht, egal was man sich immer wieder einredet. Eltern bleiben Eltern, auch wenn sie sich im Laufe der Zeit heftig verändern, quasi mutieren und sich von jeglicher Vernunft entfernen.
Ich sagte meinem Vater sehr oft, daß ich mit ihm, seiner Sauferei, seinen Beleidigungen nicht klarkomme, geändert hatte sich nie etwas. Oft hatte er auch „die Diskussionen, Ansprachen“ einfach vergessen.
Er konnte/ wollte sich nicht mehr ändern. Das hatte ich zu akzeptieren!
Sage deiner Mutter sehr freundlich, was dich bedrückt, Agressionen erzeugen nur mehr Stress, auf beiden Seiten. Ob das bei deiner Mutter etwas bewirkt, wage ich zu bezweifeln. Also sagst du das in erster Linie für dich, damit du abschliessen kannst.
Ob du auf dieses „Ritual“ verzichten kannst, darfst du entscheiden.
Ich wünschte mir sehr oft, daß dieses Drama endich ein Ende nehmen würde. Ja, ich dachte genau daran (aus Gründen der Pietät nicht näher bezeichnet).
Ich brach den Kontakt gänzlich ab, Jahre später machte dann das Bestattungsinstitut den Deckel drauf ...
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Hallo achelias,
solche Sätze sind Wasser auf der Mühle von Co-Abhängigen.
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Ich glaube Mimose weiß sehr gut wie das gemeint ist.
Wenn man glaubt alles getan zu haben, fällt es auch leichter los zu lassen.
Mimose, du entscheidest.
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Zitat
Bis dahin wird er wohl „feiern“… sagt mir mein Bauchgefühl.
Aber immerhin habe ich ihm geholfen dort anzurufen und den Termin zu vereinbaren.
Und ich würde ihn auch hinfahren am Montag.
Ich fürchte dein Bauchgefühl hat recht ... was du so schilderst ...
Ich findes es gut und richtig, daß du ihm hilfst, auch wenn es scheinbar vergebene Liebesmüh` ist. Aber du tust es letztendlich für dich.
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Mach` was dir gut tut!
Du hast nur das eine, Leben.
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Ich habe bei meinem Vater alles probiert, irgendwann resignierte ich, akzeptierte die Situation und besuchte ihn nie wieder.
Er soff dann noch ein paar Jahre bis er starb
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Hallo Lust for Life,
kann es sein, daß deine Mutter langsam abbaut.
Mein Vater, ebenfalls starker Säufer, baute immer mehr ab, ich hatte das Gefühl, das er immer mehr verblödete (verzeih` das Wort, ein treffenderes fand ich nicht). Es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer, er wurde immer wirrer im Kopf, immer weniger empfänglich für Worte Aussenstehender. Immer seltener wurden die lichten Momente, wenn er halbwegs nüchtern war.
Schlussendlich versagte sein lymphatisches System.
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... auch so gerne den positiven Kick des nüchtern seins erleben würde, oder wie manche scheibt, dass es sich jetzt so viel besser anfühlt. ...
Hallo Peter-Paul,
als ich mit dem Trinken aufhörte, war ich nicht mehr daueralkoholisiert und nahm mein Umfeld richtig wahr.
Das war mit Sichheit kein positiver Kick, nichts war plötzlich schön und gut, keine Fee verzauberte die Welt in ein Paradis.
Es war nur die Fee namens Alkoholika verschwunden.
Es mag sein, daß du die positiven Veränderungen nicht wahrnimmst bzw. wertschätzt .. was war so furchtbar, als du noch getrunken hast? Warum hörtest du auf?
MfG
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Hallo Icke,
mein aufrichtiges Beileid zur versemmelten MPU.
Auch ich brauchte zwei Anläufe. Wenn du dir am Ende deines Gutachtens die Empehlung zu Herzen nimmst und an deiner Aufarbeitung etwas sehr feilst, klappt es auch beim zweiten Versuch.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich hatte mehrere entdeckte, dokumentierte Trunkenheitsfahrten.
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Hallo Mimose,
dein XY ist noch nicht so weit, es geht ihm noch zu gut.
Man braucht einen Grund, ein Ziel, um abstinent werden zu wollen oder zu bleiben.
Es funktioniert ja alles, warum sollte man etwas ändern? Den morgendlichen Kater, Kopfschmerz merkt man kaum noch, man gewöhnt sich daran, auch an die abendlichen Abstütze, vielleicht ist man hin und wieder etwas verwundert, wie viel man am Abend zuvor soff, das war`s aber auch schon.
Der Liebsten kann man immer wieder etwas versprechen, sich ein paar Tage zusammenreissen …
das kann noch ewig so weiter gehen,
Irgendetwas muss nicht mehr funktionieren, es muss einem etwas gewaltig stören, damit man selbst eine Veränderung anstrebt.
So geht`s wohl auch dem nicht trinkenden Partner, der den Suff immer wieder toleriert.
Ich „musste“ erst 1 Jahr lang richtig (!!!) durchsaufen, incl. Job weg, Führerschein etc.pp. - dann wurde ich wach.
Verzeih` meine Offeheit, doch du allein entscheidest, wie lang du dir das noch antun möchtest, da hilft auch keine Psychlogenumschlung.
Wenn dir nichts mehr einfällt, trenn dich. Andere Mütter haben auch hübsche Söhne ...
MfG
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Hallo Schmidtty,
erstmal Glückwunsch zum ersten alkoholfreien Monat. Ich weiss, gerade in den ersten Wochen ist die Versuchung noch recht groß, so war es auch bei mir.
Doch war ich „stolz“ , daß ich mich zusammenreissen konnte, daß ich nicht immer wieder meinem jämmerlichen Gefühl nachgab, ich wollte mir beweisen, daß ich keinen Alkohol benötige.
Ich stoppte die Sucht, es war in den ersten Wochen ein schwerer Kampf, einfach so aufhören, war gar nicht so einfach.
Ich machte mir jahrelang vor, ich sei kein Alkoholiker, ich brauche den Stoff nicht jeden Tag, das Gegenteil war der Fall.
Aufhören, nicht mehr trinken, wurde mein oberstes Ziel, ich hatte den Überblick verloren, ich war zu oft angetrunken, am Abend besoffen.
Gib dir etwas Zeit, du hast dich über Jahre langsam an Alk. gewöhnt. In der ersten Zeit half mit nur aushalten und ablenken, sich beschäftigen.
Dieser Suchtdruck liess mit der Zeit nach, die Gedanken an Alk. wurden immer schwächer. Zweifle nicht an dir, wer einem Monat schafft, schafft auch zwei.
So „hangelte“ ich mich von Monat zu Monat, der Suchtdruck wurde immer schwächer, von Monat zu Monat. Es wird immer leichter. Vertraue dir, das kannst du auch.
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Hallo Anneliese,
so lange es noch gut läuft, in der Welt des Alkoholikers, wird es wohl nie „klick“ machen.
Es funktioniert ja alles, warum sollte man etwas ändern? Den morgendlichen Kater, Kopfschmerz merkt man kaum noch, man gewöhnt sich daran, auch an die abendlichen Abstütze, vielleicht ist man hin und wieder etwas verwundert, wie viel man am Abend zuvor soff, das war`s aber auch schon.
Bei manchen genügt, wenn die Frau droht wegzulaufen oder die Fahrerlaubnis weg ist, der Job, die Gesundheit sich meldet. Man braucht einen Grund, ein Ziel, um abstinent werden zu wollen.
Irgendetwas muss nicht mehr funktionieren, es muss einem etwas gewaltig stören, damit man selbst eine Veränderung anstrebt.
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Hallo Anneliese,
dein Ex will aufhören zu trinken oder hörte er auf?
Wie oft wollte er schon aufhören, wie oft hat das schon funktioniert?
Argumete auf Versprechen aufbauen, sind so nützlich wie das Versprechen.
Du willst dich rechtfertigen, argumentieren für: was wäre wenn?
Als ich noch trank, versuchte ich auch immer meinen „Gegner“ zu tode zu argumentieren, lasse dich nicht darauf ein.
Dein Ex soll erst mal trocken werden und dann sehen, ob und wie er damit zurecht kommt, dann, erst dann, kann man darüber reden oder argumentieren.
Er muss sich ändern, er muss in erster Linie sich etwas beweisen, nicht dir.
Wenn er alkoholfrei „funktioniert“, könnte man… , alles andere steht doch in den Sternen.
Was tust du, wenn er nach zwei … vier Wochen wieder trinkt oder nach einen halben Jahr? Es gibt keine Garantien.
Ich war nach ca. einem ½ Jahr halbwegs stabil in meiner Abstinenz, ich hielt mich aber auch permanent von jeglichem Alk. fern. Nach ca. einen Jahr konnte ich wieder dem Alk. begegnen, ohne daß bei mir ein unbändiges Verlangen aufkam. Ich tat das aber für mich, nicht für andere, ich knüpfte keine Bedingungen daran.
Ich muss etwas tun, ich der Trinker, freiwillig.
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Trinke mal eine Tasse Tee und überprüfe dich, ob du weiter trinken musst? Wenn nicht, dann besteht eben keine Abhängigkeit. Bei Alkohol schon. Auch wenn sie im Moment gestoppt ist. Heilen kannst es nicht. Also besteht eine, zwar eine gestoppte, aber es bleibt eine Abhängigkeit.
Ich bin gestoppt abhängig. Das gefällt mir!
Das ist logisch.
Viele Grüße
Erna, verzeih` bitte.
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Vielleicht wäre auch einfach eine andere Einstellung zum Suchtdruck noch eine Option. Gerade habe ich schon wieder leichte Panik davor. Aber vielleicht hilft das Annehmen ja wirklich, so,wie ich es schon mehrfach hier las. Soll er doch kommen und mich daran erinnern, dass ich abhängig bin. Dann kann ich ihm Blumen zum Dank überreichen.
Diesen Gedankengang vermied ich.
Ich bin nicht mehr abhängig, ich benötige dieses Zeug nicht (mehr).
Ein User schrieb mir daraufhin „dann kannst du ja wieder trinken … also doch abhängig“.
Diese Logik kann verstehen wer will.
Wenn ich wieder konsumiere, werde ich wieder abhängig – das ist doch klar. Doch muß ich das immer dazu sagen, erklären?
Der Suchtdruck nimmt von Monat zu Monat ab, bei mir war es so. Heute habe ich keinen Suchtdruck mehr. Hin und wieder denke ich an Alk. , doch baut sich da kein Druck auf.